Psychosomatische Reha in Corona-Zeiten: „Ich habe hier wieder zu mir gefunden“

Veröffentlicht am 09.07.2020 12:57 von Redaktion RehaNews24

Rolf Kaminke ist gestärkt aus der Reha in der Dr. Becker Brunnen-Klinik zurückgekehrt.
Foto: Dr. Becker Klinikgruppe

Ist es momentan eine kluge Entscheidung, eine Rehabilitationsmaßnahme zu beginnen? Wie hoch ist das Infektionsrisiko in der Klinik? Ist die Behandlungsqualität durch Corona-Schutzmaßnahmen, zum Beispiel das Tragen einer Maske, beeinträchtigt? Vor diesen Fragen stand auch Rolf Kaminke. Nach sechs Wochen Reha in der Dr. Becker Brunnen-Klinik in Horn- Bad Meinberg ist er jetzt sicher: Der Aufenthalt war die richtige Entscheidung.

Horn-Bad Meinberg, 09.07.2020: „Klar habe ich mich gefragt, wie das vor Ort alles ablaufen wird. Ich war ja 2015 schon mal in der Brunnen-Klinik und wollte jetzt natürlich, dass mir die Behandlung wieder so guttut wie damals“, erinnert sich Rolf Kaminke. Durchatmen, Kraft tanken und sich wieder fokussieren – das seien nach den Wochen des Lockdowns seine Wünsche an die Rehaklinik gewesen. „Ich brauchte die Reha. Sie nicht anzutreten, war für mich ehrlich gesagt keine Option. Ich habe mich einfach darauf verlassen, dass das Team vor Ort mir auch jetzt, unter Corona-Bedingungen, helfen kann. Das ist natürlich etwas einfacher, wenn man die Klinik wie ich schon kennt.“ Und sein Vertrauen wurde nicht enttäuscht – der 54-Jährige aus Detmold verließ die Dr. Becker Brunnen-Klinik in Horn-Bad Meinberg vorgestern nach sechs Wochen Aufenthalt mit dem Fazit: „Ich habe wieder zu mir gefunden.“

Reha antreten, bevor sich Erkrankungen chronifizieren
„Herr Kaminke hat sich richtig entschieden die Reha anzutreten“, bekräftigt Dr. Alexey Tarasov. „Die vergangenen Wochen und Monate waren für uns alle psychisch eine große Belastungsprobe, die auch noch nicht überstanden ist. Sie fordert besonders diejenigen heraus, die bereits vorher zu kämpfen hatten. Die Angst vor einer Ansteckung ist verständlich und wir geben gerne Auskunft darüber, wie wir unsere Patienten vor Ort schützen. Dennoch sollte die Angst nicht davon abhalten, sich professionelle Hilfe in der Reha zu suchen. Hier können wir helfen, bevor sich Erkrankungen chronifizieren“, so der Chefarzt.

Reha-Start nur mit negativem Corona-Test
Die Dr. Becker Brunnen-Klinik hat für die maximale Sicherheit ihrer Patienten/innen ein umfangreiches Hygienekonzept entwickelt. So kann die Reha nur mit einem negativen Corona-Test-Ergebnis angetreten werden. Kann bei Anreise kein aktuelles negatives Testergebnis vorgelegt werden, wird direkt in der Klinik getestet. Diese übernimmt auch die Kosten. Obwohl sie bis zum Vorliegen des Ergebnisses in ihren Einzelzimmern isoliert werden, nehmen diese Option viele Patienten/innen wahr. Auch Herr Kaminke. „Der Arzt war beim Abstrich so gut eingepackt, dass er aussah als käme er vom Mars“, erinnert er sich schmunzelnd. Die anschließende 24-stündige Isolationszeit habe er für sich genutzt, um sich zu sammeln und anzukommen.

Kein Corona-Fall seit Beginn der Pandemie
Das umfangreiche Testen zahlt sich aus: „Wir hatten bislang keinen einzigen Corona-Fall in unserer Klinik“, bestätigt Chefarzt Dr. Alexey Tarasov. „Wir wissen natürlich, dass es keine 100-prozentige Sicherheit gibt, dass das auch so bleibt. Aber unser umfangreiches Hygiene- und Sicherheitskonzept sorgt dafür, dass unsere Rehabilitanden und Rehabilitandinnen letztlich bei uns sicherer sind als in ihrem privaten Umfeld. Die Angst sich zu infizieren, sollte wirklich niemanden davon abhalten, eine Reha zu machen, wenn er sie braucht.“

Dem schließt sich auch Rolf Kaminke an: „Ich kann nur bestätigen, dass die Sicherheitsvorkehrungen gut sind und die Qualität der Reha nicht beeinflussen. Natürlich laufen manche Dinge anders ab als vor Corona. Aber das wird einem alles erklärt und man kann sich gut darauf einstellen.“ Er kehrt nun wieder ins heimische Detmold zurück – und das „gesünder“ als er gekommen ist.


Dr. Becker Brunnen-Klinik
Die Dr. Becker Brunnen-Klinik ist auf psychotherapeutische und psychosomatische Rehabilitation. Über 1.950 Patienten/innen werden jährlich in der nordrhein-westfälischen Klinik auf höchstem medizinischem Niveau versorgt. Behandlungsschwerpunkte sind insbesondere Depressionen, Angsterkrankungen, psychosomatische Beschwerden und Krankheitsbewältigung bei körperlichen Erkrankungen wie z.B. Tinnitus sowie die Behandlung älterer Menschen (Gerontopsychosomatik). Die Brunnen-Klinik in Horn-Bad Meinberg beschäftigt rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Dr. Becker Brunnen Klinik bietet Rehabilitationsleistungen für Patienten/innen aller Kassen und Rentenversicherer sowie für Privatpatienten/innen, Beihilfeempfänger/innen und Selbstzahler/innen an. Weitere Informationen zur Dr. Becker Brunnen-Klinik finden Sie auf der Website www.dbkg.de/brunnen-klinik.


Quelle: Dr. Becker Unternehmensgruppe, 08.07.2020

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