Redaktion RehaNews24

 

Infektionsgefahr in Eifelhöhen-Klinik – Bezirksregierung Köln und Gesundheitsministerium beschließen Klinikschließung

Die Bezirksregierung Köln veranlasst in enger Abstimmung mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, dass unverzüglich eine vorläufige Betriebs-Schließung der Eifelhöhen-Klinik Marmagen angeordnet wird.

Grund dafür sind massive Hygienemängel. Diese können zur Weiterverbreitung von Krankheitserregern führen. Beanstandet werden u.a. verschmutze Trinkwasserbehälter, ungenügende Schutzmaßnahmen gegen multiresistente Keime, falsche Lagerung und falscher Einsatz von Medizinprodukten wie z.B. Wundauflagen, Operationsprodukte, Beatmungsprodukte oder Pflaster sowie nicht durchgeführte Flächen- und Händedesinfektionen. Zusätzlich sind Arzneimittel nicht korrekt gelagert und es gibt Auffälligkeiten beim Brandschutz. Darüber hinaus wurden Mängel bei der Personalausstattung und Patientenversorgung festgestellt. Der Kreis Euskirchen richtet einen Krisenstab ein, der sich um die Versorgung und die Verlegung der Patienten in andere Einrichtungen kümmert und den frühestmöglichen Zeitpunkt für die Schließung festlegt. Oberste Priorität hat die Sicherheit der Patienten.

Auch die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) erhebt schwere Vorwürfe gegen den Eifelhöhenklinikkonzern und den Kreis Euskirchen. Für die Schließung ist aus Sicht von ver.di die von Gewinnsucht geprägte langjährig unverantwortliche Unternehmenspolitik und ein umfängliches Versagen der staatlichen und kommunalen Aufsichtsbehörden verantwortlich. „Der Klinikbetreiber hat durch mangelnde Investitionen das Wohl der Patienten und die Arbeitsplätze gefährdet, die Gewerbeaufsicht und das Gesundheitsamt des Kreises Euskirchen haben tatenlos dabei zugesehen“, so die scharfe Kritik des zuständigen Gewerkschaftssekretärs Arno Appelhoff. Betroffen sind rund 300 Beschäftigte. Dazu zählen Pflegefachkräfte, Therapeuten, Handwerker, Verwaltungskräfte und Servicepersonal. Laut ver.di gab es zahlreiche und unübersehbare Hinweise auf die akuten Missstände in der Klinik (eine detaillierte Aufzählung finden Sie hier).

„Ein Konzernvorstand, vertreten durch die Herren Küthmann und Lotzkat, der diese angezeigten Missstände solange ignoriert, handelt entweder grob fahrlässig oder versucht bewusst, eine Standortschließung zu provozieren. Eine Gewerbeaufsicht, die die beschriebenen Missstände offenbar nicht gesehen hat, muss sich fragen lassen, ob sie ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen ist. Ebenso ein Gesundheitsamt, das trotz öffentlicher Berichterstattung kein Interesse an der angespannten Situation gezeigt hat“, kritisiert Appelhoff.

Nach eigenen Angaben der Eifelhöhen-Klinik Aktiengesellschaft prüfe die Geschäftsführung der Eifelhöhen-Klinik Marmagen GmbH “derzeit die inhaltlichen und rechtlichen Grundlagen dieses Verwaltungsaktes sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen desselben. In Abhängigkeit von der Dauer der verfügten Schließung ist dabei nicht auszuschließen, dass für den Geschäftsbetrieb der Eifelhöhen-Klinik Marmagen GmbH keine positive Fortführungsprognose gegeben sein könnte.”

 

Quellen:
https://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/presse/2019/050/index.html, 01.11.2019
https://nrw.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++7ddb1c36-fcb2-11e9-b731-001a4a160110, 01.11.2019
https://eifelhoehen-klinik.ag/investor-relations/meldungen/pflichtmeldungen/ad-hoc-mitteilungen/, 01.11.2019

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Feierliche Wiedereröffnung des neuen Schwimmbeckens und der MTT in der Rehaklinik Feldberg

Feierliche Wiedereröffnung des neuen Schwimmbeckens und der MTT in der Rehaklinik Feldberg

Am Mittwoch, den 23. Oktober 2019, feierte die Rehaklinik Feldberg die Wiedereröffnung des komplett modernisierten therapeutischen Schwimmbeckens und der Medizinischen Trainingstherapie. Ehrengäste waren die Kuratoriumsvorsitzenden des Deutschen Müttergenesungswerks, Dr. Kirsten Soyke, und Roland Dörflinger, erster Bürgermeisterstellvertreter der Gemeinde Feldberg.

Dr. Kirsten Soyke kam direkt aus Hamburg nach Feldberg im Schwarzwald, um als Vorsitzende des Müttergenesungswerk nicht nur Melcher Franck, dem Geschäftsführer der Kur + Reha GmbH, sondern allen Beteiligten für ihren Einsatz zu danken und die Umbaumaßnahmen damit feierlich abzuschließen. Sie betonte dabei u.a. die Bedeutung des intensiven Austauschs mit den Verantwortlichen der Kliniken im Verbund des Müttergenesungswerks, der immer mit „Herz und Verstand“ geführt werde. Begeistert von den Ergebnissen der Umbauarbeiten und
der zauberhaften Landschaft des Schwarzwaldes, wünschte sie der Rehaklinik Feldberg weiterhin alles Gute und freut sich auf die zukünftigen spannenden Entwicklungen im Bereich der Mutter-Kind- und auch Vater-Kind-Kuren.

„Mit dem umfassenden Neubau des Schwimmbeckens und des MTT-Raumes können wir unseren Patientinnen und Patienten ein medizinisch wichtiges und zeitgemäßes Angebot im Rahmen ihrer Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Kur machen. Ganz im Sinne eines umfassenden Therapieprogramms bieten wir ihnen damit jetzt wieder alle Möglichkeiten, etwas für ihre Gesundheit zu tun und gehen damit einen weiteren Schritt in die Zukunftsfähigkeit der Rehaklinik Feldberg“, erläutert Melcher Franck.

Auch Roland Dörflinger, Bürgermeistervertreter der Gemeinde Feldberg, beglückwünschte die Verantwortlichen zu den erfolgreich abgeschlossenen Baumaßnahmen, die immer wieder gerne gesehen sind, da es im Interesse der Gemeinde Feldberg ist, den Standort durch Modernisierungen weiterhin für die Gäste, die Patientinnen und Patienten der Rehaklinik, attraktiv zu halten.

Das Schwimmbecken wurde in der Zeit von Mai 2018 bis Ende April 2019 umgebaut und im Mai 2019 zur Nutzung freigegeben. Es verfügt über modernste Hygienetechnik und bietet mit der hellen, lichtdurchfluteten Architektur und 28 Grad Wassertemperatur, bei einer Tiefe von 1,30 Metern, ein besonders angenehmes Nutzungserlebnis.

Die Medizinische Trainingstherapie wurde in einem komplett neu gebauten, hellen Raum eingerichtet, der in einem eigens dafür aufgestockten Gebäudeteil entstand. Sie ermöglicht hochindividuelles Training, in dem gezielt einzelne (orthopädische) Problemzonen angesprochen werden und damit sehr effiziente Ergebnisse bereits während der Kur-Maßnahme erzielt werden können.

Die Investitionssumme der Neugestaltungen in der Rehaklinik Feldberg, zu denen auch die neue Physiotherapie, eine neue Sauna und die Nasszellen gehören, beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro.

Sowohl das therapeutische Schwimmbecken als auch der MTT-Raum befinden sich in der Rehaklinik Feldberg in der Falkauer Straße 2–4 in Feldberg-Altglashütten und stehen den Patientinnen und Patienten im Rahmen ihrer Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Kur zur Verfügung.

Kontakt Klinikleitung
Rehaklinik Feldberg
Ralf Dölle
Falkauer Straße 2–4
79868 Feldberg-Altglashütten
07655 / 93 81 01

www.klinik-feldberg.de

Über die Kur + Reha GmbH
Die Kur + Reha GmbH des Paritätischen Baden-Württemberg hat ihren Sitz in Freiburg im Breisgau. Diese ist mit ihren Tochtergesellschaften eine gemeinnützige Trägerin von sieben Rehakliniken für Mutter und Kind oder Vater und Kind, einer psychosomatischen Fachklinik für Familien, Jugendliche und Erwachsene, einer Fachklinik für Abhängigkeitserkrankungen, einer psychosomatischen Akutklinik mit Reha-Abteilung und einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ).

Im Sinne von Rehabilitation und Prävention für die Gesundheit von Müttern, Vätern, Kindern und Familien setzt die Kur + Reha GmbH auf ein indikationsgerechtes, an den Bedürfnissen der Patienten ausgerichtetes Behandlungs- und Beratungsangebot. Sie stellt hierfür rund 1.300 Betten zur Verfügung und beschäftigt über 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Quelle: openpr.de, 31.10.2019

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Kermit Behnisch ist neuer Kaufmännischer Direktor am MEDICLIN Standort Bad Düben

Kermit Behnisch, Kaufmännischer Direktor in Bad Düben, sucht den direkten Kontakt zu seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Foto: MEDICLIN).

Der Betriebswirt setzt auf Vernetzung innerhalb der Region Ost

Bad Düben, 23. Oktober 2019. Kermit Behnisch ist neuer Kaufmännischer Leiter am MEDICLIN Standort Bad Düben. Der 41-Jährige Betriebswirt übte diese Funktion zuletzt mehrere Jahre in Kliniken in Norddeutschland aus. Seit Oktober zeichnet er für die strategische und wirtschaftliche Ausrichtung des Standorts Bad Düben verantwortlich.

Behnisch ist diplomierter Betriebswirt und hat in Flensburg und Bochum studiert. „Ich freue mich, nun die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bad Düben kennenzulernen und gemeinsam die großen und kleinen Herausforderungen anzugehen.“ Dabei steht für ihn die starke Vernetzung und hausübergreifende Zusammenarbeit von Waldkrankenhaus und Reha-Zentrum an oberster Stelle. „Es ist wichtig, die Vorteile eines Standortes zu nutzen, an dem mit hoher fachlicher Expertise der gesamte Behandlungspfad von Ambulanz, Akut- und Reha-Behandlung abgedeckt wird. Für unsere Patienten ist das unheimlich wertvoll.“

Eine Aufgabe des neuen Kaufmännischen Direktors wird die Weiterentwicklung der Orthopädie sowie neuen Fachbereiche Altersmedizin (Geriatrie) und Neurologie (Phase B), die sich der Behandlung schwerer Schädel-Hirn-Verletzungen widmet, sein.
In der Geriatrie werden bereits seit August die ersten Patienten betreut und auch in der Etablierung der Neurologie konnte mit Einstellung einer Chefärztin, ebenfalls zum 1. Oktober, ein wichtiger Meilenstein erreicht werden. Im Reha-Zentrum Bad Düben gilt es, den erfolgreichen Kurs der vergangenen Jahre weiter fortzuführen.
Auch die Ärztliche Direktorin des MEDICLIN Waldkrankenhauses Bad Düben, Dr. Jacqueline Repmann, ist hinsichtlich der Dynamik ihres Hauses sehr positiv gestimmt: „Wir sind froh, einen so kompetenten und erfahrenen Kollegen für diese Stelle gewonnen zu haben. Hier am Standort freut sich ein engagiertes Team auf Herrn Behnisch und die kommenden Projekte“.

Diese Freude hat sich bereits am ersten Arbeitstag des neuen Leiters gezeigt: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort hatten ihn mit einem selbst gedrehten Willkommensvideo überrascht, bei dem sie aus den unterschiedlichsten Bereichen einen kurzen Gruß an ihren neuen Chef übermittelt haben. Zudem nutzten fast 100 Mitarbeiter die Chance, im Rahmen einer kleinen Willkommensparty mit Herrn Behnisch ins Gespräch zu kommen und ihn besser kennenzulernen. „Der Start wurde mir damit wirklich angenehm gestaltet und leicht gemacht“, freut sich der Kaufmännische Direktor. „Ich konnte bereits viele neue Kolleginnen und Kollegen kennen lernen und hören, was für sie wichtig ist und wo es aktuell noch Nachholbedarf gibt. So habe ich gleich die wichtigen Themen auf dem Tisch und kann sofort loslegen.“, so Kermit Behnisch. Besonders positiv angetan waren die Mitarbeiter davon, dass ihr neuer Chef direkt in Bad Düben wohnt und die Stimmung vor Ort so aus erster Hand erlebt.

Über das MEDICLIN Waldkrankenhaus und das MEDICLIN Reha-Zentrum Bad Düben
Das MEDICLIN Waldkrankenhaus bietet als Spezialklinik für Orthopädie alle Möglichkeiten der ganzheitlichen Diagnostik und Therapie bei angeborenen und erworbenen Krankheiten des Stütz- und Bewegungsapparates. Schwerpunkte sind Endoprothetik, Wirbelsäulenerkrankungen, Unfallchirurgie, Hand- und Fußchirurgie, Rheumaorthopädie, Arthroskopie und Sportmedizin sowie Geriatrie und Alterstraumatologie. Zum Krankenhaus gehört außerdem eine Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin.
Das MEDICLIN Reha-Zentrum Bad Düben vereint unter einem Dach die Fachkliniken für Orthopädie, Kardiologie und Neurologie.
Das Waldkrankenhaus verfügt über 125 Betten, im Reha-Zentrum stehen 281 Betten zur Verfügung. Im Waldkrankenhaus und Reha-Zentrum sind zusammen rund 380 Mitarbeiter beschäftigt. Zum MEDICLIN Standort Bad Düben gehört außerdem das MEDICLIN MVZ Bad Düben.

Über MEDICLIN
Zu MEDICLIN gehören deutschlandweit 36 Kliniken, sieben Pflegeeinrichtungen und zehn Medizinische Versorgungszentren. MEDICLIN verfügt über knapp 8.300 Betten und beschäftigt rund 10.000 Mitarbeiter.
In einem starken Netzwerk bietet MEDICLIN dem Patienten die integrative Versorgung vom ersten Arztbesuch über die Operation und die anschließende Rehabilitation bis hin zur ambulanten Nachsorge. Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte arbeiten dabei sorgfältig abgestimmt zusammen. Die Pflege und Betreuung pflegebedürftiger Menschen gestaltet MEDICLIN nach deren individuellen Bedürfnissen und persönlichem Bedarf. MEDICLIN – ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe.

 

Quelle: MEDICLIN GmbH & Co. KG, 31.10.2019

 

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Fachkonferenz zur Vorsorge und Reha von Müttern/Vätern und Kindern in Berlin

Die chronische Unterfinanzierung im Bereich der Vorsorge und Rehabilitation von Müttern/ Vätern und Kindern gefährdet die Versorgung von belasteten Familien. Die Teilnehmer auf der Fachkonferenz „Qualität in der Vorsorge und Rehabilitation für Mütter/Väter und Kinder – lohnt sich das?“ am 24. Oktober in Berlin waren sich einig – das darf nicht weiter hingenommen werden! Die Klinikbetreiber appellierten an Krankenkassen und Gesetzgeber, endlich für marktgerechte Pflegesätze zu sorgen. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass Kliniken geschlossen werden müssten, die im Wettbewerb um qualifiziertes Klinikpersonal nicht mehr mithalten können.

Im Rahmen der vom Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) organisierten Fachkonferenz diskutierten Experten aus Wissenschaft, Vertreter der Leistungserbringer, der Politik und der Kostenträger, wie eine faire Vergütung von Vorsorge- und Reha-Maßnahmen für Mütter/Väter und Kinder realisiert werden kann. Im Fokus stand dabei das Ergebnis der vom BDPK beauftragten Studie zur Frage „Was kostet die Vorsorge-/Rehabilitationsleistung in Mutter-/Vater-Kind-Einrichtungen?“. Die mit der Studie beauftragte aktiva Beratung im Gesundheitswesen GmbH hatte in ihrem Gutachten einen sachgerechten Vergütungssatz in Höhe von 105,69 Euro ermittelt. Die heute üblichen Tagessatzhöhen liegen jedoch nur bei ca. 70 Euro.

Thomas Bruns, Geschäftsführer der Friesenhörn-Nordsee-Kliniken GmbH und Vorsitzender der BDPK-Facharbeitsgruppe Vorsorge und Rehabilitation für Mütter/Väter und Kinder: „Wenn Vorsorge- und Reha-Leistungen für Mütter und Väter weiterhin als Sparstrumpf der Krankenkassen missbraucht werden, können die Einrichtungen im Wettbewerb um Fachpersonal mit den Akut- und Pflegeeinrichtungen nicht mehr im Markt bestehen. Eine leistungsgerechte Vergütung der Vorsorge- und Reha-Maßnahmen für Mütter und Väter ist unverzichtbar, um die wichtigen Strukturen der Mutter/Vater- Kind Einrichtungen auch langfristig erhalten zu können.“

Ulla Schmidt, Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. und ehemalige Bundesministerin für Gesundheit: “Die Mutter/Vater-Kind-Maßnahmen dürfen nicht unterschätzt werden. Sie sind eine nachhaltige Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Daher ist eine angemessene Vergütung zwingend notwendig. Auch der Zugang zu diesen Leistungen, insbesondere für sozial benachteiligte Familien und für Familien mit Kindern mit Behinderung, muss weiter verbessert werden, deshalb setze ich mich für die Einführung einer ärztlichen Direktverordnung für Mutter/Vater-Kind-Maßnahmen ein.”

Margot Jäger, Geschäftsführerin Katholische Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung und stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende des Deutschen Müttergenesungswerkes: „Der BDPK legt den Finger in die Wunde. Die viel zu geringen Tagessätze in der Vorsorge und Reha von Müttern und Vätern führen zu einem existenzbedrohenden Problem für den gesamten Leistungsbereich. Hier liegt ein Systemfehler vor, wenn sogar voll ausgelastete Kliniken um das Überleben kämpfen müssen. Die Verhandlungen um Qualität und um Vergütung erfolgen völlig entkoppelt.“

Bernd Beyrle, Leiter des Fachbereichs Stationäre Versorgung bei der Techniker Krankenkasse: „Das aktiva-Gutachten ist ein erster Ansatz für eine sachliche Diskussion. Eine Schwierigkeit dabei ist, dass die Krankenkassen untereinander im Wettbewerb stehen und Qualität und Wirtschaftlichkeit in Einklang bringen müssen. Ein weiterer Punkt ist: Das aktuelle Qualitätssicherungsverfahren bringt aus unserer Sicht nicht die nötige Transparenz mit sich, um die Ergebnisse unmittelbar vergütungsrelevant werden zu lassen. Deshalb berufen wir uns als TK insbesondere auf eigene Versichertenbefragungen.“

Mütter und Väter leisten einen essenziellen Beitrag für unsere Gesellschaft. Sie versorgen, erziehen und begleiten ihre Kinder – die Zukunft unserer Gesellschaft – und sehen sich dabei immer größeren Herausforderungen und Belastungen ausgesetzt. Wird diesen nicht adäquat und frühzeitig entgegengewirkt, drohen gravierende Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit der betreffenden Familien. Angebote der medizinischen Vorsorge und Rehabilitation für Mütter, Väter und deren Kinder setzen genau hier an. Mit ihren ganzheitlichen Angeboten bieten sie belasteten Familien professionelle Hilfen, wirken spezifischen Gesundheitsrisiken und bestehenden Erkrankungen von Müttern und Vätern effektiv entgegen und stellen damit einen unverzichtbaren Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Deutschland dar.

Das aktiva-Gutachten „Was kostet die Vorsorge-/Rehabilitationsleistung in Mutter-/Vater-Kind-Einrichtungen?“ finden Sie hier.

Ihr Ansprechpartner:
Antonia von Randow
Pressesprecherin des BDPK e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel.: 0 30 – 2 40 08 99 – 0

presse@bdpk.de  http://www.bdpk.de

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) vertritt seit über 70 Jahren die Interessen von mehr als 1.000 Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft. Als deutschlandweit agierender Spitzenverband setzt er sich für eine qualitativ hochwertige, innovative und wirtschaftliche Patientenversorgung in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken ein.

Weitere Informationen: www.bdpk.de

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Führungswechsel bei der Vital-Kliniken GmbH

Neuer Geschäftsführer Jens Schinske

Frankfurt. Die Vital-Kliniken GmbH setzt auf frische Ideen und neue Führungskräfte an allen Standorten. Gut aufgestellt die veränderten Herausforderungen annehmen und meistern – das ist die Prämisse des neuen Geschäftsführers Jens Schinske.

Bereits seit März ist der neue Geschäftsführer Jens Schinske im Amt.

Nach Abschluss seines Wirtschaftsstudiums hat er bei verschiedenen Klinikträgern Führungs- und Managementaufgaben einschließlich Geschäftsführungstätigkeiten wahrgenommen. Zuletzt war Herr Schinske als Prokurist und Kaufmännischer Direktor acht Jahre bei einem konfessionellen Reha-Träger mit vier Fachkliniken (ca. 1.000 Betten und 900 Mitarbeitern) tätig.

„Nach dieser langen Zeit habe ich nochmal eine neue übergreifende Management- und Führungsaufgabe mit Entwicklungsmöglichkeiten gesucht und bei den Vital-Kliniken gefunden.“, so Schinske.

„Die Vital-Klinken GmbH ist eine wirtschaftlich gesunde Klinikgesellschaft mit drei attraktiven Standorten. Das Indikationsspektrum sinnvoll weiterentwickeln und im Markt klar zu positionieren sowie die Kliniken organisatorisch und strategisch wettbewerbsfähig aufzustellen sind meine vorrangigen Ziele.“

Um diese Ziele zu erreichen, setzt Schinske auch in den Kliniken personelle Zeichen der Veränderung. Mit zwei neuen Kaufmännischen Direktoren an den Standorten Bad Driburg und Bad Dürrheim sowie einem Chefarztwechsel in der Klinik Buchenholm in Bad Malente hat er die ersten Weichen für eine  Neuausrichtung gestellt.

In der Klinik Dreizehnlinden hat Herr Uwe Wilfert als neuer Kaufmännischer Direktor im Juli begonnen. Herr Wilfert hat nach Abschluss seines Studiums zum Gesundheitsökonom in verschiedenen Akutkrankenhäusern und Rehabilitationskliniken Leitungs- und Führungspositionen besetzt. Seit 2009 war er u.a. auch als Berater in verschiedenen Segmenten des Gesundheitswesens tätig. Darüber hinaus war er in unterschiedlichsten Einrichtungen als Kaufmännischer Direktor und Geschäftsführer tätig.

Herr Heiko Schöne setzt sich seit August als neuer Kaufmännischer Direktor für die Schloss-Klinik Sonnenbühl in Bad Dürrheim ein. Herr Schöne ist gelernter Masseur und medizinischer Bademeister und hat nach Abschluss seines Studiums zum Betriebswirt (VWA) in verschiedenen Fach- und Rehabilitationskliniken ein solides Fundament an Wissen und Erfahrung als Leitungs- und Führungskraft sowie als Geschäftsführer erworben.

Das Team der Klinik Buchenholm in Bad Malente komplettiert seit September ein neuer Chefarzt in der Orthopädie. Herr Michael Damköhler freut sich auf seine neue Aufgabe: „Die frische Brise der Ostsee an diesem wunderschönen Standort aufzugreifen und mit ebenso frischen Ideen die Orthopädie weiter auszubauen werde ich als Leistungssportler mit Energie und Konsequenz umsetzen.“, so Damköhler.

Der 1972 in Hannover geborene Mediziner hat nach seinem Studium der Humanmedizin an der Universität Göttingen eine Facharztanerkennung für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin erworben. In den letzten Jahren war er als Leitender Oberarzt und Chefarztvertreter in der orthopädischen Rehabilitation der Asklepios Klinik Bad Schwartau tätig.

Darüber hinaus wurde in Frankfurt die Zentrale der Vital-Kliniken um den wichtigen Bereich der Personalentwicklung erweitert. Diese Entscheidung ermöglicht dem Unternehmen, neben der Sicherstellung der bestmöglichen Behandlung der Patienten, weiterhin in einem schwierigen und sehr spezifischen Markt als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.

www.vital-kliniken.de

 

Quelle: Vital-Kliniken GmbH, 31.10.2019

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GVG-Fachtagung “Für alle Lebensphasen: Rehabilitation in Deutschland” am 28.11.2019 in Berlin

28. November 2019, 14:00 bis 18:00 Uhr
Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund Luisenstraße 18, 10117 Berlin

Rehabilitation bietet Menschen in Krankheit und Krise passende Angebote. Sie umfasst, ausgehend von Kindheit und Jugend über das Berufsleben bis hin ins hohe Alter, jede Phase des Lebens.

Die Bedeutung der Rehabilitation geht weit über den unmittelbaren Nutzen für die Betroffenen hinaus. Als wesentlicher Baustein sozialer Sicherung stellt das Rehabilitationssystem in Deutschland auch einen gewichtigen Standortfaktor dar.

Dennoch wird Rehabilitation in Deutschland als Zukunftsthema bisher oft unterschätzt. Und das, obwohl ihre Bedeutung zunimmt: Denn der Altersdurchschnitt der deutschen Bevölkerung steigt. Auch die Arbeitswelt mit ihren Umbrüchen in Richtung Digitalisierung und steigenden Herausforderungen für den Einzelnen verändert sich rasant.

Ist die Rehabilitation in Deutschland für die Zukunft gewappnet? Mit welchen Problemen ist sie konfrontiert? Wie steht es um ihre Stellung im System der sozialen Sicherheit in Deutschland? Bekommt die Rehabilitation in Politik und Gesellschaft die Anerkennung, die ihr zusteht?

Diese und weitere Fragen möchten wir gemeinsam mit Ihnen auf unserer Fachtagung diskutieren.

Wir freuen uns auf den Austausch mit:

Karl Schiewerling, Vorsitzender der Rentenkommission „Verlässlicher Generationenvertrag“
Brigitte Gross, Deutsche Rentenversicherung Bund, Vorsitzende der GVG-Facharbeitsgruppe Rehabilitation
Dr. Petra Becker, Dr. Becker Klinikgesellschaft, Ko-Vorsitzende der GVG-Facharbeitsgruppe Rehabilitation
Dr. Monika Kücking, Leiterin der Abteilung Gesundheit des GKV-Spitzenverbandes
Alwin Baumann, Bündnis Kinder- und Jugendreha e.V.
Dr. Sylvia Beisel, Salus Klinik Lindow
Pierre Noster, INN-tegrativ gGmbH
Dr. Norbert Lübke, Kompetenz-Centrum Geriatrie, MDK Nord

Zum Programm
Zur Anmeldung

Anmeldeschluss ist der 22. Novemer 2019.

 

Weitere Infos unter: www.gvg.org

 

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Neue Studie – Reha-Branche: Wachsende Bedeutung, schwierige Arbeitsbedingungen

Medizinische Rehabilitation wird in einer alternden Gesellschaft immer wichtiger – und schwieriger. Viele Beschäftigte in Reha-Einrichtungen klagen über hohen Arbeitsdruck bei niedrigen Löhnen. Das zeigt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie zur Situation der Reha-Branche.*

Fast zwei Millionen Menschen pro Jahr unterziehen sich einer Reha-Maßnahme. Dafür stehen in Deutschland über 1000 Reha-Einrichtungen bereit. Der größte Teil wird von privaten Firmen betrieben, ein Teil gehört zum öffentlichen Dienst, andere werden von Kirchen oder Wohlfahrtsverbänden getragen. Die Branche hat knapp 123 000 Beschäftigte, von denen viele in Teilzeit arbeiten. Die größte Teilgruppe sind Angehörige therapeutischer Berufe. Auf Vollzeitstellen umgerechnet wären es 92 000 Beschäftigte. Wie es um die Arbeitsbedingungen und -zufriedenheit in diesem Bereich steht, haben die Ökonomin Sabine Baldauf und die Politologin Dr. Katrin Vitols von der Unternehmensberatung wmp Consult mit Förderung der Hans-Böckler-Stiftung untersucht. Ihr Fazit: Steigende Arbeitsverdichtung und knappe Entlohnung sind weit verbreitet. „Die Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen in Rehabilitationseinrichtungen müssen attraktiver werden.“

Personalmangel, unzureichende Entlohnung
Die Forscherinnen haben für ihre Studie ausführliche Interviews mit Branchenexpertinnen und -experten der Beschäftigten- und Arbeitgeberseite geführt sowie mehr als 230 Arbeitnehmervertreterinnen und Arbeitnehmervertreter befragt. Dabei berichten 88 Prozent von Arbeitsverdichtung im Pflegedienst. 81 Prozent geben zu Protokoll, dass ihre Einrichtung unter einem Mangel an Pflege-Fachkräften leidet – Ähnliches gilt für den ärztlichen Dienst. 68 Prozent sagen, dass Pflegekräfte abwandern – in Krankenhäuser mit besserer Finanzausstattung, entsprechend höherer Bezahlung und mehr Aufstiegsmöglichkeiten. Lediglich 13 Prozent der Befragten finden, dass es in ihrem Betrieb ausreichend Pflegepersonal gibt. Nur sechs bis neun Prozent der Befragten aus Pflegedienst, Physio- und Ergotherapie sowie dem Servicebereich empfinden ihre Entlohnung als angemessen. Die Tarifbindung in der Branche ist bislang niedrig.

Die Zahl der Patienten ist zwar in den vergangenen Jahren nicht merklich gestiegen, doch ein entscheidender Faktor hat sich deutlich verändert, so Baldauf und Vitols: Reha-Einrichtungen haben es heute oft mit kränkeren und häufig auch älteren Patienten zu tun als in früheren Zeiten. „Eine verkürzte Verweildauer in Akutkrankenhäusern und Multimorbidität“ – Patienten haben mehrere Krankheiten gleichzeitig – führten zu „stark gestiegenen Schweregraden der Erkrankungen unter den Rehabilitanden“, so die Forscherinnen. So nimmt der Pflege- und Betreuungsbedarf zu. Da gleichzeitig das Beschäftigungsvolumen in der Branche – umgerechnet auf Vollzeitstellen – stagniert, hat sich die Arbeitsbelastung der Beschäftigten erhöht. Die Alterung der Bevölkerung und die wachsende Zahl von Patienten mit psychischen Krankheiten dürften diese Entwicklung in Zukunft noch beschleunigen. Hinzu kämen neue Anforderungen durch die Digitalisierung, die zunächst einmal Mehrarbeit und Schulungsbedarf bedeuten.

Finanzinvestoren kaufen Kliniken
Bezogen auf die Profitabilität der Einrichtungen zeigt sich ein heterogenes Bild. Während große private Ketten häufig gute Gewinne machen, stehen manche kleinere Kliniken finanziell unter Druck. Etliche wurden bereits von Konkurrenten übernommen. Seit einigen Jahren sind zudem internationale Finanzinvestoren in der Rehabilitationsbranche tätig. Mehrfach von einem Finanzinvestor zum anderen weiterverkauft wurden beispielsweise die Immobilien der Berliner Median Kliniken. Den Einstieg von Firmenhändlern bringen Befragte zum Teil mit erhöhtem Druck auf Löhne und Qualitätsstandards in Verbindung.

Die Wachstums- und Gewinnorientierung der Reha-Einrichtungen – aber auch die schwierige Ertragslage einiger Häuser – führen laut der Studie dazu, dass Kostendruck, Einspar- und Rationalisierungsprogramme in vielen Rehabilitationskliniken zum Alltag gehören. Finanziert werden Reha-Leistungen zum größten Teil von der Kranken- und Rentenversicherung. Bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist es meist die Rentenversicherung, die für die Kosten aufkommt. Die Idee dahinter: Für die Rentenversicherung wird auf diese Weise ein Anreiz geschaffen, Arbeitnehmer bei der Wiederherstellung ihrer Gesundheit zu unterstützen – denn Reha ist in der Regel billiger als die dauerhafte Zahlung einer Erwerbsminderungsrente. Solche Anreizstrukturen sollten nach Baldauf und Vitols ausgebaut werden. Heute hätten beispielsweise die Krankenkassen, die für Reha-Maßnahmen von Nicht-Erwerbstätigen aufkommen, keine finanziellen Vorteile davon, wenn sie Reha-Programme bewilligen, die letztlich Pflegebedürftigkeit verhindern. Die Ausgaben für medizinische Rehabilitation sind in den vergangenen zehn Jahren zwar im gleichen Umfang gewachsen, wie die Gesundheitsausgaben insgesamt. Doch unter dem Strich ist die Vergütung von Reha-Leistungen nicht immer ausreichend: „Die Höhe der Vergütungssätze orientiert sich dabei nicht durchgängig an den tatsächlichen Kosten der Einrichtung oder der Qualität der Leistung“, schreiben die Forscherinnen.

Die Forscherinnen weisen auf einen Bereich hin, den es auszubauen gelte: die Gesundheitsprävention. Viele Studien belegten, dass sich Vorsorgeprogramme volkswirtschaftlich auszahlen. Auch bei den Arbeitgebern steige die Bereitschaft, in die Gesundheit ihrer Beschäftigten zu investieren. Schließlich hätten viele Firmen angesichts der aktuellen Arbeitsmarktsituation ein großes Interesse daran, keine Fachkräfte zu verlieren.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Marc Schietinger
Abteilung Forschungsförderung, Experte für Strukturwandel
Tel.: 0211-7778-127
E-Mail: Marc-Schietinger@boeckler.de

Rainer Jung
Leiter Pressestelle
Tel.: 0211-7778-150
E-Mail: Rainer-Jung@boeckler.de

Originalpublikation:
*Sabine Baldauf, Katrin Vitols: Branchenanalyse medizinische Rehabilitation: Wirtschaftliche Perspektiven, Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen in medizinischen Rehabilitationseinrichtungen, Working Paper Nr. 160 der Forschungsförderung der Hans-Böckler-Stiftung, Oktober 2019. Download: https://www.boeckler.de/pdf/p_fofoe_WP_160_2019.pdf

 

Quelle: idw.de, 30.10.2019

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PASSAUER WOLF Bad Gögging eröffnet die neue Fachklinik am 15.11.2019

Mit der Eröffnung der neuen PASSAUER WOLF Fachklinik Bad Gögging erweitert die inhabergeführte Unternehmensgruppe die Kapazitäten am Standort Bad Gögging sowie Niederbayerns Kliniklandschaft um einen modernen und energieeffizienten Neubau. In der PASSAUER WOLF Fachklinik Bad Gögging finden das neurologische Zentrum für Bewegungsstörungen sowie die geriatrische Fachabteilung und eine interdisziplinäre Komfortstation Raum. Die Neueröffnung wird am 15.11.2019 mit Gesellschaftern, Partnern und Freunden gefeiert werden. Eine Veranstaltungsreihe schließt sich der Eröffnungsfeier an.

Vertreter aus der Politik sowie Vertreter langjähriger Kooperationspartner, darunter der Bezirkstagspräsident von Niederbayern, Dr. Olaf Heinrich, der Landrat des Kelheimer Landkreises, Martin Neumeyer, und Thomas Reimer, 1. Bürgermeister der Stadt Neustadt a. d. Donau, sowie Jürgen Orthum, Leiter des Dienstleistungszentrums Niederbayern/Oberpfalz der AOK Bayern und Dr. Ralf Langejürgen, Leiter der bayerischen Landesvertretung des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), begleiten die feierliche Eröffnung mit ihren Grußworten. Theologe und Bestsellerautor Jürgen Mette wird die Festrede halten. In seinem autobiografischen Buch »Alles außer Mikado – Leben trotz Parkinson« verarbeitet er sein Leben mit dieser Diagnose. Im Anschluss an die Weihe des Hauses und die symbolische Schlüsselübergabe durch das Architekturbüro Hummel aus Eggenfelden werden die geladenen Gäste von der Geschäftsleitung durch die neue Fachklinik geführt.

Rund 37 Mio Investition in die Zukunft
Gut zwei Jahre dauerte der Bau der drei Ebenen umfassenden PASSAUER WOLF Fachklinik Bad Gögging. Rund 33 Millionen Euro sind in den Neubau geflossen. Zusätzlich investierte der Passauer Wolf vier Millionen Euro in das PASSAUER WOLF Reha-Zentrum Bad Gögging, das durch einen gläsernen Verbindungsgang direkt mit der Fachklinik verbunden ist. Der Empfang und die Aufnahme der Gäste der Fachklinik und des Reha-Zentrums erfolgt nun zentral in der neuen Fachklinik. Die Infrastruktur der neuen Fachklinik steht auch Gästen des Reha-Zentrums zur Verfügung, wie Veranstaltungsräume mit neuester Sound- und Medientechnik. »Das Bauprojekt war natürlich eine große Herausforderung«, so Geschäftsleiter Hans-Martin Linn, »aber das Ergebnis spricht für sich. Die Fachklinik bietet jetzt auf über 10.000 m² modern ausgestattete großzügige Therapieräume, altersgerechte Patientenzimmer, und inspirierende Aufenthaltsbereiche zum Wohlfühlen.« Der Neubau ist energieoptimiert nach KfW 55-Standard und benötigt somit nur 55 Prozent der Energie eines Referenzhauses. Im Vergleich zu einem regulären Neubau werden jährlich 100 Tonnen CO2 eingespart, das entspricht einer Einsparung von 25 %. Dem geschäftsführenden Gesellschafter Florian Leebmann war es wichtig, die Aufträge für den Bau an überwiegend regionale Unternehmen zu vergeben. »Das ist für uns Ausdruck unserer Verbundenheit zur Region«, erklärt er. Auch für den regionalen Arbeitsmarkt ist der Neubau von Bedeutung. Der PASSAUER WOLF Bad Gögging ist bereits jetzt Arbeitgeber von 600 Beschäftigten und zählt damit zu einem der wichtigsten Arbeitgeber der Region. Es sind durch die Neueröffnung ergänzend 150 Arbeitsplätze entstanden.

Ausbau der Versorgungsstruktur im regionalen Gesundheitssektor
Die Unternehmensgruppe sorgt mit der neuen PASSAUER WOLF Fachklinik Bad Gögging für den Ausbau und damit für eine Verbesserung der gesundheitlichen Versorgungsstruktur im ländlichen Raum, nicht nur in der Altersmedizin durch die Erweiterung der Kapazitäten der geriatrischen Fachabteilung. »Den Bedürfnissen von Gästen, die eine intensive Betreuung und Unterstützung benötigen, können wir hier gerecht werden. Die Ausstattung der Zimmer ist behindertengerecht und demenzsensibel. Patienten, die kognitiv oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, finden sich hier leicht zurecht. Die Funktionsräume der Therapie, Pflege und Medizin sind so gruppiert, dass kurze Wege für unsere Gäste sichergestellt sind«, erklärt Markus Huber, Chefarzt der Geriatrie. Ergänzend zur geriatrischen Fachabteilung befindet sich im Klinikneubau das neurologische Zentrum für Bewegungsstörungen. Das Team unter der Leitung des Chefarztes der Neurologie, Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Wächter, hat sich hier auf die akutstationäre und rehabilitative Behandlung von Morbus Parkinson spezialisiert: »Im Rahmen der akutneurologischen multimodalen Komplexbehandlung setzen wir neben der medikamentösen Therapie auch auf innovative, wissenschaftlich fundierte, nichtmedikamentöse Behandlungsmethoden. In der neuen Fachklinik können wir all diese Möglichkeiten in einem modernen Ambiente voll ausschöpfen.«

»Healing Architecture« und Komfort der Extra-Klasse
Lichtdurchflutete Räume mit Blick ins Grüne greifen »Healing Architecture«-Ideen auf. Jedes Zimmer ist mit Balkon ausgestattet. »Wir haben uns hier die Kraft der Natur ins Haus geholt«, so der Ärztliche Direktor des PASSAUER WOLF Bad Gögging Dr. med. Stefan Triebel. Sonnenlicht, viel Grün in Form von bepflanzten Wänden oder echten Bäumen, eine Brunnenanlage und viele kleine Details, die die Handschrift der Natur tragen, sowie inspirierende Aufenthaltsbereiche wie die Wolfs-Lounge, bestätigen das. Die interdisziplinäre Komfortstation bietet Gästen aller Fachbereiche, also vorrangig der Neurologie und Geriatrie, aber auch der Orthopädie und HNO-Phoniatrie, ein außergewöhnliches Ambiente. »Unsere Gäste können in gewohnter Weise auf die medizinisch-therapeutische Kompetenz und die persönliche Betreuung setzen. In den PASSAUER WOLF Privat-Bereichen machen exklusive Service-Extras den Aufenthalt besonders, darunter die Lounge und das Komfortrestaurant«, so die Hoteldirektorin des PASSAUER WOLF Bad Gögging, Anja Bellersen.

Veranstaltungsreihe für Fachkreise und die Region
Mit der feierlichen Eröffnung beginnt eine Veranstaltungsreihe, bestehend aus Expertenrunden und einer Veranstaltung für die Region. Am 16.11.2019 bietet der PASSAUER WOLF Bad Gögging im Rahmen eines neurologischen Fachsymposiums Ärzten aus Krankenhäusern und Praxis die Gelegenheit, sich selbst ein Bild vom Neubau zu machen. Hochkarätige Referenten beleuchten Theorie und Praxis in der Behandlung von Morbus Parkinson. Nach einem Expertenforum für Sozialdienste zum Thema »Sektorenübergreifende Antworten auf die Herausforderungen der demografischen Entwicklung« am 21.11.2019, schließt der Tag der offenen Tür am 24.11.2019 die Eröffnungsfestivitäten. Besucher sind am 24.11.2019 von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr herzlich eingeladen.

 

PASSAUER WOLF • Medizin fürs Leben
An fünf Standorten in Bayern – in Bad Griesbach, Bad Gögging, Nittenau Ingolstadt und (neu) Regensburg – werden Gäste auf ihrem Weg zu neuer Lebenskraft unterstützt. Die Unternehmensgruppe blickt zurück auf 40 Jahre Erfahrung. Zur Kernkompetenz gehören u. a. die stationäre und ambulante Rehabilitation sowie die neurologische Akutbehandlung. Auch Nachsorgeprogramme und Angebote aus der Lebensstil-Medizin wie »Abenteuer R•O•T by Passauer Wolf« zählen zum Spektrum. Insgesamt werden im Passauer Wolf jedes Jahr über 20.000 Gäste empfangen und behandelt. So zählen die Standorte der Unternehmensgruppe zu den führenden Zentren für Rehabilitation und medizinische Versorgung in Bayern.

 

Quelle: PASSAUER WOLF www.passauerwolf.de

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Generationenwechsel bei Kliniken Schmider: Dr. Dagmar Schmieder übergibt Vorsitz der Geschäftsführung

Generationswechsel: Paul-Georg Friedrich übernimmt von seiner Mutter Dr. Dagmar Schmieder den Vorsitz der Geschäftsführung der Kliniken Schmieder

Dr. Dagmar Schmieder hat im Oktober 2019 den Vorsitz der Geschäftsführung der Kliniken Schmieder an ihren Sohn Paul-Georg Friedrich übergeben. Als Vorstand der Prof. Friedrich Schmieder-Stiftung wird sie bei strategischen Weichenstellungen weiter eingebunden sein.

Dr. Dagmar Schmieder ist seit 1976 im Unternehmen ihres Vaters Prof. Friedrich Schmieder tätig. In den letzten 33 Jahren hat sie als Vorsitzende der Geschäftsführung die Entwicklung des Unternehmens entscheidend geprägt. „Mein Ziel war es die Führungsrolle in der Neurologischen Rehabilitation zu bewahren, behutsam und mit Augenmaß das Wachstum des Unternehmens zu fördern und dabei immer den Blick auf die Patientenbelange zu richten“, sagt Dagmar Schmieder. Mit der Gründung des Lurija Instituts 1997 an der Universität Konstanz gelang es ihr, eine Forschungsstruktur mit universitären Kooperationspartnern zu schaffen, mit der der Ausbau von Innovation und Qualität zum Wohle der Patienten gelingt. Damit verbunden ist ihr großes Engagement für die Universität Konstanz, die sie seit Jahren als Ehrensenatorin unterstützt.

Der Ausbau einer engmaschigen Versorgungsstruktur für neurologisch erkrankte Menschen in Baden-Württemberg war ein zweiter Fokus, den sie als Geschäftsführerin verfolgte. In ihrer Verantwortung wuchsen die Kliniken Schmieder von zwei Standorten in Gailingen und Allensbach mit 620 Mitarbeitern (1986) auf heute sechs Standorte in Baden-Württemberg mit über 2.000 Mitarbeitern, die jährlich rund 14.000 neurologisch erkrankte Patienten aller Schweregrade über alle neurologischen Phasen versorgen. Sie trug maßgeblich dazu bei, dass wohnortnahe Rehabilitation in den baden-württembergischen Metropolregionen heute möglich ist, indem sie 1995 und 1998 die Klinikstandorte im Stuttgarter Zentrum, in Gerlingen bei Stuttgart und 2001 in Heidelberg eröffnete. Alleine im Landkreis Konstanz zählen die Kliniken Schmieder mit den drei Standorten in Allensbach, Gailingen und Konstanz zu den größten Arbeitgebern der Region mit mehr als 1.000 Beschäftigten.

„Ich bin sehr froh, dass der Familie Schmieder die Übergabe des Familienunternehmens an die nächste Generation gelungen ist. Das schaffen ja nicht alle Familienunternehmen in Deutschland“, so Dagmar Schmieder. „Mit meinem Sohn Paul-Georg Friedrich als Vorsitzenden der Geschäftsführung und meiner Tochter Lisa Sophia Friedrich als Geschäftsführerin wird das Unternehmen weiterhin die notwendige Stabilität haben, um die Herausforderungen im Gesundheitssystem zu meistern“. Beide sind schon seit vielen Jahren im Unternehmen in führenden Positionen tätig. Dr. Ulrich Sandholzer, der seit 2010 in der Geschäftsführung ist und Patrick Mickler, der zum 01.12.2019 von der Schön Klinik kommend in die Geschäftsführung eintritt, komplettieren das Führungsquartett.

Als Vorsitzender der Geschäftsführung ist Paul-Georg Friedrich nun für die weitere Entwicklung des Unternehmens verantwortlich. „Ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben. Gemeinsam mit meinen drei Geschäftsführern werde ich die zukünftige Entwicklung unseres Klinikverbundes mit großem Engagement und Leidenschaft vorantreiben“. Bereits seit 2014 ist Paul-Georg Friedrich zunächst als Geschäftsleiter und ab Juli 2017 als Geschäftsführer u.a. für die Bereiche Kundenbeziehungen/Vertragswesen und Belegung für das Unternehmen tätig. Zuvor arbeitete er bei der Schön Klinik in der Unternehmens- und Klinikentwicklung sowie als Projektleiter für den Bereich Völkerverständigung im Büro Berlin der Robert Bosch Stiftung.

Mit dieser Weichenstellung übernimmt nun die dritte Generation die Verantwortung für das mittelständische Familienunternehmen. Jährlich erzielen die Kliniken Schmieder derzeit einen Umsatz von über 150 Millionen Euro. In den Ausbau ihrer Standorte investierten sie in den letzten zehn Jahren über 100 Millionen Euro und schufen mehrere hundert Arbeitsplätze. Allein in den Ausbau der beiden Bodenseestandorte Allensbach und Konstanz flossen in den letzten fünf Jahren rund 20 Millionen Euro und in Gailingen werden bis 2025 ebenfalls rund 25 Millionen Euro für den Ausbau und die Sanierung des dortigen Klinikcampus investiert.

 

Quelle: www.kliniken-schmieder.de, 25.10.2019

 

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Neuer Therapiekompass soll die Qualität des Reha-Aufenthaltes maßgeblich verbessern

Im Herbst fiel der Startschuss für die Einführung des „Therapiekompasses“ in den Celenus Kliniken Bad Herrenalb und Schömberg. Über mehrere Monate erarbeiteten die Mitarbeiter der Kliniken zusammen mit dem zentralen Qualitätsmanagement ein Konzept, das im Rahmen der letzten Führungskräftetagung vorgestellt und diskutiert wurde.

Ziel dieses Therapiekompasses ist es, die von den Patienten wahrgenommene Qualität ihres Aufenthaltes maßgeblich zu verbessern. Hierfür wird jedem Patienten zu Beginn der Reha ein Ringbuch ausgehändigt. Im Laufe seines Aufenthaltes füllt sich das Ringbuch mit wesentlichen Kerndokumenten, wie denpersönlichen Reha-Zielen und mit individuellen Inhalten wie spezifischen Trainingsplänen. Damit entwickelt sich das einfache Ringbuch zum „Therapiekompass“, der den Patienten durch die gesamte Reha lotst. Durch die Gestalt eines persönlichen Arbeitsbuches, soll der Therapiekompass die Eigenaktivität des Patienten fördern. Er soll den Patienten zudem die Behandlungsinhalte visualisieren, sodass der Patient den „roten Faden“ und die gesundheitlichen Veränderungen in seiner Reha-Maßnahme deutlicher erkennen kann.

Der Therapiekompass ermöglicht darüber hinaus die systematische Sammlung von Erfahrungen und Empfehlungen während der Reha. Diese können als Grundlage dafür dienen, die nach der Reha anstehenden Aufgaben zu priorisieren und einen persönlichen Fahrplan für zu Hause zu entwickeln. Der Therapiekompass kann damit für den Patienten zum Wegbegleiter nach der Reha werden, der ihn an seine Ziele und Aufgaben erinnert.

Die ersten Rückmeldungen von Patienten und Therapeuten fallen positiv aus. Die leitende psychologische Psychotherapeutin aus der Klinik Schömberg sagte dazu:Die Rückmeldungen der Therapeuten lauten durchgehend, dass derTherapiekompass gut ankommt. Teilweise teilen auch Patienten, die jetzt kurz vor der Abreise sind, also keinen Therapiekompass erhalten haben, ein gewisses Bedauern mit…“. Mittlerweile ist die Einführung des Therapiekompasses in nahezu allen psychosomatischen Kliniken initiiert.

Mit Spannung wird erwartet, inwiefern sich die Einführung des Therapiekompasses auf die Werte der Patientenbefragung niederschlägt.

Quelle: ​​Celenus-Kliniken GmbH, 24.10.2019

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