Zukunft der Reha – Johannesbad Kliniken fordern mehr Einsatz des Bundes

Veröffentlicht am 09.12.2019 12:15 von trurnit Pressewerk GmbH

Die Rehabilitation trägt nicht nur wesentlich zur Wirtschaftskraft Deutschlands bei, sondern leistet auch einen fundamentalen Beitrag für unsere Gesellschaft. Ihre Rolle und Finanzierung muss politisch dringend gestärkt werden. Die Johannesbad Gruppe zählt zu den zehn größten Reha-Anbietern in Deutschland. Sie unterstützt die Initiative des Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK), die medizinische Rehabilitation zu stärken und politische Reformen anzustoßen.

„Wir sind froh, dass dieses gesellschaftlich so relevante Thema nun auch die politische Aufmerksamkeit bekommt, die zwingend erforderlich ist, um zukunftsfähig und nachhaltig die Versorgung zu sichern“, sagt Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe. Er fügt an: „Reha-Einrichtungen müssen qualifizierte Fachkräfte angemessen bezahlen können und es darf ihnen kein bürokratischer Knüppel zwischen die Beine geworfen werden bei der Anwerbung geeigneter Fachkräfte.“ Wenn sich die Politik – auch auf Bundesebene – nicht massiv für die Reha einsetze, sei die Versorgung von Patienten gefährdet.

Die Rehabilitationseinrichtungen fordern die Entwicklung und Etablierung eines transparenten, leistungsgerechten und kostenträgerübergreifenden Vergütungssystems in der Rehabilitation. Denn die derzeitigen Reha-Vergütungssysteme der gesetzlichen Krankenkassen und der Rentenversicherungsträger seien nicht leistungsorientiert und würden keine besonderen Aufwände, reale Preissteigerungen oder notwendige Investitionskosten berücksichtigen, betont der Vorstandsvorsitzende. Das müsse sich dringend ändern. „Reha-Einrichtungen sind in Deutschland ein wichtiger Teil der Gesundheitswirtschaft und der Gesellschaft macht York Dhein deutlich und fügt an: „Prävention und eine qualifizierte medizinische Rehabilitation verhindern Pflegebedürftigkeit und tragen zum Erhalt von gesunden Arbeitskräften bei.“ Seiner Auffassung nach braucht es mittelfristig eine eigene Abteilung im Gesundheitsministerium, um nur die Zukunftsthemen zu entwickeln. York Dhein verweist auf Baden-Württemberg. Das Bundesland im Südwesten setzt sich im engen Schulterschluss mit den Rehabilitationseinrichtungen im Bundesrat für einen Rechtsanspruch auf leistungsgerechte Vergütung medizinischer Rehabilitation und für den Zugang zu Reha-Leistungen für Patienten ohne Kostenbeteiligung ein. „Diesen Einsatz für das Reha- und Intensivpflegestärkungsgesetz wünschen wir uns auch für die Einrichtungen zur Rehabilitation der anderen Bundesländer“, sagt der Vorstandsvorsitzende deutlich.

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