Zurück im MEDICLIN Reha-Zentrum Plau am See

Veröffentlicht am 27.05.2021 11:40 von Redaktion rehanews24

Fotograf: MEDICLIN

Plau am See, 27. Mai 2021. Seit dem 1. April ist Dr. Jan Adolphsen zurück im MEDICLIN Reha-Zentrum Plau am See. Der 57-Jährige, der bereits bis 2012 als Leitender Oberarzt im Reha-Zentrum tätig gewesen war, leitet die Fachklinik für Neurologie von jetzt an als Chefarzt. In dieser Funktion wird er noch für einige Zeit vom bisherigen Chefarzt Dr. Günther Freier unterstützt, der die Klinik seit Inbetriebnahme 1994 geleitet hat, jetzt in der Position eines Ärztlichen Leiters.

„Diese Übergabe finde ich sehr wichtig“, sagt auch Dr. Adolphsen. „Ich kenne die Klinik zwar aus der Zeit bis 2012 – aber in neun Jahren ist natürlich einiges passiert. Die Erweiterung der neurologischen Phase C fällt in diese Zeit und neue Therapieangebote sind ebenfalls entstanden.“ In den letzten Jahren war der neue Chefarzt bei verschiedenen Trägern tätig und in einer Klinik in der Schweiz als Chefarzt und medizinischer Direktor. Von den Eindrücken aus den verschiedenen Kliniken möchte er das Reha-Zentrum jetzt profitieren lassen. „Ich habe Eindrücke gewonnen, wie die Arbeitsabläufe an den verschiedenen Orten organisiert sind. Jetzt gilt es, zu sichten: Was kann man vielleicht übernehmen, was bringt einen Nutzen, was lässt sich aber auch überhaupt nicht auf die Situation in Plau anwenden?“

Gerade in der Schweiz werde sehr viel Wert auf Qualität sowie auf eine individuelle Patientenbetreuung gelegt. „Ich glaube, da gibt es in Plau sehr viel Potenzial, eine gute Mischung aus Standardisierung – die notwendig ist – und einem individuellen Eingehen auf die Patienten zu erzielen. Hier gilt es, die genau richtige Balance zu finden.“

Bewährtes beibehalten
Die ersten Monate am Standort nutzt der Neurologe nun dazu, um zusammen mit Dr. Günther Freier den Bestand genau zu sichten: „Es gibt ja viele Dinge, die sehr bewährt sind und seit vielen Jahren gut laufen. Zum Beispiel ist die Klinik in der Regel gut belegt, sie ist renommiert, und die Mediziner arbeiten seit vielen Jahren mit bestimmten Zuweisern sehr gut zusammen.“ Außerdem habe er ein sehr positives Bild von der Klinik selbst, von der Atmosphäre und der Qualität.

Dann gehe es darum, zu sehen, welche Projekte in den nächsten Jahren noch zusätzlich angestoßen werden sollten. „Mein Ziel ist, dass die Fachklinik möglichst breit aufgestellt bleibt und wir dennoch einzelne Schwerpunkte so entwickeln und vertiefen, dass wir uns nach Außen hin damit besonders positionieren können“, erklärt Adolphsen. Er denke da an den Ausbau des Schwerpunkts für Multiple Sklerose-Patienten und die Etablierung eines Bereichs für neurologisch bedingte Schluckstörungen (Dysphagien). „Ich habe hier besondere Kenntnisse in der endoskopischen Schluckdiagnostik“, berichtet er. „Das möchte ich gerne für die Patienten – in erster Linie Schlaganfall-Patienten – hier aufbauen und etablieren.“

Vernetzung und Personalgewinnung im Fokus
Zum Zukunftsbild der Klinik gehört für Adolphsen auch die gute Vernetzung in der Region und darüber hinaus: „Die enge Zusammenarbeit mit dem benachbarten Krankenhaus läuft gut, ebenso die enge Zusammenarbeit mit den Berliner und Hamburger Akutkliniken und nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit Rostock als großes Zentrum im Bundesland. Diese Zusammenarbeit möchte ich gerne beibehalten und vertiefen.“ Persönliche Besuchsrunden stünden deshalb für die ersten Monate auf seiner Agenda.

Mindestens ebenso wichtig ist ihm das Thema Fachkräfte-Recruiting. „Gerade in der Peripherie haben Kliniken immer ein Problem, qualifizierte Fachkräfte zu bekommen. Die Corona-Krise sehe ich hier fast schon als Chance, Ärzte auch für ein Leben und Arbeiten in einer ländlichen Region zu begeistern – mit allen Vorteilen, die gerade in der jetzigen Situation besonders zum Tragen kommen. In dieser Umgebung mit der wunderbaren Natur lässt es sich viel besser aushalten als in einer Wohnung in der Großstadt.“ Daneben geht es ihm aber überhaupt auch um die Attraktivität der Rehabilitation als Arbeitsfeld für Mediziner*innen und Pflegekräfte.

Teamarbeit: in der Neurologie noch wichtiger als in anderen Bereichen
Dr. Jan Adolphsen ist es als Chefarzt besonders wichtig, die Kompetenzen der einzelnen Mitarbeiter*innen zu suchen und weiterzuentwickeln. „Nur wenn alle Mitarbeiter*innen wissen, was sie tun, erreichen wir gute Ergebnisse.“ Und das sei gerade in der Neurologischen Rehabilitation besonders wichtig: „In der neurologischen Reha ist Teamarbeit – und zwar über alle Berufsgrenzen hinweg – so wichtig ist wie in fast keinem anderen Bereich. Denn alle machen Beobachtungen, die wichtig für die Genesung sind. Hinzu kommt die sehr lange Verweildauer der Patient*innen im Vergleich zu anderen Fachbereichen.“ Wichtig dabei sei vor allem, Betroffene ernst zu nehmen und das auch auszustrahlen. „Man darf eben nicht ausschließlich nach Standards handeln“, stellt Adolphsen klar. „Diese sind zwar wichtig. Aber sie dürfen eben nicht wie ein programmierter Ablauf abgespult werden. Die Patient*innen spüren in der Regel, dass wir sie ernst nehmen und das ist die Basis dafür, dass sie bereit sind, sich auf die Behandlung einzulassen und ihre Krankheit auch selbst ernst zu nehmen.“

Über das MEDICLIN Reha-Zentrum Plau am See

Das direkt am Wasser gelegene MEDICLIN Reha-Zentrum Plau am See bildet mit dem MEDICLIN Krankenhaus Plau am See eine medizinisch-konzeptionelle Einheit. Zu der Reha-Einrichtung mit 257 Betten gehören Fachkliniken für Neurologie und Frührehabilitation Phase C sowie eine Fachklinik für Orthopädie. Im Reha-Zentrum sind rund 200 Mitarbeiter beschäftigt.
Zum MEDICLIN-Standort Plau am See gehören außer dem Reha-Zentrum das MEDICLIN Krankenhaus Plau am See und das MEDICLIN MVZ Plau am See.

Über MEDICLIN
Zu MEDICLIN gehören deutschlandweit 35 Kliniken, sieben Pflegeeinrichtungen und zehn Medizinische Versorgungszentren. MEDICLIN verfügt über rund 8.350 Betten/ Pflegeplätze und beschäftigt rund 10.300 Mitarbeiter.
In einem starken Netzwerk bietet MEDICLIN dem Patienten die integrative Versorgung vom ersten Arztbesuch über die Operation und die anschließende Rehabilitation bis hin zur ambulanten Nachsorge. Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte arbeiten dabei sorgfältig abgestimmt zusammen. Die Pflege und Betreuung pflegebedürftiger Menschen gestaltet MEDICLIN nach deren individuellen Bedürfnissen und persönlichem Bedarf.

 

Quelle: MEDICLIN, 27.05.2021

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