Wenn Rheuma ins Auge geht. Rheumaklinik Ostbayern und Rehafachzentrum Bad Füssing-Passau informieren über Sjögren-Syndrom.

Veröffentlicht am 26.08.2019 21:26 von Alexander Schunicht

Wenn Rheuma ins Auge geht. Rheumaklinik Ostbayern und Rehafachzentrum Bad Füssing-Passau informieren über Sjögren-Syndrom.

Reihe oben: Dr. med. Christine Göser, Oberärztin am Rehafachzentrum Bad Füssing sowie der Rheumaklinik Ostbayern und Dr. med. Sebastian Schnarr, Ärztlicher Leiter der Rheumaklinik Ostbayern Reihe unten: Herta Waber, Ehrenamtliche Mitarbeiterin der Deutschen Rheuma-Liga, Arbeitsgemeinschaft Bad Endorf und Dr. med. Klaus-Peter Weber, Leitender Oberarzt und stv. Medizinischer Direktor des Rehafachzentrum Bad Füssing

Bad Füssing. Bei Rheuma denkt man sofort an chronisch-entzündliche Gelenkschmerzen. Doch Rheuma hat viele Ausprägungsformen. Eine der häufigsten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ist das sogenannte Sjögren-Syndrom.

Trockene Augen, chronische Bindehautentzündungen und Mundtrockenheit sind typische Anzeichen der Krankheit. Aufklärung und Information gab es für Betroffene, Angehörige und Interessierte in Bad Füssing. Dort veranstaltete die Deutsche Rheuma-Liga, Landesverband Bayern e.V. in Zusammenarbeit mit der Rheumaklinik Ostbayern und dem Rehafachzentrum Bad Füssing-Passau ein umfassendes Patientenseminar zum Sjögren-Syndrom. In dieser Konstellation haben die Seminare schon seit vielen Jahren Tradition. In insgesamt neun Fachvorträgen, die von Mitarbeitern der Rheumaklinik Ostbayern, dem Rehafachzentrum und der Deutschen Rheuma-Liga gehalten wurden, erfuhren die Teilnehmer alles Wissenswerte über die Autoimmunkrankheit, die überwiegend Frauen betrifft. Betreut wurde die Veranstaltung von Herta Waber, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Deutschen Rheuma-Liga, Arbeitsgemeinschaft Bad Endorf.

Beim Sjögren-Syndrom attackiert das Immunsystem die Tränen- und Speicheldrüsen, es können aber auch Gelenke und diverse innere Organe betroffen werden. Die Ursache der Erkrankung ist bislang unbekannt. Auch, wenn keine Heilung möglich ist, existiert eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, mit deren Hilfe die Beschwerden gelindert werden können.

Im Jahr 2006 gründeten die Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen die Rheumaklinik Ostbayern in Bad Füssing. Ziel war die Schließung der Versorgungslücke in der medizinischen Versorgung rheumakranker Patienten durch ein sektorenübergreifendes Angebot, bestehend aus ambulanter und stationärer Versorgung, gepaart mit orthopädischer Rehabilitation. So begann die Kooperation des Rehafachzentrums, in Trägerschaft der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd, mit den Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen.

Dr. med. Klaus-Peter Weber, Leitender Oberarzt und stv. Medizinischer Direktor des Rehafachzentrums hob in seiner Begrüßung den Mehrwert hervor, den die Kooperation zwischen der Rheumaklinik Ostbayern als Akutklinik und dem Rehafachzentrum als Rehaklinik für Orthopädie und Rheumatologie für den Patienten mit sich bringt und betonte: „Wir machen diese Veranstaltungen immer wieder gerne mit der Deutschen Rheuma-Liga, weil diese eine wichtige Anlaufstelle für Betroffene ist und wir helfen wollen“.

Im Anschluss daran betonte Dr. med. Sebastian Schnarr, Ärztlicher Leiter der Rheumaklinik Ostbayern den medizinischen Mehrwert, den die Zusammenarbeit zwischen Rhemaklinik und Rehafachzentrum schafft: „In der langfristigen Betreuung Rheumakranker geht es nicht nur um die richtigen Medikamente, sondern um viele Facetten des täglichen Lebens wie Pflege, Hygiene, Bewegung, Ernährung oder Schmerzbewältigung, all diese Aspekte berücksichtigen wir durch die bewährte Kooperation mit dem Rehafachzentrum auch in unseren Seminaren.“

Informationen:

Deutsche Rheuma-Liga, Landesverband Bayern e.V.
www.rheuma-liga-bayern.de/

Rheumaklinik Ostbayern Bad Füssing
www.ge-passau.de/klinik-krankenhaus/rheumaklinik-ostbayern/

Rehafachzentrum Bad Füssing – Passau
www.rehafachzentrum.de

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