Zu Gast beim Bundesgesundheitsminister: Wunschdienstplan der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik überzeugt Jens Spahn

Veröffentlicht am 17.01.2020 21:30 von Redaktion RehaNews24

Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, möchte die Gespräche in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht fortführen.

6.000 Pflegekräfte hatten ihre Ideen eingereicht, als das Bundesgesundheitsministerium (BMG) wissen wollte, wie sich der Pflegeberuf attraktiver gestalten ließe. 11 von ihnen bekamen jetzt am Mittwoch die Gelegenheit, ihre Vorschläge in Berlin persönlich vorzustellen. Darunter war auch Marina Siskova, Pflegedienstleitung in der Nümbrechter Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik.

Nümbrecht, 17.01.2020. Aufgeregt sei sie gewesen, berichtet Marina Siskova, Pflegedienstleitung in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht, als sie von ihrer Einladung nach Berlin erfuhr: „Wann isst man schon mal mit dem Bundesgesundheitsminister zu Abend“, lacht die 56-Jährige. Außerdem sei ihr der Anlass sehr wichtig gewesen, betont sie. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hatte insgesamt 11 Pflegekräfte aus ganz Deutschland ins Restaurant ‚Alpenstück‘ nach Berlin geladen, um dort im Rahmen der Kampagne ‚Deutschland braucht mehr Pflege-Kraft‘ nach Konzepten zu suchen, welche die Arbeitsbedingungen von Pflegenden verbessern könnten.

Wunschdienstplan für bessere Mitarbeiterzufriedenheit
Insgesamt drei Vorschläge schickte Siskova nach Berlin, aber letztlich war es der sogenannte Wunschdienstplan, der zu ihrer Dinner-Einladung mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn führte: „Wir arbeiten in der Dr. Becker Klinikgruppe kontinuierlich daran, unsere Mitarbeiter im Arbeitsalltag zu entlasten und ihnen die Möglichkeit zu bieten, ihren Arbeitsalltag mitzugestalten. In der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik haben wir vor rund zwei Jahren deswegen den sogenannten ‚Wunschdienstplan‘ eingeführt“, sagt die Pflegedienstleitung. „Seitdem haben die Pflegenden bei uns die Möglichkeit, ihre Dienste zum größten Teil selbst einzuplanen. Das hat von Anfang an einwandfrei funktioniert und kommt sehr gut an. Schließlich ist unflexible Schichtarbeit für viele Pflegende ein Grund, aus dem Beruf auszusteigen.“

Großes Interesse bei Spahn
Der Bundesgesundheitsminister und der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, seien sehr interessiert gewesen und hätten sich viele Notizen gemacht, so Siskova. Auch Siskovas Vorschlag sei vor Ort Thema gewesen. Vor allem der daraus resultierende niedrigere Krankenstand habe die Politiker überzeugt. Siskova hofft nun, dass viele Pflegende bundesweit bald von ihren Erfahrungen mit dem Wunschdienstplan profitieren können.

Fokus auf Reha-Pflege
Über zwei Stunden habe das exklusives Treffen insgesamt gedauert, bevor Spahn sich um 20 Uhr verabschiedete. „Beide Politiker waren sehr offen und haben auch gezielt um Kritik gebeten“, so Siskova. Dabei seien u. a. die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) sowie die politische Integration ausländischer Pflegekräfte Punkte gewesen, die von vielen Anwesenden hervorgehoben wurden.

Das Gespräch bot für Siskova eine optimale Möglichkeit, auch einer besonderen Art der Pflege Gehör zu verschaffen: „Die Politik hat den Reha-Sektor bei neuen Gesetzesentwürfen meistens nicht auf dem Schirm. Wir werden unter anderem bei Verbesserungen zu Arbeitsbedingungen und Co. schnell vergessen und so durch Gesetze benachteiligt. Es war mir daher besonders wichtig, die Reha-Pflege mit ins Gespräch zu bringen“, sagt sie.

Fortsetzung des Gesprächs in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik
Besonders bei Andreas Westerfellhaus stieß Siskova mit ihrem Anliegen auf offene Ohren. Er wolle nun in die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik kommen, um die Gespräche mit Marina Siskova und Verwaltungsdirektor Dr. Tim Kleiber fortzuführen. „Ich freue mich bereits sehr auf diesen Besuch und hoffe, dass auch die Reha-Pflege künftig mehr Berücksichtigung in der Politik findet”, so Siskova.

Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik
Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik ist seit über 20 Jahren auf Rehabilitationsmaßnahmen in den Bereichen Neurologie, Orthopädie und Osteologie spezialisiert. Sie verfügt außerdem über eine interdisziplinäre neuro-orthopädische Station sowie eine Station mit 20 neurologisch-neurochirurgischen Frührehabetten. Insgesamt behandelt die Klinik pro Jahr durchschnittlich 3.900 Rehabilitanden/innen und beschäftigt rund 320 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Standort Nümbrecht im Bergischen Land. Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik gehört mit acht weiteren Rehabilitationskliniken zur Dr. Becker Klinikgruppe. Das inhabergeführte Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Rehabilitation des 21. Jahrhunderts zu gestalten. www.dbkg.de/rhein-sieg-klinik

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