Paracelsus setzt 1.000 Zeichen am Internationalen Tag der Seelischen Gesundheit

Veröffentlicht am 09.10.2020 21:52 von Redaktion RehaNews24

Mitarbeiter bei Paracelsus erinnern mit einer grünen Schleife daran, wie wichtig Therapieangebote für psychische und psychosomatische Erkrankungen sind.
Foto: Judith Schwertmann, Paracelsus-Kliniken

Mit 1.000 Grünen Schleifen erinnern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Paracelsus-Kliniken am 10. Oktober, dem „Internationalen Tag der Seelischen Gesundheit“ daran, wie wichtig Therapieangebote für psychische und psychosomatische Erkrankungen im Zeichen der Corona-Krise sind.

Osnabrück 09. Oktober 2020 Ängste, Unsicherheiten, Depressionen – nie waren Therapieangebote für psychische und psychosomatische Erkrankungen so wichtig wie jetzt im Zeichen der Corona-Krise. Daran wollen die Paracelsus-Kliniken am 10. Oktober, dem internationalen Tag der Seelischen Gesundheit, erinnern und setzen in diesem Jahr mit 1.000 Grünen Schleifen in ihren Kliniken ein Zeichen, um seelische Krankheiten mehr in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit zu stellen. „Viele unserer Beschäftigten werden an diesem Tag die grüne Schleife, das Symbol der ‚Woche der Seelischen Gesundheit‘ am Revers tragen, um gemeinsam und ganz persönlich ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen mit seelischen Erkrankungen zu setzen und gleichzeitig an die Bedeutung der Rehabilitation zur Behandlung seelischer Erkrankungen zu erinnern“, so Tobias Brockmann, Geschäftsbereichsleiter Rehabilitation bei Paracelsus.

Zahl Betroffener steigt ständig
Nach Zahlen des Aktionsbündnis Seelische Gesundheit, das die Initiative „Grüne Schleife“ ins Leben gerufen hat, leidet jeder Vierte einmal im Jahr an einer psychischen Erkrankung. Nach aktuellen Zahlen des Psychoreports 2019 der DAK-Gesundheit fehlte im vergangenen Jahr jeder 18. Arbeitnehmer in Deutschland wegen einer psychischen Erkrankung im Job – hochgerechnet 2,2 Millionen Menschen. Seit 1997 hat sich die Anzahl der Fehltage, die von Depressionen oder Anpassungsstörungen verursacht werden, mehr als verdreifacht. Am häufigsten fehlen Arbeitnehmer mit der Diagnose Depression.

Eine Woche lang bundesweit Aktionen
Die „Woche der Seelischen Gesundheit“ findet jedes Jahr rund um den internationalen Tag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober statt. Eine Woche lang sind Bürger und Bürgerinnen bundesweit eingeladen, die vielfältigen ambulanten und stationären Angebote der psychiatrischen und psychosozialen Einrichtungen in ihrer Umgebung kennen zu lernen. Ziel aller Veranstaltungen ist es, über psychische Krankheiten aufzuklären, Hilfs- und Therapieangebote aufzuzeigen und die Diskussion anzuregen. Unter dem Motto „Mit Kraft durch die Krise. Gesund bleiben – auch psychisch“ widmet sich die diesjährige Aktionswoche der Seelischen Gesundheit den psychischen Auswirkungen der Pandemie und stellt praktische Hilfsangebote für jedermann vor. Psychosoziale Einrichtungen, Selbsthilfeorganisationen und Initiativen in ganz Deutschland gestalten das Programm mit. Veranstaltungen werden in diesem Jahr sowohl live vor Ort als auch digital im Netz durchgeführt.

Experten für ganzheitliche Rehabilitation
Als eines der größten deutschen Gesundheitsunternehmen bieten die Paracelsus-Kliniken in bundesweit zehn Einrichtungen qualitativ hochwertige Rehabilitationsmöglichkeiten für eine breite Palette von Erkrankungen an, darunter auch psychische und psychosomatische Leiden. Ein großes Spektrum an spezialisierten Fachkräften von Ärzten über Therapeuten bis zu Pflegefachkräften in den Schwerpunktfachbereichen Onkologie, Orthopädie, Psychosomatik und Sucht aber auch in der Kardiologie und Pneumologie sind in Reha-Kliniken von Paracelsus vertreten. Alle Paracelsus -Kliniken zeichnen sich darüber hinaus durch einen ganzheitlichen Behandlungsansatz aus, der nicht nur den medizinischen Gründen einer Erkrankung nachgeht, sondern auch seelische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt. Mit 20 Auszeichnungen über alle Reha-Standorte haben die Paracelsus-Kliniken in diesem Jahr eines ihrer bisher besten Ergebnisse bei der Platzierung der TOP-Reha-Kliniken im FOCUS Gesundheit 2021 erreicht, der im September erschienen ist.

 

Beispiel Psychosomatik und Sucht in Bad Essen

Individuelle Behandlung für besondere Patientengruppen in Bad Essen
Die Paracelsus-Wittekindklinik in Bad Essen ist eine Rehabilitationsklinik zur Behandlung von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Ihr therapeutischer Schwerpunkt liegt in der tiefenpsychologisch/psychoanalytischen Gruppenpsychotherapie, begleitet von Sport- und Bewegungstherapie, einem Kunst- und Ergotherapie-Programm sowie speziellen vertieften Behandlungsbausteinen für besondere Patientengruppen. So bietet das Haus ein spezifisches Behandlungssetting an, das gezielt Hilfe bei einer bestehenden Glücksspiel- bzw. Medienabhängigkeit bietet. Auch essgestörten Patienten mit Bulimie, Anorexie, Esssucht oder Essanfällen kann hier mit einem besonderen Therapiekonzept geholfen werden. Es findet die individuellen Ursachen der Essstörung heraus und hilft dabei, innere Konflikte zu bewältigen. Um eine leichte Rückkehr von Menschen mit psychischen Erkrankungen an den Arbeitsplatz möglich zu machen, gibt es darüber hinaus die Medizinisch-beruflich-orientierte Rehabilitation (MBOR). Sie unterstützt Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen, deren Ursache Probleme und Konflikte am Arbeitsplatz sind. Und last but not least bietet die Paracelsus-Wittekindklinik in Bad Essen eine gesonderte Rehabilitation für Polizisten und Einsatzkräfte, die starken psychischen Belastungen durch Verbrechen, Gewalt, Unfällen, Tod und Suizid ausgesetzt waren.

Beispiel Psychoonkologische Reha in Bad Elster und Scheidegg

Den seelischen Folgen des Krebs begegnenIn zwei Kliniken von Paracelsus, der Paracelsus-Klinik am Schillergarten in Bad Elster und der Paracelsus-Klinik Scheidegg arbeitet man seit über 20 Jahren in einem sehr speziellen Fachgebiet: der Psychoonkologie. Hier werden nicht nur die körperlichen Beschwerden nach und durch die Krebserkrankung rehabilitativ behandelt, sondern auch deren Auswirkungen auf die seelische Gesundheit. Die Spezialisierte Psychoonkologische Rehabilitation (SPOR) umfasst die verhaltensmedizinische und therapeutische Behandlung psychischer Symptome bei Tumorerkrankungen im Rahmen eines interdisziplinären Behandlungskonzepts. Während der dreiwöchigen Rehabilitationsmaßnahme im Anschluss an eine Krebserkrankung werden Patienten ganz besonders betreut und behandelt. Ärzte und Therapeuten helfen dabei, mit den Veränderungen durch die Krebserkrankung umgehen zu können, bieten Möglichkeit zu Gesprächen sowie ergo- und bewegungstherapeutische Angebote. Sogar Angehörige, die durch die Erkrankung eines Familienmitglieds stark belastet sind, werden in die Therapie eingebunden. So finden Krebspatienten schneller und besser wieder den Weg zurück in ihren Lebensalltag.

Beispiel Verhaltensmedizinisch Orientierte Reha (Orthopädie), VMO in Bad Gandersheim

Wenn körperlicher Schmerz im Kopf entsteht
In der Paracelsus-Klinik an der Gande in Bad Gandersheim arbeitet eine eigene Abteilung daran, orthopädischen Schmerzzuständen und ihren psychischen Ursachen auf den Grund zu gehen. Die Verhaltensmedizinisch-Orthopädische Rehabilitation (VMO/VOR) verbindet dabei die Fachgebiete Orthopädie und Psychosomatik. Sie hilft Patienten, die an länger andauernden Schmerzzuständen und gleichzeitig psychischen Störungen wie Somatisierung, Depression und Angst leiden. Dazu ist ein ganzheitlich-orientiertes, individuelles Verständnis aller Beschwerden erforderlich, das in eine multimodale Schmerztherapie mündet. Dabei arbeiten Experten aus verschiedenen Fachrichtungen wie Schmerzmedizin, Sport- und Physiotherapie, Ergotherapie und Psychotherapie in einem interdisziplinären Reha-Team zusammen und vermitteln den Betroffenen Strategien, um mit chronischen Schmerzen und psychischen Belastungen umzugehen.

 

Quelle: Paracelsus, 09.10.2020

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