DVfR

 

Fachtagung zur Inklusion von Kindern mit Behinderungen im Vorschulalter

DVfR-LogoMit dem Thema „Inklusion von Kindern mit Behinderungen verwirklichen – Herausforderungen für Gesundheitsversorgung und interdisziplinäre Teilhabesicherung im Vorschulalter“ beschäftigt sich am 28. November eine Fachtagung in Berlin. Veranstalter sind die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR), die Diakonie Deutschland, das Kindernetzwerk und die Vereinigung für Interdisziplinäre Frühförderung.

Viele Familien mit Vorschulkindern, bei denen eine (drohende) Behinderung oder chronische Erkrankung vorliegt, befinden sich in schwierigen Lebenslagen. Nicht nur wächst ein Teil der Kinder in Armut auf, auch gibt es aus Wissenschaft und Praxis Hinweise darauf, dass nicht bei allen Kindern ein vorhandener Förder- bzw. Rehabilitationsbedarf gedeckt wird. Für eine gelingende Teilhabesicherung sowie Förderung und Gesundheitsversorgung der betroffenen Kinder ist ganz wesentlich, dass Bedarfe frühzeitig erkannt werden und die verschiedenen Sektoren des Gesundheits- und Sozialsystems und die Professionen vernetzt zusammenarbeiten.

Vor diesem Hintergrund ist das Ziel der Fachtagung nicht nur eine Bestandsaufnahme zu den aktuellen Herausforderungen der Teilhabesicherung von Kindern (im Vorschulalter). Sie soll vielmehr auch eine Plattform für den interdisziplinären und sektorenübergreifenden Austausch bieten, wobei u. a. folgende Fragen im Zentrum stehen:

Wo liegen die aktuellen Herausforderungen bei der (gesundheitlichen) Versorgung und Teilhabe von Kindern mit (drohender) Behinderung im Vorschulalter? Wie kann die erforderliche Kooperation der verschiedenen Akteure organisiert, wie die Einbindung der Familien erreicht werden? Was braucht es, damit Unterstützungsangebote bedarfsgerecht ausgebaut werden können? Und welche Rahmenbedingungen sind aus rehabilitations- und gesundheitspolitischer Sicht hierbei erforderlich?

Tagungsprogramm, Anmeldemöglichkeiten sowie weitere Informationen zur Fachtagung finden Sie auf der Veranstaltungswebsite: https://www.dvfr.de/veranstaltungen/detail/event/inklusion-von-kindern-mit-behinderungen-verwirklichen/

 

Aufrufe: 69


33 Monate Bundesteilhabegesetz: Wie stark ist die SBV? – Online-Diskussion im September über die Schwerbehindertenvertretung

Logo Fragen-Meinungen-Antworten Online-ForumDas Bundesteilhabegesetz hat die Beteiligungsrechte für die Schwerbehinderten­vertretung (SBV) erweitert. Welche Entwicklungen gab es dadurch in Betrieben und Dienststellen? Hierzu veranstaltet die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. ab dem 25. September 2019 eine Online-Diskussion und lädt insbesondere Mitglieder der SBV und Vertrauenspersonen zur Mitwirkung mit eigenen Fragen und Thesen ein.

Schwerbehindertenvertretungen haben im Zuge der Reform zum Bundesteilhabegesetz (BTHG) bessere Rechtsgrundlagen für ihre Arbeit gefordert und ihre Rolle als Motor für die Inklusion in der Arbeitswelt deutlich gemacht. Mit Erfolg: Das am 23. Dezember 2016 verabschiedete BTHG hat die Anhörungs- und Informationsrechte der SBV erweitert, Freistellungs- und Schulungsansprüche neu geregelt und den Arbeitgeber verpflichtet, die Kosten der SBV-Arbeit zu tragen. Die öffentliche Online-Diskussion „33 Monate BTHG: Stärkung der SBV – Programm oder Wirklichkeit?“ nimmt die weitere Entwicklung seit Inkrafttreten der Neuregelungen in den Blick. Der Austausch wird sich damit befassen, wie die Gesetze in Betrieben und Dienststellen umgesetzt werden. Dabei sollen auch bisher wenig thematisierte Aspekte aufgegriffen werden, wie z. B. die Rolle der Stufenvertretungen in größeren Behörden sowie Modelle für die Heranziehung von Stellvertretungen bei einer Verhinderung oder bei Unterstützungsbedarf der SBV. Folgende Expertinnen und Experten begleiten die Diskussion und beantworten Fragen von interessierten Teilnehmenden:

  • Alfons Adam (Konzern- und Gesamtvertrauensperson Daimler AG, Schwerbehinderten­vertretungen der Deutschen Automobilindustrie)
  • Franz Josef Düwell (Vorsitzender Richter a. D. am Bundesarbeitsgericht und Honorarprofessor an der Universität Konstanz)
  • M.A. Marie Sophia Heide (Universität zu Köln, Lehrstuhl für Arbeit und Berufliche Rehabilitation)
  • Irene Husmann, Clara Müllenmeister, Angela Hopmann und Iris Kamrath (Beratungs­stelle handicap, Hamburg)
  • iur. Matthias Liebsch (wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Fachanwalt für Arbeits­recht Frank Schröder, Halle/Saale)
  • Michael Karpf (LAGIBA LAG Inklusion in Beschäftigung und Arbeit Baden-Württemberg, Hauptschwerbehindertenvertretung der Polizei)
  • Dr. Wolfhard Kohte (Forschungsdirektor Zentrum für Sozialforschung Halle e. V. (ZSH), Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg).

Interessierte können sich im Forum „Fragen – Meinungen – Antworten“ unter fma.reha‑recht.de anmelden und im Diskussionszeitraum vom 25. September bis 11. Oktober 2019 eigene Fragen stellen oder auf Beiträge von anderen Teilnehmenden antworten. Um Impulse für die Weiterentwicklung der Selbstvertretungsrechte zu setzen, sind neben Fakten und prakti­schen Erfahrungswerten auch persönliche Meinungen erwünscht. Die wesentlichen Inhalte der Diskussion werden anschließend in einem Fachbeitrag zusammengefasst und im Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht veröffentlicht. Die Online-Diskussion ist Teil des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds geförderten Monitoring-Projekts der DVfR.

Weitere Informationen finden Sie unter https://fma.reha-recht.de

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der die Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe.

Über Reha-Recht.de
Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de dient als Plattform für die Verbreitung der nicht hinreichend bekannten, zuletzt durch das Bundesteilhabegesetz geänderten Rechtsnormen v. a. des SGB IX. Hierzu werden die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungspraxis sowie Gesetzgebungsprozesse analysiert und kommentiert. Der juristischen Fachöffentlichkeit und Akteuren in Betrieben, Institutionen und Verbänden steht damit ein Forum für den interdisziplinären Austausch zu Rechtsfragen zur Verfügung. Ziel ist es, die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts zu unterstützen.

Kontakt
Steffen Heidt
Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR)
Tel.: 0 62 21 / 18 79 01-22
E-Mail: s.heidt@dvfr.de

Aufrufe: 206


DVfR-Fachtagung „Pflegebedürftig – Selbstbestimmte Teilhabe durch Rehabilitation stärken!“ am 30. Oktober in Berlin

Logo der DVfRDie Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) greift mit der Fachtagung zum Thema „Pflegebedürftig – Selbstbestimmte Teilhabe durch Rehabilitation stärken!“ in die aktuelle Debatte über Lösungsansätze im Bereich der Pflege ein. Die Veranstaltung findet am 30. Oktober 2019 beim GKV-Spitzenverband in Berlin statt.

Pflegebedürftige Menschen haben einen gesetzlichen Anspruch auf Teilhabeförderung. Bisher profitieren Menschen mit drohender oder bereits eingetretener Pflegebedürftigkeit aber noch viel zu wenig von den Möglichkeiten einer bedarfsgerechten medizinischen Rehabilitation, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, hinauszuzögern oder zu vermindern und die Teilhabe zu fördern.

Die Fachtagung bietet Gelegenheit dazu, Chancen und Umsetzungsmöglichkeiten der Rehabilitation für Menschen mit drohender oder bereits eingetretener Pflegebedürftigkeit zu erörtern. Insbesondere sollen Fragen der frühzeitigen Erkennung des Rehabilitationsbedarfs sowie des Zugangs zur Rehabilitation beraten werden.

Fachleute aus den Bereichen Rehabilitation, Gesundheitsversorgung und Pflege sowie SelbsthilfevertreterInnen und weitere Interessierte sind zu diesem Diskurs herzlich eingeladen.

Das Tagungsprogramm ist jetzt veröffentlicht und die Anmeldung ist ab sofort freigeschaltet.

Alle Informationen zur Fachtagung finden Sie auf der Veranstaltungswebsite: https://www.dvfr.de/veranstaltungen/detail/event/pflegebeduerftig-selbstbestimmte-teilhabe-durch-rehabilitation-ermoeglichen/

Aufrufe: 71


Mitbestimmung in Werkstätten für behinderte Menschen gestalten – Die Umsetzung der Werkstätten-Mitwirkungsverordnung in der Diskussion

Logo Online-Forum und DVfR

Textlogo Forum Fragen - Meinungen -Antworten Reha- und TeilhaberechtWie verändert die neue Werkstätten-Mitwirkungsverordnung (WMVO) den Werkstattalltag? Welchen Herausforderungen begegnen Frauenbeauftragte in ihrer Arbeit? Und was bedeuten die Neuregelungen für Träger der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)? – Die praktische Umsetzung der WMVO ist Schwerpunkt einer Online-Diskussion der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) im Mai 2019.

 

Artikel 27 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verpflichtet die Vertragsstaaten u. a. „… zu gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen ihre Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte gleichberechtigt mit anderen ausüben können.“ Mit dem Bundesteilhabegesetz traten im Jahr 2017 Änderungen der WMVO in Kraft, die für Werkstatträte neben Mitwirkungsrechten auch Mitbestimmungsrechte verankern. Zudem ist in jeder Werkstatt eine Frauenbeauftragte aus den Reihen der Beschäftigten zu wählen. Trotz einer Stärkung der Werkstatträte bleiben die Regelungen der WMVO allerdings hinter der Mitbestimmung durch Betriebsräte in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes zurück.

In der öffentlichen Online-Diskussionsrunde „Mitbestimmung in Werkstätten für behinderte Menschen gestalten“ geht es ab dem 9. Mai 2019 um den Stand der Umsetzung der reformierten WMVO. Ziel ist ein Informations- und Erfahrungsaustausch, v. a. auch in rechtlichen Fragen, der Wege zu mehr Mitbestimmung in den Werkstätten aufzeigt, aber auch Barrieren benennt und aktuelle Anliegen beleuchtet.

Die Diskussion wird u. a. von den folgenden Expertinnen und Experten fachlich begleitet:

  • Konstantin Fischer, Syndikusanwalt/Referent Recht, Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e. V. (BAG WfbM)
  • Ricarda Kluge, Weibernetz e.V., Koordinatorin im Projekt „Ein Bundes-Netzwerk für Frauen-Beauftragte in Einrichtungen“
  • Almuth Meinert, Referentin für Teilhabe am Arbeitsleben, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.
  • Hans-Günther Ritz, Fachautor und Experte für behindertenrechtliche Fragen, ehem. Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
  • Viviane Schachler, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Fachbereich Sozialwesen, Hochschule Fulda
  • -Prof. Dr. Mario Schreiner, Lehrstuhl für Rehabilitationspädagogik,
    Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Jürgen Thewes, Vorstand Werkstatträte Deutschland e. V.
  • Dr. Gudrun Wansing, Rehabilitationssoziologie und berufliche Rehabilitation, Humboldt-Universität zu Berlin

Interessierte können sich bereits jetzt im Online-Forum „Fragen – Meinungen – Antworten“ unter https://fma.reha-recht.de anmelden und im Diskussionszeitraum vom 9. bis 29. Mai 2019 Fragen stellen, von ihren Erfahrungen berichten oder auf die Beiträge anderer Teilnehmender antworten. Dabei sind nicht nur Fakten, sondern auch Meinungen gefragt. Die wesentlichen Inhalte der Diskussion werden anschließend in einem Fachbeitrag zusammengefasst und im Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht veröffentlicht.

Weitere Informationen finden Sie unter https://fma.reha-recht.de/

Die Pressemitteilung in Leichter Sprache: Mitbestimmung in Werkstätten für behinderte Menschen

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der die Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe.

Über Reha-Recht.de

Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de dient als Plattform für die Verbreitung der nicht hinreichend bekannten, zuletzt durch das Bundesteilhabegesetz geänderten Rechtsnormen v. a. des SGB IX. Hierzu werden die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungspraxis sowie Gesetzgebungsprozesse analysiert und kommentiert. Der juristischen Fachöffentlichkeit und Akteuren in Betrieben, Institutionen und Verbänden steht damit ein Forum für den interdisziplinären Austausch zu Rechtsfragen zur Verfügung. Ziel ist es, die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts zu unterstützen.

Kontakt

Steffen Heidt

Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR)

Tel.: 06221 / 18 79 01-22

E-Mail: s.heidt@dvfr.de

Aufrufe: 342


Mobile Rehabilitation als Türöffner für die Teilhabe in Pflegeheimen

Die Teilhabeförderung für pflegebedürftige Menschen durch Mobile Rehabilitation stand im Mittelpunkt des Symposiums „Teilhabe Pflege(n) – Wege zur Selbstbestimmung und Teilhabe im Pflegeheim“, das die Bundesarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation (BAG MoRe) am 25. Januar 2019 in Berlin durchgeführt hatte. Die Tagung fand in Kooperation mit der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR), der Diakonie Deutschland, dem ISO-Institut Saarbrücken und dem Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Universität Halle statt.

Über 60 Expertinnen und Experten erörterten die Ergebnisse des Forschungsprojekts des Bundesministeriums für Gesundheit zum Rehabedarf und zur Mobilen Geriatrischen Rehabilitation in stationären Pflegeeinrichtungen und trugen damit zum Praxistransfer der Ergebnisse bei. Bei der Mobilen Rehabilitation (MoRe) werden ambulante aufsuchende Rehabilitationsleistungen durch ein interdisziplinäres Team in der Häuslichkeit bzw. im Pflegeheim des Rehabilitanden erbracht. Das soziale Umfeld und Angehörige können so in die Rehabilitation unmittelbar einbezogen und soziale Teilhabe erweitert werden. Bei dem 2018 abgeschlossenen Forschungsprojekt war ein durchschnittlicher Rehabilitationsbedarf bei ca. 22 Prozent der Pflegeheimbewohner festgestellt worden. Die Studie belegte u.a., dass durch MoRe nachhaltig deutliche Verbesserungen der Körperfunktionen und der Teilhabe erreicht werden können.

„Ganz überwiegend wünschen sich Pflegeheimbewohner mit einem festgestellten Rehabilitationsbedarf eine Mobile Reha in ihrem persönlichen Umfeld“, erläuterte Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorsitzender der BAG MoRe und der DVfR. Trotz des großen Bedarfs und des nachgewiesenen Erfolges gibt es deutschlandweit jedoch lediglich 16 Einrichtungen für Mobile Geriatrische Reha sowie zwei weitere MoRe-Einrichtungen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums erörterten in Vorträgen und einer Podiumsdiskussion die Schwierigkeiten bei der Umsetzung der MoRe in Pflegeeinrichtungen. Neben der ungenügenden Bedarfsdeckung wurde als ein weiteres Problem die Konzeption der Pflegeeinrichtungen als überwiegend geschlossene Institutionen mit pflegeorientierten Organisationsstrukturen und vereinheitlichten Arbeitsabläufen identifiziert, die den Bedürfnissen der Bewohner nach selbstbestimmtem Wohnen und Teilhabe nicht gerecht werden. Da Mobile Reha aber auf ein unterstützendes soziales Umfeld zur Realisierung der selbstbestimmten Teilhabe angewiesen ist, stößt diese in Pflegeheimen oft an ihre Grenzen. In der Diskussion erörterten die Expertinnen und Experten mögliche Ansatzpunkte für Veränderungen in Pflegeeinrichtungen, um Teilhabe zu ermöglichen: Aufgabe der Pflegeheime sollte sein, lebenswerte Wohnwelten mit Möglichkeiten zur selbstbestimmten Teilhabe zu schaffen, z. B. durch Trennung von Wohnen und Pflege. Es müsse sichergestellt werden, dass Bewohner die Entscheidungshoheit über ihre Angelegenheiten im Sinne der Selbstbestimmung behalten und ihre individuellen Teilhabewünsche artikulieren und umsetzen können. Darauf bezogen sollten die Strukturen und Prozessabläufe in der Einrichtung organisiert werden. Außerdem sollten nach Möglichkeit die Angehörigen für Teilhabebelange verantwortlich eingebunden werden. Für den besseren Zugang zur Rehabilitation sei es außerdem erforderlich, das Reha-Antragsverfahren zu vereinfachen.

Die demographische Entwicklung mit stark zunehmender Zahl pflegebedürftiger Menschen und dem gleichzeitigen Mangel an Pflegefachkräften stellt eine große Herausforderung dar, für die Lösungen notwendig sind. Die Verbesserung der Rehabilitation pflegebedürftiger Menschen, auch in Pflegeeinrichtungen, durch Mobile Rehabilitation ist dafür ein zielführender Ansatz.

Lesen Sie hier den ausführlichen Veranstaltungsbericht.

Aufrufe: 193


DVfR-Kongress zur Teilhabe am Arbeitsleben – Reha-Experten diskutierten über Chancen und Risiken einer veränderten Arbeitswelt

DVfR-Kongress 2018

Rund 350 Reha-Experten, -Praktiker und Interessierte waren vom 6. bis 7. November zum Kongress der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) nach Berlin gekommen, um sich zum Thema „Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – Herausforderung für Menschen, Systeme, Gesellschaft“ zu informieren und auszutauschen.

Podiumsgespräch beim DVfR-Kongress 2018 (Quelle: DVfR)

Podiumsgespräch beim DVfR-Kongress 2018 (Quelle: DVfR)

Der Kongress bot eine große Bandbreite an Themen rund um die berufliche Teilhabe von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Behinderungen unter den Bedingungen einer sich stark verändernden Arbeitswelt. „Arbeit ist und bleibt ein wesentlicher Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe – das gilt für Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen“, betonte Kerstin Griese, parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), die im Auftrag des Kongressschirmherren, Bundesarbeits- und -sozialminister Hubertus Heil, ein Grußwort sprach. Obwohl die Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen in den letzten Jahren stetig gesunken sei, bestehe bei der Erwerbsbeteiligung nach wie vor Verbesserungspotential, so Griese.

„Menschen mit Behinderungen profitieren nicht in gleichem Maße von der guten Arbeitsmarktlage wie Menschen ohne Behinderungen“, betonte auch Kongresspräsident Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit. Über 40.000 Arbeitgeber beschäftigen bislang keinen einzigen Menschen mit Schwerbehinderung, so Becker. Das BMAS habe daher zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit die Initiative „Einstellung zählt – Arbeitgeber gewinnen“ gestartet, um diesem Missstand entgegenzuwirken.

In Podiumsgesprächen und Vorträgen wurden der Zugang zur Rehabilitation, die Zusammenarbeit zwischen Leistungsträgern und Leistungserbringern sowie Gelingensbedingungen für die Rückkehr an den Arbeitsplatz nach Krankheit oder Unfall erörtert. Interessante Thesen zum Einfluss eines bedingungslosen Grundeinkommens auf die Arbeitswelt und das Sozialleistungssystem trug Prof. Bernhard Neumärker vor. Darüber hinaus boten zehn Workshops Gelegenheit, sich mit einzelnen Themen, wie der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in Werkstätten für behinderte Menschen, Teilhabe in einer Arbeitswelt 4.0 oder Arbeit für Menschen mit Unterstützungsbedarf auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, intensiver auseinanderzusetzen. Als wichtige Voraussetzung für eine Teilhabe am Arbeitsmarkt nach der Schule wurden beispielsweise Schulsysteme identifiziert, die inklusiv ausgerichtet sind. Eine weitere Forderung war, den Ansatz der individuellen Qualifizierung am Arbeitsplatz zu stärken. Passgenaue Leistungen seien maßgeblich für die individuellen Teilhabechancen des Einzelnen. Das Persönliche Budget für Arbeit solle gestärkt und bei Betrieben bekannt gemacht werden; außerdem wurde ein Persönliches Budget für Ausbildung gefordert.

DVfR-Vorstandsmitglied Walter Krug rief dazu auf, die Chancen der Digitalisierung zu gestalten und die derzeit gute wirtschaftlichen Lage zu nutzen, um auf Arbeitgeber zuzugehen. Der Fachkräftemangel führe zu einer erhöhten Bereitschaft, Menschen mit Behinderungen einzustellen. Wenn Betriebe positive Erfahrungen machen, sind sie auch in Zukunft bereit sind, Menschen mit Behinderungen einzustellen.

Weitere Informationen sowie in Kürze die Kongress-Dokumentation finden Sie auf: www.dvfr.de

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der die Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe.

Aufrufe: 369


Engagement für Rehabilitation weltweit verankern

DVfR-Logo

DVfR-Logo

Sitzungen des Weltverbands Rehabilitation International in Berlin: Fast 100 Rehabilitationsexpertinnen und -experten des Weltverbands Rehabilitation International (RI, New York) kamen vom 2. bis 6. November 2018 in Berlin zusammen, um sich über die aktuellen Entwicklungen der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in verschiedenen Ländern der Welt auszutauschen.  Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung und weiteren Gremiensitzungen erläuterten sie zudem aktuelle Aufgaben des Weltverbands.

Nach Berlin eingeladen hatten die beiden deutschen RI-Mitglieder, die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) und die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR), in Kooperation mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Unterstützt wurden die deutschen Gastgeber durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Die Gäste aus aller Welt erwartete über die verschiedenen Sitzungen hinaus ein praxisorientiertes Rahmenprogramm. So besuchten sie Rehabilitationseinrichtungen in und um Berlin und erfuhren aus erster Hand, wie Rehabilitation in Deutschland organisiert und umgesetzt wird.

Im öffentlichen Teil der Mitgliederversammlung am 5. November, der bei der DGUV stattfand und von Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Joachim Breuer eröffnet wurde, dankte die RI-Präsidentin Haidi Zhang aus China für die Gastfreundschaft und zeigte sich beeindruckt von den Entwicklungen in Deutschland zur Stärkung der Rechte von Menschen mit Behinderungen im Sinne einer inklusiven Gesellschaft. Trotz aller gesellschaftlichen Unterschiede sei das Voneinander-Lernen besonders wichtig. Haidi Zhang lud dazu ein, den von RI ins Leben gerufenen Afrika-Fonds zu unterstützen und gemeinsam mit afrikanischen Ländern Projekte zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitswelt behinderter Menschen durchzuführen.

Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, griff bei der Veranstaltung Entwicklungen im deutschen Rehabilitations- und Teilhaberecht mit besonderem Blick auf das Bundesteilhabegesetz auf.

Als Vorsitzende des chinesischen Verbands behinderter Menschen (Disabled Persons Federation, CDPF) vertritt Haidi Zhang rund 80 Millionen Mitglieder. Am Rande der Meetings in Berlin vereinbarten der chinesische Behindertenverband und die Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit (International Social Security Association, ISSA), vertreten durch ISSA-Präsident Prof. Dr. Joachim Breuer, ihre Kooperationsbeziehungen zu intensivieren.

Zum Abschluss ihres Berlinaufenthalts nahmen viele internationale Gäste am Kongress der DVfR zum Thema „Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben“ teil. Zur Kongresseröffnung am 6. November berichtete Jan Monsbakken aus Norwegen, RI-Altpräsident, über internationale Herausforderungen und Chancen für Menschen mit Behinderungen in der Arbeitswelt.

Der Repräsentant Dänemarks, Gunner Gamborg, lud zum nächsten RI-Weltkongress vom 8. bis 10. September 2020 nach Aarhus/Dänemark ein. Die Vision des RI-Kongresses ist es, Gesellschaften weltweit zu mobilisieren, um Rehabilitation als einen unverzichtbaren gesellschaftlichen Wert zu etablieren. Inklusion müsse weltweit Selbstverständlichkeit werden.

Weitere Informationen zum RI-Kongress 2020 in Aarhus/Dänemark unter: www.riworldcongress2020.com

Pressemitteilung vom 16. November 2018 zum Download: Engagement für Rehabilitation weltweit verankern (PDF/252 KB)

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der die Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe.

Kontakt

Sylvia Kurth
Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR)
Maaßstraße 26
69123 Heidelberg
Tel.: 06221 / 18 79 01-0
E-Mail: s.kurth@dvfr.de

Aufrufe: 338


Forschungsprojekt zum BTHG bis 2021 gestartet – DVfR setzt neue Schwerpunkte beim partizipativen Monitoring

Das Kooperationsprojekt „Partizipatives Monitoring der aktuellen Entwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts bis 2021“ beobachtet von September 2018 bis August 2021 die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) und angrenzender Fragestellungen aus sozialrechtlicher und soziologischer Perspektive. Dazu sollen u. a. eigene empirische Erhebungen durchgeführt werden. Im Fokus der Analysen und Kommentierungen steht die Teilhabe am Arbeitsleben.

Das Projekt der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) und ihrer Partnerinnen und Partner an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Universität Kassel sowie am Zentrum für Sozialforschung Halle führt das Monitoring der Entwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts mit neuen Forschungsthemen fort. Hintergrund ist das stufenweise Inkrafttreten des BTHG, verbunden mit seiner Rechtsauslegung sowie mit Fragen der Akzeptanz durch die betroffenen Akteure. Das Projekt hat das Ziel, die Umsetzung der Reformschritte zu beobachten, zu analysieren und aus wissenschaftlicher wie praktischer Sicht zu kommentieren. Die Forschung wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert und durch einen interdisziplinären Beirat begleitet.

Zu den Forschungsschwerpunkten bis 2021 zählen u. a. die Neuregelungen der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA), die Rolle der Schwerbehindertenvertretung oder Fragen der Bedarfsermittlung nach § 13 SGB IX. „Es wird zu beobachten sein, ob und wie die Verknüpfung von medizinischer Rehabilitation, LTA, begleitenden Hilfen, Teilhabe an Bildung, sozialer Teilhabe und Krankenbehandlung zukünftig gelingt, wie sie in gemeinsamen Empfehlungen, regionalen Vereinbarungen und in der Begutachtungspraxis umgesetzt wird und wie die Rechtsprechung mit den neuen Regelungen umgeht“, erklärt der DVfR-Vorsitzende Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann.

Verstärkt stehen neben rein rechtlichen Aspekten auch eigene empirische Erhebungen im Fokus: Wie bewerten unterschiedliche Akteure in der Rehabilitation wichtige Neuerungen durch das BTHG, etwa die Mitbestimmungsrechte für den Werkstattrat und die Implementierung von Frauenbeauftragten in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), das Budget für Arbeit oder Alternativen zur WfbM? Neben Arbeitgebern, Leistungsträgern und -anbietern sollen vor allem Menschen mit Behinderungen zu Wort kommen.

Im Rahmen des Monitoring-Prozesses werden Vorschläge zur Klärung, Weiterentwicklung oder Umsetzung der neuen Regelungen entwickelt und diese in Fachveranstaltungen sowie auf der interaktiven Plattform „Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ zur Diskussion gestellt. Regelmäßige Online-Diskussionen zu ausgewählten Themen stehen allen Interessierten offen und ermöglichen eine niedrigschwellige Partizipation.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite: www.reha-recht.de/monitoring

(Pressemitteilung vom 10. Oktober 2018)

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der die Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe.

Über Reha-Recht.de

Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de dient als Plattform für die Verbreitung der nicht hinreichend bekannten, zuletzt durch das Bundesteilhabegesetz geänderten Rechtsnormen v. a. des SGB IX. Hierzu werden die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungspraxis sowie Gesetzgebungsprozesse analysiert und kommentiert. Der juristischen Fachöffentlichkeit und Akteuren in Betrieben, Institutionen und Verbänden steht damit ein Forum für den interdisziplinären Austausch zu Rechtsfragen zur Verfügung. Ziel ist es, die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts zu unterstützen.

Kontakt

Steffen Heidt
Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR)
Maaßstraße 26
69123 Heidelberg
Tel.: 06221 / 18 79 01-22
E-Mail: s.heidt@dvfr.de

www.reha-recht.dehttp://fma.reha-recht.de

Aufrufe: 360


Online-Diskussion der DVfR im September: Prävention und Reha vor Rente – wie sieht die Praxis aus?

Schrift-Logo des Forums Fragen-Meinungen-Antworten

In den letzten Jahren hat der Gesetzgeber Leistungen der Vor- und Nachsorge sowie der medizinischen Rehabilitation gestärkt. Menschen sollen darin unterstützt werden, so lange wie möglich am Erwerbsleben teilzuhaben – auch bei gesundheitlichen Einschränkungen oder mit Behinderung. Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) ruft Interessierte dazu auf, Fragen hierzu gemeinsam mit Expertinnen und Experten zu klären. Ab 17. September 2018 startet die Online-Diskussion.

Nach aktuellen Statistiken scheidet jeder zweite Erwerbstätige vorzeitig aus dem Arbeitsleben aus; jeder Siebte davon aufgrund von Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder Schwerbehinderung. Dabei gilt im Sozialrecht der Grundsatz „Prävention und Reha vor Rente“: Gesetzlich Versicherte sollen bei einer Krankheit oder (im Vorfeld) einer Behinderung Vorsorge- und Reha-Maßnahmen erhalten, damit sie länger erwerbsfähig bleiben können. Erst wenn solche Maßnahmen nicht mehr helfen, ist eine Frührente angezeigt. Wie sind die Erfahrungen damit?

Die Online-Diskussion der DVfR befasst sich damit, wie neuere Regelungen zu Prävention, Reha und Nachsorge u. a. nach dem Flexirentengesetz und dem Bundesteilhabegesetz umgesetzt werden. Dazu gehört auch das Bundesprogramm rehapro, das innovative Modellvorhaben fördert, um bestimmten Zielgruppen den Zugang zu Reha zu erleichtern, etwa Kindern und Jugendlichen, Menschen, die Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten, und Menschen mit psychischen Erkrankungen – die größte Gruppe der Erwerbsminderungsrentner.

Das Forum unter fma.reha-recht.de ist vom 17. September bis 10. Oktober 2018 für das Thema „Prävention und medizinische Reha zur Sicherung der Erwerbsteilhabe“ freigeschaltet. Interessierte können sich anmelden, Fragen stellen und Beiträge schreiben.

Die teilnehmenden Expertinnen und Experten in der Übersicht:

  • Iris Brandes (Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Medizinische Hochschule Hannover)
  • Rolf Buschmann-Steinhage (Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin)
  • Andrea Fabris (Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter, Berlin)
  • Mathias Krömer und Carsten Mertins (Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe – BAGüS, Münster)
  • Christof Lawall (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation, Berlin)
  • Dr. Wilfried Mau (Institut für Rehabilitationsmedizin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
  • Dr. Katja Nebe (Juristischer Bereich, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
  • Niels Reith (Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke, Berlin)
  • Thomas Stähler (Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, Frankfurt)

Die Diskussion wird anschließend in einem Fachbeitrag zusammengefasst und im Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de veröffentlicht.

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung.

Über Reha-Recht.de

Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de dient als Plattform für die Verbreitung der nicht hinreichend bekannten, zuletzt durch das Bundesteilhabegesetz geänderten Rechtsnormen v. a. des SGB IX. Hierzu werden die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungspraxis sowie Gesetzgebungsprozesse analysiert und kommentiert. Der juristischen Fachöffentlichkeit und Akteuren in Betrieben, Institutionen und Verbänden steht damit ein Forum für den interdisziplinären Austausch zu Rechtsfragen zur Verfügung. Ziel ist es, die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts zu unterstützen.

Ansprechpartner

Steffen Heidt
Koordination Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht

Tel.: 06221 / 18 79 01-22
E-Mail: s.heidt@dvfr.de

Aufrufe: 468


Ab 19. Juni online Fragen zur SBV-Wahl stellen und in Expertenrunde diskutieren

Die Schwerbehindertenvertretung (SBV) ist ein wichtiger Wegbereiter für Inklusion am Arbeitsplatz. Doch in vielen Betrieben und Dienststellen mit schwerbehinderten und gleichgestellten Beschäftigten gibt es sie nicht. Im Herbst finden deutschlandweit die turnusgemäßen SBV-Wahlen statt. Fragen zur Wahl der SBV können ab 19. Juni 2018 im Online-Forum „Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ gestellt und mit Experten erörtert werden. Die Online-Diskussion dauert etwa drei Wochen und richtet sich an Vertrauenspersonen und ihre Stellvertreter/-innen, schwerbehinderte und gleichgestellte Beschäftigte, Betriebs- und Personalräte sowie Praktiker/-innen, bspw. in Personalabteilungen, Verbänden und Integrationsämtern.

Die SBV fördert die Eingliederung schwerbehinderter Menschen in Betrieben oder Dienststellen, vertritt ihre Interessen und steht ihnen beratend zur Seite. Sie überwacht die Einhaltung des geltenden Rechts, geht Anregungen oder Beschwerden nach und ist vom Arbeitgeber vor einer Kündigung von schwerbehinderten Beschäftigten zu informieren und anzuhören. Trotz ihrer wichtigen Rolle ist die SBV nicht in allen Betrieben oder Dienststellen mit mindestens fünf schwerbehinderten Beschäftigten eine Selbstverständlichkeit. Das kann verschiedene Ursachen haben.

Mitunter sind die formalen Abläufe der SBV-Wahl eine große Herausforderung. Welches Wahlverfahren ist vorzubereiten? Wie sind die getrennten Wahlgänge für Vertrauenspersonen und ihre Stellvertreter/-innen durchzuführen? Welche Fristen sind zu beachten? Und wer unterstützt die Wahlvorstände dabei, die Barrierefreiheit der Wahl sicherzustellen?

Ab 19. Juni 2018 ist das Online-Forum unter http://fma.reha-recht.de für „Fragen zur Wahl der Schwerbehindertenvertretung“ freigeschaltet. Interessierte können sich anmelden, sofort Fragen stellen und Beiträge schreiben. Folgende Experten werden die Online-Diskussion begleiten:

  • Nils Bolwig (Gewerkschaftssekretär/Vorstand IG Metall, Frankfurt)
  • Prof. Franz Josef Düwell (Vorsitzender Richter a. D. am Bundesarbeitsgericht und Honorarprofessor an der Universität Konstanz)
  • Prof. Dr. Wolfhard Kohte (Zentrum für Sozialforschung Halle e. V. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg),
  • Ass. iur. Matthias Liebsch (Zentrum für Sozialforschung Halle e. V. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
  • Rolf Milting (Vertrauensperson schwerbehinderter Menschen, Kühne + Nagel, Hamburg, Verbandsmitglied VERDE Verband der Vertrauenspersonen in Deutschland e. V.)

Die Diskussion wird anschließend in einem Fachbeitrag zusammengefasst und im Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de veröffentlicht.

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung.

Über Reha-Recht.de

Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de dient als Plattform für die Verbreitung der nicht hinreichend bekannten, zuletzt durch das Bundesteilhabegesetz geänderten Rechtsnormen v. a. des SGB IX. Hierzu werden die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungspraxis sowie Gesetzgebungsprozesse analysiert und kommentiert. Der juristischen Fachöffentlichkeit und Akteuren in Betrieben, Institutionen und Verbänden steht damit ein Forum für den interdisziplinären Austausch zu Rechtsfragen zur Verfügung. Ziel ist es, die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts zu unterstützen.

Ansprechpartner

Steffen Heidt
Koordination Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht

Tel.: 06221 / 18 79 01-22
E-Mail: s.heidt@dvfr.de

Aufrufe: 457