Neurologisches Zentrum für Bewegungsstörungen im PASSAUER WOLF Bad Gögging als Parkinson Fachklinik zertifiziert

Veröffentlicht am 10.02.2022 18:50 von Redaktion rehanews24

Auf dem Bild zu sehen (v.l.n.r.): „Hans-Martin Linn, Geschäftsleiter Passauer Wolf Bad Gögging, Elke Scholz, Qualitätsmanagementbeauftragte, und Stefanie Härtinger, Case Managerin, sowie Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Wächter, Chefarzt der Neurologie im Passauer Wolf Bad Gögging, mit dem Zertifikat der Deutschen Parkinson Vereinigung e. V.“.
Bildrechte: © Passauer Wolf / Fotograf: Andreas Riepl

Der Passauer Wolf Bad Gögging ist jetzt eine von der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V. (dPV) zertifizierte Parkinson Fachklinik. Damit wird eine an die spezifischen Bedürfnisse der Parkinson-Patienten und ihrer Angehörigen angepasste Behandlung bestätigt.

Von unabhängigen Experten zertifiziert
Für die Zertifizierung als Parkinson Fachklinik hat die dPV eine Kriterienliste erstellt, die Merkmale zur Strukturqualität, die Grundlage einer Anerkennung und Zertifizierung von Kliniken als Spezialkliniken durch die dPV sind, definiert. Zu den Kriterien zählen neben der Anzahl an behandelten Patienten und der baulichen Gestaltung der Klinik auch die verschiedenen Aspekte der Parkinson-Therapie. Die für die Zertifizierung nötigen Merkmale zur Strukturqualität beziehen sich dabei ausdrücklich auf Akutkrankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen, die ein spezielles diagnostisches und therapeutisches Angebot für Parkinson-Patienten anbieten. »Mit der Zertifizierung als Parkinson Fachklinik wird die hervorragende Arbeit, die das Team in der Parkinson-Komplexbehandlung leistet, nun auch von einer unabhängigen und fachkundigen Stelle offiziell bestätigt«, freut sich Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Wächter. Das Zertifikat wird zunächst für drei Jahre erteilt und kann nach Ablauf dieser Zeit durch eine erneute Überprüfung verlängert werden.

Komplexbehandlung im Passauer Wolf Bad Gögging
Im Neurologischen Zentrum für Bewegungsstörungen im Passauer Wolf Bad Gögging werden Patienten bereits ab der Akutphase im Rahmen der Parkinsonkomplexbehandlung betreut. Für die Aufnahme ist eine Krankenhauseinweisung des Haus- oder Facharztes für gesetzlich Versicherte Voraussetzung. Bei Bedarf erfolgt im Anschluss an die Akutbehandlung die nahtlose Weiterversorgung im Rahmen der medizinischen Rehabilitation. Nach dem Erstgespräch und der Anamnese wird gemeinsam mit dem Patienten daran gearbeitet, Beeinträchtigungen im Alltag zu reduzieren.

Multimodale Behandlungskonzepte für Betroffene
Muskelsteifigkeit, eine zu leise Sprache, Gleichgewichtsstörungen oder unwillkürliche Bewegungen zählen zu den Symptomen Betroffener. Wissenschaftlich fundierte Behandlungsverfahren, wie die multimodale Komplexbehandlung ermöglichen es, medikamentös-therapeutische mit nicht-medikamentösen Behandlungskonzepten, wie aktivierenden Therapien, zu kombinieren. Zu letzteren zählen Physio- und Ergotherapie, logopädische Einheiten sowie Sporttherapien. So steigert beispielsweise der moderne Gangtrainer »Lyra« die Chancen Betroffener, ihre Gehfähigkeit zu verbessern. Das Lee-Silverman-Voice-BIG-Treatment® (LSVT-BIG-Therapie) stellt die Verbesserung der Mobilität und Ausdrucksfähigkeit in den Mittelpunkt der Therapie. Die Überwachung und Optimierung von medikamentösen Therapien, Pumpentherapien oder die Einstellung von tiefen Hirnstimulatoren sind ebenfalls Bestandteil der Komplexbehandlung. Um die Behandlungsmöglichkeiten bei Morbus Parkinson zu verbessern, beteiligt sich der Passauer Wolf Bad Gögging an wissenschaftlichen Projekten mit Fokus auf die Zeit nach der Akut- oder Rehabilitationsphase. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme hat der Passauer Wolf ein virtuelles Trainingsprogramm entwickelt. Parkinson-Patienten können damit Bewegungselemente aus der LSVT-BIG-Therapie® unter Anleitung selbständig am Computer durchführen. In einer veröffentlichten Äquivalenzstudie[1] konnte der positive Effekt des Programms bestätigt werden.

PASSAUER WOLF • Medizin fürs Leben
An fünf Standorten in Bayern – in Bad Griesbach, Bad Gögging, Nittenau, Regensburg und Ingolstadt – werden Gäste auf ihrem Weg zu neuer Lebenskraft unterstützt. Die Unternehmensgruppe blickt zurück auf über 40 Jahre Erfahrung. Zur Kernkompetenz gehören u. a. die stationäre und ambulante Rehabilitation sowie die neurologische Akutbehandlung. Auch Nachsorgeprogramme und Angebote aus der Lebensstil-Medizin wie »Abenteuer R•O•T by Passauer Wolf« zählen zum Spektrum. Insgesamt werden im Passauer Wolf jedes Jahr über 20.000 Gäste empfangen und behandelt. So zählen die Standorte der Unternehmensgruppe zu den führenden Zentren für Rehabilitation und medizinische Versorgung in Bayern.

[1] »Comparing computer-aided therapy with conventional physiotherapy in Parkinson’s disease: An equivalence study«, erschienen in Neurology Asia 2019: S. 309 – 315

Quelle: Passauer Wolf, 10.02.2022

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