Chancen zur Bewältigung sozialmedizinischer Folgen neurologischer Krankheiten

Veröffentlicht am 10.04.2019 21:41 von Redaktion RehaNews24

V.l.n.r.: Sabine Mützelburg, Dr. Karen Hemmrich, Dr. Helge Matrisch, Dr. Karsten Meyer-Wiethe und Dr. Angelika Nebe

Gut besuchte Fortbildungsveranstaltung der Deutschen Rentenversicherung im MEDICLIN Klinikum Soltau

Soltau, 10. April 2019. Über 70 Sozialmediziner aus ganz Deutschland nahmen an der dreitägigen Fortbildung „Neurologische Erkrankungen: Teilhabeleistungen und sozialmedizinische Beurteilung der erwerbsbezogenen Leistungsfähigkeit“ der Deutschen Rentenversicherung Bund im MEDICLIN Klinikum Soltau Ende März teil.

„Auch wenn die neurologischen Krankheitsbilder vermeintlich die gleichen sind, bestimmt doch die Aktualität der Diagnostik- und Therapieverfahren im positiven Sinn das Behandlungsergebnis und auch den Verlauf in nachfolgenden Rehabilitationsbehandlungen“, eröffnete Gastgeberin Dr. Karen Hemmrich, Deutsche Rentenversicherung Bund.

„Die adäquate Beurteilung der auch nach bester medizinischer Behandlung verbleibenden individuellen krankheitsbedingten Auswirkungen auf den Alltag der Rehabilitanden sind zentrale Aufgabe und Herausforderung bei der sozialmedizinischen Beurteilung.“

Im Zentrum der Fortbildung standen moderne Behandlungskonzepte von Störungsbildern wie Spastik, Parkinson-Syndrom oder Muskelerkrankungen sowie der häufigsten neurologischen Erkrankung, des Schlaganfalls. Die Experten tauschten sich auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und anhand klinischer Konzepte auch über Strategien bei der Behandlung der Multiplen Sklerose, Sprachstörungen (Aphasie) und seltener Rückenmarkserkrankungen aus. Dabei standen die krankheitsbedingten Auswirkungen auf den beruflichen Alltag der Betroffenen im Fokus.

In den Sitzungen zu „Neurologische Rehabilitation gestern und heute“,Degenerative Muskelerkrankungen und ihre sozialmedizinische Beurteilung“, „Interventionsmöglichkeiten und sozialmedizinische Einschätzung bei Spastik“ sowie „Schlaganfall – was ist neu in Reha und Beurteilung?“ wurde deutlich, dass die Behandlungskonzepte der Rehabilitationsmedizin parallel zu den Entwicklungen der Akutmedizin immer wieder anzupassen sind. Dazu gehört auch die Beurteilung der Krankheitsfolgen. Während vor 20 Jahren bereits die Diagnose einer chronisch neurologischen Erkrankung Anlass für eine vorzeitige Berentung war, ist heute die Fortsetzung der Berufstätigkeit häufig möglich.

Aufgrund des demografischen Wandels und des späteren Renteneintrittsalters ist die Herausforderung, innovative Rehabilitationskonzepte zu finden, damit Rehabilitanden wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können oder zumindest wieder Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten. Dabei ist auch abzuwägen, ob und in welchen Fällen Rehabilitationsmaßnahmen auch in kürzeren Abständen als der sogenannten Allgemeinen Wartefrist sinnvoll sein können.

„Unser gemeinsames Ziel ist es immer, Patienten mit neurologischen Erkrankungen eine möglichst weitreichende Selbstständigkeit und Teilhabe in Alltag und Beruf zu ermöglichen“, resümierte Dr. Alfons Meyer, Chefarzt der Neurologie am MEDICLIN Klinikum Soltau.

Einig waren sich die Teilnehmer: Dank moderner Therapieansätze gelingt es zunehmend besser, neurologische Funktionsstörungen erfolgreich zu behandeln. Damit eröffnen sich für Patienten wertvolle Chancen zur Bewältigung von Behinderungen und sozialmedizinischen Folgen neurologischer Erkrankungen. Dies veranschaulichten lebhaft beispielsweise Prof. Dr. Christian Dettmers (Konstanz) in seinem Beitrag zur Multiplen Sklerose, Dr. Ulrich Specht (Bielefeld) für die Epilepsien und Dr. Karsten Meyer-Wiethe (Soltau) in seinem Vortrag zum Schlaganfall.

 

Pressekontakt:
Anja Frohloff
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit NRW / Niedersachsen
MEDICLIN Klinik Soltau
Oeninger Weg 59
29614 Soltau
E-Mail: anja.frohloff@mediclin.de

 

Quelle: mediclin.de, 10.04.2019

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