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Tele-Reha-Nachsorge als flexible Ergänzung zu bestehenden Nachsorgeprogrammen

Foto: Binacon

Mannheim Tele-Reha-Nachsorge ist eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Nachsorge-Programmen in Reha-Kliniken und ergänzt das Angebot für Rehabilitand:innen, die zeitlich und örtlich flexibel bleiben wollen.

Seit 2 Jahren ist das Tele-Reha-Nachsorgekonzept DE-RENA als ergänzendes digitales Angebot von der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) in der Nachsorge anerkannt. Dadurch können Reha-Kliniken ihr Nachsorgeangebot um ein wissenschaftlich überprüftes Tele-Rehabilitationsprogramm erweitern und mit der DRV abrechnen. Mit DE-RENA ist es den Therapeut:innen der Klinik möglich, auch Rehabilitand:innen zu betreuen, denen eine Teilnahme an einer Nachsorgegruppe in einer Klinik nicht möglich ist. Rehabilitand:innen haben mit einer Tele-Reha-Nachsorge nicht nur die Möglichkeit, eine zeitlich und örtlich ungebundene Nachsorge anzutreten. Mithilfe einer App auf ihrem privaten Smartphone organisieren sie eigenständig ihre persönlichen Ziele nach dem Klinikaufenthalt und können ihre Fortschritte bei der Stabilisierung ihrer Reha-Erfolge in den Alltag jederzeit verfolgen.

Das Angebot einer Tele-Reha-Nachsorge mit DE-RENA richtet sich an Rehabilitand:innen, die am Ende eines psychosomatischen Klinikaufenthalts stehen. Zur weiteren Festigung ihrer Therapieerfolge möchten sie nun eine Nachsorgeleistung in Anspruch nehmen. Doch oftmals lassen sich die festen Gruppentermine in der Klinik nicht mit ihrem Alltag nach der Reha vereinbaren. Die Tele-Reha-Nachsorge DE-RENA ermöglicht es ihnen, die Nachsorge zeit- und ortsunabhängig durchzuführen. Dabei werden die Rehabilitand:innen in den ersten sechs Monaten nach ihrer Reha von einem Therapeuten der Reha-Klinik mit regelmäßigen Telefonaten begleitet.

„Unser Ziel mit DE-RENA ist, dass wir Personen mit depressiver Erkrankung eine Alternative zu den bestehenden Nachsorgeprogrammen bieten können.“, erklärt Klaus Welling, Geschäftsführer von BINACON GmbH. „Wir haben selbst im Team erfahren müssen, wie schwer es ist, feste Nachsorgetermine mit dem Alltag zu Hause zu vereinbaren, wenn man mit Beruf und Familie voll eingespannt ist. Die aktuelle Situation aufgrund der Corona-Pandemie bestätigt unseren Ansatz, dass Nachsorge auch „für zu Hause“ angeboten werden muss.“

WIE FUNKTIONIERT DE-RENA?
Im Rahmen der Tele-Reha-Nachsorge nutzen die Rehabilitand:innen die App DE-RENA auf ihrem privaten Mobiltelefon oder Tablet. In dieser App definieren sie ihre Lebensbereiche, auf die sie nach dem Klinikaufenthalt einen Fokus setzen möchten. Sie bewerten selber ihre Tage, die Umsetzung ihrer Vorsätze aus der Reha und ihr Befinden. So behalten sie ihre Fortschritte bei der Umsetzung in den Alltag im Blick. Mit dieser Form des Selbstmanagements wird das Ziel verfolgt, dass Nachsorgeempfehlungen von den Betroffenen verstärkt wahrgenommen werden und die Nachhaltigkeit der Therapieerfolge gesteigert wird.

STUDIE BESTÄTIGT DEN ERFOLG MIT DE-RENA:
Implementierbarkeit, Akzeptanz und Wirkung von DE-RENA wurde in einer von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) geförderten Studie untersucht. Die Studie wurde in der MEDIAN Klinik für Psychosomatik Bad Dürkheim sowie einer DRV eigenen Rehaklinik durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich das DE-RENA-Nachsorgekonzept gut in die Abläufe und Angebote der Kliniken implementieren lässt. Außerdem wurde eine hohe Nutzungsakzeptanz bei Patient:innen und Therapeut:innen verzeichnet. Die Rehabilitand:innen konnten mit DE-RENA ihre in der Klinik erreichten Fortschritte aufrechterhalten und weiter ausbauen. Diese positiven Ergebnisse führten dazu, dass die Deutsche Rentenversicherung DE-RENA im Januar 2020 als Regelangebot anerkannt hat. 

ÜBER DE-RENA:
DE-RENA ist ein psychosomatisches Tele-Reha-Nachsorgekonzept, das auf depressive Erkrankungen ausgerichtet ist. Es besteht aus einer Smartphone-App für die Rehabilitand:innen und einem Desktop-Zugang für die betreuenden Therapeut:innen. 

Während des Klinikaufenthalts erarbeiten die Patient:innen gemeinsam mit den Therapeut:innen ihre Vorsätze in den Lebensbereichen, auf die sie nach dem Klinikaufenthalt einen Fokus setzen möchten. Anschließend planen die Patient:innen ihren individuellen Tagesablauf in der App, bewerten diesen und können sich selbst kontrollieren, ob sie ihre in der Klinik erlernten Verhaltensänderungen nachhaltig in den Alltag umsetzen können. Ein regelmäßiger telefonischer Kontakt zum Nachsorgetherapeuten aus der Klinik ist Teil des Programms.

ÜBER BINACON:
BINACON, gegründet in 2014 und mit Sitz in Mannheim, ist eine „Ideenschmiede“ rund um das Thema Selbstorganisation und umsetzungsbegleitende Verhaltensänderung. Mit dem Gütesiegel „Psychologisches Gesundheitsangebot“ vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen für psychologische Gesundheitsangebote im Internet wurde die Qualität des Konzepts DE-RENA nochmals bestätigt.

 

Quelle: BINACON, 07.05.2021

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Fachmesse REHAB mit neuem Online-Angebot

Im Neuheiten-Center ONLINE werden Produkte vorgestellt, die im Jahr 2020 oder 2021 am Markt eingeführt wurden.
Credit: Messe Karlsruhe / Jürgen Rösner

Online-Ausstellerliste und Neuheiten-Center ONLINE präsentieren Unternehmen, Produkte und Innovationen des Hilfsmittelmarkts

Karlsruhe, 06. Mai 2021 – AAUm Fachleuten sowie Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen insbesondere das Auffinden von Produktneuheiten und Produktweiterentwicklungen zu erleichtern, wurde auch das Neuheiten-Center der Messe digitalisiert: Im Neuheiten-Center ONLINE werden Produkte vorgestellt, die im Jahr 2020 oder 2021 am Markt eingeführt wurden. „Der Ausfall von Präsenzveranstaltungen stellt unsere Besucher und Aussteller vor besondere Herausforderungen. In unserer aktuellen Kundenbefragung wurde uns gespiegelt, dass insbesondere das Vergleichen von Produkten und das Finden bzw. Vermitteln von Informationen über Neuheiten und Anbieter zurzeit online erfolgen müssen. Daher möchten wir unseren Ausstellern und Besuchern auch in dieser Zeit als Partner mit unserer Plattform zur Seite stehen“, erklärt Annika Gehrmeyer, Projektleiterin der REHAB. Das Online-Angebot wird bis zum neuen REHAB-Termin vom 23. bis 25. Juni 2022 ständig aktualisiert und ist kostenfrei und ohne Anmeldung nutzbar.

Online-Ausstellerliste bietet Informationen über Produkte und Aussteller
Die Online-Ausstellerliste bietet einen kompakten Überblick über die thematisch breitgefächerten Produkte und Dienstleistungen der REHAB und bündelt Informationen über die teilnehmenden Aussteller. Alle Aussteller und Produkte sind in der Datenbank auch bequem über eine Such- und Filterfunktion zu finden. In den einzelnen Einträgen stellen sich die Unternehmen mittels Texten, Flyern und Fact Sheets vor und präsentieren ihre Produkte und Dienstleistungen mit Videos, Bildern und Informationstexten. Aktuelle Termine wie anstehende Schulungen oder Produktvorstellungen und allgemeine Firmennews können ebenfalls veröffentlicht werden. Für weiterführende Informationen zum jeweiligen Angebot sind der richtige Ansprechpartner des Anbieters im Ausstellerprofil hinterlegt und die Kontaktdaten des Unternehmers angegeben. Zudem sind die Website und Social-Media-Kanäle verlinkt.

Neuheiten-Center ONLINE präsentiert Innovationen des Hilfsmittelmarkts
Produktneuheiten und -weiterentwicklungen, die in 2020 und 2021 auf den Markt gebracht wurden, sind zusätzlich im übersichtlichen Neuheiten-Center ONLINE gelistet. Ausgehend von einer Kurzdarstellung des Produkts mit Text, Bild und teilweise Video kann man sich von dort für tiefergehende Informationen ins Online-Ausstellerverzeichnis weiterleiten lassen.

Zu den präsentierten Produktneuheiten zählen zum Beispiel der Nano X, der neueste Aktivrollstuhl mit faltbarer Funktion von MEYRA, und das anpassungsfähige Rückenschrägliegebrett till. von Schuchmann, das sich durch vielfältige Einstellmöglichkeiten der Körperform sehr genau anpasst und Sicherheit sowie Gewichtsübernahme für Kinder mit besonderen Bedürfnissen bietet. Memocorby Systems stellt mit Memocorby ein digitales Tool für multi-sensorisches Lernen und Gedächtnistraining vor, das bei logopädischen Sprech- und Sprachtherapien nach Schlaganfall und Schädel-Hirn-Trauma sowie bei Demenzpatienten und für Kinder mit Logopädiebedarf eingesetzt wird. Smith & Nephew präsentiert das kanisterlose Unterdruck-Wundtherapiesystem PICO 14, das hilft, Wunden schneller zu schließen als Standardverbände.

Als Produktweiterentwicklungen werden unter anderem der Reha-Buggy „Delta Jogger“ des dänischen Kinderhilfsmittel-Herstellers Global Carehab und der PARAVAN VW T6.1 Extended mit einem von der A- bis zur C-Säule tiefergelegten Fahrzeugboden vorgestellt. HomeBrace zeigt seine Sondersteuerung „MyEcc Pupil“, die es ermöglicht, einen Elektrorollstuhl durch das Erfassen der Augenbewegung mittels eines Sensors am Brillengestell zu steuern, und die jetzt durch drei verschiedene Bügellängen noch individueller einstellbar ist.

Zur Online-Ausstellerliste: www.rehab-karlsruhe.com/de/rehab/ausstellerliste

Zum Neuheiten-Center ONLINE: www.rehab-karlsruhe.com/neuheiten-center

Zur REHAB Karlsruhe
Die REHAB Karlsruhe ist seit 1980 eine der bedeutendsten Fachmessen für die Themen Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion und hat sich im 2-Jahres-Turnus als die wichtigste Plattform für qualitativ hochwertige Mobilitätshilfen und Kinderhilfsmittel aus Deutschland und dem europäischen Ausland etabliert. Seit jeher nutzen Fachleute aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland die REHAB, um sich über aktuelle Trends der Rehatechnik, Innovationen der Hilfsmittelindustrie und neue Therapiemöglichkeiten zu informieren sowie Weiterbildungsmöglichkeiten zu nutzen. Als Plattform für den Austausch zwischen Herstellern, Fachhändlern, Therapeuten, Medizinern, Pflegefachkräften, Dienstleistern und Vereinen sowie Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen ist die REHAB eine fest etablierte Größe im Veranstaltungskalender der Branche. Weitere Informationen finden Sie unter www.rehab-karlsruhe.com.

 

Quelle: KMK Karlsruhe, 06.05.2021

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Psychische Belastungen in der Coroana-Pandemie – Reha-Projekte der DRV Oldenburg-Bremen kommen zum richtigen Zeitpunkt

Logo der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen

Logo der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen

Die innovativen Projekte bieten Hilfe für Menschen in der Region, die mit psychischen Belastungen oder Suchtmittelkonsum kämpfen.

Die bestehende pandemiebedingte Situation ist für viele Menschen äußerst belastend. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass psychische oder Abhängigkeitserkrankungen auf dem Vormarsch sind. Laut der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung haben insbesondere während der zweiten Corona-Welle die Therapieanfragen bei Psychotherapeuten massiv zugenommen.

Betroffenen kann das regionale Modellprojekt „Rehakompass” der Deutsche Rentenversicherung (DRV) Oldenburg-Bremen helfen. Das Projekt richtet sich an Menschen, die feststellen, dass sie verstärkt an psychischen Belastungen leiden oder vermehrt Suchtmittel (Alkohol, Drogen, Medikamente, Glücksspiel, Medien) konsumieren. Das Ziel des Projektes ist, diesen Menschen rechtzeitig den Weg in die medizinische Rehabilitation zu bahnen, oder eine Präventionsleistung anzubieten, um lange Krankheitsgeschichten zu vermeiden. 

Betroffene können sich bei Bedarf an einen „Lotsen“ wenden, der sie in den sogenannten „Rehakompass“ vermittelt. Der „Rehakompass“ ist eine 2-tägige „Schnupper-Reha“ in einer regionalen Rehabilitationseinrichtung. „Während dieser zwei Tage können Teilnehmende einen Einblick in die Rehabilitation mit Bewegungs-, Entspannungs- und Gesprächsangeboten gewinnen“, erklärt Projektleiterin Dr. Natalie Schüz. „Sie erhalten außerdem eine umfassende Diagnostik ihrer psychosomatischen oder suchtbedingten Beschwerden. Wenn Bedarf und Motivation besteht, werden sie direkt vor Ort bei der Antragsstellung für eine anschließende reguläre Rehabilitation unterstützt.“ 

Auf Wunsch können die Lots*innen eine kostenfreie Schulung durchführen, um interessierte Multiplikator*innen (u.a. Vereine sowie Mitarbeiter*innen in Betrieben oder Beratungsstellen) in die Lage zu versetzen, Anzeichen psychischer Belastung und problematischen Konsumverhaltens wahrzunehmen und bei Klient*innen, Mitarbeiter*innen, Vereinsmitgliedern o.ä. zu thematisieren.

 

Quelle: DRV Oldenburg-Bremen, 06.05.2021

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Corona trifft die Rehabilitation

Bild: VIACTIV Krankenkasse Fotograf: Ücker, Andrea (VIACTIV extern)

Bochum (ots) Die VIACTIV verzeichnet seit Abflauen der ersten Pandemiewelle im letzten Jahr rund 22 Prozent geringere Antragszahlen bei der Rehabilitation als in 2019. Grund genug, sich veränderte Zahlen und Prozesse während der Pandemie  genauer anzusehen.

Nach einer Gelenkersatz-Operation wie Hüfte oder Knie schließt sich fast immer eine Anschlussrehabilitation an. Das bedeutete in der Rückschau im April 2020 über 50 Prozent weniger Rehabilitationsmaßnahmen in diesem Segment als im Vorjahr bei der VIACTIV.

Erhöhte OP-Taktung führte zu Engpässen
Phasenweise wurde zwischen den Pandemiewellen die OP-Taktung im Krankenhaus wieder drastisch erhöht, um die verschobenen Operationen nachzuholen. Das führte vorübergehend zu Engpässen bei der Terminvereinbarung mit den Rehabilitationseinrichtungen. Aufnahmen waren nicht so schnell wie sonst möglich. Begrenzte Belegungskapazitäten und die Komplexität der erforderlichen Hygienemaßnahmen aufgrund der Pandemie waren hierfür wesentlich. “Die VIACTIV beschäftigt in ihrer Rehabilitationsabteilung speziell geschulte Mitarbeitende, die mit unseren Kooperationskliniken eng vernetzt sind. So konnten wir dort einen schnelleren Aufnahmetermin als in anderen Kliniken ermöglichen”, sagt Christiane Feegers, Leiterin Fachbereich Rehabilitation bei der VIACTIV.

Bei allen Beteiligten bestand anfangs große Unsicherheit, welche Hygienekonzepte in der Reha-Einrichtung erforderlich sind und vor allen Dingen, wer notwendige Testungen durchführt und wie lange diese gültig sein sollten. Hinzu kam die Gretchenfrage: Wer bezahlt?

Hausärzte als auch Rehabilitationseinrichtungen wollten die zwingend notwendigen Testungen nur dann vornehmen, wenn der Versicherte die Kosten hierfür zahlte. Für die VIACTIV bestand anfangs ebenfalls keine rechtliche Möglichkeit, Versicherten diese Aufwendungen zu erstatten. Für Versicherte überstiegen die Kosten von 50 bis 70 Euro in Einzelfällen ihre eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten Aber: Ohne negative Testung erfolgte keine Aufnahme in der Rehabilitationseinrichtung. Versicherte saßen quasi zwischen allen Stühlen.

Entlastung für Versicherte bei Testkosten
“Mittlerweile sind die gesetzlichen Regelungen hierzu eindeutig und belasten Versicherte finanziell nicht mehr”, so Christiane Feegers. Zwischenzeitlich gab es zahlreiche Updates zu den Personengruppen und Anlässen von Testungen. Auch die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes hinsichtlich der Testung von Menschen mit oder ohne Symptomen änderten sich mit der Modifizierung der jeweiligen Testverordnung. Die Kosten werden aktuell direkt entweder bei Vorlage der elektronischen Gesundheitskarte durch die Arztpraxen über den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung oder durch die Veranlassung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) direkt mit der KV (Kassenärztliche Vereinigung) als Sachleistung abgerechnet.

Dies ist aber nur eine Facette aus dem vergangenen Jahr. Besondere, von der zuständigen Landesbehörde deklarierte Rehabilitationskliniken mussten Covid-19-Patienten mit leichteren Krankheitsverläufen aus den Krankenhäusern übernehmen und betreuen. Für herkömmliche Reha-Patienten war dann keine Aufnahme möglich.

Auch nach mehr als einem Jahr der andauernden Pandemie stellen die Mitarbeitenden der VIACTIV-Rehabilitationsabteilung fest: Die Angst, sich mit Covid-19 anzustecken, lässt weiterhin viele Reha-Patienten generell zögern, eine Maßnahme zu beantragen oder eine bereits bewilligte Maßnahme durchzuführen. Diese Angst treibt auch Versicherte um, die häufig unter chronischen Erkrankungen leiden und auf Anraten des Arztes dringend eine Rehabilitation beantragen sollten.

Den ausführlichen Hintergrundbericht der VIACTIV finden sie hier: https://www.viactiv.de/presse-und-medien/hintergrund/corona-meets-rehabilitation

Quelle: presseportal.de, 06.05.2021

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Schwindel – Wenn die Welt sich dreht

Bad Oeynhausen, 5. Mai 2021 Schwindel und Gleichgewichtsstörungen gehören mittlerweile zu den häufigsten Beschwerden, über die Patienten berichten. Die Betroffenen klagen über abnorme Bewegungsempfindungen, Sehstörungen, Flimmern vor den Augen, Übelkeit, Verlust der Herrschaft über den Körper bis hin zur Ohnmacht. Dieses unerklärliche Unsicherheitsgefühl löst bei den meisten Betroffenen, insbesondere den Älteren, Angst aus.

Was ist Schwindel?
Schwindel ist keine eigenständige Krankheit. Es ist vielmehr ein Leitsymptom, das bei vielen unterschiedlichen Erkrankungen auftreten kann. Aber es führt bei den Betroffenen zu einer erheblichen Beeinträchtigung.
Schwindel entsteht durch eine mangelhafte Verarbeitung von Sinnesreizen im Gehirn. Die Störung kann sowohl im Gehirn (zerebellär), im Gleichgewichtssystem (vestibulär) und/oder im visuellen System (okulomotorisch) vorliegen. Die Bewegungen des eigenen Körpers und des Kopfes im Raum werden dabei falsch interpretiert und es kommt zu einer Bewegungsillusion. Die Auswirkungen werden dabei von jedem Einzelnen unterschiedlich stark empfunden.

Was bietet die Maternus-Klinik gegen Schwindel?
Im Rahmen einer stationären Rehabilitationsmaßnahme, kann die oft auftretende Nebendiagnose „Schwindel“ mit behandelt und therapiert werden. Die zertifizierte Schwindelexpertin (Vestibulartherapeutin) Svenja Riebe, sowie weitere erfahrene Therapeuten eines multidisziplinären Teams helfen dabei, ein individuelles Therapieprogramm zusammenzustellen und den Betroffenen wieder mehr Sicherheit in ihrem Alltag zu geben. Spezielle Testverfahren bilden die Grundlage für das individuelle Therapieprogramm.

Die Maternus-Klinik bietet ein breites Behandlungsangebot, das speziell auf derartige Beschwerden abgestimmt ist. Dazu zählen:

Sport- und Bewegungstherapie: Durch gezielte körperliche Aktivität wird die Körperwahrnehmung, das Gleichgewicht und die Koordination trainiert. Die sportliche Betätigung steigert das Vertrauen in den eigenen Körper. Zusätzlich hilft Sport nach ärztlicher Empfehlung, wenn der Schwindel aufgrund von Kreislauferkrankungen auftritt.

Psychologische Therapie: Die psychologische Therapie kann dabei helfen, seelische Belastungen zu vermindern, die Schwindel auslösen können, aber auch die Ängste zu nehmen, die der Schwindel auslöst. 

Balneo-physikalische Therapie: Körperliche und seelische Verspannungen können durch Heilbäder und Packungen gelindert werden.

Entspannungstherapie: Durch die regelmäßige Durchführung von Entspannungstechniken kann das innere Gleichgewicht zwischen Belastung und Entspannung wieder in Einklang gebracht und Stresssituationen bewältigt werden.

Hirnleistungstherapie: Spezielle neuropsychologische Übungen fördern die Leistungskraft und Lernfähigkeit des Gehirns. Dies erleichtert das Training des körperlichen Gleichgewichts.

Hör- oder Seh-Therapie: Probleme des Gehörs oder des Visus können zu Schwindel führen, aber auch durch Schwindel hervorgerufen werden. Die Beeinträchtigungen werden in dieser speziellen Therapieform behandelt.

Medikamentöse Therapie: Bei den Begleiterscheinungen des Schwindels, wie Übelkeit oder Erbrechen, können Medikamente kurzfristig helfen.

Ernährungsberatung: Mit einer abgestimmten Ernährung lassen sich die Ursachen zum Auftreten eines Schwindelanfalls verringern.

Eigenübungen: Die Therapeuten vermitteln den Patienten die Abfolge gezielter Übungen, die ergänzend zum Therapieplan eigenständig angewandt werden können und somit die Sicherheit im Alltag nachhaltig steigern.

Der Focus der Maternus-Klinik mit seinem interdisziplinären Leistungsangebot liegt auf einer ganzheitlichen Behandlung der Patientinnen und Patienten. Dies wird u.a. deutlich, dass auch Begleiterscheinungen, wie z.B. Schwindel, im Rahmen der Rehamaßnahme mit behandelt und therapiert werden.

 

Quelle: MATERNUS Kliniken, 05.05.2021

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Internationaler Tag der Händehygiene – Celenus DEKIMED zeigt Rehabilitanden, wie es richtig geht

Am 5. Mai ist der Internationale Tag der Händehygiene. Hände­Hygiene­Maßnahmen gehören zu den wichtigsten Infektionspräventionsmaßnahmen – nicht nur jetzt im Zusammenhang mit Covid-19. Die Celenus Deutsche Klinik für Integrative Medizin und Naturheilverfahren GmbH (DEKIMED) führt zu diesem Anlass eine erweiterte Patientenschulung durch.

Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2009 initiierte Internationale Tag der Händehygiene soll alljährlich die Aufmerksamkeit auf die Händehygiene lenken. Das Datum 05.05. symbolisiert dabei die fünf Finger jeder Hand. In der WHO-Kampagne wird die Händedesinfektion als die wirksamste Einzelmaßnahme zur Unterbrechung von diversen Infektionsketten hervorgehoben.

Ein Blick zurück zeigt, dass dies nicht immer selbstverständlich war. Sowohl der hohe Wert, den die Händedesinfektion heute in Fachkreisen aber auch in der Öffentlichkeit besitzt, als auch die Art wie und womit wir uns die Hände desinfizieren, waren und sind auch heute ständigen Veränderungen ausgesetzt. Der Frauenarzt Ignaz Semmelweis (1818-1865) gilt als einer der Begründer der Händedesinfektion. Seit Semmelweis und der Entdeckung der Ursachen des Kindbettfiebers weiß man: richtige und regelmäßige Händereinigung kann lebensrettend sein. Semmelweis‘ Ideen waren zu seiner Zeit wenig populär. Erst Jahre später sollten Louis Pasteur und Robert Koch die Grundlagen für die heutige Mikrobiologie legen.

In den folgenden Jahrzehnten kam es zu einer raschen Entwicklung der Händedesinfektion. In diese Zeit fällt z.B. die Erkenntnis, dass die Benetzung der Haut entscheidend für den Desinfektionserfolg ist und dass dabei die Fingernägel der am stärksten besiedelte und am schwersten zu desinfizierende Teil der Hand sind. Die Trennung zwischen chirurgischer und hygienischer Händedesinfektion fand erst nach der Jahrhundertwende im Jahr 1905 statt.

Heute wissen wir alle, dass sich zahlreiche Bakterienarten und Viren auf unseren Händen sammeln. Viele davon sind harmlos, allerdings befinden sich darunter auch Krankheitserreger. Sie finden sich auf Türklinken, Smartphones, Geländern, Aufzugknöpfen. Die Computertastatur ist eine oft beschriebene „Keim-Hölle“. Und auch alle anderen Gegenstände, die wir berühren, bergen Gefahren. Bei 80 Prozent aller Infektionskrankheiten sind die Hände im Spiel. Händewaschen im Alltag hilft, Desinfektion ist in der Klinik sicherer. Aber mache ich das richtig?

Zum internationalen Tag der Händehygiene führt die DEKIMED am 5. Mai Patientenschulungen durch.
Seit dem Ausbruch von Corona stehen in allen CELENUS Kliniken viel mehr Desinfektionsständer als vorher. Die Patienten werden zur richtigen Anwendung regelmäßig geschult. Eine hohle Hand voll Händedesinfektionsmittel (etwa 3 bis 5 ml = 2 bis 3 Spenderhübe) nehmen, bis zur Trocknung (ca. 30 Sekunden) einreiben. Besonders wichtig: Desinfektionsmittel auf Finger- und Daumen-Kuppen und Fingernägel, Handinnenflächen und Fingerzwischenräume intensiv einreiben. Fingerringe, künstliche Fingernägel und Nagellack behindern eine gründliche Desinfektion.

Anlässlich des Händehygienetages wird eine noch detailliertere Schulung angeboten, die mithilfe von Schwarzlicht das Resultat sichtbar macht. Es leuchten die Hautareale auf, die vom Desinfektionsmittel benetzt sind – Stellen die nicht leuchten, sind nicht desinfiziert.

Der Aktionstag soll helfen, Mitarbeiter und Patienten noch einmal mehr zu sensibilisieren und den Infektionsschutz – auch zukünftig – mit dieser leicht durchführbaren Maßnahme zu sichern. 

Celenus-Kliniken
Die deutschlandweiten Celenus-Kliniken sind auf unterschiedliche Fachgebiete der medizinischen Rehabilitation spezialisiert – von der psychosomatischen und psychiatrischen Rehabilitation über die neurologische, orthopädische, kardiologische und onkologische Reha sowie die rehabilitierende Behandlung von Schmerz- und Stoffwechsel-Erkrankungen. Mehr Informationen finden Sie unter https://www.celenus-kliniken.de/ 

 

Quelle: Celenus Kliniken, 05.05.2021

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Neurologische Reha im Herzen der Landeshauptstadt: MEDIAN Klinik NRZ Wiesbaden feiert 20. Geburtstag

Die MEDIAN Klinik NRZ Wiesbaden ist auf die Rehabilitation von Patienten mit neurologischen und neurochirurgischen Erkrankungen spezialisiert (Bildrechte: MEDIAN).

Seit 20 Jahren bietet die MEDIAN Klinik NRZ Wiesbaden neurologische Rehabilitation mit viel praktischem Alltagstraining. Ob im Armstudio, auf dem Wochenmarkt oder im Fahrschulauto: Das interdisziplinäre Team des Hauses macht fit für ein möglichst selbstständiges Leben und eine Rückkehr in Familie und Beruf.

Ihre Patienten haben einen Schlaganfall oder eine schwere Kopfverletzung erlitten, sind am Gehirn operiert worden oder leiden an einer Erkrankung des Nervensystems wie Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson: Als modernes neurologisches Rehabilitationszentrum hilft die MEDIAN Klinik NRZ Wiesbaden Menschen auf dem Weg zurück in einen selbstständigen Alltag – und das seit 20 Jahren.

Im Frühjahr 2001 eröffnete das inzwischen zur MEDIAN Gruppe gehörende Haus zunächst mit einer Station und einer Tagesklinik. Seit 2013 steht Patienten eine Premium-Station mit Einzelzimmern auf Hotelniveau, komfortabler Ausstattung und Lounge zur Verfügung. Etwas Besonderes war schon immer der interdisziplinäre Ansatz des Hauses. Denn was heute selbstverständlich ist, kam vor 20 Jahren einer kleinen Revolution gleich, erinnert sich Chefärztin Dr. Monika Pitton als Medizinerin der ersten Stunde. „Ärzte, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Sporttherapeuten, Logopäden, Neuropsychologen und Pflegefachkräfte haben bei uns von Anfang an eng zusammengearbeitet und sich in einem festen Team über einen langen Zeitraum um die Patienten gekümmert. Dieses Miteinander der verschiedenen Berufsgruppen pflegen wir bis heute, weil wir überzeugt davon sind, dass unsere Patienten davon am meisten profitieren“, sagt die Neurologin.

Beste Chancen auch für schwer betroffene Patienten
Inzwischen verstärken noch viele weitere wichtige Abteilungen die Teams in ihrer Arbeit für die Rehabilitanden. Die Patienten starten in der Regel unmittelbar nach ihrem Krankenhausaufenthalt und können innerhalb des Hauses ihre gesamte Rehabilitation durchlaufen. Die Fachklinik bietet mit 35 Plätzen für ambulante Patienten und 129 stationären Betten als einzige in Wiesbaden die „Reha-Kette“ von der neurologischen Frührehabilitation der Phasen B und C über die Anschlussheilbehandlung der Phase D bis zur ganztägig ambulanten Rehabilitation an. „Die Informationen und Fortschritte gehen so von einer Hand in die nächste, und die Patienten werden zu jeder Zeit optimal versorgt“, sagt Daniel Glück, Kaufmännischer Leiter der MEDIAN Klinik NRZ Wiesbaden. „So steigen auch für schwerstbetroffene Patienten die Chancen, ihre Eigenständigkeit so weit wie möglich zurückzugewinnen.“

Wie Dr. Pitton sind viele weitere Kolleginnen und Kollegen von Anfang an dabei – eine Verbundenheit, die auch Daniel Glück begeisterte, als er Anfang 2020 die Leitung der Klinik übernahm. „Unserem Team geht es darum, mit viel Engagement und gemeinsam mit den Patienten klare Ziele für eine Rückkehr in den Alltag festzulegen und zu erreichen“, sagt er. So werden zum Beispiel im Arm- und Gangstudio das Greifen, Stehen  und Laufen geübt. Für die Behandlung von Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen steht ein hochspezialisiertes Therapeutenteam aus klinischen Linguisten, Logopäden und Sprachheilpädagogen bereit. Trainiert wird aber nicht nur in der Klinik, sondern auch ganz praktisch auf den Straßen Wiesbadens. „Wir gehen zum Beispiel in den benachbarten Apothekergarten, zum Einkaufen auf den Markt oder beüben  in Kooperation mit einer Fahrschule das Autofahren“, berichtet Dr. Pitton. Durch Corona sei dies im Moment leider schwierig. „Aber diese alltagsorientierte Therapie ist sehr wichtig, um wieder möglichst selbständig zurechtzukommen.“ Die zentrale Lage und doch idyllische Lage im Herzen der hessischen Landeshauptstadt hat noch weitere Vorteile, ergänzt Daniel Glück: „Für Patienten und Angehörige sind wir bestens zu erreichen, sogar mit dem Linienbus. Und wir sind sehr gut vernetzt und arbeiten eng mit den Wiesbadener Akutkrankenhäusern zusammen.“

Über die MEDIAN Klinik NRZ Wiesbaden
Die MEDIAN Klinik NRZ Wiesbaden ist eine neurologische Rehabilitationsfachklinik mit 129 stationären Betten sowie einer Tagesklinik für ambulante neurologische Rehabilitation mit 35 Plätzen. Behandelt werden Patienten in der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation, der Anschlussrehabilitation/Anschlussheilbehandlung, der Intervallrehabilitation sowie der ambulanten neurologischen Rehabilitation. Ein Schwerpunkt ist die ganzheitliche Therapie schwerstbetroffener Patienten, die nach Schlaganfall, Sauerstoffunterversorgung oder Schädel-Hirn-Verletzung im Koma bzw. Wachkoma liegen und auf vollständige Unterstützung angewiesen sind. Chefärztin Dr. Monika Pitton verfügt über die Weiterbildungsermächtigung für die Facharztweiterbildung Neurologie (18 Monate) und die Zusatzweiterbildung Rehabilitationswesen (Dauer: 12 Monate).

Über MEDIAN
Die MEDIAN Kliniken gehören zu den besten Reha-Kliniken Deutschlands mit einer herausragenden Kompetenz bei Rehabilitation und Teilhabe. 2019/2020 konnte sich zum dritten Mal rund ein Drittel der Häuser auf vorderen Plätzen positionieren: 28 Spitzenplätze bei den Prüfungen durch die Deutsche Rentenversicherung, 16 Auszeichnungen beim Ranking der F.A.Z. 2020 und 36 Siegerplätze unter den besten Reha-Kliniken 2021 des FOCUS sowie zahlreiche Regionalpreise. Rund 120 Kliniken und Einrichtungen, 18.500 Betten und Behandlungsplätze sowie ca. 15.000 Beschäftigte in 13 Bundesländern machen MEDIAN zum größten privaten Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland.

Quelle: MEDIAN, 05.05.2021

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Lebenswichtig, nur viel zu wenig genutzt: Reha-Angebote für Jugendliche und Erwachsene mit angeborenem Herzfehler

Der neue EMAH-Ratgeber der Deutschen Herzstiftung/Kinderherzstiftung.
Cover: Adobe Stock/Deagreez; Innenseiten: unsplash/O. Kurchev; medicalARTWORK Mainz, American Medical Association

Aktionsbündnis Angeborene Herzfehler weist auf die Bedeutung spezieller Reha-Angebote für chronisch herzkranke Jugendliche und Erwachsene hin

„Gerne hätte ich in meiner Jugendzeit schon ein passendes Reha-Angebot für mich gehabt. Dann hätte ich mich sicherlich früher mit meiner chronischen Erkrankung auseinandergesetzt und mir wäre so mancher Besuch in einer Notaufnahme erspart geblieben. Aber Reha-Programme dieser Art gab es – im Gegensatz zu heute – damals leider noch nicht.“ So wie Tobias Biermann, einer von 330.000 Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler in Deutschland, kurz EMAH, dürften es viele Betroffene empfinden. Denn nicht selten müssen Menschen wie Biermann, der als Vorstandsmitglied des Bundesvereins Jugendliche und Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (BV Jemah e.V.) aktives Mitglied im Aktionsbündnis Angeborene Herzfehler (ABAHF) ist, im Verlauf ihres Lebens erneut mittels Herzkathetereingriff oder Operation behandelt werden. Hinzu kommen berufliche und familiäre physische und psychische Belastungen und enorme zusätzliche Belastungen durch die Corona-Pandemie, so dass eine für diese Patientengruppe geeignete Rehabilitationsmaßnahme sinnvoll ist, um die Patienten zu stabilisieren. „Anhand der Entwicklung bei den EMAH-Patienten ist bekannt, wie wichtig Reha-Angebote dieser Art insbesondere in der Übergangsphase vom Jugendlichen- ins Erwachsenenalter sind. Leider werden diese noch zu wenig genutzt“, betont der Sprecher des ABAHF, Kai Rüenbrink. Informationen rund um das Thema Rehabilitation für Menschen mit angeborenem Herzfehler bietet die Deutsche Herzstiftung in dem Ratgeber „Leben mit angeborenem Herzfehler. Ein Leitfaden“, kostenfrei anzufordern unter www.herzstiftung.de/emah-ratgeber oder per Tel. 069 955128400 (E-Mail: bestellung@herzstiftung.de).

Tückische Übergangsphase
Der Übergang vom Jugendlichen- ins Erwachsenenalter, die sogenannte Transitionsphase, stellt einen unter Umständen besonders belastenden Lebensabschnitt dar. Die jungen Erwachsenen müssen nach Jahren einer meist von den Eltern begleiteten kinderkardiologischen Versorgung lernen, die Verantwortung für ihre chronische Erkrankung selbst zu übernehmen und eigenständig ihre regelmäßigen Kontrolltermine zu organisieren und umzusetzen. Nicht selten sind die jungen Patienten damit überfordert, verdrängen ihre Erkrankung mit zum Teil dramatischen Folgen. Erst bei ernsthaften gesundheitlichen Einschränkungen findet diese Patientengruppe wieder den Weg zu ihrem EMAH-Spezialisten – nicht selten zu spät mit schwerwiegenden, gar lebensbedrohlichen Komplikationen.

Geschützter Rahmen erlaubt es, Grenzen auszuprobieren
Für Erwachsene über 28 Jahren stehen leider nur wenige qualifizierte Rehabilitationsplätze in Deutschland zur Verfügung. Im Gegensatz dazu werden die vorhandenen Angebote für Jugendliche nur unzureichend angenommen, teils aus Unwissenheit, teils wird die eigene Erkrankung nicht gerne in den Vordergrund gestellt. „Aus diesem Grund möchten wir als Aktionsbündnis Angeborene Herzfehler anlässlich des Tages des herzkranken Kindes auf die Bedeutung dieses Therapiekonzeptes aufmerksam machen“, betont ABAHF-Sprecher Rüenbrink.
„Unsere Patienten sind dabei außerordentlich dankbar, dass sie in der Reha ihre Grenzen erlernen und erleben können und sind damit sehr gut gewappnet, nach der Reha wieder gestärkt und motivierter denn je am sozialen und beruflichen Leben trotz meist palliativer Situation teilzunehmen“, unterstützt Dr. med. Philipp Bludau, Ärztlicher Leiter und Chefarzt der Kinderkardiologie in der Nachsorgeklinik Tannheim gGmbH die Initiative des ABAHF. Wünschenswert wäre, dass möglichst viele Betroffene dieses wertvolle Angebot für sich nutzen, um damit eigenverantwortlich ein Fundament für ihre psychische und physische Gesundheitsentwicklung/Gesundheit in der Zukunft zu setzen.

Das Aktionsbündnis Angeborene Herzfehler (ABAHF)
Um in der Öffentlichkeit mit einer Stimme für eine bessere Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern und deren Familien einzutreten und ihnen noch effektiver zu helfen, haben sich 2014 auf Initiative der Deutschen Herzstiftung e. V. sechs bundesweit tätige Patientenorganisationen zum „Aktionsbündnis Angeborene Herzfehler“ (https://www.abahf.de/) zusammengeschlossen. Die Organisationen sind: Bundesverband Herzkranke Kinder e.V., Bundesvereinigung Jemah e.V., Fontanherzen e.V., Herzkind e.V., Interessengemeinschaft Das Herzkranke Kind e.V. und die Kinderherzstiftung der Deutschen Herzstiftung e.V.
Etwa 8.500 Neugeborene mit angeborenem Herzfehler kommen in Deutschland jährlich zur Welt. Heute erreichen rund 90 % dieser Kinder dank der Fortschritte der Kinderherzchirurgie und Kinderkardiologie das Erwachsenenalter. Die Zahl der Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler (EMAH) in Deutschland wird auf 330.000 geschätzt.

Ratgeber für EMAH
Informationen rund um das Thema Rehabilitation für Menschen mit angeborenem Herzfehler bietet die Deutsche Herzstiftung in dem Ratgeber „Leben mit angeborenem Herzfehler. Ein Leitfaden“, kostenfrei anzufordern unter Tel. 069 955128400 oder per E-Mail unter bestellung@herzstiftung.de oder www.herzstiftung.de/emah-ratgeber

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Quelle: idw.de, 04.05.2021

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KJF Fachklinik Prinzregent Luitpold macht sich #gemeinsamstark für Mütter

In der KJF Fachklinik Prinzregent Luitpold können Mütter mit Kindern an Kurmaßnahmen teilnehmen und verlorenes Lächeln wiederfinden. Foto: KJF Augsburg/Carolin Jacklin

Scheidegg (kjf) Unter dem Motto „gemeinsamstark“ findet in diesem Jahr wieder die bundesweite Spendensammlung des Müttergenesungswerkes rund um den Muttertag statt. Die Mutter-Kind-Klinik Fachklinik Prinzregent Luitpold beteiligt sich und sammelt Spenden für erschöpfte und kurbedürftige Mütter.

Mütter stehen in Zeiten der Corona-Pandemie unter extremer Anspannung. Homeoffice, Homeschooling und Betreuung belasten das Familienleben zusätzlich und besonders Mütter sind betroffen. Sie leisten immer noch den Hauptteil der Familienarbeit. Die Mehrfachbelastung durch Familie, Beruf, Haushalt, Pflege und die Auswirkungen der Pandemie zehren an den Kräften und führen langfristig zu gesundheitlichen Problemen.

Die KJF Fachklinik Prinzregent Luitpold ist eine von über 70 vom Müttergenesungswerk (MGW) anerkannten Kliniken, die Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter sowie Väter und pflegende Angehörige anbieten. In der Klinik können Mütter mit Kindern an Kurmaßnahmen mit den Schwerpunkten Erschöpfungszustand, emotionale Belastungen und Adipositas teilnehmen.

„Nach mehr als einem Jahr Corona-Pandemie brauchen Mütter unbedingt Entlastung. Die Energiereserven sind aufgebracht“, sagt Dr. Maike Pellarin-Schlingensiepen, Chefärztin der KJF Fachklinik Prinzregent Luitpold. „Wir können uns #gemeinsamstark machen. Denn es braucht die Unterstützung vieler Menschen, die sich aktiv beteiligen und spenden, um Mütter zu einer dringend notwendigen Kur verhelfen zu können.“

Die Kurmaßnahmen in der KJF Fachklinik Prinzregent Luitpold und im Müttergenesungswerk verhelfen erschöpften und kranken Müttern zu neuer Kraft. Sie lernen, besser auf sich zu achten. Das wirkt sich nachhaltig positiv auf den Alltag der Familien aus. In den bundesweit mehr als 1.000 Beratungsstellen im MGW-Verbund können sich Mütter zudem kostenlos zu allen Fragen rund um die Kurmaßnahme beraten lassen und wer-den durch Nachsorgeangebote nach der Kur unterstützt.

Hier geht’s zur Spendenaktion unserer Klinik:
www.muettergenesungswerk.de/spendenaktion-prinzregentluitpold können Sie direkt online für die Fachklinik Prinzregent Luitpold spenden. Die gesammelten Spenden kommen den Müttern und Kindern zugute. Das Spendengeld wird für den Bau einer Kinderrutsche auf dem Spielplatz der Klinik verwendet.

Weitere Informationen zur Arbeit des Müttergenesungswerks und den Kurangeboten im MGW-Verbund erhalten Sie unter: www.muettergenesungswerk.de

Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V. (KJF)
Die KJF Augsburg ist einer der größten Anbieter für Gesundheits-, Sozial- und Bildungsdienstleistungen in Bayern. Seit 1911 bietet das Sozialunternehmen vor allem Kindern, Jugendlichen und Familien mit rund 80 Einrichtungen und Diensten Lösungen für die verschiedensten individuellen Bedürfnisse an: in der Kinder- und Jugendhilfe mit Kindertagesstätten, Stationären Wohnformen oder Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung; in Berufsbildungs- und Jugendhilfezentren, durch Angebote für Beruf und Arbeit sowie Integrationsunternehmen und -dienste; in der Medizin mit mehreren Kliniken; in verschiedenen Schulen. Darüber hinaus bildet die KJF Augsburg kontinuierlich annähernd 500 Fachkräfte für soziale und medizinische Berufe aus.
Als christlicher Verband katholischer Prägung ist für die KJF und ihre rund 5.800 Mitarbeiter jeder Mensch wertvoll, unabhängig von Herkunft, Status, Religion oder Kulturkreis. Vorstandsvorsitzender ist Markus Mayer, Vorsitzender des Aufsichtsrates Domkapitular Armin Zürn.

Weitere Informationen zur KJF finden Sie unter www.kjf-augsburg.de. Aktuelle Videos gibt es im YouTube-Kanal auf www.youtube.com/kjfaugsburg.

 

Quelle: KJF, 03.05.2021

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Dr. Becker Klinikgruppe spendet Gesundheitsprodukte im Wert von 250.000 Euro an die Alexianer

Spendenübergabe der Dr. Becker Gesundheitsprodukte an die Alexianer GmbH: Peter Scharfe, Regionalgeschäftsführer der Alexianer Köln, Dr. Ursula Becker, Geschäftsführerin der Dr. Becker Klinikgruppe, Erika Tertilt, Hauptgeschäftsführerin der Alexianer Holding und Laurence Changeat, Leiterin Fundraising (v.l.n.r.)

Köln, 30.04.2021 An diesem Freitag trifft sich Dr. Ursula Becker, Geschäftsführerin der Dr. Becker Klinikgruppe, mit der Hauptgeschäftsführerin der Alexianer Holding Erika Tertilt und Peter Scharfe, Regionalgeschäftsführer der Alexianer Köln und Rhein/Sieg am Kölner Standort der Alexianer. Grund für dieses Treffen ist eine großzügige Spende der Dr. Becker Klinikgruppe an die Alexianer.

Dr. Becker Gesundheitsprodukte finden neue Verwender
Nachdem die Dr. Becker Klinikgruppe Mitte letzten Jahres beschlossen hatte, den Dr. Becker Online-Shop aufzulösen, stellte sich die Frage, wohin mit den verbliebenen Gesundheitsprodukten im Wert von 250.000 Euro: Stressbälle, Hanteln, spezielle Rehahosen und viele weitere Produkte sollten schließlich anderenorts noch ihren Zweck erfüllen. „Also haben wir einen Spendenempfänger gesucht, der eine ähnliche Zielgruppe wie wir betreut und von unserem gesamten Angebot profitiert“, so Dr. Ursula Becker. Sie erläutert weiter: „Mit den Alexianern haben wir den perfekten Partner gefunden: Es kann ja beispielsweise sein, dass ein junger Patient nach einem schweren Unfall in unsere Frühreha-Einrichtung in Nümbrecht kommt und später in einer Werkstatt der Alexianer arbeitet. Oder dass ein Patient aus einem Alexianer-Krankenhaus in einer unserer Reha-Einrichtungen erfolgreich rehabilitiert wird. Uns ging es übergeordnet um das gemeinsame Ziel der bestmöglichen Patientenversorgung.“ 

Die übereinstimmende Intention der optimalen Patientenversorgung
Als eines der größten katholischen Gesundheitsunternehmen betreiben die Alexianer deutschlandweit Krankenhäuser, medizinische Versorgungszentren und Einrichtungen der Senioren-, Eingliederungs- und Jugendhilfe. Die Dr. Becker Klinikgruppe versorgt in bundesweit acht Rehakliniken Menschen mit neurologischen, psychosomatischen und orthopädischen Erkrankungen.  

Spürbare Dankbarkeit
Wir waren überwältigt, als das Spendenangebot von Dr. Becker kam und haben natürlich sofort zugesagt“, so Dr. Martina Klein, Leiterin Fundraising bei den Alexianern, die ebenfalls beim Termin vor Ort ist. „Die Dr. Becker Gesundheitsprodukte passen einfach hervorragend in viele unserer Häuser. Unsere Einrichtungsleiter und -leiterinnen sind sehr dankbar für diese wertvolle Unterstützung ihrer Arbeit zum Wohle unserer Patienten und Bewohner“, so Laurence Changeat, die das Fundraising vor Ort in Köln verantwortet. „Wir danken der Dr. Becker Klinikgruppe ganz herzlich für ihre großzügige Spende und dafür, dass sie sogar noch die Logistik der Produkte von Frankfurt a. M. nach Münster organisiert hat – 28 Paletten Produkte wären für uns in Eigenregie schwer zu bewegen gewesen“, so Dr. Klein. 

Dr. Becker Klinikgruppe
Die Dr. Becker Klinikgruppe ist ein inhabergeführtes mittelständisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln. Deutschlandweit betreibt die Klinikgruppe acht Rehabilitationseinrichtungen mit den Indikationen Orthopädie, Neurologie, Kardiologie und Psychosomatik sowie drei ambulante Therapiezentren. Mehr Informationen unter: www.dbkg.de

 

Quelle: Dr. Becker Klinikgesellschaft, 03.05.2021

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