Deutsche Rheuma-Liga: 50 Jahre in Bewegung Aktiv in der Politik für sich und andere

Veröffentlicht am 30.11.2020 12:45 von Redaktion rehanews24

Die Deutsche Rheuma-Liga feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Mit der Veröffentlichung des dritten Jubiläumsfilmes “Engagement für sich und andere” weist der Verband auf seine erfolgreiche politische Arbeit hin. “Wir als Rheuma-Liga sind in der Politik sehr aktiv – schreiben Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben und machen Termine mit Politikern -, damit sich die Gesetze im Sinne der Patienten verändern. Dabei ist es für uns wichtig, dass bei der politischen Interessenvertretung die Betroffenen selbst den Politikern ihre Anliegen nahe bringen. Unsere Arbeit ist davon gekennzeichnet, dass der Verband selbst Betroffene in der Vertretung der Interessen aller Rheumakranken unterstützt und Schulungen dafür anbietet”, sagt Marion Rink, die Vizepräsidentin der Deutschen Rheuma-Liga. Der Verband engagiert sich in der Gesundheits- und Sozialpolitik, um die Interessen der 17 Millionen chronisch rheumakranken Menschen in Deutschland wirksam zu vertreten. Die Ziele waren und sind: die Verbesserung der medizinischen Versorgung, die soziale Sicherung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft der Betroffenen, die Erweiterung der Patientenrechte.

Die Rheuma-Liga bezieht politisch Stellung
Weder in den Gründungsjahren noch heute ist es selbstverständlich, dass Rheumabetroffene die bestmögliche Therapie erhalten. Umso wichtiger war und ist der politische Einsatz der Rheuma-Liga. Sie erreichte in den 1970ern, dass sich der Bundestag erstmals mit der Situation Rheumabetroffener beschäftigte. “Die Bundesregierung ließ 1980 dann einen Rheumabericht erstellen. Er war die Grundlage zur Verbesserung der Versorgung. Unter anderem wurden Modellprojekte zur wohnortnahen Versorgung durchgeführt und später die regionalen Rheumazentren aufgebaut”, erklärt Ursula Faubel, Geschäftsführerin der Deutschen Rheuma-Liga. Ein Erfolg aus der jüngeren Geschichte waren die Verhandlungen zur Bedarfsplanung im G-BA. Mit dieser Planung wird der Versorgungsbedarf für alle Facharztgruppen und Regionen festgelegt. Die Rheuma-Liga hat hier über viele Jahre konsequent auf den Mangel an Rheumatologen aufmerksam gemacht, den die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. im niedergelassenen Bereich mit 600 fehlenden Rheumatologen beziffert. Bei der Neufassung der Bedarfsplanungsrichtlinie wurde erreicht, dass sich rund 100 zusätzliche Rheumatologen niederlassen dürfen.

Rheuma-Liga: Macht die Stimme der Betroffenen hörbar
Alle vier Jahre – im Vorfeld der Bundestagswahlen – erstellt der Verband einen Aktionsplan. “Er ist die Grundlage für unsere politischen Aktivitäten und wird unter Beteiligung Betroffener und Fachexperten geschrieben”, so Faubel. Diese Aktivitäten sind in den letzten Jahren immer umfangreicher, wichtiger und herausfordernder geworden. “Wir beziehen überall Stellung, wo rheumakranke Menschen von den Gesetzesvorhaben und Verordnungen der Bundesregierung besonders betroffen sind. In den letzten beiden Jahren waren das zum Beispiel der Entwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG), der Entwurf des Gesetzes für Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) sowie der Entwurf des Digitale-VersorgungGesetzes (DVSGO). 2020 hat sich die Rheuma-Liga im Zuge der Diskussionen über die Grundrente dafür eingesetzt, dass auch für Menschen mit rheumatischen und anderen chronischen Erkrankungen die Rentenleistungen verbessert werden”.

Filmischer Einblick in die politische Arbeit der Rheuma-Liga
Um anlässlich des 50-jährigen Jubiläums und am Beispiel des politischen Einsatzes einen authentischen Einblick in die Arbeit der Rheuma-Liga zu geben, veröffentlicht der Verband heute den Film “Engagement für sich und andere”. Der Film ist der Dritte aus einer Werkreihe von sechs Jubiläums-Videoclips. Er zeigt die Entwicklung der politischen Arbeit und das Engagement des Verbandes sowie der Ehrenamtler, die sie übernehmen.

 

Quelle: presseportal.de, 30.11.2020

 

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