Recare und SBK Siemens-Betriebskrankenkasse entwickeln bundesweites Konzept zur Sicherstellung von Kurzzeitpflegeversorgung nach

Veröffentlicht am 15.04.2020 22:10 von Redaktion RehaNews24

Die Versorgung in pflegerischen Strukturen ist durch SARS-Cov-2 gefährdet.

Die Aufnahmemöglichkeiten von stationären Pflegeeinrichtungen sind aufgrund der Covid-19-Gefahr derzeit kritisch begrenzt. Teilweise wurden bereits Aufnahmestopps verhängt, weil Quarantäne-Maßnahmen nicht mehr ausreichend umgesetzt werden können. Ambulante Pflegedienste können den Versorgungsbedarf nicht alleine decken, zumal auch diese von Einschränkungen betroffen sind.

Dadurch entsteht das Risiko, dass Akut-Kliniken zusätzlich mit der Versorgung von Patienten belastet werden könnten, bei denen eine Anschlussversorgung hinsichtlich der Pflege regional nicht mehr möglich ist.

„Bis zu 500 SBK-Versicherte werden durchschnittlich pro Monat mit Bedarf an professioneller Pflege aus der Klinik entlassen. In der aktuellen Situation eine echte  Herausforderung für die Sozialdienste vor Ort. Im Rahmen unseres Entlassmanagement möchten wir hier unterstützen und Kliniken bei der Überleitung unserer Versicherten in die Pflege entlasten. Eine Chance sind aktuell die über 1.000 Reha-Kliniken, die nun Kurzzeitpflege anbieten können. Unsere Idee: Wir vermitteln für Kliniken freie Pflegekapazitäten, auch in Reha-Einrichtungen. Unser Partner Recare bringt dafür genau das richtige Knowhow mit. Erste Reha-Kliniken haben bereits zugesagt. Wir freuen uns, wenn die Idee auch bei weiteren Einrichtungen und bei anderen Krankenkassen Anklang findet“, betont dazu Martin Spegel, Leiter Stationäre Versorgung bei der SBK.

Stationäre Rehabilitationseinrichtungen sind durch den Wegfall der elektiven Eingriffe weniger belegt und haben freie Kapazitäten – soweit sie nicht regional für die Akutversorgung eingeplant wurden.

Das ist jedoch nicht ohne Herausforderung: Häufig ist nur ein geringer Geil des Personals Pflegefachkraft und die räumlichen Gegebenheiten sind nicht auf die Erbringung pflegerischer Leistungen in der Breite ausgerichtet. Dennoch besteht in der Zusammenarbeit mit Rehakliniken eine Chance – medizinische Infrastruktur ist vorhanden und Quarantäne-Maßnahmen lassen sich gut umsetzen.

SBK und Recare arbeiten zusammen, um freie Kapazitäten sichtbar zu machen, allen Akteuren eine einfache Umsetzung zu ermöglichen und eine Mustervorlage zu schaffen.

Der Ablauf ist einfach: Reha-Kliniken registrieren sich bei Recare und können Anfragen für Kurzzeitpflegeplätze erhalten. Akutkrankenhäuser, die bereits mit Recare arbeiten, können diese Kapazitäten auf dem gewohnten Weg anfragen. Krankenhäuser, die Recare bisher noch nicht nutzen, aber einen SBK-Versicherten überleiten, können diesen Bedarf einfach der SBK melden. Der Pflegeberater der SBK nutzt dann die Recare-Plattform, um einen Versorgungsplatz – auch in Rehakliniken – zu finden.

Damit bringen wir kurzfristig Bedarf und neues Angebot unkompliziert zusammen. Der Beitritt neuer Kliniken und Kostenträger ist explizit erwünscht und kurzfristig ohne großen Aufwand möglich. Die SBK stellt dazu den mit Recare geschlossenen Vertrag und Dokumente zur datenschutzrechtlichen Prüfung gern weiteren Kassen zur Verfügung.

Pressekontakt:
Maximilian Greschke
Recare Deutschland GmbH
Alt-Moabit 103, 10559 Berlin
info@recaresolutions.com

 

Quelle: recare, 15.04.2020

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