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DVfR fordert bedarfsgerechte Angebote der geriatrischen Rehabilitation

Ambulante und mobile geriatrische Rehabilitation sind wichtige Bausteine im Versorgungssystem alter Menschen. Solche Angebote unterstützen die von gesundheitlichen Einschränkungen betroffenen Menschen, ihren Alltag so lange wie möglich selbständig bewältigen zu können und möglichst nicht durch Pflegebedürftigkeit eingeschränkt zu sein. In einem Positionspapier fordert die DVfR den bedarfsgerechten Ausbau geriatrischer Versorgungsstrukturen.

Ambulante und mobile geriatrische Rehabilitation bietet den betroffenen Menschen zahlreiche Vorteile: Durch das Verbleiben im gewohnten Wohnumfeld sind Angehörige oder Bezugspersonen stärker in die Rehabilitation einbezogen. Ein Transfer der Rehabilitationsergebnisse in den Alltag kann schon frühzeitig erfolgen. Sie kann zudem fördernde Kontextfaktoren im Lebensraum berücksichtigen und beispielsweise Beratung und Implementation von altersgerechten Assistenzsystemen für selbstbestimmtes Leben integrieren.

Die DVfR kritisiert, dass es derzeit kein flächendeckendes Angebot an ambulanter und mobiler geriatrischer Rehabilitation gibt. In einigen Bundesländern stehen den Betroffenen nur akutmedizinisch geprägte, teilstationäre geriatrische Einrichtungen am Krankenhaus zur Verfügung.

Das aktuelle Positionspapier der DVfR wurde im Ausschuss „Geriatrische Rehabilitation“ der DVfR erarbeitet unter Mitwirkung von Experten aus Fachgesellschaften, Institutionen und Kliniken. Es greift den Grundsatz „ambulant vor stationär“ nach § 40 SGB V auf und stellt die Formen der ambulanten geriatrischen Rehabilitation vor. Dabei weist es auf das Potenzial einer Vernetzung in geriatrischen Versorgungsverbünden hin. Das Papier enthält einen 18 Punkte-Forderungskatalog, der sich an Akteure und Entscheider im Gesundheits-, Rehabilitations- und Sozialbereich wendet. Gefordert werden u.a. der Ausbau ambulanter Reha-Angebote, eine bessere geriatriespezifische Qualifikation, die Erleichterung des Zugangs zur Rehabilitation, flexible und vernetzte Versorgungsstrukturen und -prozesse sowie der Aufbau einer Versorgungsforschung im Bereich der ambulanten geriatrischen Versorgung.

„Angesichts der wachsenden Bedarfszahlen und Fachkräftemangel in der Pflege besteht hoher Handlungsdruck“, so Dr. Schmidt-Ohlemann, Vorsitzender der DVfR. „Wir begrüßen ausdrücklich den Ansatz des GKV-Spitzenverbands, den Rehazugang über die Pflegeberatung zu stärken. Zu diesem Zweck ist im Entwurf des GKV-Spitzenverbands über Richtlinien einer einheitlichen Durchführung der Pflegeberatung nach § 7a SGB XI die Beratungspflicht über die ambulante und mobile Rehabilitation verankert. Doch müssen die Angebotsstrukturen der geriatrischen Rehabilitation zügig ausgebaut werden, damit die Pflegeberatung den Weg zur ambulanten und mobilen Rehabilitation weisen kann.“

Die Weiterentwicklung der geriatrischen Rehabilitation ist Thema der Fachtagung „Geriatrische Rehabilitation – Versorgung bedarfsgerecht gestalten“ am 10. April 2018 in Berlin. Zur Diskussion aktueller Lösungsansätze sind Ärzte, Therapeuten, Pflegende, Experten der Gesundheitsversorgung und Rehabilitation, Gesundheits- und Sozialpolitiker sowie Vertreter der Selbsthilfe und Sozialverbände herzlich eingeladen. (Weitere Informationen und Anmeldung unter www.dvfr.de)

Download der Pressemitteilung: DVfR fordert bedarfsgerechte Angebote der geriatrischen Rehabilitation (PDF, 149 KB)
Download: Positionspapier der DVfR zur nichtvollstationären rehabilitativen Versorgung geriatrischer Patienten (PDF, 301 KB)

Über die DVfR

Die DVfR ist in Deutschland die einzige Vereinigung, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung. Grundsätzlich befasst sich die DVfR dabei mit allen Bereichen der Rehabilitation, also der medizinischen, schulischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation, sowie auch Fragen der gezielten Prävention im Sinne ihres Leitbildes und ihrer Satzung.

Kontakt:

Johannes Stumpf
Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR)
Maaßstraße 26
69123 Heidelberg
Tel.: 06221 / 18 79 01-19
E-Mail: j.stumpf@dvfr.de

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Die DVfR hat eine neue Geschäftsführerin

Sylvia Kurth, Geschäftsführerin der DVfR

Der Vorstand der DVfR hat Sylvia Kurth zur neuen Geschäftsführerin der DVfR bestellt. Sie übernimmt ab 1. Januar 2018 die Leitung der in Heidelberg ansässigen Geschäftsstelle des interdisziplinär ausgerichteten bundesweiten Verbands.Sylvia Kurth, Geschäftsführerin der DVfR

Sylvia Kurth wechselt zum neuen Jahr aus langjähriger leitender Tätigkeit bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V. zur Deutschen Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR). „Mit Frau Kurth gewinnt die DVfR eine fachkundige und leitungserfahrene Geschäftsführerin“, so Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorsitzender der DVfR. Die Diplom-Sozialwissenschaftlerin bringt Erfahrungen und Expertise aus verschiedenen Bereichen der Rehabilitation sowie aus der Wissenschaft und Lehre mit. „Ich freue mich auf die vielfältigen und anspruchsvollen Aufgaben, die mich bei der DVfR erwarten, und auf die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern, dem Vorstand und dem Team der DVfR“, sagte Kurth bei der offiziellen Begrüßung in der Geschäftsstelle durch den DVfR-Vorsitzenden am 8. Januar 2018.

Im Mittelpunkt der Arbeit der DVfR im Jahr 2018 stehen insbesondere interdisziplinär ausgerichtete Fachtagungen, etwa zur Geriatrischen Rehabilitation oder dem Thema: Psychisch krank in der Schule – Wie gelingt Bildung und Teilhabe? Hervorzuheben ist auch der diesjährige Kongress der DVfR Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben am 6.-7. November 2018 in Berlin. Er bietet allen Akteuren der Rehabilitation und gesellschaftlichen Kräften ein Forum, den digitalen, demografischen und globalen Wandel der Arbeitswelt hinsichtlich der Auswirkungen auf die Teilhabe am Arbeitsleben zu diskutieren. „Mit der Einladung der Mitglieder von Rehabilitation International zum DVfR-Kongress öffnen wir zudem die internationale Perspektive auf die berufliche Rehabilitation“, so Kurth. Gespannt sei sie auch, wie das stufenweise in Kraft tretende Bundesteilhabegesetz (BTHG) in der Praxis weiter umgesetzt wird. „Ziel müsse sein“, ergänzt Dr. Schmidt-Ohlemann, „dass die Akteure die neuen Vorgaben des BTHG in gemeinsamem Handeln ausgestalten. Teilhabe von Menschen mit Behinderung und Inklusion sind partnerschaftlich zu realisieren. Dafür wird sich die DVfR einsetzen.“

Über die DVfR

Die DVfR ist in Deutschland die einzige Vereinigung, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung. Grundsätzlich befasst sich die DVfR dabei mit allen Bereichen der Rehabilitation, also der medizinischen, schulischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation, sowie auch Fragen der gezielten Prävention im Sinne ihres Leitbildes und ihrer Satzung.

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Pressemeldung: Die DVfR hat eine neue Geschäftsführerin
Pressefoto: Sylvia Kurth, Geschäftsführerin der DVfR

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Rechtliche und praktische Fragen zur inklusiven Ausbildung online diskutieren

Wenn die Ausbildung eines behinderten Menschen startet, beginnt oft erst die eigentliche Auseinandersetzung mit Fragen der Inklusion. Gleiches gilt, wenn eine vorzeitige Beendigung des Ausbildungsverhältnisses im Raum steht. Vom 5. bis 15. Dezember 2017 stellt die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation daher bei FMA erneut das Thema „Herausforderung inklusive Ausbildung“ zur Diskussion mit Expertinnen und Experten. Alle interessierten Personen, v. a. Betroffene aus Betrieben und Unternehmen sind eingeladen, sich mit ihren rechtlichen und praktischen Fragestellungen an der Online-Diskussion beteiligen.

Die Diskussion „Herausforderung inklusive Ausbildung II“ soll aktuelle Entwicklungen, v. a. auch angesichts des Bundesteilhabegesetzes sowie mögliche weiterhin bestehende Regelungs- und Schutzlücken in den Blick nehmen. Sie wird im Forum „Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ (FMA) unter http://fma.reha-recht.de durchgeführt. Die bereits 2015 behandelten Fragen werden somit um neue Themen ergänzt. Wer hierzu beitragen und allgemeine Fragen oder Meinungsbeiträge zum Thema einreichen möchte, kann nach Registrierung und Anmeldung ab 5. Dezember selbst im Forum Beiträge schreiben. Zu beachten ist, dass eine individuelle Beratung dabei nicht stattfindet.

Das moderierte Online-Forum FMA gehört zum Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de; Träger ist die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR). Jede öffentliche Diskussionsrunde bleibt im Forum nachlesbar und wird außerdem in Form eines Fachbeitrags zusammengefasst. Der erste Austausch zum Thema inklusive Ausbildung fand im März/April 2015 statt und wurde im Fachbeitrag D24-2015 auf www.reha-recht.de zusammengefasst.

Folgende Expertinnen und Experten werden die Online-Diskussion „Herausforderung inklusive Ausbildung II“ begleiten:

  • Annetraud Grote (Projektkoordinatorin InkA, Paul-Ehrlich-Institut, Langen)
  • Dr. Wolfhard Kohte (Zentrum für Sozialforschung Halle e. V., Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg),
  • Dr. Katja Nebe (Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Recht der Sozialen Sicherheit, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
  • Hans-Günther Ritz (Chefredakteur „Die Schwerbehindertenvertretung“, Projekte zur beruflichen Eingliederung schwerbehinderter Menschen, Fachautor)
  • Barbara Vieweg (Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e. V., Berlin)

Weitere Informationen finden sich im Online-Forum FMA unter http://fma.reha-recht.de.

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung.

Über Reha-Recht.de

Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de dient als Plattform für die Verbreitung der nicht hinreichend bekannten, zuletzt durch das Bundesteilhabegesetz geänderten Rechtsnormen v.a. des SGB IX. Hierzu werden die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungspraxis sowie Gesetzgebungsprozesse analysiert und kommentiert. Der juristischen Fachöffentlichkeit und Akteuren in Betrieben, Institutionen und Verbänden steht damit ein Forum für den interdisziplinären Austausch zu Rechtsfragen zur Verfügung. Ziel ist es, die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts zu unterstützen.

Kontakt:

Steffen Heidt
Koordination Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht

Tel.: 06221 / 18 79 01-22
E-Mail: s.heidt@dvfr.de

www.reha-recht.de

http://fma.reha-recht.de

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Teilhabe von Familien mit behinderten Kindern stärken: Online-Diskussion ab 22. September 2017

Familien mit behinderten oder chronisch kranken Kindern bewältigen große Herausforderungen. Zu den zentralen Fragen gehört dabei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Lässt sich die Fürsorge für ein behindertes Kind mit den Erwartungen des Arbeitgebers verbinden? Wo findet sich eine inklusive Kindertagesstätte? Welche Sozialleistungen stehen zur Verfügung und wo gibt es kompetente Beratung? – Bislang halten das deutsche Arbeits- und das Sozialrecht nur vereinzelt Regelungen für Eltern behinderter Kinder vor. Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) stellt die Familie nun in den Mittelpunkt ihrer aktuellen Online-Diskussion „Zur Rolle der Familie und sozialer Netze von Menschen mit Behinderungen“. Alle fachlich und persönlich Interessierten sind ab dem 22. September 2017 dazu eingeladen, Fragen, Meinungen und Erfahrungen online zu diskutieren.

Familien mit beeinträchtigten Kindern sind besonders gefordert, um ihren Alltag zu organisieren. Neben der Auseinandersetzung mit verschiedenen Leistungsträgern und ‑erbringern bewältigen sie oft auch besondere Herausforderungen in der Pflege – und dies weitgehend unabhängig vom Alter ihrer Kinder. Betroffene Eltern weisen eine niedrigere Erwerbsbeteiligung auf, zulasten des Familieneinkommens und mit negativen Folgen für die Teilhabechancen aller Familienmitglieder.

In der Praxis verlassen sich Staat und Gesellschaft vielfach auf das familiäre, freundschaftliche oder nachbarschaftliche Umfeld der Menschen mit Behinderungen. Die Familie als unterstützendes soziales Netz braucht jedoch ihrerseits Unterstützung, um stabil und verlässlich zu bleiben. Es geht z.B. um Flexibilität bei der Gestaltung der Elternzeit, bei der Rückkehr in den Beruf sowie im Bereich der Arbeitszeitregelungen angesichts besonderer Situationen. Zur Debatte stehen darüber hinaus entlastende Sozialleistungen wie Frühförderung, Hilfsmittelversorgung, Assistenzleistungen oder inklusive Betreuungsplätze sowie unterstützende Infrastrukturen in Form von Peer Beratung, Selbsthilfeeinrichtungen oder ambulanten Diensten.

2008 hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass das Verbot einer behinderungsbedingten Diskriminierung auch die sogenannte assoziierte Diskriminierung umfasst: Niemand darf wegen seiner engen Verbindung zu einem behinderten Menschen diskriminiert werden. Die rechtliche Verankerung dieses Verbots im deutschen Antidiskriminierungsrecht sowie klare Anspruchsregelungen stehen noch aus.

Die Online-Diskussion

Vom 22. September bis 13. Oktober 2017 führt die DVfR hierzu eine öffentliche Online-Diskussion durch. Fachpersonen aus Forschung und Praxis, fachlich Interessierte, Angehörige und Menschen mit Behinderungen sind eingeladen, ihre Fragen und Meinungen zum Thema online einzureichen und mitzureden. Für die aktive Teilnahme auf der Plattform unter http://fma.reha-recht.de ist eine Registrierung erforderlich, dort sind auch weitere Informationen zum Ablauf der Online-Diskussion abrufbar.

Der Fachaustausch wird u. a. von folgenden Expertinnen und Experten begleitet:

  • Prof. Dr. Andreas Eckert, Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik, Zürich
  • Dipl. jur. Doreen Kalina, Bremen
  • Dr. Annette Mund, Vorstandsvorsitzende Kindernetzwerk e. V., Aschaffenburg
  • Prof. Dr. iur. Katja Nebe, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Kai Pakleppa, Leiter Referat Konzepte, Bundesvereinigung Lebenshilfe, Berlin
  • Dr. iur. Cathleen Rabe-Rosendahl, Referentin beim Bundesverwaltungsgericht, Leipzig
  • Birgit Scheibe, Rechtsanwältin, Mediatorin, Referentin im Diözesancaritasverband Münster

Seit 2014 finden bei FMA mehrmals im Jahr Online-Diskussionen zu verschiedenen Themen des Reha- und Teilhaberechts statt. Alle bisherigen Diskussionen können unter fma.reha-recht.de nachgelesen werden. „Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ ist ein Angebot von www.reha-recht.de in Trägerschaft der DVfR.

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung.

Über www.reha-recht.de

Die besondere Konstruktion des SGB IX als übergeordnetes Gesetz für die Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen führt noch immer zu Problemen bei der Rechtsanwendung. Das Portal „Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ (www.reha-recht.de) veröffentlicht Fachbeiträge und Informationen zur aktuellen Rechtsprechung und zur Rechtsentwicklung im Bereich des SGB IX sowie an den Schnittstellen des Sozialrechts z. B. zum Arbeitsrecht und zur Sozialmedizin. Außerdem ermöglicht es Online-Diskussionen zu ausgewählten Schwerpunktthemen. Ziel ist die Verbreitung nicht hinreichend bekannter Rechtsnormen, der aktuellen Rechtsprechung und ihrer Auslegung sowie die Diskussion von rechtlichen und rechtspolitischen Fragen in der Fachöffentlichkeit und bei den Akteuren in Betrieben und Institutionen. Hierdurch sollen die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitationsrechts unterstützt werden.

Kontakt:

Steffen Heidt
Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht

Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR)
Maaßstr. 26
69123 Heidelberg
Tel.: 06221 / 18 79 01-0
E-Mail: info@reha-recht.de

www.dvfr.de

www.reha-recht.de

monitoring.reha-recht.de

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Diskussionspapier des BTHG-Ausschusses der DVfR zur ICF-Nutzung im BTHG

Der Ad-hoc-Ausschuss der DVfR „Umsetzung des BTHG“ hat in einer Stellungnahme den umfangreichen Handlungsbedarf bei der ICF-Anwendung im Rahmen der Umsetzung des Gesetzes zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen (Bundesteilhabegesetz – BTHG) analysiert und unterbreitet konkrete Vorschläge zur ICF-Nutzung, die einen Fehlgebrauch der ICF vermeiden helfen.

Bei der Umsetzung des BTHG besteht hoher Zeitdruck, Instrumente der Bedarfsermittlung zu entwickeln und zudem ein ICF-konformes Konzept für die Beschreibung des leistungsberechtigten Personenkreises zu erarbeiten. Das Papier trägt zur notwendigen fachlichen Diskussion über die Nutzung der ICF bei.

Die Stellungnahme finden Sie auf der Seite der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR).

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Auszeichnung durch die DVfR: Dr. Harry Fuchs erhält Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille 2017

v.l.: Arnd Longrée, Edelinde Eusterholz, Prof. Dr. Felix Welti, Marion Rink, Verena Bentele, Dr. Harry Fuchs, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Dr. Rolf Buschmann-Steinhage, Markus Hofmann (DGB)

Für sein außerordentliches Engagement für die Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen in Deutschland wurde Dr. Harry Fuchs am 18. Mai mit der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille 2017 geehrt. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) das Lebenswerk von Dr. Fuchs, der sich als unabhängiger Sozialrechtsexperte konsequent für Anwendung und Umsetzung des SGB IX im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention eingesetzt hat.

v.l.: Arnd Longrée, Edelinde Eusterholz, Prof. Dr. Felix Welti, Marion Rink, Verena Bentele, Dr. Harry Fuchs, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Dr. Rolf Buschmann-Steinhage, Markus Hofmann (DGB)

v.l.: Arnd Longrée, Edelinde Eusterholz, Prof. Dr. Felix Welti, Marion Rink, Verena Bentele, Dr. Harry Fuchs, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Dr. Rolf Buschmann-Steinhage, Markus Hofmann (DGB)

“Sein Lebenslauf ist ein beeindruckendes Zeugnis von Arbeit für die Rehabilitation behinderter Menschen im Hauptamt und im Ehrenamt, gestaltend, beratend und wissenschaftlich, mit Blick auf Gesetzgebung, Verwaltung und Selbstverwaltung, Leistungserbringung und Interessenvertretung, Forschung und Lehre“, führte Prof. Dr. Felix Welti von der Universität Kassel in seiner Laudatio während der Hauptvorstandssitzung in Berlin aus.

Seit den 60er Jahren ist Dr. Harry Fuchs in vielen Gremien für Institutionen und Personen tätig und vertritt als kritischer Geist die Interessen von Rehabilitanden. Als unabhängiger Sachverständiger wirkt Dr. Fuchs seit 1996 u.a. beratend in den Bereichen Gesundheitswesen, Rehabilitation, Pflegeversicherung, aber auch Alterssicherung und Finanzierung von Sozialleistungssystemen an der Vorbereitung von Gesetzesvorhaben mit. Maßgeblich hat er an der Entwicklung und Weiterentwicklung des Neunten Sozialgesetzbuches sowie der Pflegeversicherung mitgewirkt. In den letzten Jahren hat sich Dr. Fuchs aktiv und kritisch an der Diskussion um das Bundesteilhabegesetz beteiligt und engagiert sich nun, wo das Bundesteilhabegesetz beschlossen ist, für dessen Umsetzung. Derzeit begleitet Dr. Fuchs in Nordrhein-Westfalen ein Anwenderforschungsprogramm zur Teilhabeförderung in der Altenpflege. Ziel ist es, zusammen mit der Caritas in Köln Ende 2019 ein Handbuch zur Organisation von Teilhabe in Altenheimen vorzulegen.

Dr. Fuchs ist Mitglied der DVfR und gehört dem Hauptvorstand seit 2004 an.  In den Gremien und bei vielen Tagungen der Vereinigung hat er sich mit Analysen und Vorschlägen für ein modernes System der Rehabilitation und Teilhabe eingebracht, stets mit Blick auf die Menschen, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Auch im Beirat des Diskussionsforums Rehabilitations- und Teilhaberecht www.reha-recht.de der DVfR arbeitet er aktiv mit.

Seinen umfassenden Sachverstand über das komplexe Sozialrecht, die Praxis des Sozialleistungssystems und die sozialpolitischen Entwicklungsbedarfe in Deutschland stellt Dr. Fuchs konsequent im Rahmen ehrenamtlicher Tätigkeit zur Verfügung. Er gestaltet nicht nur den Austausch in fachlichen Gremien engagiert mit, sondern berät ehrenamtlich auch Selbsthilfeverbände und ratsuchende Betroffene, die sich bei Problemen des Zugangs zu Rehabilitationsleistungen an ihn wenden.

„Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation ehrt mit Harry Fuchs einen Menschen, der für den notwendigen Anteil von Verwaltung, Recht und Politik am Fortschritt der Rehabilitation steht. Sie ehrt ihn stellvertretend für viele, die sich in Verwaltung, Selbstverwaltung und Verbänden dafür einsetzen, die Rehabilitation zu verbessern. Und sie ehrt einen einzigartigen Menschen, der sich um die Rehabilitation besonders verdient gemacht hat“, schließt Prof. Dr. Welti seine Laudatio.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille.

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Arbeit inklusiv gestalten – die Online-Diskussion

Für die bessere Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben gibt es etliche Regelungen im Sozialrecht sowie im Arbeits- und Ausbildungsrecht. Jüngst sind mit dem Bundesteilhabegesetz Änderungen im Recht der Schwerbehindertenvertretungen sowie im Werkstattrecht in Kraft getreten. Gelingensbedingungen wie auch Hindernisse für die praktische Umsetzung von Inklusion in Betrieben sowie konkrete Ideen und Vorschläge sind bis 26. Mai 2017 Thema einer Online-Diskussion im Forum “Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht” (FMA) der DVfR.

Im Blick sind insbesondere Themen wie

  • Übergangsbereiche von der Schule in die Ausbildung und von der Hochschule in den Arbeitsmarkt,
  • Werkstätten und Inklusionsbetriebe,
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM),
  • Stufenweise Wiedereingliederung sowie
  • Bedarfsfeststellung und Teilhabeplanung.

Zu den Mitwirkenden zählen Referentinnen und Referenten der Fachtagung “Arbeit inklusiv gestalten” vom 8./9. Mai 2017 in Berlin, an welche die Online-Diskussion anknüpft. Teilnehmende der Fachtagung können gegebenenfalls offene Fragen aufgreifen und Aspekte vertiefen, die ihnen besonders wichtig sind.

Betroffene und interessierte Fachleute aus Praxis und Wissenschaft, die nicht an der Tagung teilgenommen haben, sind ebenfalls herzlich eingeladen, sich an dem öffentlichen, allgemein zugänglichen Austausch zu beteiligen.

Unter folgenden Links gelangen Interessierte zur Diskussion:

Fragen können auch per E-Mail an das Redaktionsteam unter info@reha-recht.de gesendet werden.

Nähere Details zur diesjährigen Fachtagung, die im Rahmen des Projekts “Partizipatives Monitoring der aktuellen Entwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts” der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) in Kooperation mit der Martin-Luther-Universität (MLU) Halle-Wittenberg, dem Zentrum für Sozialforschung Halle (ZSH) und der Universität Kassel durchgeführt wurde, finden Sie auf der Projektseite: monitoring.reha-recht.de. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert.

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Verbesserte Nutzerfreundlichkeit und modernes Design: Neue Homepage der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR)

Getreu dem Motto „Alles neu macht der Mai“ präsentiert sich die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) ab sofort in neuem Online-Gewand. Der Internetauftritt www.dvfr.de wurde grundlegend überarbeitet und mit neuen Inhalten ergänzt. Besonderen Wert wurde auf verbesserte Mitwirkungsmöglichkeiten beim fachlichen Austausch als Kernaufgabe der DVfR gelegt.

Alle Inhalte sind nun einer dreigliedrigen Kopfnavigation zugeordnet: Der Bereich „Arbeitsschwerpunkte“ enthält alle Informationen zur fachlichen Arbeit der DVfR, wie z. B. Stellungnahmen, Fachausschüsse und internationale Zusammenarbeit. Der Abschnitt „Die DVfR“ bündelt wichtige Informationen zum Verein – vom Leitbild über Organisationsstruktur und Mitglieder bis hin zur Geschichte der Vereinigung. Neu ist der Bereich „Rehabilitation und Teilhabe“. Hier finden sich aktuelle Meldungen aus dem Reha-Geschehen, Informationen zum Reha-System in Deutschland sowie interessante Link- und Literaturhinweise. Prominenter eingebunden ist nun das von der DVfR betriebene Portal Reha-Recht.de, das sich als Instrument für den Online-Austausch über Reha-Themen etabliert hat.

„Der neue Internetauftritt informiert breiter als bisher über die Rolle der Rehabilitation zur Förderung von Teilhabe und Inklusion“, erläutert Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorsitzender der DVfR. „Dies trägt zu mehr Transparenz über das komplexe deutsche Reha-System bei, denn für ratsuchende Menschen mit Beeinträchtigungen sowie auch für ihre Ärzte, Angehörige und Betreuer ist es sehr wichtig, Ansprechpartner zu finden und so rechtzeitig den Zugang zu Reha-Angeboten zu ermöglichen. Zugleich wünschen wir uns, dass viele Interessierte, vor allem auch die von Beeinträchtigungen betroffenen Menschen, in unseren Online-Foren mitdiskutieren und ihre Fragen, Meinungen und Erfahrungen mitteilen. Diese Anregungen sind für unsere Arbeit sehr wertvoll.“

Auch in funktioneller Hinsicht bietet die neue Seite neben der barrierefreien Gestaltung viele Such- und Filtermöglichkeiten, was die Nutzerfreundlichkeit deutlich verbessert. Für die stete Weiterentwicklung des Internetauftritts nimmt die DVfR gerne Hinweise der Nutzerinnen und Nutzer entgegen. Bitte senden Sie Ihr Feedback an: y.mueller@dvfr.de.

Über die DVfR

Die DVfR ist in Deutschland die einzige Vereinigung, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung. Grundsätzlich befasst sich die DVfR dabei mit allen Bereichen der Rehabilitation, also der medizinischen, schulischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation, sowie auch Fragen der gezielten Prävention im Sinne ihres Leitbildes und ihrer Satzung.

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Deutsche Vereinigung für Rehabilitation wählt neuen Vorstand

Von links: Edelinde Eusterholz, Prof. Dr. Bernhard Greitemann, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Walter Krug, Dr. Rolf Buschmann-Steinhage und Arnd Longrée (Marion Rink war beim Fototermin nicht anwesend)

Von links: Edelinde Eusterholz, Prof. Dr. Bernhard Greitemann, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Walter Krug, Dr. Rolf Buschmann-Steinhage und Arnd Longrée (Marion Rink war beim Fototermin nicht anwesend)

Mit der Neuwahl des Hauptvorstands und des geschäftsführenden Vorstands wurde am 9. Dezember 2016 die turnusmäßige Vorstandswahl der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) abgeschlossen. Als Vorsitzender der DVfR wurde Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann bestätigt.

Die Mitgliederversammlung der DVfR hat am 14. Oktober 2016 den Hauptvorstand (HV) für die nächste vierjährige Amtsperiode gewählt. Das 32-köpfige Gremium ist das zentrale Beschluss­organ der DVfR. Zählt man die gewählten zwei Stellvertreter jedes HV-Mitglieds hinzu, gehören insgesamt 96 Personen aus allen fünf Mitgliedergruppen der DVfR dem Hauptvorstand an. Dieser wählte vor wenigen Tagen aus seinem Kreis den geschäftsführenden Vorstand (GV), womit die Vorstandswahl der DVfR ihren vorläufigen Abschluss fand.

Der geschäftsführende Vorstand besteht aus sieben Personen. In ihren Ämtern bestätigt wurden Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann (Kreuznacher Diakonie) als Vorsitzender der DVfR, Marion Rink (BAG Selbsthilfe) als zweite stellvertretende Vorsitzende, Edelinde Eusterholz (Verband der Ersatzkassen) als Schriftführerin, Dr. Rolf Buschmann-Steinhage (Deutsche Rentenversi­cherung Bund) als Schatzmeister und Walter Krug (BBW Abensberg / BAG Berufsbildungswerke) als stellvertretender Schatzmeister.

Dem geschäftsführenden Vorstand gehören neu an: Arnd Longrée (Deutscher Verband der Ergotherapeuten), der zum ersten Stellvertreter des Vorsitzenden gewählt wurde, und Prof. Dr. Bernhard Greitemann (Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie / Vereinigung Technische Orthopädie), der das Amt des stellvertretenden Schriftführers übernimmt.

Aus dem GV ausgeschieden sind Raimund Klier (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e. V.) und Prof. Dr. Hans-Peter Kaps (Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie).

Rückblickend auf die vergangene Wahlperiode dankte Dr. Schmidt-Ohlemann allen ausgeschie­denen Vorstandsmitgliedern für ihre engagierte Vorstandsarbeit. Bei seiner Begrüßung der neu­gewählten Vorstandsmitglieder verwies der Vorsitzende darauf, dass der Hauptvorstand ein breites Spektrum von Akteuren im Bereich der Rehabilitation und Teilhabe repräsentiere und auch im Hinblick auf Kontinuität und Erneuerung personell gut aufgestellt sei. „Über 40 Prozent der Gewählten sind erstmals in unserem Gremium vertreten. In einer Zeit, in der fast überall von Personal- und Ressourcenknappheit die Rede ist, ist es bemerkenswert, dass sich wieder viele Experten für die Vorstandsarbeit in der DVfR bereitgefunden haben. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.”

In seiner konstituierenden Sitzung verständigte sich der Hauptvorstand auf zentrale Schwer­punkte für die kommende Wahlperiode: die kritische Begleitung der Umsetzung und Wirkungen der Gesetzesnovelle des SGB IX einschließlich des Bundesteilhabegesetzes sowie die stärkere Teilhabeorientierung und Partizipation bei der Ausgestaltung von Leistungsangeboten und in der Forschung. Darauf gerichtete konkrete Vorhaben der Fachausschüsse, Veranstaltungen und Projektarbeit werden demnächst in einem Arbeitsplan festgelegt.

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung.

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DVfR-Kongress: Teilhabeorientierung in der medizinischen Rehabilitation umsetzen

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Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorsitzender der DVfR, hält einen Vortrag zu aktuellen Herausforderungen in der medizinischen Rehabilitation.

Mehr als 200 Rehaexperten nutzten vom 14. bis 15. November die Gelegenheit, um sich beim Kongress der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) in Berlin über den Aspekt der Teilhabe in der medizinischen Rehabilitation zu informieren und auszutauschen.

Unter dem Motto „Teilhabe – Anspruch und Wirklichkeit in der medizinischen Rehabilitation“ bot der Kongress Fachleuten der Rehabilitation, Menschen mit Behinderungen, Politikern, Wissenschaftlern und weiteren Interessierten eine Plattform, um Entwicklungserfordernisse der medizinischen Rehabilitation auszuloten und dabei die Anforderungen einer sich kontinuierlich wandelnden Lebens- und Arbeitswelt und einer inklusiven Gesellschaft aufzugreifen.

Teilhabe und Inklusion für Jede und Jeden!

„Rehabilitation ist mehr als eine Sozialleistung zur Wiedereingliederung kranker, behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen in Beruf und Gesellschaft: Rehabilitation ist das Versprechen einer solidarischen Gesellschaft auf Teilhabe und Inklusion für Jede und Jeden!“, betonte Kongresspräsident Adolf Bauer, Präsident des Sozialverbands Deutschland (SoVD), in seiner Eröffnungsrede.

Im Auftrag der Schirmherrin des Kongresses Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales (BMAS), brachte Abteilungsleiter Dr. Rolf Schmachtenberg zum Ausdruck, dass Rehabilitation für die rd. 18,3 Mio. Menschen mit Beeinträchtigungen in Deutschland große Relevanz habe. Er begrüßte die zukunftsweisende Ausrichtung des Kongresses. „Lassen Sie uns gemeinsam frischen Wind und neue Denkweisen in die Reha-Landschaft bringen“, war sein Appell an die Kongressteilnehmer. Dazu soll auch das Projekt RehaInnovativen beitragen, das vom BMAS ins Leben gerufen wurde, um die medizinische Rehabilitation mit vielen Partnern gemeinsam weiterzuentwickeln.

Innovationsstrategien entwickeln

Der Vorsitzende der DVfR, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, zeigte in seinem Vortrag sehr konkret die erforderlichen Schritte für die Weiterentwicklung der medizinischen Rehabilitation in Deutschland auf und bot damit wertvolle Anknüpfungspunkte für die Diskussion. Dr. Schmidt-Ohlemann forderte u. a. die verbindliche Berücksichtigung der Teilhabe in allen Phasen der medizinischen Rehabilitation, die umfassende Bedarfsermittlung und Teilhabeplanung mit Einbeziehung der Kontextfaktoren der Betroffenen, flexible Angebote, die bedarfsgerecht und flächendeckend zur Verfügung stehen müssen, und auch eine bessere Hilfsmittelversorgung. Die medizinische Rehabilitation müsse strukturell ausgebaut werden, so dass bestehende Unterversorgungen für bestimmte Personengruppen mit schweren Beeinträchtigungen abgebaut werden können. Fallbegleitung bzw. Casemanagement sowie eine teilhabebezogene Nachsorge sind als neue Leistungsbausteine zur Teilhabeförderung zu etablieren.

Mit Blick auf die Neuregelungen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) sprach sich Dr. Schmidt-Ohlemann dafür aus, die rehabilitationsmedizinische Versorgung in Einrichtungen und Diensten insbesondere im Bereich der Bildung, der beruflichen Rehabilitation und der Eingliederungshilfe sicherzustellen. Wesentlich sei auch, bei der Krankenbehandlung die Teilhabe immer zu berücksichtigen. Er schloss seine Ausführungen mit dem Appell, Innovationsstrategien zu entwickeln und Veränderungen mutig und entschlossen anzugehen.

Jeder ist zur Teilhabe fähig

Einen interessanten Einblick in die ethischen und gesellschaftlichen Grundlagen des Teilhabebegriffs gab Prof. Dr. Johannes Eurich, Direktor des Diakoniewissenschaftlichen Instituts der Universität Heidelberg. „Jeder ist zur Teilhabe fähig, unabhängig von der Schwere seiner Beeinträchtigungen“, so sein Fazit. „Für die Ausrichtung sozialer Leistungen auf die Teilhabe bedeutet dies: Die Anforderungen an die Rehabilitation müssen anhand der individuellen Bedürfnisse der betroffenen Menschen bestimmt werden.“

Betroffenenperspektive einbeziehen

Im Verlauf des Kongresses spielte die Betroffenenperspektive eine herausragende Rolle. Reha-Akteure und Betroffene diskutierten gemeinsam über mehr Teilhabeorientierung in der medizinischen Rehabilitation. Zwei Aspekte wurden dabei als besonders wichtig hervorgehoben: die Partizipation der Betroffenen an ihrer Rehabilitation sowie die konsequente Ausrichtung der Rehabilitation auf die individuellen Teilhabeziele jeder Rehabilitandin und jedes Rehabilitanden.

Wichtige Impulse zur Teilhabeverbesserung

In zehn Workshops erörterten die Kongressteilnehmer die unterschiedlichsten Facetten von Teilhabeorientierung in verschiedenen Reha-Feldern. Wichtige Impulse für Verbesserungen gab es in Bezug auf die frühzeitige, ganzheitliche und trägerübergreifende Feststellung des Teilhabebedarfs, Partizipation, die Festlegung von individuellen Teilhabezielen (im Rahmen der Teilhabeplanung), interdisziplinäre Zusammenarbeit, Berücksichtigung der Kontextfaktoren, konsequente Nachsorge, Casemanagement bei Bedarf sowie Stärkung der Forschung.

Ein zentrales Diskussionsthema des Kongresses war die SGB-IX-Novelle (BTHG). Einschätzungen zu möglichen Auswirkungen der neuen Regelungen für die medizinische Rehabilitation gaben Richard Fischels für das BMAS, Dominik Naumann von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und Markus Hofmann vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion, in der mit Vertretern der Selbsthilfe, der Leistungserbringer, der gesetzlichen Krankenversicherung sowie der Rechtswissenschaft über Auswirkungen des BTHG diskutiert wurde, waren sich einig, dass es keine Einschränkungen bei rehabilitationsmedizinischen Leistungen in der Eingliederungshilfe geben dürfe; dies wäre ein erheblicher Rückschritt für die leistungsberechtigten Menschen. Es wurde die Hoffnung geäußert, dass wesentliche Kritikpunkte am Gesetzentwurf im parlamentarischen Verfahren bis Jahresende noch nachgebessert werden können.

Die Vorträge, Diskussionen und Workshop-Ergebnisse des Kongresses werden in Kürze unter www.dvfr.de zum Nachlesen zur Verfügung gestellt.

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs für die Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung.

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