DVfR

 

Verbesserte Nutzerfreundlichkeit und modernes Design: Neue Homepage der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR)

Getreu dem Motto „Alles neu macht der Mai“ präsentiert sich die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) ab sofort in neuem Online-Gewand. Der Internetauftritt www.dvfr.de wurde grundlegend überarbeitet und mit neuen Inhalten ergänzt. Besonderen Wert wurde auf verbesserte Mitwirkungsmöglichkeiten beim fachlichen Austausch als Kernaufgabe der DVfR gelegt.

Alle Inhalte sind nun einer dreigliedrigen Kopfnavigation zugeordnet: Der Bereich „Arbeitsschwerpunkte“ enthält alle Informationen zur fachlichen Arbeit der DVfR, wie z. B. Stellungnahmen, Fachausschüsse und internationale Zusammenarbeit. Der Abschnitt „Die DVfR“ bündelt wichtige Informationen zum Verein – vom Leitbild über Organisationsstruktur und Mitglieder bis hin zur Geschichte der Vereinigung. Neu ist der Bereich „Rehabilitation und Teilhabe“. Hier finden sich aktuelle Meldungen aus dem Reha-Geschehen, Informationen zum Reha-System in Deutschland sowie interessante Link- und Literaturhinweise. Prominenter eingebunden ist nun das von der DVfR betriebene Portal Reha-Recht.de, das sich als Instrument für den Online-Austausch über Reha-Themen etabliert hat.

„Der neue Internetauftritt informiert breiter als bisher über die Rolle der Rehabilitation zur Förderung von Teilhabe und Inklusion“, erläutert Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorsitzender der DVfR. „Dies trägt zu mehr Transparenz über das komplexe deutsche Reha-System bei, denn für ratsuchende Menschen mit Beeinträchtigungen sowie auch für ihre Ärzte, Angehörige und Betreuer ist es sehr wichtig, Ansprechpartner zu finden und so rechtzeitig den Zugang zu Reha-Angeboten zu ermöglichen. Zugleich wünschen wir uns, dass viele Interessierte, vor allem auch die von Beeinträchtigungen betroffenen Menschen, in unseren Online-Foren mitdiskutieren und ihre Fragen, Meinungen und Erfahrungen mitteilen. Diese Anregungen sind für unsere Arbeit sehr wertvoll.“

Auch in funktioneller Hinsicht bietet die neue Seite neben der barrierefreien Gestaltung viele Such- und Filtermöglichkeiten, was die Nutzerfreundlichkeit deutlich verbessert. Für die stete Weiterentwicklung des Internetauftritts nimmt die DVfR gerne Hinweise der Nutzerinnen und Nutzer entgegen. Bitte senden Sie Ihr Feedback an: y.mueller@dvfr.de.

Über die DVfR

Die DVfR ist in Deutschland die einzige Vereinigung, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung. Grundsätzlich befasst sich die DVfR dabei mit allen Bereichen der Rehabilitation, also der medizinischen, schulischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation, sowie auch Fragen der gezielten Prävention im Sinne ihres Leitbildes und ihrer Satzung.

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Deutsche Vereinigung für Rehabilitation wählt neuen Vorstand

Von links: Edelinde Eusterholz, Prof. Dr. Bernhard Greitemann, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Walter Krug, Dr. Rolf Buschmann-Steinhage und Arnd Longrée (Marion Rink war beim Fototermin nicht anwesend)

Von links: Edelinde Eusterholz, Prof. Dr. Bernhard Greitemann, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Walter Krug, Dr. Rolf Buschmann-Steinhage und Arnd Longrée (Marion Rink war beim Fototermin nicht anwesend)

Mit der Neuwahl des Hauptvorstands und des geschäftsführenden Vorstands wurde am 9. Dezember 2016 die turnusmäßige Vorstandswahl der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) abgeschlossen. Als Vorsitzender der DVfR wurde Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann bestätigt.

Die Mitgliederversammlung der DVfR hat am 14. Oktober 2016 den Hauptvorstand (HV) für die nächste vierjährige Amtsperiode gewählt. Das 32-köpfige Gremium ist das zentrale Beschluss­organ der DVfR. Zählt man die gewählten zwei Stellvertreter jedes HV-Mitglieds hinzu, gehören insgesamt 96 Personen aus allen fünf Mitgliedergruppen der DVfR dem Hauptvorstand an. Dieser wählte vor wenigen Tagen aus seinem Kreis den geschäftsführenden Vorstand (GV), womit die Vorstandswahl der DVfR ihren vorläufigen Abschluss fand.

Der geschäftsführende Vorstand besteht aus sieben Personen. In ihren Ämtern bestätigt wurden Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann (Kreuznacher Diakonie) als Vorsitzender der DVfR, Marion Rink (BAG Selbsthilfe) als zweite stellvertretende Vorsitzende, Edelinde Eusterholz (Verband der Ersatzkassen) als Schriftführerin, Dr. Rolf Buschmann-Steinhage (Deutsche Rentenversi­cherung Bund) als Schatzmeister und Walter Krug (BBW Abensberg / BAG Berufsbildungswerke) als stellvertretender Schatzmeister.

Dem geschäftsführenden Vorstand gehören neu an: Arnd Longrée (Deutscher Verband der Ergotherapeuten), der zum ersten Stellvertreter des Vorsitzenden gewählt wurde, und Prof. Dr. Bernhard Greitemann (Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie / Vereinigung Technische Orthopädie), der das Amt des stellvertretenden Schriftführers übernimmt.

Aus dem GV ausgeschieden sind Raimund Klier (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e. V.) und Prof. Dr. Hans-Peter Kaps (Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie).

Rückblickend auf die vergangene Wahlperiode dankte Dr. Schmidt-Ohlemann allen ausgeschie­denen Vorstandsmitgliedern für ihre engagierte Vorstandsarbeit. Bei seiner Begrüßung der neu­gewählten Vorstandsmitglieder verwies der Vorsitzende darauf, dass der Hauptvorstand ein breites Spektrum von Akteuren im Bereich der Rehabilitation und Teilhabe repräsentiere und auch im Hinblick auf Kontinuität und Erneuerung personell gut aufgestellt sei. „Über 40 Prozent der Gewählten sind erstmals in unserem Gremium vertreten. In einer Zeit, in der fast überall von Personal- und Ressourcenknappheit die Rede ist, ist es bemerkenswert, dass sich wieder viele Experten für die Vorstandsarbeit in der DVfR bereitgefunden haben. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.”

In seiner konstituierenden Sitzung verständigte sich der Hauptvorstand auf zentrale Schwer­punkte für die kommende Wahlperiode: die kritische Begleitung der Umsetzung und Wirkungen der Gesetzesnovelle des SGB IX einschließlich des Bundesteilhabegesetzes sowie die stärkere Teilhabeorientierung und Partizipation bei der Ausgestaltung von Leistungsangeboten und in der Forschung. Darauf gerichtete konkrete Vorhaben der Fachausschüsse, Veranstaltungen und Projektarbeit werden demnächst in einem Arbeitsplan festgelegt.

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung.

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DVfR-Kongress: Teilhabeorientierung in der medizinischen Rehabilitation umsetzen

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Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorsitzender der DVfR, hält einen Vortrag zu aktuellen Herausforderungen in der medizinischen Rehabilitation.

Mehr als 200 Rehaexperten nutzten vom 14. bis 15. November die Gelegenheit, um sich beim Kongress der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) in Berlin über den Aspekt der Teilhabe in der medizinischen Rehabilitation zu informieren und auszutauschen.

Unter dem Motto „Teilhabe – Anspruch und Wirklichkeit in der medizinischen Rehabilitation“ bot der Kongress Fachleuten der Rehabilitation, Menschen mit Behinderungen, Politikern, Wissenschaftlern und weiteren Interessierten eine Plattform, um Entwicklungserfordernisse der medizinischen Rehabilitation auszuloten und dabei die Anforderungen einer sich kontinuierlich wandelnden Lebens- und Arbeitswelt und einer inklusiven Gesellschaft aufzugreifen.

Teilhabe und Inklusion für Jede und Jeden!

„Rehabilitation ist mehr als eine Sozialleistung zur Wiedereingliederung kranker, behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen in Beruf und Gesellschaft: Rehabilitation ist das Versprechen einer solidarischen Gesellschaft auf Teilhabe und Inklusion für Jede und Jeden!“, betonte Kongresspräsident Adolf Bauer, Präsident des Sozialverbands Deutschland (SoVD), in seiner Eröffnungsrede.

Im Auftrag der Schirmherrin des Kongresses Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales (BMAS), brachte Abteilungsleiter Dr. Rolf Schmachtenberg zum Ausdruck, dass Rehabilitation für die rd. 18,3 Mio. Menschen mit Beeinträchtigungen in Deutschland große Relevanz habe. Er begrüßte die zukunftsweisende Ausrichtung des Kongresses. „Lassen Sie uns gemeinsam frischen Wind und neue Denkweisen in die Reha-Landschaft bringen“, war sein Appell an die Kongressteilnehmer. Dazu soll auch das Projekt RehaInnovativen beitragen, das vom BMAS ins Leben gerufen wurde, um die medizinische Rehabilitation mit vielen Partnern gemeinsam weiterzuentwickeln.

Innovationsstrategien entwickeln

Der Vorsitzende der DVfR, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, zeigte in seinem Vortrag sehr konkret die erforderlichen Schritte für die Weiterentwicklung der medizinischen Rehabilitation in Deutschland auf und bot damit wertvolle Anknüpfungspunkte für die Diskussion. Dr. Schmidt-Ohlemann forderte u. a. die verbindliche Berücksichtigung der Teilhabe in allen Phasen der medizinischen Rehabilitation, die umfassende Bedarfsermittlung und Teilhabeplanung mit Einbeziehung der Kontextfaktoren der Betroffenen, flexible Angebote, die bedarfsgerecht und flächendeckend zur Verfügung stehen müssen, und auch eine bessere Hilfsmittelversorgung. Die medizinische Rehabilitation müsse strukturell ausgebaut werden, so dass bestehende Unterversorgungen für bestimmte Personengruppen mit schweren Beeinträchtigungen abgebaut werden können. Fallbegleitung bzw. Casemanagement sowie eine teilhabebezogene Nachsorge sind als neue Leistungsbausteine zur Teilhabeförderung zu etablieren.

Mit Blick auf die Neuregelungen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) sprach sich Dr. Schmidt-Ohlemann dafür aus, die rehabilitationsmedizinische Versorgung in Einrichtungen und Diensten insbesondere im Bereich der Bildung, der beruflichen Rehabilitation und der Eingliederungshilfe sicherzustellen. Wesentlich sei auch, bei der Krankenbehandlung die Teilhabe immer zu berücksichtigen. Er schloss seine Ausführungen mit dem Appell, Innovationsstrategien zu entwickeln und Veränderungen mutig und entschlossen anzugehen.

Jeder ist zur Teilhabe fähig

Einen interessanten Einblick in die ethischen und gesellschaftlichen Grundlagen des Teilhabebegriffs gab Prof. Dr. Johannes Eurich, Direktor des Diakoniewissenschaftlichen Instituts der Universität Heidelberg. „Jeder ist zur Teilhabe fähig, unabhängig von der Schwere seiner Beeinträchtigungen“, so sein Fazit. „Für die Ausrichtung sozialer Leistungen auf die Teilhabe bedeutet dies: Die Anforderungen an die Rehabilitation müssen anhand der individuellen Bedürfnisse der betroffenen Menschen bestimmt werden.“

Betroffenenperspektive einbeziehen

Im Verlauf des Kongresses spielte die Betroffenenperspektive eine herausragende Rolle. Reha-Akteure und Betroffene diskutierten gemeinsam über mehr Teilhabeorientierung in der medizinischen Rehabilitation. Zwei Aspekte wurden dabei als besonders wichtig hervorgehoben: die Partizipation der Betroffenen an ihrer Rehabilitation sowie die konsequente Ausrichtung der Rehabilitation auf die individuellen Teilhabeziele jeder Rehabilitandin und jedes Rehabilitanden.

Wichtige Impulse zur Teilhabeverbesserung

In zehn Workshops erörterten die Kongressteilnehmer die unterschiedlichsten Facetten von Teilhabeorientierung in verschiedenen Reha-Feldern. Wichtige Impulse für Verbesserungen gab es in Bezug auf die frühzeitige, ganzheitliche und trägerübergreifende Feststellung des Teilhabebedarfs, Partizipation, die Festlegung von individuellen Teilhabezielen (im Rahmen der Teilhabeplanung), interdisziplinäre Zusammenarbeit, Berücksichtigung der Kontextfaktoren, konsequente Nachsorge, Casemanagement bei Bedarf sowie Stärkung der Forschung.

Ein zentrales Diskussionsthema des Kongresses war die SGB-IX-Novelle (BTHG). Einschätzungen zu möglichen Auswirkungen der neuen Regelungen für die medizinische Rehabilitation gaben Richard Fischels für das BMAS, Dominik Naumann von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und Markus Hofmann vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion, in der mit Vertretern der Selbsthilfe, der Leistungserbringer, der gesetzlichen Krankenversicherung sowie der Rechtswissenschaft über Auswirkungen des BTHG diskutiert wurde, waren sich einig, dass es keine Einschränkungen bei rehabilitationsmedizinischen Leistungen in der Eingliederungshilfe geben dürfe; dies wäre ein erheblicher Rückschritt für die leistungsberechtigten Menschen. Es wurde die Hoffnung geäußert, dass wesentliche Kritikpunkte am Gesetzentwurf im parlamentarischen Verfahren bis Jahresende noch nachgebessert werden können.

Die Vorträge, Diskussionen und Workshop-Ergebnisse des Kongresses werden in Kürze unter www.dvfr.de zum Nachlesen zur Verfügung gestellt.

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs für die Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung.

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Auszeichnung durch die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation: Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille 2016 geht an Modellprojekt SPORT FÜR MENSCHEN MIT DEMENZ

von links: Dr. Larissa Beck (Geschäftsführerin der DVfR), Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann (Vorsitzender der DVfR), Martin Wonik (Vorstandsmitglied des Landessportbunds NRW), Lars Wiesel-Bauer (Geschäftsführer des BRSNW) und Thomas Härtel (Vizepräsident des Deutschen Behindertensportverbandes e. V.)
von links: Dr. Larissa Beck (Geschäftsführerin der DVfR), Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann (Vorsitzender der DVfR), Martin Wonik (Vorstandsmitglied des Landessportbunds NRW), Lars Wiesel-Bauer (Geschäftsführer des BRSNW) und Thomas Härtel (Vizepräsident des Deutschen Behindertensportverbandes e. V.)

von links: Dr. Larissa Beck (Geschäftsführerin der DVfR), Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann (Vorsitzender der DVfR), Martin Wonik (Vorstandsmitglied des Landessportbunds NRW), Lars Wiesel-Bauer (Geschäftsführer des BRSNW) und Thomas Härtel (Vizepräsident des Deutschen Behindertensportverbandes e. V.)

Für herausragende Leistungen bei der Rehabilitation von Menschen mit Demenz wurde das Modellprojekt SPORT FÜR MENSCHEN MIT DEMENZ des Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes Nordrhein-Westfalen (BRSNW) und des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen mit der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille 2016 ausgezeichnet. Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR) würdigt damit das Projekt, das in einzigartiger Weise die Teilhabe von Menschen mit Demenz am Leben in der Gemeinschaft fördert und die Angehörigen unterstützt.

„Wir möchten damit zum Ausdruck bringen, dass wir Menschen mit Demenz, die ein enormes Problem in ihrer Teilhabe haben, mit bedenken, wenn es uns um die Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen geht. Sie sollen nicht ausgegrenzt sein“, betonte der Vorsitzende der DVfR, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann. Stellvertretend für alle Projektteilnehmer und Projektpartner nahmen Martin Wonik, Vorstandsmitglied des Landessportbunds NRW, und Lars Wiesel-Bauer, Geschäftsführer des BRSNW, die Medaille im Rahmen der DVfR-Mitgliederversammlung am 14. Oktober in Berlin entgegen. Die Laudatio hielt Thomas Härtel, Vizepräsident des Deutschen Behindertensportverbandes e. V.

Unter dem Motto „Gesundheit fördern, Teilhabe ermöglichen, Lebensqualität erhalten“ wurden mit dem Modellprojekt SPORT FÜR MENSCHEN MIT DEMENZ an 73 Standorten in Nordrhein-Westfalen neue Sportangebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen geschaffen. In jedem dieser lokalen Projekte arbeiten Sportvereine zusammen mit Partnern aus Pflege, Betreuung, Begleitung und Demenzberatung. Gemeinsam entwickeln die Netzwerkpartner nah an den Lebenswelten der Zielgruppe Sportangebote, die den Bedürfnissen von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen entsprechen.

„Insgesamt hat das Projekt 1.500 Teilnehmende mit den neu etablierten Angeboten meist inklusiven Charakters erreicht. 69 Fortbildungen und Inhouse-Schulungen sowie fünf landesweite Workshops mit über 1.500 Menschen sind in diesem Bereich für dieses Thema sensibilisiert worden“, erklärte Thomas Härtel in seiner Laudatio. Härtel betonte außerdem die generationsübergreifende Thematik, die auch die Familien von Menschen mit Demenz berücksichtigt und entlastet habe.

Wonik nahm den Preis dankend entgegen und sah ihn als Motivation dafür an, in dieser Richtung weiter zu machen. „Mit dem Medium Bewegung können wir eine Menge schaffen, um Menschen zu helfen, eine bessere Lebenssituation und bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, und das wollen wir, so gut wie wir können, natürlich auch weiterführen“, betonte Wonik in seiner Dankesrede.

Mit der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille ehrt die DVfR seit 2011 Initiativen, die in herausragender Weise die individuelle und umfassende Rehabilitation behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen fördern und zu deren Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft beitragen. Namensgeber der Medaille ist der 2013 verstorbene Pionier der Neurorehabilitation in Deutschland: Prof. Dr. Kurt-Alphons Jochheim.

Über die DVfR

Die DVfR ist in Deutschland die einzige Vereinigung, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung. Grundsätzlich befasst sich die DVfR dabei mit allen Bereichen der Rehabilitation, also der medizinischen, schulischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation, sowie auch Fragen der gezielten Prävention im Sinne ihres Leitbildes und ihrer Satzung.

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Anmeldung noch bis zum 14. Oktober möglich: DVfR-Kongress zur Teilhabe in der medizinischen Rehabilitation

Noch bis zum 14. Oktober können sich Interessierte für den Kongress der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR), der vom 14.-15. November in Berlin stattfinden wird, anmelden. Der Kongress mit dem Titel „Teilhabe – Anspruch und Wirklichkeit in der medizinischen Rehabilitation“ steht unter der Schirmherrschaft von Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales.

Viel Raum wird die Diskussion um das geplante Bundesteilhabegesetz (BTHG) sowie seine Bedeutung und Auswirkung auf die medizinische Rehabilitation einnehmen. Geplant sind dazu ein Workshop, Impulsreferate sowie eine Podiumsdiskussion unter Beteiligung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Aber auch ethische und gesellschaftliche Perspektiven der Teilhabeorientierung, medizinische Reha für Menschen mit psychischen sowie schweren Beeinträchtigungen und Anforderungen an die Forschung werden in Vorträgen, Plenardiskussionen und Workshops eingängig beleuchtet.

Zu Wort kommen sollen ausdrücklich Betroffene und in der Rehabilitation Tätige, die aus ihrer Sicht berichten, wie tatsächlich mit der Perspektive der Teilhabe während der Rehabilitation umgegangen wird und wo sich aus ihrer Sicht Möglichkeiten der Verbesserung der Teilhabeorientierung finden lassen. Die DVfR lädt daher Menschen mit Behinderungen, Sozial- und Selbsthilfeverbände, Akteure der Rehabilitation aus Einrichtungen, Diensten und Verbänden, von Rehabilitationsträgern, aus Unternehmen, Kommunen, Bildungseinrichtungen und dem Gesundheitsbereich sowie Politiker, Wissenschaftler, Juristen und weitere Interessierte herzlich zum Kongress ein.

Weitere Informationen zur Veranstaltung, die Möglichkeit zur Anmeldung sowie das vorläufige Programm finden Sie unter www.dvfr.de/kongress. Hier können Sie auch einsehen, für welche Berufsgruppen die Veranstaltung als Fortbildung zertifiziert ist.

Über die DVfR

Die DVfR ist in Deutschland die einzige Vereinigung, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung. Grundsätzlich befasst sich die DVfR dabei mit allen Bereichen der Rehabilitation, also der medizinischen, schulischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation, sowie auch Fragen der gezielten Prävention im Sinne ihres Leitbildes und ihrer Satzung.

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Diskussionsbeitrag der DVfR zum Regierungsentwurf des BTHG

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Mit einer aktuellen Stellungnahme zum Regierungsentwurf beteiligt sich die DVfR erneut an der Diskussion zum Bundesteilhabegesetz (BTHG). Der Verband fordert darin wesentliche Nachbesserungen des Gesetzesentwurfs, geht auf verschiedene Themenkomplexe ein und stellt mögliche Lösungen vor. Der Diskussionsbeitrag wurde im Rahmen des Ad hoc-Ausschusses „Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe“ erarbeitet.

Die DVfR unterstreicht in dem Papier ihre Sorge, dass zwei zentrale Leistungsgrundsätze der Eingliederungshilfe mit dem BTHG zur Disposition gestellt werden: das Prinzip umfassender Bedarfsdeckung und das Prinzip der Befähigungsgerechtigkeit. Beide Prinzipien sind für die Eingliederungshilfe in ihrer bisher rehabilitativen Ausrichtung prägend und müssen auch zukünftig erhalten bleiben.

Wird die Eingliederungshilfe künftig nicht mehr als soziales Netz verstanden, führt diese Einschränkung der Aufgaben der Eingliederungshilfe zusammen mit der Eingrenzung des leistungsberechtigten Personenkreises dazu, dass auch positive Ansätze des BTHG wie Personenzentrierung, durchgehende Bedarfsermittlung als Leistungsvoraussetzung, Beratungsangebote sowie die Einschränkung der Anrechnung von Einkommen und Vermögen in ihrer Bedeutung zurücktreten.

In dem Papier fordert die DVfR daher wesentliche Nachbesserungen des Gesetzesentwurfs im parlamentarischen Verfahren mit dem Ziel

  • die Eingliederungshilfe als – ggf. subsidiäres – Sicherungsnetz für Leistungen zur Teilhabe zu erhalten, so dass alle erforderlichen Teilhabeleistungen zur Verfügung stehen und dafür immer auch eine Reha-Trägerzuständigkeit gewährleistet ist;
  • allen Menschen mit Beeinträchtigungen die notwendigen Leistungen zur Förderung der Teilhabe zur Verfügung zu stellen und Ausgrenzungen zu vermeiden;
  • die Leistungen der Eingliederungshilfe umfassend, bedarfsdeckend, bei Bedarf interdisziplinär und im Sinne der Rehabilitation nach § 4 SGB IX auszugestalten;
  • Leistungen zur Teilhabe und Leistungen bei Pflegebedürftigkeit sachgerecht miteinander zu verknüpfen und den Vorrang der Teilhabe zu sichern;
  • die Selbstbestimmung der Menschen mit Behinderung bestmöglich zu gewährleisten;
  • die ICF als international anerkannte Systematik zur Beschreibung von Teilhabeeinschränkungen und als Grundlage der Förderung der Teilhabe zu etablieren.

Exemplarisch analysiert die DVfR dazu einige Themenkomplexe im Regierungsentwurf und unterbreitet Lösungsvorschläge.

Zur Stellungnahme der DVfR vom 02.09.2016

Zur Begründung sowie für weitere Aspekte wird auf die Stellungnahme der DVfR vom 18.05.2016 sowie auf Stellungnahmen ihrer Mitglieder und weitere verwiesen.

Bereits im Vorfeld des Referentenentwurfs hatte die DVfR Grundpositionen sowie weitere Ausführungen zur Entwicklung des Bundesteilhabegesetzes erarbeitet. Die Grundpositionen der DVfR vom Juni 2015 finden Sie hier.

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DVfR-Kongress 2016: Teilhabe – Anspruch und Wirklichkeit in der medizinischen Rehabilitation

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Bei Weiterentwicklungen in der medizinischen Rehabilitation muss die Teilhabeorientierung deutlich in den Fokus gerückt werden. Zu diesem Themenfeld veranstaltet die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) vom 14. bis 15. November 2016 in Berlin den Kongress „Teilhabe – Anspruch und Wirklichkeit in der medizinischen Rehabilitation“ unter der Schirmherrschaft von Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Kongresspräsident ist Adolf Bauer vom Sozialverband Deutschland (SoVD).

In Deutschland umfasst medizinische Rehabilitation ein breites Feld von Angeboten der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Unfallversicherung sowie weitere medizinisch-rehabilitative Leistungen, die in anderen Sozialleistungsbereichen erbracht oder dort veranlasst werden. Aufgrund verschiedener Zuständigkeiten und vieler Schnittstellen ergeben sich aus dieser Systematik oft erhebliche Schwächen, aber auch Chancen. Um Teilhabe und Inklusion wirkungsvoll zu unterstützen, ist es erforderlich, diese Leistungen auf die konkreten Bedarfe der Menschen mit Behinderung unter Berücksichtigung ihrer Lebenswelt zuzuschneiden und zusammenzuführen. Das gelingt insbesondere durch koordinierte Zusammenarbeit der zahlreichen Beteiligten.

Der DVfR-Kongress wird Entwicklungserfordernisse der medizinischen Rehabilitation ausloten und dabei auch den Diskurs des Projekts „RehaInnovativen“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales aufgreifen. Die Anforderungen einer sich kontinuierlich wandelnden Lebens- und Arbeitswelt sowie einer inklusiven Gesellschaft, wie sie durch die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) bestimmt sind, werden dabei zugrunde gelegt.

Neben verschiedenen Vorträgen und Podiumsdiskussionen, u.a. zu aktuellen Herausforderungen in der medizinischen Reha, zu ethischen und gesellschaftlichen Perspektiven sowie zum geplanten Bundesteilhabegesetz, finden zehn Workshops statt, die unterschiedlichste Facetten des Themas beleuchten. In zwei Blöcken können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für bis zu zwei Workshops anmelden und sich auf diese Weise mit verschiedenen Themen vertiefend auseinandersetzen.

Zum DVfR-Kongress 2016 lädt die DVfR Menschen mit Behinderungen, Sozial- und Selbsthilfeverbände, Akteure der Rehabilitation aus Einrichtungen, Diensten und Verbänden, von Rehabilitationsträgern, aus Unternehmen, Kommunen, Bildungseinrichtungen und dem Gesundheitsbereich sowie Politiker, Wissenschaftler, Juristen und weitere Interessierte am Thema „Medizinische Rehabilitation und Teilhabe“ herzlich ein.

Bei Anmeldungen bis zum 31. August erhalten Sie einen Frühbucherrabatt!

Weitere Informationen zur Veranstaltung, die Möglichkeit zur Anmeldung sowie das Programm finden Sie unter www.dvfr.de/kongress.

Über die DVfR

Die DVfR ist in Deutschland die einzige Vereinigung, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung. Grundsätzlich befasst sich die DVfR dabei mit allen Bereichen der Rehabilitation, also der medizinischen, schulischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation, sowie auch Fragen der gezielten Prävention im Sinne ihres Leitbildes und ihrer Satzung.

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Die DVfR fordert mehr Teilhabeorientierung in der Heil- und Hilfsmittelversorgung

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In ihrer Stellungnahme zum Referentenentwurf für ein Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) fordert die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR), für eine qualitätsgerechte Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln die Teilhabebedarfe der Betroffenen in den Mittelpunkt zu stellen. Der Gesetzentwurf solle den besonderen Belangen behinderter und chronisch kranker Menschen stärker Rechnung tragen.

Das neue Gesetz konzentriert sich vor allem auf qualitative Verbesserungen bei den Ausschreibungsverfahren, produktbezogene Qualitätsaspekte, die Beratungspflicht durch die Hilfsmittelanbieter und die Aktualisierung des Hilfsmittelverzeichnisses und nachträgliche Kontrollpflichten der Krankenkassen zur Überprüfung von Hilfsmittelverträgen. In ihrer Stellungnahme kritisiert die DVfR, dass der Gesetzentwurf zu einseitig auf Fertig-Hilfsmittel orientiert und hierfür die Produktqualität, Auswahlmöglichkeiten und Beratung durch den Sanitätsfachhandel stärken will. Außer Acht bleibt die notwendige Orientierung des Versorgungsprozesses an den zu erreichenden Zielen. Weitgehend unberücksichtigt bleibt ferner die Tatsache, dass nur ein Teil der Hilfsmittel gebrauchsfähige Fertigprodukte sind, viele andere aber individuell angepasst bzw. hergestellt werden müssen.

Individuelle Hilfsmittelversorgung ist Teamarbeit

Aus Sicht des Vorsitzenden der DVfR, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, sollte zwischen Hilfsmitteln als Handelsware und individuell hergestellten Hilfsmitteln differenziert werden. „Bei individuellen Hilfsmitteln ist die Gestaltung des Hilfsmittelversorgungsprozesses zur Erreichung der Versorgungs- bzw. Teilhabeziele ausschlaggebend und nicht allein die technische Produkteigenschaft“, so der DVfR-Vorsitzende. Eine gute Qualität werde bei individuellen Hilfsmittelversorgungen erreicht, wenn kompetente Leistungserbringer (Ärzte, Therapeuten, Hilfsmittelfachleute) mit dem Versicherten und der Krankenkasse strukturiert und zielorientiert im Hinblick auf zu erreichende Teilhabeziele zusammenarbeiten, um eine bedarfsdeckende Versorgung zu ermöglichen.

Rahmenbedingungen für die individuelle Hilfsmittelversorgung stärken

„Deshalb sollten mit dem Gesetz die Rahmenbedingungen für individuelle Hilfsmittelversorgungen so gestaltet werden, dass Teamarbeit stattfinden kann. Versicherte sollten eine gute Beratung durch ein multiprofessionelles Team erhalten können, welches den Teilhabebedarf umfassend ermittelt und die bedarfsgerechte Versorgung sicherstellt. Dazu gehört auch die anbieterunabhängige Beratung“, fordert Dr. Schmidt-Ohlemann. Da es entgegen der Empfehlung des GKV-Spitzenverbands immer noch gängige Praxis vieler Krankenkassen ist, individuell angefertigte Hilfsmittel oder Hilfsmittel mit hohem Dienstleistungsanteil auszuschreiben, wozu z. B. auch individuell angepasste Rollstühle gehören, fordert die DVfR im Gesetzentwurf dazu eine Klarstellung.

Die beabsichtigte systematische Fortschreibung des Hilfsmittelverzeichnisses ist wichtig, darf aber nicht allein Sache der Hilfsmittelanbieter sein. Da dort nicht nur medizintechnische Details zu Hilfsmitteln, sondern auch ergänzende Dienstleistungen wie Service, Beratung und Training sowie indikationsbezogene Einsatzmöglichkeiten beschrieben werden sollen, empfiehlt die DVfR hierbei die Mitwirkung medizinischer Fachgesellschaften und Betroffenenorganisationen. Außerdem sollten Evaluation und Forschung gestärkt werden, um anhand valider Daten die Qualität des Einsatzes von Heil- und Hilfsmitteln steuern zu können.

Lesen Sie hier die vollständige Stellungnahme der DVfR zum Referentenentwurf für ein Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG).

Weitere Stellungnahmen zum Thema Heil- und Hilfsmittelversorgung finden Sie unter www.dvfr.de/stellungnahmen.

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Neuerungen im Bundesteilhabegesetz unter der Lupe: Monitoringprojekt lädt ein zur Fachtagung „Partizipation und Beratung im Teilhaberecht“

Im Fokus der Fachtagung „Partizipation und Beratung im Teilhaberecht“ am Freitag, 9. September 2016 in Kassel stehen die Beteiligung und Befähigung behinderter Menschen mithilfe des Teilhaberechts. Mit der Fachöffentlichkeit einschließlich der Menschen mit Behinderungen sollen die durch das Bundesteilhabegesetz zu erwartenden Neuerungen in ihrer Auswirkung auf die Praxis diskutiert werden.

Veranstalter der Fachtagung sind die Kooperationspartner des Projekts „Partizipatives Monitoring der aktuellen Entwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts“ und die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR). Das Projekt begleitet und beobachtet den Reformprozess des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert.

An der Fachtagung wird nach einführenden Vorträgen zum Thema Beratung aus Perspektive des Rechts (Prof. Dr. Felix Welti, Universität Kassel), der Sozialforschung (Prof. Dr. Gudrun Wansing, Universität Kassel), der Behindertenpolitik (Alfons Polczyk, Bundesministerium für Arbeit und Soziales [BMAS]) und einem Kommentar aus Sicht der Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen (Uwe Frevert, Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter, fab e. V.) die Diskussion in den folgenden Arbeitsgruppen fortgesetzt:

  • Beratungsansprüche und -strukturen für Übergänge an Schnittstellen (Leitung: Prof. Dr. Katja Nebe, MLU Halle-Wittenberg)
  • Partizipation im Arbeitsleben: a) Barrierefreie Wahlen (Leitung: Prof. Dr. Wolfhard Kohte, ZSH); b) Werkstatträte (Leitung: Mario Schreiner, Universität Kassel)
  • Unabhängige Beratung – Peer Counseling (Leitung: Prof. Dr. Gudrun Wansing, Universität Kassel)
  • Partizipation bei Sozialleistungen (Leitung: Prof. Dr. Felix Welti, Universität Kassel)

Das Programm steht im Internet unter www.reha-recht.de/monitoring/fachtagung2016 zur Verfügung. Interessenten finden unter dem Link auch Anmeldeformulare und weitere Hinweise zur Veranstaltung. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Die Tagung ist barrierefrei, gewünschter Assistenzbedarf kann bei der Anmeldung angegeben werden.

Die Veranstaltungsdaten im Überblick:

Tagungsort:                   Universität Kassel, Universitätsplatz 12, 34127 Kassel (Science Park)

Termin:                           9. September 2016, 10.00 bis 17.00 Uhr

Teilnahmegebühr:        45 Euro (Verpflegung inbegriffen)

Über das Projekt

Im Rahmen des Kooperationsprojekts “Partizipatives Monitoring der aktuellen Entwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts” unterstützt die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) als Projektträgerin gemeinsam mit ihren Partnern an der Universität Kassel, an der Martin-Luther-Universität (MLU) Halle-Wittenberg sowie am Zentrum für Sozialforschung Halle e.V. (ZSH) den aktuellen Reformprozess des Rehabilitations- und Teilhaberechts auf zivilgesellschaftlicher Ebene. Das Monitoring konzentriert sich auf den Schwerpunkt Teilhabe am Arbeitsleben und begleitet die Vorbereitung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) und die Reform des SGB IX, ihre Implementierung in das Verwaltungshandeln und die Rehabilitationspraxis sowie die Wirkungen neuer bzw. weiterbestehender Regelungen in der Praxis. Es wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert.

Die Wahrnehmungen und Einschätzungen der behinderten Menschen und die Bedeutung der Regelungen für ihre Lebenssituation sollen dabei besondere Berücksichtigung erfahren. Um dies zu erreichen, bedarf es einer breiten Beteiligung am fachlichen Austausch. An dem Projekt wirken u. a. Expertinnen und Experten aus Rechts- und Sozialwissenschaften, Sozialmedizin/Begutachtung, Psychologie und Rehabilitationsmedizin mit. Für die Umsetzung des Monitoring-Projekts werden die Angebote des Online-Portals „Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ unter www.reha-recht.de genutzt.

Über www.reha-recht.de

Die besondere Konstruktion des SGB IX als übergeordnetes Gesetz für die Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen führt noch immer zu Problemen bei der Rechtsanwendung. Das Portal „Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ (www.reha-recht.de) veröffentlicht Fachbeiträge und Informationen zur aktuellen Rechtsprechung und zur Rechtsentwicklung im Bereich des SGB IX sowie an den Schnittstellen des Sozialrechts z. B. zum Arbeitsrecht und zur Sozialmedizin. Außerdem ermöglicht es Online-Diskussionen zu ausgewählten Schwerpunktthemen. Ziel ist die Verbreitung nicht hinreichend bekannter Rechtsnormen, der aktuellen Rechtsprechung und ihrer Auslegung sowie die Diskussion von rechtlichen und rechtspolitischen Fragen in der Fachöffentlichkeit und bei den Akteuren in Betrieben und Institutionen. Hierdurch soll die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitationsrechts unterstützt werden.

Kontakt:

Für Rückfragen können sich Interessierte an Mirjam Schülle, Universität Kassel (mirjam.schuelle@uni-kassel.de) wenden oder bei der DVfR an Livia Grupp (l.grupp@dvfr.de) oder Nikola Hahn (n.hahn@dvfr.de).

Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR)
Maaßstr. 26
69123 Heidelberg
Tel.: 06221 / 18 79 01-0
E-Mail: info@reha-recht.de
www.dvfr.de
www.reha-recht.de
monitoring.reha-recht.de

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Mobile Rehabilitation ist zukünftig auch indikationsspezifisch möglich

Nachdem im GKV-Versorgungsstärkungsgesetz 2015 die mobile wohnortnahe Rehabilitation erneut ausdrücklich verankert worden ist, wurden vom GKV-Spitzenverband und den Krankenkassenverbänden auf Bundesebene zum 05.04.2016 Eckpunkte für die mobile indikationsspezifische Rehabilitation mit Umsetzungshinweisen zur Ausweitung des noch wenig verbreiteten Angebots Mobile Rehabilitation veröffentlicht.

Zukünftig können Patienten aus den Bereichen Orthopädie/muskuloskelettale Erkrankungen, Onkologie, Neurologie, Kardiologie und Pneumologie zu Hause, wie auch im Pflegeheim und in der Kurzzeitpflege komplex-rehabilitativ behandelt werden. Die Indikationskriterien für diesen Patientenkreis und die damit verbundenen konzeptionellen Anforderungen sind in dem Eckpunktepapier definiert. Auf dieser Grundlage können mobile, ambulante und stationäre Reha-Einrichtungen mit den Krankenkassenverbänden in einer Anschubphase bis Ende 2021 eine Ergänzungsvereinbarung abschließen. Neugründungen eigenständiger mobiler geriatrischer Rehabilitationsdienste sind ebenso weiterhin möglich.

Die Bundarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation (BAG MoRe) begrüßt diese Entwicklung: „Diese Umsetzungshinweise helfen, eine Versorgungslücke zu schließen. Denn in der praktischen Arbeit der mobilen geriatrischen Rehabilitationsdienste treffen wir immer wieder auf jüngere nicht geriatrische Patienten, die nur in ihrer eigenen häuslichen Umgebung und unter Einbeziehung ihres sozialen Umfelds erfolgreich rehabilitiert werden können. Durch diese neue Entwicklung erhöhen sich die Rehabilitationschancen dieser Zielgruppe deutlich. Wir wünschen uns, dass jetzt viele Einrichtungsträger ihre Chance nutzen und Mobile Rehabilitation anbieten, indem sie einen ergänzenden oder einen eigenständigen mobilen Dienst aufbauen“, so der Vorsitzende der BAG MoRe Dr. med. Matthias Schmidt-Ohlemann.

Die Eckpunkte für die mobile indikationsspezifische Rehabilitation wurden unter Beteiligung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen und der Bundesarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation gemeinsam entwickelt.

Das Eckpunktepapier ist hier als Download erhältlich.

Kontakt:
Bundesarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation e. V. (BAG MoRe)
Mobiler Rehabilitationsdienst
c/o Regina Andres
Waldemarstr. 28b
55543 Bad Kreuznach
Tel. 0671/ 605 38 72
E-Mail: andresre@kreuznacherdiakonie.de
www.bag-more.de

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