Psychologie trifft Digitalisierung

Veröffentlicht am 09.02.2021 22:05 von Redaktion rehanews24

Prof. Dr. Thomas Ostermann

Immer mehr Therapieansätze in der Psychologie stützen sich auf digitale Hilfsmittel. Virtual Reality kann bei der Behandlung von Angststörungen und Parkinson helfen, Avatare werden eingesetzt, wenn Menschen „Stimmen hören“ und Malprogramme helfen bei der Früherkennung von Alzheimer. „Es ist spannend zu sehen, dass die Psychologie in den unterschiedlichsten Bereichen bereits früh den Kontakt zur Informationstechnologie suchte“, formuliert Prof. Dr. Thomas Ostermann seine Recherchen, die er im Rahmen einer eingeladenen Keynote-Lecture für die Konferenz HealthInf 2021 am Donnerstag, 11. Februar 2021 vorstellen wird. Ostermann leitet das Department Psychologie an der Uni Witten/Herdecke.

In seinem Rückblick zeigt er die Beziehung zwischen Psychologie und Informationstechnologie von den Grundlagen der Psychologie bis zu Anwendungen in der Patientenversorgung in den letzten 100 Jahren. „Auch in unserem Department wird in vielen Bereichen der Psychologie zusammen mit Informatikern und Big Data-Experten an digitalen Ansätzen geforscht“, freut sich Prof. Ostermann und verweist auf das VR-Speziallabor des Departments, das von Prof. Martin Tomasik und Nils Vahle aus der Entwicklungspsychologie an der Uni Witten/Herdecke aufgebaut worden ist.

Neben der Keynote-Lecture ist Prof. Ostermann an zwei weiteren Arbeiten zur Simulation der Ausbreitung von Epidemien am Beispiel von Covid-19 von Prof. Reinhard Schuster (Universität Lübeck) und der Analyse digitaler Bewegungsmuster im Rahmen von Landschaftsgestaltung (Sebastian Unger, UW/H und Christina Niedermann, HKS Ottersberg) beteiligt, die ebenfalls auf der Healthinf 2021 vorgestellt werden.

Die HealthInf ist Teil der jährlich ausgerichteten International Joint Conference on Biomedical Engineering Systems and Technologies – BIOSTEC und führt jährlich internationale Forschende aus den Bereichen der Signalverarbeitung, Gesundheitsinformatik und BigData zusammen. Über den Link http://www.healthinf.biostec.org können sich Interessierte für die Konferenz registrieren.

Weitere Informationen bei Prof. Dr. Thomas Ostermann, 02302/926-707
Thomas.Ostermann@uni-wh.de;

Malte Langer, malte.langer@uni-wh.de, 02302/926-931

Über uns
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.700 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Quelle: idw-online.de, 09.02.2021

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