Jens Spahn setzt auf Prävention und Rehabilitation

Veröffentlicht am 11.03.2019 23:45 von trurnit Pressewerk GmbH

Bundesgesundheitsminister in Bad Füssing: neue Konzepte und mehr Prävention – gemeinsam gegen den Fachkräftemangel

  • Bundesgesundheitsminister diskutiert mit Johannesbad Gruppe
  • Kassenvertreter fordern, die Digitalisierung voranzutreiben

Brigitte Gross, Direktorin der DRV Bund, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Dr. Irmgard Stippler, Vorsitzende des Vorstandes der AOK Bayern, Dr. Ralf Langejürgen, Leiter der Landesvertretung des Verbands der Ersatzkassen, Werner Krempl, Erster Direktor und Geschäftsführer der DRV Nordbayern, und Dr. Johannes Zwick, Aufsichtsratsvorsitzender der Johannesbad Gruppe (von links nach rechts) diskutierten bei den Bad Füssinger Gesprächen über die Zukunft der Rehabilitation. Foto: Johannesbad

BAD FÜSSING. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stärkt der Rehabilitation in Deutschland den Rücken. Bei den Bad Füssinger Gesprächen der Johannesbad Gruppe sagte er: „Nach den Verbesserungen in der Kranken- und Altenpflege werden wir uns auch die Situation in der Rehabilitation ansehen. Und wenn die Pflegeberufe wieder attraktiver werden, werden auch Rehabilitationseinrichtungen profitieren.“ Außerdem ging er auf die Aussage von Dr. Johannes Zwick, Aufsichtsratsvorsitzender der Johannesbad Gruppe, ein. Dieser forderte: „Wir müssen stärker auf Prävention setzen. Nach den großen Dax-Konzernen muss gerade auch der starke deutsche Mittelstand betriebliches Gesundheitsmanagement im Berufsalltag verankern.“ Jens Spahn sagte dazu: „Die Zukunft liegt in vielfältiger Prävention; genau an diesen Hebeln muss in Zukunft angesetzt werden, denn nur wenn Beschäftigte fit bleiben, ist das Gleichgewicht unseres Gesundheitssystems in Zukunft gesichert.“

Im Johannesbad nahm Jens Spahn vor rund 450 Zuhörern Stellung zu den aktuellen Entwicklungen in der Gesundheitsbranche. Im Mittelpunkt stand der Fachkräftemangel, von dem Akut- und Rehakliniken gleichermaßen betroffen sind. „Auch im Gesundheitswesen müssen wir auf Wirtschaftlichkeit achten, um in Zukunft weiterhin leistungsstark zu sein“, sagte Jens Spahn. Johannes Zwick sicherte dem Bundesgesundheitsminister Unterstützung zu: „Gemeinsam mit Betreibern anderer Kliniken engagieren wir uns bereits für die Ausbildung und das Employer Branding, um die Gesundheitsberufe wieder attraktiver zu machen. Das werden wir weiter ausbauen.“

Digital für die Gesundheit

Der Bundesgesundheitsminister forderte außerdem die bessere digitale Vernetzung zwischen Rentenversicherern und Krankenkassen: „Bereits jetzt wäre es möglich, durch wissenschaftliche Forschung und Entwicklung sowie Verbesserungen beim Austausch von Informationen unter den Beteiligten des Gesundheitssystems Krankheiten deutlich früher zu erkennen und zu behandeln. Neben dem Gewinn für die persönliche Gesundheit leistet Prävention auch einen wichtigen Beitrag, um Erwerbsminderungen zu verhindern.“ Als Voraussetzung sieht Jens Spahn die systematische, kluge Analyse von Daten. Auch Dr. Johannes Zwick forderte: „Ein engerer Datenaustausch ermöglicht Patienten, schneller und effektiver zu genesen – das verkürzt den Weg zurück in den Beruf. Für Ärzte, Therapeuten und Mitarbeiter des Gesundheitswesens minimiert der Austausch Risiken und entbürokratisiert den Arbeitsalltag.“

Reha lohnt sich

In einer regen Diskussion äußerten sich anschließend Vertreter der Deutschen Rentenversicherung (DRV) sowie der Krankenkassen. Brigitte Gross, Direktorin der DRV Bund, sagte: „Die Zahlungen von Erwerbsminderungsrenten können durch erfolgreiche Rehabilitationsmaßnahmen deutlich reduziert werden.“ Sie antwortete auf die Frage, ob sich Reha lohne, klar: „Ja!“ Werner Krempl, Erster Direktor und Geschäftsführer der DRV Nordbayern, sieht das Präventionsgesetz aus dem Juli 2015 als ersten großen Schritt. Er sagte in Bad Füssing: „Die Nachhaltigkeit der Reha-Maßnahmen nimmt dadurch spürbar zu. Jetzt sollte jedoch auch finanziell nachgezogen werden, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.“

Prävention garantiere ein funktionierendes Gesundheitssystem im Blick auf den demografischen Wandel. Das betonte Dr. Ralf Langejürgen, Leiter der Landesverbandvertretung des Verbands der Ersatzkassen. Und Dr. Irmgard Stippler, Vorsitzende des Vorstandes der AOK Bayern, forderte verbesserte Digitalisierung: „So können wir eine optimale Versorgung sichern und die Erwerbstätigkeit möglichst lange gewährleisten. Dafür müssen Zuweiser, Kostenträger und Leistungserbringer enger vernetzt werden.“ Dr. Johannes Zwick ergänzte: „Es geht ja nicht nur darum, möglichst lange zu arbeiten, um das System zu erhalten. Sondern auch um die Art und Weise: gesund, motiviert, körperlich und mental leistungsfähig; damit zufrieden und erfolgreich. Das ist entscheidend für die Menschen.“

Die Reha-Branche gilt neben der Akutversorgung und der Altenpflege als dritte große Säule des deutschen Gesundheitssystems. Über eine Million Patienten werden pro Jahr in 1.150 Rehakliniken nach Operationen, Schlaganfall oder aufgrund chronischer oder psychosomatischer Erkrankungen versorgt. Die Johannesbad Gruppe gehört zu den Top-10-Rehaanbietern in Deutschland.

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