DMSG-Kontaktgruppe Osnabrück besucht Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen

Veröffentlicht am 03.12.2021 22:51 von Redaktion rehanews24

Bild: Verwaltungsdirektor Philipp Herzog (links) begrüßt MS-Betroffene aus dem Großraum Osnabrück im Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen Bildrechte: Dr. Becker Klinikgruppe

Bei chronischen Leiden wie der Multiplen Sklerose wirken regelmäßige Reha-Aufenthalte positiv auf den Langzeitverlauf. Um den MS-Patienten/innen bei der zum Teil sehr unterschiedlich verlaufenden Erkrankung passende Konzepte bieten zu können, pflegt das Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen Kontakt zu Multiple Sklerose Selbsthilfe- und Kontaktgruppen. An einem Informationsnachmittag unter 2 G-Bedingungen fand vorletzte Woche ein reger Austausch statt.

Bad Essen 03.12.21: Am Donnerstag, den 18.11.21 veranstaltete das Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen einen Informationsnachmittag für die Osnabrücker Kontaktgruppe von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). Verwaltungsdirektor Philipp Herzog begrüßte die 13 MS-Betroffenen – davon einige Selbsthilfegruppenleiter/innen – aus dem Großraum Osnabrück und stellte Ihnen das Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen vor. Die Bad Essener Rehaklinik hat mit ihrer Spezialisierung auf neurologische Rehabilitation auch jahrelange Expertise zu der chronischen Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose. „Die Klinik pflegt seit Jahren einen guten Kontakt zu regionalen MS-Selbsthilfe- und Kontaktgruppen sowie zur Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft. Wir freuen uns, den MS-Patienten als kompetenter Ansprechpartner zur Behandlung ihrer Erkrankung zur Seite zu stehen,“ beschreibt Philipp Herzog das Verhältnis. Die Veranstaltung fand unter 2-G-Regeln statt.

Robot-gestütztes Gangtraining, Arm- und Handrehabilitation: Klinikeigene Sonderprogramme vorgestellt
Bei einer Klinikführung mit Verwaltungsdirektor Philipp Herzog erhielten die Besucher/innen u. a. Einblicke in die Medizinische Trainingstherapie sowie Erläuterungen zu weiteren Sonderprogrammen des Dr. Becker Neurozentrums Niedersachsen. Diese können für Patienten/innen mit Multipler Sklerose hilfreich sein, wenn sie nach einem Schub unter Beeinträchtigungen leiden. Das Vector Gait & Safty-System etwa ist ein innovativer robotorgestützter Gangtrainer, der deutschlandweit bisher nur in sehr wenigen Einrichtungen verfügbar ist. Damit können Patienten/innen selbst mit stark eingeschränkter Gehfähigkeit das freie Gehen üben und Muskeln aufbauen. Zur Arm-, Hand- und Schulterrehabilitation kommen der Neofect Smart Glove und der Armeo-Spring zum Einsatz.

Besucher/innen sprechen mit Chefarzt und Sozialdienst
Der Informationsnachmittag stand ganz im Zeichen des Austauschs. So konnten die Betroffenen nach dem Vortrag „Multiple Sklerose – neue Erkenntnisse zu Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten“ von Prof. Dr. med. Tobias Leniger direkt ins Gespräch mit dem Facharzt für Neurologie und Chefarzt des Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen gehen.

Da viele MS-Patienten/innen während oder nach der Reha Beratungsbedarf zu sozialen Fragen haben – z. B. wie sie Hilfsmittel beantragen können oder zurück ins Arbeitsleben finden – trafen sie am Nachmittag auf eine Vertreterin des klinikeigenen Sozialdienstes. Philipp Herzog erläutert: „Es ist sehr wichtig für uns zu wissen, wo die Bedürfnisse der Patienten liegen. Aus diesem Grund haben wir auch eine Mitarbeiterin von unserem Sozialdienst, Frau Irina Kalmbach, eingeladen.“ Damit sollten die MS-Patienten/innen Gelegenheit bekommen, Sorgen und Erfahrungen im Zusammenhang mit einer medizinischen Reha mitzuteilen. „Für uns sind diese Informationen aus erster Hand sehr gewinnbringend“, erklärt Irina Kalmbach. Davon können wir als Mitarbeitende des Sozialdienstes in unseren künftigen Beratungen profitieren, indem wir auf bestimmte Fragen vorbereitet sind oder Wissenslücken kennen.“ Herzog ergänzt, dass vielen Erkrankten nicht bewusst sei, dass sie mit der entsprechenden medizinischen Begründung eine erneute stationäre Reha in Anspruch nehmen können, auch wenn die sonst übliche Vierjahresfrist noch nicht abgelaufen ist. „Die Mitarbeitenden des Sozialdienstes oder unseres Dr. Becker Antrags-Services können helfen, eine Rehabilitation zu beantragen.“

Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen
Das 2009 eröffnete Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen bietet, basierend auf den neuesten Erkenntnissen der Neurowissenschaften, Rehabilitation auf höchstem internationalem Niveau. Eine Rehabilitation ist möglich bei sämtlichen neurologischen Krankheitsbildern, allen voran bei dem Schlaganfall, aber auch nach neurochirurgischen Eingriffen oder langen intensivmedizinischen Behandlungen mit neurologischen Komplikationen. Dabei ist das Therapieangebot nicht nur auf die Verbesserung neurologischer Funktionsstörungen, sondern insbesondere auf die Wiedererlangung verlorener Alltagskompetenzen ausgerichtet. Aber auch Rehabilitanden außerhalb des erwerbsfähigen Alters werden im Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen nachhaltig rehabilitiert. Seit der Eröffnung neuer Therapieflächen im Oktober 2016 stehen auf mehr als 1.400 Quadratmetern Fläche Einzelphysiotherapieräume, eine großzügige Medizinische Trainingstherapie (MTT), eine teilbare Multifunktionshalle mit Boulderwand und ein Bewegungsbad zur Verfügung. Zudem wurde ein HydroJet installiert. Die MTT weist einen Lokomotionsbereich, einen Bereich für funktionales Training und einen Kardio-Fitness-Bereich auf. In der Multifunktionshalle werden umfangreiche Gruppen-/Sporttherapien auch für anspruchsvolle Trainingsformen angeboten. Besonders erwähnenswert ist das in Deutschland bisher nur sechsmal installierte Vector Gait & Safety System für ein intensives Einzel-Gangtraining. Insgesamt stehen 135 Behandlungsplätze zur Verfügung. Weitere Informationen unter www.dbkg.de/nzn

Quelle: Dr. Becker Klinikgesellschaft, 03.21.2021

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