Bund finanziert innovatives Modellprojekt der DRV Oldenburg-Bremen

Veröffentlicht am 25.10.2021 21:17 von Redaktion rehanews24

Oldenburg, den 25.10.2021 Die Teilhabechancen von Rehabilitand*innen sollen durch ein interaktives digitales Angebot gesteigert werden. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Oldenburg-Bremen führt ein weiteres Modellprojekt im Bundesprogramm “Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro” durch. Der Projekttitel lautet „BASE“ – Barrieren senken bei Auffor derung zum Rehabilitationsantrag.

Das Projekt richtet sich an erkrankte Versicherte, die durch die Krankenkasse oder die Agentur für Arbeit zur Stellung eines Rehabilitationsantrages aufgefordert wer den. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass diese Personen signifikant niedrigere Zufriedenheitswerte in Bezug auf die Rehabilitation haben. Auch der Erfolg der Rehabilitation ist durchschnittlich geringer.

„Den zur Beantragung einer Rehabilitation aufgeforderten Patienten fehlt oftmals der Antrieb in das Erwerbsleben zurückzukehren. Wir wollen die Teilhabechancen für diese Patienten verbessern“, erläutert Dr. Natalie Schüz, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der DRV Oldenburg-Bremen. „Wenn wir frühzeitig eingreifen, können wir Rehabilitationsmotivation, -erfolg und -zufriedenheit dieser Menschen steigern.“

Die Startvoraussetzungen in die Rehabilitation sollen für die Patienten im Rahmen des Projektes auf zwei Wegen verbessert werden. Zum einen soll ein interaktives digitales Angebot entwickelt und implementiert werden. Zum anderen werden die Betroffenen durch Reha-Coaches auch persönlich auf die Durchführung der Rehabilitation vorbereitet. „Damit erreichen wir eine auf die individuellen Bedürfnisse, Barrieren und Kompetenzen des Patienten abgestimmte Vorbereitung auf die medizinische Rehabilitation,“ erläutert Schüz.

Der Projektbeginn ist für November 2021 geplant, die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Das Angebot wird betroffenenzentriert entwickelt und parallel in einer Studie evaluiert. Die digitale Plattform soll nach Projektabschluss bundesweit zur Verfügung gestellt werden. Eine Übertragung auf andere Zielgruppen (z. B. befristete Erwerbsminderungsrentner*innen), bei denen Barrieren hinsichtlich des Zugangs und des erfolgreichen Abschlusses einer medizinischen Rehabilitation vorliegen, ist längerfristig angedacht.

 

Quelle: DRV Oldenburg-Bremen, 25.10.2021

Print Friendly, PDF & Email

Aufrufe: 57