Rehaklinik Waldfrieden verstärkt ihren gynäkologischen Schwerpunkt um zwei weitere medizinische Fachkonzepte

Veröffentlicht am 03.12.2021 00:17 von Redaktion rehanews24

Freiburg / Buckow, 03.12.2021 Die Rehaklinik Waldfrieden der Kur + Reha GmbH bietet zwei weitere Mutter-Kind- Maßnahmen mit gynäkologischem Schwerpunkt in Buckow an. Prävention und Rehabilitation für Mütter und ihre Kinder in der Schwangerschaft sowie Leben nach Brustkrebs.

Die Rehaklinik Waldfrieden hat einen Versorgungsvertrag für Vorsorge und Rehabilitation in der Gynäkologie und bietet eine ganzheitliche und interdisziplinäre Therapie im Rahmen von Mutter- Kind-Maßnahmen für Schwangere und für Mütter nach der onkologischen Primärbehandlung an. Neben den Müttern werden auch die Kinder umfassend pädagogisch betreut und in die Therapie mit einbezogen. Die medizinische Verantwortung liegt bei zwei Fachärzt*innen für Gynäkologie, die im Klinikalltag von Fachärzt*innen für Innere Medizin und Allgemeinmedizin unterstützt werden.

Um die gesundheitliche Lage und die Lebensperspektiven der werdenden Mütter wie der Ungeborenen insbesondere in schwierigen Schwangerschaften zu verbessern, wird im Rahmen von „Prävention und Rehabilitation in der Schwangerschaft“ indikationsgerecht ein individuell zugeschnittener Therapieplan erstellt, der laufend überprüft und fortgeschrieben wird. Der Therapiemix hilft den Frauen, die schwierige Phase der Schwangerschaft in eine positiv erlebte Zeit zu wenden. Eine hochwertige diagnostische Begleitung über Ultraschalluntersuchungen, Laborwerte, CTG etc. ist für die Schwangeren in der Fachklinik sichergestellt.

Therapeutische Elemente sind u.a. Entlastung (z.B. durch Kinderbetreuung), Schonung (z.B. durch den Milieu-Wechsel), Ruhe, Physiotherapie (Einzelgymnastik, physikalische Therapie wie z.B. Kneipp-Anwendungen), Bewegungstherapie (z.B. Schwimmen, Gymnastik, Walken), Ernährungsberatung, Beratung zur Veränderung von problematischen Lebensgewohnheiten (z.B. Rauchen, Genussmittelabusus, Strukturierung des Tagesablaufes), psychotherapeutische Beratung im Einzelfall (z.B. nach traumatisch erlebten Geburten), familientherapeutische Beratung (z.B. Übergang zur Elternschaft), themenzentrierte Gesprächskreise (z.B. Angstabbau, Stressbewältigung, Geburtsvorbereitung, zu erwartende Probleme zwischen Geschwistern und Neugeborenem, finanzielle Hilfe vor und nach der Geburt) sowie Einübung von Entspannungsverfahren (z.B. Yoga für Schwangere, PMR).

Im Fokus von „Leben nach Brustkrebs“ steht die Unterstützung für Mütter und ihre Kinder nach der Erstbehandlung. Nicht immer können die Operationen brusterhaltend durchgeführt werden. Die daraus folgenden Brustamputationen stellen Frauen vor die Aufgabe, ihren veränderten Körper wieder akzeptieren zu lernen. Es bleibt zudem die Ungewissheit, ob der Krebs endgültig besiegt ist und wie die langfristigen Auswirkungen der Akutbehandlung sind.

Mittels gezielter körperlicher und psychosozialer Behandlung werden die Patientinnen dabei unterstützt, wieder ihr Leben und das Leben ihrer Familie in den Griff zu bekommen. Durch Vorbeugen von Spätfolgen der Erstbehandlung sowie Linderung der Einschränkungen wird die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit Schritt für Schritt wieder aufgebaut. Neben der Überwindung von Ängsten und Depressionen steht die Wissensvermittlung zu Themen wie Onkologie, Ernährung und Rekonvaleszenz am Beginn der Behandlung.

Die Patientin wird so nach und nach Expertin im Umgang mit ihrer Erkrankung. Stand noch während der onkologischen Erstbehandlung das passive Erleiden und Ertragen der Therapien im Vordergrund, so geht es bei der Rehabilitationsmaßnahme zunehmend um das aktive Zurückgewinnen der Kontrolle. Die Patientin lernt ihren Heilungsprozess selbst zu gestalten, indem sie in die Lage versetzt wird, günstig auf ihre individuellen Risikofaktoren Einfluss zu nehmen. Die psychologischen und körpertherapeutischen Angebote helfen, die Erkrankung und den eigenen Körper zu akzeptieren, die Selbstwirksamkeitserwartung zu stärken und das Selbstwertgefühl wieder aufzubauen. Darüber hinaus nutzt die Rehaklinik Waldfrieden die Chance, auch die Kinder in eine Krankheitsbewältigung einzubeziehen. Diese mussten in der Akutphase der Brustkrebserkrankung häufig über lange Zeiträume auf ihre Mutter verzichten, haben selbst Ängste und häufig Schuldgefühle. Heilpädagogische und familienorientierte therapeutische Maßnahmen zeigen der Familie neue gemeinsame Wege.

Letztlich dient die Maßnahme insgesamt der Bewältigung von Krankheitsfolgen durch einen ressourcenorientierten biopsychosozialen Ansatz im Sinne der ICF.

Die Fachklinik in der Märkischen-Schweiz hat sich auf die Reha für Mütter mit gynäkologischen Indikationen und die Betreuung von schwangeren Müttern spezialisiert und ist damit deutschlandweit wahrscheinlich einzigartig im Bereich der Mutter-Kind-Kliniken. Sie bietet ausschließlich Mutter-Kind-Kuren an.

Quelle: Kur + Reha, 03.12.2021

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