Softsolution International Ltd.

 

Rückblick 2.D-A-CH Rehamanagement Kongress 25./26.9.2013 in Wien

Verfasser: Neithart Neitzel, Staatssekretär a. D.

Die Firma Softsolution veranstaltete am 25.und 26.9.2013 den 2. D-A-CH-Reha-Management-Kongress in Wien.Es trafen sich hochkarätige Referenten und über 110 Teilnehmer, um in Vorträgen mehr zum Thema „wohin geht die Rehabilitation in Deutschland, Österreich und der Schweiz“ zu erfahren und zu diskutieren.

Am 1. Tag stand die neurologische Reha mit der Besichtigung des Neurologischen Reha-Zentrums (NRZ) Rosenhügel im Mittelpunkt. Die Einrichtung verfügt über 147 stationäre Plätze und – im Rahmen eines Modellversuchs – über 20 Plätze in der ambulanten Reha. Sowohl in Österreich als auch in Deutschland wird nach dem Phasenmodell der deutschen Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) gearbeitet.

Während in beiden Ländern die Phasen A bis D abgedeckt sind, gibt es nur in Deutschland – allerdings nicht flächendeckend – Einrichtungen für die Phase E (medizinisch-berufliche Reha Phase II). Die BAR arbeitet daran, umfassende Empfehlungen zur Phase E herauszugeben. Einen Sonderfall in der Schweiz, aber durch Integrierte Versorgung gelöst, stellte Dr. Gmünder, ÄD des Paraplegiker-Zentrums in Nottwil vor: die Behandlung Querschnittgelähmter durch die Unfallversicherung.

Das Thema des 2. Tages war die medizinisch-berufliche Reha im D-A-CH-Vergleich. Ergänzend wurden allgemeine Fragen der Qualitätssicherung und die politischen Handlungsbedarfe in der Reha diskutiert.

Während Vertreter der Rentenversicherung aus Deutschland, die für Berufstätige zuständig ist (Grundsatz: Reha vor Rente), den Fokus auf Modelle der MBOR (Medizinisch-Beruflich Orientierte Rehabilitation) legten, sprachen für die Schweiz Vertreter der Invalidenversicherung und für Österreich Praktiker. In Deutschland erhalten etwa 30 Prozent der Rehabilitanden zusätzliche Leistungen der MBOR, wobei die Finanzierung des Mehrbedarfs gegenüber der normalen Vergütung diskutiert wird. Dieser Aspekt entfällt bei der Krankenversicherung, die für alle anderen Personen zuständig ist (u. a. Reha vor Pflege). In der Schweiz gibt es auch eine Doppelzuständigkeit der Invalidenversicherung und der Krankenkassen, die aber aufgrund eines Berichts der Eidgenössischen Finanzkontrolle vom November 2012 abgebaut werden soll. Bisher sind Krankenkassen allgemein und die Kantone ergänzend für einzelne Leistungen der medizinischen Reha tätig. In Österreich wird Reha mit der Zahlung eines Rehageldes Pflicht, wenn die Invaliden-Pension abgelehnt wurde. Diese „strenge“ Regelung sticht gegenüber Deutschland und der Schweiz hervor. Die Angebote in der Psychosomatik werden in Österreich durch eine Phase 3 ergänzt, in der nach Abschluß einer stationären oder ambulanten Reha für ein Jahr Nachsorge berufsbegleitend mit 100 Behandlungsstunden vorgesehen wird.

Zu den anderen Themen ist zu bemerken, daß allgemein positive Effekte der Reha festzustellen sind („Reha wirkt“), aber es auf diesem Feld noch Forschungsbedarf gibt. Zu den politischen Forderungen gehört in Deutschland die Budgetierung der Mittel der Rentenversicherung aufzuheben bzw. zu lockern, in Österreich, daß die Kinder-Reha endlich umgesetzt wird.

Durch den Vergleich der drei Länder und die sehr sorgfältige Auswahl der Referenten hob sich dieser Kongress positiv von anderen Kongressen ab, in denen häufig nur „neuer Wein in alten Schläuchen“ präsentiert wird.

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2. D-A-CH Reha-Management-Kongress am 25./26.09.2013 in Wien

Zum zweiten Mal lädt Softsolution International Ltd zu einem Reha-Management-Kongress ein, der sich länderübergreifend mit der Rehabilitation in Österreich, der Schweiz und Deutschland befasst. Nach dem großen Zuspruch, den die erste Veranstaltung bei Vertretern aus allen drei Ländern gefunden hat, soll so der Gedankenaustausch zwischen, aber auch die Suche nach Best Practices in der Rehabilitation in den drei Ländern fortgesetzt werden.

Der 2. D-A-CH Reha-Management-Kongress wird genau dies wieder ermöglichen: Den grenzüberschreitenden Gedankenaustausch und die Suche nach Best Practice-Beispielen, die konkrete Hilfen bei der Bewältigung der eigenen Herausforderungen bieten. Gewährleistet wird dies auch durch die thematische Vorbereitung, in die Experten aus allen drei Ländern einbezogen waren.

Zentrale Themen des 2. D-A-CH Reha-Management-Kongresses:

  • Medizinisch berufliche Rehabilitation – Wo liegen die Differenzen?
  • Qualitätsindikatoren in der Rehabilitation im D-A-CH-Vergleich
  • Der politische Stellenwert der Rehabilitation in Österreich, der Schweiz und Deutschland – Kurzstatements und Podiumsdiskussion
  • Neurologische Rehabilitation – mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede?
  • Akutmedizin und Rehabilitation – Geschwister oder „feindliche Brüder“?

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, das neurologische Rehabilitationszentrum Rosenhügel in Wien im Rahmen einer Führung näher kennenzulernen.

Für alle Themen konnten kompetente Referentinnen und Referenten aus Österreich, der Schweiz und Deutschland gewonnen werden, so unter anderem   Hubert Seiter, Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg, Stefan Ritler, Leiter des Geschäftsfeldes Invalidenversicherung des schweizerischen Bundesamtes für Sozialversicherungen, Hartmut Hain, Geschäftsführer (CEO) der Median Kliniken, Mag. Werner Fischl, PremiQaMed-Gruppe, Mag. Paul Ladenbauer, Geschäftsführer des Neurologischen Rehabilitationszentrums Rosenhügel, Dr. Hans Peter Gmünder, Direktor des Schweizer Paraplegiker-Zentrums, Vinciane Vouets, Projektleiterin, ANQ Bern, Univ.-Doz. Dr. Josef Spatt, Ärztliche Leitung NRZ-Rosenhügel, Ralf Bürgy, Leiter Abt. Qualitätssicherung und Personalentwicklung, MediClin AG, Offenburg, Franco Lanfranchi, Rehabilitationsleiter Arbeitsorientierte Rehabilitation, Rehaklinik Bellikon sowie Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken BDPK, Berlin.

Moderation der Tagung durch Dr. Uwe K. Preusker.

Der von Softsolution International Ltd ausgerichtete 2. D-A-CH Reha-Management-Kongress findet im Neurologischen Rehabilitationszentrum Rosenhügel/Wien sowie im Gartenhotel Altmannsdorf, Hoffingergasse 26, Wienn statt. Die Teilnahme kostet 250 Euro/ 310 sFr. (inkl. Mwst.). Die Teilnahmegebühr beinhaltet die Kongressunterlagen, das Abendessen am ersten und das Mittagessen am zweiten Kongresstag sowie Erfrischungsgetränke.

Programm D-A-CH Reha-Management-Kongress Wien

Anmeldeformular D-A-CH Reha-Management-Kongress Wien

Kontakt und Anmeldung:

Ute Schalles
Tel.: +49 (0)179 155 15 80
E- Mail: uschalles@softsolution.de

Softsolution International Ltd
Ratsumiehenkatu 1
15830 Lahti, Fin
Tel: +358 (0)3 7800 331
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