Die Zukunft der MBR – Chancen für Inklusion & Arbeitsmarkt nicht ungenutzt lassen

Veröffentlicht am 25.03.2022 21:03 von Redaktion rehanews24

Die Medizinisch-berufliche Rehabilitation (MBR) kombiniert Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und Leistungen zur beruflichen Rehabilitation. Auch schwer beeinträchtigten Menschen hilft diese kombinierte Rehabilitationsform, ein möglichst selbständiges Leben zu führen und den (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben zu meistern. Gerade junge Menschen sind aufgrund ihrer Behinderung auf maßgeschneiderte Angebote der beruflichen Eingliederung angewiesen. 

Dienstag, 5. April 2022, 13.30 bis 15 Uhr im BDH-Zentrum Vallendar in der BDH-Klinik Vallendar, Heerstraße 54a, 56179 Vallendar 

Viele von ihnen, die im BDH-Zentrum Vallendar eine MBR absolviert haben, können Erfolgsgeschichten erzählen. So sind die vier Absolventeninnen und Absolventen der „Fachpraktiker*in für Hauswirtschaft“ des Jahres 2021 aktuell in einem Beschäftigungsverhältnis.

Die Auszubildenden finden in der Regel eine bezahlte Arbeit, leben in eigener Wohnung und nicht wenige gründen eine Familie. Gibt man ihnen diese Chance einer individuell angepassten berufs- und sozialpädagogischen sowie therapeutisch-medizinischen Betreuung, haben sie eine positive Prognose, mit Unterstützung wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Nur die Medizinisch-berufliche Reha bietet eine interdisziplinär begleitete Diagnose mit Facharzt, neuropsychologischem Dienst und therapeutischem Team, die ein Ziel der Maßnahme und damit die Erfolgsrichtung eindeutig bestimmt.

Trotz eindeutiger Stellungnahmen und Studien zur Belegung der Notwendigkeit einer Einrichtung wie der MBR sind die Kostenträger im Zeitalter der Inklusion sehr zurückhaltend. Wieso ist dem so?

Die MBR erfolgreich machen
Die Sicherung der Zukunft der MBR braucht dringend vereinte Kräfte. Sie bleibt notwendig, um die Chancen für den Arbeitsmarkt und das uneingeschränkte und nicht verhandelbare Recht auf Teilhabe von Menschen mit Behinderung laut UN-Behindertenrechtskonvention zu sichern.

In der BDH-Klinik Vallendar wird seit Anfang 1983 eine durchgehende Rehabilitation bis zur beruflichen Eingliederung für Menschen mit hirnbedingt schweren Leistungseinschränkungen bis zu Behinderungen wie Autismus und Multipler Sklerose geleistet. Welche Weichen hier gestellt wurden, können Sie beim Pressegespräch mit MBR-Experten, Klinikvertretern und einem der Kostenträger für Rehabilitation, der Arbeitsagentur, erfahren.

Bei einem Besuch der Metall- und Holzwerkstätten bekommen Sie einen unmittelbaren Praxiseinblick in die Reha-Ausbildung und können selbst mit einem Azubi und seinen Ausbildern ins Gespräch kommen.

Diskutiert werden anschließend unter anderem diese Fragen: 

Wie bewerten MBR-Experten aus Vallendar und einer der wichtigsten Kostenträger – die Arbeitsagentur – die Zukunft der MBR? Welche Chancen bieten sich auf dem Arbeitsmarkt auch unter den Bedingungen des Fachkräftemangels? Welche Herausforderungen sind dafür zu stemmen? Was kann getan werden, um die MBR zukunftssicher zu machen? 

Und natürlich Ihre Fragen! Ihre Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner vor Ort: 

Uli Schmidt, Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz, Sprecher des Forums „Soziale Gerechtigkeit“
Thilo Knopp, Reha-Teamleiter der Arbeitsagentur Koblenz-Mayen
Lothar Lehmler, 2. Stellvertretender Vorsitzender des BDH Bundesverband Rehabilitation
Thomas von Kessel, Geschäftsführer der BDH-Klinik Vallendar
Birgit Heider-Neideck, Leiterin der Medizinisch-Beruflichen Rehabilitation
Marius Windmeier, Auszubildender

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme! Gerne stehen wir Ihnen im Vorfeld für Ihre Fragen zur Verfügung. Für unsere Planungen unter Coronabedingungen bitten wir um eine kurze Nachricht per Telefon oder E-Mail, ob Sie kommen können. 

 

Quelle: BDH Bundesverband Rehabilitation e.V., 25.03.2022

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