Gesundheitszentrum Oberammergau: Am Puls der Zeit

Veröffentlicht am 12.04.2022 22:29 von Redaktion rehanews24

„Am Puls der Zeit bleiben“, darin sieht Chefarzt Dr. med. Armin Rosenberger eine ganz wichtige Aufgabe der kardiologischen Abteilung des Gesundheitszentrums Oberammergau.
Foto: Simon Bauer Photography

Kardiologische Abteilung Partner der Uniklinik Augsburg bei Forschungsprojekt

Oberammergau. Die kardiologische Abteilung des Gesundheitszentrums Oberammergau unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Armin Rosenberger ist Partner des Forschungsprojekts der Uniklinik Augsburg „Interdisziplinäre und sektorenübergreifende Versorgung in der Herzchirurgie am Beispiel von minimal-invasiven Herzklappeneingriffen – Increase“. Das Projekt hat die schnellere Genesung und verbesserte Lebensqualität von Patientinnen und Patienten nach einer Herzklappenoperation zum Ziel.

„Am Puls der Zeit bleiben“, darin sieht Chefarzt Dr. Armin Rosenberger eine ganz wichtige Aufgabe der kardiologischen Abteilung des Gesundheitszentrums Oberammergau. Das bedeutet für ihn, einen engen Kontakt zur Uni Augsburg und speziell zu Prof. Dr. Evaldas Girdauskas, Direktor der Klinik für Herz-Thorax-Chirurgie des Universitätsklinikums Augsburg, zu pflegen. Kommen doch zwei Drittel der kardiologischen Patienten des Gesundheitszentrums Oberammergau aus dem Universitätsklinikum Augsburg. Aus diesem Grund ist die Freude in Oberammergau groß, Teil des Increase-Projekts geworden zu sein.

Das Projekt Increase steht für ein Therapiekonzept, das den gesamten Zeitraum vor, während und nach Herzklappen-Eingriffen, die minimal-invasiv vorgenommen werden, umfasst. Die Patienten werden bereits vor der stationären Aufnahme ins Krankenhaus gezielt auf die Herzoperation vorbereitet und nach dem Eingriff schnell mobilisiert. Bereits fünf Tage nach der OP werden sie „in die Reha“ verlegt. „Die Abteilung für Kardiologie will zusammen mit der Universitätsklinik Augsburg den wissenschaftlichen Beweis antreten, dass durch das Increase-Konzept Patienten mit Herzklappenoperation schonender, selbstbestimmter und vor allem deutlich schneller wieder auf den Beinen sind“, betont Dr. Rosenberger.

Increase bedeutet für die kardiologische Abteilung des Gesundheitszentrums Oberammergau eine große Herausforderung und Verantwortung. Es hieß, durch ein speziell geschultes Mitarbeiter-Team Strukturen zu schaffen, um den Ansprüchen an die Reha gerecht zu werden, z. B. durch zusätzliche interdisziplinäre Sprechstunden, Wundtherapie und Schmerztherapie. Von Anfang an wird der Patient in eine aktive Rolle begleitet. „Durch die frühe Übernahme und Komplexbehandlung bereits ab Tag 5 erfolgt keine weitere muskuläre Dekonditionierung. Im Gegenteil, am Ende der Reha ist der Behandlungsfortschritt der Increase-Patienten fast doppelt so hoch als in der Standardversorgung“, betont Dr. Rosenberger.

Den ersten Patienten in der Abteilung für Kardiologie konnte Chefarzt Dr. Rosenberger Anfang Februar 2022 begrüßen. Mittlerweile sind weitere Patienten erfolgreich behandelt worden. Dr. Rosenberger sieht zuversichtlich in die Zukunft. Er ist überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich diese Behandlungsmethode durchgesetzt hat und fest etabliert ist. „Die Berufung zum Increase-Projektpartner ist eine Würdigung unserer kardiologischen Abteilung, für die wir sehr dankbar sind“, betont Dr. Rosenberger. „Zusätzlich bedeutet wissenschaftliche Arbeit einen Attraktivitätsfaktor nicht nur für Zuweiser, sondern auch für Mitarbeiter. Wir erhoffen uns durch solche Projekte auch einen Impuls zur Gewinnung von weiteren Fachkräften“, ergänzt Geschäftsführer Christian Loth.

Quelle: Gesundheitszentrum Oberammergau, 05.04.2022

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