Patienten kehren zurück

Veröffentlicht am 29.05.2020 16:57 von Redaktion RehaNews24

Johannesbad Fachklinik Usedom darf wieder Kinder zur Rehabilitation begrüßen – ausgefeiltes Hygienekonzept schützt Patienten und Beschäftigte.

KÖLPINSEE. Es geht wieder los: In dieser Woche sind die ersten 40 Familien in der Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand auf Usedom angereist. Zunächst beginnt dort die Rehabilitation für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren mit je einer Begleitperson. „Die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten und ihrer Begleitung sowie unserer Mitarbeitenden steht an erster Stelle“, erklärt Klinikleiterin Birgit Kruckenberg. „Mit unserem umfangreichen Hygienekonzept, das mit dem Gesundheitsamt abgestimmt ist, können wir jetzt den Kindern die dringend notwendige Behandlung wieder zukommen lassen.“ Vom 23. März an mussten alle vermeidbaren Reha-Maßnahmen auch in Mecklenburg-Vorpommern wegen der Corona-Pandemie aufgeschoben werden. Die Klinik hat ein Konzept zur schrittweisen Ausweitung ihres Angebots erarbeitet. Nach der Kinder- und Jugend-Reha sollen am 24. Juni auch wieder die Eltern-Kind-Präventionsmaßnahmen starten.

Das Hygienekonzept sieht vor, dass die Familien schon bei der Ankunft im sogenannten Erstkontaktzentrum in der Johannesbad Fachklinik gesundheitlich durchgecheckt und auf Covid-19 getestet werden. „Anschließend halten alle Neuankömmlinge eine 48-stündige Quarantäne in ihrem Zimmer ein“, sagt die Klinikleiterin. „Dort können sie auch essen und spielen.“ Danach erfolgen Unterbringung und Behandlung in zwei getrennten Therapiegruppen: eine für Patienten mit Atemwegserkrankungen, die zweite für die weiteren Indikationen. „So können wir gerade Kinder mit Asthma, die aktuell zur Risikogruppe gehören, besonders schützen“, betont Birgit Kruckenberg.

Besondere Sicherheit für die Kinder
Grundsätzlich gilt in der Johannesbad Fachklinik für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die kleinen Patientinnen und Patienten mit deren Begleitpersonen ein Mindestabstand von zwei Metern zu Personen, die nicht zur Familie gehören. Die Rezeption ist mit Plexiglasscheiben versehen. Außerdem müssen alle Mund-Nasen-Bedeckungen während der Therapien und auf dem Gelände tragen. Jede Therapie beginnt mit einer gründlichen Händedesinfektion. Zwischen den Behandlungen nutzen die Therapeutinnen und Therapeuten die zehnminütige Pause zum Lüften und Desinfizieren der Räume. „Mit diesen Maßnahmen schaffen wir die besten Voraussetzungen für die Behandlungen in unserem Haus“, erklärt Birgit Kruckenberg.

Gerade Kinder mit Atemwegserkrankungen, Adipositas oder Neurodermitis sind dringend auf Reha-Maßnahmen angewiesen. Diese mussten wegen der Corona-Pandemie seit dem 23. März ausgesetzt werden. Die Johannesbad Fachklinik auf Usedom war in den vergangenen zwei Monaten geschlossen. „Wir haben uns in dieser Zeit akribisch auf die Wiedereröffnung vorbereitet, um die so wichtigen Therapien sicher wieder anbieten zu können“, sagt die Klinikleiterin. Nach dem Start für die Kinder-Reha öffnet die Johannesbad Fachklinik am 24. Juni auch wieder die Türen für Mütter und Väter, die gemeinsam mit ihren Kindern bei Präventions-Maßnahmen behandelt werden. „Eltern sind in der aktuellen Lage besonders gefordert“, weiß die Klinikleiterin, „sie betreuen die Kinder, lernen mit ihnen zuhause und arbeiten meist noch im Homeoffice“. Eltern-Kind-Maßnahmen schaffen hier Entschleunigung.


Quelle: Johannesbad, 29.05.2020

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