DVfR

 

Save-the-Date: Fachtagung zur Rückkehr in den Beruf nach Krebs und anderen schweren Erkrankungen

Viele Betroffene mit der Diagnose Krebs, die nach der Therapie wieder arbeiten möchten, stehen vor besonderen, systembedingten Herausforderungen. Wie ein gelingender Return-to-Work mit Blick auf die spezifischen Bedarfslagen im Spannungsfeld sozialrechtlicher, arbeitsrechtlicher und sozialmedizinischer Fragen gestaltet werden kann, ist Thema einer interdisziplinären Fachtagung. Veranstalter sind die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) und kooperierende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Projekt „Partizipatives Monitoring der aktuellen Entwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts bis 2021“ sowie weitere Netzwerkpartnerinnen und -partner, insbesondere die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft (SAKG).

Die Fachtagung am 15. Mai 2020 in Halle (Saale) richtet sich an Aktive in Wissenschaft und Praxis, die an Wiedereingliederungsprozessen von schwer erkrankten Menschen beteiligt sind, sowie an die Betroffenen und ihre Organisationen selbst. Ihnen bietet sich die Möglichkeit zum interdisziplinären Austausch und zur Vernetzung.

In Vorträgen und Workshops soll es um folgende Schwerpunktthemen gehen:

  • Grad der Behinderung, Heilungsbewährung und Schwerbehindertenschutz
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) und Stufenweise Wiedereingliederung
  • Leistungen zur Teilhabe und deren Koordination
  • Soziale Absicherung bei langfristiger Arbeitsunfähigkeit

Zusätzlich werden die Referierenden Erfahrungen aus dem Bundesprogramm rehapro sowie den Beratungsstellen der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) aufgreifen.

Weitere Details und das Programm der Tagung werden demnächst unter www.dvfr.de und www.reha-recht.de veröffentlicht.

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DVfR-Stellungnahme greift Unsicherheiten bei der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Rehabilitation auf

Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung und Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen. In ihrer Stellungnahme mit dem Titel „Interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Rehabilitation im Spannungsfeld zwischen Bedarf und Antikorruptions- und Wettbewerbsrecht” greift die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) bestehende Unsicherheiten über die rechtskonforme Zusammenarbeit bei den Reha-Akteuren auf und informiert über Möglichkeiten und Grenzen einer interdisziplinären Zusammenarbeit.

„Nur durch das Zusammenwirken aller am therapeutischen Versorgungsprozess beteiligten Akteure ist eine optimale Behandlung und Förderung von Teilhabe möglich“, heißt es in der DVfR-Stellungnahme. Bei der interdisziplinären Zusammenarbeit müssen jedoch verschiedene Bedingungen und Vorschriften, wie z. B. das Antikorruptionsgesetz und das Wettbe­werbsrecht, berücksichtigt werden.

Verschiedene gesetzliche Regelungen sowie verschärfte Sanktionen bei Rechtsverstößen haben in der Ärzteschaft und bei den Leistungserbringern zunehmend zu Verunsicherung darüber geführt, welche Art der interdisziplinären Zusammenarbeit nun noch möglich ist. Dies nimmt die DVfR zum Anlass, in ihrer Stellungnahme die gesetzlichen Regelungen näher zu beleuchten und Möglichkeiten wie auch Grenzen einer interdisziplinären Zusammenarbeit – insbesondere in der Hilfsmittelversorgung – aufzu­zeigen. Entscheidend ist immer, dass mit der Zusammenarbeit weder Vorteilsnahmen Beteiligter noch Einschrän­kungen der Wahlfreiheit des Versicherten verbunden sind. Die gesetzlichen Regelungen stellen kein generelles Verbot der Zusammenarbeit dar. Leistungserbringer können weiterhin im Sinne einer guten Versorgungsqualität zusammenarbeiten, wenn sie unter Beachtung der Gesetze die Form der Zusammenarbeit transparent gestalten und begründen.

Auch wettbewerbsrechtliche Aspekte werden in der Stellungnahme behandelt. So darf durch das Verhalten der Ärztin oder des Arztes beispielsweise ein Leistungserbringer nicht von vornherein von der Möglichkeit der Leistungserbringung ausgeschlossen werden. Eine Kooperation mit einem von der Ärztin oder dem Arzt vorgeschlagenen Leistungserbringer, der über einschlägige Erfahrungen verfügt, ist damit aber weiterhin möglich, heißt es in dem Papier.

Die DVfR appelliert an alle Sozialleistungsträger und Leistungserbringer, die dargestellten Grundsätze der interdisziplinären Zusammenarbeit bei der Versorgung von Menschen mit Behinderungen zu beachten und zur Sicherung einer guten Versorgungsqualität fortzusetzen und auszubauen.

Hier gelangen Sie zur Stellungnahme “Interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Rehabilitation im Spannungsfeld zwischen Bedarf und Antikorruptions- und Wettbewerbsrecht”

Weitere Informationen finden Sie unter:  www.dvfr.de

Über die DVfR
Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der die Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe.

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Interdisziplinäre Förderung von Vorschulkindern mit chronischen Krankheiten und Behinderungen systematisch ausbauen

In Deutschland leiden mehr als 10 Prozent der Kinder und Jugendlichen an einer chronischen Erkrankung, viele benötigen oft schon im Vorschulalter fachliche Un­terstützung und Förderung. Wie kann diese Unterstützung im Vorschulalter inklusiv und interdisziplinär gelingen? Wie können die Eltern von Kindern mit Behinderung eingebunden und unterstützt werden? Um diesen Fragen nachzugehen, hatten die Deutsche Vereinigung für Rehabilita­tion e. V. (DVfR), die Diakonie Deutschland, das Kindernetzwerk und die Vereinigung für Interdisziplinäre Frühförderung – Bundes­vereinigung (VIFF) gemeinsam zur Fachtagung „Inklusion von Kindern mit Behinde­rungen verwirklichen“ am 28. November 2019 nach Berlin eingeladen.

Für eine gelingende Teilhabesicherung ist wesentlich, dass medizinisch-therapeutische, pädagogische und rehabilitative Versorgungs- und Förderbedarfe frühzeitig erkannt wer­den und die verschiedenen Sektoren des komplexen Gesundheits- und Sozialsystems vernetzt zusammenarbeiten. Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorsitzender der DVfR, stellte fest, dass „die rechtlichen Grundlagen die notwendige sektorenübergreifende Koope­ration in der Praxis nicht ausreichend fördern. Dies geht zu Lasten der betroffenen Kinder und Familien und ist ein Hemmnis für die Inklusion.“

Die DVfR hatte kürzlich zwei Positionspapiere mit Vorschlägen zur verbesserten Teilhabe­förderung von Kindern mit Behinderungen im Vorschulalter, insbesondere in Kindertages­stätten (Kitas) veröffentlicht.

Breite Zustimmung unter den über 80 teilnehmenden Expertinnen und Experten fand das Anliegen, Unterstützungsangebote mit Hilfe sektorenübergreifender Netzwerke und unter Berücksichtigung der familiären Situationen und Unterstützung der Eltern bedarfsgerecht auszubauen. Für die Entwicklung hin zu mehr inklusiven Kitas sei eine gute Zusammenar­beit mit den Frühförderstellen besonders wichtig. Die Ausstattung solcher Kitas mit interdis­ziplinären Teams wurde teils kontrovers diskutiert. Gelingensbedingungen seien eine aus­kömmliche Finanzierung, eine gute und umfassende Bedarfsermittlung, eine vernetzte För­derplanung und eine gut abgestimmte Durchführung der Maßnahmen „wie aus einer Hand“. Betroffene Familien müssten in die Förderplanung einbezogen und ganzheitlich gezielt un­terstützt werden. Dazu wurden konkrete Lösungsansätze erörtert.

Der Beauftragte der Bundesre­gierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, wies darauf hin, dass „die UN-Kinderrechtskonvention und die UN-Behin­dertenrechtskonvention völkerrechtliche Verträge sind und dementsprechend verlässlich umgesetzt werden müssen. Für Kinder mit Behinderungen und ihre Familien bedeutet dies, dass die erforderlichen Leistungen auch ankommen müssen“.

Der Leiter des zuständigen DVfR-Fachausschusses, Dr. Tomas Stef­fens, Diakonie Deutschland, betonte abschließend, wie wichtig die sektorenübergreifende Beratung und Begleitung der Familien sei: „Nicht die Familien, sondern das Gesundheits- und Sozialsys­tem ist in der Verantwortung, einen einfachen, sozusagen barrierefreien Zugang zu den Leistungen zu er­möglichen.“

Ein ausführlicher Veranstaltungsbericht mit den gehaltenen Vorträgen wird demnächst auf der Webseite der DVfR veröf­fentlicht.

Zu den Positionspapieren der DVfR:

 

Über die DVfR
Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der die Akteure im Bereich Reha­bilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleis­tungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fach­verbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft enga­gieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektoren­übergreifenden, konsensorien­tierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe.

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Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille 2019 geht an die Initiative „Peers im Krankenhaus“

Die Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) geht in diesem Jahr an die Initiative „Peers im Krankenhaus“ (PiK). Die Auszeichnung wurde am 19. November 2019 im Rahmen der DVfR-Mitglieder­versammlung in Berlin an die Träger der Initiative verliehen: das Unfallkrankenhaus Berlin (UKB), die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), der Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation (BMAB), die AOK Nordost und der AOK-Bundesverband.

v. l.: Sylvia Wehde (BMAB), Dirk Scholtysik (DGUV), Dr. Melissa Beirau, Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Dagmar Marth (UKB), Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann (DVfR), Dr. Edlyn Höller (DGUV), Prof. Dr. Bernhard Greitemann (DVfR) und Detlef Fronhöfer (AOK Nordost); Quelle: Dorothee Scheurlen (UKB)Seit 2010 bietet das Unfallkrankenhaus Berlin bei Amputationen regelhaft ein Peer Counseling an, d. h. die Beratung von Patientinnen und Patienten durch selbst Betroffene, sogenannte Peers (englisch für Gleichgestellte). Denn der Verlust eines Körperteils ist ein traumatisches Ereignis für die Betroffenen, bei dessen Auswirkungen auf Psyche und Alltag auch Ärzte und Therapeuten an ihre Grenzen stoßen.

„Die Rolle von Peers im Krankenhaus ist, dass sie als selbst Betroffene, die eine Amputation, die folgende Rehabilitation und Prothesenversorgung mit all ihren Anforderungen und Mühen selbst erfahren und bewältigt haben, Patienten bei einer bevorstehenden Amputation auf Augenhöhe begegnen, zuhören, Mut machen und Rat geben“, erläuterte Prof. Dr. Bernhard Greitemann, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der DVfR und ärztlicher Direktor der Münsterland Klinik, in seiner Laudatio. Greitemann betonte den Vorbildcharakter der Peers, die aus eigenem Erleben den Betroffenen Bewältigungs­strategien nahebringen und authentisch vermitteln können, dass es sich lohnt, eigene Teilhabeziele anzugehen und die Anstrengungen der Rehabilitation dafür auf sich zu nehmen. Das Peer Counseling trage damit erheblich dazu bei, Ängste abzubauen, an der Rehabilitation aktiv mitzuwirken und Teilhabechancen zu eröffnen. Entsprechend positiv sei auch das Feedback der zuvor durch Peers betreuten Patientinnen und Patienten bei einer Befragung im Jahr 2016 ausgefallen.

„Der Vorstand der DVfR ist überzeugt, mit Peers im Krankenhaus ein richtungsweisendes Angebot in der Rehabilitation auszeichnen zu können, das auch für andere Kliniken und Bereiche Modellcharakter hat“, betonte Greitemann. Das Erfahrungswissen über gelingende Peerberatung wird durch das UKB im Rahmen von Schulungen und Peer-Fortbildungen weitergegeben. In diesem Monat findet am UKB bereits die 6. Peer-Fortbildung statt. Zudem stellt der BMAB eine Peer-Landkarte zur Verfügung. „In der Zwischenzeit findet die Initiative weitere Nachahmer bzw. aktive Mitstreiter, nicht nur im Bereich der BG-Unfallkliniken. So werden Peer-Beratungen auch an einigen der großen orthopädischen Tumorzentren, so in Münster und in Heidelberg, angeboten und kommen den Patienten zugute“, so Greitemann.

Die Idee, das Projekt Peers am Unfallkrankenhaus Berlin der DGUV zu einer bundesweiten Initiative auszuweiten, hatte 2013 Dr. Eckart von Hirschhausen, der auch Schirmherr der Initiative ist. Er gratulierte zur Auszeichnung per Video-Grußbotschaft. Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Chef des Unfallkrankenhauses Berlin, hob das große Engagement der am UKB tätigen Initiatorinnen Dr. Melissa Beirau, der inzwischen verstorbenen Dr. Insa Matthes und der Peer-Beraterin Dagmar Marth hervor und brachte seinen Stolz auf das gesamte Team sowie seinen Dank für die Auszeichnung zum Ausdruck.

Mit der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille ehrt die DVfR seit 2011 Initiativen, die in herausragender Weise die individuelle und umfassende Rehabilitation behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen fördern und zu deren Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft beitragen. Namensgeber der Medaille ist der 2013 verstorbene Pionier der Neurorehabilitation in Deutschland: Prof. Dr. Kurt-Alphons Jochheim.

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der die Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe.

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Online-Diskussion: Schritt für Schritt zurück an den Arbeitsplatz – noch Fragen?

Schrift-Logo des Forums Fragen-Meinungen-Antworten

Nach längerer Krankheit erleichtert eine stufenweise Wiedereingliederung die Rück­kehr in den Beruf. Weil der Arbeitsplatz damit aber zum Reha-Ort wird, tauchen in der Praxis häufig Fragen auf. Zu diesem Thema führen die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) und ihre wissenschaftlichen Kooperationspartner ab dem 21. November 2019 eine Online-Diskussion durch. Neben Expertinnen und Experten sind alle Interessierten eingeladen, sich an dem Austausch zu beteiligen.

Jeder Fall von Arbeitsunfähigkeit ist individuell – ebenso individuell müsste die berufliche Rückkehr gestaltet werden: Eine Sachbearbeiterin beginnt nach langwieriger Erkrankung vielleicht mit einer täglichen Arbeitszeit von zwei Stunden, die schrittweise gesteigert wird. Ein Schreiner arbeitet nach einem schweren Unfall zunächst im Materiallager, seine hand­werklichen Aufgaben nehmen kontinuierlich zu, bis er wieder voll belastbar ist. Ermöglicht wird der schonende Einstieg durch die stufenweise Wiedereingliederung (StW), deren Ziel es ist, Langzeiterkrankte dauerhaft und bestmöglich wieder in das Erwerbsleben zu integrieren. Gesetze und Rechtsprechung geben hierfür konkrete Rahmenbedingungen vor. Die Koordination zwischen Arbeitgebern, Rehabilitationsträgern, (Betriebs-)Ärztinnen und Ärzten sowie anderen Akteuren und den Betroffenen selbst bleibt komplex. „Die Phase der stufenweisen Wiedereingliederung ist keine arbeitsrechtliche Grauzone,“ sagt die Juristin Prof. Dr. Katja Nebe, „dennoch ist ihre Durchführung in der Praxis oft mit vielen Fragen verbunden und keine Selbstverständlichkeit.“

Die Online-Diskussion „Stufenweise Wiedereingliederung: keine arbeitsrechtliche Grauzone“ soll daher dazu beitragen, rechtliche und praktische Fragen zu klären. Thematisiert werden im Zeitraum vom 21. November bis 12. Dezember 2019 z. B. grundsätzliche Voraussetzungen und Ziele, die Zusammenarbeit der Rehabilitationsträger, die Lebensunterhaltssicherung und andere ergänzende Leistungen wie Fahrtkosten, jeweils auf Basis neuerer Gerichtsentscheidungen.

Folgende Expertinnen und Experten begleiten die Online-Diskussion:

  • Eleonore Anton (Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e. V.)
  • Manfred Becker (Dipl.-Psychologe, Fachberater Integrationsfachdienst Köln)
  • Dr. Katja Nebe (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
  • Ina Riechert (Dipl. Psychologin, Fachberaterin berufliche Integration)
  • Norbert Ritz (Deutsche Rentenversicherung Bund)
  • Wiete Schramm (Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V.)
  • Sven Weise (Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e. V.)

Interessierte können sich im Forum „Fragen – Meinungen – Antworten“ unter fma.reha‑recht.de anmelden und mit Beginn des Austauschs eigene Fragen stellen sowie auf Beiträge antworten. Die wesentlichen Inhalte werden anschließend zusammengefasst und als Fachbeitrag im Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht veröffentlicht. Die Online-Diskussion ist Teil des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds geförderten Monitoring-Projekts der DVfR.

Weitere Informationen finden Sie unter https://fma.reha-recht.de

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der die Akteure im Bereich Reha­bilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektoren­übergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe.

Über Reha-Recht.de

Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de dient als Plattform für die Verbreitung der nicht hinreichend bekannten, zuletzt durch das Bundesteil­habegesetz geänderten Rechtsnormen v. a. des SGB IX. Hierzu werden die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungspraxis sowie Gesetzgebungsprozesse analysiert und kommentiert. Der juristischen Fachöffentlichkeit und Akteuren in Betrieben, Institutionen und Verbänden steht damit ein Forum für den interdisziplinären Austausch zu Rechtsfragen zur Verfügung. Ziel ist es, die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts zu unterstützen.

Kontakt
Steffen Heidt
Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR)
Tel.: 0 62 21 / 18 79 01-22 | E-Mail: s.heidt@dvfr.de

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Fachtagung zur Inklusion von Kindern mit Behinderungen im Vorschulalter

DVfR-LogoMit dem Thema „Inklusion von Kindern mit Behinderungen verwirklichen – Herausforderungen für Gesundheitsversorgung und interdisziplinäre Teilhabesicherung im Vorschulalter“ beschäftigt sich am 28. November eine Fachtagung in Berlin. Veranstalter sind die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR), die Diakonie Deutschland, das Kindernetzwerk und die Vereinigung für Interdisziplinäre Frühförderung.

Viele Familien mit Vorschulkindern, bei denen eine (drohende) Behinderung oder chronische Erkrankung vorliegt, befinden sich in schwierigen Lebenslagen. Nicht nur wächst ein Teil der Kinder in Armut auf, auch gibt es aus Wissenschaft und Praxis Hinweise darauf, dass nicht bei allen Kindern ein vorhandener Förder- bzw. Rehabilitationsbedarf gedeckt wird. Für eine gelingende Teilhabesicherung sowie Förderung und Gesundheitsversorgung der betroffenen Kinder ist ganz wesentlich, dass Bedarfe frühzeitig erkannt werden und die verschiedenen Sektoren des Gesundheits- und Sozialsystems und die Professionen vernetzt zusammenarbeiten.

Vor diesem Hintergrund ist das Ziel der Fachtagung nicht nur eine Bestandsaufnahme zu den aktuellen Herausforderungen der Teilhabesicherung von Kindern (im Vorschulalter). Sie soll vielmehr auch eine Plattform für den interdisziplinären und sektorenübergreifenden Austausch bieten, wobei u. a. folgende Fragen im Zentrum stehen:

Wo liegen die aktuellen Herausforderungen bei der (gesundheitlichen) Versorgung und Teilhabe von Kindern mit (drohender) Behinderung im Vorschulalter? Wie kann die erforderliche Kooperation der verschiedenen Akteure organisiert, wie die Einbindung der Familien erreicht werden? Was braucht es, damit Unterstützungsangebote bedarfsgerecht ausgebaut werden können? Und welche Rahmenbedingungen sind aus rehabilitations- und gesundheitspolitischer Sicht hierbei erforderlich?

Tagungsprogramm, Anmeldemöglichkeiten sowie weitere Informationen zur Fachtagung finden Sie auf der Veranstaltungswebsite: https://www.dvfr.de/veranstaltungen/detail/event/inklusion-von-kindern-mit-behinderungen-verwirklichen/

 

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33 Monate Bundesteilhabegesetz: Wie stark ist die SBV? – Online-Diskussion im September über die Schwerbehindertenvertretung

Logo Fragen-Meinungen-Antworten Online-ForumDas Bundesteilhabegesetz hat die Beteiligungsrechte für die Schwerbehinderten­vertretung (SBV) erweitert. Welche Entwicklungen gab es dadurch in Betrieben und Dienststellen? Hierzu veranstaltet die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. ab dem 25. September 2019 eine Online-Diskussion und lädt insbesondere Mitglieder der SBV und Vertrauenspersonen zur Mitwirkung mit eigenen Fragen und Thesen ein.

Schwerbehindertenvertretungen haben im Zuge der Reform zum Bundesteilhabegesetz (BTHG) bessere Rechtsgrundlagen für ihre Arbeit gefordert und ihre Rolle als Motor für die Inklusion in der Arbeitswelt deutlich gemacht. Mit Erfolg: Das am 23. Dezember 2016 verabschiedete BTHG hat die Anhörungs- und Informationsrechte der SBV erweitert, Freistellungs- und Schulungsansprüche neu geregelt und den Arbeitgeber verpflichtet, die Kosten der SBV-Arbeit zu tragen. Die öffentliche Online-Diskussion „33 Monate BTHG: Stärkung der SBV – Programm oder Wirklichkeit?“ nimmt die weitere Entwicklung seit Inkrafttreten der Neuregelungen in den Blick. Der Austausch wird sich damit befassen, wie die Gesetze in Betrieben und Dienststellen umgesetzt werden. Dabei sollen auch bisher wenig thematisierte Aspekte aufgegriffen werden, wie z. B. die Rolle der Stufenvertretungen in größeren Behörden sowie Modelle für die Heranziehung von Stellvertretungen bei einer Verhinderung oder bei Unterstützungsbedarf der SBV. Folgende Expertinnen und Experten begleiten die Diskussion und beantworten Fragen von interessierten Teilnehmenden:

  • Alfons Adam (Konzern- und Gesamtvertrauensperson Daimler AG, Schwerbehinderten­vertretungen der Deutschen Automobilindustrie)
  • Franz Josef Düwell (Vorsitzender Richter a. D. am Bundesarbeitsgericht und Honorarprofessor an der Universität Konstanz)
  • M.A. Marie Sophia Heide (Universität zu Köln, Lehrstuhl für Arbeit und Berufliche Rehabilitation)
  • Irene Husmann, Clara Müllenmeister, Angela Hopmann und Iris Kamrath (Beratungs­stelle handicap, Hamburg)
  • iur. Matthias Liebsch (wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Fachanwalt für Arbeits­recht Frank Schröder, Halle/Saale)
  • Michael Karpf (LAGIBA LAG Inklusion in Beschäftigung und Arbeit Baden-Württemberg, Hauptschwerbehindertenvertretung der Polizei)
  • Dr. Wolfhard Kohte (Forschungsdirektor Zentrum für Sozialforschung Halle e. V. (ZSH), Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg).

Interessierte können sich im Forum „Fragen – Meinungen – Antworten“ unter fma.reha‑recht.de anmelden und im Diskussionszeitraum vom 25. September bis 11. Oktober 2019 eigene Fragen stellen oder auf Beiträge von anderen Teilnehmenden antworten. Um Impulse für die Weiterentwicklung der Selbstvertretungsrechte zu setzen, sind neben Fakten und prakti­schen Erfahrungswerten auch persönliche Meinungen erwünscht. Die wesentlichen Inhalte der Diskussion werden anschließend in einem Fachbeitrag zusammengefasst und im Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht veröffentlicht. Die Online-Diskussion ist Teil des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds geförderten Monitoring-Projekts der DVfR.

Weitere Informationen finden Sie unter https://fma.reha-recht.de

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der die Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe.

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Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de dient als Plattform für die Verbreitung der nicht hinreichend bekannten, zuletzt durch das Bundesteilhabegesetz geänderten Rechtsnormen v. a. des SGB IX. Hierzu werden die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungspraxis sowie Gesetzgebungsprozesse analysiert und kommentiert. Der juristischen Fachöffentlichkeit und Akteuren in Betrieben, Institutionen und Verbänden steht damit ein Forum für den interdisziplinären Austausch zu Rechtsfragen zur Verfügung. Ziel ist es, die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts zu unterstützen.

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DVfR-Fachtagung „Pflegebedürftig – Selbstbestimmte Teilhabe durch Rehabilitation stärken!“ am 30. Oktober in Berlin

Logo der DVfRDie Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) greift mit der Fachtagung zum Thema „Pflegebedürftig – Selbstbestimmte Teilhabe durch Rehabilitation stärken!“ in die aktuelle Debatte über Lösungsansätze im Bereich der Pflege ein. Die Veranstaltung findet am 30. Oktober 2019 beim GKV-Spitzenverband in Berlin statt.

Pflegebedürftige Menschen haben einen gesetzlichen Anspruch auf Teilhabeförderung. Bisher profitieren Menschen mit drohender oder bereits eingetretener Pflegebedürftigkeit aber noch viel zu wenig von den Möglichkeiten einer bedarfsgerechten medizinischen Rehabilitation, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, hinauszuzögern oder zu vermindern und die Teilhabe zu fördern.

Die Fachtagung bietet Gelegenheit dazu, Chancen und Umsetzungsmöglichkeiten der Rehabilitation für Menschen mit drohender oder bereits eingetretener Pflegebedürftigkeit zu erörtern. Insbesondere sollen Fragen der frühzeitigen Erkennung des Rehabilitationsbedarfs sowie des Zugangs zur Rehabilitation beraten werden.

Fachleute aus den Bereichen Rehabilitation, Gesundheitsversorgung und Pflege sowie SelbsthilfevertreterInnen und weitere Interessierte sind zu diesem Diskurs herzlich eingeladen.

Das Tagungsprogramm ist jetzt veröffentlicht und die Anmeldung ist ab sofort freigeschaltet.

Alle Informationen zur Fachtagung finden Sie auf der Veranstaltungswebsite: https://www.dvfr.de/veranstaltungen/detail/event/pflegebeduerftig-selbstbestimmte-teilhabe-durch-rehabilitation-ermoeglichen/

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Mitbestimmung in Werkstätten für behinderte Menschen gestalten – Die Umsetzung der Werkstätten-Mitwirkungsverordnung in der Diskussion

Logo Online-Forum und DVfR

Textlogo Forum Fragen - Meinungen -Antworten Reha- und TeilhaberechtWie verändert die neue Werkstätten-Mitwirkungsverordnung (WMVO) den Werkstattalltag? Welchen Herausforderungen begegnen Frauenbeauftragte in ihrer Arbeit? Und was bedeuten die Neuregelungen für Träger der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)? – Die praktische Umsetzung der WMVO ist Schwerpunkt einer Online-Diskussion der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) im Mai 2019.

 

Artikel 27 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verpflichtet die Vertragsstaaten u. a. „… zu gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen ihre Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte gleichberechtigt mit anderen ausüben können.“ Mit dem Bundesteilhabegesetz traten im Jahr 2017 Änderungen der WMVO in Kraft, die für Werkstatträte neben Mitwirkungsrechten auch Mitbestimmungsrechte verankern. Zudem ist in jeder Werkstatt eine Frauenbeauftragte aus den Reihen der Beschäftigten zu wählen. Trotz einer Stärkung der Werkstatträte bleiben die Regelungen der WMVO allerdings hinter der Mitbestimmung durch Betriebsräte in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes zurück.

In der öffentlichen Online-Diskussionsrunde „Mitbestimmung in Werkstätten für behinderte Menschen gestalten“ geht es ab dem 9. Mai 2019 um den Stand der Umsetzung der reformierten WMVO. Ziel ist ein Informations- und Erfahrungsaustausch, v. a. auch in rechtlichen Fragen, der Wege zu mehr Mitbestimmung in den Werkstätten aufzeigt, aber auch Barrieren benennt und aktuelle Anliegen beleuchtet.

Die Diskussion wird u. a. von den folgenden Expertinnen und Experten fachlich begleitet:

  • Konstantin Fischer, Syndikusanwalt/Referent Recht, Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e. V. (BAG WfbM)
  • Ricarda Kluge, Weibernetz e.V., Koordinatorin im Projekt „Ein Bundes-Netzwerk für Frauen-Beauftragte in Einrichtungen“
  • Almuth Meinert, Referentin für Teilhabe am Arbeitsleben, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.
  • Hans-Günther Ritz, Fachautor und Experte für behindertenrechtliche Fragen, ehem. Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
  • Viviane Schachler, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Fachbereich Sozialwesen, Hochschule Fulda
  • -Prof. Dr. Mario Schreiner, Lehrstuhl für Rehabilitationspädagogik,
    Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Jürgen Thewes, Vorstand Werkstatträte Deutschland e. V.
  • Dr. Gudrun Wansing, Rehabilitationssoziologie und berufliche Rehabilitation, Humboldt-Universität zu Berlin

Interessierte können sich bereits jetzt im Online-Forum „Fragen – Meinungen – Antworten“ unter https://fma.reha-recht.de anmelden und im Diskussionszeitraum vom 9. bis 29. Mai 2019 Fragen stellen, von ihren Erfahrungen berichten oder auf die Beiträge anderer Teilnehmender antworten. Dabei sind nicht nur Fakten, sondern auch Meinungen gefragt. Die wesentlichen Inhalte der Diskussion werden anschließend in einem Fachbeitrag zusammengefasst und im Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht veröffentlicht.

Weitere Informationen finden Sie unter https://fma.reha-recht.de/

Die Pressemitteilung in Leichter Sprache: Mitbestimmung in Werkstätten für behinderte Menschen

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der die Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe.

Über Reha-Recht.de

Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de dient als Plattform für die Verbreitung der nicht hinreichend bekannten, zuletzt durch das Bundesteilhabegesetz geänderten Rechtsnormen v. a. des SGB IX. Hierzu werden die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungspraxis sowie Gesetzgebungsprozesse analysiert und kommentiert. Der juristischen Fachöffentlichkeit und Akteuren in Betrieben, Institutionen und Verbänden steht damit ein Forum für den interdisziplinären Austausch zu Rechtsfragen zur Verfügung. Ziel ist es, die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts zu unterstützen.

Kontakt

Steffen Heidt

Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR)

Tel.: 06221 / 18 79 01-22

E-Mail: s.heidt@dvfr.de

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Mobile Rehabilitation als Türöffner für die Teilhabe in Pflegeheimen

Die Teilhabeförderung für pflegebedürftige Menschen durch Mobile Rehabilitation stand im Mittelpunkt des Symposiums „Teilhabe Pflege(n) – Wege zur Selbstbestimmung und Teilhabe im Pflegeheim“, das die Bundesarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation (BAG MoRe) am 25. Januar 2019 in Berlin durchgeführt hatte. Die Tagung fand in Kooperation mit der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR), der Diakonie Deutschland, dem ISO-Institut Saarbrücken und dem Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Universität Halle statt.

Über 60 Expertinnen und Experten erörterten die Ergebnisse des Forschungsprojekts des Bundesministeriums für Gesundheit zum Rehabedarf und zur Mobilen Geriatrischen Rehabilitation in stationären Pflegeeinrichtungen und trugen damit zum Praxistransfer der Ergebnisse bei. Bei der Mobilen Rehabilitation (MoRe) werden ambulante aufsuchende Rehabilitationsleistungen durch ein interdisziplinäres Team in der Häuslichkeit bzw. im Pflegeheim des Rehabilitanden erbracht. Das soziale Umfeld und Angehörige können so in die Rehabilitation unmittelbar einbezogen und soziale Teilhabe erweitert werden. Bei dem 2018 abgeschlossenen Forschungsprojekt war ein durchschnittlicher Rehabilitationsbedarf bei ca. 22 Prozent der Pflegeheimbewohner festgestellt worden. Die Studie belegte u.a., dass durch MoRe nachhaltig deutliche Verbesserungen der Körperfunktionen und der Teilhabe erreicht werden können.

„Ganz überwiegend wünschen sich Pflegeheimbewohner mit einem festgestellten Rehabilitationsbedarf eine Mobile Reha in ihrem persönlichen Umfeld“, erläuterte Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorsitzender der BAG MoRe und der DVfR. Trotz des großen Bedarfs und des nachgewiesenen Erfolges gibt es deutschlandweit jedoch lediglich 16 Einrichtungen für Mobile Geriatrische Reha sowie zwei weitere MoRe-Einrichtungen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums erörterten in Vorträgen und einer Podiumsdiskussion die Schwierigkeiten bei der Umsetzung der MoRe in Pflegeeinrichtungen. Neben der ungenügenden Bedarfsdeckung wurde als ein weiteres Problem die Konzeption der Pflegeeinrichtungen als überwiegend geschlossene Institutionen mit pflegeorientierten Organisationsstrukturen und vereinheitlichten Arbeitsabläufen identifiziert, die den Bedürfnissen der Bewohner nach selbstbestimmtem Wohnen und Teilhabe nicht gerecht werden. Da Mobile Reha aber auf ein unterstützendes soziales Umfeld zur Realisierung der selbstbestimmten Teilhabe angewiesen ist, stößt diese in Pflegeheimen oft an ihre Grenzen. In der Diskussion erörterten die Expertinnen und Experten mögliche Ansatzpunkte für Veränderungen in Pflegeeinrichtungen, um Teilhabe zu ermöglichen: Aufgabe der Pflegeheime sollte sein, lebenswerte Wohnwelten mit Möglichkeiten zur selbstbestimmten Teilhabe zu schaffen, z. B. durch Trennung von Wohnen und Pflege. Es müsse sichergestellt werden, dass Bewohner die Entscheidungshoheit über ihre Angelegenheiten im Sinne der Selbstbestimmung behalten und ihre individuellen Teilhabewünsche artikulieren und umsetzen können. Darauf bezogen sollten die Strukturen und Prozessabläufe in der Einrichtung organisiert werden. Außerdem sollten nach Möglichkeit die Angehörigen für Teilhabebelange verantwortlich eingebunden werden. Für den besseren Zugang zur Rehabilitation sei es außerdem erforderlich, das Reha-Antragsverfahren zu vereinfachen.

Die demographische Entwicklung mit stark zunehmender Zahl pflegebedürftiger Menschen und dem gleichzeitigen Mangel an Pflegefachkräften stellt eine große Herausforderung dar, für die Lösungen notwendig sind. Die Verbesserung der Rehabilitation pflegebedürftiger Menschen, auch in Pflegeeinrichtungen, durch Mobile Rehabilitation ist dafür ein zielführender Ansatz.

Lesen Sie hier den ausführlichen Veranstaltungsbericht.

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