Palliativmedizin im Hochstift gut aufgestellt

Veröffentlicht am 21.10.2019 17:05 von Redaktion RehaNews24

Prof. Dr. med. Andreas S. Lübbe.
Foto: MZG-Archiv

Der Tod darf kein Tabu-Thema sein. Mit der politischen Diskussion über das Hospiz- und Palliativgesetz rückt die letzte Lebensphase vieler Menschen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Der Palliativmediziner Prof. Dr. med. Andreas S. Lübbe aus Bad Lippspringe befürwortet die öffentliche Diskussion, sieht das Hochstift Paderborn aber auf einem guten Weg.

Die Palliativmedizin soll zunehmend in der Region verankert werden und ins Bewusstsein gerückt werden. „Es kommt vor allem auf die Zusammenarbeit zwischen ambulanten und stationären Einrichtungen an, aber auch auf die Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten“, sagt Prof. Dr. med. Andreas S. Lübbe.

Mit dem ambulanten Palliativnetz Paderborn-Höxter in Paderborn und der von Lübbe geleiteten Palliativstation in der Karl-Hansen-Klinik Bad Lippspringe verfügen die Kreise Paderborn und Höxter über zwei Ankerplätze, von denen aus sämtliche Aufgaben koordiniert werden.

„Die Einbeziehung von Firmen und Ehrenamtlichen gehört mit zum Anliegen, Menschen an ihrem Lebensende beizustehen und ihnen bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen“, sagt der Palliativmediziner.

Auch die Wissenschaft spielt in Bad Lippspringe eine Rolle. So betreut sagt Prof. Dr. med. Andreas S. Lübbe immer wieder Doktorarbeiten. „Hier spielt unter anderem die Evaluation der körperlichen Leistungsfähigkeit durch ein Verfahren eine Rolle, das sich Herzratenvariabilität (HRV) nennt und das wir im Zusammenhang mit einer Kraftmessung und Muskelmassen-Bestimmung als Prognoseparameter identifizieren, um abschätzen zu können, wieviel Lebenszeit Patienten noch vor sich haben“, sagt der Chefarzt.

Er freut sich darüber, dass die Palliativmedizin auch bei jüngeren Kolleginnen und Kollegen zunehmend auf Interesse stößt: „Viele Ärztinnen und Ärzte werden in ihrer beruflichen Laufbahn regelmäßig mit dem Tod konfrontiert. Da ist es wichtig, sie damit vertraut zu machen, wie man Menschen in der letzten Lebensphase und auch ihren Angehörigen begegnet.“

Dass das Hochstift Paderborn mittlerweile im Bereich Palliativmedizin als Vorzeigeregion gilt, macht Prof. Dr. med. Andreas S. Lübbe stolz: „Wir haben kreisübergreifend viele wichtige Menschen vernetzt und dieses Netzwerk hat sich in den vergangenen Jahren zum Wohle der Patienten sehr gut entwickelt.“

Zur Person:
Prof. Dr. med. Andreas S. Lübbe ist Chefarzt der Palliativstation der Karl-Hansen-Klinik in Bad Lippspringe und Chefarzt einer Onkologischen Schwerpunktklinik für Anschlussrehabilitation. Zudem ist Lübbe 1. Vorsitzender des Vereins PALLIUM – Lebensqualität für Krebsbetroffenen e. V. und Mitbegründer des Paderborner Palliativnetz e. V.
Er hat wegweisende Bücher und Fachaufsätze zu den politischen Rahmenbedingungen der Palliativmedizin geschrieben und gilt als ausgewiesener Experte auf diesem Fachgebiet.

Quelle: Medizinisches Zentrum für Gesundheit Bad Lippspringe GmbH, 21.10.2019

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