Rettungsschirm stützt auch Rehakliniken – Backup für Krankenhäuser erstmal gesichert

Veröffentlicht am 26.03.2020 23:19 von Redaktion RehaNews24

Dr. Ursula Becker, Geschäftsführerin der Dr. Becker Klinikgruppe in Köln, zeigt sich zufrieden mit den Änderungen im COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz.

Die Dr. Becker Klinikgruppe zeigt sich zufrieden mit dem verabschiedeten Gesetz zur Entlastung von Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken. Den ersten Entwurf letzten Samstag hatte sie stark kritisiert. 

Krankenhäuser und Rehakliniken zeigen sich zufrieden mit den eingebrachten Gesetzesänderungen. Gemeinsam waren sie nach den ersten Entwürfen aus dem BMG am Wochenende Sturm gelaufen. „Das war auch nötig“, erklärt Dr. Ursula Becker, Geschäftsführerin der Dr. Becker Klinikgruppe. „Nachdem die Politik in den Gesetzentwürfen für die Krankenhäuser nachgebessert hatte, war die Reha mit ihren rund 120.000 Beschäftigten immer noch nicht ausreichend berücksichtigt. Da mussten wir gegen mobilmachen.“ Unterstützt von ihren Mitarbeiter/innen, die in den Sozialen Medien Fotos mit Botschaften posteten, hatte sich die Geschäftsführerin per Video an die Politik gewandt. Jetzt gelte ihr ausdrücklicher Dank dem Bundesgesundheitsminister, dem NRW-Landesgesundheitsminister und den vielen Bundestags- und Landtagsabgeordneten, die die Not der Rehakliniken gesehen und sie unterstützt haben.

Reha als Backup der Krankenhäuser
Kritikpunkt war insbesondere die sogenannte Leerstandsfinanzierung gewesen. Für Betten, die in Rehakliniken derzeit aus unterschiedlichen Gründen leer stehen – z. B. weil sie für Corona-Fälle vorgehalten werden müssen oder weil die Politik in manchen Bundesländern die weitere Aufnahme von Patenten/innen untersagt hat – war im Gesetzentwurf zunächst keine finanzielle Erstattung vorgesehen. „Das hätte viele Rehakliniken auf Kurz oder Lang in den Bankrott getrieben. Davor haben wir gewarnt, weil unsere Mitarbeitenden Sicherheit brauchen. Das deutsche Gesundheitssystem braucht uns jetzt. Wir sind das Backup der Krankenhäuser“, so Ursula Becker.

Sicherheit an Mitarbeitende weitergeben
Das sahen offensichtlich die Politiker/innen auch so. Sie ergänzten im COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz eine Regelung, die die Leerstandsvergütung von 60% des durchschnittlichen Vergütungssatzes rückwirkend zum 16.03.20 vorsieht. „Wir haben damit jetzt Sicherheit, was die Vergütung von leeren Betten, Betten mit Corona-Patienten/innen und Reha-Patienten/innen betrifft. Diese Sicherheit können wir an unsere Mitarbeitende weitergeben. Es kommen noch genug Herausforderungen in den nächsten Wochen auf uns zu, für die wir unsere ganze Konzentration brauchen. Da ist es gut, wenn wir über Finanzierung nicht mehr nachdenken müssen. Wir stehen bereit“, zeigt sich Ursula Becker entschieden.

Dr. Becker Klinikgruppe
Die Dr. Becker Klinikgruppe ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln.  Deutschlandweit betreibt die Gruppe neun Rehabilitationseinrichtungen mit den Indikationen Orthopädie, Neurologie, Kardiologie und Psychosomatik sowie drei ambulante Therapiezentren. Mehr Informationen: www.dbkg.de

 

Quelle: Dr. Becker Klinikgruppe, 26.03.2020

 

 

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