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Das neue SGB IX in der Praxis – Online-Diskussion zur Bedarfsermittlung und Teilhabeplanung

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Logo Deutsche Vereinigung für Rehabilitation DVfRIm Zentrum der Bedarfsermittlung von Leistungen zur Teilhabe stehen die Wünsche und Ziele eines Menschen mit Behinderung, so sieht es das Bundesteilhabegesetz (BTHG) vor. Aber wie werden Teilhabebedarfe und -ziele in der Praxis konkret ermittelt und überprüft? Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) lädt gemeinsam mit ihren Projektpartnerinnen und -partnern an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Kassel zum Online-Austausch: Vom 20. Januar bis 9. Februar 2021 geht es in einer moderierten Diskussionsrunde um „Das neue SGB IX in der Praxis – Die Ermittlung des Rehabilitations- und Teilhabebedarfs drei Jahre nach der Reform“.

Das BTHG hat Anfang 2018 neue Regelungen zur einheitlichen Bedarfsermittlung eingeführt. Alle Rehabilitationsträger sind verpflichtet, den Rehabilitationsbedarf auf Grundlage der Vorgaben in § 13 SGB IX individuell und funktionsbezogen zu ermitteln. Darüber hinaus ist im Sinne der Leistungsberechtigten eine trägerübergreifende Zusammenarbeit sicherzustellen. In der Praxis besteht die Herausforderung nicht selten darin, hohe Antragszahlen, personelle Ressourcen und begrenzte Mittel mit dem Anspruch einer personenzentrierten, partizipativen und barrierefreien Bedarfsermittlung zu vereinbaren.

Die dreiwöchige Diskussion soll zur Klärung u. a. der folgenden Fragen beitragen:

  • Wie werden Teilhabeziele in der Praxis formuliert und überprüft?
  • Inwiefern werden die Wünsche, Vorstellungen, Bedürfnisse und Ziele der Leistungs­berechtigten bei der Bedarfsermittlung und -feststellung berücksichtigt?
  • Wie verläuft die trägerübergreifende Zusammenarbeit bei der Bedarfsfeststellung?
  • Welche Rolle spielen trägerinterne und trägerexterne Sachverständige?
  • Wie findet Bedarfsermittlung unter Pandemiebedingungen statt?

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich am Austausch über diese und weitere Fragen zu beteiligen. Die federführende wissenschaftliche Begleitung der Diskussion im interaktiven Forum „Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhabe-recht“ liegt bei Prof. Dr. Gudrun Wansing (Humboldt-Universität zu Berlin) und Prof. Dr. Felix Welti (Universität Kassel). Expertinnen und Experten aus der Praxis der Rehabilitation, dem Sozialrecht und der Wissenschaft, vonseiten der Rehabilitationsträger, der Dienste und Einrichtungen sowie der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung bringen ihre Expertise ein. Wesentliche Ergebnisse des Diskussionsverlaufs werden im Anschluss in einem Fachbeitrag zusammengefasst.

Die Diskussion ist Teil des Kooperationsprojekts „Partizipatives Monitoring der aktuellen Entwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts bis 2021″, das vom Bundes-ministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert wird.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://fma.reha-recht.de/

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der die Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe.

Über Reha-Recht.de

Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de dient als Plattform für die Verbreitung der nicht hinreichend bekannten, zuletzt durch das Bundesteilhabegesetz geänderten Rechtsnormen v. a. des SGB IX. Hierzu werden die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungspraxis sowie Gesetzgebungsprozesse analysiert und kommentiert. Der juristischen Fachöffentlichkeit und Akteuren in Betrieben, Institutionen und Verbänden steht damit ein Forum für den interdisziplinären Austausch zu Rechtsfragen zur Verfügung. Ziel ist es, die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts zu unterstützen.

Kontakt

Kirsten Westphal
Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR)
Tel.: 06221 / 18 79 01-22
E-Mail: k.westphal@dvfr.de

www.reha-recht.dehttps://fma.reha-recht.de

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Positionspapier der DVfR zur medizinischen Rehabilitation vor und bei Pflege

Logo Deutsche Vereinigung für Rehabilitation DVfRViele Pflegebedürftige könnten mit medizinischer Rehabilitation eine bessere soziale Teilhabe erreichen. Häufig wird aber kein Antrag gestellt oder zu spät oder es fehlen die passenden Reha-Angebote in Wohnortnähe. Der Fachausschuss „Rehabilitation vor/bei Pflegebedürftigkeit“ der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) analysiert in einem Positionspapier bestehende Hemmnisse beim Zugang zur Rehabilitation und unterbreitet Lösungsvorschläge für eine bedarfsgerechte Rehabilitation dieser Personengruppe.

Die Zahl pflegebedürftiger Menschen steigt seit Jahren stark an, während Rehabilitationsleistungen zur Vermeidung oder zur Verminderung von Pflegebedarf stagnieren. In der aktuellen Versorgungspraxis wird das gesetzlich verankerte Prinzip „Rehabilitation vor Pflege“ nicht hinreichend durchgesetzt. Dabei umfasst der gesetzliche Anspruch auf Rehabilitation nicht nur die Beeinflussung der Pflegebedürftigkeit, sondern auch und gerade das Ziel der selbstbestimmten Teilhabe.

Daher rückt das Positionspapier der DVfR „Medizinische Rehabilitation vor und bei Pflege – Personenkreis, Situation und Lösungsvorschläge“ nach einer ausführlichen Problemanalyse in den Fokus, wie Pflegebedürftigkeit durch gezielte Strategien vermieden oder vermindert und die Teilhabe pflegebedürftiger Menschen am Leben in der Gesellschaft gefördert werden kann. Die DVfR geht davon aus, dass weniger Menschen pflegebedürftig werden oder bleiben, wenn geeignete Strukturen, präventive Ansätze und optimierte Prozesse der medizinischen Rehabilitation für diesen Personenkreis zur Verfügung stehen.

Zu den Lösungsansätzen zählt eine konzeptionelle Weiterentwicklung einer teilhabe­orientierten Pflege, insbesondere auch in der stationären und in der Kurzzeitpflege. Die DVfR fordert zudem einen Ausbau der Angebotsstruktur in der Rehabilitation vor und bei Pflege­bedürftigkeit, damit regional mehr bedarfsgerechte bzw. indikationsspezifische Reha-Angebote zur Auswahl stehen, vor allem ambulant und mobil tätige Einrichtungen.

Um die Qualität der Prozesse von der Identifizierung des Reha-Bedarfs über das Antragsverfahren bis zur Umsetzung und Nachsorge zu verbessern, schlägt die DVfR spezifische Maßnahmen entlang der gesamten Versorgungskette und an verschiedenen Schnittstellen (Vertragsärzte, Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen und -dienste, Pflegekassen und Krankenkassen) vor. Da das medizinische Personal eine Schlüsselrolle bei der Einleitung von Reha-Verfahren einnimmt, muss die Rolle der Rehabilitation in der ärztlichen Aus-, Weiter- und Fortbildung besser vermittelt werden.

Entscheidend ist auch die Einstellung der pflegebedürftigen Menschen zu einer Rehabilitation. Dass Pflegebedürftigkeit nicht als gegebener Zustand angesehen wird, sondern als veränderbar bzw. verbesserbar, müsse als eine wichtige Sichtweise bei Betroffenen, Angehörigen und Bezugspersonen gefördert werden.

Weitere Informationen:
Positionspapier der DVfR zur medizinischen Rehabilitation vor und bei Pflege – Personenkreis, Situation und Lösungsvorschläge

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Online-Diskussion: “Menschen mit Behinderungen im Teil-Lockdown: Welche Herausforderungen stellen sich diesmal?”

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Kontakte, Beschäftigung, Beteiligung in Krisenstäben, Barrierefreiheit: Als im Frühjahr das öffentliche Leben heruntergefahren wurde, blieben insbesondere viele Bedürf­nisse von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen unbeachtet. Was wird nun besser berücksichtigt? Welche Probleme bestehen fort? Ab dem 25. November 2020 laden die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) und ihre wissenschaftlichen Kooperationspartner noch einmal zu einer Online-Diskussion zu den Erfahrungen in der Corona-Pandemie ein. Neben Expertinnen und Experten können sich alle Interessierten an dem Austausch beteiligen.

Im ersten Lockdown waren pauschale Betretungsverbote von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Berufsförderungs- und Berufsbildungswerken problematisch. Viele Familien mussten diese Situation ohne hinreichende Unterstützung auffangen. Soweit erkennbar wurden die Betretungsverbote im jetzigen Teil-Lockdown zwar nicht mehr auf­gegriffen. Dennoch können Probleme für Menschen mit Behinderungen und ihre Interessenvertretungen bestehen:

  • Wie gestaltet sich aktuell für Menschen mit Behinderungen oder chronischer Erkrankung der Weg in die Beschäftigung? Wie können Praktika und Außenarbeits­plätze offen gehalten werden, wenn Betriebe sich abschotten?
  • Wie gut funktioniert die Einbindung und Kommunikation von Schwerbehinderten­vertretungen in den Betrieben, insbesondere in den Krisenstäben?
  • Wie können bei eingeschränkten Sprechstunden Fragen geklärt werden, die einer persönlichen Kommunikation bedürfen?
  • Wie wird eine persönliche Unterstützung für Menschen mit psychischen Beeinträchti­gungen oder Suchtabhängigkeit gewährleistet?
  • Vor welchen Herausforderungen stehen gehörlose und hörbehinderte Menschen? Welche „passenden“ Lösungen wurden gefunden?
  • Was kann in der digitalen Kommunikation verbessert werden?

Diesen und weiteren Fragen wird Prof. Dr. Wolfhard Kohte vom Zentrum für Sozialforschung Halle e. V. zusammen mit einem Expertenteam nachgehen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen in der Zeit vom 25. November bis 15. Dezember 2020 in der Online-Diskussion „Menschen mit Behinderungen im Teil-Lockdown: Welche Herausforderungen stellen sich diesmal?“ ihre Fragen einzureichen, über Erfahrungen zu berichten oder ihre Meinung anzubringen. Interessierte können sich im Forum „Fragen – Meinungen – Antworten“ unter fma.reha‑recht.de anmelden, mit Beginn des Austauschs eigene Fragen stellen sowie auf Beiträge antworten. Die wesentlichen Inhalte werden anschließend zusammengefasst und als Fachbeitrag im Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht veröffentlicht. Die Online-Diskussion ist Teil des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds geförderten Monitoring-Projekts der DVfR.

Weitere Informationen finden Sie unter https://fma.reha-recht.de

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der die Akteure im Bereich Reha­bilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektoren­übergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe.

Über Reha-Recht.de

Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de dient als Plattform für die Verbreitung der nicht hinreichend bekannten, zuletzt durch das Bundesteil­habegesetz geänderten Rechtsnormen v. a. des SGB IX. Hierzu werden die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungspraxis sowie Gesetzgebungsprozesse analysiert und kommentiert. Der juristischen Fachöffentlichkeit und Akteuren in Betrieben, Institutionen und Verbänden steht damit ein Forum für den interdisziplinären Austausch zu Rechtsfragen zur Verfügung. Ziel ist es, die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts zu unterstützen.

Kontakt

Kirsten Westphal
Wissenschaftliche Referentin, Koordination Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht
Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR)
Tel.: 0 62 21 / 18 79 01-22 | E-Mail: k.westphal@dvfr.de

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Online-Befragung: Corona-Folgen für Menschen mit Behinderungen

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen und Pflegebedarf? Wie müssen Reha-Angebote angepasst und verändert werden, um Teilhabe sicherzustellen? Im Corona-Konsultationsprozess der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) untersuchen die Beteiligten diese Fragen mit Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

Ziel der Befragung ist, die erlebten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Menschen mit Behinderungen aus verschiedenen Perspektiven zu untersuchen: Im Zentrum steht das Erleben von (1.) Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder Pflege­bedarf selbst. Daneben kommen aber auch deren (2.) Angehörige, (3.) Dienste und Einrich­tungen der Rehabilitation sowie betriebliche Akteure, (4.) Dachverbände der Dienste und Einrichtungen, (5.) Leistungs- und Kostenträger sowie (6.) Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft zu Wort. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, das weitere politische Handeln der Bundesregierung und aller anderen Beteiligten für Menschen mit Behinde­rungen zu unterstützen. Somit leisten alle Teilnehmenden einen Betrag zu mehr Inklusion in unserer Gesellschaft.

Wer an der Befragung teilnehmen möchte, klickt auf den passenden Fragebogen und füllt diesen möglichst vollständig aus. Falls sich Interessierte mehreren Fragebögen zuordnen, weil sie z. B. selbst ein Mensch mit Behinderung (1.) und ein Angehöriger eines Menschen mit Behinderung (2.) sind, können sie auch mehrere Fragebögen ausfüllen. Die DVfR freut sich, wenn Teilnehmende auch anderen Menschen die Möglichkeit geben, den für sie jeweils passenden Fragebogen auszufüllen. Dazu können sie einfach auf diese Webseite verweisen: https://www.dvfr.de/rehabilitation-und-teilhabe/meldungen-aus-der-reha-landschaft/detail/artikel/online-befragung-corona-folgen-fuer-menschen-mit-behinderungen/

Die Befragung wird in Kooperation mit dem Zentrum für Sozialforschung Halle e. V. (ZSH) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg durchgeführt. Eine Teilnahme an der Befragung ist bis zum 13. Dezember 2020 möglich.

Kontakt:
Dr. Mara Boehle, Fachreferentin Rehabilitation
E-Mail: corona@dvfr.de

Welcher Fragebogen ist der richtige für mich?

Zur Befragung:

  1. Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen und/oder Pflegebedarf
  2. Angehörige und wichtige Bezugspersonen von Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder Pflegebedarf
  3. Dienste und Einrichtungen, die Leistungen zur Teilhabe anbieten, inkl. betriebliche Akteure (z. B. Schwerbehindertenvertretung)
  4. Dachverbände von Diensten und Einrichtungen (z. B. Verbände von Reha-Kliniken, Fachverbände für Menschen mit Behinderung, Wohlfahrtsverbände)
    > Link folgt in Kürze
  5. Leistungs- und Kostenträger (u. a. die Rehabilitationsträger im Sinne des SGB IX)
  6. Organisationen und ExpertInnen der Zivilgesellschaft (z. B. Sozialverbände, Dachverbände der Selbsthilfe und der Angehörigen)

Weitere Informationen

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Auszeichnung: Bundesverband Schädel-Hirnpatienten in Not mit Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille geehrt

Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) hat den Bundesverband Schädel-Hirn­patienten in Not e. V. für sein herausragendes Engagement als Selbsthilfe­organisation von Betroffenen für Betroffene mit der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille ausgezeichnet. Die Verleihung fand am 13. November 2020 online statt.

Der Verband mit über 3.000 Mitgliedern vertritt die Interessen von Menschen mit Schädel-Hirn-Trauma, schwerem Schlaganfall, Hirnblutung und von wiederbelebten Menschen im Koma oder Wachkoma, sowie aller Schädel-Hirn-Erkrankten. 70 regionale Gruppen im Bundesgebiet be­treuen Betroffene vor Ort.

Hohe fachliche Kompetenz und außerordentliches Engagement
„Zur Verbesserung der Lebenssituation und der Versorgung der betroffenen Menschen bringt der Verband die aus der Betroffenheit seiner Mitglieder gewachsene Kompetenz als Selbsthilfeorganisation mit Stellungnahmen, vielfältigen Gesprächen und anderen Interven­tionen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene ein“, so Sozialrechtsexperte und Hauptvorstandsmitglied der DVfR Prof. Dr. Harry Fuchs in seiner Laudatio. Die konsequente Um­setzung des Peer Counseling – also die Beratung von Betroffenen durch Betroffene – stärke deren Selbstbestimmung und Beteiligung, heißt es in der gemeinsam mit der Medaille ver­liehenen Urkunde. „Der Bundesverband Schädel-Hirnpatienten in Not zeichnet sich durch eine hohe fachliche Kompetenz und außerordentliches Engagement für die neurologische Rehabilitation und die Förderung der Teilhabe von schwerstbeeinträchtigten Menschen aus“, unterstrich der Vorsitzende der DVfR Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann im Rahmen der Medaillenverleihung.

Wie entstand der Bundesverband Schädel-Hirnpatienten in Not?
Die Geschichte des Bundesverbands begann vor über 30 Jahren, als der 24-jährige Wolfgang Nentwig beim Skifahren verunglückte und fast 50 Minuten unter einer Schneelawine lag. Er wurde wiederbelebt, verstarb aber fünf Monate später an den Folgen seines schweren Schädel-Hirn-Traumas. Für Patienten und Patientinnen wie ihn gab es damals, im gesamten Bundesgebiet nur wenige Behandlungsplätze für Frührehabilitation. Fast alle Menschen mit schweren Kopfverletzungen im Koma und Wachkoma fanden damals in Deutschland weder eine angemessene Krankenhausbehandlung noch Rehabilitation vor. So erging es auch Wolfgang Nentwig. „Wir fühlten uns in dieser Zeit 1988 völlig allein gelassen und standen einer unfassbaren Situation gegenüber“, erinnert sich Armin Nentwig an den Kampf um das Leben seines Sohnes.

1990 gründete Nentwig den Bundesverband Schädel-Hirnpatienten in Not e. V., dem er bis heute vorsitzt. Schwerpunkt der Verbandsarbeit ist der Ausbau der neurologischen Rehabilitationsphasen.

Fortschritte in der neurologischen Rehabilitation
Für Patientinnen und Patienten im „Apallischen Durchgangssyndrom“ (Wachkoma) gibt es heute bundesweit eine fast flächendeckende und durchgängige Versorgung. Dies ist auch ein Verdienst des Bundesverbandes Schädel-Hirnpatienten in Not e. V. Seit 30 Jahren hat die bundesweite Notrufzentrale in Amberg über 100.000 betroffene Familien begleitet und betreut.

Seit 2001 ist die Frührehabilitation durch das SGB IX als Bestandteil der Krankenhaus­behandlung im SGB V verankert. „Wir arbeiten weiterhin an Verbesserungen und Mängeln in allen Reha-Bereichen“, so Nentwig. Besonders wichtig sei dabei die größtmögliche Teilhabe der Betroffenen am gesellschaftlichen Leben.

In Verbundenheit mit Prof. Dr. Dr. Kurt Alphons Jochheim
Die Medaille ist nach Kurt-Alphons Jochheim benannt, der als Pionier der Neurorehabilitation und Leiter des Rehabilitations­zentrums der Universität Köln dem Bundesverband Schädel-Hirnpatienten in Not nahe­stand. Bereits 1997 gab es eine gemeinsame Veranstaltung in Köln.

Die DVfR würdigt mit der Verleihung das große Engagement und die ehrenamtliche Arbeit des Verbandes. Damit verbindet sie auch eine besondere Anerkennung für Armin Nentwig und seine Verdienste um die Rehabilitation von Schädel-Hirnpatientinnen und -patienten.

Nentwig dankt der DVfR für die jahrzehntelange Unterstützung und bezieht dabei alle ehren­amtlich Tätigen des Bundesverbands und die Fachkräfte in Pflege, Therapie und Medizin in diese höchste Anerkennung mit ein.

Weitere Informationen zum Bundesverband unter www.schaedel-hirnpatienten.de
Bundesweite Notrufnummer: 06921 / 6 48 00

Über die Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille
Mit dieser Medaille ehrt die DVfR seit 2011 Initiativen, die in herausragender Weise die individuelle und umfassende Rehabilitation behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen fördern und zu deren Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft beitragen. Namensgeber der Medaille ist der 2013 verstorbene Pionier der Neurorehabilitation in Deutschland: Prof. Dr. Dr. Kurt-Alphons Jochheim. Weitere Informationen finden Sie hier.

Über die DVfR
Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der die Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozial­verbände, Sozial­leistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mit­glieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsens­orientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe.

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Befragung zu Online-Diskussionen über das Reha- und Teilhaberecht

Noch bis zum 29. Mai haben Interessierte die Möglichkeit das Forum „Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ (FMA) zu bewerten und dabei auch Themenwünsche und Anregungen für zukünftige Online-Diskussionen einzureichen.

Seit 2014 veranstaltet die DVfR mit ihren wissenschaftlichen Kooperationspartnern regelmäßig Online-Diskussionen zu reha-rechtlichen Fragen im moderierten Forum FMA. Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen und Akteuren in der Rehabilitation eine moderierte Plattform für den (fachlichen) Austausch und zur Weiterentwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts bereitzustellen.

Nun ist die Meinung der Nutzerinnen und Nutzer gefragt:

  • Worüber möchten sie diskutieren?
  • Welche Bedingungen wünschen sie sich dafür?
  • Und wie sind ihre Erfahrungen aus den vergangenen Diskussionsrunden?

Ihre Wünsche und Anregungen sollen helfen, das Forum besser zu machen.

Die Teilnahme an der Befragung wird ca. 10 Minuten dauen und ist anonym möglich.

Zum Forum FMA/zur Umfrage

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Menschen mit Behinderungen in der Corona-Krise: Expertinnen und Experten beantworten aktuelle Fragen online

DeutschlanDVfR-Logod im Ausnahmezustand: Das Robert Koch-Institut schätzt die Gefahr durch das neue Coronavirus (SARS-CoV-2) für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland derzeit insgesamt als hoch ein, für Risikogruppen als sehr hoch. Die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus haben auch auf die Arbeitswelt massive Auswirkungen. Aufgrund der aktuellen Unsicherheiten für Menschen mit Behinderungen und den damit verbundenen Fragen veranstaltet die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) mit ihren wissenschaftlichen Kooperationspartnern ab dem 7. April 2020 eine interaktive Online-Diskussion zu aktuellen Fragen von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen, ihren Arbeitgebern, Einrichtungen und Interessenvertretungen.

In einer Zeit der Verunsicherung und eines komplett veränderten Alltags sind viele Beschäftigte von Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Behinderungen nicht nur gesundheitlich besonders gefährdet, sondern müssen auch mit den Folgen zur Bekämpfung der Pandemie zurechtkommen: WfbM sind weitgehend geschlossen, Personen mit Vorerkrankungen stellt sich die Frage nach den neuen Möglichkeiten der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nach telefonischer Anamnese; wer kann, arbeitet im Homeoffice. Daraus ergeben sich dringende Fragen zum Arbeitsschutz für und von Menschen mit Behinderungen. Die Foren unter fma.reha-recht.de bieten in dieser Situation die Möglichkeit zum Austausch mit Expertinnen und Experten, wie Prof. Dr. Wolfhard Kohte von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg/Zentrum für Sozialforschung Halle (ZSH).

Dabei soll es um die folgenden Schwerpunkte in Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus gehen:

  • Maßgaben zum Arbeitsschutz für Arbeitgeber von Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
  • Rechte von Menschen mit Behinderungen und chronischer Erkrankung auf besondere Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz
  • Arbeit im Homeoffice
  • Situation der Menschen mit Behinderungen in WfbM, deren Wohneinrichtungen sowie in Rehabilitationseinrichtungen
  • Weitere Probleme bzw. Handlungsbedarfe

Die öffentliche und moderierte Diskussion steht grundsätzlich allen Interessierten offen. Sie findet im Rahmen des Projekts „Partizipatives Monitoring der aktuellen Entwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts bis 2021“ statt,

das durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert wird.

Weitere Details unter fma.reha-recht.de

Informationen zum Projekt unter www.reha-recht.de/monitoring

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DVfR-Stellungnahme zur medizintechnischen Versorgung für Menschen mit Schwerstbehinderung während der Corona-Krise

Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) fordert die Sicherstellung der medizintechnischen Versorgung für Menschen mit schwersten Behinderungen im ambulanten Bereich sowie in Einrichtungen und Diensten der Eingliederungshilfe während der Corona-Epidemie.

DVfR-Logo

DVfR-Logo

Nicht nur Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken, sondern zunehmend auch der ambulante Versorgungssektor mit schwerstbehinderten Betroffenen sowie Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe sind während der Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) von Lieferengpässen im Bereich der Medizintechnik und der Pflegehilfsmittel einschließlich Schutzkleidung betroffen.

Menschen mit schwersten Behinderungen leben meist in einem speziell für sie organisierten häuslichen und meist pflegeintensiven Umfeld. Die Versorgung ist geprägt durch multiprofessionelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ärztinnen und Ärzten, Angehörigen, Pflegediensten und Akteuren verschiedenster Leistungserbringer des Gesundheitshandwerks bzw. Sanitätsfachhandels.

Entfällt die Sicherstellung der ambulanten Versorgung dieser Betroffenen zu Hause, in der Behindertenhilfe und in den Pflegeeinrichtungen mit medizinisch-technischen Geräten und Pflegehilfsmitteln einschließlich der Schutzkleidung, müssen diese schwerstbehinderten Menschen im Zweifelsfall in ein Krankenhaus eingewiesen werden. Dabei sind die Betroffenen häufig durch zahlreichen Begleiterkrankungen, wie z. B. Infektionen mit MRSA, belastet.

Das spricht zusätzlich gegen eine stationäre Aufnahme in ein – gegenwärtig oft bereits stark überlastetes – Krankenhaus oder in eine Rehabilitationsklinik. Es muss daher alles getan werden, damit die ambulante Versorgung von Menschen mit schwersten Behinderungen sowie die Versorgung in Einrichtungen und Diensten der Eingliederungshilfe mit Hilfsmitteln zur Pflege und Behandlung sowie Medizintechnik weiterhin gewährleistet ist.

Die DVfR fordert daher folgende Maßnahmen:

  • Einbindung aller Berufsverbände des Gesundheitswesens – neben den kassenärztlichen und klinischen Interessenverbänden – in die Verteilung von Produkten zur Schutzausrüstung und Pflege,
  • Sicherung der Möglichkeit einer Versorgung schwerstbehinderter Personengruppen mit Hilfs- und Pflegemitteln im außerklinischen Umfeld, insbesondere auch in Einrichtungen und Diensten der Eingliederungshilfe,
  • Bildung von Reserven zukünftig ambulant stark benötigter Medizinprodukte, wie z. B. Sauerstoffkonzentratoren, Absaug- und Inhalationsgeräten zur Atemwegstherapie in Folge erlittener Lungenschäden durch SARS-CoV-2-Infektion,
  • Lockerung von Restriktionen für Medizinprodukte durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Zusammenhang mit der Behandlung und Rehabilitation von SARS-CoV-2-Patientinnen und -Patienten zur Aufrechterhaltung der stationären und ambulanten Versorgung.

DVfR-Stellungnahme “Medizintechnische Versorgung von Menschen mit schwersten Behinderungen im ambulanten Bereich sowie in Einrichtungen und Diensten der Eingliederungshilfe während der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 sicherstellen”

Weitere Informationen finden Sie unter:  www.dvfr.de

Über die DVfR
Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der die Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe.

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Die Zukunft der Kurzzeitpflege – Chancen und Grenzen von Kurzzeitpflege und Mobiler Rehabilitation

Die künftige Gestaltung der Kurzzeitpflege sowie Kooperationsmöglichkeiten mit der Mobilen Rehabilitation standen im Mittelpunkt eines Symposiums der Bundesarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation (BAG MoRe) in Kooperation mit der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) und der Diakonie Deutschland. Die Veranstaltung „Mobile Rehabilitation und Kurzzeitpflege – die Brücke nach Hause?!“ fand am 17. Januar 2020 in Berlin mit über 70 ausgewiesenen Expertinnen und Experten statt.

Den empirischen Hintergrund der Tagung bildeten die Studie des Bundesministeriums für Gesundheit („Ermittlung des allgemeinen Rehabilitationsbedarfs und Evaluation Mobiler Geriatrischer Rehabilitation in stationären Pflegeeinrichtungen und der Kurzzeitpflege“, September 2018) und der Bericht des IGES Instituts („Überleitungsmanagement und Behandlungspflege in der Kurzzeitpflege“, Januar 2020).

Die aktuelle Situation ist gekennzeichnet durch einen steigenden Bedarf an Pflegeplätzen sowie Fachkräftemangel. Viele Patientinnen und Patienten werden nach einem Klinikaufenthalt in die Kurzzeitpflege (KZP) aufgenommen, obwohl bei 45 Prozent ein Rehabilitationsbedarf festgestellt wird. Fast die Hälfte kann durch stationäre oder ambulante Rehabilitationsformen versorgt werden. Für die andere Hälfte kommt eine Mobile Rehabilitation (MoRe) gem. § 40 Abs. 1 SGB V in Betracht. Bundesweit kann hier mit derzeit 18 bestehenden Einrichtungen allerdings kein flächendeckendes Angebot vorgehalten werden.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wurden die Chancen und Grenzen von MoRe und Kurzzeitpflege erörtert. Es bestand Konsens darin, dass in der konzeptionellen Neugestaltung der Kurzzeitpflege und in der Verknüpfung von Rehaangeboten Chancen liegen. Grenzen sah man hingegen in der unklaren Rollendefinition der KZP und dem Aufeinandertreffen zweier Versorgungsbereiche nach SGB V (kurativ/rehabilitative Versorgung) und SGB XI (Pflege).

Der Rehabedarf wird meist im Rahmen der Akutbehandlung erhoben. In der KZP werden die weiteren Weichen gestellt. Zentrales Steuerungselement ist eine zügige Bedarfsklärung unter Einbezug der persönlichen Wünsche. Faktoren wie Frühverlegung, unzureichendes Entlassmanagement und die geringe Verfügbarkeit von Mobiler Rehabilitation münden oft in eine Lückenbüßerfunktion der Kurzzeitpflege und vermindern Teilhabechancen. Lösungsansatz wäre ein umfassendes Überleitungs- und Fallmanagement. Voraussetzung für das Gelingen bilden multiprofessionelle Teams mit qualifiziertem Fachpersonal. Hauptziele sind Vermeidung oder Verminderung von Pflegebedürftigkeit, Verhinderung einer dauerhaften Heimeinweisung und die Verbesserung der Teilhabe in der eigenen Häuslichkeit.

Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorsitzender der BAG MoRe und der DVfR erläuterte, dass es für Gesetzesvorhaben noch zu früh sei. Es sollten zunächst prozessorientiert weitere Erfahrungen in Fachkreisen gesammelt und tragbare Modelle entwickelt werden. Oberste Priorität habe die Integration von Teilhabeaspekten im Sinne einer Patientenorientierung.

Als Tagungsergebnis lässt sich festhalten, dass der gesetzliche Rahmen der Kurzzeitpflege unter Einbezug aller Akteure deutlich teilhabefördernder gestaltet werden und dies auch bei der Implementierung von Qualitätsstandards und der Finanzierung berücksichtigt werden muss. Aufgrund der besonderen Bedarfe vieler Pflegebedürftiger ist MoRe eine äußerst wirksame Maßnahme, die bereits in der Kurzzeitpflege erfolgen kann. Idealziele zur Sicherung einer nachhaltigen Teilhabe sind eine geriatrische wohnortnahe Komplexversorgung, eine spezialisierte, solitäre Kurzzeitpflege sowie der flächendeckende Ausbau Mobiler Rehabilitation.

Lesen Sie hier den ausführlichen Veranstaltungsbericht.

Zur Studie des Bundesministeriums für Gesundheit „Ermittlung des allgemeinen Rehabilitationsbedarfs und Evaluation Mobiler Geriatrischer Rehabilitation in stationären Pflegeeinrichtungen und der Kurzzeitpflege“, September 2018

Zum Bericht des IGES Instituts „Überleitungsmanagement und Behandlungspflege in der Kurzzeitpflege“, Januar 2020

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Save-the-Date: Fachtagung zur Rückkehr in den Beruf nach Krebs und anderen schweren Erkrankungen

Viele Betroffene mit der Diagnose Krebs, die nach der Therapie wieder arbeiten möchten, stehen vor besonderen, systembedingten Herausforderungen. Wie ein gelingender Return-to-Work mit Blick auf die spezifischen Bedarfslagen im Spannungsfeld sozialrechtlicher, arbeitsrechtlicher und sozialmedizinischer Fragen gestaltet werden kann, ist Thema einer interdisziplinären Fachtagung. Veranstalter sind die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) und kooperierende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Projekt „Partizipatives Monitoring der aktuellen Entwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts bis 2021“ sowie weitere Netzwerkpartnerinnen und -partner, insbesondere die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft (SAKG).

Die Fachtagung am 15. Mai 2020 in Halle (Saale) richtet sich an Aktive in Wissenschaft und Praxis, die an Wiedereingliederungsprozessen von schwer erkrankten Menschen beteiligt sind, sowie an die Betroffenen und ihre Organisationen selbst. Ihnen bietet sich die Möglichkeit zum interdisziplinären Austausch und zur Vernetzung.

In Vorträgen und Workshops soll es um folgende Schwerpunktthemen gehen:

  • Grad der Behinderung, Heilungsbewährung und Schwerbehindertenschutz
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) und Stufenweise Wiedereingliederung
  • Leistungen zur Teilhabe und deren Koordination
  • Soziale Absicherung bei langfristiger Arbeitsunfähigkeit

Zusätzlich werden die Referierenden Erfahrungen aus dem Bundesprogramm rehapro sowie den Beratungsstellen der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) aufgreifen.

Weitere Details und das Programm der Tagung werden demnächst unter www.dvfr.de und www.reha-recht.de veröffentlicht.

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