PASSAUER WOLF Bad Griesbach: Enge Vernetzung für bessere Versorgung von Schlaganfallpatienten

Veröffentlicht am 03.12.2020 21:31 von Redaktion rehanews24

Bildunterschrift: Dr. med. Oliver Meier, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Neurologie und Geriatrie im Passauer Wolf Bad Griesbach, im Gespräch mit einer Patientin.
Bildrechte: © Passauer Wolf / Fotograf: Berli Berlinski

Das Passauer Wolf Reha-Zentrum in Bad Griesbach unterstützt die Stroke Unit am Krankenhaus Rotthalmünster mit fachärztlicher Expertise aus der Neurologie. So wird der nahtlose Übergang zwischen dem Krankenhausaufenthalt und der neurologischen Rehabilitation weiter verbessert.

Die ersten Minuten nach einem Schlaganfall sind entscheidend
Bei einem Schlaganfall sollte innerhalb von 30 Minuten die klinische Therapie beginnen, denn mit jeder vergangenen Minute können Hirnzellen absterben und essentielle Körperfunktionen irreparabel ausfallen. Die Kooperationen im Rahmen des Schlaganfallnetzwerks Südostbayern (TEMPiS) gewährleisten eine Verlegung in beteiligte Kliniken innerhalb von 30 Minuten. In schweren Fällen wird sogar ein Neuroradiologe mit seinem Team, den sogenannten »Flying Interventionalists«, aus dem Schlaganfallzentrum in München-Harlaching nach Rotthalmünster eingeflogen. Auf der Stroke Unit im Krankenhaus Rotthal-münster steht rund um die Uhr ein multidisziplinäres Spezialisten-Team bereit. Seit 2019 besteht eine enge Kooperation des Fachbereichs Neurologie im Passauer Wolf Bad Griesbach mit der Stroke Unit am Krankenhaus Rotthalmünster, um die bestmögliche Patientenversorgung sicherzustellen.

Verzahnung von rehabilitativen Inhalten und der Akutbehandlung
Der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Neurologie und Geriatrie des Passauer Wolf Bad Griesbach, Dr. med. Oliver Meier, ist fachärztlich für die Stroke Unit zuständig. Unterstützt wird er von seinen leitenden Oberärzten Dr. Gabriele Brandstätter und Dr. Stefan Kley sowie weiteren regionalen Kollegen. Die Fachärzte kümmern sich neben der täglichen Betreuung vor Ort insbesondere darum, dass rehabilitative Behandlungsangebote bereits in den akutstationären Aufenthalt integriert werden. »Es ist entscheidend, schnellstmöglich eine Verbesserung der Hirnfunktionen zu erreichen. Deshalb wollen wir die Therapie, Pflege und unmittelbare Weiterversorgung bestmöglich aufeinander abstimmen«, so Dr. med. Oliver Meier. Durch die fließend ineinander übergehende Betreuung und sektorenübergreifende Vernetzung können die Behandlungserfolge bei Schlaganfallpatienten vom Krankenhausaufenthalt bis zur Rehabilitation und darüberhinausgehend optimiert werden. Für den Patienten bedeutet das, dass er weniger Einschränkungen im Alltag hinnehmen muss.

Intensive neurologische Frührehabilitation im direkten Anschluss an den Akutaufenthalt
Nach schwersten Schlaganfällen beginnt die Betreuung direkt nach dem Krankenhausaufenthalt mit der neurologischen Frührehabilitation. Diese umfasst neben einer intensiven Behandlung die Überwachung lebenswichtiger Funktionen, die apparative Verlaufsdiagnostik und die medikamentöse Therapie. In den neurologischen Abteilungen beim Passauer Wolf kann die Betreuung nahtlos weitergeführt werden. So kann der Therapieverlauf direkt auf den erzielten Fortschritt aufbauen. Da die Beeinträchtigungen nach einem Schlaganfall sehr unterschiedlich sind, greifen die multiprofessionellen Teams unter fachärztlicher Leitung auf eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten, z.B. aus der Physio-, Ergo und Sprachtherapie sowie der Neuropsychologie, zurück und fördern gezielt physische und mentale Funktionen der Betroffenen. So manche Methode, um die Hirnfunktion der Patienten anzuregen, sticht heraus. »Wir geben für Frührehabilitationspatienten verschiedene virtuelle LED-Projektionen an der Zimmerdecke wieder. Diese dienen der Simulation von Naturelementen zur Stimulation der menschlichen Emotionen«, erklärt Dr. med. Oliver Meier. Da auch Angehörige unter der Situation leiden, wird im Passauer Wolf Bad Griesbach ergänzend die psychosoziale Begleitung sichergestellt.

PASSAUER WOLF • Medizin fürs Leben
An fünf Standorten in Bayern – in Bad Griesbach, Bad Gögging, Nittenau Ingolstadt und Regensburg – werden Gäste auf ihrem Weg zu neuer Lebenskraft unterstützt. Die Unternehmensgruppe blickt zurück auf 40 Jahre Erfahrung. Zur Kernkompetenz gehören u. a. die stationäre und ambulante Rehabilitation sowie die neurologische Akutbehandlung. Auch Nachsorgeprogramme und Angebote aus der Lebensstil-Medizin wie »Abenteuer R•O•T by Passauer Wolf« zählen zum Spektrum. Insgesamt werden im Passauer Wolf jedes Jahr über 20.000 Gäste empfangen und behandelt. So zählen die Standorte der Unternehmensgruppe zu den führenden Zentren für Rehabilitation und medizinische Versorgung in Bayern.

 

Quelle: Passauer Wolf, 03.12.2020

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