Pflegepersonaluntergrenzen: Bundesverband Geriatrie e.V. begrüßt die Eckpunkte der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG)

Veröffentlicht am 26.03.2019 20:46 von Redaktion RehaNews24

Pflegepersonaluntergrenzen: Bundesverband Geriatrie e.V. begrüßt die Eckpunkte der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zur Pflegepersonalausstattung und -finanzierung im Krankenhaus und erneuert seine Forderung nach einem Instrument zur Personalbemessung in der Krankenhauspflege

Im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens zum Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) hat der Bundesverband Geriatrie e.V. im vergangenen Jahr wiederholt die Einführung eines Instruments zur Ermittlung einer bedarfsgerechten Pflegepersonalausstattung gefordert. Aus Sicht des Verbandes führen die seit Anfang 2019 in der Geriatrie geltenden Pflegepersonaluntergrenzen nicht zu einer qualitativen Verbesserung in der Krankenhauspflege geriatrischer Patienten. Umso mehr begrüßt der Bundesverband Geriatrie e.V. die am 20. März 2019 von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) veröffentlichten Eckpunkte zur Pflegepersonalausstattung und -finanzierung im Krankenhaus.

Mit dem vorliegenden Eckpunktepapier der DKG sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine Position zur Ablehnung starrer Pflegepersonaluntergrenzen und die Forderung nach einem Personalbemessungsinstrument bestätigt: „Die Einschätzungen aus den Mitgliedseinrichtungen des Verbandes knapp drei Monate nach Inkrafttreten der Personaluntergrenzen zeigen, dass diese nicht geeignet sind, eine kontinuierliche Versorgungsqualität zu gewährleisten. Dies gilt insbesondere mit Blick auf das Pflegekonzept der Aktivierend-therapeutischen Pflege in der Geriatrie (ATP-G) und seinen ohnehin hohen Zeit- und Personalaufwänden“, sagte Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des Bundesverbandes Geriatrie. „Vielmehr gehen mit den Untergrenzen fehlsteuernde Effekte und durch die Nachweis- und Übermittlungspflichten enorme administrative Aufwände für die betroffenen Einrichtungen einher“, so van den Heuvel weiter.

Die DKG beabsichtigt, gemeinsam mit Deutschem Pflegerat, Pflegekammern und Gewerkschaften ein Personalbemessungsinstrument für das gesamte Krankenhaus (Ganzhausansatz) zu entwickeln. Der Bundesverband Geriatrie e.V. hat in der Vergangenheit bereits eine geriatriespezifische Pflegepersonalregelung (PPR GER) unter besonderer Berücksichtigung der zeitlichen und pflegepersonellen Aufwände zur Anwendung der ATP-G entwickelt. Die nun von der DKG erklärte Absicht versteht der Bundesverband Geriatrie als Bestätigung dieser Entwicklungsarbeit und als Anerkenntnis der Krankenhausträger, auch in Zukunft eine hochwertige, bedarfs- und patientengerechte Versorgungsqualität gewährleisten zu wollen.

 

Bundesverband Geriatrie e.V. 

Vorstandsvorsitzender: Dipl.-Kfm. Ansgar Veer
Geschäftsführer: RA Dirk van den Heuvel
Reinickendorfer Straße 61
13347 Berlin
Tel.: 030 / 339 88 76 – 10
Fax: 030 / 339 88 76 – 20

Pressekontakt

Daniela Goldscheck
– Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 / 339 88 76 – 27
E-Mail: daniela.goldscheck@bv-geriatrie.de
Internet: http://www.bv-geriatrie.de

Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Klinikträgern die rund 400 geriatrische Kliniken beziehungsweise Einrichtungen betreiben und über zirka 23.000 Betten/Rehaplätze verfügen. So sind unter anderem fast alle größeren Klinikverbünde und -Konzerne mit ihren geriatrischen Einrichtungen Mitglieder des Bundesverbandes. Geriatrie, oder auch Altersmedizin, befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere Menschen zumeist mehrfach krank (multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten, hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische Therapien. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale und ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, beziehungsweise soweit wie möglich wiederherzustellen. Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Versorgung. Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit Namen GEMIDAS aufgebaut und zu GEMIDAS Pro weiterentwickelt sowie die Erfahrungen für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie, welches von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt. Finanziell trägt sich der Verband über die Beiträge seiner Mitglieder. Der Bundesverband ist daher auch aus finanzieller Sicht eine unabhängige Organisation.

Print Friendly, PDF & Email

Redaktion RehaNews24

----------------------
Angaben gemäß § 5 TMG
Christian Kocura
Langenfelder Straße 51d
51371 Leverkusen

Vertreten durch: Christian Kocura

Redaktionsleitung: Susann Kocura
E-Mail: redaktion@rehanews24.de

Umsatzsteuer-ID:
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß §27a Umsatzsteuergesetz: DE 314962335

Aufrufe: 242