„Das Herz ist ein psychosomatisches Organ“

Veröffentlicht am 23.02.2020 22:38 von Redaktion RehaNews24

Die Dr. Becker Klinik Möhnesee ist eine von nur drei Reha-Einrichtungen in Deutschland, die auf Psychokardiologie spezialisiert ist und Betroffenen die Möglichkeit einer psychokardiologischen Behandlung im Rahmen ihrer Rehabilitation bietet.
Bildrechte: Dr. Becker Klinikgruppe

Passend zum Valentinstag hat die Dr. Becker Klinik Möhnesee am 14. Februar eine Fachtagung zur Psychokardiologie veranstaltet. Rund 100 Teilnehmer/innen aus Medizin und Therapie kamen in die auf kardiologische, psychosomatische und psychokardiologische Reha spezialisierte Klinik, um sich vor Ort intensiv über die Wechselwirkung von Seele und Herz und die neuesten Therapiemethoden zu informieren.

Möhnesee, 20.02.2020: Dass hinter Redewendungen wie „Das Herz ist der Sitz der Seele“ mehr steckt als bloß leere Phrasen, haben wissenschaftliche Studien in den letzten Jahren nachgewiesen: Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Erkrankungen der Psyche und des Herzens. Wie genau dieser aussieht, damit beschäftigt sich seit rund 20 Jahren die sogenannte Psychokardiologie. Das Wissen und Erfahrung aus Psychologie, Psychotherapie, Kardiologie, Herzchirurgie, Neurobiologie, Sozialwissenschaften und anderen Fachbereichen fließen hier zu einer Disziplin zusammen.

„Das Herz ist ein psychosomatisches Organ. Das wird immer wieder deutlich: Vor einer Herztransplantation beispielsweise fragen sich viele Patienten, ob sich ihr Wesen durch den Eingriff verändern wird. Zudem sprechen wir von einem ‚gebrochenen Herzen‘, wenn wir Kummer haben“, sagt Dr. med. Markus Borries, Leitender Arzt der Psychokardiologie in der Dr. Becker Klinik Möhnesee. „Als Verknüpfung von Kardiologie und Psychosomatik hilft uns die Psychokardiologie dabei, den Einfluss menschlichen Denkens und Fühlens auf das Herz-Kreislauf-System besser zu verstehen und Betroffenen schließlich eine bestmögliche Behandlung zu bieten.“

Fachtagung in der Dr. Becker Klinik Möhnesee mit 100 Gästen
Die Dr. Becker Klinik Möhnesee ist eine von nur drei Reha-Einrichtungen in Deutschland, die auf Psychokardiologie spezialisiert ist – und Betroffenen die Möglichkeit einer psychokardiologischen Behandlung im Rahmen ihrer Rehabilitation bietet. Am 14. Februar 2020 hat die Einrichtung eine Fachtagung veranstaltet, um Experten/innen aus ganz Deutschland über neue Forschungsergebnisse und Therapiemöglichkeiten rund um die Psychokardiologie zu informieren. Namhafte Referenten, u. a. von der Charité Berlin, dem Herz- und Diabeteszentrum NRW und dem Reha-Zentrum Bad Dürrheim, stellten Fallbeispiele vor, sprachen über die Auswirkungen von Stress auf das Herz-Kreislaufsystem, Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) nach einem Herzinfarkt und darüber, welche Rolle auch die psychotherapeutische Betreuung von Angehörigen spielt.

Austausch wird fortgesetzt
Ich freue mich sehr, dass wir mit der Fachtagung auf so ein reges Interesse gestoßen sind“, sagt Dr. Borries. „Das bestätigt uns einmal mehr in der Annahme, dass die Psychokardiologie in Zukunft immer wichtiger und größer wird.“ Noch in diesem Jahr sei ein Sonderband über Psychokardiologie der Fachzeitschrift „Praxis klinische Verhaltenstherapie und Rehabilitation“ mit Beiträgen der Referenten geplant. Auch eine weitere Fachtagung sei bereits in Planung.

Dr. Becker Klinik Möhnesee
Die Dr. Becker Klinik Möhnesee ist auf kardiologische und psychosomatische Rehabilitation sowie psychosomatische Akutbehandlungen für Privatversicherte spezialisiert. Rund 2.700 Patienten/innen werden jährlich in der nordrhein-westfälischen Klinik auf höchstem medizinischem Niveau versorgt. Mit dem 2007 gegründeten Zentrum für Psychokardiologie gehört die Dr. Becker Klinik Möhnesee außerdem zu den Vorreitern dieser Spezialdisziplin der Medizin. Die Dr. Becker Klinik Möhnesee bietet Rehabilitationsleistungen für Patienten/innen aller Kassen und Rentenversicherer sowie für Privatpatienten/innen, Beihilfeempfänger/innen und Selbstzahler/innen an. www.dbkg.de/klinik-möhnesee

 

Quelle: Dr. Becker Klinikgruppe, 21.02.2020

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