Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung in der Rehabilitation

Veröffentlicht am 27.05.2021 23:21 von Redaktion rehanews24

v. l. n. r: Herr Weiand, Dr. Wilde, Frau Silz, Frau Köhler-Tretbar, Frau Gräff, Frau Anton am 18.5.2021 Foto: Renee Schläfer (Mitarbeiter St. Franziska-Stift)

Erneute Auszeichnung des St. Franziska-Stift Bad Kreuznach

Bereits zum dritten Mal wurde die psychosomatische Reha-Fachklinik St. Franziska-Stift in Bad Kreuznach als selbsthilfefreundliche Rehabilitationsklinik vom Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ ausgezeichnet. Diese erneute Auszeichnung gilt für weitere 3 Jahre und berechtigt das St. Franziska-Stift das Logo „ausgezeichnet“ des Netzwerks Selbsthilfefreundlichkeit zu führen. Bereits 2016 wurde dem St. Franziska-Stift als erster Rehabilitationsklinik in Rheinland-Pfalz die Auszeichnung „Selbsthilfefreundlichkeit“ verliehen. Die Auszeichnung „selbsthilfefreundlich“ erhalten Gesundheitseinrichtungen, die auf der Grundlage klar definierter Qualitätskriterien (1. Selbstdarstellung wird ermöglicht, 2. auf Teilnahmemöglichkeit wird hingewiesen, 3. ein Ansprechpartner ist benannt, 4. zum Thema Selbsthilfe wird qualifiziert und 5. Kooperation ist verlässlich gestaltet) erfolgreich mit Selbsthilfegruppen und der örtlichen Selbsthilfekontaktstelle zusammenarbeiten und hierzu die geforderten Nachweise erbringen.

Ein besonderer Aspekt ist hierbei, dass den Rehabilitanden bereits während ihres Aufenthalts im St. Franziska-Stift durch Schulungen, Aufklärung und der Teilnahme an Selbsthilfegruppen ermöglicht wird, die Arbeit der Selbsthilfe kennenzulernen. Das ermutigt viele Betroffene, auch zu Hause eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen.

Nach der letzten Auszeichnung 2018 freuten sich alle Beteiligten über die gute Kooperation und alles verlief bis März 2020 in gewohnter Weise und mit vielen positiven Erfahrungen. Leider kam durch die Corona-Pandemie eine einschneidende Veränderung auf die Kooperationspartner zu. Das St. Franziska-Stift musste den Zugang für alle externen Besucher, ambulante Rehabilitanden und die Selbsthilfegruppenteilnehmer einstellen. Diese Herausforderung zu meistern war für alle Beteiligten sehr schwer und die Kooperation konnte nur noch in Form des Qualitätszirkels unter Beachtung aller Hygienevorschriften stattfinden. Hierbei standen die dringenden Fragen nach Ersatzräumen und die Möglichkeit von Onlinetreffen im Vordergrund.

Trotz der Einschränkungen konnte mit allen Beteiligten an zukünftigen Qualitätskriterien gearbeitet werden und die Vorfreude auf ein persönliches Wiedersehen ist groß.

Stolz auf das bisher erreichte sind die Vertreter*innen der 12 Selbsthilfegruppen (AA-Gruppe, 4 Adipositas-Gruppen mit verschiedenen Schwerpunkten, CODA-Gruppe, 2 Gruppen Depression, EA-Gruppe, Fibromyalgie-Gruppe, Lip-Lymphödem-Gruppe, Männergruppe) und für den Kreis Bad Kreuznach die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe, KISS Mainz | DER PARITÄTISCHE vertreten durch Sabine Silz sowie die Mitarbeiter*innen des St. Franziska-Stifts. Die Übergabe der Urkunde konnte leider nicht in gewohnter Weise mit einem Festakt begangen werden.

Für Eleonore Anton ist dies nun die letzte Auszeichnung, die sie für das St. Franziska-Stift als Selbsthilfegruppenbeauftragte begleitet hat. „Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit allen Beteiligten auf Augenhöhe“ wird nun von Sozialarbeiterin Christine Gräff als neue Selbsthilfegruppenbeauftragte das St. Franziskas-Stift weitergeführt.


Quelle: ctt-Reha-Fachkliniken GmbH, 27.05.2021

Print Friendly, PDF & Email

Aufrufe: 31