Neurodermitis – Kinder und Jugendliche profitieren von Reha in den Allgäuer Alpen

Veröffentlicht am 08.12.2021 22:06 von Redaktion rehanews24

Die chronische Hautkrankheit Neurodermitis verlangt nach einer intensiven Behandlung. Die KJF Alpenklinik Santa Maria in Oberjoch bietet die perfekten Rahmenbedingungen für eine ganzheitliche Rehabilitation für Kinder und Jugendliche. Foto: KJF Augsburg / Carolin Jacklin

KJF Alpenklinik Santa Maria in Oberjoch bietet ganzheitliche Rehabilitation bei Hauterkrankungen und Allergien

Oberjoch / Augsburg (kjf) Neurodermitis, auch atopische Dermatitis genannt, zählt zu den häufigsten chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Etwa 3,5 Millionen Menschen in Deutschland sind laut der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) davon betroffen. Obwohl die Krankheit in jedem Alter auftreten kann, leiden vor allem Kinder bereits im Säuglingsalter unter der juckenden Hautkrankheit. Bei etwa der Hälfte der erkrankten Kinder bestehen die Probleme bis in das Erwachsenenalter. Die Alpenklinik Santa Maria in Oberjoch, die zur Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e. V. (KJF Augsburg) gehört, bietet Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche mit verschiedenen Krankheitsbildern. Der Schwerpunkt der KJF Alpenklinik liegt dabei auf der Behandlung von Hauterkrankungen, Allergien und Atemwegserkrankungen. Aber auch Adipositas wird dort in Form einer Reha therapiert.

KJF Klinik bietet perfekte Rahmenbedingungen für Behandlungserfolg
„Unsere KJF Klinik in Oberjoch liegt in den Allgäuer Bergen auf 1.200 Metern und bietet das perfekte Klima für die Behandlung von chronischen Hauterkrankungen und Allergien, da es hier so gut wie keine Milben-, Pollen- oder Feinstaubbelastung gibt“, erklärt Dr. Markus Koch, Chefarzt der KJF Alpenklinik Santa Maria in Oberjoch und Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin.

Eine Neurodermitis hat laut dem Chefarzt verschiedene Ursachen. Auslöser können Nahrungsmittel, Pollen, Stress, Infekte oder andere Umweltfaktoren sein. Darüber hinaus spielt auch – genau wie bei vielen anderen allergisch bedingten, chronischen Erkrankungen – die Vererbung eine große Rolle. Die Krankheit, die in Schüben auftritt, zeichnet sich durch extreme Trockenheit der Haut aus und ist verbunden mit starkem Juckreiz, Rötungen und Schuppungen. „Durch starkes Kratzen kommt es teilweise zu tiefen Verletzungen der Haut. Dadurch kann es leicht zu hartnäckigen Infektionen mit Bakterien, Viren und Pilzen kommen, die ihrerseits die Entzündungen weiter verstärken, Schubphasen verlängern und zu Vernarbungen führen“, so Dr. Markus Koch. Außerdem kann der starke Juckreiz zu massiver Unruhe, Ein- und Durchschlafproblemen und bei größeren Kindern und Jugendlichen sogar zu Konzentrationsproblemen führen. Umso wichtiger sind die richtige Behandlung sowie die sachgemäße Anwendung von Salben und Medikamenten.

In der KJF Alpenklinik Santa Maria profitieren die Patientinnen und Patienten von der langjährigen Erfahrung bei der Behandlung von Neurodermitis. „Durch unsere Spezialisierung und die große Expertise unseres Teams therapieren wir seit vielen Jahren unterschiedliche Schweregrade der Krankheit. Dabei kommen erfolgreich auch Cremes und Salben zum Einsatz, die wir selbst entwickelt haben“, erklärt der Chefarzt.

Ganzheitliche Therapie durch Expertenteams
Neurodermitis verursacht aber nicht nur körperliches Leiden, wie der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin deutlich macht: „Das veränderte Hautbild wird oft als Makel angesehen und führt zu Ausgrenzung sowie einem geringen Selbstwertgefühl. Da die Krankheit die Lebensqualität der Betroffenen und deren Familien häufig negativ beeinflusst, ist es notwendig, die Krankheit entsprechend zu behandeln und die Leiden zu lindern.“ Im Rahmen einer Reha in Oberjoch ist es möglich, dass Eltern und Geschwister die jungen Patientinnen und Patienten begleiten. Dies ist ein wichtiger Faktor für einen nachhaltigen Behandlungserfolg. So bietet die KJF Alpenklinik in Oberjoch neben einer engen medizinischen Versorgung sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für Begleitpersonen intensive Schulungen für ein besseres Verständnis der Erkrankung an. Diese beinhalten nicht nur eine umfassende Aufklärung über die Vorbeugungsmaßnahmen und die umfassende Therapie, sondern auch praktische Übungen, wie das Anlegen von lindernden Verbänden und Umschlägen. „Auch der Umgang mit Stress und Bewältigungsstrategien gegen den Juckreiz stehen bei der interdisziplinären Arbeit mit Fachkräften aus den verschiedenen Bereichen im Fokus. Wir verfolgen daher ein ganzheitliches Behandlungskonzept für eine langfristige Verbesserung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens“, erläutert Dr. Markus Koch den Vorteil einer stationären Reha gegenüber einer ambulanten Behandlung, die oft nur akute Beschwerden lindert.

Die Reha-Beratungsstellen der KJF Augsburg beraten Sie kostenlos u. a. zu folgenden Themen:

  • Welche Möglichkeiten gibt es, Ihrem Kind zu helfen?
  • Wie wird ein Reha-Antrag gestellt?
  • Welchen Schulunterricht bieten wir an?

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Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V. (KJF Augsburg)
Die KJF Augsburg ist einer der größten Anbieter für Gesundheits-, Sozial- und Bildungsdienstleistungen in Bayern. Seit 1911 bietet das Sozialunternehmen vor allem Kindern, Jugendlichen und Familien mit rund 80 Einrichtungen und Diensten Lösungen für die verschiedensten individuellen Bedürfnisse an: in der Kinder- und Jugendhilfe mit Kindertagesstätten, Stationären Wohnformen oder Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung; in Berufsbildungs- und Jugendhilfezentren, durch Angebote für Beruf und Arbeit sowie Integrationsunternehmen und -dienste; in der Medizin mit mehreren Kliniken; in verschiedenen Schulen. Darüber hinaus bildet die KJF Augsburg kontinuierlich annähernd 500 Fachkräfte für soziale und medizinische Berufe aus.
Als christlicher Verband katholischer Prägung ist für die KJF Augsburg und ihre rund 5.800 Mitarbeitenden jeder Mensch wertvoll, unabhängig von Herkunft, Status, Religion oder Kulturkreis. Vorstandsvorsitzender ist Markus Mayer, Vorsitzender des Aufsichtsrates Domkapitular Armin Zürn.

Weitere Informationen zur KJF Augsburg finden Sie unter www.kjf-augsburg.de. Aktuelle Videos gibt es im YouTube-Kanal auf www.youtube.com/kjfaugsburg.

 

Quelle: KJF, 08.12.2021

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