Covid-19-Infektion – und was dann? Spezielles Therapiekonzept in der Maternus-Klinik

Veröffentlicht am 05.07.2021 22:14 von Redaktion rehanews24

Es hat sich in den letzten Monaten herausgestellt, dass viele Patienten, die sich mit Covid-19 infiziert haben, nicht nur pneumologisch erkrankt sind. Während des Krankheitsverlaufes können auch andere Organe betroffen sein mit entsprechenden Folgeerkrankungen, die ggfs. auch das Nervensystem erheblich schädigen können.

Insbesondere für Patienten mit anschließenden neurologischen Einschränkungen, bieten wir in der Maternus-Klinik im Rahmen einer Rehabilitationsmaßnahme ein spezielles Therapiekonzept, das einen schrittweisen Weg zurück in einen gesunden (Berufs-)Alltag ermöglicht.

Gravierende Folgen bei Covid-Patienten können ein notwendiger Langzeitaufenthalt auf der Intensivstation mit ggfs. erforderlicher Langzeitbeatmung sein. Hier kann es u.a. zu einer sogenannten Polyneuropathiekommen, d.h. es liegen Muskel-/Bewegungs-Einschränkungen zumeist in den unteren Extremitäten des Betroffenen vor. Ein Krankheitsbild, das wir schon seit langem in der Maternus-Klinik behandeln.

Aber auch die sich bei Covid-19-Erkrankung anschließenden möglichen Schluckstörungen, werden während der Rehamaßnahme bei uns in der Klinik im Rahmen einer logopädischen Therapie behandelt.

Die oft auftretenden Geruchs- und Geschmacksstörungen oder gar der komplette Verlust bei Covid-19-Patienten, erfordern spezielle ernährungsmedizinische Maßnahmen. Geschulte Ernährungstherapeuten und Diätassistenten erarbeiten gemeinsam mit dem Patienten ein Konzept, um den Genuss und die Freude am Essen und Trinken wiederzuerlangen und ggfs. auftretende Mangelerscheinungen zu beheben.

Oftmals einhergehende Erschöpfungszustände, generelle Muskelschwäche, verminderte Kraft und Belastbarkeit sowie anhaltende Atembeschwerden werden im Rahmen einer gezielten Sport- und Bewegungstherapie rehabilitiert. Inhalation, Ergometertraining, Bewegung im Wasser und an der frischen Luft sorgen hier für die Stabilisierung der Atemmuskulatur.

Ein Team aus Neuropsychologen unterstützt und behandelt die Patienten bei eventuellen neuropsychologischen Folgen der Erkrankung, wie Gedächtnis-, Konzentrations- und Antriebsstörungen. Bei psychischen Belastungen erfahren Betroffene Unterstützung und Beratung durch Psychologen und lernen durch spezielle Entspannungstechniken den Einstieg in ihren Alltag zurück.

Neben dem fachübergreifenden Expertenteam aus Medizinern und Therapeuten der verschiedenen Fachrichtungen innerhalb der Neurologie, profitieren die Patienten auch von unserem interdisziplinären Leistungsangebot mit den therapeutischen Angeboten der Fachabteilungen Orthopädie und Kardiologie.

 

Quelle: MATERNUS, 05.07.2021

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