Teufelskreis der Glücksspielsucht durchbrechen

Veröffentlicht am 28.09.2021 22:23 von Redaktion rehanews24

Hintergründe, Auslöser und Entwicklung der Spielsucht werden gemeinsam mit dem Therapeuten analysiert.
Glücksspiel kann süchtig machen – davor warnen die Paracelsus Kliniken in Bad Essen.
Bildnachweis: Peter Hamel

Paracelsus Kliniken Bad Essen unterstützen mit ihrem spezifischen Therapiekonzept seit fünf Jahren erfolgreich auf dem Weg zu einer dauerhaften Glücksspielabstinenz

Bad Essen, 28.09.2021. Mit dem bundesweiten Aktionstag gegen Glücksspielsucht am 29. September 2021 sollen mit verschiedenen Aktionen, Informations- und Behandlungsangeboten auf die Gefahren und das hohe Suchtpotenzial von Glücksspiel aufmerksam gemacht werden. Die Paracelsus Kliniken Bad Essen haben sich vor fünf Jahren mit einem abgestimmten Therapiekonzept auf die Behandlung von Glücksspielsucht spezialisiert und bieten gezielt Unterstützung für Betroffene.

Spezifisches Behandlungssetting in Bad Essener Paracelsus Kliniken
„Das spezifische Behandlungskonzept bei pathologischer Glücksspielsucht haben wir vor fünf Jahren erfolgreich in die bestehenden Therapiekonzepte unserer Bad Essener Kliniken integriert. Bislang konnten wir über 300 Patienten auf ihrem Weg zu einer dauerhaften Glücksspielabstinenz begleiten“, zieht Dr. Peter Subkowski, Ärztlicher Direktor der Paracelsus Wittekindklinik und Paracelsus Berghofklinik in Bad Essen, Bilanz. Der Aktionstag gegen Glücksspielsucht sei ein guter Rahmen, um auf die oft unterschätzte und verharmloste Erkrankung Spielsucht hinzuweisen und die Behandlungsmöglichkeiten bei Paracelsus aufzuzeigen. Ein spezifisches Therapiekonzept und der Standortvorteil in Bad Essen machen es möglich, dass das komplette Spektrum der pathologischen Glücksspielsucht gezielt behandelt werden könne – ein Alleinstellungsmerkmal in Niedersachsen. „Wenn man bedenkt, dass es meist 10 bis 15 Jahre dauert, bis eine Spielsucht als solche erkannt wird, ist es umso wichtiger detailliert über die Gefahren und die Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären.“

Im Rahmen der stationären Therapie findet zum einen eine biographische Auseinandersetzung über Hintergründe, Auslöser und Entwicklung der Spielsucht statt, aber auch eine Beschäftigung mit konkreten Fragen rund um das Thema Spielen wie Rückfallprophylaxe, Umgang mit Geld, Spielgedanken, Umgang mit Spielverlangen, Vor- und Nachteile des Spielens bzw. der Abstinenz oder Umgang mit unangenehmen Gefühlen. Eingebettet sind diese spezifischen Angebote in das gesamte stationäre Setting der Kliniken unter anderem bestehend aus vielfältigen Kunst-, Kreativ- und Arbeitstherapien oder Sporttherapie. Insbesondere die sozialarbeiterische Betreuung gehört in diesem Setting ebenfalls zu den Hauptbestandteilen der Therapie. Zudem spielt der Abstand zu privaten Lebenssituationen im stationären Setting eine wichtige Rolle.

Klare Positionierung zum neuen Glücksspielstaatsvertrag
Aktuelle Zahlen gehen von rund 229.000 Personen mit problematischem Spielverhalten und von rund 200.000 Personen mit einer Glücksspielsucht aus. Den am 1. Juli 2021 in Kraft getretenen neuen Glücksspielstaatsvertrag kritisieren die Suchtmediziner bei Paracelsus deshalb heftig. Sie warnen insbesondere vor niedrigschwelligen Online-Angeboten, die unter Umständen Spielsucht befördern. „Online-Spiele bringen nicht nur die Gefahr der Spielsucht für Tausende von Nutzern mit sich, sondern gefährden auch Patienten, die den Ausstieg gerade erst mühsam geschafft haben”, warnt Subkowski, Ärztlicher Direktor der Paracelsus Wittekindklinik und Paracelsus Berghofklinik in Bad Essen.

Hilfsangebote und Zugang zur Behandlung
„Erste Anlaufstelle für Betroffene oder Ihre Angehörigen sind zunächst ambulante regionale Suchtberatungsstellen, um unverbindliche Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen. In gemeinsamen Gesprächen werden die verschiedene Behandlungsoptionen besprochen und notwendige Anträge gestellt. Über einen Antrag für eine stationäre medizinische Rehabilitationsmaßnahme kann die Aufnahme in unseren Kliniken erfolgen“, erklärt Subkowski den möglichen Weg in eine stationäre Therapie in Bad Essen. Weiterführende Informationen zum Therapiekonzept und zum Weg in die Therapie finden Betroffene oder Angehörigen über die Webseite von Paracelsus https://www.paracelsus-kliniken.de/reha/wittekindklinik-bad-essen/fachbereiche/spezialkonzepte/

Paracelsus Reha-Kliniken Bad Essen
Die Paracelsus Reha-Kliniken am Standort Bad Essen bieten medizinisch-psychotherapeutische Kompetenz in vier modernen Rehabilitationskliniken (Berghofklinik, Berghofklinik II, Wiehengebirgsklinik und Wittekindklinik) mit einem breiten Behandlungs-spektrum sowie individuell zugeschnittenen und innovativen Therapieangeboten bei psychosomatischen Erkrankungen und Abhängigkeitserkrankungen. Jahrzehntelange Therapieerfahrung wird hier zum Wohl der Patientinnen und Patienten eingesetzt. Die Paracelsus Kliniken Bad Essen bieten als einziger Standort in Niedersachsen das komplette Spektrum der Rehabilitation Pathologischer Glücksspielsucht, ermöglichen den nahtlosen Übergang von stationärer Entwöhnung zur Adaption und zeichnen sich durch eine Integrierte suchtmedizinische und orthopädische Rehabilitation (ISOR) aus. 

Paracelsus Kliniken Deutschland
Die Paracelsus Kliniken zählen mit 36 Einrichtungen an insgesamt 19 Standorten zu den großen privaten Klinikträgern in Deutschland. Bundesweit betreuen rund 4.600 Mitarbeiter jährlich knapp 73.000 stationäre Patienten. Die Konzernzentrale hat ihren Sitz in Osnabrück, wo auch die Verwaltung untergebracht ist. Die Paracelsus Kliniken wollen der Gesundheitspartner der Wahl für ihre Patienten und der Arbeitgeber der Wahl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein. Die Paracelsus Kliniken gehören zur familiengeführten Beteiligungsgesellschaft Porterhouse, die Nachhaltigkeit, generationenübergreifendes Denken und unternehmerisches Verständnis auszeichnet.

Quelle: Paracelsus Kliniken, 28.09.2021

 

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