Offizieller Deutscher Reha-Tag am 26.09.2020: Bündnis gegen psychische Erkrankungen

Veröffentlicht am 26.09.2020 13:07 von Redaktion RehaNews24

Berlin, 25.09.2020 – Psychische Erkrankungen sind – mit steigender Tendenz – der häufigste Grund für Frühverrentungen und die zweithäufigste Ursache für Krankheitstage im Beruf. Ein Bündnis von 20 bundesweit tätigen Organisationen und Verbänden ruft deshalb zu einem neuen Umgang mit psychischen Erkrankungen auf.

An Angststörungen, Depressionen oder Störungen durch Alkohol- oder Medikamentengebrauch leiden jährlich rund 18 Millionen Menschen in Deutschland. Nach einer aktuellen Krankenkassenstatistik verursachten psychisch bedingte Krankschreibungen im vergangenen Jahr durchschnittlich 260 Fehltage pro 100 Versicherten. So viele wie nie. Das Aktionsbündnis „Deutscher Reha-Tag“ stellt deshalb die Rehabilitation psychischer Erkrankungen in den Mittelpunkt seiner diesjährigen Aktivitäten. Unter der Schirmherrschaft von Peter Weiß, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der Aktion Psychisch Kranke e.V. , will das Bündnis erreichen, dass in Politik und Gesellschaft ein Umdenken einsetzt und eine neue Offenheit für den Umgang mit psychischen Erkrankungen erreicht wird. Denn nach wie vor werden psychische Erkrankungen anders als körperliche Beeinträchtigungen gewertet. Häufig erfahren Patienten aufgrund ihrer Erkrankung eine Stigmatisierung im beruflichen und familiären Umfeld. Das kann dazu führen, dass sich psychisch kranke Menschen noch weiter isolieren, ihre Erkrankung verschweigen und somit auch keine Behandlung in Anspruch nehmen. Dabei können eine frühe Diagnose und eine entsprechende Therapie den Patienten helfen, wieder aktiv am Leben teilzunehmen.

Mehr Verständnis und Offenheit für die Erkrankung und die Erkrankten zu erreichen, ist das Ziel des „Deutschen Reha-Tages“.  Dieser wird getragen von einem Initiatorenkreis aus 20 Organisationen und Verbänden der Leistungserbringer und Leistungsträger der medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation. Der Initiatorenkreis hat den vierten Samstag im September zum Deutschen Reha-Tag erklärt, an dem Kliniken, Einrichtungen und Organisationen der Rehabilitation bundesweit über die Bedeutung der Rehabilitation für die medizinische Versorgung informieren. Eine ursprünglich für September dieses Jahres geplante Auftaktveranstaltung für den bundesweiten Start der Aktionen wurde aufgrund der Corona-Pandemie auf den 24. Februar 2021 verschoben und soll in der Klinik für Psychosomatische Medizin, Alexianer Krefeld GmbH in Krefeld stattfinden.

Ihr Ansprechpartner:
Initiatorenkreis Deutscher Reha-Tag
c/o Antonia Walch
Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
www.rehatag.de

Der jährlich stattfindende Deutsche Reha-Tag ist ein Aktionsbündnis von mehr als 20 Institutionen, Organisationen und Verbänden aus allen Bereichen der Rehabilitation. Rund um den vierten Samstag im September werden gemeinsame Botschaften vertreten. Zum Kreis des Aktionsbündnisses gehören das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, sowie Betroffenenverbände, Leistungsträger und Leistungserbringer. Informationen über die aktuelle Zusammensetzung unter www.rehatag.de

 

Quelle: BDPK, 25.09.2020

 

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