Redaktion RehaNews24

 

Seminar: Soziale Arbeit in der medizinischen Rehabilitation – Theorie/Praxis-Transfer

Erfolgreiche Rehabilitation braucht gute Beratung und Vernetzung. Im multiprofessionellen Reha-Team kommt der Sozialen Arbeit in diesem Zusammenhang in der medizinischen Rehabilitation eine große Bedeutung zu.

Die „Praxisempfehlungen Soziale Arbeit in der medizinischen Rehabilitation“ wurden von der Universität Würzburg in einem von der Deutschen Rentenversicherung finanzierten Projekt entwickelt. An der Erarbeitung war die DVSG im Expert*innenkreis beteiligt. Die Praxisempfehlung bildet Arbeitsbereiche der Sozialen Arbeit in der medizinischen Rehabilitation in fast allen Indikationen ab. Die Entwicklung und die Umsetzung dieses zukünftig geltenden Standards zur Sozialen Arbeit in der medizinischen Reha vorzustellen und zu reflektieren wird ein Teil des Seminarinhalts sein.

Die Anforderungen an die Kompetenzen und die Aufgaben der Sozialen Arbeit sowie die Ausgestaltung der Rolle im Reha-Team sind sehr vielfältig. Das Seminar bietet die Möglichkeit an den aktuellen Themen in Fachgesprächen intensiv zu arbeiten. Kurze Inputphasen gehen bei dem Seminar über in Kleingruppenarbeit mit anschließender Präsentation und Diskussion im Plenum. Mit Ihren Erfahrungen und Ihrer Themenauswahl können Sie sich in die Gestaltung des Seminars einbringen.
Folgende Themen könnten beispielsweise aufgriffen werden: soziale Diagnostik, Einzel- und Gruppeninterventionen, Qualitätssicherung, Konzeptentwicklung, Fort- und Ausbildung, MBOR, Berufliche Rehabilitation, Arbeitsorganisation, Vernetzung, Nachhaltigkeit.

Termin:
17. + 18. Januar 2020

Veranstaltungsort:
Kolping-Akademie
Kolpingplatz 1
97070 Würzburg

Seminargebühr inkl. Tagungsverpflegung:
290 Euro (DVSG-Mitglieder) *
390 Euro (Nichtmitglieder)
*Bei korporativen Mitgliedern gilt der ermäßigte Beitrag für eine/n Vertreter/in.

Teilnahmevoraussetzung:
Fachkräfte der Sozialen Arbeit (Abschluss: Sozialarbeit/Sozialpädagogik, Diplom, B.A., M.A.)

 

Weitere Infos finden Sie hier:
https://dvsg.org/fileadmin/dateien/06Veranstaltungen/02DVSG-Fortbildungen/2020-01-17_18_Flyer_DVSG_Fortbildung_Theorie_Praxis_Transfer.pdf

 

Quelle: dvsg.org, 12.12.2019

Aufrufe: 105


Ambulante Behandlung psychisch kranker Menschen verbessern

Prof. Dr. Thomas Fankhänel stellt auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN) Studienergebnisse vor.

Menschen, die von psychischen Erkrankungen betroffen sind, leben mit einem erhöhten Risiko eines dauerhaften Verlustes der Erwerbsfähigkeit. Dies ist oft in einem über Jahre fortdauernden Krankheitsverlauf begründet. Diverse Studien zeigen, dass rehabilitative Maßnahmen, die Behandlungserfolge aufweisen konnten, meist nur vorrübergehend aufrecht zu erhalten sind. Entsprechend wird vielen PatientInnen eine ambulante Rehabilitationsnachsorge nahegelegt. Hierbei gilt es, die Maßnahmen im Alltag der Betroffenen zu verankern und die erreichten Behandlungserfolge somit zu festigen. Die Reha-Nachsorge umfasst u.a. 24 Gruppentherapie-Sitzungen, die im wöchentlichen Rhythmus ambulant und wohnortnah angeboten werden.

Die von Prof. Dr. Thomas Fankhänel, Studiengangsleiter des Bachelorstudiengangs Psychologie und Professor für Psychologie an der SRH Hochschule für Gesundheit, durchgeführte Studie „Evaluation einer Intervention zur Steigerung des ambulanten Nachsorge-Nutzungsverhaltens von Patienten mit psychischen und Verhaltensstörungen“ schließt die Forschungslücke des Nachweises der Wirksamkeit und des Nutzungsverhaltens in der ambulanten Nachsorge. In der Untersuchung wurden daher relevante Faktoren, wie Symptombelastung oder soziale Unterstützung innerhalb der Therapiegruppe analysiert. Zusätzlich konnte die Wirksamkeit eines eigens für die Studie entwickelten Therapietagebuchs in einem Kontrollgruppen-Design überprüft werden. Da die Untersuchung durch die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland (DRV-M) gefördert wurde, wurde eine Vollerhebung der Reha-Nachsorgeeinrichtungen im Gebiet der DRV-M angestrebt.

„Die Ergebnisse, die während des stationären Aufenthalts erzielt wurden, konnten auf diesem Wege sogar verstärkt werden. Aus den erlangten Studienergebnissen lassen sich Hinweise für eine wirksamere Gestaltung der ambulanten Nachsorge für PatientInnen mit psychischen Erkrankungen, wie Depression oder Angststörung, ableiten“, fasst Prof. Dr. Thomas Fankhänel die Ergebnisse zusammen.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Thomas Fankhänel
Studiengangsleiter
Gesundheitspsychologie, B. Sc,
Professor für Gesundheitspsychologie;
Beauftragter für Gleichstellung
E-Mail: thomas.fankhaenel@srh.de
Campus Gera
Telefon +49 365 773407-41

Quelle: idw.de, 09.12.2019

Aufrufe: 79


n-tv Servicestudie zeichnet Celenus Kliniken aus

Im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv hat das Deutsche Institut für Service-Qualität eine Servicestudie unter neun großen Reha-Klinik-Ketten durchgeführt. Zur Analyse der Servicequalität wurde mehrmals anonym per Telefon und eMail Kontakt zu den Klinikgruppen aufgenommen, außerdem erfolgte eine Prüfung und detaillierte Inhaltsanalyse der Internetseiten. Dabei erreichten die Celenus Kliniken mit 67,0 (aus 100) Punkten den 2. Platz und liegen dabei nur knapp hinter dem ersten Platz, der mit 67,2 Punkten bewertet wurde. Dies bestätigt die Freundlichkeit und Kompetenz unserer Mitarbeiter, worüber wir uns sehr freuen. Laut Studienergebnissen gaben unsere Mitarbeiter am Telefon kompetent und freundlich Auskunft und gingen motiviert auf die Anrufer ein. Der Internetauftritt überzeugt laut Testergebnis mit übersichtlichen und umfangreichen Informationen über alle Klinikstandorte, deren Ausstattung und therapeutische Angebote.

Wir möchten uns herzlich bei allen Mitarbeitern bedanken, die zu diesem tollen Testergebnis beigetragen haben und auch ansonsten jeden Tag im Umgang mit unseren Patienten Freundlichkeit und Kompetenz beweisen.

Sollten Sie an weiteren Informationen, die Sie auf unserer Homepage nicht finden konnten, oder einem Rehaaufenthalt interessiert sein oder spezielle Fragen haben, so stehen wir Ihnen für Nachfragen per Email unter info@celenus-kliniken.de oder per Telefon unter 0781-932036-0 zur Verfügung

Quellen: https://disq.de/2019/20191111-Reha-Kliniken.html und https://www.n-tv.de/ratgeber/tests/Reha-Kliniken-im-Test-article2134

 

 

Aufrufe: 104


Berufsförderungswerk Dortmund bietet Adipositas-Patienten besondere Unterstützung

Das Berufsförderungswerk Dortmund bietet auf einem hochmodernen Campus ein vielfältiges Qualifizierungsangebot für 1.000 Teilnehmer in 40 Berufen. © BFW Dortmund

Exzellente medizinische Versorgung in Kooperation mit dem Adipositaszentrum der Klinik Vest in Recklinghausen.

Dortmund, 09. Dezember 2019. In Deutschland sind rund 16 Prozent der Erwachsenen stark übergewichtig, also adipös. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie des Statistischen Bundesamtes. Häufige Folgen sind Erwerbsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit. Beim Berufsförderungswerk (BFW) Dortmund finden Adipositas-Patienten, die aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls ihren alten Beruf nicht mehr ausüben können, eine besondere Unterstützung: Neben der Chance auf einen Neustart ins Arbeitsleben erhalten sie eine exzellente medizinische Versorgung, die im Bereich der beruflichen Rehabilitation in Deutschland einmalig ist.

Das BFW Dortmund bietet sehr übergewichtigen Teilnehmern in enger Zusammenarbeit mit dem Adipositaszentrum der Klinik Vest in Recklinghausen ein Programm zur operativen Behandlung und eine Selbsthilfegruppe an. Die medizinische Einrichtung erhielt als einzige Klinik in NRW die höchste Auszeichnung als „Exzellenzzentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie“.

Dem Krankheitsbild der Adipositas kommt aus Sicht von Prof. Dr. Andreas Weber, dem Leiter des Medizinischen Dienstes am BFW Dortmund, eine besondere Bedeutung zu. Denn Adipositas führt sehr oft zu Begleiterkrankungen wie Zucker, Bluthochdruck oder Schädigungen der Wirbelsäule. Hinzu kommt eine Abnahme der Arbeitsfähigkeit und der aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.

Bei der Behandlung seiner Patienten orientiert sich der Arbeitsmediziner Prof. Weber am Körpermassenindex, dem sogenannten Body Mass Index (BMI). Der BMI wird aus dem Quotienten aus Gewicht und Körpergröße zum Quadrat (kg/m²) errechnet. Das BFW Dortmund bietet seinen Teilnehmern ab einem BMI von 40 operative Hilfe an. „Hier besteht ein doppelt so hohes Risiko für Einschränkungen. Bei Werten darunter empfehlen wir eine konservative Behandlung mit Bewegung, Gesundheits- und Ernährungsberatung. Ab einem BMI von 50 besteht eigentlich nur noch die Option zu operieren, weil konservative Therapien meist versagen“, so Prof. Weber.

Integrationsquoten von 60 Prozent
Bei der Operation wird der Magen um etwa zwei Drittel zum so genannten Schlauchmagen verkleinert. Anschließend empfinden die Patienten deutlich schneller ein Sättigungsgefühl. Um operativ behandelt zu werden, muss bei den Teilnehmern der ausdrückliche Wunsch bestehen, ihr Leben grundlegend zu ändern. „Etwa ein Jahr geht ihnen dadurch verloren. Die Menschen wissen das aber sehr zu schätzen. Deshalb haben wir hier eine relativ hohe Erfolgsrate“, so Prof. Weber. „Ab einem BMI von 40 haben wir Integrationsquoten von maximal 20 Prozent. Menschen, die bei uns durch dieses operative Programm gegangen sind, haben Integrationsquoten von 60 Prozent.“

Die Magenverkleinerung ist ein Prozess, der den Patienten und allen Beteiligten viel Energie abverlangt. Das fängt schon bei der komplizierten Antragstellung an. Überdies müssen die Patienten für eine Kostenübernahme ein sechsmonatiges multimodales Programm durchlaufen, welches sich aus drei fest vorgeschriebenen ernährungs-, bewegungs- und verhaltenstherapeutischen Bausteinen zusammensetzt.

Das besondere Angebot am BFW Dortmund hat sich mittlerweile herumgesprochen. „Gezielt kommen Menschen aus anderen Städten wegen dieser Kooperation zu uns, auch die Dortmunder Reha-Beratung der Rentenversicherung empfiehlt Patienten an uns weiter“, so Prof. Weber. Das Adipositas-Programm allerdings ist kein „Massengeschäft“, weil es eine kontinuierliche und hochindividuelle Betreuung vor und nach der Operation beinhaltet. In den vergangenen acht Jahren waren es gerade einmal 60 Fälle, die „unters Messer“ kamen.

www.bfw-dortmund.de

Das Erfolgsbeispiel der BFW-Teilnehmerin Catarina Criscuolo
Catarina Criscuolo nutzte die Möglichkeiten, die ihr das Adipositas-Programm am BFW Dortmund bot, und konnte ihr Gewicht zwischen Dezember 2018 und Mai 2019 von 127 kg auf 79 kg reduzieren. An das BFW Dortmund kam die heute 48-Jährige im Januar 2016. Zuvor hatte sie im Lager eines großen Logistik-Unternehmens gearbeitet, bis sie sich bei einem Unfall an ihrer linken Hand verletzte und ihren alten Beruf nicht mehr ausüben konnte. „Mein Leidensdruck aufgrund der Adipositas war damals sehr groß“, erinnert sich Catarina Criscuolo. Aufgrund von Verengungen der Wirbel, einem Bandscheibenvorfall und mehreren -vorwölbungen hielt sie es ohne Schmerzmittel nicht mehr aus.

Die Schlauchmagen-Operation im Klinikum Vest in Recklinghausen verlief für sie problemlos, die erste Zeit der Umstellung war jedoch sehr schwer für sie. „Mein Körper war wie auf Entzug“, erinnert sie sich. Heute ist sie überglücklich, diesen Schritt gegangen zu sein: „Es war die beste Entscheidung meines Lebens. Ich habe ein völlig neues Lebensgefühl, kann mich deutlich besser bewegen und habe viel mehr Möglichkeiten“, betont Catarina Criscuolo, die zurzeit die letzten Spuren ihres Gewichtsverlusts operativ behandeln lässt.

Von Anfang an ist Catarina Criscuolo zudem in der Adipositas-Selbsthilfe-Gruppe des BFW Dortmund aktiv. Auch heute nach erfolgreichem Abschluss ihrer Qualifikation zur Groß- und Außenhandelskauffrau kommt sie, so oft es geht, immer noch dorthin. Sie findet dort „sehr nette Leute“, denen sie Tipps und Unterstützung gibt. „Ich hoffe, dass noch viele andere diese Chance nutzen werden.“

Über das Berufsförderungswerk (BFW) Dortmund:
Das Berufsförderungswerk (BFW) Dortmund wurde im Jahr 1971 gegründet und ist ein überregionales Dienstleistungsunternehmen der beruflichen Rehabilitation im Stadtteil Hacheney. Das BFW Dortmund bietet Menschen Umschulungen an, die nach Krankheit oder Unfall ihren alten Beruf nicht mehr ausüben können und über einen Leistungsträger eine neue berufliche Qualifizierung finanziert bekommen. Wie die anderen 27 Berufsförderungswerke in Deutschland hat auch das BFW Dortmund einen sozialpolitischen Auftrag mit dem Ziel, Rehabilitanden nach Abschluss der Qualifizierung in den Arbeitsmarkt einzugliedern und ihnen damit eine aktive Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Das Angebotsspektrum reicht von der Information und Beratung über die Berufsfindung und Qualifizierung bis zur Integration in den ersten Arbeitsmarkt.

Bis heute hat das BFW Dortmund seine Kapazitäten und Infrastruktur zu einem sechs Hektar großen, hochmodernen Campus mit 300 Mitarbeitern ausgebaut. Es verfügt über ein vielfältiges Qualifizierungsangebot für 1.000 Teilnehmer in 40 Berufen, deren Spektrum von kaufmännischen und technischen bis hin zu Elektro-, IT- und Medienberufen reicht. Bei sämtlichen Qualifizierungen legt das BFW Dortmund einen besonderen Fokus auf die Gegebenheiten des regionalen Arbeitsmarktes und die individuellen Stärken und Neigungen seiner Teilnehmer. Mit großem Erfolg: Aktuell finden rund 75 Prozent der Absolventen einen neuen Arbeitsplatz.

Über den Medizinischen Dienst am BFW Dortmund:
Das Berufsförderungswerk (BFW) Dortmund verfügt von allen BFW-Bildungsstätten in Deutschland über einen der größten Medizinischen Dienste („Fachdienst Medizin“). Dieser besteht aus einem 16-köpfigen Team von sechs Ärzten, sechs Medizinischen Fachangestellten sowie vier Physiotherapeuten und Sportlehrern, die durch Honorarkräfte ergänzt werden. Der Fachdienst verfolgt das Konzept der Integrationsmedizin – von der Defizit- hin zur Ressourcenorientierung: Die Menschen werden rein nach ihrem Potenzial betrachtet, es wird ihnen gezielte Hilfe bei Bewältigungs- und Veränderungsprozessen gegeben. Die Philosophie lautet: stabilisieren, aktivieren, unterstützen.

Über das Adipositas-Programm (seit 2012) und die Adipositas-Selbsthilfegruppe (seit 2018) hinaus hat das BFW Dortmund im engen Schulterschluss mit bundesweit führenden medizinischen Einrichtungen weitere besondere Hilfsangebote für seine insgesamt 1.000 Teilnehmer geschaffen. In Zusammenarbeit mit dem Epilepsiezentrum des Universitätsklinikums Erlangen werden zum Beispiel telemedizinische Verfahren zur Diagnostik und Behandlung von Epilepsiepatienten angewendet. Darüber hinaus verfügt das BFW Dortmund als einer von wenigen Anbietern in der Region über eine Kältekammer für die Therapie von Rheuma- und Schmerzpatienten.

Unternehmenskontakt:
Berufsförderungswerk Dortmund
Karin Niemeyer, Leitung Marketing/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel.: 0231 / 7109-239,
E-Mail: Karin.Niemeyer@bfw-dortmund.de

Aufrufe: 125


„Wer singt, hat keine Angst“

Ergotherapeutin Tracy Scharwächter leitet das Gospel-Singen in der Klinik.

In der psychosomatischen Rehaklinik Dr. Becker Klinik Juliana kommen jede Woche Patienten/innen zum therapeutischen Gospel-Singen zusammen. Das gemeinsame Singen fördert das Wohlbefinden. 

Wuppertal, 06.12.2019: „Oh happy day!“, schallt es mittwochabends durch die Dr. Becker Klinik Juliana in Wuppertal. Denn die auf Psychosomatik und Psychotherapie spezialisierte Rehaklinik am Mollenkotten bietet ihren Patienten/innen wöchentlich therapeutisches Gospel-Singen an.

Wöchentlich neue Chorbesetzung
Initiiert hat das Gospel-Singen Ergotherapeutin Tracy Scharwächter, die die Chorproben auch leitet: „Ich bin selbst seit Jahren musikalisch aktiv und weiß daher, wie glücklich Singen macht“, erklärt sie. „Das Gospel-Singen ist ein freiwilliges Freizeit-Angebot für unsere Patienten, was aktiv von ihnen nachgefragt wird.“ Dabei ginge es jedoch nicht darum, perfekt zu singen und jeden Ton zu treffen – sondern gemeinsam mit den anderen Patienten/innen Spaß an der Musik zu haben und aus sich rauszugehen. Jede Woche gestaltet sich der Chor durch an- und abreisende Patienten/innen immer etwas anders. In einer Woche erfüllen 40 Stimmen den Raum, in der nächsten sind es 15. Am Ende des Abends ist aber immer ein Stück mehrstimmig eingeübt.

Singen bringt Glückshormone in Schwung
Neben dem Spaß hat es mit dem Gesang auch eine medizinische Bewandtnis: „Beim Singen werden eine ganze Fülle an Botenstoffen freigesetzt, die sich positiv auf unser Wohlbefinden auswirken“, weiß Iman Farhat, Chefärztin der Dr. Becker Klinik Juliana. „Es fördert die Produktion und Ausschüttung der Glückshormone Serotonin und Beta-Endorphin sowie Oxytocin, das uns ein Geborgenheitsgefühl vermittelt.“ Diese Botenstoffe würden die Symptome von Angst, Depressionen oder Aggressionen dämpfen. „Beim Singen muss man sich öffnen und lockern – verkrampft funktioniert das nicht“, sagt Tracy Scharwächter. „Wer singt, hat keine Angst.“

Beschwingt und beflügelt
Diese positiven Folgen des Singens lassen sich bereits nach der ersten Stunde feststellen. Bei den Patienten/innen der Dr. Becker Klinik Juliana erfreut sich das Gospelsingen deshalb großer Beliebtheit: „Zunächst habe mich nicht so richtig getraut, laut zu singen“, erzählt eine Patientin. „Aber ich habe schnell gemerkt, dass es mir wirklich guttut. Man verlässt die gemeinsamen Proben immer ganz beschwingt und beflügelt. Ich habe vor, mir nach meiner Reha zu Hause einen Chor suchen, um weiterhin regemäßig zu singen.“

Ein Song als Souvenir
„Während ihrer Zeit bei uns in der Reha möchten wir unseren Patienten eben solche Anstöße für zu Hause mitgeben“, erklärt Scharwächter. „Viele sind schon lange keinem regelmäßigen Hobby mehr nachgegangen oder fühlen sich einsam. Wenn sie hier das Singen für sich entdecken und das dann als kräftigende Ressource in ihren Alltag einbauen, freut mich das ungemein.“ Für die Zeit nach der Reha würden Patienten/innen zudem regelmäßig darum bitten,  besonders beliebte Songs aus der Liedermappe mitnehmen zu dürfen. „Die werden also als Reha-Souvenir mitgenommen“, schmunzelt sie.

Die Dr. Becker Klinik Juliana
Die Dr. Becker Klinik Juliana ist eine Wuppertaler Rehaklinik für Psychosomatik, Psychiatrie und Psychotherapie für 120 Patienten/innen. Behandlungsschwerpunkte sind psychosomatische Erkrankungen wie Depressionen, Angst- und Schmerzstörungen (Migräne/Kopfschmerzen), somatoforme Störungen (Rückenschmerzen), Posttraumatische Belastungsstörung, Tinnitus, Migräne und Burn-out. Sie wurde am 31. Mai 2011 eröffnet und ist die sechste psychosomatische Einrichtung der Dr. Becker Klinikgruppe. Die Klinik beschäftigt rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Wuppertal. Die Dr. Becker Klinik Juliana bietet Rehabilitationsleistungen für Patienten/innen aller Kassen und Rentenversicherer sowie für Privatpatienten/innen, Beihilfeempfänger/innen und Selbstzahler/innen an. www.dbkg.de/kliniken/klinik_juliana

Aufrufe: 52


Plattform Gruppenplatz.de für Innovation ausgezeichnet

Mit wenigen Klicks einen freien Gruppentherapieplatz finden – für dieses innovative Lösung wurde die Plattform Gruppenplatz.de nun ausgezeichnet.

Die Online-Plattform Gruppenplatz.de erleichtert psychisch Erkrankten das Auffinden von psychotherapeutischen Angeboten in der Nähe. So verbessert sie die psychotherapeutische Versorgungslage in Deutschland. Dafür wurde die Plattform nun ausgezeichnet und gefördert.

Köln, 28.11.2019. Über die Online-Plattform Gruppenplatz.de können psychisch Erkrankte kostenlos nach freien Gruppenpsychotherapieplätzen in Wohnortnähe suchen. Für Psychotherapeut*innen wiederum stellt die Plattform viele administrative Services bereit mit dem Ziel, die Fachleute bei der Organisation von Gruppentherapien zu entlasten. Für diese einfach zugängliche Lösung, die beiden Seiten einen Mehrwert liefert und so die angespannte ambulante psychotherapeutische Versorgung verbessert, wurde die Plattform nun bei den Wittener Gesundheitstagen ausgezeichnet und mit 2.000€ gefördert.

„Noch mehr Betroffene von der Plattform profitieren lassen“
Unter dem Motto „Everyday’s Health Heroes – Gesundheit. Selbstbestimmt“ wurde am 05. November der Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre verliehen. Im Rahmen des Wettbewerbs der Universität Witten/Herdecke werden Start-Ups und Visionäre mit digital gestützten Ideen ausgezeichnet, die die Gesundheitsversorgung in Deutschland verbessern sollen.

Gruppenplatz.de konnte sich dabei gegen acht weitere Teams durchsetzen und belegte den dritten Platz, der mit 2.000€ dotiert wurde. „Wir sind unglaublich stolz über diese Auszeichnung“, freut sich Sonja Schmalen, Produktmanagerin bei der Dr. Becker eHealth GmbH, die die Plattform bereitstellt. „Das Preisgeld werden wir dazu verwenden, gruppenplatz.de bekannter zu machen, damit noch mehr Therapeuten und Betroffene von dem Angebot profitieren können.“ Sie wolle die Plattform auf Kongressen und Fachtagungen vorstellen.

Innovationsminister Pinkwart gratuliert zum Preis
Die drei Gewinner des Wittener Preises konnten ihre Versorgungsangebote außerdem auf der Fachmesse MEDICA letzte Woche in Düsseldorf vorstellen. Auch Prof. Dr. Andreas Pinkwart (FDP), Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, informierte sich über die innovativen Produkte vor Ort und ließ es sich nicht nehmen, den drei Gewinner*innen persönlich zu gratulieren.

Dr. Becker eHealth GmbH
Die Dr. Becker eHealth GmbH ist ein Teil der Dr. Becker Unternehmensgruppe. Mit neun Dr. Becker Kliniken für ambulante und stationäre Rehabilitation und den Dr. Becker PhysioGyms stellt das mittelständische, inhabergeführte Unternehmen für alle Lebensphasen des Menschen individuelle Gesundheits-, Präventions- und Versorgungsangebote bereit. Die Dr. Becker eHealth GmbH entwickelt innovative und digitalbasierte Angebote, die Menschen vor, während und nach der Rehabilitation unterstützen. Dabei profitiert die Dr. Becker eHealth GmbH von dem Wissen aus über 40 Jahren Rehabilitationserfahrung der Dr. Becker Unternehmensgruppe. Mehr Infos unter: www.gruppenplatz.de

Aufrufe: 60


Sudanese kann 32 Jahre nach Unfall wieder laufen

Freuen sich über die gelungene Hilfsaktion: (v.l.) Dr. med. Johannes Schröter, Chefarzt der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden, Patient Ahmed Tarek und Andreas Weingart, Inhaber des Sanitätshaus Achim Kunze. © MEDIAN

Gemeinsame Hilfsaktion von MEDIAN Rehaklinik Aukammtal, Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken und Sanitätshaus Achim Kunze macht Versorgung mit Prothese möglich / Internet bringt sudanesische Familie auf die Spur von Wiesbadener Ärzten

Ahmed Tarek hatte in seinem Leben kein Glück. Im Alter von vier Jahren wurde der Sudanese von einem Lastwagen überfahren und erlitt schwerste Beckenverletzungen. Sein rechtes Bein war seitdem gelähmt und wuchs nur noch stark verlangsamt. Sein Fuß entzündete sich regelmäßig, schwoll in der Hitze des afrikanischen Landes immer wieder an. Für den heute 36-Jährigen begann ein qualvolles Leben ohne Aussicht auf medizinische Versorgung.

Kontakt über das Internet
In ihrer Not machte sich die Familie des Mannes aus Omdurman, einem Vorort der Hauptstadt Karthum, auf die Suche nach Hilfe im Ausland – und fand über das Internet den Weg zu Dr. med. Johannes Schröter, dem Chefarzt der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden. Die Fachklinik für Konservative Orthopädie und Physikalische Therapie gehört zu den ersten Adressen in der medizinischen Rehabilitation von Patienten mit Amputationen und hilft seit 2014 gemeinsam mit weiteren Partnern Menschen wie Ahmed Tarek. „Wir brauchten jemanden, der den Fuß amputierte, und wir brauchten eine speziell angepasste Prothese”, erinnert sich der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Während er Kontakt zu Kollegen und dem Wiesbadener Sanitätshaus Achim Kunze aufnahm, den Aufenthalt und ein Visum organisierte, sammelte die Familie von Ahmed Tarek im Nordsudan Geld für den Flug nach Deutschland. Rund drei Monate dauerten die Vorbereitungen.

Hilfsbereitschaft von vielen Seiten
Der Plan ging auf. Spontan fand sich Dolmetscherin Saina Mendel bereit, Ahmed Tarek während seines Aufenthalts in Deutschland zu begleiten. Prof. Dr. med. Sebastian Wutzler, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Orthopädische Chirurgie an den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden, amputierte Mitte Oktober den Fuß. In der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden passten Dr. Johannes Schröter und der Orthopädiemechanikermeister Andreas Weingart vom Sanitätshaus Achim Kunze dem jungen Mann eine Prothese an. „Es war keine leichte Aufgabe, denn die Orthoprothese aus Carbon, die Herr Tarek brauchte, musste die Beinlänge ausgleichen und das gelähmte Bein in einen festen Rahmen einbinden”, erläutert der Mediziner. „Gleichzeitig brauchten wir einen teuren Prothesenfuß, der uns vom Marktführer in Sachen Prothetik, der Össur Deutschland GmbH, gespendet wurde. Letztendlich haben wir es in einer gemeinsamen Anstrengung geschafft, Herrn Tarek wieder auf die Beine zu bringen.”

In Wiesbaden wieder laufen gelernt
In den folgenden Wochen lernte Ahmed Tarek in der MEDIAN Rehaklinik Aukammtal mit seiner Prothese nach 32 Jahren das erste Mal wieder auf zwei Beinen zu laufen. Vor seiner Heimreise am 22. November freute er sich darüber, nur mit einem Stock als Hilfe schmerzfrei rund einen Kilometer zu gehen. „Wir sind froh, dass wir helfen konnten“, sagt Dr. Schröter. „Alle ärztlichen Leistungen wurden im Rahmen der Hilfsaktion kostenlos erbracht, Unterkunft und Krankenhausaufenthalte so günstig wie möglich realisiert. Vielen Dank an alle Beteiligten!“ Im Frühjahr wird Ahmed Tarek zur Nachuntersuchung erwartet. Dr. Johannes Schröter, Andreas Weingart und das Therapeuten-Team freuen sich auf das Wiedersehen.

 

Über MEDIAN
Die MEDIAN Kliniken gehören zu den besten Reha-Kliniken Deutschlands mit einer herausragenden Kompetenz bei Rehabilitation und Teilhabe. 2019 konnte sich zum dritten Mal rund ein Drittel der Kliniken auf vorderen Plätzen positionieren: 28 Spitzenplätze bei den Prüfungen durch die DRV Bund, vier neurologische Akutkliniken in den TOP 20 beim Ranking der F.A.Z. und 35 Siegerplätze unter den besten Reha-Kliniken 2020 des FOCUS sowie zahlreiche Regionalpreise. Rund 120 Kliniken und Einrichtungen, 18.500 Betten und Behandlungsplätze sowie ca. 15.000 Beschäftigte in 13 Bundesländern machen MEDIAN zum größten privaten Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland.

Kontakt und Nachfragen
MEDIAN Rehaklinik Aukammtal Wiesbaden
Dr. med. Johannes Schröter
Chefarzt Orthopädie/Ärztlicher Direktor
Leibnizstr. 25 | 65191 Wiesbaden
Tel.: 0611 571-750 | Fax: 0611 571-140
E-Mail: johannes.schroeter@median-kliniken.de

Aufrufe: 51


Bundesrat stärkt die Forderungen der Initiative „Reha. Macht’s besser!“

Berlin, 5. Dezember 2019 – Der Bundesrat fordert auf Antrag des Landes Baden-Württemberg die Bundesregierung und den Bundestag dazu auf, die medizinische Rehabilitation zu stärken. Politische Maßnahmen zur Umsetzung von Reformen sind dringend notwendig.

Die Zunahme des medizinischen Fortschritts und der Spezialisierung im Gesundheitswesen, eine verstärkte Multimorbidität der Patienten sowie der demografische Wandel führen zu einem immer größeren Bedarf an Rehabilitations-Maßnahmen. Aufgrund zu geringer Vergütungssätze geraten immer mehr Reha-Einrichtungen in wirtschaftliche Schwierigkeiten und ziehen dadurch im Wettbewerb um die besten Fachkräfte oft den Kürzeren. Ursache dafür ist, dass die Rahmenbedingungen in den letzten 20 Jahren für die medizinische Rehabilitation nicht angepasst worden sind. Mehr als 250 Reha-Einrichtungen sowie einige Verbände, darunter der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK), haben sich aus diesem Grund zusammengeschlossen und fordern mit der Kampagne „Reha. Macht’s besser!“ eine bessere Vergütung, einen einfachen Reha-Zugang sowie ein freies Wunsch- und Wahlrecht.

Nun hat der Bundesrat auf Initiative des Bundeslandes Baden-Württemberg am 29. November 2019 beschlossen, die medizinische Rehabilitation zu stärken und hebt dabei folgende besonders drängende Punkte hervor, die verbessert werden sollen: Eine bessere Vergütung, die gesetzlich verankert werden soll, eine Beteiligung der Pflegeversicherung an den Kosten der geriatrischen Rehabilitation, die Gleichstellung von stationären und ambulanten Rehabilitationskliniken bei den Apothekenversorgungsverträgen sowie ein verbesserter Reha-Zugang.

„Der Entwurf für ein Reha- und Intensivpflegestärkungsgesetz (RISG) im Sommer war ein erster Schritt zur Stärkung der Rehabilitation. Die Unterstützung des Bundesrats ist ein weiterer. Nun hoffen wir, dass den Worten auch Taten folgen und das Kabinett den sehnlichst erwarteten Gesetzesentwurf noch in diesem Jahr beschließt“, so Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des BDPK. „Des Weiteren fordern wir dazu auf, die vom Bundesrat aufgerufene Aufhebung der Trennung von Kranken- und Pflegeversicherung umzusetzen.“

Übernahme von Kosten durch Pflegeversicherung
Der Bundesrat greift die langjährige Forderung des BDPK auf, die patientenschädliche Trennung zwischen Kranken- und Pflegeversicherung aufzuheben. Derzeit ist es so, dass die Krankenkassen die Kosten für die Rehabilitation tragen, während die Pflegeversicherung vom Erfolg durch vermiedene Pflege profitiert. Deshalb erhalten nach Expertenmeinung zu wenig Patienten eine Reha-Maßnahme. Daher ist der Vorschlag des Bundesrats, die Trennung aufzuheben, eine gute Entscheidung, zumal er bereits Inhalt des vorangegangenen Koalitionsvertrags war, jedoch nicht umgesetzt worden ist.

Die vom BDPK präferierte Möglichkeit, wie eine Übernahme der Kosten durch die Pflegeversicherung gestaltet sein könnte, sieht einen Finanzausgleich zwischen Kranken- und Pflegeversicherung vor. Dabei würde die Pflegeversicherung verpflichtet, der Krankenkasse die Kosten für die Rehabilitationsleistungen zu erstatten, die diese zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit erbringt. So können Leistungen der Pflegebedürftigkeit verschoben werden und der wirtschaftliche Nachteil für die Krankenkassen – welche die Kosten für die Reha zahlen, während die Pflegeversicherung vom Erfolg einer niedrigen Pflege profitiert – wäre ausgeglichen.

Ansprechpartner:
Initiative „Reha. Macht’s besser!“
c/o Antonia von Randow
Bundesverband Deutscher Privatkliniken
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
randow@bdpk.de
+49 30 2400899-0

Aufrufe: 221


Bund finanziert innovative Modellprojekte der DRV Oldenburg-Bremen mit 3,5 Millionen Euro

Die innovativen Projekte sind eine neue Chance für Menschen in der Region, die an einer psychischen oder einer Abhängigkeitserkrankung leiden.

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) OldenburgBremen führt zwei regionale Modellprojekte im Bundesprogramm “Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro” mit einem Fördervolumen von insgesamt rund 3,5 Mio. Euro durch. Die Projekttitel lauten SEMRES (Schnittstellenmanagement zur frühzeitigen Ermittlung des Rehabilitationsbedarfs und rechtzeitigen Vermittlung in die Rehabilitation von Menschen mit Suchterkrankungen) und SEMPRE (Schnittstellenmanagement zur frühzeitigen Ermittlung des psychosomatischen Rehabilitationsbedarfs und rechtzeitigen Steuerung in die Psychosomatische Rehabilitation).

Ziel der beiden Modellprojekte ist die frühzeitige Identifizierung von Menschen, die an einer psychischen oder Abhängigkeitserkrankung leiden und deren rechtzeitige Steuerung in Maßnahmen der Rehabilitation/Prävention.

Durch die Modellprojekte sollen u. a. Jobcenter, Sportvereine, betriebliche Gesundheitsstrukturen und Mitarbeiter*innen in Krankenhäusern befähigt werden, psychisch belastete bzw. suchtgefährdete Menschen zu erkennen und adäquat anzusprechen. Die betroffenen Menschen können sich dann an einen „Lotsen“ wenden, der sie in den sogenannten „Rehakompass“ vermittelt. Der „Rehakompass“ ist eine 2-tägige Maßnahme in einer regionalen Rehabilitationseinrichtung. Dabei werden der Bedarf, die Fähigkeit und die Motivation zur Durchführung einer Rehabilitation bzw. Prävention festgestellt. Am Ende des „Rehakompasses“ werden die Teilnehmer bei der Antragsstellung für die geeignete weiterführende Maßnahme unterstützt.
„Die Idee für die Modellprojekte entstand, da von beiden Erkrankungsgruppen betroffene Menschen häufig nicht rechtzeitig den Zugang zu geeigneten Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen finden. Prognoseverschlechterungen, Folgeerkrankungen und eine eingeschränkte gesellschaftliche Teilhabe sind leider häufig die negativen Folgen.“, so Dr. Natalie Schüz, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der DRV Oldenburg-Bremen für rehapro.

Durchgeführt werden die Modellprojekte in den Regionen Oldenburg und Bremen. Hier soll rund 650 Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie 300 Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen durch die Modellprojekte ermöglicht werden, rechtzeitig und optimal vorbereitet eine Präventions- bzw. Rehabilitationsmaßnahme anzutreten. Der Projektbeginn ist für Januar 2020 geplant, die Laufzeit beträgt fünf Jahre.

 

Quelle: drv-oldenburg-bremen.de, 04.12.2019

Aufrufe: 157


„Personal zu finden und zu halten ist die entscheidende Aufgabe der nächsten Jahre“

Sven Burkhardt
Quelle: www.rose-klinik.de

Sven Burkhardt übernimmt die Leitung der MEDICLIN Rose Klinik

Horn-Bad Meinberg, 2. Dezember 2019. Ab dem 1. Januar 2020 hat die MEDICLIN Rose Klinik in Horn-Bad Meinberg einen neuen Kaufmännischen Direktor: Sven Burkhardt übernimmt die Leitungsfunktion von Holger Kammann, der seit dem 1. September dieses Jahres zusätzlich die MEDICLIN Hedon Klinik in Lingen leitet. Kammann wird sich zukünftig ganz auf den Standort Lingen konzentrieren, da dort größere Veränderungen anstehen. Zudem wird er sich verstärkt um die MEDICLIN-Regionaldirektion Niedersachsen kümmern. Hierbei arbeitet Kammann eng mit Phillip Fröschle, MEDICLIN-Regionalgeschäftsführer Nordwest, zusammen.

Sven Burkhardt ist bereits seit Januar 2019 für MEDICLIN tätig. Bislang ist der 50-Jährige stellvertretender Kaufmännischer Direktor in der MEDICLIN Albert Schweitzer Klinik und MEDICLIN Baar Klinik in Königfeld im Schwarzwald. „Ich war zuvor Verwaltungsleiter bei einem großen deutschen Lebensmitteleinzelhändler“, berichtet Burkhardt. „Ich wollte dann aber weg vom Einzelhandel und habe nach einer neuen Herausforderung gesucht. Die habe ich bei MEDICLIN gefunden.“ In Königsfeld gab es für Burkhardt dann sehr schnell den Sprung ins kalte Wasser: Nach seiner Einarbeitungszeit als stellvertretender Kaufmännischer Direktor übernahm er die Leitung der Klinik übergangsweise kommissarisch, nachdem der Kaufmännische Direktor vor Ort die Klinik verlassen hatte.

Übergabe findet bereits statt
In der MEDICLIN Rose Klinik in Horn-Bad Meinberg findet eine geregelte Übergabe zwischen Holger Kammann und Sven Burkhardt bereits statt. „Das macht Vieles einfacher“, sagt Kammann. „Herr Burkhardt kennt das Unternehmen und die Ansprechpartner bereits. Und schon jetzt ist er regelmäßig in der Rose Klinik. So findet er sich langsam in alles ein und wir können uns intensiv austauschen.“

Über die Rose Klinik kann Burkhardt bislang nur Positives berichten. „Der Umgang miteinander ist wirklich toll“, sagt er. „Bei den Rundgängen und Gesprächen in der Klinik ist mir aufgefallen, dass alle sehr motiviert und engagiert wirken und auch der interdisziplinäre Austausch zwischen den verschiedenen Berufsgruppen sehr gut funktioniert.“

Anstehende Herausforderungen
In den letzten Jahren wurde das medizinische Angebot der MEDICLIN Rose Klinik unter Holger Kammann weiterentwickelt. Seit Anfang 2018 ergänzt eine geriatrische Fachabteilung das Leistungsspektrum, seit Anfang 2019 gehört auch eine neurologische Fachabteilung für die neurologischen Phasen C und D zur Klinik. „Die Neurologie möchte ich noch besser etablieren, die Geriatrie soll in Zukunft, wenn möglich, erweitert werden“, berichtet Burkhardt.

Doch egal, wie sich die Klinik in Zukunft entwickelt, eines ist sicher: die größte Herausforderung ist das Thema Personal. „Personal zu finden und zu halten ist die entscheidende Aufgabe der nächsten Jahre“, stellt Burkhardt klar. „Es geht hier um Personal im Allgemeinen und um qualifizierte Pflegekräfte im Besonderen.“ Dabei sei aber nicht nur wichtig, neue Mitarbeiter zu finden, sondern vor allem das bereits vorhandene Personal an die Klinik und das Unternehmen zu binden. „Eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit ist essenziell, um auch in Zukunft als Klinik eine Chance zu haben.“

Über die MEDICLIN Rose Klinik
Die MEDICLIN Rose Klinik in Horn-Bad Meinberg ist ein Fachzentrum für onkologische, orthopädische, neurologische und geriatrische Rehabilitation. Insgesamt verfügt die Klinik über 230 Betten und beschäftigt rund 150 Mitarbeiter. Zum MEDICLIN-Standort Horn-Bad Meinberg gehört auch die MEDICLIN Seniorenresidenz Am Rosengarten.

Über MEDICLIN
Zu MEDICLIN gehören deutschlandweit 36 Kliniken, sieben Pflegeeinrichtungen und zehn Medizinische Versorgungszentren. MEDICLIN verfügt über knapp 8.350 Betten und beschäftigt rund 10.000 Mitarbeiter. In einem starken Netzwerk bietet MEDICLIN dem Patienten die integrative Versorgung vom ersten Arztbesuch über die Operation und die anschließende Rehabilitation bis hin zur ambulanten Nachsorge. Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte arbeiten dabei sorgfältig abgestimmt zusammen. Die Pflege und Betreuung pflegebedürftiger Menschen gestaltet MEDICLIN nach deren individuellen Bedürfnissen und persönlichem Bedarf.
MEDICLIN – ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe.

 

Quelle: rose-klinik.de, 03.12.2019

Aufrufe: 123