Starke Stimmen für die Vorsorge und Reha von Müttern, Vätern und Kindern

Veröffentlicht am 09.04.2020 22:00 von Redaktion RehaNews24

BDPK unterstützt Petition

Berlin, 09. April 2020 – Vorsorge- und Reha-Einrichtungen für Mütter, Väter und Kinder stehen mit all ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln bereit, um die Krankenhäuser in der Zeit der Corona-Epidemie bei der Versorgung der Patienten zu unterstützen. Von vielen Bundesländern sind die Einrichtungen fest in die Pandemie-Pläne eingeplant und wollen der ihnen übertragenen Verantwortung nachkommen. Diese wichtigen Strukturen drohen nun aber wegzubrechen, weil die gesetzlichen Grundlagen zur Inanspruchnahme und wirtschaftlichen Sicherung auf Bundesebene fehlen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf – Vorsorge- und Reha-Einrichtungen für Mütter, Väter und Kinder müssen unter den Rettungsschirm des COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz aufgenommen werden.

Mit Petitionen verschaffen sich die Einrichtungen nun Gehör. David Oesterdie, ein Vater, der im Rahmen einer Vater-Kind-Maßnahme selbst große Unterstützung erfahren durfte, hat eine solche Petition ins Leben gerufen.: „Mutter-Vater-Kind-Kliniken bieten wichtige Hilfen für Familien und sind für unsere Gesellschaft unverzichtbar. Gerade in der aktuellen Situation und nach der Corona-Krise brauchen wir diese Strukturen mehr denn je!”, so Davied Oesterdie. Bereits über 6.500 Personen haben ihre Solidarität mit den Vorsorge- und Reha-Einrichtungen für Mütter, Väter und Kinder gezeigt und die Petition „Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen in Gefahr. Sofort auch ein Rettungsschirm für Mutter-/Vater-Kind-Klinik“ unterzeichnet.

Die Petition macht deutlich, in welch absurder Situation sich Vorsorge- und Reha-Einrichtungen für Mütter, Väter und Kinder aktuell befinden. Von den Bundesländern haben sie die Anordnung erhalten, alle Mütter, Väter und Kinder aus ihren Einrichtungen zu entlassen und keine weiteren für Vorsorge- und Reha-Maßnahmen mehr aufzunehmen, um alle Kapazitäten für die stationäre Versorgung von Patienten aus Krankenhäusern nutzen zu können. Die Legitimation zur Behandlung akutstationärer Patienten auf Bundesebene über das COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz existiert jedoch nicht. Mit dem Abbruch der Vorsorge- und Reha-Maßnahmen ist auch die Vergütungsgrundlage der Einrichtungen zerstört, sodass die unabhängig von der Schließung weiter anfallenden Personalkosten und Fix-Kosten zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur, nicht mehr gedeckt werden können. Wenn die Liquidität und der wirtschaftliche Bestand der Einrichtungen nicht kurzfristig gesichert werden, wird das schwerwiegende Folgen für die Bewältigung der Corona-Krise und die zukünftige Patientenversorgung haben.

Der BDPK unterstützt die Einrichtungen in ihrem Kampf und fordert den Gesetzgeber auf, die Vorsorge- und Reha-Einrichtungen für Mütter, Väter und Kinder als Partner in der Corona-Krise nicht zu vergessen.

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) vertritt seit über 70 Jahren die Interessen von mehr als 1.000 Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft. Als deutschlandweit agierender Spitzenverband setzt er sich für eine qualitativ hochwertige, innovative und wirtschaftliche Patientenversorgung in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken ein.

Weitere Informationen: www.bdpk.de

 

Quelle: BDPK, 09.04.2020

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