RehaZentren Baden-Württemberg reichen Reha-Staffelstab an Dr. Martin Rosemann MdB weiter

Veröffentlicht am 17.09.2021 15:01 von RehaZentren BW

Stellvertretend für die Gruppe der RehaZentren Baden-Württemberg reichte Geschäftsführerin Dr. Constanze Schaal den Staffelstab der «Reha-Zukunftsstaffel 2021» an den SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Martin Rosemann weiter. Verbunden war die Übergabe mit einem intensiven Austausch rund um aktuelle Themen zu medizinischer Prävention, Rehabilitation und Nachsorge – von den Herausforderungen der Corona-Pandemie bis hin zu den notwendigen Voraussetzungen für die Zukunft. Ins Leben gerufen wurde die Aktion «Reha Zukunftsstaffel 2021» durch die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED), der Dr. Constanze Schaal als Vorstandsvorsitzende vorsteht.

«Die medizinische Rehabilitation ist neben Prävention, Akutmedizin, Nachsorge und Pflege eine der tragenden Säulen im Gesundheitswesen. Wer Lebensqualität und Arbeitskraft erhalten will, muss die Rehabilitation stärken. Dies gilt insbesondere in der aktuellen Situation, da der Reha-Bedarf von Long-Covid-Patient*innen stark ansteigt und die geeigneten Reha-Plätze langsam knapp werden. Mit Hilfe der Aktion «Reha-Zukunftsstaffel 2021» möchten wir Öffentlichkeit und Politik für dieses drängende Thema sensibilisieren», erklärte Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH und Vorstandsvorsitzende der DEGEMED zum Einstig in das Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Martin Rosemann.

Als stellvertretender Sprecher und Berichterstatter für Rehabilitation der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales der SPD-Bundestagsfraktion ist Dr. Martin Rosemann ein ausgewiesener Kenner der Materie. Aber selbst für ihn war es erneut eindrucksvoll zu hören, vor welche Herausforderungen die Corona-Pandemie auch die medizinische Rehabilitation stellt und unter welchen Bedingungen die Behandlungen seit Pandemiebeginn ablaufen. „Als Gruppe der RehaZentren Baden-Württemberg haben wir uns den Herausforderungen gestellt und füllen das Motto „Reha ist wichtig und sicher – auch in der Pandemie“ tagtäglich mit Leben. Dass dies möglich ist, verdanken wir unserem sehr gut funktionierenden Hygiene- und Sicherheitskonzept aber insbesondere auch dem hohen Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, berichtet Dr. Constanze Schaal.

Und dass dies nicht nur für die RehaZentren Baden-Württemberg, sondern für die Reha-Branche deutschlandweit gilt, erläutert Dr. Constanze Schaal in ihrer Funktion als Vorstandsvorsitzende der DEGEMED: „Gerade in der Pandemie stellen die Rehabilitationseinrichtungen ihre Systemrelevanz eindrucksvoll unter Beweis. Unter heraufordernden Bedingungen halten Rehakliniken die Regelversorgung aufrecht und sichern damit die Versorgung akut und chronisch kranker Menschen“.

Und dass Corona für das deutsche Gesundheitswesen auch in den kommenden Jahren noch eine zentrale Rolle spielen wird, belegen nicht zuletzt die Prognosen zu Long-Covid-Fällen: Die WHO geht davon aus, dass zwölf Wochen nach einer Infektion noch jede/r Zehnte unter Langzeitbeschwerden leiden wird. „In Deutschland wären dies rund 300.000 Menschen, also potenzielle Reha-Fälle, auf die unser Gesundheitssystem aktuell nicht vorbereitet ist“, so Dr. Constanze Schaal.

Dies sieht auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Martin Rosemann als eine der drängendsten Herausforderungen für die unmittelbare Zukunft: „Aktuell wissen wir leider noch relativ wenig über die komplexen Beschwerden, die eine Covid-Erkrankung nach sich ziehen kann. Entsprechend spielen die laufenden Forschungsprojekte eine große Rolle. Ein weiteres Stichwort ist „Vernetzung“. Nur durch ein verbessertes Zusammenspiel zwischen Akut- und Reha-Medizin kann eine bestmögliche Versorgung der Betroffenen gewährleistet werden. Die Reha-Kliniken bieten bereits ein breites Behandlungsspektrum an und diese Strukturen müssen wir unterstützen und das Angebot ausbauen. Aber: Das muss jetzt schnell gehen“, so Dr. Rosemann.

Auch abseits der aktuell alles bestimmenden Pandemie gilt es, zahlreiche Herausforderungen zu meistern: Die Arbeitswelt wandelt sich rasant. Ein Wandel, der häufig neue Belastungen mit sich bringt und zur Entstehung neuer Krankheitsbilder beiträgt. Dazu kommen der demographische Wandel und die damit verbundene Verlängerung der Lebensarbeitszeit sowie der Fachkräftemangel. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen aktiv dabei unterstützt werden, möglichst lang gesund durch das Arbeitsleben und anschließend fit in den Ruhestand gehen zu können.

„Als Reha-Branche sind wir stetig dabei, unser Leistungsangebot weiterzuentwickeln und an die sich verändernden individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten anzupassen“, erklärt Dr. Constanze Schaal. Dieser notwendige und konsequente Ausbau des Angebots in Prävention, Reha und Nachsorge ist kostenintensiv und wirkt sich auf das Reha-Budget und damit auf die Finanzierung aus. Dementsprechend formuliert Dr. Constanze Schaal eine ihrer zentralen Forderungen an die Politik: „Für unsere Arbeit benötigen wir Planungssicherheit und eine faire, transparente Finanzierung, die die Leistungs- und Innovationsbereitschaft der Reha-Einrichtungen erhält. Hier müssen wir gemeinsam mit der Politik Lösungswege finden“, so die DEGEMED-Vorstandsvorsitzende.

Von der Wirksamkeit und Bedeutung medizinischer Prävention und Rehabilitation ist auch Dr. Martin Rosemann überzeugt: „Wir dürfen nicht vergessen, dass von den medizinischen und therapeutischen Leistungen nicht nur die Betroffenen selbst profitieren, auch die gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Komponente spielt eine zentrale Rolle. Kurz zusammengefasst: Prävention und Rehabilitation lohnen sich auch aus finanzieller Sicht! Eine erfolgreiche Rehabilitation kann Betroffene wieder ins Arbeitsleben zurückbringen und die Vermeidung von Frühverrentungen spart Kosten und wirkt dem Fachkräftemangel entgegen. Ich bin daher der Meinung, dass das Reha-Budget aufgehoben werden, zumindest aber strukturell weiterentwickelt werden sollte. Denn: Wir müssen die Finanzierung von Leistungen auch zukünftig sicherstellen und Prävention, Reha und Nachsorge als Investition verstehen. Ganz nach dem Motto: Prävention vor Reha – Reha vor Rente – Reha vor Pflege.“

Hintergrund
Im April 2021 startete die Aktion «Reha-Zukunftsstaffel 2021» der DEGEMED. Im Superwahljahr will sie Politiker*innen vermitteln, was Reha-Einrichtungen benötigen, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein. Deutschlandweit übergeben Reha-Einrichtungen regionalen Politiker*innen den Staffelstab verbunden mit Informationen und Forderungen der Branche. Die Aktionen werden verstärkt über die Sozialen Medien kommuniziert.
Weitere Informationen: www.degemed.de

DEGEMED
Die DEGEMED ist der Spitzenverband der medizinischen Rehabilitation. Sie setzt sich für die Interessen der stationären und ambulanten Rehabilitationseinrichtungen ein und ist offen für alle Betreibermodelle und Rechtsformen. Ihre Anliegen und Themen vertritt die DEGEMED gegenüber Politik, Kostenträgern und Öffentlichkeit.

RehaZentren Baden-Württemberg
Unter dem Dach der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH sind neun Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation mit individuellen Profilen zusammengeführt. Acht Standorte liegen in Baden-Württemberg, ein weiterer in Bayern. Die Geschäftsleitung hat ihren Sitz in Stuttgart.
Die Kliniken erbringen ein breites Spektrum an rehabilitativen und präventiven Dienstleistungen. Sie ergänzen sich gegenseitig, sodass wertvolle Synergieeffekte entstehen. Vernetzte Strukturen und die fachliche Zusammenarbeit sichern eine optimale Betreuung der Patientinnen und Patienten.

Weitere Informationen: www.rehazentren-bw.de

Kontakt:
RehaZentren Baden-Württemberg: Jörg Skupin, PR-Referent
Tel.: 0711 6994 639–62, E-Mail: j.skupin@rehazentren-bw.de

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