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Gemeinsam für die Patienten: Johannesbad Gruppe setzt auf ambulante Reha und sichert Zukunft des Gesundheitszentrums Germering.

MÜNCHEN/GERMERING. Seit einem Vierteljahrhundert betreuen Mitarbeiter des Gesundheitszentrums Germering (GZG) Patienten aus der Stadt und der Umgebung. Damit das auch künftig so bleibt, übernimmt die Johannesbad Gruppe das ambulante Rehabilitationszentrum und sichert so die Zukunft der Einrichtung. Von September an ändert sich nur der Name – künftig heißt es Johannesbad ambulante Reha München Germering. Mitarbeiter, Ansprechpartner und Angebot bleiben gleich; für die Kunden ändert sich nur das Erscheinungsbild des GZG. „Als familiengeführtes Unternehmen legen wir Wert auf Kontinuität“, sagt Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe, und fügt an: „Eine Einstellung, die auch Arno Brackmann als Gründer und langjähriger Geschäftsführer des GZG lebt.“

Zukunft ambulante Reha
Die etwa 45 Mitarbeiter des GZG und der Physiotherapie im GerMedicum, die ebenfalls an die Johannesbad Gruppe angegliedert wird, kennen ihren neuen Chef und einige Kollegen bereits. Therapeuten, Sportlehrer und Beschäftigte in der Verwaltung – alle werden im GZG weiterarbeiten. „Ambulante Reha hat eine große Zukunft“, betont York Dhein. Der Mediziner und Manager weiß: „Die Menschen brauchen flexible und wohnortnahe Angebote, um beispielsweise nach Operationen wieder fit zu werden.“ So kann die Therapie nach einem operativen Eingriff oder nach einer stationären Reha unkompliziert am Heimat- oder Arbeitsort weitergeführt werden. „Ambulante Reha passt sich flexibel an die Lebensumstände der Menschen an“, erklärt York Dhein.

Die Johannesbad Gruppe betreibt in Deutschland neun Fachkliniken und bietet dort Rehabilitation, Anschlussheilbehandlungen sowie ambulante und Akuttherapien an. Das Spektrum reicht von der Orthopädie über Urologie, Neurologie, Akutschmerztherapie sowie psychosomatische Medizin, Suchttherapie/Adaptionsbehandlungen und Psychotherapie. Darüber hinaus bietet die Johannesbad Gruppe Präventions- und Rehabilitationsangebote für Kinder und Jugendliche sowie für Eltern und ihre Kinder an. Die Johannesbad Therme in Bad Füssing zählt zu den größten Deutschlands und verfügt über eines der am höchsten konzentrierten Heilwasser.

Breitgefächerte Aus- und Weiterbildung
„Auch Prävention wird immer wichtiger“, sagt York Dhein. Das leistet das Gesundheitszentrum vor den Toren Münchens mit verschiedenen Kursen ebenfalls für seine Kunden. „Durch den Anschluss an die Johannesbad Gruppe nutzen wir Synergien und können uns so weiterentwickeln“, betont Arno Brackmann. Denn der Gesundheitsdienstleister mit Sitz in München bildet an zwei Standorten Physio- und Ergotherapeuten sowie Masseure und medizinische Bademeister aus. „Die Mitarbeiter im GZG profitieren auch von unseren beruflichen Weiterbildungen“, verspricht der Vorstandsvorsitzende der Johannesbad Gruppe, „und das kommt letztlich unseren Kunden, den Patienten, zugute.“

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Zurück in den Alltag: Therapieplätze für Dortmund

Johannesbad Gruppe schafft Angebot für Abhängigkeitserkrankte in der Metropolregion Dortmund – bessere Re-Integration in das Erwerbsleben

 

Die neue Klinik entsteht auf dem Gelände des BFW Dortmund. Foto: Stadt Dortmund/Roland Gorecki

DORTMUND. Die Stadt Dortmund stärkt die stationäre medizinische Versorgung für Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen. Dafür entsteht in Dortmund-Hacheney eine neue Rehabilitationsklinik der Johannesbad Gruppe für 250 Menschen mit substanzbezogenen Störungen und Abhängigkeitserkrankungen. Damit weitet die Gruppe eine bestehende und erfolgreiche Kooperation mit dem Berufsförderungswerk (BFW) in direkter Nachbarschaft aus. Im BFW stellten Stadt, Wirtschaftsförderung und Johannesbad Gruppe am Dienstag, 28. Mai, das Neubauprojekt vor. „Für die Stadt Dortmund ist die Bereitstellung der stationären Rehabilitation vor Ort das erforderliche und sinnvolle Angebot für Patienten. Sie erhalten in der neuen Einrichtung der Johannesbad Gruppe Unterstützung auf dem Weg zurück in ihren Alltag und in den Beruf“, sagte Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund. Ludger Wilde aus dem Dezernat für Umwelt, Planen und Wohnen betonte: „Ohne zusätzliche Flächen zu verbrauchen, entsteht auf dem bisherigen Parkplatz neben dem BFW die neue Einrichtung.“ Behandelt werden bereits entgiftete, hoch motivierte Patienten mit einer Historie im Umgang mit legalen Drogen wie Alkohol, Nikotin oder nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten. Der Baubeginn für das Projekt ist für 2020 geplant, bezugsfertig soll die Klinik im Jahr 2022 sein. Das Bauvolumen liegt bei rund 40 Millionen Euro. Die Johannesbad Gruppe schafft damit rund 100 Arbeitsplätze in der Stadt.

Therapien näher am Menschen

Laut Suchtbericht aus dem Jahr 2017 weisen mindestens 25.000 Dortmunder eine behandlungsbedürftige alkoholbezogene Störung auf. Gut 11.000 Menschen in Dortmund sind medikamentenabhängig, um nur zwei Abhängigkeitserkrankungen zu nennen, die auf dem Konsum legaler Drogen beruhen. „In der Metropole verbessern wir die Therapiesituation. Wir sind näher an den Menschen und können so direkte Hilfestellung vor Ort leisten“, betonte der Vorstandsvorsitzende der Johannesbad Gruppe, Dr. York Dhein, und fügte an: „Wir arbeiten auch eng mit den Akutkrankenhäusern und Suchtberatungsstellen in der Region zusammen.“ Dr. Dieter Geyer, Chefarzt der Johannesbad Fachklinik Fredeburg, die in den Dortmunder Neubau umziehen wird, erklärte: „Hier werden wir bereits entgiftete Patienten aus ganz Deutschland, mit Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen, behandeln. Überwiegend solche mit Alkohol- und Medikamentengebrauchsstörung. Die Patienten sind hoch motiviert und werden darauf vorbereitet, mit ihrer Abhängigkeit zu leben, ohne rückfällig zu werden.“ Er ergänzt: „Rund 80 Prozent der Patienten schließen die Therapie nach durchschnittlich acht bis fünfzehn Wochen positiv ab.“ Die Johannesbad Gruppe ist in Dortmund keine Unbekannte: Bereits seit Mai 2018 betreibt der Gesundheitsdienstleister im Gebäude des BFW am Rombergpark eine Adaptionseinrichtung, die Frauen und Männer ab 18 Jahren nach einer Therapie in den Alltag zurückbringt. „Ziel ist es, die Patienten möglichst schnell wieder im Erwerbsleben zu re-integrieren“, erklärt York Dhein.

Enge Zusammenarbeit mit der Stadt

Bezirksbürgermeister Sascha Hillgeris sagte bei der Pressekonferenz: „Mit dieser Klinik erweitern wir in Hacheney das wichtige Hilfsangebot für Suchtkranke. Motivierten Patienten erleichtert das den Weg zurück in Beruf und Alltag.“ Der Neubau entsteht auf einem Parkplatz direkt neben dem Berufsförderungswerk. Das BFW wird zukunftsorientiert ein eigenes Parkhaus für seine Teilnehmer und Mitarbeiter bauen; Baubeginn ist für November 2019 geplant. Der Vorstandsvorsitzende der Johannesbad Gruppe versicherte: „Die Zusammenarbeit mit der Kommune ist uns wichtig. Wir stimmen die Planungen für die neue Klinik deshalb eng mit dem Bezirksausschuss und der Stadt Dortmund ab.“

Dortmund ist die zweite Präsenz der Johannesbad Gruppe in Nordrhein-Westfalen. Seit 1976 betreibt sie im sauerländischen Schmallenberg drei weitere Kliniken für Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen und Psychosomatik. Bundesweit ist der Gesundheitsdienstleister an insgesamt zwölf Standorten mit Reha-Einrichtungen und Fachkliniken vertreten. Die neue Klinik in Dortmund-Hacheney wird 2022 betriebsbereit sein; es entstehen 250 Patientenzimmer, Therapie- und Verwaltungsräume. Dort sollen künftig insgesamt 100 Ärzte, Therapeuten und Mitarbeiter in Service und Verwaltung beschäftigt werden. Darüber hinaus schafft die Gruppe ein Weiterbildungsangebot für Ärzte und Therapeuten in Dortmund.

Prävention gegen Sucht

Die Johannesbad Fachkliniken sind seit Jahren eng mit den Suchtberatungsstellen in Nordrhein-Westfalen vernetzt. Außerdem engagieren sich die Therapeuten für die Suchtprävention. In Schmallenberg besuchen Therapeuten gemeinsam mit ausgewählten Patienten regelmäßig Schulen. „Von dieser persönlichen Begegnung profitieren alle. Dieses Engagement wollen wir auch in Dortmund fortsetzen“, schloss Dieter Geyer.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter: dortmund.johannesbad.com.

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Der Therapeut im Wohnzimmer

Johannesbad Fachklinik Bad Füssing baut Telerehabilitation weiter aus – mobile Nachsorge per Smartphone, Tablet oder Laptop

In der Johannesbad Fachklinik Bad Füssing trainieren Patienten unter Anleitung der Therapeuten mit der Tele-Reha-Anwendung. Zuhause nutzen sie die Anwendung auf dem mobilen Gerät. (vorne im Bild: Michael Müller, Teamleiter Physiotherapie der Johannesbad Fachklinik Bad Füssing).
Foto: Johannesbad

BAD FÜSSING. Wenn Gerda W. nach drei Wochen ohne Stützen die Johannesbad Fachklinik Bad Füssing wieder verlässt, nimmt sie ihren Physiotherapeuten mit nach Hause. Denn die Johannesbad Gruppe betreut Patienten nach dem stationären Aufenthalt jetzt per Telerehabilitation einfach und unkompliziert auf dem eigenen Smartphone, Tablet oder Laptop weiter. Die Johannesbad Fachklinik Bad Füssing ist hier Vorreiter. „Unsere Kunden lernen die mobile Anwendung kennen“, erklärt Michael Müller, Teamleiter der Physiotherapie der Johannesbad Fachklinik Bad Füssing, und ergänzt: „Zuhause wissen sie, wie sie selbstständig weiterarbeiten können.“ Außerdem erhalten sie regelmäßige Rückmeldungen von den Therapeuten.

Michael Müller hat das Projekt in Bad Füssing umgesetzt und kann nach den ersten sechs Monaten von guten Erfolgen berichten: „Pro Woche nutzen fünf bis zehn neue Patienten das Programm; schon rund 60 Prozent der Patienten nehmen unser kostenfreies Angebot wahr, die Anwendung zur Nachsorge zu nutzen.“ Derzeit liegt das Konzept für die Nachsorge zur Genehmigung bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV).

Vor Ort im Johannesbad weisen Physiotherapeuten die Anwender ein. Nach dem Aufenthalt nehmen die Patienten einen individuellen Trainingsplan mit nach Hause. Dort melden sie sich über den PC oder ein mobiles Endgerät zur Johannesbad-Tele-Reha-Sitzung an. Hier finden sich bereits vorgefertigte auf den Einzelnen abgestimmte Übungen mit Videoanleitungen, die Patienten ganz einfach nachmachen können. „Außerdem haben wir die Möglichkeit, individuelle Aufgaben einzugeben – so passen wir das Programm an den Bedarf des jeweiligen Patienten an“, erklärt der Teamleiter der Physiotherapie.

Physiotherapie überall und jederzeit

Für Michael Müller liegen die Vorteile auf der Hand: „Unsere Patienten bleiben am Ball.“ Denn Wartezeiten für einen Therapeuten-Termin fallen weg. Außerdem lässt sich die Telereha ganz einfach in den Alltag integrieren, wie der Therapeut betont: „Die Plattform ist immer und überall verfügbar. Rückfragen an meine Kollegen und mich beantworten wir so schnell es geht, mindestens einmal täglich.“ Bei der neuen Tele-Reha-Anwendung achtet die Johannesbad Gruppe besonders auf den Datenschutz.

„Neben der Nachsorge können wir das System auch für die Prävention in der Johannesbad Fachklinik einsetzen“, informiert Michael Müller. Auch in diesen Angeboten findet die Plattform Anwendung. „Unsere Kunden nutzen das Programm selbstständig zusätzlich zum Therapieangebot durch uns.“ Die Johannesbad Gruppe arbeitet bereits an der Weiterentwicklung der Telereha: Wenn Patienten und Kostenträger die Anwendung weiter so gut annehmen, sollen weitere Johannesbad Fachkliniken den orthopädischen Patienten die Plattform zur Verfügung stellen. Außerdem entwickeln die Therapeuten eigene Übungen und spielen diese in die Plattform ein. „So individualisieren wir das Programm weiter und gehen noch stärker auf einzelne Anforderungen ein“, erklärt der Therapeut.

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Dr. York Dhein engagiert sich im Vorstand des VPKA Bayern

Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe setzt sich für stärkere Position der Rehabilitation ein

Der neue Vorstand des VPKA (von links nach rechts): Stefan Scharl (2. Vorsitzender), Dr. York Dhein, Oliver Bredel, Ludwig Klitzsch, Dr. Claas Hohmann (3. Vorsitzender), Markus Stark (1. Vorsitzender), Etzel Walle, Dr. Markus Hamm. Foto: VPKA

MÜNCHEN. Dr. York Dhein gehört jetzt zum Vorstand des Verbandes der Privatkrankenanstalten Bayern (VPKA). Der Vorstandsvorsitzende der Johannesbad Gruppe mit Sitz in München fordert, dass die Politik die Rehabilitation mehr in den Fokus nimmt und kritisiert den Bundesgesundheitsminister: „Jens Spahn schadet der ganzen Branche durch seine Pflegegesetzgebung, hier wurde die Rehabilitation schlicht vergessen.“ Darüber hinaus ist seine Hauptforderung, klare Rahmenbedingungen für die Digitalisierung im Gesundheitswesen zu schaffen: „Es kann nicht sein, dass das Faxgerät immer noch das wichtigste Kommunikationsmedium ist, immerhin sind wir im 21. Jahrhundert.“

York Dhein betont: „Auch einzelnen Kliniken und kleineren Klinikgruppen wollen wir mit dem VPKA eine Plattform bieten und die Position der Rehabranche stärken.“ Als Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe engagiert sich der Mediziner besonders für die Weiterentwicklung der Rehabilitation. Mit der Neuwahl des Vorstandes hat der VPKA einen Generationswechsel vollzogen. Neben York Dhein sind jetzt Dr. Markus Hamm (Schön-Kliniken), Oliver Bredel (Sana Kliniken des Landkreises Cham), Etzel Walle (m&i Klinikgruppe Enzensberg) und Ludwig Klitzsch (Ideamed) im Vorstand. Den Vorsitz inne haben Markus Stark (Kliniken Dr. Erler), Stefan Scharl (Reha-Zentren Passauer Wolf, Bad Griesbach-Therme) und Dr. Claas Hohmann (Wolfart-Klinik).

Zum VPKA:
Der VPKA vertritt die gemeinsamen fachlichen Belange der Privatkrankenanstalten in Bayern in allen gesellschaftlichen, sozialpolitischen und tariflichen Angelegenheiten insbesondere gegenüber der Öffentlichkeit, der Regierung, den politischen Parteien, den Behörden, den fachlichen und überfachlichen Unternehmensorganisationen sowie den Gewerkschaften. Mitglieder des Verbandes sind staatlich genehmigte oder sonst zugelassene Privatkrankenanstalten in Bayern. Der VPKA ist der mitgliederstärkste der 13 Landesverbände, die zum Verband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) mit Sitz in Berlin gehören.

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Jens Spahn setzt auf Prävention und Rehabilitation

Bundesgesundheitsminister in Bad Füssing: neue Konzepte und mehr Prävention – gemeinsam gegen den Fachkräftemangel

  • Bundesgesundheitsminister diskutiert mit Johannesbad Gruppe
  • Kassenvertreter fordern, die Digitalisierung voranzutreiben

Brigitte Gross, Direktorin der DRV Bund, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Dr. Irmgard Stippler, Vorsitzende des Vorstandes der AOK Bayern, Dr. Ralf Langejürgen, Leiter der Landesvertretung des Verbands der Ersatzkassen, Werner Krempl, Erster Direktor und Geschäftsführer der DRV Nordbayern, und Dr. Johannes Zwick, Aufsichtsratsvorsitzender der Johannesbad Gruppe (von links nach rechts) diskutierten bei den Bad Füssinger Gesprächen über die Zukunft der Rehabilitation. Foto: Johannesbad

BAD FÜSSING. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stärkt der Rehabilitation in Deutschland den Rücken. Bei den Bad Füssinger Gesprächen der Johannesbad Gruppe sagte er: „Nach den Verbesserungen in der Kranken- und Altenpflege werden wir uns auch die Situation in der Rehabilitation ansehen. Und wenn die Pflegeberufe wieder attraktiver werden, werden auch Rehabilitationseinrichtungen profitieren.“ Außerdem ging er auf die Aussage von Dr. Johannes Zwick, Aufsichtsratsvorsitzender der Johannesbad Gruppe, ein. Dieser forderte: „Wir müssen stärker auf Prävention setzen. Nach den großen Dax-Konzernen muss gerade auch der starke deutsche Mittelstand betriebliches Gesundheitsmanagement im Berufsalltag verankern.“ Jens Spahn sagte dazu: „Die Zukunft liegt in vielfältiger Prävention; genau an diesen Hebeln muss in Zukunft angesetzt werden, denn nur wenn Beschäftigte fit bleiben, ist das Gleichgewicht unseres Gesundheitssystems in Zukunft gesichert.“

Im Johannesbad nahm Jens Spahn vor rund 450 Zuhörern Stellung zu den aktuellen Entwicklungen in der Gesundheitsbranche. Im Mittelpunkt stand der Fachkräftemangel, von dem Akut- und Rehakliniken gleichermaßen betroffen sind. „Auch im Gesundheitswesen müssen wir auf Wirtschaftlichkeit achten, um in Zukunft weiterhin leistungsstark zu sein“, sagte Jens Spahn. Johannes Zwick sicherte dem Bundesgesundheitsminister Unterstützung zu: „Gemeinsam mit Betreibern anderer Kliniken engagieren wir uns bereits für die Ausbildung und das Employer Branding, um die Gesundheitsberufe wieder attraktiver zu machen. Das werden wir weiter ausbauen.“

Digital für die Gesundheit

Der Bundesgesundheitsminister forderte außerdem die bessere digitale Vernetzung zwischen Rentenversicherern und Krankenkassen: „Bereits jetzt wäre es möglich, durch wissenschaftliche Forschung und Entwicklung sowie Verbesserungen beim Austausch von Informationen unter den Beteiligten des Gesundheitssystems Krankheiten deutlich früher zu erkennen und zu behandeln. Neben dem Gewinn für die persönliche Gesundheit leistet Prävention auch einen wichtigen Beitrag, um Erwerbsminderungen zu verhindern.“ Als Voraussetzung sieht Jens Spahn die systematische, kluge Analyse von Daten. Auch Dr. Johannes Zwick forderte: „Ein engerer Datenaustausch ermöglicht Patienten, schneller und effektiver zu genesen – das verkürzt den Weg zurück in den Beruf. Für Ärzte, Therapeuten und Mitarbeiter des Gesundheitswesens minimiert der Austausch Risiken und entbürokratisiert den Arbeitsalltag.“

Reha lohnt sich

In einer regen Diskussion äußerten sich anschließend Vertreter der Deutschen Rentenversicherung (DRV) sowie der Krankenkassen. Brigitte Gross, Direktorin der DRV Bund, sagte: „Die Zahlungen von Erwerbsminderungsrenten können durch erfolgreiche Rehabilitationsmaßnahmen deutlich reduziert werden.“ Sie antwortete auf die Frage, ob sich Reha lohne, klar: „Ja!“ Werner Krempl, Erster Direktor und Geschäftsführer der DRV Nordbayern, sieht das Präventionsgesetz aus dem Juli 2015 als ersten großen Schritt. Er sagte in Bad Füssing: „Die Nachhaltigkeit der Reha-Maßnahmen nimmt dadurch spürbar zu. Jetzt sollte jedoch auch finanziell nachgezogen werden, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.“

Prävention garantiere ein funktionierendes Gesundheitssystem im Blick auf den demografischen Wandel. Das betonte Dr. Ralf Langejürgen, Leiter der Landesverbandvertretung des Verbands der Ersatzkassen. Und Dr. Irmgard Stippler, Vorsitzende des Vorstandes der AOK Bayern, forderte verbesserte Digitalisierung: „So können wir eine optimale Versorgung sichern und die Erwerbstätigkeit möglichst lange gewährleisten. Dafür müssen Zuweiser, Kostenträger und Leistungserbringer enger vernetzt werden.“ Dr. Johannes Zwick ergänzte: „Es geht ja nicht nur darum, möglichst lange zu arbeiten, um das System zu erhalten. Sondern auch um die Art und Weise: gesund, motiviert, körperlich und mental leistungsfähig; damit zufrieden und erfolgreich. Das ist entscheidend für die Menschen.“

Die Reha-Branche gilt neben der Akutversorgung und der Altenpflege als dritte große Säule des deutschen Gesundheitssystems. Über eine Million Patienten werden pro Jahr in 1.150 Rehakliniken nach Operationen, Schlaganfall oder aufgrund chronischer oder psychosomatischer Erkrankungen versorgt. Die Johannesbad Gruppe gehört zu den Top-10-Rehaanbietern in Deutschland.

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Für die Hoffnung auf Haiti

Johannesbad Gruppe spendet 2.500 Euro für Krankenhaus im Inselstaat – Oberarzt Dr. Michael Scholten hat vor Ort Maßnahmen für die Hygiene umgesetzt

BAD FÜSSING/ORSCHOLZ. Spender mit Desinfektionsmittel sind in deutschen Krankenhäusern überall zu finden. Nicht so auf Haiti. Hier wäscht sich das Personal im Krankenhaus Hopital Espoir die Hände mit Seife; OP-Wäsche wird von Hand gereinigt, da es keine Waschmaschine gibt; auf der Frühgeborenenstation gibt es keine Hygieneschleuse, die Keime von den Babys fernhalten könnte. Dr. Michael Scholten, Oberarzt in der Johannesbad Fachklinik Saarschleife, hat bei seinem Einsatz für die Hilfsorganisation Humedica im Januar 2018 begonnen, die grundlegende Hygiene vor Ort zu verbessern. Jetzt unterstützt die Johannesbad Gruppe das Projekt neben der personellen Hilfe auch finanziell: Bernd Witte, Klinikleiter der Johannesbad Fachklinik, Gesundheits- und Rehazentrum Saarschleife, übergab im Beisein von Orscholz‘ Bürgermeister Daniel Kiefer eine Spende von 2.500 Euro an Dr. Michael Scholten als Vertreter für Humedica.

Fitness für die Hygiene

„Mit diesem Beitrag unterstützen wir das Krankenhaus auf Haiti direkt, damit sie weiter in die Hygienestandards investieren“, sagte Bernd Witte. Michael Scholten betont: „Auch an anderen Stellen haben wir bereits Ressourcen gehoben: Zum Beispiel indem wir Materialien fürs Krankenhaus in günstigeren Packungsgrößen bestellt haben – das kann bis zu 70 Prozent Ersparnis bringen.“

Die Mitarbeiter der Johannesbad Gruppe konnten nach dem Etappenlauf des Konzerns 2016 die Fitness-Tracker, die ihre Schritte gezählt hatten, für je zehn Euro kaufen. So fließt diese Summe jetzt  direkt nach Haiti, damit das Krankenhaus im gebeutelten Inselstaat Hoffnung bringt.

Klinikleiter Bernd Witte übergab Dr. Michael Scholten die Spende im Beisein von Orscholz‘ Bürgermeister Daniel Kiefer (v.r.).

Foto: Johannesbad Gruppe

 

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Noch ein Preis für das Wir-Gefühl

Johannesbad Gruppe gewinnt den Deutschen Preis für Onlinekommunikation 2018 in der Branche Tourismus

Ralf Müller, Leiter Johannesbad Hotels, Simon Pink, Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation Johannesbad Gruppe, und Christian Mösbauer, Marketing und Unternehmenskommunikation Johannesbad Gruppe, (von links nach rechts) freuen sich über den Deutschen Preis für Onlinekommunikation – passend zur Sommerparty in Berlin in Hawaiihemden.
Foto: Laurin Schmid, Quadriga

BERLIN/MÜNCHEN. Die Johannesbad Gruppe überholte die Deutsche Bahn und die Dominikanische Republik. Das Familienunternehmen aus Niederbayern sicherte sich jetzt den Deutschen Preis für Onlinekommunikation in Berlin. In der Branche Tourismus überzeugte die Gruppe, die neun Fachkliniken und sieben Hotels unter einem Dach ver-eint, mit der Kampagne „Sei dabei!“ und ihrem Karriereportal johannesbad.de/karriere. Simon Pink, Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation der Johannesbad Gruppe, freute sich bei der Preisverleihung in Berlin am Donnerstag, 14. Juni 2018: „Wir sind hier nicht nur dabei, sondern stehen ganz vorne mit unserer Marketingstrategie und dem neuen Karriere-Portal. Nicht nur im Tourismus, also mit unseren Hotels, sondern auch in den anderen Geschäftsbereichen.“

Seit 2016 verfolgt die Johannesbad Gruppe eine neue Markenstrategie. „Sei dabei!“ lautet die einfache und ebenso einleuchtende Botschaft für die neu ins Leben gerufene Dachmarke „Johannesbad“. Damit erreichte das Unternehmen ein besseres Wir-Gefühl unter den Mitarbeitern und schaffte es bereits 2017 auf die Shortlist zum „digital communications award 2017“ in der Kategorie „brand relationship“. Die Kampagne aus einer komplexen Kombination interner und externer Kommunikationsmaßnahmen, bei der die Mitarbeiter der Johannesbad Gruppe im Mittelpunkt stehen, wurde im vergangenen Jahr weiterentwickelt. Nach der Gestaltung einer gemeinsamen Weihnachtskarte 2016, deren Entstehung über die sozialen Medien zu verfolgen war, folgte jetzt ein neues Karriere-Portal. „Wir sind nach wie vor im roll-out Modus. Es werden noch einige weitere wichtige Bausteine folgen“, kündigt Simon Pink an.

27 Sekunden Vielfalt

Auf dem Karriere-Portal repräsentieren Mitarbeiter das Familienunternehmen. „Diese Stimmen machen uns als Arbeitgeber lebendiger“, sagt Simon Pink. „Unseren Mitarbeitern glauben Bewerber mehr als den Informationen in einer Stellenanzeige oder auf unseren Webseiten.“ Ein eigens entwickelter Film zeigt die Zusammenarbeit innerhalb der Johannesbad Gruppe in nur 27 Sekunden: Arzt, Therapeut, Bademeister, Servicepersonal in den Kliniken und Hotels – sie arbeiten Hand in Hand. Weitere Schritte sind bereits geplant – wie Simon Pink erklärt: „Interessenten können sich schon heute direkt über das Portal bewerben. Wir planen aber auch die Vernetzung mit Xing oder LinkedIn.“ Das spart langwieriges Ausfüllen von mehrseitigen Formularen.

Vorne dabei

Die Johannesbad Gruppe überzeugte bereits mehrfach: Sie erhielt den Stevie Award in Gold in der Kategorie „Jugend Marketing Kampagne des Jahres“ und den HR Excellence Award für ein Azubi-Projekt. Die neue Markenstrategie wurde mit dem dritten Platz beim Award der Fachzeitschrift „KU Gesundheitsmanagement“ ausgezeichnet. Bei Focus Business gehört die Gruppe zu den Top-Arbeitgebern Deutschlands; bei Focus Money ist der Geschäftsbereich Hotellerie bester Ausbildungsbetrieb seiner Branche. Dieser ist auch bei kununu ein Top-Arbeitgeber – mit einer Weiterempfehlungsquote von 96 Prozent. Vorstandsvorsitzender Dr. York Dhein freut sich: „Schön, dass unsere konsequente Arbeit zur Zukunftssicherung der Johannesbad Gruppe beiträgt und ein erfolgreiches Miteinander auch außerhalb der Branche wahrgenommen wird!“

Der Deutsche Preis für Onlinekommunikation wird seit 2011 jährlich vom Magazin pressesprecher veranstaltet, um herausragende Projekte, professionelle Kampagnenplanung und zukunftsweisende Strategien digitaler Kommunikation auszuzeichnen. Über 50 Jurymitglieder aus Unternehmenskommunikation, Wissenschaft und Forschung und Online-PR nominieren die Finalisten und wählen am Tag der Preisverleihung die Sieger. Weitere Informationen zum #dpok finden Sie unter www.onlinekommunikationspreis.de.

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Die Patienten können kommen

Johannesbad Fachklinik eröffnet Anbau mit 14 neuen Appartements – Wirtschaftsminister lobt komfortable Unterbringung und Behandlungsangebot

Freude bei der Eröffnung in der Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand: 1. Reihe von links nach rechts: Harry Glawe (Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern), Werner Weißenberger (Finanzvorstand Johannesbad Gruppe), Birgit Kruckenberg (Klinikleiterin), Dr. York Dhein (Vorstandsvorsitzender Johannesbad Gruppe), Ulrich Hahn (Bürgermeister Kölpinsee); 2. Reihe von links nach rechts: Horst Prehn (Prehn Bau), Burkard Hilsch (Landschaftsbau), Ulrich Thomas (AOK Nord-Ost), Dr. Barbara Syrbe (Ländrätin des Landkreises Vorpommern-Greifswald) Achim Dreischmeier, Architekt. Foto: Johannesbad

KÖLPINSEE. Am Mittwoch (11. April 2018) ist in der Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand der Anbau für die Mutter-Vater-Kind-Vorsorgemaßnahmen eröffnet worden, pünktlich nach einem Jahr Bauzeit. Bei der Eröffnungsfeier waren 80 Gäste vor Ort. Neben Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern, und Barbara Syrbe, Landrätin des Kreises Vorpommern-Greifswald, waren auch Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe, und Werner Weißenberger, Finanzvorstand des Gesundheitsdienstleisters, nach Kölpinsee gekommen. Die Erweiterung schafft Platz für 14 neue Appartements für Patienten. „Der Neubau bietet Müttern und Vätern in Familienverantwortung mit ihren Kindern eine gute Möglichkeit, Kraft für den Alltag zu tanken. Die komfortable Unterbringung und das vielseitige Behandlungsangebot ergänzen den Erholungseffekt in besonderer Weise“, sagte Harry Glawe. Barbara Syrbe freute sich ebenfalls: „Ich finde es fantastisch, dass sich nun noch mehr Eltern und ihre Kinder im gesunden Klima der Insel Usedom erholen können. Es ist eine sehr gute Investition für Familien, die aus allen Teilen Deutschlands kommen. Darüber hinaus wird der Gesundheitsstandort Kölpinsee im Landkreis Vorpommern-Greifswald weiter gestärkt.“

„Usedom ist für unser Unternehmen ein wichtiger Standort“, betonte Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe, zu der die Fachklinik für Eltern-Kind-Vorsorgemaßnahmen sowie Kinderrehabilitation gehört. In den Anbau hat der Gesundheitsdienstleister rund drei Millionen Euro investiert. „Die Lage an der Ostsee bietet beste Voraussetzungen für die Prävention und Rehabilitation unserer kleinen und großen Patienten.“ Klinikleiterin Birgit Kruckenberg ergänzt: „Der Erweiterungsbau zeigt, dass die Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker auf Expansionskurs ist.“

Für die Gesundheit von Körper und Seele

In Zukunft bietet die Fachklinik 56 statt bisher 42 Appartements. Außerdem lädt das großzügige Außengelände mit vielen Sitzmöglichkeiten, Ruheoasen sowie Spielgeräten zum Verweilen ein. Hier behandelt Chefarzt Dr. Stefan Jarzombek funktionelle Störungen und psychovegetative Erschöpfung, Erkrankungen der Atemwege wie Asthma, Hauterkrankungen (wie Neurodermitis, Psoriasis) sowie Stoffwechselerkrankungen (Adipositas, Übergewicht) und Rückenschmerzen. Dabei setzt er bei den Vorsorgemaßnahmen für Eltern mit ihren Kindern auf integrative Medizin. Dr. Stefan Jarzombek verbindet Schulmedizin mit Naturheilverfahren sowie anthroposophischer, chinesischer und indischer Medizin. „Gerade in der Psychosomatik erreichen wir mit der integrativen Medizin sehr viel“, betont der Chefarzt.

Herausforderung gemeistert

Ein Bau parallel zum laufenden Klinikbetrieb stellt besondere Anforderungen dar. Feste Ruhezeiten, kein Baulärm am Wochenende, enge Abstimmung zwischen Planern und Klinikverantwortlichen – Birgit Kruckenberg und ihr Team haben in den vergangenen Monaten eng mit den Handwerkern zusammengearbeitet. „Für alle Beteiligten war dies eine Herausforderung. Daher gilt unser besonderer Dank den ehemaligen und jetzigen Patientinnen und Patienten, den Krankenkassen, die uns in den Argumentationen zur Baustelle unterstützt haben und vor allem unserem Personal. Ich bin stolz auf das Ergebnis, das heute präsentiert wird: mehr Platz für unsere Gäste, mehr Raum für gemütliche Aufenthalte, eine neue Rezeption, eine professionelle Außendarstellung mit ‚blühenden Landschaften‘“, erklärt die Klinikleiterin. Vor Ort sorgten besondere Einblicke auf die Baustelle für Spannung: Durch Plexiglas-Gucklöcher im Bauzaun konnten Kinder und ihre Eltern den Fortgang beobachten. Außerdem konnten sie auf der eigens eingerichteten Kinderbaustelle selbst zu Handwerkern werden.

Die neuen Appartements sind bereits sehr gefragt, wie Birgit Kruckenberg betont: „Schon jetzt sind wir bis Oktober ausgebucht. Gerade Eltern stehen immer häufiger vor der Aufgabe, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Das strengt an“, erklärt die Klinikleiterin und ergänzt: „In unserem Haus können sie wieder Kraft für den Alltag schöpfen und Strategien für zu Hause entwickeln.“

 

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Dr. York Dhein fordert: Gemeinsam gegen den Pflegenotstand

Vorstand der Johannesbad Gruppe kritisiert Gesundheitsminister Spahn – 8.000 neue Pflegekräfte reichen nicht – auch in Akut- und Rehakliniken fehlt Personal

BAD FÜSSING. Gesundheitsminister Jens Spahn will Pflegekräfte aus dem Ausland anwerben: ein Vorstoß, den Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe erst einmal unterstützt. Die Johannesbad Gruppe, eine der größten Reha-Anbieter in Deutschland, akquiriert seit Jahren Mitarbeiter für ihre Fach- und Rehabilitationskliniken im Ausland – mit guten Erfahrungen. Doch übt Dr. York Dhein auch Kritik an den Plänen des neuen Gesundheitsministers: „8.000 neue Pflegekräfte, wie Jens Spahn fordert, reichen bei weitem nicht aus, den Notstand zu beenden – das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein: In der Altenpflege, in Akutkrankenhäusern und Rehakliniken fehlen Mitarbeiter. Hier müssen wir schnell und wirksam handeln – nicht nur demonstrativ fordern.“ Sein Angebot: „Politik und Dienstleister müssen gemeinsam dem Pflegepersonalmangel entgegenwirken und ihre Aktionen bündeln. Dafür setzen wir uns als Klinikvertreter gerne mit der Bundesregierung an einen Tisch.“

Dr. York Dhein macht deutlich, dass es nicht genüge, kurzfristig Pflegekräfte aus dem Ausland anzuwerben. „Denn auch diese Länder leiden bereits unter dem Fachkräftemangel im Gesundheitssektor. Zudem verschärft der demografische Wandel die Situation.“ Der Vorstandsvorsitzende der Johannesbad Gruppe fordert vor allem eine bessere Bezahlung und mehr Investitionen in die Ausbildung. „Das Personal muss mehr verdienen für den harten Job, den sie täglich in der Pflege und in Kliniken leisten“, betont Dr. York Dhein und ergänzt: „Die höheren Kosten können die Arbeitgeber jedoch nicht alleine schultern, hier müssen die Kostenträger wie Kranken-, Renten- und Pflegeversicherungen mit einspringen.“ Für einen Tag in der orthopädischen Anschlussheilbehandlung erhält eine Klinik im Schnitt pro Patient rund 100 Euro. „Damit sind die medizinischen Leistungen, alle Therapien, Essen und Übernachtung abgegolten“, sagt Dr. York Dhein. Man müsse nur einmal bedenken, was eine Hotelübernachtung koste und das in Relation setzen. „Da bleibt nichts mehr übrig, um höhere Löhne zu finanzieren.“

Die Johannesbad Gruppe wirbt schon heute Mitarbeiter aus Polen, Kroatien, Tschechien und Österreich an. Doch wer im Ausland einen Gesundheitsberuf erlernt hat, muss in Deutschland noch immer sehr lange auf die Anerkennung der erworbenen Abschlüsse warten. „Das muss beschleunigt und vereinfacht werden“, fordert Dr. York Dhein. „Wir achten auf gute Sprachkenntnisse oder unterstützen sie mit Deutschkursen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende. Er fügt an: „Denn gerade in der Therapie am Menschen ist Kommunikation entscheidend.“ Außerdem bildet der Gesundheitsdienstleister mit neun Fachkliniken deutschlandweit in vier eigenen Berufsfachschulen selber aus. Diese sind in Bad Elster und Bad Füssing.

Dr. York Dhein (Foto: Johannesbad)

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Schneller und einfacher in die Reha – gegen drohende Pflege

Reha-Tag am 23. September 2017: Dr. York Dhein, Johannesbad Gruppe, fordert besseren Zugang, mehr ambulante und wohnortnahe Angebote

Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe.

BAD FÜSSING. „Reha vor Pflege“: Dieser Grundsatz ist gesetzlich verankert; doch immer noch mangelt es an der Umsetzung. Im Vorfeld des Deutschen Reha-Tags am 23. September 2017 bezieht Dr. med. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe, klar Stellung: „Der Zugang zu Rehabilitationsleistungen muss erleichtert werden. Denn nur so kann drohende Pflegebedürftigkeit vermieden werden.“ An die Reha-Branche gewandt sagt er deutlich: „Wir müssen die Reha zu den Menschen bringen, wohnortnah, ambulant und stationär verzahnt.“

In mehr als 1.200 Reha- und Vorsorgeeinrichtungen mit knapp 120.000 Beschäftigten und insgesamt 170.000 Behandlungsplätzen werden Jahr für Jahr rund 2 Millionen Patienten behandelt. „Doch immer noch werden Rehabilitationsmaßnahmen nicht verordnet. Patienten müssen diese beim Arzt nachfragen, falls dieser die Reha nicht empfiehlt. Der Arzt beantragt dann die Maßnahme – das ist meist sehr kompliziert“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Johannesbad Gruppe, einem der zehn größten Reha-Anbieter in Deutschland. Ablehnungen sind die Regel. Der Weg in die Reha wird so erschwert, Anträge müssen wieder und wieder geschrieben werden. „Dabei zeigen Studien, dass Rehabilitation Pflege verhindern oder zumindest rausschieben kann“, weiß Dr. York Dhein.

Gegen Pflege und chronische Krankheiten

Gerade mit Blick auf die Rente mit 67 nimmt die Bedeutung für die Maßnahmen der Reha-Kliniken zu. „Die Menschen arbeiten länger und werden immer älter. Wer rechtzeitig eine Reha-Maßnahme erhält, kann auch im Alter fitter sein“, sagt Dr. York Dhein. Denn bei der Rehabilitation geht es um die Wiederherstellung der Arbeitskraft, die nicht die Krankenkasse sondern die Rentenversicherung finanziert.

Neben den älteren Menschen stehen auch Kinder stärker im Fokus der Reha-Anbieter. Sie profitieren vom neuen Flexirentengesetz. Denn: Jetzt steht ihnen und allen anderen chronisch kranken Kindern diese Maßnahme auch rechtlich zu. Dr. med. York Dhein wertet das als Meilenstein für viele Betroffene. „Die Kinderreha ist nun eine Pflichtleistung der Deutschen Rentenversicherungsträger. Das war eine ganz wichtige Entscheidung für die Gesundheit der Kinder“, sagt Dr. York Dhein und fügt an: „Eine Reha für Kinder kann jetzt bedarfsgerecht und nicht nur alle vier Jahre beantragt werden.“ Das Ziel der Behandlung ist die spätere Erwerbsfähigkeit der Betroffenen.

Immer mehr Kinder leiden an chronischen Krankheiten – 3,2 Millionen waren es 2013 laut Robert-Koch-Institut und damit 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Die Zahl der Anträge für Kinderrehabilitation hingegen geht kontinuierlich zurück. Waren es im Jahr 2008 nach Angaben der Deutschen Ärztezeitung noch 37.568 Anträge, sanken sie bis 2013 um 29 Prozent. Ein möglicher Grund: Die Antragstellung ist für viele Eltern schwierig und umfangreich. Auch Kinder- und Hausärzte wagen sich oft nicht daran, teilweise kennen sie den neuen Rechtsanspruch nicht oder scheuen den bürokratischen Aufwand. Dr. York Dhein fordert: „Das muss verbessert werden.“

Kurzer Weg in die Reha

Doch der Vorstandsvorsitzende spricht auch die Rehabranche an: „Wir müssen uns stärker am Bedarf der Patienten orientieren.“ Noch immer befinden sich die meisten Rehakliniken in ländlichen Gegenden. „Der Weg dorthin ist zu weit“, sagt Dr. York Dhein und fügt an: „Wir müssen näher zum Patienten, der in erster Linie unser Kunde ist.“ Mehr ambulante und wohnortnahe Angebote schaffen kürzere Wege. Die Johannesbad Gruppe reagiert mit ihrer Unternehmensstrategie auf diese Entwicklung.

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