Alexander Schunicht

 

Wenn Rheuma ins Auge geht. Rheumaklinik Ostbayern und Rehafachzentrum Bad Füssing-Passau informieren über Sjögren-Syndrom.

Wenn Rheuma ins Auge geht. Rheumaklinik Ostbayern und Rehafachzentrum Bad Füssing-Passau informieren über Sjögren-Syndrom.
Wenn Rheuma ins Auge geht. Rheumaklinik Ostbayern und Rehafachzentrum Bad Füssing-Passau informieren über Sjögren-Syndrom.

Reihe oben: Dr. med. Christine Göser, Oberärztin am Rehafachzentrum Bad Füssing sowie der Rheumaklinik Ostbayern und Dr. med. Sebastian Schnarr, Ärztlicher Leiter der Rheumaklinik Ostbayern Reihe unten: Herta Waber, Ehrenamtliche Mitarbeiterin der Deutschen Rheuma-Liga, Arbeitsgemeinschaft Bad Endorf und Dr. med. Klaus-Peter Weber, Leitender Oberarzt und stv. Medizinischer Direktor des Rehafachzentrum Bad Füssing

Bad Füssing. Bei Rheuma denkt man sofort an chronisch-entzündliche Gelenkschmerzen. Doch Rheuma hat viele Ausprägungsformen. Eine der häufigsten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ist das sogenannte Sjögren-Syndrom.

Trockene Augen, chronische Bindehautentzündungen und Mundtrockenheit sind typische Anzeichen der Krankheit. Aufklärung und Information gab es für Betroffene, Angehörige und Interessierte in Bad Füssing. Dort veranstaltete die Deutsche Rheuma-Liga, Landesverband Bayern e.V. in Zusammenarbeit mit der Rheumaklinik Ostbayern und dem Rehafachzentrum Bad Füssing-Passau ein umfassendes Patientenseminar zum Sjögren-Syndrom. In dieser Konstellation haben die Seminare schon seit vielen Jahren Tradition. In insgesamt neun Fachvorträgen, die von Mitarbeitern der Rheumaklinik Ostbayern, dem Rehafachzentrum und der Deutschen Rheuma-Liga gehalten wurden, erfuhren die Teilnehmer alles Wissenswerte über die Autoimmunkrankheit, die überwiegend Frauen betrifft. Betreut wurde die Veranstaltung von Herta Waber, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Deutschen Rheuma-Liga, Arbeitsgemeinschaft Bad Endorf.

Beim Sjögren-Syndrom attackiert das Immunsystem die Tränen- und Speicheldrüsen, es können aber auch Gelenke und diverse innere Organe betroffen werden. Die Ursache der Erkrankung ist bislang unbekannt. Auch, wenn keine Heilung möglich ist, existiert eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, mit deren Hilfe die Beschwerden gelindert werden können.

Im Jahr 2006 gründeten die Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen die Rheumaklinik Ostbayern in Bad Füssing. Ziel war die Schließung der Versorgungslücke in der medizinischen Versorgung rheumakranker Patienten durch ein sektorenübergreifendes Angebot, bestehend aus ambulanter und stationärer Versorgung, gepaart mit orthopädischer Rehabilitation. So begann die Kooperation des Rehafachzentrums, in Trägerschaft der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd, mit den Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen.

Dr. med. Klaus-Peter Weber, Leitender Oberarzt und stv. Medizinischer Direktor des Rehafachzentrums hob in seiner Begrüßung den Mehrwert hervor, den die Kooperation zwischen der Rheumaklinik Ostbayern als Akutklinik und dem Rehafachzentrum als Rehaklinik für Orthopädie und Rheumatologie für den Patienten mit sich bringt und betonte: „Wir machen diese Veranstaltungen immer wieder gerne mit der Deutschen Rheuma-Liga, weil diese eine wichtige Anlaufstelle für Betroffene ist und wir helfen wollen“.

Im Anschluss daran betonte Dr. med. Sebastian Schnarr, Ärztlicher Leiter der Rheumaklinik Ostbayern den medizinischen Mehrwert, den die Zusammenarbeit zwischen Rhemaklinik und Rehafachzentrum schafft: „In der langfristigen Betreuung Rheumakranker geht es nicht nur um die richtigen Medikamente, sondern um viele Facetten des täglichen Lebens wie Pflege, Hygiene, Bewegung, Ernährung oder Schmerzbewältigung, all diese Aspekte berücksichtigen wir durch die bewährte Kooperation mit dem Rehafachzentrum auch in unseren Seminaren.“

Informationen:

Deutsche Rheuma-Liga, Landesverband Bayern e.V.
www.rheuma-liga-bayern.de/

Rheumaklinik Ostbayern Bad Füssing
www.ge-passau.de/klinik-krankenhaus/rheumaklinik-ostbayern/

Rehafachzentrum Bad Füssing – Passau
www.rehafachzentrum.de

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Bewusstsein für eine sorgfältige Händedesinfektion stärken. – Auszeichnung für das Rehafachzentrum Bad Füssing-Passau

Hygiene-Auszeichnung für Rehafachzentrum

Das „einfachste Mittel“ um einer Infektion vorzubeugen ist eine sorgfältige Händehygiene. Das Rehafachzentrum am Standort Passau hat an der „AKTION Saubere Hände“ (ASH) teilgenommen und wurde mit dem Zertifikat in Bronze ausgezeichnet.

Die „Aktion Saubere Hände“ basiert auf der WHO Kampagne „Clean Care is Safer Care“, mit dem Ziel der Verbesserung der Patientensicherheit. Die in Kliniken oder anderen Einrichtungen des Gesundheitssystems möglichen Infektionen, sogenannte „healthcare-associated infections“, führen neben höheren Mortalitätsraten und längeren oder vermeidbaren Klinikaufenthalten vor allem zu zusätzlichen Leid für Patienten.

„Zwar verbreiten sich Krankheitserreger auf verschiedenen Wegen, kontaminierte Hände sind jedoch der Hauptfaktor für eine Übertragung. Saubere Hände sind das wirksamste Mittel gegen Infektionen.“ informiert Hygienefachkraft Christian Englbrecht und ergänzt, dass Infektionen, von Mensch zu Mensch in über 80 %, durch die Hände übertragen werden. Die hygienische Händedesinfektion nimmt deshalb einen besonders hohen Stellenwert ein. „Durch unsere Teilnahme an der „Aktion Saubere Hände“ wollen wir als Reha-Klinik ein Zeichen für mehr Sorgfalt bei der Händehygiene setzen, die eine wichtige Präventivmaßnahme zur Vermeidung von Infektionen ist. Besonders Personen mit geschwächten Immunsystem sind weitaus anfälliger für Keime.“ berichtet der Medizinische Direktor und Chefarzt Dr. Karl-Josef Weber.

In zahlreichen internationalen Studien konnte belegt werden, dass insbesondere Maßnahmen zur Verbesserung der Händehygiene den größten Effekt zur Vermeidung von gesundheitsbezogenen Infektionen zeigen. Gleichzeitig wurde in vielen Untersuchungen nachgewiesen, dass gerade diese einfache Maßnahme aufgrund unterschiedlicher Faktoren, wie beispielsweise Zeitdruck oder unzureichende Spenderausstattung, nicht ausreichend umgesetzt wird. Eine Verbesserung des Händehygieneverhaltens in Gesundheitseinrichtungen, gilt als eine grundlegende Maßnahme zur Vermeidung von nosokomialen Infektionen.

Seit 2011 besteht die Möglichkeit für Kliniken, sich nach strengen Kriterien zertifizieren zu lassen. Um das Zertifikat zu erhalten, ist es wichtig, dass alle Maßnahmen und Verbesserungen kontinuierlich erfasst und ausgewertet werden. So wird beispielsweise die Entwicklung des Händedesinfektionsmittelverbrauchs über mehrere Jahre gemessen und die Ausstattung der einzelnen Stationen mit Desinfektionsmittelspendern berücksichtigt. Daneben sind regelmäßige Hygieneschulungen sowie Aktionstage für Beschäftigte, Patienten und Besucher vorgeschrieben.

Dieses Gütesiegel über die hohe Qualität der Hygiene im Rehafachzentrum ist ein wichtiger Faktor für die Qualität der Behandlung und gibt sowohl Patienten und Angehörigen die erforderliche Sicherheit, für einen optimalen Versorgungs- bzw. Behandlungsprozess während des gesamten Aufenthaltes.

Hygiene-Auszeichnung für Rehafachzentrum

Bewusstsein für eine sorgfältige Händedesinfektion stärken. – Auszeichnung für das Rehafachzentrum

(Foto von links: Dr. med. Karl-Josef Weber, Medizinischer Direktor und Chefarzt, Christian
Englbrecht, Hygienefachkraft, Alexander Schunicht, Kaufmännischer Direktor)

Mit Stolz bedankte sich die Zentrumsleitung beim Projektteam um die Hygienefachkraft Christian Englbrecht für die Umsetzung.

Informationen:

www.aktion-sauberehaende.de

Klinikinformationen:

www.rehafachzentrum.de

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Wenn Chemotherapie auf die Nerven geht – Fortbildung zum Thema der Neuropathie bei Krebspatienten

Foto (von links): Dr. Stefan Trill (Ltd. Oberarzt und stellv. Medizinischer Direktor am Rehafachzentrum) , Dr. Fiona Streckmann (Sportwissenschaftlerin, Sporthochschule Köln), Klaus Hutflesz (Therapieleiter am Rehafachzentrum)

Nervenschäden (Polyneuropathie) sind eine häufige Folge von Chemotherapie.  Es ist daher wichtig, Anzeichen früh zu erkennen und zu behandeln. Klaus Hutflesz, Therapieleiter am Rehafachzentrum Bad Füssing-Passau, konnte zu diesem Thema die ausgewiesene und international anerkannte Expertin und Sportwissenschaftlerin Dr. Fiona Streckmann von der Dt. Sporthochschule Köln, Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin, Arbeitsgemeinschaft “Bewegung, Sport und Krebs”, für eine interdisziplinäre Fortbildung in die Reha-Klinik am Standort Passau Kohlbruck gewinnen.

Die Chemotherapie ist eine wirkungsvolle Waffe gegen Krebs. Doch die Behandlung mit hochwirksamen Medikamenten hat teilweise auch unerwünschte Wirkungen: Es kann in Folge der Behandlung zu Nervenschäden in Armen oder Beinen kommen, sogenannten Chemotherapie-bedingten peripheren Neuropathien.
Die Polyneuropathie ist eine Erkrankung der peripheren Nerven. Die Reizentwicklung funktioniert nur eingeschränkt oder gar nicht. Taubheitsgefühl in Fingern und Zehen sind typisch. Die Chemotherapie-bedingte periphere Neuropathie beginnt typischerweise mit Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Schmerzen in den Fingerspitzen und/oder Zehen. Gefühlsstörungen, also Gefühlsverlust (Taubheit) oder Missempfindungen (Parästhesien) sind das häufigste Symptom. Diese Störungen treten zunächst an den Akren, vorwiegend an den Zehen, dann am gesamten
Fuß, erst später an den Fingern auf, so die Expertin Dr. Streckmann. Die wichtigste Maßnahme ist es zu vermeiden, dass es zum Auftreten einer durch Chemotherapie induzierten Neuropathie kommt, da derzeit laut Dr.
Streckmann keine kausalen, sondern nur symptomatische Therapien wie Bewegungs- und Sporttherapien, Ausdauertraining und Sensomotoriktraining zur Verfügung stehen und diese laut Studien einen positiven Effekt auf den Verlauf haben.
Ebenso zeigte Dr. Streckmann in ihren evidenzbasierten Studien, dass die Symptome einer Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie mit Sensomotorik- und Vibrationstraining reduziert werden können. Erfreut zeigte sich die Fachexpertin Dr. Streckmann, dass dieses Thema in der therapeutischen Behandlung der Patienten im Rehafachzentrum Passau Kohlbruck einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Ärzte und Therapeuten waren über die ausführliche Ergebnispräsentation der Studie von Dr. Streckmann erfreut und wurden in Ihren Behandlungskonzepten bestärkt.

Zum Rehafachzentrum Bad Füssing-Passau mit rd. 310 Beschäftigten gehören die Klinik Passau Kohlbruck und das Orthopädie-Zentrum Bad Füssing.  Insgesamt verfügt das Rehafachzentrum über 370 Betten und 30 ambulante
Behandlungsplätze. Jährlich werden mehr als 5.000 Patientinnen und Patienten stationär und ambulant mit den Indikationen Orthopädie, Rheumatologie, Onkologie, Diabetologie, Verdauungs- und Stoffwechsel behandelt.
Klinikinformationen unter http://www.rehafachzentrum.de

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