Gruppenplatz.de unterstützt die psychotherapeutische Weiterversorgung 

Veröffentlicht am 27.04.2021 09:11 von Redaktion rehanews24

Die psychischen Folgen der Corona-Krise in der Bevölkerung können zurzeit noch nicht genau vorhergesagt werden. Sicher ist nur, dass der Bedarf an psychotherapeutischer Betreuung im Rahmen der ambulanten Versorgung in Deutschland exponentiell steigen wird. Den schon jetzt warten psychisch Erkrankte bis zu fünf Monate auf einen Therapieplatz. Eine Option, mehr Betroffene zu versorgen und Wartezeiten zu verkürzen, sind Gruppentherapien. 

Die Gruppentherapie bietet Wirkfaktoren, die es im Einzelsetting nicht gibt, beispielsweise die Gruppen-Kohäsion und das Entwickeln gemeinsamer Lösungsstrategien. Die Gruppe hat darüber hinaus ein besonderes Potential, Menschen aus sozialer Isolation herauszuführen. Sie gibt die Möglichkeit, trotz großer Unterschiede in Auffassungen und Problemen Gemeinsamkeit und Verbundenheit zu erfahren. 

Mit Gruppen die Wartezeiten verkürzen
Die Gruppe stellt eine effektive Möglichkeit zur Beschleunigung des Zugangs zu einer erforderlichen Psychotherapie dar und trägt damit zur Verkürzung der Wartezeit bei (vgl. Härtling; Hoyer, 2018). Zahlreiche Studien zeigen die eindeutige Überlegenheit der Gruppentherapie gegenüber Wartelisten und unspezifischen Behandlungsmethoden (vgl. Strauß, 2017). 

Ein Ausbau der Gruppenpsychotherapie hätte somit einen Mehrwert für die ambulante psychotherapeutische Versorgung. Würden alle von der KV zugelassenen Psychotherapeut*innen mit Gruppenqualifikation Gruppen anbieten, könnten 280.000 psychisch Erkrankte zusätzlich versorgt werden (bei 8 Gruppen à 6 Klienten*innen pro Jahr). 

Leider werden ambulante Gruppentherapien bislang seltener von Psychotherapeut*innen angeboten, als Einzeltherapien. Zurzeit haben ein Fünftel der tätigen Psychotherapeut*innen mit Kassensitz die notwendige Gruppenqualifikation. Von diesen Psychotherapeut*innen bieten aber nur ca. 300 eine Gruppe an. Der Grund hierfür ist oftmals, dass die Organisation einer Gruppe mit einem höheren zeitlichen und administrativen Aufwand verbunden ist als die Koordination von Einzeltherapien (vgl. Kruse, Herzog, 2012). 

Auf Gruppenplatz finden Sie alle Infos auf einen Blick
Die Aufgabe ist es also, die ambulante Gruppenpsychotherapie bei den Akteuren bekannter zu machen und die Organisation zu vereinfachen. Die Website gruppenplatz.de schafft hier eine digitale Lösung. 

Über eine Umkreissuche unterstützt gruppenplatz.de beim Auffinden einer Gruppe – und erleichtert Psychotherapeut*innen die Organisation und Steuerung der Anfragen. 

So können Suchende direkt über die aktuellen Verfügbarkeiten informiert werden und digital anfragen, ohne anrufen zu müssen. Anders als bei anderen Plattformen kann der oder die Psychotherapeut*in auch „Keine Aufnahme möglich“ einstellen, um die Anfragen zu steuern. So sieht der Suchende auf einen Blick, wo er anfragen kann und spart sich auch zahlreiche Anrufe (Datensparsamkeit). 

Von den Informationen, wie Gruppenzeiten oder Indikation profitieren Suchende und Psychotherapeut*innen. So erhalten Psychotherapeut*innen passendere Anfragen und Suchende sparen sich durch die digitale Anfragemöglichkeit den Anrufbeantworter. Alle Parteien sparen Zeit und Frustration. 

Die Angebote auf Gruppenplatz wachsen kontinuierlich und es lohnt sich, immer mal wieder vorbeizuschauen. 

Am 06.11.2021 veranstaltet gruppenplatz.de eine Online-Workshoptagung. Wenn Sie diese interessiert, senden Sie einfach eine E-Mail an info@gruppenplatz.de und erhalten weitere Informationen. 

Gemeinsam stärker sein!

Ansprechpartnerinnen
Sonja Schmalen & Christina Tillmann
www.gruppenplatz.de
info@gruppenplatz.de
0221 588 30 874

Quellen

  • BARGRU Studie https://vpp.org/meldungen/20/201130_bag-fachtag.html (Stand März 2021)
  • Kruse, J; Herzog, W (2012): Zur ambulanten psychosomatischen/psychotherapeutischen Versorgung in der kassenärztlichen Versorgung in Deutschland – Formen der Versorgung und ihre Effizienz
  • TK – Anteil der Einzel- und Gruppentherapien in der ambulanten Versorgung (Stand Oktober 2020) 
  • Härtling, S.; Hoyer, J. (2018). Panik-, Angst- und Zwangsstörungen. In: Strauß, B.; Mattke, D. (Hrsg.). In: Gruppenpsychotherapie, 2. Auflage. Berlin: Springer Nature, S. 227–238.
  • Strauß, B. (2017). Geteiltes Leid: Behandlungen in der Gruppe helfen bei vielen psychischen Störungen ebenso gut wie Einzeltherapie. Gehirn & Geist, 2017 (8), S. 70–73.
  • Jank, R.; Pieh, C. (2016). Effektivität und Evidenz von Gruppenpsychotherapie bei depressiven Störungen. Psychotherapie Forum, 21 (2), S. 62–71.
  • Burlingame, G. M., Svien, H.; Hoppe, L.; Hunt, I.; Rosendahl, J. (2020). Group therapy for schizophrenia: A meta-analysis. Psychotherapy (Chicago, Ill.), 57 (2),
    S. 219–236.
  • Strauß, B.; Burlingame, G. M.; Rosendahl, J. (2020). Neue Entwicklungen in der Gruppenpsychotherapieforschung – ein Update. Psychotherapeut, online veröffentlicht: 23. Mai 2020. Berlin: Springer Nature.

 

Quelle: Gruppenplatz.de, 27.04.2021

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