Redaktion RehaNews24

 

Palliativmedizin im Hochstift gut aufgestellt

Prof. Dr. med. Andreas S. Lübbe.
Foto: MZG-Archiv

Der Tod darf kein Tabu-Thema sein. Mit der politischen Diskussion über das Hospiz- und Palliativgesetz rückt die letzte Lebensphase vieler Menschen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Der Palliativmediziner Prof. Dr. med. Andreas S. Lübbe aus Bad Lippspringe befürwortet die öffentliche Diskussion, sieht das Hochstift Paderborn aber auf einem guten Weg.

Die Palliativmedizin soll zunehmend in der Region verankert werden und ins Bewusstsein gerückt werden. „Es kommt vor allem auf die Zusammenarbeit zwischen ambulanten und stationären Einrichtungen an, aber auch auf die Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten“, sagt Prof. Dr. med. Andreas S. Lübbe.

Mit dem ambulanten Palliativnetz Paderborn-Höxter in Paderborn und der von Lübbe geleiteten Palliativstation in der Karl-Hansen-Klinik Bad Lippspringe verfügen die Kreise Paderborn und Höxter über zwei Ankerplätze, von denen aus sämtliche Aufgaben koordiniert werden.

„Die Einbeziehung von Firmen und Ehrenamtlichen gehört mit zum Anliegen, Menschen an ihrem Lebensende beizustehen und ihnen bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen“, sagt der Palliativmediziner.

Auch die Wissenschaft spielt in Bad Lippspringe eine Rolle. So betreut sagt Prof. Dr. med. Andreas S. Lübbe immer wieder Doktorarbeiten. „Hier spielt unter anderem die Evaluation der körperlichen Leistungsfähigkeit durch ein Verfahren eine Rolle, das sich Herzratenvariabilität (HRV) nennt und das wir im Zusammenhang mit einer Kraftmessung und Muskelmassen-Bestimmung als Prognoseparameter identifizieren, um abschätzen zu können, wieviel Lebenszeit Patienten noch vor sich haben“, sagt der Chefarzt.

Er freut sich darüber, dass die Palliativmedizin auch bei jüngeren Kolleginnen und Kollegen zunehmend auf Interesse stößt: „Viele Ärztinnen und Ärzte werden in ihrer beruflichen Laufbahn regelmäßig mit dem Tod konfrontiert. Da ist es wichtig, sie damit vertraut zu machen, wie man Menschen in der letzten Lebensphase und auch ihren Angehörigen begegnet.“

Dass das Hochstift Paderborn mittlerweile im Bereich Palliativmedizin als Vorzeigeregion gilt, macht Prof. Dr. med. Andreas S. Lübbe stolz: „Wir haben kreisübergreifend viele wichtige Menschen vernetzt und dieses Netzwerk hat sich in den vergangenen Jahren zum Wohle der Patienten sehr gut entwickelt.“

Zur Person:
Prof. Dr. med. Andreas S. Lübbe ist Chefarzt der Palliativstation der Karl-Hansen-Klinik in Bad Lippspringe und Chefarzt einer Onkologischen Schwerpunktklinik für Anschlussrehabilitation. Zudem ist Lübbe 1. Vorsitzender des Vereins PALLIUM – Lebensqualität für Krebsbetroffenen e. V. und Mitbegründer des Paderborner Palliativnetz e. V.
Er hat wegweisende Bücher und Fachaufsätze zu den politischen Rahmenbedingungen der Palliativmedizin geschrieben und gilt als ausgewiesener Experte auf diesem Fachgebiet.

Quelle: Medizinisches Zentrum für Gesundheit Bad Lippspringe GmbH, 21.10.2019

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Festakt zum 20-jährigem Jubiläum Asklepios Neurologische Klinik Falkenstein und Spatenstich zum Klinikanbau  

von li nach re: Dr. Bernard große Broermann (Gründer von Asklepios), Stefanie Bauer (Geschäftsführerin, Norbert Schneider (Regionalleiter von Asklepios, Kristine Kalvane (Architektin und Projektleiterin), Bürgermeister Leonard Helm

Am 19.10.2019 lud die Geschäftsführung der Asklepios Neurologische Klinik Falkenstein zum Festakt ein. Die Gründe dafür waren das 20-jährige Jubiläum sowie der Spatenstich für den Klinikanbau.

Stefanie Bauer, Geschäftsführerin der Klinik, als auch der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Karsten Krakow begrüßten die Gäste in den Räumlichkeiten der Klinik. Stefanie Bauer, die seit März 2019 die Klinik leitet, freut sich auf den Anbau  an der Südseite des Klinikgebäudes, wo 10 Intensiv- und 12 Intermediate-Care Betten sowie eine Liegendanfahrt entstehen. Zugleich wird der Therapiebereich erweitert.

Prof. Dr. Karsten Krakow sprach unter anderem über den Demografischen Wandel, dass die Menschen immer älter werden und somit auch Krankheiten bekommen, wie beispielsweise den Schlaganfall, der häufig im hohen Alter die Menschen trifft. Deshalb sei auch der geplante Anbau der Intensivstation von großer Bedeutung, denn damit entwickelt sich die Klinik weiter, so Prof. Dr. Krakow.

Bürgermeister Leonard Helm dankte Dr. Bernard große Broermann, Gründer von Asklepios und Eigentümer der Neurologischen Klinik Falkenstein, sowie Stefanie Bauer für den Klinikstandort in Königstein und wünscht eine reibungslose Umsetzung des geplanten Baus.

Kreisbeigeordnete in Vertretung für den Kreisausschuss des Hochtaunuskreises, Katrin Hechler sprach den Beruf in der Pflege an, wie wichtig es ist, gutes Personal zu haben und auch Menschen für diesen Beruf zu gewinnen. Die Dankbarkeit der Patienten sollte die Mitarbeiter motivieren und mit Spaß und viel Freude ihre Unterstützung und Hilfe anbieten.

Den geschichtlichen Teil der Klinik, wie alles begann, gab Dr. große Broermann zum Besten. Damals, vor mehr als 20 Jahren sollte die Neurologische „Taunusklinik“ geschlossen werden. Betroffene Patienten sammelten Unterschriften für eine Nichtschließung. Dies las er in der Zeitung. Große Broermann schaute sich das Grundstück und die alten Gebäude mit Park an. Mit einigen Hürden und gesetzlichen Auflagen, die es ihm vorerst erschwerten in Falkenstein eine Klinik zu errichten, baute er nach gewonnenem Gerichtsurteil dann die Asklepios Neurologische Klinik.

Nach dem Festakt ging es in den Außenbereich, um dort den Spatenstich mit Dr. große Broermann, Stefanie Bauer, Norbert Schneider (Regionalleiter von Asklepios), Bürgermeister Helm und der Architektin und Projektleiterin Kristine Kalvane  vorzunehmen.

Im Anschluss wurde die Robotikabteilung von Prof. Dr. Krakow vorgestellt. „Um die komplexen Symptome neurologischer Erkrankungen bestmöglich zu beseitigen oder zu lindern, stehen dazu in den letzten Jahren moderne, teilweise roboter- und computerunterstützte Therapieverfahren zur Verfügung, die sich als überlegen gegenüber den traditionellen Therapieformen gezeigt haben“, erklärt Prof. Dr. Krakow den Gästen. Ein großer Roboter hilft  zur Rehabilitation von Gangstörungen als auch zur Wiederherstellung der Arm- und Handfunktion. Für die Gäste war es ist sehr beeindruckend den Roboter im Einsatz zu sehen.

Pianist Friedrich Anschau sorgte für die musikalische Untermalung während des Mittagsbuffets. Dies lud zu Smalltaks ein oder manche lauschten einfach nur den schönen Klängen des Klavierspiels.

So klang die Festlichkeit in der Asklepios Neurologischen Klinik Falkenstein harmonisch aus.

Die Asklepios Neurologische Klinik Falkenstein ist eine Fachklinik für Neurologie und neurologische Rehabilitation. Sie wurde 1999 inmitten einer großen Parkanlage erbaut und hat sich seitdem zu einem führenden neurologischen Kompetenzzentrum entwickelt. Auf drei Stationen stehen insgesamt 155 Betten mit 20 Monitorplätzen zur Verfügung. Ca. 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern behandeln Patienten sowohl in der akutmedizinischen Frührehabilitation (Phase B) als auch in den Rehabilitationsphasen C und D. Unsere Klinik verfügt über eine moderne Diagnostikabteilung. www.asklepios.com/falkenstein

 

Quelle: Asklepios Neurologische Klinik Falkenstein, 21.10.2019

 

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Nach der psychosomatischen Reha den Alltag meistern

Im Rahmen des Nachsorgeangebots Psy-RENA werden in kleinen Gesprächsgruppen gemeinsam verschiedene Themen wie Stressbewältigung, Problemlösungskompetenzen und Selbstfürsorgestrategien besprochen.
Bildrechte: Dr. Becker Klinikgruppe

Um ehemalige psychosomatische Patienten/innen aus Ostfriesland besser durch die Zeit nach ihrer Reha zu begleiten, bietet die Dr. Becker Klinik Norddeich seit Anfang Oktober psychosomatische Nachsorge für Betroffene aus der Umgebung an.

Norddeich, 15.10.2019. Kehrt man nach einer mehrwöchigen psychosomatischen Reha wieder nach Hause zurück, ist die Gefahr groß, in alte Muster zurückzufallen. Die während der Reha erlernten Methoden gegen Konflikte, Stress und Depressivität sind schnell wieder vergessen, wenn einen der Alltag einholt – und die Erfolge der Reha sind ebenso schnell wieder dahin. Damit genau das nicht passiert, können Patienten/innen nach der Reha Nachsorge-Programme in ihrer Wohnortnähe in Anspruch nehmen. Diese unterstützen sie mit psychotherapeutischen Gruppensitzungen dabei, das während der Reha Gelernte zu festigen, im Alltag erfolgreich umzusetzen und so auch in gewohnter Umgebung nachhaltig zu gesunden.

Neues Nachsorge-Angebot in der Dr. Becker Klinik Norddeich
Eines dieser Nachsorge-Programme ist Psy-RENA (Psychosomatische Reha-Nachsorge). Psy-RENA ist ein Angebot der Deutschen Rentenversicherung (DRV) und steht erwerbsfähigen Patienten/innen nach einer stationären oder ganztägig ambulanten psychosomatischen Reha zur Verfügung. Ab Oktober wird Psy-RENA auch in der Dr. Becker Klinik Norddeich angeboten. „Qualitative Nachsorge nach einer psychosomatischen Reha ist unglaublich wertvoll“, sagt Bernd Hamann, Verwaltungsdirektor der Dr. Becker Klinik Norddeich. „Gerade in ländlicheren Gebieten ist das Angebot aber häufig überschaubar. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, das Nachsorge-Angebot in der ostfriesischen Region zu erweitern und den Menschen somit die Möglichkeit zu bieten, ihre Reha-Erfolge nachhaltig zu sichern.“

Rückkehr in den Alltag gemeinsam meistern
Das Konzept von Psy-RENA ist simpel: In bis zu 25 wöchentlichen Gruppensitzungen mit weiteren Betroffenen und einer psychologischen Psychotherapeutin bzw. einem psychologischen Psychotherapeuten werden verschiedene Themen besprochen, beispielsweise Stressbewältigung, Problemlösungskompetenzen und Selbstfürsorgestrategien. Da die 90-minütigen Therapiesitzungen in kleinen Gruppen von maximal zehn Teilnehmern/innen stattfinden, findet jede/r Raum, auch individuelle Anliegen einzubringen.

„Nach einer psychosomatischen Reha fällt die Rückkehr in den Alltag oft schwer“, weiß Frau Francis Meenen, Psychologische Psychotherapeutin in der Dr. Becker Klinik Norddeich, die die Nachsorgegruppen vor Ort anbieten wird. „Nachsorge dient vor allem dazu, die Schwierigkeiten, die eine Rückkehr ins gewohnte Umfeld mit sich bringen kann, gemeinsam zu reflektieren und zu meistern. Die Gruppensitzungen können dabei unterstützen, dauerhaft eine neue Haltung zu gewinnen und sich von alten, ungünstigen Verhaltensmustern zu verabschieden. Ich freue mich darauf, das künftig mit Betroffenen in unserer Klinik anzugehen!“ der in der Rehabilitation begonnene therapeutische Prozess wohnortnah fortgesetzt werden.

Das neue Angebot der Dr. Becker Klinik Norddeich kann von ehemaligen psychosomatischen Patienten/innen aus der Region in Anspruch genommen werden – unabhängig davon, in welcher Klinik sie ihre psychosomatische Reha abgeschlossen haben. Bei Fragen steht Frau Francis Meenen unter fmeenen@dbkg.de zur Verfügung.

Dr. Becker Klinik Norddeich
Die Dr. Becker Klinik Norddeich ist eine Einrichtung für orthopädische und psychosomatische Rehabilitation. Insgesamt behandeln die rund 150 Mitarbeiter/innen unterschiedlicher Fachrichtungen über 3.800 Patienten/innen jährlich. Direkt an der Nordsee in attraktiver Lage, bietet die Klinik den Patienten wirksame Therapie und Regeneration in einem einzigartigen Klima. Die gesundheitsfördernde, immunstimulierende Meeresluft mit ihrem hohen Feuchtigkeits-, Jod- und Salzgehalt unterstützt dabei durch die Aktivierung von Selbstheilungskräften den Gesundungsprozess. Die Dr. Becker Klinik Norddeich bietet Rehabilitationsleistungen für Patienten/innen aller Kassen und Rentenversicherer sowie für Privatpatienten/innen, Beihilfeempfänger/innen und Selbstzahler/innen an. www.dbkg.de/klinik-norddeich

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„Kann man leben mit Tinnitus?“ – Seminar der DTL-Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ Reinbek anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens am 1. November 2019

Die Selbsthilfegruppe Reinbek feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Seminar. Zweiter von rechts: Gruppensprecher Reinhardt Jennerjahn. Foto: SHG Reinbek.

(Reinbek, Oktober 2019) Die Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ Reinbek feiert in diesem Jahr bereits ihr zehnjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass richtet sie in Zusammenarbeit mit der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL) am Freitag, 1. November 2019 eine Vortragsveranstaltung zum Thema „Kann man leben mit Tinnitus?“ aus, die in der Aula der Pflegeschule im Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift, Hamburger Straße 41 in 21465 Reinbek stattfindet. Beginn ist um 17.00 Uhr.

Das Seminar zum zehnjährigen Bestehen der Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ steht unter dem Motto „Kann man leben mit Tinnitus?“– eine Frage, die die Mitglieder der Gruppe eindeutig mit „Ja, das können wir!“ beantworten. Doch das war nicht immer so. Bei Gruppengründer Reinhardt Jennerjahn aus Glinde trat der Tinnitus erstmals 1996 auf – seitdem ging das quälende Ohrgeräusch nicht mehr weg. Verzweifelt suchte er über Jahre vergeblich nach Hilfe. Während einer stationären Behandlung erfuhr er von der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. Hier traf er Menschen, die von dem gleichen Leiden betroffen waren, und fand Verständnis und Rat. Reinhardt Jennerjahn fasste neuen Mut und wollte selbst anderen helfen. Seit vielen Jahren schon engagiert er sich ehrenamtlich bei der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. – als Sprecher der Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ in Reinbek sowie als Mitglied des DTL-Vorstandes.

Um anderen Betroffenen Mut zu machen und ihnen wichtige Informationen über Tinnitus sowie Hilfe im Umgang mit dem quälenden Ohrgeräusch zu bieten, hat die Selbsthilfegruppe ein Seminar organisiert, das am Freitag, den 1. November 2019 in Reinbek stattfindet. Reinhardt Jennerjahn moderiert die Veranstaltung und gibt zur Einleitung einen Überblick zu „Mythen und Fakten über Tinnitus“.

Im Anschluss referieren der DTL-Vorstandsvorsitzende Volker Albert und Edith Baillieu über „Schwerhörigkeit im Familienleben“ – ein Konfliktfeld, das sie selbst aus eigener Erfahrung kennen und über das sie deshalb sehr treffend Aufschluss geben können. Mykola Fink, Leitender Psychologe der Schön Klinik Bad Bramstedt, erläutert in seinem Vortrag über „Resilienz bei Tinnitus“, wie man die notwendige seelische Widerstandskraft im Umgang mit den belastenden Ohrgeräuschen erwirbt.

Über „Neues aus Wissenschaft und Forschung“ berichtet M.Sc.-Psych. Antonia Sieveking vom Tinnituszentrum Charité – Universitätsmedizin Berlin. Prof. Dr. med. Gerhard Goebel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DTL, erklärt in seinem Vortrag „Sinn und Unsinn in der Tinnitus-Behandlung“, welche Therapien sinnvoll sind und welche nicht. Die Zuhörer erhalten so einen Überblick, um angesichts der vielen als Erfolg versprechend beworbenen Therapien „die Spreu vom Weizen trennen“ zu können.

Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu stellen. Die Teilnehmer können sich außerdem über die in Reinbek ansässige DTL-Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ informieren.

Die Veranstaltung in der Aula der Pflegeschule im Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift am 1. November 2019 beginnt um 17.00 Uhr und endet um ca. 20.00 Uhr; Einlass ist ab 16.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Eintritt beträgt 6 Euro, für DTL-Mitglieder 3 Euro.

Kontakt:
DTL-Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ Reinbek
Reinhardt Jennerjahn
E-Mail: r.jennerjahn45@gmail.com
Telefon: 040 713 25 20

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 80 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal.

Weitere Informationen: www.tinnitus-liga.de

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Frisch, regional und bio: Dr. Becker Klinikgruppe stellt Speisenversorgung um

Das Speisenteam der Dr. Becker Klinikgruppe freut sich, ihren Patienten/innen ab sofort mehr regionale Bio-Produkte anbieten zu können.
Bildrechte: Dr. Becker Klinikgruppe / Pedro Citoler

Seit Anfang Oktober arbeitet die Dr. Becker Klinikgruppe mit dem Bio-Caterer „Rebional“ zusammen. Nun kommt mehr Frische auf die Patiententeller – durch regionale Lebensmittel in Bio-Qualität.

Köln, 15.10.2019: Wer zur Reha in eine der Dr. Becker Kliniken kommt, will wieder auf die Beine kommen. Neben erstklassiger medizinischer Versorgung und wirksamen Therapien, spielt auch die richtige Ernährung eine wichtige Rolle im Gesundungsprozess.

„Eine gesunde und ausgewogene Kost beeinflusst die Genesung gleich in zweierlei Hinsicht. Zum einen liefern frische, qualitativ hochwertige Lebensmittel dem Körper die Nährstoffe, die er benötigt, um sich von einer Erkrankung zu erholen“, erklärt Katharina von Gadow, Projektmanagerin Unternehmenskonzept Ernährung der Dr. Becker Klinikgruppe. „Zum anderen trägt ein positives Geschmackserlebnis zum Wohlbefinden bei und unterstützt so ebenfalls die Genesung.“ Um ihren Patienten/innen das bestmögliche Geschmacks- und Versorgungsangebot bieten zu können, hat die Dr. Becker Klinikgruppe die Speisenversorgung deshalb schon in sechs ihrer acht stationären Einrichtungen umgestellt. Seit Oktober arbeitet die Gruppe mit dem Bio-Caterer „Rebional“ zusammen.

Regionale Frische für mehr Lebensqualität
Gekocht wird in den Einrichtungen täglich in den hauseigenen Klinikküchen. Seit der Umstellung auf „Rebional“ kommt dabei noch mehr Frische auf die Patiententeller. Denn die neuen Speisepläne richten sich nach dem Saisonkalender und beinhalten die zur entsprechenden Jahreszeit typischen heimischen Gemüse- und Obstsorten – überwiegend in Bio-Qualität.

„Im Vergleich zu einer konventionellen Küche können wir nun mehr Qualität in der Speisenversorgung garantieren und liegen damit weit über dem gängigen Standard von Krankenhausessen“, sagt von Gadow. „Mit dem neuen Angebot gelingt es uns, den Aufenthalt unserer Patienten ganzheitlich zu verbessern. Und auch unsere Mitarbeiter profitieren, denn viele von ihnen essen täglich in den hauseigenen Kantinen.“

Erlerntes auch im Alltag umsetzen
Auch in den Lehrküchen weht durch die neue Speisenversorgung ein frischer Wind. „Damit unsere Patienten nachhaltig von ihrer Reha profitieren, ist es wichtig, dass sie das bei uns Gelernte auch in ihrem Alltag umsetzen. Dies gilt besonders für die Ernährungsgewohnheiten“, so Bastian Liebsch, Geschäftsleitung der Dr. Becker Klinikgruppe. Deshalb seien die Gerichte in den Lehrküchen, die die Patienten/innen wöchentlich im Rahmen ihrer Ernährungsberatung zubereiteten, an das neue saisonale Konzept angepasst worden.

Ein Schritt zu mehr Nachhaltigkeit
Neben der Umstellung auf Bio-Qualität beinhaltet die neue Speisenversorgung auch die Belieferung durch regionale Lieferanten. Gemüse, Obst, Backwaren und Milchprodukte werden künftig von örtlichen Anbietern bezogen. Lange Transportwege entfallen, was der Umwelt zugutekommt. „Als Gesundheitsdienstleister bieten wir unseren Patienten und Mitarbeitern nun die leckerste und beste Versorgung, stärken als Nachbarn produzierende Gewerbe in den Regionen unserer Kliniken und übernehmen als Unternehmer Verantwortung gegenüber unserer Umwelt“, schließt Liebsch.

Dr. Becker Klinikgruppe
Die   Dr.   Becker   Klinikgruppe  ist  ein  inhabergeführtes mittelständisches Familienunternehmen mit Hauptsitz  in  Köln.  Deutschlandweit  zählen neun  Rehabilitationseinrichtungen  mit  den  Indikationen  Orthopädie,  Neurologie,  Kardiologie  und Psychosomatik sowie drei ambulante Therapiezentren zur Gruppe. Rund 1.850 Mitarbeiter/innen betreuen jährlich mehr als 20.000 stationäre und 1.000 ambulante Patienten/innen. Mehr Informationen: www.dbkg.de

 

Quelle: Dr. Becker Klinikgruppe, 15.10.2019

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Thüringer Kliniken ringen um ärztliches Personal

Stockende Anerkennungsverfahren bedrohen die Versorgung von Patienten in Krankenhäusern und Reha-Kliniken

Bad Klosterlausnitz, den 14.Oktober 2019 Mit Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass in den Thüringer Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken die Stellenbesetzung mit dem erforderlichen ärztlichen Fachpersonal zunehmend schwieriger geworden ist. Unbesetzte Ärztestellen und fehlende Bewerber sind inzwischen ein andauerndes Problem im Thüringer Gesundheitswesen. Die Personalnachfrage übersteigt schon seit über einem Jahr die Zahl der potentiellen Bewerber. Gleichzeitig werden an die Leistungserbringer im Rahmen der Thüringer Verordnung über Qualitäts- und Strukturanforderungen (ThürQSVO) strenge Vorgaben zur ärztlichen Besetzung je Fachbereich der Kliniken gemacht. Es ist absehbar, dass in den kommenden Jahren ein Versorgungsengpass aufgrund des Personalmangels droht.

Die Ursachen sind komplex und vielschichtig, betreffen jedoch flächendeckend alle Klinikträger im Freistaat. Besonders bedenklich sind die langwierigen behördlichen Bearbeitungszeiten des Thüringer Verwaltungsamtes zur Anerkennung der im Ausland erworbenen Abschlüsse. „Im Schnitt warten die ärztlichen Bewerber aktuell bis zu neun Monate und länger auf einen Prüfungstermin zur Anerkennungsprüfung ihrer im Nicht-EU-Ausland erworbenen Berufsabschlüsse“, beklagt Heinz Dahlhaus, Vorsitzender im Vorstand und Mitglied der Geschäftsführung der m&i Klinikgruppe Enzensberg. Sogar die Vermittlung durch Personalagenturen gerät ins Stocken. Das Problem in dieser Ausprägung gibt es bundesweit nur in Thüringen.

In zahlreichen Gesprächen haben die Vertreter der Leistungserbringer die Politik und das Thüringer Sozialministerium (TMASGFF) auf die Sachlage hingewiesen. Die hier erörterten Lösungsvorschläge zur Verkürzung der Wartezeiten auf die ärztlichen Kenntnisprüfungen wurden bislang nicht umgesetzt.  Thüringen droht damit im kommenden Jahr eine erhebliche Reduzierung der bisherigen Versorgungsqualität.

„Wir brauchen dringend die politische Unterstützung für ein effizientes und sicheres Anerkennungsverfahren im Thüringer Landesverwaltungsamt“, betont Dr. Franka Köditz, 1. Vorsitzende des Vorstands: „Andernfalls besteht die Gefahr, die Versorgung der Patienten nicht mehr sicherstellen zu können. Leidtragende sind die Patienten. Sie müssten dann in andere Kliniken ausweichen. Die wohnortnahe, flächendeckende Versorgung ist aktuell so stark gefährdet wie noch nie.“

Deshalb spricht sich der Verband der Privatkliniken für eine intensive politische Unterstützung bei der Kommunikation mit dem Thüringer Landesverwaltungsamt aus.

Der VPKT:  

Der Verband der Privatkliniken in Thüringen e.V. ist ein Interessenverband der privat geführten Einrichtungen. Er vertritt 22 Mitgliedseinrichtungen mit über 7.800 Betten, darunter 11 Krankenhäuser und 11 Rehabilitationskliniken und ist im Bundesverband deutscher Privatkliniken organisiert.

Kontakt:
Verband der Privatkliniken in Thüringen e.V.
c/o Moritz Klinik
Lydia Pasemann
Herman-Sachse-Str. 46
07639 Bad Klosterlausnitz
info@vpkt.de
Tel.: 036601 49 454

Quelle: Verband der Privatkliniken in Thüringen e.V., 15.10.2019

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Reha. Macht’s besser.“ – Paracelsus-Kliniken unterstützen gemeinsame Kampagne zur Stärkung der Rehabilitation

Osnabrück, 10. Oktober 2019 Lange Zeit war die Rehabilitation das Stiefkind der Gesundheitspolitik. Reha-Einrichtungen, verordnende Ärztinnen und Ärzte und nicht zuletzt die Patientinnen und Patienten – sie alle kämpfen tagtäglich gegen eine Antragswut, unbegründete, intransparente Ablehnungen von Reha-Anträgen und eine zu geringe Vergütung der Reha-Maßnahmen. Nun haben sich verschiedene Rehabilitationseinrichtungen zusammengeschlossen, um mehr Aufmerksamkeit auf die Rehabilitation zu lenken und die Bedingungen zu verbessern. Daraus ist die Kampagne „Reha. Macht’s besser.“ entstanden. Mehr als 250 Reha-Einrichtungen, der BDPK und der Arbeitskreis Gesundheit unterstützen die Kampagne zur Stärkung der Rehabilitation, die gemeinsam mit der Münchener Agentur trio Group entwickelt wurde. Mit einer Kampagnen-Website sowie über Facebook und Twitter soll vor allem die Politik, aber auch eine breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert werden. Die zentralen Forderungen der Kampagne sind:

  • Verbesserung der Genehmigung: Fast jeder zweite Reha-Antrag, der keine Anschluss-Reha an einen Krankenhausaufenthalt ist, wird abgelehnt. Rehabilitationsleistungen müssen frühzeitig und bedarfsgerecht erbracht werden. Es sollen mehr Reha-Anträge genehmigt werden. Willkürentscheidungen der Krankenkassen bei der Bewilligung von Reha-Anträgen müssen verhindert werden.
  • Höhere Vergütungssätze: Ziel ist eine leistungsgerechte Vergütung für Reha-Leistungen, die sicherstellt, dass Mitarbeiter in Reha-Einrichtungen marktüblich bezahlt werden können.
  • Freie Klinikwahl: Es soll erreicht werden, dass die Patientinnen und Patienten unter den geeigneten und zugelassenen Reha-Einrichtungen frei und ohne das Tragen von Mehrkosten wählen können.

Dr. Katharina Nebel, Geschäftsführende Gesellschafterin der Private Kliniken Dr. Dr. med. Nebel und Präsidentin des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken e.V.: „Es muss endlich Schluss damit sein, dass die Rehabilitation von der Politik links liegen gelassen wird. Das Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz, das das Bundesgesundheitsministerium auf den Weg gebracht hat, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Dennoch gibt es nach wie vor viele Baustellen. Mit der Kampagne möchten wir auf diese aufmerksam machen.“

Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken e.V.: „Gemeinsam sind wir stark und mehrere Stimmen sind lauter als eine einzelne. Daher ist es so wichtig, dass sich mehr als 200 Reha-Einrichtungen zusammengefunden haben und sich an der Kampagne beteiligen.“

Tobias Brockmann, Geschäftsbereichsleiter Reha bei den Paracelsus-Kliniken begrüßt die Kampagne ebenfalls: „Ich freue mich sehr, dass die Reha auch öffentlich den Stellenwert bekommen soll, der ihr zusteht. Die Rehakliniken der Paracelsus-Gruppe mit ihrer hohen und anerkannten Professionalität sind integraler Bestandteil der Paracelsus-Gesundheitsfamilie. Die Bedeutung der Rehabilitation für unsere Gesellschaft kann nicht hoch genug bewertet werden. Gute Reha-Maßnahmen können Pflegebedürftigkeit verhindern! Ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung des Pflegenotstands.“

Die Kampagne „Reha. Macht’s besser.“ ist trägerübergreifend. Eine Teilnahme ist nach wie vor möglich. Die Kliniken und Verbände informieren mit verschiedenen Maßnahmen und Aktionen sowohl offline als auch online über die Kampagne.

Als Initiatoren der Kampagne „Reha. Macht’s besser.“ haben sich über 250 Reha-Einrichtungen sowie mehrere Verbände von Reha-Leistungserbringern zusammengeschlossen. Die Kampagne hat zum Ziel, auf die Probleme der Rehabilitation aufmerksam zu machen. Informationen zur Kampagne und den Initiatoren unter www.rehamachtsbesser.de

Über Paracelsus Kliniken Die Paracelsus-Kliniken zählen mit 36 Einrichtungen an insgesamt 19 Standorten zu den großen Klinikträgern in Deutschland. Bundesweit betreuen rund 4.500 Mitarbeiter jährlich knapp 90.000 stationäre Patienten. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Umsatz von ca. 400 Mio. € im Jahr. Der Sitz der Gesellschaft ist Osnabrück.

www.paracelsus-kliniken.de

 

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29. Rehabilitationswissenschaftliche Kolloquium vom 02. bis 04. März 2020 im Hannover Congress Centrum

Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium 2020
02. – 04. März 2020
Hannover

Das Rehabilitationswissenschaftliche Kolloquium ist als Deutscher Kongress für Rehabilitationsforschung das wichtigste Forum für praxisrelevante Ergebnisse zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation. Jährlich nehmen über 1.600 Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis, Medizin, Psychologie und Therapie, Gesundheitsmanagement, Verwaltung und Politik teil.

Unter dem Rahmenthema “Prävention und Rehabilitation – der Betrieb als Partner“ möchten wir beim kommenden Kolloquium vom 02.-04. März in Hannover die Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit in der Arbeitswelt der Zukunft aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.

Das 29. Reha-Kolloquium 2020 wird veranstaltet durch die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover und die Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW).

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie unter:
www.reha-kolloquium.de

 

Kontakt:
Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin Tel. 030/865-39350 (Tagungsbüro, Herr Spiegel)
E-Mail: reha-kolloquium@web.de

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„Lernen, Motivation und Emotion” ist das Motto der 26. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation e. V.

Theorien, Techniken, Trends – Wie Neurorehabilitation Patienten mit Schädigungen des Nervensystems hilft

Leipzig. „Lernen, Motivation und Emotion” ist das Motto der 26. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation e. V. (DGNR), die vom 05. bis 07.12.2019 im Congress Center Leipzig stattfindet. Schon der als „Vater“ der Psychologie bekannte Wilhelm Max Wundt, der 1879 in Leipzig das erste Institut für Experimentelle Psychologie in Deutschland eröffnete, unterteilte „seelische Vorgänge“, in solche des „Intellekts“, des „Willens“ und des „Gefühls“. Darauf beziehen sich die Kongresspräsidenten PD Dr. med. habil. Caroline Renner, Mediclin Waldkrankenhaus Bad Düben und Prof. Dr. Arno Villringer, Direktor Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften der Tagesklinik für kognitive Neurologie, Universitätsklinikum Leipzig: „Für die Neurorehabilitation können wir heute – mehr als hundert Jahre später – in analoger Art und Weise feststellen, dass ‚Lernen, Motivation und Emotion‘ entscheidende sich gegenseitig beeinflussende Faktoren für eine erfolgreiche Funktionserholung sind.“ Der Kongress soll diese Faktoren, ihr Zusammenspiel und ihre Bedeutung für die Neurorehabilitation und für eine nachhaltige Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben beleuchten.

Tatsächlich erlebt die Rehabilitationsmedizin derzeit eine rasante Entwicklung. Folgen von Erkrankungen oder Verletzungen des Gehirns, des Rückenmarks oder der peripheren Nerven können heute durch gezielte Rehabilitationsmaßnahmen beseitigt oder erheblich gemildert werden. Das menschliche Gehirn ist lern- und umstellungsfähig, verfügt über eine immense “Plastizität”, kann aber auch hervorragende Kompensationsleistungen vollbringen. Die Mechanismen, die diesen Vorgängen zugrunde liegen sowie die Entwicklung und klinische Prüfung von Verfahren zu ihrer Anregung und Beschleunigung bilden die Grundlage der Rehabilitationsforschung.

Die Tagung steht mit ihrem vielfältigen Programm für das Ziel der Rehabilitationsmedizin, aus evidenzbasierten Forschungsergebnissen Behandlungskonzepte zu formulieren und diese mit dem übergeordneten Ziel einer nachhaltigen gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe abzugleichen.

Ein erster Höhepunkt zur Kongresseröffnung ist der Vortrag „Advances in the study of consolidation of motor skill learning“ des international renommierten Gastredners Leonardo Cohen aus Maryland, USA. In 25 Symposien werden aktuelle Fragestellungen zur Neurorehabilitation aufgegriffen. Experten, die in der Neurologisch-Neurochirurgischen Rehabilitation tätig oder an ihr interessiert sind, diskutieren gemeinsam wichtige Themenschwerpunkte wie Neurogeriatrische Rehabilitation, Psychische Komorbidität und pharmakologische Unterstützung in der Neurorehabilitation. Ein weiterer Fokus liegt auf Sprachnetzwerken und ihrer Entwicklung nach Schlaganfall, Studien zur Telerehabilitation und Virtual Reality, zur Fahreignung nach Hirnläsionen sowie zur Rolle von Ernährung und Sport in Reha und Sekundärprävention.

Ein besonderer Schwerpunkt sind aktuelle Erkenntnisse zur Musik in der Neurorehabilitation. Highlights sind die Präsentation von Arno Villringer, „Wie der Herzschlag das Denken und das Denken den Herzschlag beeinflusst“ sowie das von Leipziger Forschern am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften entwickelte „Jymmin“, bei dem sich mit speziell aufgerüsteten Fitnessgeräten beim Sporttraining gleichzeitig Musik produzieren lässt. Wie Studien belegen, macht diese Kombination nicht nur fit, sondern durch die erhöhte Ausschüttung von Endorphinen auch glücklich. Das setzt bei Menschen mit akuten oder chronischen Schmerzen die Schmerzempfindlichkeit herab und ermöglicht ein effektiveres Therapietraining in Rehakliniken.

Kurzvortragssitzungen zu allen Gebieten der Neurorehabilitation sowie Sessions der Berufsverbände runden das Programm ab, das von einer umfassenden Industrieausstellung begleitet wird.

Weitere Informationen und das wissenschaftliche Programm gibt es unter www.dgnr-tagung.de.

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REHADAT-Seminaranbieter: Wer schult zur beruflichen Teilhabe?

Wer sich eine neutrale Übersicht über Bildungs- und Qualifizierungsanbieter im Bereich der beruflichen Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen verschaffen will, findet diese im Portal REHADAT-Seminaranbieter – ab heute im neuen Layout, mit verbesserter Struktur, erweiterten Inhalten und einer intuitiveren Suche.

Das Portal bietet aktuell rund 300 Profile namhafter Seminarveranstalter mit Bezug zur beruflichen Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderung. Die Anbieterprofile enthalten Kontaktangaben, Infos zu Themen und Zielgruppen sowie Links zum jeweiligen Seminarangebot. Für eine schnelle und zielgerichtete Recherche sind die Anbieter nach folgenden Themen sortiert: Arbeit & Beschäftigung, Aus- & Weiterbildung, Barrierefreiheit & Hilfsmittel Behinderung & Erkrankung, Rehabilitation sowie Recht. Alternativ dazu gibt es eine alphabetische Anbietersuche.

Das Portal bietet außerdem eine Übersicht aktueller Webinare und Live-Online-Schulungen, mit denen Nutzerinnen und Nutzer ihr Wissen bequem von jedem beliebigen Ort aus vertiefen können. Das Portal richtet sich an Fachkräfte aus Unternehmen und Verbänden, Interessenvertretungen und Betroffene. Seminaranbieter können sich im Anbieterbereich mit einem eigenen Profil im Portal eintragen lassen. „Mit dem Portal REHADAT-Seminaranbieter tragen wir zu einer besseren Orientierung in der vielfältigen Weiterbildungslandschaft in Deutschland bei und unterstützen bei der Suche nach passenden Angeboten“ so Projektleiterin Petra Winkelmann.

Hier können Sie das Portal aufrufen: www.rehadat-seminaranbieter.de

Kontakt: Anja Brockhagen, Tel. 0221 4981-845, E-Mail: brockhagen@iwkoeln.de

Über REHADAT:
REHADAT ist das zentrale unabhängige Informationsangebot zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Die Informationen richten sich an Betroffene und alle, die sich für ihre berufliche Teilhabe einsetzen. Alle Angebote sind barrierefrei und kostenlos zugänglich. REHADAT ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V., gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus dem Ausgleichsfonds.

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