Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft – hohe Erwartungen, aber auch große Verunsicherung?

Veröffentlicht am 03.07.2019 09:10 von Redaktion RehaNews24

oBerlin – 02.07.2019 – 11. BVBG-Veranstaltung am 28. Juni 2019 im KARL STORZ Besucher- und Schulungszentrum BerlinDigitalisierung bedeutet für das Gesundheitswesen eine Transformation von Prozessen und Geschäftsmodellen. Wie nehmen uns Big Data und Algorithmen Entscheidungen ab? Und können sie das überhaupt? Diese Fragen beschäftigten die Beschaffungsinstitutionen in der Gesundheitswirtschaft auf ihrer Jahrestagung 2019.

Rund 70 Teilnehmer trafen sich in Berlin um die Digitalisierung und deren Auswirkungen im Gesundheitswesen zu diskutieren. Adelheid Jakobs-Schäfer, stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes der Beschaffungsinstitutionen in der Gesundheitswirtschaft e. V. (BVBG) sowie Generalbevollmächtigte Einkauf und Logistik der Sana Kliniken AG, eröffnete in Vertretung von Anton J. Schmidt, Vorstandsvorsitzender des BVBG sowie Vorstandsvorsitzender der P.E.G. Einkaufsgenossenschaft eG, die 11. BVBG-Jahrestagung. „Grundsätzlich wird die Digitalisierung von den Menschen als nützlich wahrgenommen, obwohl gleichzeitig viele nach mehr staatlicher Regulierung rufen“, erklärte Adelheid Jakobs-Schäfer und verwies dabei auf eine gerade veröffentlichte Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Wie die Digitalisierung in den nächsten Jahren das Gesundheitswesen verändern und beeinflussen wird, beschrieb Dr. Henrik Matthies, Managing Director des „health innovation hub“ (hih) in seinem Beitrag. Ziel des hih sei es, dafür zu sorgen, dass die Chancen der digitalen Medizin die Versicherten erreichten, so Dr. Matthies. Um dies sicherzustellen, arbeiten zehn erfahrene Experten aus den Bereichen der ambulanten und stationären Medizin, Big Data, KI, Digital Health sowie Interoperabilität bis Ende 2021 an der Umsetzung.

Dass die Robotik als Chance für eine bessere Gesundheitsversorgung dienen kann, verdeutlichte Prof. Dr. Tim Lüth, Institute of Micro Technology and Medical Device Technology (MIMED) der TU München. Mit eigenen Unternehmen produziert und lizensiert er Medizintechnik für namhafte Firmen. Er stellte Einsatzmöglichkeiten in der Medizin vor und betonte: „Robotik ist keine Verarbeitung und Nutzung von Information, sondern die physikalische Unterstützung in der Gesundheitsversorgung.“

Als eine ultimative Herausforderung für die Medizin sah Dr. Michael Meyer, Vice President Siemens Healthineers, die Digitalisierung und KI. Er forderte eine Überwindung aller Partikularinteressen der einzelnen Akteure. Künstliche Intelligenz könne dazu beitragen Medizin präziser zu machen, Behandlungspfade zu optimieren, um somit zum Assistenten des Arztes zu werden, so Dr. Meyer.

Welche Konzepte Versicherungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung haben, machte Markus Schäfer, Prokurist Ecclesia Gruppe deutlich. Er zeigte Möglichkeiten des Versicherungsschutzes beim Einsatz von digitaler Medizintechnik auf.

Der BVBG unterstützt die Tätigkeit von Beschaffungsinstitutionen in der Bundesrepublik Deutschland zur Förderung und Optimierung der Gesundheitsfür- und Vorsorge. Ziel des Verbandes ist es, die Qualität, Patientensicherheit und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen zu erhalten und zu verbessern.

 

Quelle: gesundheit-adhoc.de, 03.07.2019

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