Klinikbetrieb des Reha-Zentrum Bad Nauheim mit den Kliniken Taunus und Wetterau angepasst

Veröffentlicht am 04.05.2020 09:10 von Redaktion RehaNews24

Das Reha-Zentrum Bad Nauheim in Hessen gehört zum Klinikverbund der Deutschen Rentenversicherung Bund und besteht aus den Kliniken Taunus und Wetterau. Zusammen verfügen beide Kliniken über eine Kapazität von 393 Betten. Im Zuge der Corona-Pandemie wurde der Betrieb in beiden Häusern an die aktuelle Situation angepasst. Ziel ist es, sowohl Patienten als auch Mitarbeitende vor einer Covid-19-Infektion zu schützen und gegebenenfalls Akutkrankenhäuser zu entlasten.

Aus diesem Grund werden bis einschließlich 3. Mai keine neuen Rehabilitanden aufgenommen. Für Anschlussheilbehandlungen (AHB) gelten Sonderregelungen: Momentan sind die Kliniken zu etwa 30 Prozent mit AHB- Patienten belegt. Neue Patienten werden vorab befragt, um sicherzustellen, dass bei ihnen keine Covid-19-Infektion vorliegt.

„Die Belegungsreduzierung auf 30 Prozent hilft uns dabei, die Maßnahmen umzusetzen. Abstände zwischen den Menschen können leichter eingehalten werden, sei es in Wartezonen, während der Therapien oder im Speisesaal“, erläutert Dr. Ulrich Kiwus, Ärztlicher Direktor des Reha-Zentrums. Bad Nauheim verfügt über ein stark gruppenorientiertes Therapieprogramm. Dennoch können die meisten Therapien weiterhin angeboten werden, allerdings in deutlich kleineren Gruppen mit sechs  bis acht Personen. Einzig die Wasserangebote müssen aufgrund der Hygieneempfehlungen des Robert-Koch-Institutes (RKI) komplett entfallen.

„In außerordentlichen Hygienekommissionssitzungen bewerten wir regelmäßig die aktuelle Lage und nehmen dann gegebenenfalls leichte Anpassungen an den Schutzmaßnahmen vor“, so Kiwus. Alle Beschäftigten werden weiterhin durch das Hygienemanagement bezüglich besonderer Schutzmaßnahmen geschult. Patienten und Mitarbeiter wurden auf eine gründliche Händehygiene hin sensibilisiert. Darüber hinaus herrscht in den Kliniken momentan Besuchsverbot. Die Eingänge sind dauerhaft versperrt, Lieferanten und Krankentransport müssen sich anmelden um Zutritt zum Gebäude zu erhalten.

„Der verminderte Klinikbetrieb betrifft rund 300 Beschäftigte. Mitarbeiter aus dem ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Bereich sind in Bereitschaft, um in Absprache mit dem Gesundheitsministerium des Landes Hessen umliegende Entlastungskrankenhäuser zu unterstützen.“ ergänzt Burkhart Siebenhüner, Kaufmännischer Direktor des Reha Zentrums.

Darüber hinaus werden Instandhaltungsarbeiten in den beiden Kliniken durchgeführt sowie Konzepte und Vorträge überarbeitet. „Wenn möglich, werden Urlaubstage aus dem Vorjahr oder Mehrarbeitsstunden abgebaut.“, so Siebenhüner. Regelungen zur Kurzarbeit werden für Beschäftigte der Deutschen Rentenversicherung Bund nicht angewandt.

Im Pandemieplan der hessischen Landesregierung sind die Kliniken nicht explizit genannt. Die Einbindung im Rahmen des Eskalationsmodells des Landespandemieplanes Hessen sei Ulrich Kiwus zufolge aber denkbar und realistisch: „In der Regel pflegen wir eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Kreises und können derzeit davon ausgehen, dass wir die endgültige Kapazität in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt in einem machbaren Bereich festlegen können.“

Das Reha-Zentrum Bad Nauheim im Überblick
Die Klinik Taunus bietet für bis zu 212 Patienten stationäre und ganztägig ambulante Rehabilitationen bei onkologischen Erkrankungen und Krankheiten des Lymphgefäßssystems an. Die Klinik Wetterau ist spezialisiert auf stationäre Rehabilitationen bei Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, des Gefäßsystems und nach thrombembolisch-bedingten Schlaganfall-Erkrankungen. Sie hat eine Kapazität von 181 Betten. Auch Anschlussheilbehandlungen (AHB) werden angeboten. Begleiterkrankungen aus dem Bereich Stoffwechsel, Bewegungsapparat und Atmungssystem können mitbehandelt werden. Beide Häuser beschäftigen jeweils rund 150 Mitarbeitende. Weitere Informationen zu den Kliniken und ihrem Leistungsspektrum gibt es online auf www.reha-klinik-taunaus.de und www.reha-klinik-wetterau.de.

 

Quelle: DRV Bund, 30.04.2020

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