Maternus-Klinik eröffnet Spezialstation in der Kardiologie

Veröffentlicht am 27.04.2021 11:26 von Redaktion rehanews24

Chefarzt Kardiologie/Innere Medizin, Sajid Hossain

Bad Oeynhausen, 26. April 2021 Maternus-Klinik startet das Frühjahr mit der Eröffnung einer neuen Station. In der Fachabteilung der Kardiologie werden ab sofort alle kardiologischen Patientinnen und Patienten, denen ein Herzunterstützungssystem (VAD = Ventricular Assist Device) bzw. ein Kunstherz implantiert worden ist, auf einer VAD-Spezialstation betreut und behandelt. 

Schon in der Vergangenheit wurde dieses besondere Patientenklientel von den kardiologischen Ärzten der Maternus-Klinik betreut und behandelt. Ab sofort werden die besonders zu therapierenden Patienten nach ihrem Aufenthalt in der Akutklinik / in einem Herzzentrum auf der insgesamt 12 Betten umfassenden VAD-Station gebündelt und durch ein speziell geschultes, interdisziplinäres Team aus Ärzten, Therapeuten, Pflegekräften, Psychologen, MTA’s der Funktionsdiagnostik und Ernährungsberater sowie Sozialarbeiter auf hohem fachlichen Niveau betreut. 

Ein großer Vorteil der nunmehr separaten Spezialstation ist die Bündelung der Patienten sowie des Fachpersonals, so dass eine noch intensivere Betreuung der Patienten, die Sicherstellung kurzfristig einzuleitender, notwendiger Diagnostik sowie eine fachübergreifende, ganzheitliche Versorgung sichergestellt ist. 

Sie ist auch für pflegebedürftige und überwachungspflichtige Patienten geeignet. Alle Betten verfügen über die Möglichkeit zur Monitorüberwachung. Die Station wird in Kooperation mit Neurologie und Kardiologie geführt. Dies stellt gewissermaßen bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal dar. Nicht selten hat dieses Patientenklientel langwierige Krankheitsverläufe überstanden. Die Maternus-Klinik ist daher auch auf stark eingeschränkte Patienten eingestellt. 

Die Überleitung der Patienten aus dem Akuthaus, z.B. dem Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen, in die Maternus-Klinik erfolgt in enger Abstimmung, so dass eine reibungslose Versorgung sichergestellt und alle notwendigen vorbereitenden Maßnahmen schon im Vorfeld getroffen werden können.

Neben den medizinischen und therapeutischen Gegebenheiten, vermittelt die neue VAD-Station mit ihren lichtdurchfluteten Räumlichkeiten in frühlingshaften Farben eine angenehme Atmosphäre für die Patienten.

Sajid Hossain, Chefarzt der Kardiologie in der Maternus-Klinik freut sich über die Fertigstellung der neuen Abteilung und empfängt die ersten Patienten: „Wir stimmen direkt bei der Aufnahme die Therapien und ggfs. notwendige Diagnostik während des Aufenthaltes in der Maternus-Klinik mit dem Patienten ab. Während der Anschlussheilbehandlung erfolgt eine engmaschige Kontrolle und eine entsprechende Anpassung der Therapien, wo notwendig und möglich. Hierzu gehört auch eine intensive psychologische Begleitung der VAD-Patienten zur Unterstützung ihrer Krankheitsbewältigung. Denn die Betroffenen müssen neben ihrer schweren Herzerkrankung auch zu der Abhängigkeit von einem technischen System – welches ihren Alltag maßgeblich beeinflusst – Vertrauen fassen. Wir möchten die Patienten auf ein möglichst selbstständiges Leben vorbereiten und halten deshalb Patienten- und Angehörigenschulungen für essentiell.“

Der Sozialdienst kümmert sich um die optimale Versorgung der Patienten im Anschluss an den Aufenthalt in der Maternus-Klinik, damit er bestens für die Rückkehr in sein alltägliches Leben gerüstet ist.

In der Maternus-Klinik werden, neben kardiologischen PatientInnen, auch orthopädische und neurologische Erkrankungen behandelt und therapiert.

Quelle: Maternus Kliniken, 26.04.2021

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