Uwe H. Sattler

 

Ein Jahr nach Kündigungsaktion: Geriatrische Reha-Einrichtungen in NRW noch immer in prekärer Situation

Pressemitteilung 08-2014 (13.08.2014)

  

Bundesverband Geriatrie: Gespräche konsequent und zielorientiert führen

 Ein Jahr nach der Kündigung ihrer Vergütungsvereinbarungen gegenüber den Krankenkassen hat sich an der dramatischen finanziellen Situation der Einrichtungen der geriatrischen Rehabilitation in Nordrhein-Westfalen kaum etwas geändert. „Wir haben die konzertierte Aktion als Signal an die Kostenträger gesehen, um darauf hinzuweisen, dass viele Einrichtungen mit dem Rücken zur Wand stehen,“ so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Geriatrie, Dirk van den Heuvel, am Mittwoch in Berlin. „Ein Jahr nach der Aufkündigung hat die Politik das Thema aufgenommen und es gab erste Gespräche am sogenannten runden Tisch. Dies sind grundsätzlich positive Schritte, aber die Krankenkassen verzögern diesen Prozess, wo sie nur können. Somit sind wir auch heute noch weit von einem Ergebnis, das die Existenz der Einrichtungen mittel- und langfristig sichern kann, entfernt. Und die Zeit arbeitet gegen die geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen.“

 Ende Juli 2013 hatte die Mehrheit der im Landesverband Geriatrie organisierten Einrichtungen der geriatrischen Rehabilitation in Nordrhein-Westfalen in einer abgestimmten Aktion gegenüber den Krankenkassen in NRW ihre jeweiligen Vergütungsvereinbarungen gekündigt und damit auch ein großes Medienecho hervorgerufen. Hintergrund der konzertierten Aktion war die dramatische wirtschaftliche Situation der Einrichtungen. Die strukturelle Unterfinanzierung der letzten Jahre hatte zu einem finanziellen „Ausbluten“ der Häuser geführt. So kommen in der personalintensiven fachspezifischen Rehabilitation betagter bzw. hochbetagter Menschen die gestiegenen Personalkostensteigerungen in einem besonderen Maße zum Tragen. Zusammen mit den weiteren Betriebskostensteigerungen, insbesondere im Energiebereich, sind die Kliniken nicht mehr in der Lage, ihre Kosten zu decken. Die Vergütungssätze sind dagegen nicht oder nur äußerst gering angestiegen.

 In NRW wollte man die Entwicklung anderer Bundesländer  – in denen es zu Schließungen von Geriatrien gekommen war – vermeiden und rechtzeitig gegensteuern. Dieses Ziel ist aktuell nicht erreicht worden.  

 „Leider hat sich an dieser untragbaren Situation bis heute nichts Wesentliches geändert“, erklärt Dirk van den Heuvel. Gerade die demografische Entwicklung erfordere jedoch schnelles Handeln, um eine fachgerechte geriatrische Versorgung sicherzustellen. „Hier sind nun alle an den Gesprächen Beteiligten gefordert, konstruktiv und zielorientiert an tragbaren Lösungen zu arbeiten. Bleibt die Frage der Finanzierung der Einrichtungen ungelöst, werden die Patienten unweigerlich die Verlierer sein.“

 Bundesverband Geriatrie e.V.
Vorstandsvorsitzender: Herr Dipl.-Kfm. Ansgar Veer
Geschäftsführer: Dirk van den Heuvel
Reinickendorfer Straße 61
13347 Berlin
Fon: 030 / 339 88 76-10
Fax: 030 / 339 88 76-20
E-Mail: Geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de
http://www.bv-geriatrie.de

Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Klinikträgern, die mehr als 300
geriatrische Kliniken bzw. Einrichtungen betreiben und über ca. 19.500 Betten/Rehaplätze
verfügen. So sind unter anderem fast alle größeren Klinikverbünde und -konzerne mit
ihren geriatrischen Einrichtungen Mitglieder des Bundesverbandes.
Geriatrie, oder auch Altersmedizin, befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder
Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere
Menschen zumeist mehrfach krank (multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten,
hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische Therapien. Dabei wird ein
ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale und
ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu
erhalten, bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen.
Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband
Geriatrie e.V. seine besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der
Qualität der Versorgung. Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit
Namen GEMIDAS aufgebaut und zu Gemidas Pro weiterentwickelt sowie die Erfahrungen
für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie, welches von einer
unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt.
Finanziell trägt sich der Verband über die Beiträge seiner Mitglieder. Der Bundesverband ist
daher auch aus finanzieller Sicht eine unabhängige Organisation.

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4.000er-Teilnehmer: „Zercur Geriatrie“ weiter auf Wachstumskurs

Pressemitteilung 05-2014 (12.06.2013)

Über 4.000 Teilnehmer an spezifischem Fortbildungsprogramm des Bundesverbands Geriatrie / Anhaltend hohes Interesse auch an „Zercur Geriatrie Fachweiterbildung Pflege“

 Vor wenigen Tagen wurde für den 4.000 Teilnehmer des Zercur Geriatrie Basislehrgangs das Teilnahmezertifikat ausgestellt. Mit mehr als 4.000 Absolventen hat sich das vom Bundesverband Geriatrie e.V. entwickelte Lehrgangsprogramm Zertifiziertes Curriculum Geriatrie – „Zercur Geriatrie“ als spezifisches Fortbildungsangebot bewährt. „Die hohe Teilnehmerzahl bestätigt uns in unserem Anliegen, mit „Zercur Geriatrie“ ein spezifisches Programm anzubieten, das gerade in den interdisziplinär arbeitenden therapeutischen Teams in der Altersmedizin hohe Qualitätsstandards sichert und die kontinuierliche Weiterbildung gewährleistet“, so die stellvertretende Geschäftsführerin des Bundesverbands Geriatrie, Anke Wittrich, am Dienstag in Berlin. „Zercur Geriatrie“ hat sich damit innerhalb von nur wenigen Jahren als der Standard im Bereich der Geriatrie fest etabliert, erklärte die Verbandsvertreterin.

Zentrale Zielsetzung des Basislehrgangs „Zercur Geriatrie“ ist es, interdisziplinäres Grundlagenwissen zu wichtigen geriatrischen Themenfeldern zu vermitteln. Zielgruppe sind alle Mitglieder des „Geriatrischen Teams“, also Ärzte/Ärztinnen, Pflegepersonal, Mitarbeitende des Sozialdienstes und der therapeutischen Fachrichtungen. Die Zercur-Kurse werden inzwischen regelmäßig und flächendeckend im gesamten Bundesgebiet angeboten. Dabei werden von Praktikern die wichtigsten Themen aus dem Bereich der Geriatrie und ihre Zusammenhänge bzw. Umsetzung im therapeutischen Team in kompakter Form vermittelt. Der Bezug zur Praxis wird zusätzlich durch einen separaten Hospitationstag unterstrichen. Inhaltlich, organisatorisch und insbesondere qualitativ werden die vor Ort durchgeführten Lehrgänge durch den Bundesverband zertifiziert.

Auch die „Zercur Geriatrie Fachweiterbildung Pflege“ stößt weiter auf anhaltend großes Interesse. Bisher haben sich 360 Interessierte für die Kurse angemeldet bzw. diese bereits absolviert. Das Programm schließt mit dem Erhalt des Titels „Fachpflegekraft Aktivierend-therapeutische Pflege Geriatrie“ ab. Das spezifische und zertifizierte Fachweiterbildungsprogramm baut auf „Zercur Geriatrie“ auf und stellt einen weiteren wichtigen Baustein im gesamten Qualitätssicherungssystem der Geriatrie dar.

Das Programm für examinierte Pflegekräfte verfolgt das Anliegen, die Teams insbesondere im Hinblick auf die Aktivierend-therapeutische Pflege in der Geriatrie zu qualifizieren. Die Fachweiterbildung Pflege ist dabei modular Aufgebaut  wobei Kurse mit einem Umfang von mindestens 520 Stunden zu absolvieren sind. Insgesamt steht ein Zeitraum von 5 Jahren für den Abschluss der Fachweiterbildung zur Verfügung, so dass eine gute Vereinbarkeit als berufsbegleitende Weiterbildung gegeben ist. Die theoretische Ausbildung wird ergänzt durch den klaren Bezug zu praktischen Tätigkeiten innerhalb der Geriatrie. Dies spiegelt sich unter anderem darin wider, dass eine Anmeldung zur „Zercur Geriatrie Fachweiterbildung Pflege“ erst dann erfolgen kann, wenn mindestens sechs Monate Berufspraxis in der Geriatrie erworben wurden. Zudem wird für die Teilnahme an der Fachweiterbildung Pflege die Erlaubnis zum Führen der staatlich anerkannten Berufsbezeichnungen Krankenschwester/-pfleger, Gesundheits- und KrankenpflegerIn bzw. AltenpflegerIn vorausgesetzt.

Hinweis: Weitergehende Informationen zum Zercur Geriatrie® – Basislehrgang und zur Zercur Geriatrie – Fachweiterbildung Pflege finden sich auf der Webseite des Bundesverbands Geriatrie e.V. (http://www.bv-geriatrie.de/index.php?page=bildung).

Bundesverband Geriatrie e.V.

Vorstandsvorsitzender: Herr Dipl.-Kfm. Ansgar Veer

Geschäftsführer: Dirk van den Heuvel

Reinickendorfer Straße 61

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Tel.: 030 / 339 88 76 – 10

Fax: 030 / 339 88 76 – 20

E-Mail: Geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de

http://www.bv-geriatrie.de

Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Klinikträgern, die mehr als 295 geriatrische Kliniken bzw. Einrichtungen betreiben und über ca. 18.500 Betten/Rehaplätze verfügen. So sind unter anderem fast alle größeren Klinikverbünde und -konzerne mit ihren geriatrischen Einrichtungen Mitglieder des Bundesverbandes.

Geriatrie, oder auch Altersmedizin, befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere Menschen zumeist mehrfach krank (multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten, hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische Therapien. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale und ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen.

Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Versorgung. Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit Namen GEMIDAS aufgebaut und zu Gemidas Pro weiterentwickelt sowie die Erfahrungen für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie, welches von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt.

Finanziell trägt sich der Verband über die Beiträge seiner Mitglieder. Der Bundesverband ist daher auch aus finanzieller Sicht eine unabhängige Organisation.

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Vorstand des Bundesverbandes Geriatrie berief Dr. Karin Schmidt als assoziiertes Mitglied

Pressemitteilung 02-2014 (27.03.2014)

 

Chefärztin im Klinikum Niederlausitz und Vorsitzende des Landesverbandes Brandenburg stärkt mit ihrer langjährigen praktischen Erfahrung in der Altersmedizin die Arbeit des Gremiums

Mit Frau Dr. Karin Schmidt ist seit wenigen Tagen ein assoziiertes Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes Geriatrie e.V. vertreten. Das teilte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Ansgar Veer am Montag in Berlin mit. „Wir freuen uns, dass die medizinische Kompetenz des Vorstands durch die Berufung von Frau Dr. Schmidt weiter gestärkt werden konnte“, so Veer. „Durch ihre langjährige Tätigkeit im Bereich der Geriatrie und als Vorsitzende des Landesverbands Brandenburg verfügt Frau Dr. Schmidt über umfangreiche Erfahrungen, die sie in die Umsetzung der Ziele des Bundesverbands und in die Realisierung verbandspolitischer Vorhaben, wie aktuell z. B. den Aufbau Geriatrischer Versorgungsverbünde oder Alterstraumatologischer Zentren, einbringen wird.“

Der Vorstand des Bundesverbandes setzt sich traditionell aus Vertretern der Ärzteschaft, der Verwaltungsleitungen sowie der Pflegedienstleitungen der Mitgliedseinrichtungen zusammen. Durch diese „Interdisziplinarität“ – die innerhalb der Verbandslandschaft im Gesundheitswesen eine Besonderheit darstellt – fließen sehr umfassend die verschiedenen Aspekte der Versorgung geriatrischer Patienten in die Vorstandsarbeit ein.

Frau Dr. Karin Schmidt ist Fachärztin für Innere Medizin und Geriatrie. Sie leitet als Chefärztin die Klinik für Geriatrie und Tagesklinik am Klinikum Niederlausitz in Senftenberg und steht seit mehreren Jahren dem Landesverband Brandenburg im Bundesverband Geriatrie e.V. vor.

Sie ergänzt den Vorstand des Bundesverbandes Geriatrie in Vertretung für Frau PD Dr. Lenzen-Großimlinghaus, die im Herbst letzten Jahres bedingt durch die Übernahme neuer beruflicher Aufgaben auf eigenem Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden war. 

Bundesverband Geriatrie e.V.

Vorstandsvorsitzender: Dipl.-Kfm. Ansgar Veer

Geschäftsführer: RA Dirk van den Heuvel

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Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Klinikträgern, die mehr als 295 geriatrische Kliniken bzw. Einrichtungen betreiben und über ca. 18.500 Betten/Rehaplätze verfügen. So sind unter anderem fast alle größeren Klinikverbünde und -konzerne mit ihren geriatrischen Einrichtungen Mitglieder des Bundesverbandes.

Geriatrie, oder auch Altersmedizin, befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere Menschen zumeist mehrfach krank (multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten, hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische Therapien. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale und ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen.

Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Versorgung. Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit Namen GEMIDAS aufgebaut und zu Gemidas Pro weiter entwickelt sowie die Erfahrungen für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie, welches von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt.

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-Pressereferent –                                                         
Bundesverband Geriatrie e.V.
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Landesverband Geriatrie vollzieht Gründung einer “Arbeitsgemeinschaft geriatrischer Rehaeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen gemäß § 19 Abs. 6 SGB IX”

Pressemitteilung 01-2014 (26.02.2014)

 Verband geht bei Umsetzung gesetzlicher Regelung voran / Gemeinsamer Ansprechpartner für Verhandlungen

 Der Bundesverband Geriatrie e.V. hat die Gründung einer regionalen Arbeitsgemeinschaft der geriatrischen Rehaeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen begrüßt. „Der Landesverband hat die letzten formalen Bedingungen erfüllt, um eine solche AG ins Leben zu rufen“, teilte Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des Bundesverbands, jetzt in Berlin mit. Seit vielen Jahren gibt es im Sozialgesetzbuch IX die gesetzgeberische Aufforderung, dass Rehabilitationseinrichtungen mit gleicher Aufgabenstellung Arbeitsgemeinschaften bilden sollen. Mit dieser gesetzlichen Regelung soll die Möglichkeit geschaffen werden, fachlich kompetente Ansprechpartner z.B. für die Kostenträger oder auch die politischen Entscheidungsträger zu schaffen, um grundsätzliche Fragen aus dem jeweiligen Aufgabenfeld sachgerecht erörtern zu können.

Die Regelung fand in der Praxis seit ihrer Einführung keinen echten Niederschlag. „Der Landesverband setzt die gesetzlichen Vorgaben in die Realität um, somit geht die Geriatrie auch hier wieder als ´innovativer Vorreiter´ voran.“ Mit der Schaffung dieser Arbeitsgruppen stellt sich der Landesverband den Verpflichtungen des Gesetzgebers und steht für Fragen u. a. bei Finanzierungs- und Strukturentwicklungsthemen als fachlicher Ansprechpartner zur Verfügung.

Im Sommer vergangenen Jahres hatten Einrichtungen der geriatrischen Rehabilitation in Nordrhein-Westfalen aufgrund der dramatischen strukturellen Unterfinanzierung in einer konzertierten Aktion ihre Vergütungsvereinbarungen mit den Krankenkassen gekündigt. In der Folge favorisierten die Kostenträger bilaterale Lösungen für die Finanzierung und Strukturentwicklung. „Mit der Gründung der AG gibt es nun einen gemeinsamen Ansprechpartner für Verhandlungen, die zielorientiert geführt werden können und  die Interessen und Bedingungen auf beiden Seiten berücksichtigen“, so auch Christoph Wolters, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes Geriatrie NRW.

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Geschäftsführer: Dirk van den Heuvel
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ZERCUR GERIATRIE als Fortbildungsstandard weiter auf Wachstumskurs

Pressemitteilung 14-2013 (18.12.2013)

  

Zahl der Anbieter des vom Bundesverband Geriatrie e.V. entwickelten und zertifizierten Fortbildungsprogramms auf 60 gewachsen

 Das Programm ZERCUR des Bundesverbands Geiatrie e.V. hat sich in wenigen Jahren zum Standardelement der Fortbildung und damit zur Qualitätssicherung in der Altersmedizin entwickelt. „Sowohl die Zahl von mehreren Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die das 2005 etablierte ZECUR GERIATRIE absolviert haben, wie auch die Tatsache, dass wir im Dezember den 60. Anbieter für Basiskurse zertifizieren konnten, belegen das Interesse und den hohen Standard sowie die Praxistauglichkeit dieses Programms“, so Verbandsgeschäftsführer Dirk van den Heuvel. Gerade im interdisziplinär arbeitenden therapeutischen Behandlungsteam in der Geriatrie ist die permanente und zugleich gemeinsame Weiterqualifikation unumgänglich. Nach Einschätzung von Anke Wittrich zeige das große Interesse an ZECUR, dass dieser Anspruch trotz der hohen Arbeitsbelastung auch umgesetzt wird. „Durch eine ständige Weiterentwicklung des Programms können wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf ihre konkreten Anforderungen in der Praxis zugeschnittenes Wissen vermitteln, ergänzt die stellvertretende Geschäftsführerin des Verbands.

Der ZERCUR GERIATRIE – Basislehrgang ist eine vom Bundesverband Geriatrie entwickelte   Fortbildung für alle Mitglieder des therapeutischen Teams. Im Rahmen dieses Lehrgangs werden von Praktikern aus der Geriatrie die wichtigsten Themen aus dem Bereich der Geriatrie und ihre Zusammenhänge bzw. Umsetzung im therapeutischen Team in kompakter Form vermittelt. Der Bezug zur Praxis wird dabei noch durch einen separaten Hospitationstag unterstrichen. Durch den modularen Aufbau konnte die von den Einrichtungen gewünschte Flexibilität der Fortbildung umgesetzt werden.

Der Lehrgang wird vom Bundesverband zertifiziert, d.h. die Durchführung vor Ort muss den bundesweiten Vorgaben sowohl inhaltlich, organisatorisch und insbesondere qualitativ entsprechen. Dazu wird die konkrete Umsetzung des vorgegebenen Ausbildungsplans kontrolliert. Zudem muss die Qualifikation der jeweils eingesetzten Dozenten nachgewiesen werden.

Nähere Informationen zum ZERCUR GERIATRIE Basiskurs sowie zu dem darauf aufbauenden Programm ZERCUR GERIATRIE Fachweiterbildung Pflege finden sich auf der Webseite des Bundesverbands Geriatrie e.V..

 

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Gesamtgesellschaftliche Bedeutung fachgerechter geriatrischer Versorgung weiter gestiegen

Pressemitteilung 11-2013 (15.11.2013)

 

Bundesverband Geriatrie diskutierte auf Jahreskongress über Qualitätssicherung, innovative Versorgungskonzepte und Kooperationsvorhaben / Überlegungen der Koalitionsverhandlungen werden diskutiert / Hohe Zahl an Aufnahmeanträgen

 Fragen des Ausbaus der geriatrischen Versorgungsstrukturen, der Qualitätssicherung, der Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Fachrichtungen und der Finanzierung von geriatriespezifischen Akut- und Rehaeinrichtungen standen im Mittelpunkt der Jahresmitgliederversammlung des Bundesverbands Geriatrie e.V. in der vergangenen Woche in Lingen/Ems. „Die ungebrochen steigenden Fallzahlen in der geriatrischen Akutversorgung und Rehabilitation belegen die besondere und wachsende Bedeutung, die der Geriatrie vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zukommt“, so Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des Bundesverbands, zum Abschluss des Kongresses. „Dies spiegeln auch erste Rückmeldungen aus den aktuell laufenden Koalitionsverhandlungen wieder, bei denen die fachspezifische Versorgung geriatrischer Patienten durch die Geriatrie vor dem Hintergrund der steigenden Pflegezahlen besonders diskutiert wird.“

 Auf der Tagung hatten die Teilnehmer ihr Anliegen bekräftigt, auch künftig eine am geriatrischen Patienten ausgerichtete, abgestufte und qualitätsorientierte medizinische Versorgung für betagte und hochbetagte Menschen zu gewährleisten. „Die hohen Standards, die unsere inzwischen fast 300 Mitgliedseinrichtungen setzen, sind eine solide Basis für die Umsetzung dieses Ziels“, betonte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands, Ansgar Veer. Gefordert seien bei dem notwendigen Ausbau der Versorgungsstrukturen jedoch nicht nur die Medizin, sondern auch Politik und Kostenträger. Gerade die teils dramatische Unterfinanzierung im Rehabereich gefährde eine bedarfs- und fachgerechte geriatrische Versorgung, insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung.

 Breiten Raum nahm in der Debatte der Auf- und Ausbau eines Systems von geriatrischen Institutsambulanzen und Versorgungsverbunden ein. Mit dem Geriatrischen Versorgungsverbund soll eine qualitativ hochwertige, fachspezifische Versorgung für geriatrische Patienten angeboten werden, die gleichzeitig die Nachteile des sektoral gegliederten deutschen Gesundheitssystems ausgleicht. Insbesondere sollen dabei die Übergänge zwischen den Phasen ambulanter und stationärer bzw. rehabilitativer und akutmedizinischer Behandlung fließend gestaltet und zentrale koordinierende Aufgaben innerhalb der Patientenversorgung übernommen werden.

 Hinsichtlich der Qualitätssicherung betonten die Teilnehmer die Absicht, das Qualitätsnetzwerk Geriatrie des Bundesverbands weiter auszubauen. Damit solle eine Plattform geschaffen werden, die den Gedanken „Lernen vom Anderen“ strukturiert aufgreift und der breiten Mitgliedschaft zugänglich macht. Eine Pilotphase im vergangenen Jahr war sehr erfolgreich verlaufen und hatte die positiven Effekte für die Weiterentwicklung der Versorgungsqualität gezeigt. Das Qualitätsnetzwerk Geriatrie soll die unterschiedlichen Erfahrungshintergründe und die Potentiale der Mitglieder als eine Vielzahl von Lern- und Bereicherungschancen für die Weiterentwicklung einer hochwertigen und wirksamen geriatrischen Versorgungsqualität mobilisieren und nutzbar machen.

 Diskutiert wurde zudem der aktuelle Stand bei der Entwicklung von zertifizierten „Alterstraumatologischen Zentren“ (ZAT). Ziel ist es, bei geriatrischen Patienten die unfallchirurgische Behandlung mit der für eine sachgerechte und fachspezifische Behandlung des betagten bzw. hochbetagten Patienten notwendigen geriatrischen Kompetenz zu verknüpfen. Dies ist von besonderer Bedeutung, da der unfallchirurgische Eingriff bei älteren Menschen zumeist nur das für die Krankenhausbehandlung auslösende Ereignis ist, die geriatrische Multimorbidität, d.h. die regelhaft vorliegenden Begleiterkrankungen, jedoch im Verlauf des Krankenhausaufenthalts den Schwerpunkt der Behandlung bilden. Dieses Vorhaben soll gemeinsam mit den beiden medizinischen Fachgesellschaften aus dem Bereich der Geriatrie sowie der medizinischen Fachgesellschaft der Unfallchirurgie umgesetzt werden.

 Der Mitgliederversammlung lagen 24 Anträge auf Neumitgliedschaft vor. „Das anhaltend große Interesse am Bundesverband Geriatrie bestätigt, dass wir auf dem richtigen Wege sind, um von unserer Seite auch in Zukunft eine fachgerechte geriatrische Versorgung sicherzustellen“, so der Vorstandsvorsitzende Ansgar Veer.

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Geriatrische Reha in NRW – Reha-Einrichtungen setzen Signal und kündigen am heutigen Tag (26.07.2013) in einer konzertierten Aktion ihre Vergütungsvereinbarungen gegenüber den Krankenkassen in NRW

Pressemitteilung 09-2013 (26.07.2013)

Bundesverband Geriatrie gemeinsam mit dem Landesverband Geriatrie NRW: Einrichtungen der geriatrischen Rehabilitation ziehen die „Reißleine“ als notwendigen Schritt und eindringliche Warnung/Versorgungsangebot aktuell nicht mehr finanzierbar. Die Einrichtungen stehen mit dem Rücken zur Wand/Dringender Handlungsbedarf zur wirtschaftlichen Absicherung der fachspezifischen Rehabilitation geriatrischer Patienten

Am heutigen Freitag hat die Mehrheit[1] der im Landesverband Geriatrie organisierten Einrichtungen der geriatrischen Rehabilitation in Nordrhein-Westfalen in einer abgestimmten Aktion gegenüber den Krankenkassen in NRW ihre jeweiligen Vergütungsvereinbarungen gekündigt.

Die wirtschaftliche Situation der Einrichtungen der geriatrischen Rehabilitation ist dramatisch. Die strukturelle Unterfinanzierung der letzten Jahre hat zu einem finanziellen „Ausbluten“ der Einrichtungen geführt. In der personalintensiven fachspezifischen Rehabilitation betagter bzw. hochbetagter Menschen kommen die Personalkostensteigerungen der letzten Zeit in einem besonderen Maße zum Tragen. Zusammen mit den weiteren Betriebskostensteigerungen, insbesondere im Energiebereich, sind die Kliniken nicht mehr in der Lage ihre Kosten zu decken.

Die Vergütungssätze sind dagegen nicht oder nur äußerst gering angestiegen. „Auf breiter Front haben die einzelnen Einrichtungen bereits seit vielen – zum Teil über 8 – Jahren keine Erhöhung der Vergütungssätze erhalten. Noch nicht einmal die sog. Veränderungsrate im Gesundheitswesen“, erläuterte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Geriatrie, Dirk van den Heuvel. „Im Durchschnitt ergibt sich kumulativ für die Jahre 2006 bis 2012 ein Kostenanstieg um ca. 18%.“

„In den vergangenen Jahren haben die Träger der Geriatrie durch interne Einsparungen bzw. durch den Verzicht auf notwendige Investitionen versucht die finanziellen Verluste auszugleichen“, erläutert der Vorsitzende des Landesverbandes Geriatrie in NRW, Christoph Wolters. „Hier ist jedoch das Ende der „Fahnenstange“ erreicht. Das jetzige Versorgungsniveau bzw. der Versorgungsumfang kann unter diesen Bedingungen von den Einrichtungen nicht mehr gehalten werden.“

Mit den Vertretern der Krankenkassen in NRW gab es erste Gespräche, in denen seitens der Geriatrie eine Offenlegung der Wirtschaftsdaten der Einrichtungen angeboten wurde, um auf dieser sachlichen Basis die wirtschaftliche Sicherung der geriatrischen Rehabilitation zu erörtern. Bisher fehlen jedoch die notwendigen Signale, das Problem wirklich angehen zu wollen.

„Wir brauchen kurzfristig einen Dialog, an dessen Ende eine Basis für die gesetzlich verankerte, medizinisch notwendige Versorgung geriatrischer Patienten steht. Der heutige gemeinsame Schritt der Reha-Einrichtungen ist ein deutliches, zugleich noch nie dagewesenes letztes Signal“, so Wolters. „Wir stehen zu unserem Angebot, Qualitätsvorgaben mit der Vergütung verpflichtend zu verbinden.“

In anderen Bundesländern wurden bereits erste geriatrische Einrichtungen geschlossen. Dies soll in NRW vermieden werden, andernfalls steht aktuell die fachspezifische Versorgung betagter bzw. hochbetagter Menschen – trotz der wachsenden sozialpolitischen Bedeutung (Stichwort „Reha vor Pflege“) und des demografischen Wandels – vor dem Aus. Es droht der Bruch der fachspezifischen Versorgungskette. „Dies wäre geradezu absurd, da im aktuell veröffentlichten neuen Krankenhausplan in NRW im Bereich der Geriatrie die vernetzte und abgestufte Versorgung in den Mittelpunkt gestellt wird, sodass gegenwärtig dieser getroffene versorgungspolitische Beschluss indirekt infrage gestellt wird“, resümiert der Geschäftsführer des Bundesverbandes Geriatrie, Dirk van den Heuvel.

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Fax: 030/339 88 76-20

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[1] Ca. 80% der Einrichtungen der geriatrischen Rehabilitation in NRW haben heute ihre Vergütungsvereinbarung gekündigt. Diesen Schritt konnten nicht alle Einrichtungen vollziehen, da z. T. vertragliche Regelungen bzw. Fristen einer solchen Kündigung entgegen stehen.

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Das Sterben der Rehakliniken hat begonnen

Pressemitteilung 08-2013 (01.07.2013)

 Bundesverband Geriatrie: Einrichtungen der geriatrischen Rehabilitation vor dem wirtschaftlichen Aus/Erste Häuser geschlossen bzw. umgewandelt/Dringender Handlungsbedarf bei sachgerechter Finanzierung

Die Situation ist dramatisch: Im gesamten Rehabilitationssektor der Geriatrie herrscht seit mehreren Jahren durch eine strukturelle Unterfinanzierung ein extrem hoher Kostendruck. „Es lag den geriatrischen Rehaeinrichtungen bislang fern, einfach nach mehr Geld zu rufen“, so der Geschäftsführer des Bundesverbands Geriatrie, Dirk van den Heuvel, jetzt in Berlin. So habe man in den letzten Jahren mit der gesetzlichen Zertifizierungspflicht und der Entwicklung des QS-Reha-Systems sehr intensiv an der qualitativen Absicherung und Weiterentwicklung der Versorgung mitgearbeitet. „Allerdings lässt die aktuelle wirtschaftliche Situation den Einrichtungen keine Wahl: Eine auskömmliche Vergütung muss her – und zwar jetzt.“

Während die Betriebskosten der Einrichtungen beständig steigen würden – wie für die Energieversorgung oder die Tarifabschlüsse der letzten Jahre – seien die Vergütungssätze nicht oder nur äußerst gering angestiegen. „Zum Teil haben einzelne Einrichtungen bereits seit ca. acht Jahren keine Erhöhung der Vergütung erhalten – auch nicht die Veränderungsrate“, so van den Heuvel. Im Vergleich von 2006 zu 2010 seien die Ausgaben durchschnittlich um ca. 13 % gestiegen, die Einnahmen dagegen nur um 1,9 %.

„In den vergangenen Jahren haben die Träger der Geriatrie durch interne Einsparungen bzw. durch den Verzicht auf notwendige Investitionen die finanziellen Verluste ausgeglichen“, erläutert der Geschäftsführer des Bundesverbands. „Hier ist jedoch das Ende der Fahnenstange erreicht. In der Konsequenz bedeutet dies, dass erste geriatrische Einrichtungen geschlossen wurden bzw. eine bedeutende Zahl von geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen unmittelbar vor diesem Schritt stehen.“ Darunter seien auch renommierte Einrichtungen wie die Aerpah Klinik Esslingen-Kenenburg, die ihre Schließung für März kommenden Jahres angekündigt hat. Weitere Einrichtungen versuchen eine Umwandlung in eine – vermeintlich besser finanzierte – Akutgeriatrie zu erreichen bzw. erwägen diesen Schritt. „Damit stehen letztlich nicht nur einzelne Häuser vor dem Aus“, sagt Dirk van den Heuvel. „Die fachspezifische Versorgung betagter bzw. hochbetagter Menschen steht somit ganz aktuell – trotz der wachsenden sozialpolitischen Bedeutung (Stichwort Reha vor Pflege) und des demografischen Wandels – an einem entscheidenden Wendepunkt. In verschiedenen Regionen droht zugleich der Bruch der gesamten Versorgungskette. Auf diese unmittelbar drohende Gefahr hat der Bundesverband in den vergangenen Jahren wiederholt und nachdrücklich hingewiesen.“ Dabei hatte Stiftung Warentest erst vor wenigen Wochen in einer groß angelegten Untersuchung die Sinnhaftigkeit einer geriatrischen Rehabilitation für multimorbide Patienten und die Vorteile einer solchen Versorgung gegenüber einer organspezifischen Reha betont.

Kritisch äußerte sich Dirk van den Heuvel zu den inzwischen eingerichteten Schiedsstellen. „Zwar ist mit der Einführung der Schiedsstellen im Rehabilitationsbereich grundsätzlich ein Instrument geschaffen worden, mit dem die derzeit problematische Finanzierungssituation entspannt werden könnte – vorausgesetzt, dieses Instrument wird als echte ‘Vermittlungsstelle’ gesehen, in dessen Rahmen ein echter sachorientierter Austausch der Argumente erfolgt.“ Die bisher in den Verfahren erzielten „Ergebnisse“ seien jedoch ernüchternd: „Es ist weder das grundsätzliche Problem der strukturellen Unterfinanzierung angesprochen, geschweige denn sind Lösungswege zu dessen Beseitigung aufgezeigt worden, noch wurde wirklich nach tragfähigen wirtschaftlichen Lösungen gesucht.“

„In den vergangenen Jahren hat die Politik die Bedeutung der Geriatrie immer wieder positiv hervorgehoben und versucht, durch sozialpolitische Entscheidungen die geriatrische Versorgung zu fördern“, so van den Heuvel. „Seitens der Politik ist jetzt eine klare sozialpolitische Entscheidung zu treffen: Wird eine eigenständige fachspezifische und qualitätsgesicherte geriatrische Rehabilitation in Deutschland gewollt, so muss hierfür jetzt auch eine sachgerechte Finanzierung politisch sichergestellt werden. Anderenfalls haben wir die geradezu groteske Situation, dass bei einem deutlich steigenden Bedarf an geriatrischer Reha die ohnehin schon knapp bemessenen fachspezifischen Versorgungseinrichtungen auf breiter Front schließen und das Versorgungsangebot letztlich entfällt.“

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“Bedeutung der geriatrischen Versorgung wird weiter wachsen”

 

Pressemitteilung 06-2013 (04.06.2013)

 

Bundesgesundheitsminister Bahr betont aus Anlass des 20. Gründungstags des Bundesverbands Geriatrie Rolle fachspezifischer Versorgung / Tagung „Geriatrische Geriatrische Versorgung gestern – heute – morgen“

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr sieht eine qualitativ hochwertige geriatrische Versorgung als anspruchsvolle Aufgabe: „Eine geeignete fachspezifische Versorgung reduziert oder verhindert Pflegebedürftigkeit“, betonte der Minister auf der Tagung „Geriatrische Versorgung gestern – heute – morgen“ am Dienstag in Berlin. Die Konferenz  fand aus Anlass des zwanzigjährigen Bestehens des Bundesverbands statt.

Die Meisterung des demografischen Wandels sei eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, so der Minister. Diese habe auch die Bundesregierung mit ihrer Demografiestrategie angenommen. Allerdings sei im besonderen Maße die Medizin und in diesem Zusammenhang die geriatrische Versorgung gefordert, sich auf die Veränderungen einzustellen. Dass die Thematik einer zunehmend alternden Gesellschaft ins öffentliche Bewusstsein gerückt ist, sei nicht zuletzt dem Bundesverband zu danken. Daneben würdigte Daniel Bahr das qualitativ hohe Versorgungsniveau in den Mitgliedseinrichtungen des Verbands und bewertete das Anlegen entsprechender Kriterien als beispielgebend auch für andere Bereiche der medizinischen Versorgung.

Gerade in der Geriatrie – der Altersmedizin – hat sich in den vergangenen 20 Jahren eine rasante Entwicklung vollzogen. Galt die Geriatrie noch vor Jahren als „Nebenfach“ der Medizin, gehören die Versorgung und Betreuung älterer Patienten heute zu den meistdiskutierten Themen. Dabei hat die Altersmedizin in den vergangenen Jahren immense Fortschritte gemacht. Die Geriatrie befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass die Patienten zumeist mehrfach krank sind – beispielsweise gleichzeitig an Störungen des Bewegungsapparates, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz leiden. Die geriatrischen Kliniken bieten auf dieses Bild der Multimorbidität abgestimmt multidimensionale geriatrische Abklärung der verschiedenen Krankheiten und ihrer jeweiligen Zusammenhänge, sowie eine darauf aufbauende, altersgerechte medizinische Intervention in Verbindung mit (früh-)rehabilitativer Behandlung. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen im Sinne der Teilhabe zu erhalten bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen.

In den letzten zwei Jahrzehnten habe es zahlreiche inhaltliche Themen gegeben, welche die Versorgung betagter und hochbetagter Patienten verändert haben, betonte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands, Ansgar Veer, auf der Tagung. An vielen sei der Bundesverband direkt oder indirekt beteiligt gewesen. Die Einführung des DRG-Systems und der sachgerechten Abbildung der Geriatrie, die Entwicklung von geriatriespezifischen Qualitätsnormen wie z.B. QS-Reha oder des Qualitätssiegels Geriatrie sind dabei nur Stichpunkte. Ebenso war die Versorgung der geriatrischen Patienten im Rahmen der Pflegeversicherungsreform ein Thema, welches intensiv beraten vom Verband begleitet wurde.

Als Problem erweist sich jedoch zunehmend die existenzgefährdende materielle Situation der geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen. Viele Einrichtungen stünden heute „mit dem Rücken zur Wand“. Die Reserven der Häuser seien aufgebraucht, Sparpotenziale existieren praktisch nicht mehr. Wie in allen Bereichen der medizinischen Versorgung sind auch in der besonders arbeitskräfteintensiven geriatrischen Rehabilitation in den vergangenen Jahren beispielsweise die Betriebs- und Personalkosten beständig gestiegen. Dem gegenüber wurden die Vergütungssätze in den vergangenen Jahren jedoch nicht oder nur äußerst gering erhöht. Die dramatische wirtschaftliche Situation stellt den gesamten Rehabereich in Frage.

Die Zukunft der geriatrischen Versorgung sahen Redner auf der Fachtagung in einer zunehmenden Vernetzung der an der Versorgung Beteiligten und einer Überwindung der scharfen sektoralen Grenzen. Auf dieses Problem hatte auch Minister Bahr aufmerksam gemacht. Der Vorstandsvorsitzende Ansgar Veer skizzierte das Konzept des Geriatrischen Versorgungsverbunds, in dem Ärzte verschiedener Richtungen, Pflegekräfte und Angehörige sozialer Dienste zusammenarbeiten, als ein Modell der Zukunft. Begrüßt wurde vom Vorstandsvorsitzenden ebenso die geplante Einrichtung geriatrischer Institutsambulanzen, wenngleich dabei noch Verbesserungsbedarf herrsche – wie auch bei den eingerichteten Schiedsstellen. Das gab die Fachtagung dem Bundesgesundheitsminister “mit auf den Weg”.

Uwe H. Sattler
-Pressereferent –                                                         
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Aktualisiert und ergänzt – Kodierhandbuch Geriatrie 2013 liegt vor

Pressemitteilung 05-2013 (08.05.2013)

 Bundesverband Geriatrie e.V. veröffentlicht Leitfaden nun mit beiliegender CD /  Bezug über Buchhandlungen und Internetportale möglich

 Das seit Jahren bewährte „Kodierhandbuch Geriatrie“ ist seit wenigen Tagen in der Ausgabe 2013 über den Buchhandel als auch die entsprechenden Internetportale erhältlich. Ziel des Handbuchs ist es, dem therapeutischen Team in der Geriatrie eine leicht verständliche, praxisnahe Unterstützung in der täglichen Kodierung zu geben und somit den erforderlichen täglichen Aufwand für eine fach- und sachgerechte Abbildung der erbrachten Leistungen in der Behandlung geriatrischer Patienten zu minimieren. Darüber hinaus werden dem erfahrenen Kodierer weiterführende Informationen vermittelt und strukturelle Zusammenhänge und Überlegungen im Fallpauschalensystem verdeutlicht.

 In bewährter Weise wurde das Kodierhandbuch von einer Arbeitsgruppe des Bundesverbands Geriatrie erarbeitet. Im zwanzigsten Jahr des Bestehens des Verbands haben die Autorinnen und  Autoren neben den Aktualisierungen und Ergänzungen eine Reihe von „Modernisierungen“ vorgenommen, die die Handhabbarkeit des Kodierleitfadens weiter verbessern. So liegt dem Handbuch nun eine CD mit über 3000 ICD-Ziffern für eine zielgerichtete Recherche bei. Da die Kodierung der erbrachten Leistungen zunehmend von speziellen Kodierfachkräften und nicht mehr vom ärztlichen Dienst erbracht wird, wurde das „Kitteltaschenformat“ wieder verlassen und das A5-Format gewählt. Hiermit entsprechen die Herausgeber einem Anliegen vieler Nutzer.

Die nun vorliegende Ausgabe wurde unter Beachtung der Deutschen Kodierrichtlinien Version 2013 und auf Grundlage von ICD-10-GM Version 2013 und OPS Version 2013 erstellt. Dabei orientieren sich die im Kodierhandbuch enthaltenen Diagnose- und Prozedurenlisten am Spektrum der erbrachten Leistungen in der stationären Versorgung von geriatrischen Patienten. In Abweichung zu den Diagnosetexten im ICD-10-GM haben an einigen Stellen klinisch gebräuchliche Diagnosetexte Verwendung gefunden. Während im ICD-Katalog Krankheiten streng nach der Ätiologie klassifiziert werden, sind die Erkrankungen im Kodierhandbuch 2013 weitgehend nach den betroffenen Organsystemen geordnet, was eher der ärztlichen Denkweise entspricht. Dementsprechend wurden die Prozeduren nicht nach der Art des Eingriffs, sondern nach ärztlichen Fachgebieten sortiert. Die wichtigsten Kodierregeln werden unter besonderer Berücksichtigung geriatrischer Probleme erläutert.

Kodierhandbuch Geriatrie 2013, Herausgeber: Bundesverband Geriatrie e.V., Verlag: Schüling,  ISBN: 978-3-86523-218-2, 9,95 Euro

Bundesverband Geriatrie e.V.

Vorstandsvorsitzender: Herr Ansgar Veer

Geschäftsführer: Dirk van den Heuvel

Reinickendorfer Straße 61

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