Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Psychotherapeutenausbildung – Stellungnahme des Fachverbandes Sucht e.V.

Veröffentlicht am 04.02.2019 22:02 von Redaktion RehaNews24

Der Bereich der medizinischen Rehabilitation ist von einer Gesetzesänderung der Psychotherapeuten*innenausbildung maßgeblich betroffen, da zum einen insbesondere die Indikationsbereiche „Psychische Erkrankungen“ und „Abhängigkeitserkrankungen“ nicht nur wichtige Arbeitsfelder für Psychotherapeuten darstellen, sondern zum anderen die Psychotherapie auch ein wesentliches Behandlungselement der Rehabilitation ist. Auch volkswirtschaftlich gesehen handelt es sich bei Personen mit psychischen und Abhängigkeitserkrankungen um eine bedeutsame Gruppe in unserer Gesellschaft.

In der medizinischen Rehabilitation bei Abhängigkeitsstörungen (substanz- und substanzungebundene Formen) hat sich die psychotherapeutische Behandlung sowohl im stationären wie im ambulanten Setting seit Jahrzehnten bewährt und trägt entscheidend zum – auch im internationalen Vergleich – hohen Behandlungserfolg bei. Dies berücksichtigend sehen die mit den Leistungsträgern (Deutsche Rentenversicherung) vereinbarten Sollstellenpläne den Einsatz einer ausreichenden Zahl  ärztlicher und psychologischer Psychotherapeuten mit Approbation vor.

Des Weiteren können die Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation bei Vorliegen der erforderlichen  Voraussetzungen im Ausbildungssektor für ärztliche und psychologische Psychotherapeuten einen wesentlichen  Anteil an vorgesehener Wissensvermittlung und praktischer Tätigkeit während der Ausbildung abdecken. Gerade bei Abhängigkeitserkrankungen liegen  hohe Komorbiditätsraten an weiteren psychischen Störungen vor, das breite Indikationsspektrum hat daher sicherlich positive Effekte für die Auszubildenden. Damit werden die so tätigen Einrichtungen auch der gesellschaftlichen Verpflichtung und der fachlichen Anforderung gerecht, spätere, in Niederlassung tätige Psychotherapeuten ausreichend auf das Gesamtspektrum psychischer Störungen vorzubereiten, mit einem zusätzlich besonders geschulten klinischen Blick und einem guten Repertoire an geeigneten Interventionsmethoden bezogen auf die verbreiteten  Abhängigkeitsstörungen.

Aus diesem Engagement heraus nimmt der Fachverband Sucht e.V. Anteil an der Reformierung und Weiterentwicklung der Aus- und Weiterbildung für Psychotherapeuten*innen.u entnehmen. Näheres finden Sie hier als pdf: Stellungnahme

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