Redaktion RehaNews24

 

Neue Ausgabe der RehaStimme erschienen

Quelle: degemed.de

Die erste Ausgabe im Jahr 2020 der RehaStimme, dem Verbandsmagazin der DEGEMED ist erschienen und steht ab sofort hier zur Verfügung: https://www.degemed.de/rehastimme/

Zentrale Themen dieser Ausgabe auf einen Blick:

                  • Titelthema: Sie haben gewählt: Neuer Vorstand am Start.
                  • Politik: 3 Fragen an MdB Rudolf Henke (CDU)
                  • Gesetzgebung: Was bringen Landesschiedsstellen?
                  • Verband: Personalkostenindex
                  • Gastbeitrag: oncology@work

 

Quelle: DEGEMED, 20.01.2020

Aufrufe: 10


Gesunder Genuss in den Celenus Kliniken

Für den Therapieerfolg, die optimale Genesung und das Wohlbefinden der Patienten, sind eine hohe Qualität der Speisen und die richtige Ernährung von enormer Bedeutung. Schon im Januar 2019 ist deshalb in allen stationären Einrichtungen der Celenus Kliniken Schluss mit vorbereitetem Essen und Fertigprodukten, denn für die Patienten und Mitarbeitenden wird seither nach neuem Speiseplan täglich frisch gekocht.

Täglich haben die Patienten die Wahl zwischen zwei frisch zubereiteten, gesunden Menüs. Als Vorspeise stehen Suppe oder Salat zur Verfügung, als Hauptgang kann zwischen Vollkost und leichter Kost gewählt werden, wobei auch immer eine Option für Vegetarier besteht. Zum Abschluss gibt es täglich ein anderes Dessert und frisches Obst. Der neue Speiseplan wurde in enger Zusammenarbeit der Küchenleiter und Diätassistentinnen verschiedener Celenus Kliniken entwickelt, Ziel war es den Speiseplan auch in diätischer Hinsicht zu optimieren und Sonderkostformen festzulegen, um allen Patienten ein abwechslungsreiches und gesundes Menü anbieten zu können. Je nach Jahreszeit werden saisonale Rezepte mit heimischem Obst und Gemüse aus der Umgebung gekocht. Durch die enge Vernetzung der Küchenleiter, welche arbeitstäglich über WhatsApp läuft, und in wöchentlichen Telefon Konferenzen vertieft wird, kann auf Probleme und Schwierigkeiten rasch reagiert und das kulinarische Angebot immer weiter verbessert werden. Der Speiseplan wird von den Kollegen ca. alle 2 Monaten saisonal angepasst, sodass aktuell passend zur kälteren Jahreszeit etwas mehr deftige Gerichte auf dem Plan stehen als zur Sommerzeit. Weiterhin besteht für jede Küche auch die Möglichkeit einmal wöchentlich frische Gerichte außerhalb des Planes zu kochen, um so auch regionalen Spezialitäten und Besonderheiten Platz zu bieten.

Nachdem seit der Umstellung bereits ein Jahr vergangen ist, kann nun ein erstes positives Fazit gezogen werden. Von den Patienten erhalten die Kolleginnen und Kollegen viel Lob für den neuen Speiseplan, da dieser wesentlich weniger Fertigprodukte enthält. Laut Rückmeldungen der Patienten ist das Essen „sehr gut“ (Celenus Teufelsbad Fachklinik, Celenus Klinik Sachsenhof), und „super lecker, reichhaltig, abwechslungsreich, nachhaltig und nie langweilig“ (Celenus Parkklinik Bad Bergzabern). „Die Mahlzeiten sind ausreichend und schmecken auch gut“ (Celenus Klinik Carolabad) meldet ein anderer Patient zurück. „Ein großes Lob geht an die Küche“ (Celenus Klinik Bad Herrenalb), „das Essen ist schmackhaft und reichlich, der Service klasse“ (Celenus Klinik für Neurologie Hilchenbach).

Gekocht wird in allen Kliniken selbst, dafür stehen Großküchen und eine moderne Ausstattung zur Verfügung. So kann die Qualität der Speisen besser kontrolliert werden, und der Küche sind alle Inhaltsstoffe im Detail bekannt. Besondere Erwähnung finden dabei oft die selbst gezogenen Brühen und Saucen. Eines der derzeit beliebtesten Gerichte ist ein leicht abgewandeltes Shakshuka, ein Tomaten-Paprikaragout mit darin pochiertem Ei. Dabei handelt es sich um ein israelisches Nationalgericht, welches die Vielfalt und Abwechslung unserer Küche wiederspiegelt.

Zur weiteren Unterstützung unserer Patienten nach ihrem Rehaaufenthalt fokussieren wir uns auch in der Ernährungsberatung und in den Lehrküchen auf eine gesunde und abwechslungsreiche Zubereitung der Speisen. Dabei ist es besonders wichtig, den Patienten aufzuzeigen, dass auch gesunde Gerichte sehr schmackhaft sein können und die Zubereitung im Alltag häufig schnell und unkompliziert ist. Auf unserer Homepage stellen wir den Patienten die wichtigsten Ernährungsgrundlagen zur Verfügung, damit diese jederzeit nachgelesen werden können. An allen Standorten oder online unter https://www.celenus-kliniken.de/sonstiges/ernaehrung/ kann auch das Celenus Kochbuch »Lecker & gesund« voller Rezeptideen von der Vorspeise über Getränke bis zur Süßspeise erworben werden. Ein ausgewähltes Rezept aus dem Kochbuch stellen wir auch jeden Monat auf der Homepage kostenlos zur Verfügung.

Neben den Patienten freuen sich auch unsere Mitarbeiter über die Umstellung auf den neuen Speiseplan, denn in allen Kliniken können die Mitarbeiter zu einem günstigen Preis sowohl Frühstück als auch Mittag- und Abendessen genießen.

Aufrufe: 10


Ratatouille und Apfel-Tiramisu: Neue Lehrküche in der Dr. Becker Burg-Klinik eingeweiht

velin Wuchert (links) und Maria Ebert (rechts) wecken bei Patienten/innen der psychosomatischen Dr. Becker Burg-Klinik die Freude an gesunder Ernährung.
Dr. Becker Klinikgruppe / Jonna Beyering

Die Lehrküche der Dr. Becker Burg-Klinik wurde für 60.000 € renoviert. Der Spaß am gesunden Essen stellt sich bei den Patienten/innen der psychosomatischen Reha-Einrichtung jetzt noch schneller ein.

Stadtlengsfeld, 20.01.2020: Für viele lautet der Neujahrsvorsatz, gesünder zu kochen. Den Patienten/innen der Dr. Becker Burg-Klinik in Stadtlengsfeld fällt es nun noch etwas leichter, sich auf eine Ernährungsumstellung einzulassen. Denn die Lehrküche der psychosomatischen Reha-Einrichtung wurde für 60.000 € rundum erneuert und renoviert. Auf 100 Quadratmetern, die den gesamten Bereich der Ernährungsberatung umfasst, lernen die Patienten/innen hier, wie und welche Lebensmittel sie in ihrer Gesundung unterstützen und wie sie sie zubereiten können.

Freude statt Frust
„Unsere Ernährung hat einen immensen Einfluss auf unsere psychische Gesundheit“, erklärt Evelin Wuchert, Ökotrophologin in der Dr. Becker Burg-Klinik. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Diätassistentin Maria Ebert weckt sie durch Schulungen und gemeinsames Kochen die Begeisterung für gesunde und leckere Ernährung bei den Patienten/innen. Wer bei „Lehrküche“ und „Diät“ an Verzicht und karge Kost denkt, liegt falsch: Auf dem Kochplan stehen Hähnchencurry und Brokkolicremesuppe.

„Viele unserer Patienten haben die Freude am Essen und der Ernährung verloren. Für sie ist Essen mitunter Ausdruck eines Frustrationsprozesses oder einer Erkrankung“, sagt Dr. Holger Süß, Chefarzt der Dr. Becker Burg-Klinik. „Dabei können wir uns mit achtsamen Kochen und Genießen besondere Momente im Alltag schenken, uns belohnen und Körper und Psyche stärken.“

Mit heimischen Lebensmitteln gegen die Depression
In der Dr. Becker Burg-Klinik ist die Ernährung ein wichtiger Bestandteil des Therapiekonzepts. Erst im Herbst 2019 hatte die Klinik daher ihre Speisenversorgung auf saisonale Bio-Qualität umgestellt. Seitdem bezieht die Einrichtung viele Produkte von lokalen Anbietern, die Backwaren beispielsweise von der Bäckerei Eckhardt aus Bad Salzungen. „Wir ermuntern unsere Patienten auch dazu, frisch, saisonal und regional einzukaufen, sofern ihnen das möglich ist“, so Maria Ebert. „So tun wir nicht nur alle etwas für den Klimaschutz – wer saisonal kocht, hat ganz automatisch stets Abwechslung auf dem Teller!“

Dadurch werden dann auch weniger bekannte Lebensmittel wiederentdeckt: „Ich hatte zuvor noch nie mit Pastinaken gekocht“, erzählt ein Patient. „In der Schulung habe ich gelernt, dass sie durch ihren hohen Zink- und Vitamin-C-Anteil depressiven Episoden vorbeugen können – und schmecken tun sie auch, man muss sich nur einmal trauen.“


Dr. Becker Burg-Klinik

Die Dr. Becker Burg-Klinik ist auf psychosomatische, psychiatrische und psychotherapeutische Rehabilitation spezialisiert. Als größte Thüringer Rehaklinik versorgt sie rund 2.250 Patienten/innen jährlich, die Hilfe bei Beschwerden wie Depressionen, Angsterkrankungen, Essstörungen, chronische Schmerzerkrankungen oder Tinnitus suchen. Die Dr. Becker Burg-Klinik gehört mit acht weiteren Rehabilitationskliniken zur Dr. Becker Klinikgruppe. Das inhabergeführte Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Rehabilitation des 21. Jahrhunderts zu gestalten. Die Dr. Becker Burg Klinik bietet Rehabilitationsleistungen für Patienten aller Kassen und Rentenversicherer sowie für Privatpatienten/innen, Beihilfeempfänger/innen und Selbstzahler/innen an. www.dbkg.de/burg-klinik

 

Quelle: Dr. Becker Unternehmensgruppe, 20.01.20

Aufrufe: 12


SUMMER SCHOOL Neurorehabilitation 2020

Summer School for Neurorehabilitation (SSNR) vom 17. bis 20. Juni 2020

Ein Neurorehabilitation-Update in 3 Tagen. Dicht gepackt und trotzdem aufgelockert – eine gute Gelegenheit, klinische Praxis in der Neurorehabilitation im Überblick und „brandaktuell“ kennen zu lernen. Ein guter Start für Personen, die noch nicht lange in der Neurorehabilitation tätig sind und ideal für alle, die Ihre Erfahrungen mit dem aktuellen Stand der klinischen Wissenschaft abgleichen wollen: Motorik, Schlucken, Sprache, visuelle Wahrnehmung, Kognition, Bewusstseinsstörungen und Emotion werden thematisiert, aber auch allgemeinere Aspekte wie ICF und Teamarbeit oder Studiendesign, Evidenzbasierung und Leitlinienmethodik-Verstehen. So multiprofessionell, wie die Neurorehabilitation ist, ist das Format für alle Berufsgruppen des Neuro(früh)reha-Teams geeignet.

vorläufiges Programm:
Mittwoch, 17. Juni 2020
13.30 Uhr – 17.30 Uhr Registrierung im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald
18.00 Uhr Öffentlicher Abendvortrag
(Titel und Referent werden noch ergänzt)

Donnerstag, 18. Juni 2020
9.00 Uhr – 10.30 Uhr Grundlagen: ICF-basierte Dokumentation, Ziele und Maßnahmen im Reha-Team (Klemens Fheodoroff, Hermagor)
10.30 Uhr – 11.00 Uhr Kaffeepause
11.00 Uhr – 12.30 Uhr Neurorehabilitation der Armfunktion (Thomas Platz, Greifswald)
12.30 Uhr – 14.00 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr – 15.30 Uhr Neurorehabilitation von Stand und Gang (Jan Mehrholz, Kreischa)
15.30 Uhr – 16.00 Uhr Kaffeepause
16.00 Uhr – 17.30 Uhr Behandlung von Spastik (Jörg Wissel, Berlin)

Freitag, 19. Juni 2020
9.00 Uhr – 10.30 Uhr Neurorehabilitation bei schwerer Beuwsstseinsstörung (Jürgen Herzog, München)
10.30 Uhr – 11.00 Uhr Kaffeepause
11.00 Uhr – 12.30 Uhr Weaning in der Neurologischen Frührehabiliation (N.N.)
12.30 Uhr – 14.00 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr – 15.30 Uhr Neurorehabilitation des Schluckens (Samra Hamzic, Friedberg)
15.30 Uhr – 16.00 Uhr Kaffeepause
16.00 Uhr – 17.30 Uhr Neurovisuelle Neurorehabiliation (Georg Kerkhoff, Saarbrücken)
18.00 Uhr Öffentlicher Abendvortrag
Wie können wir mit Bildgebung die funktionelle Erholung nach Hirnschädigung vorhersagen und ihre Mechanismen verstehen? (Martin Lotze, Greifswald)

Samstag, 20. Juni 2020
9.00 Uhr – 10.30 Uhr Neurorehabiliation der Sprache (N. N.)
10.30 Uhr – 11.00 Uhr Kaffeepause
11.00 Uhr – 12.30 Uhr Neurorehabilitation von Kognition und Emotion (N.N.)
12.30 Uhr – 14.00 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr – 15.30 Uhr Evidenzbasierte Medizin, Studiendesign und Leitlinienmethodik-Verstehen (Thomas Platz, Greifswald)
15.30 Uhr – 16.00 Uhr Kaffeepause
16.00 Uhr – 17.30 Uhr Evidenzbasierte Medizin, Studiendesign und Leitlinienmethodik-Verstehen (Thomas Platz, Greifswald)

Teilnahmegebühren:
Fachärzte auswärts: 250,00 €
Fachärzte aus Greifswald: 200,00 €
Ärzte in Weiterbildung, Therapeuten, in Pflegeberufen Tätige und Studierende auswärts: 150,00 €
Ärzte in Weiterbildung, Therapeuten, in Pflegeberufen Tätige und Studierende aus Greifswald: 100,00 €
Mitglieder des E-BRAiN Verbundprojektes: Teilnahme frei
Studierende der Universität Greifswald: Teilnahme frei

Anmeldung:
https://www.wiko-greifswald.de/index.php?id=160687

Wissenschaftliche Leitung und Veranstalter:
Prof. Dr.med. Thomas Platz
Ärztlicher Direktor Forschung
BDH-Klinik Greifswald, An-Institut der Universität Greifswald
AG Neurorehabilitation, Universitätmedizin Greifswald

Veranstaltungsort
Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald
Martin-Luther-Straße 14
17489 Greifswald

 

Weitere Infos finden Sie hier: www.wiko-greifswald.de

Quelle: Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald, 20.01.2020

Aufrufe: 9


Zu Gast beim Bundesgesundheitsminister: Wunschdienstplan der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik überzeugt Jens Spahn

Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, möchte die Gespräche in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht fortführen.

6.000 Pflegekräfte hatten ihre Ideen eingereicht, als das Bundesgesundheitsministerium (BMG) wissen wollte, wie sich der Pflegeberuf attraktiver gestalten ließe. 11 von ihnen bekamen jetzt am Mittwoch die Gelegenheit, ihre Vorschläge in Berlin persönlich vorzustellen. Darunter war auch Marina Siskova, Pflegedienstleitung in der Nümbrechter Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik.

Nümbrecht, 17.01.2020. Aufgeregt sei sie gewesen, berichtet Marina Siskova, Pflegedienstleitung in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht, als sie von ihrer Einladung nach Berlin erfuhr: „Wann isst man schon mal mit dem Bundesgesundheitsminister zu Abend“, lacht die 56-Jährige. Außerdem sei ihr der Anlass sehr wichtig gewesen, betont sie. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hatte insgesamt 11 Pflegekräfte aus ganz Deutschland ins Restaurant ‚Alpenstück‘ nach Berlin geladen, um dort im Rahmen der Kampagne ‚Deutschland braucht mehr Pflege-Kraft‘ nach Konzepten zu suchen, welche die Arbeitsbedingungen von Pflegenden verbessern könnten.

Wunschdienstplan für bessere Mitarbeiterzufriedenheit
Insgesamt drei Vorschläge schickte Siskova nach Berlin, aber letztlich war es der sogenannte Wunschdienstplan, der zu ihrer Dinner-Einladung mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn führte: „Wir arbeiten in der Dr. Becker Klinikgruppe kontinuierlich daran, unsere Mitarbeiter im Arbeitsalltag zu entlasten und ihnen die Möglichkeit zu bieten, ihren Arbeitsalltag mitzugestalten. In der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik haben wir vor rund zwei Jahren deswegen den sogenannten ‚Wunschdienstplan‘ eingeführt“, sagt die Pflegedienstleitung. „Seitdem haben die Pflegenden bei uns die Möglichkeit, ihre Dienste zum größten Teil selbst einzuplanen. Das hat von Anfang an einwandfrei funktioniert und kommt sehr gut an. Schließlich ist unflexible Schichtarbeit für viele Pflegende ein Grund, aus dem Beruf auszusteigen.“

Großes Interesse bei Spahn
Der Bundesgesundheitsminister und der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, seien sehr interessiert gewesen und hätten sich viele Notizen gemacht, so Siskova. Auch Siskovas Vorschlag sei vor Ort Thema gewesen. Vor allem der daraus resultierende niedrigere Krankenstand habe die Politiker überzeugt. Siskova hofft nun, dass viele Pflegende bundesweit bald von ihren Erfahrungen mit dem Wunschdienstplan profitieren können.

Fokus auf Reha-Pflege
Über zwei Stunden habe das exklusives Treffen insgesamt gedauert, bevor Spahn sich um 20 Uhr verabschiedete. „Beide Politiker waren sehr offen und haben auch gezielt um Kritik gebeten“, so Siskova. Dabei seien u. a. die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) sowie die politische Integration ausländischer Pflegekräfte Punkte gewesen, die von vielen Anwesenden hervorgehoben wurden.

Das Gespräch bot für Siskova eine optimale Möglichkeit, auch einer besonderen Art der Pflege Gehör zu verschaffen: „Die Politik hat den Reha-Sektor bei neuen Gesetzesentwürfen meistens nicht auf dem Schirm. Wir werden unter anderem bei Verbesserungen zu Arbeitsbedingungen und Co. schnell vergessen und so durch Gesetze benachteiligt. Es war mir daher besonders wichtig, die Reha-Pflege mit ins Gespräch zu bringen“, sagt sie.

Fortsetzung des Gesprächs in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik
Besonders bei Andreas Westerfellhaus stieß Siskova mit ihrem Anliegen auf offene Ohren. Er wolle nun in die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik kommen, um die Gespräche mit Marina Siskova und Verwaltungsdirektor Dr. Tim Kleiber fortzuführen. „Ich freue mich bereits sehr auf diesen Besuch und hoffe, dass auch die Reha-Pflege künftig mehr Berücksichtigung in der Politik findet”, so Siskova.

Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik
Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik ist seit über 20 Jahren auf Rehabilitationsmaßnahmen in den Bereichen Neurologie, Orthopädie und Osteologie spezialisiert. Sie verfügt außerdem über eine interdisziplinäre neuro-orthopädische Station sowie eine Station mit 20 neurologisch-neurochirurgischen Frührehabetten. Insgesamt behandelt die Klinik pro Jahr durchschnittlich 3.900 Rehabilitanden/innen und beschäftigt rund 320 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Standort Nümbrecht im Bergischen Land. Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik gehört mit acht weiteren Rehabilitationskliniken zur Dr. Becker Klinikgruppe. Das inhabergeführte Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Rehabilitation des 21. Jahrhunderts zu gestalten. www.dbkg.de/rhein-sieg-klinik

Aufrufe: 8


Bundesweite Aufwertung für Gesundheitsstandort Bad Lippspringe

MZG führt in der Klinik Martinusquelle ab sofort auch Transplantationsnachsorge durch

Enorme Aufwertung für den Gesundheitsstandort Bad Lippspringe: In der Klinik Martinusquelle führt das Medizinische Zentrum für Gesundheit (MZG) ab sofort auch die Rehabilitation von Patienten durch, die eine neue Lunge erhalten haben. Damit ist Bad Lippspringe neben der Schön Klinik Berchtesgadener Land einer von nur zwei Standorten in ganz Deutschland, die im Bereich der Transplantationsnachsorge für Lungenkranke mit großen Patientenzahlen aktiv sind.

Für das MZG stellt die Weiterentwicklung zu einem Zentrum für die Rehabilitation von Menschen mit einer neuen Lunge eine konsequente Weiterentwicklung dar. In der jüngeren Vergangenheit hat sich die Klinik Martinusquelle bereits als Spezialeinrichtung etabliert, in der Patienten mit schweren Lungenerkrankungen behandelt werden. Im Jahr 2019 litten mehr als 50 Prozent der 2.459 Lungenpatienten an erheblichen Einschränkungen der Atemwege, beispielsweise einer schweren oder sehr schweren COPD.

Durch den Rückzug der bisherigen Klinik für die Transplantationsnachsorge in Norddeutschland konnte Bad Lippspringe die Position übernehmen. Als neuer Kooperationspartner wird die Klinik Martinusquelle insbesondere mit der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Westdeutschen Zentrum für Lungentransplantationen in Essen zusammenarbeiten, die oberhalb der Mainlinie die meisten Lungentransplantationen durchführen und einen qualifizierten Partner für die Nachsorge von etwa 150 Patienten pro Jahr benötigen.

„Für den Gesundheitsstandort Bad Lippspringe ist die neue Aufgabe eine großartige Auszeichnung. Wir werden damit unsere Position als Top-Standort im Bereich der Lungen-Rehabilitation weiter ausbauen können“, freut sich MZG-Geschäftsführer Achim Schäfer. Sein besonderer Dank gilt Chefarzt Dr. Ralf Schipmann, der die Herausforderung mit seinem kompetenten Team hochmotiviert angeht: „Wir sind optimal vorbereitet für die Transplantationsnachsorge. Neben der Einrichtung einer speziellen Station intensivieren wir auch unsere personelle Ausstattung, um eine individuelle Betreuung zu ermöglichen“. Ebenfalls dankt Schäfer ausdrücklich der Deutschen Rentenversicherung, die das Projekt intensiv begleitet und unterstützt hat.

Im Anschluss an die erfolgreiche Transplantation kommen die Patienten für mehrere Wochen nach Bad Lippspringe, um unter anderem mit gezieltem Training von Ausdauer und Kraft eine erhebliche Verbesserung ihres Gesundheitszustandes zu erlangen. „Nach der Rehabilitation sollen die Patienten ohne zusätzlichen Sauerstoff und andere Hilfsmittel auskommen können. Im Idealfall erreicht man sogar nach etwa einem halben Jahr die Wiedererlangung der Berufsfähigkeit“, erläutert Dr. Schipmann. Erste Patienten sind im Januar 2020 bereits in Bad Lippspringe eingetroffen.

 

Quelle: Medizinisches Zentrum für Gesundheit Bad Lippspringe GmbH, 17.01.2020

Aufrufe: 6


Wechsel in der ärztlichen Leitung der Paracelsus-Wiehengebirgsklinik

v.l.n.r.:
Tobias Brockmann, Geschäftsbereichsleiter Reha der Paracelsus-Gruppe, Jacek Namyslowski, bisheriger Chefarzt Paracelsus-Wiehengebirgsklinik, und Dr. med. Egbert Herrmann, neuer Chefarzt der Paracelsus-Wiehengebirgsklinik.

Staffelstabübergabe an neuen Chefarzt Dr. Herrmann zum Jahreswechsel / Dr. Keftarou komplettiert seit Januar das Ärzteteam

Bad Essen (Schwertmann) 16.01.2020. Mit Jahresbeginn hat Dr. med. Egbert Herrmann die Position des Chefarztes in der Paracelsus-Wiehengebirgsklinik übernommen und symbolisch den Staffelstab von Jacek Namyslowski als bisherigen Chefarzt entgegengenommen.

Der gebürtige Warendorfer ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Daneben führt er die Zusatzbezeichnungen Sozialmedizin, Verkehrsmedizinische Begutachtung und Suchtmedizinische Grundversorgung. Zuletzt war er sechs Jahre als ärztlicher Leiter für die psychosomatische Abteilung des medicos AufSchalke tätig und hat den Aufbau der Abteilung maßgeblich mitgeprägt. Zudem kann er u.a. auf eine zehnjährige Tätigkeit als Chefarzt einer Suchtfachklinik zurückblicken. Nun kehrt er zurück zu seinen Heimat-Wurzeln.

Besonders freue er sich die Position des Chefarztes in einer so anerkannten und etablierten Suchtfachklinik, wie es die Wiehengebirgsklinik ist, übernehmen zu können. Die Wiehengebirgsklinik mit ihrem differenzierten Therapieprogramm sei ein wichtiger Teil innerhalb des Netzwerkes der suchtmedizinischen Versorgung. „Gerade das differenzierte Angebot der Individualisierung durch indikationsspezifische Angebote hat mich besonders beeindruckt“, betont Herrmann.

In den nächsten Wochen und Monaten, so der neue Chefarzt Dr. Herrmann, liege sein Fokus zum einen darauf, die sehr hohen Therapiestandards zu bewahren, zum anderen auf der Weiterentwicklung der Klinik, um den Anforderungen in der Suchtrehabilitation mit sich verändernden Rahmenbedingungen und Erfordernissen langfristig gerecht werden zu können. „Es ist davon auszugehen, dass die Rahmenbedingungen in der Rehabilitation Abhängigkeitserkrankter sich auch in Zukunft weiter verändern werden. Zukünftigen Anforderungen müssen wir uns stellen. Stichworte könnten eine weitere Differenzierung des Therapieangebotes, der Ausbau vorhandener Therapieangebote und die Etablierung neuer Therapieangebote sein“, erläutert Dr. Herrmann.

Für die Paracelsus-Wiehengebirgsklinik habe er sich sehr bewusst entschieden. Zugleich sei es auch eine einfache Entscheidung gewesen. Neben der überzeugend hohen Fachlichkeit im Haus herrsche eine sehr angenehme Atmosphäre in der Klinik, für Herrmann eine wesentliche Grundlage für eine erfolgreiche Therapie und ein Verdienst des gesamten Teams. Es gäbe schlichtweg eine „gesamte Mannschaft“, die sehr gut zusammenarbeitet und Weiterentwicklungen mittrage.

Der bisherige Chefarzt Jacek Namyslowski bleibt der Einrichtung als leitender Oberarzt weiterhin erhalten. „Ich bin froh auf die zukünftige Unterstützung von Herrn Namyslowski als leitenden Oberarzt und meinen Vertreter im Haus zurückgreifen zu können“, betont Herrmann.

Ebenfalls zu Anfang Januar komplettierte Dr. med. Omar Keftarou als Facharzt für Orthopädie das Ärzteteam der Wiehengebirgsklinik. Sein Schwerpunkt wird die Behandlung der Patienten sein, die im Rahmen der integrierten Sucht und Orthopädischen Rehabilitation (ISOR) in die Klinik kommen.

Geschäftsbereichsleiter für die Reha-Kliniken der Paracelsus-Gruppe, Tobias Brockmann freut sich über die doppelte ärztliche Verstärkung für die Wiehengebirgsklinik gleich zu Jahresbeginn. „Mit Dr. Herrmann haben wir einen erfahrenen Chefarzt für die Klinik gewinnen können, der durch seinen Werdegang eine hohe Fachkompetenz mitbringt und die weiterhin positiv Entwicklung unseres Hauses mitgestalten wird. Zudem können wir mit Dr. Keftarou unsere Patienten im Rahmen der integrierten Sucht und Orthopädischen Rehabilitation nun vollumfänglich versorgen.“

Paracelsus-Kliniken in Bad Essen hervorragend aufgestelltes Rehabilitations-Zentrum im Süden Niedersachsens.
Die Paracelsus-Kliniken konzentrieren mit ihren vier Einrichtungen (Berghofklinik, Berghofklinik II, Wiehengebirgsklinik und Wittekindklinik) am Standort Bad Essen ein umfassendes Spektrum an Rehabilitationsangeboten an einem landschaftlich reizvollen Ort. Jahrzehntelange Erfahrung in der Suchtrehabilitation sowie in der Behandlung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen werden hier zum Wohl der Patientinnen und Patienten eingesetzt. So findet sich in Bad Essen als einzigem Standort in Niedersachsen das komplette Spektrum der Rehabilitation Pathologischer Glücksspielsucht. Die unterschiedlichen Einrichtungen ermöglichen den nahtlosen Übergang von stationärer Entwöhnung zur Adaption – also der alltagsgetreuen Wiedereingliederung in das Leben außerhalb der Klinik. Darüber hinaus sind die Kliniken Vorreiter im Bereich innovativer Konzepte wie zum Beispiel die integrierte Sucht- und orthopädische Rehabilitation oder Paartherapie. „Besonders freuen wir uns über die Anerkennung unserer Leistungen durch unabhängige Bewertungen. Wir wurden als TOP-Rehaklinik ebenso ausgezeichnet wie als familienfreundlicher Arbeitgeber“, berichtet der Geschäftsbereichsleiter für die Reha-Kliniken der Paracelsus-Gruppe, Tobias Brockmann, stolz.

Paracelsus-Kliniken Deutschland
Die Paracelsus Kliniken zählen mit 34 Einrichtungen an insgesamt 18 Standorten zu den großen privaten Klinikträgern in Deutschland. Bundesweit betreuen rund 4.500 Mitarbeiter jährlich knapp 90.000 stationäre Patienten. Die Konzernzentrale hat ihren Sitz in Osnabrück, wo auch die Verwaltung untergebracht ist. Die Paracelsus Kliniken wollen der Gesundheitspartner der Wahl für ihre Patienten und der Arbeitgeber der Wahl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein. Die Paracelsus Kliniken gehören zur familiengeführten Beteiligungsgesellschaft Porterhouse, die Nachhaltigkeit, generationenübergreifendes Denken und unternehmerisches Verständnis auszeichnet.

Pressekontakt
Judith Schwertmann, Öffentlichkeitsarbeit
Paracelsus-Kliniken Bad Essen
Empter Weg 5, 49152 Bad Essen
Tel. 05472 935-155 / judith.schwertmann@pkd.de / www.paracelsus-kliniken.de

Aufrufe: 134


Schon angemeldet?

DRG | Reha-Forum 2020
Estrel Hotel & Convention Center
19./20. März 2020

Das Nationale DRG-Forum ist eine Diskussionsplattform für Krankenhausmanager und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft. Seit beinahe zwei Jahrzehnten tauschen sich 1.600 Teilnehmer und 160 Referenten über die Herausforderungen der stationären und ambulanten Versorgung in Deutschland aus. 2016 etablierte der Bibliomed-Verlag das dazugehörige Reha-Forum für Rehabilitationseinrichtungen, um deren Stellenwert in Politik und Öffentlichkeit zu erhöhen.

Weitere Infos zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier:
https://drg-forum.de/

Aufrufe: 124


Zum Dinner beim Bundesgesundheitsminister

Marina Siskova, Pflegedienstleitung der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik, freut sich auf ihr Treffen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Im Oktober 2019 startete das Bundesministerium für Gesundheit einen landesweiten Aufruf in Deutschlands Krankenhäusern. Gesucht wurden Ideen aus der Praxis, die den Pflegeberuf attraktiver machen könnten. Marina Siskova, Pflegedienstleitung der Nümbrechter Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik, reichte gleich drei Vorschläge ein – und ist jetzt als eine von elf Pflegekräften zum Abendessen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach Berlin eingeladen.

Nümbrecht, 13.01.2020: Rund 6.000 Einsendungen erhielt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), als es Ende 2019 einen postalischen Aufruf an alle deutschen Krankenhäuser verschickte: Im Rahmen der Kampagne „Deutschland braucht mehr Pflege-Kraft“ suchte es nach Ideen und Konzepten, die den Pflegeberuf attraktiver machen könnten. Die Aktion ist eine weitere Maßnahme im Kampf gegen Deutschlands Pflegemangel und den daraus resultierenden Versorgungsengpässen. Auch in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht ging dieser Aufruf ein. Denn die auf orthopädische und neurologische Rehabilitation spezialisierte Klinik verfügt ebenfalls über eine eigene Krankenhausabteilung.

Drei Ideen für Berlin
„Als wir den Brief in den Händen hielten, war klar: Da machen wir mit!“, sagt Marina Siskova, Pflegedienstleitung der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik. „Wir setzen regelmäßig neue Maßnahmen um, um den Arbeitsalltag unserer Mitarbeiter immer weiter zu optimieren und die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern. Deshalb fiel uns die Auswahl so schwer, dass wir schließlich drei Vorschläge nach Berlin schickten: Unsere Konzepte zum verbesserten Ausfallmanagement durch vereinbarte Stand-by-Dienste, zur aktiven Einbeziehung unserer Pflegenden in die Dienstplangestaltung sowie die Möglichkeit, den eigenen Arbeitsplatz für eine Woche auf ein Flusskreuzfahrtsschiff für Pflegebedürftige zu verlegen – was wir unseren Mitarbeitern seit Mitte 2019 anbieten.“

Gemeinsames Abendessen mit Jens Spahn
Die Ideen überzeugten in Berlin: Im Dezember hielt Siskova ein weiteres Schreiben des BMG in den Händen. Als eine von nur elf Personen wurde sie für den 15. Januar 2020 zu einem gemeinsamen Abendessen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach Berlin eingeladen. „Über diese Nachricht haben wir uns riesig gefreut. Die Möglichkeit auf ein so exklusives Gespräch mit Herrn Spahn bekommt man schließlich nicht alle Tage“, sagt Dr. Tim Kleiber, Verwaltungsdirektor der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik. „Der Abend bietet eine ideale Gelegenheit, der Reha-Pflege explizit einmal mehr Gehör zu verschaffen.“

Reha-Pflege ist anders

Bereits seit Jahren engagiert sich die Dr. Becker Klinikgruppe, zu der auch die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik gehört, dafür, Öffentlichkeit und Politik auf die Besonderheiten der Reha aufmerksam zu machen. „Die Arbeit in der Reha unterscheidet sich deutlich von der in einem Krankenhaus“, weiß Kleiber. „Bei uns sind beispielsweise die Aufenthalte der Patienten länger, was eine bessere Pfleger-Patienten-Beziehung fördert. Auch die Arbeitszeiten sind planbar – es fallen keine spontanen Überstunden an.“ Dennoch sei der Pflegemangel auch in der Reha-Branche spürbar. „Die Politik hat die Reha bei neuen Gesetzesentwürfen meistens nicht auf dem Schirm. Wir werden bei Verbesserungen zur Patientenversorgung, Arbeitsbedingungen und Co. schnell vergessen und in Konsequenz durch Gesetze benachteiligt. Deswegen ist es wichtig, dass wir laut sind und uns überall mit unseren Ideen einbringen“, sind sich Siskova und Kleiber sicher.
Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik
Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik ist seit über 20 Jahren auf Rehabilitationsmaßnahmen in den Bereichen Neurologie, Orthopädie und Osteologie spezialisiert. Sie verfügt außerdem über eine interdisziplinäre neuro-orthopädische Station sowie eine Station mit 20 neurologisch-neurochirurgischen Frührehabetten. Insgesamt behandelt die Klinik pro Jahr durchschnittlich 3.900 Rehabilitanden/innen und beschäftigt rund 320 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Standort Nümbrecht im Bergischen Land. Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik gehört mit acht weiteren Rehabilitationskliniken zur Dr. Becker Klinikgruppe. Das inhabergeführte Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Rehabilitation des 21. Jahrhunderts zu gestalten. www.dbkg.de/rhein-sieg-klinik

Aufrufe: 128


Es besteht noch ein erheblicher Verbesserungsbedarf!

Pressemitteilung der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Außerklinische Beatmung (DIGAB) e.V. zum Entwurf des „Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (IPReG)“ der Bundesregierung

Aus Sicht der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für außerklinische Beatmung (DIGAB) e.V. ergibt sich aus der Überarbeitung des „Referentenentwurfs eines Gesetzes zur Stärkung von Rehabilitation und intensiv-pflegerischer Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz – RISG), der jetzt „Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung von intensivpflegerischer Versorgung und medizinischer Rehabilitation in der gesetzlichen Krankenversicherung (Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz – GKV-IPREG)“ genannt wird, in wesentlichen Punkten, insbesondere für die außerklinische Patientenversorgung, keine Verbesserung. Deshalb verweist die unabhängige Fachgesellschaft in weiten Teilen erneut auf ihre Stellungnahme zum RISG vom 6.09.2019 und benennt am 8.01.2020 die aus ihrer Sicht besonders kritischen Punkte im neuen Referentenentwurf.

  1. Zwar sollen laut Entwurf Indikationsstellung und Verordnung nur durch Ärzte erfolgen, die auf diesen Bereich spezialisiert sind, aber letztendlich würden der Medizinische Dienst (MD) und am Ende die Krankenkassenmitarbeiter*innen über die weitere Art der Versorgung entscheiden. Die DIGAB bemängelt, dass es zwar Qualifikationserfordernisse für den ärztlichen Fachexperten gebe, aber keinerlei Vorgaben für die fachliche und klinische Qualifikation sowie Erfahrung für die Krankenkassenmitarbeiter*innen und für die ärztlichen Mitarbeiter*innen des MD. Aktuell sei es so, dass regelmäßig ärztliche MD-Mitarbeiter*innen mit sehr unterschiedlichen Qualifikationen (z.B. Facharzt für Gynäkologie, Unfallchirurgie, Allgemeinmedizin, Augenheilkunde) die Begutachtungen der Betroffenen vor Ort durchführten und dass auch die Qualifikation der Krankenkassenmitarbeiter*innen, die beratend tätig seien, nicht festgelegt sei. In anderen Bereichen sei ein solches Vorgehen undenkbar. Wer würde beispielsweise auf die Neuzulassung von Autos vertrauen, wenn dieses Verfahren nicht Expert*innen für Kraftfahrzeugtechnik, sondern Ingenieure für Flugzeug- oder Schifffahrtstechnik durchführten?
  2. Kritisiert wird, dass laut Entwurf, die Beratung und letztendliche Feststellung der Voraussetzung für die Entscheidung bzgl. der passenden Versorgungsform nicht in neutraler Hand liege, sondern beim Kostenträger, also bei der Stelle, die die entstehenden Kosten übernehmen müsse.
  3. Für die „Angemessenheit“ des Versorgungsorts gibt es laut DIGAB im Entwurf keinerlei Kriterien, nach denen entschieden wird. Dabei müssten gerade hier alle medizinischen, sozialen, ethisch-moralischen sowie psychischen Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Bei jeder Entlassung in die außerklinische Intensivversorgung müsste laut DIGAB mindestens ein neutraler Fachexperte aus einem Expertenzentrum in die Entscheidung über eine „angemessene Versorgungsform“ einbezogen werden. Entsprechende Vorgaben für die Überleitung und Entlassung seien z.B. schon jetzt Teil der Zertifizierungskriterien für Weaningzentren der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).
  4. Grundsätzlich begrüßt die DIGAB, dass die Finanzierung einer Versorgung mit außerklinischer Intensivpflege in einer stationären Pflegeeinrichtung auf eine gerechtere Ebene gebracht und der Finanzierung der ambulanten Versorgung angeglichen wird. Sie warnt jedoch vor einer deutlichen Verschlechterung unter qualitativen und personellen Gesichtspunkten bei der Versorgung in stationären Einrichtungen, wenn Einsparungen im Wesentlichen aufgrund eines deutlich niedrigeren Personalschlüssels erfolgen würden.
  5. Zwar seien im neuen Entwurf neben den Fachärzt*innen für Innere Medizin und Pneumologie, pädiatrische Pneumologie nun auch Fachärzt*innen für Anästhesiologie und Neurologie sowie Intensivmedizin für die Versorgung vorgesehen, allerdings werde im Rahmen der Vorgaben für die außerklinische ärztliche Versorgung nicht auf die eigentlich notwendige spezifische fachliche Kompetenz eingegangen. Es würde noch immer nicht neben der Facharztqualifikation, in welchem Fach auch immer, Tätigkeit und Erfahrung in einem Expertenzentrum mit der Behandlung von einer entsprechend großen Zahl an Patienten mit außerklinischer Intensivversorgung und deren Begleitung im außerklinischen Krankheitsverlauf gefordert. Warum, so fragt die DIGAB, wird der Nachweis dieser Expertise ausgerechnet bei der Versorgung schwerst- und komplexkranker Menschen nicht verlangt, wo solche Anforderungen ansonsten für jegliche Qualifikation zum Facharzt- oder zur Zusatzweiterbildung in jedem anderen Bereich der klinischen Medizin gestellt werden?
  6. Erneut fragt die DIGAB, warum man nicht ein sektorenübergreifendes Modell äquivalent zur speziellen ambulanten Palliativversorgung (SAPV) mit Teams aus ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Expert*innen vorsieht, obwohl dies schon mehrfach angeregt wurde.
  7. Unverständlich und nicht nachvollziehbar sei auch die Tatsache, dass im neuen Entwurf keine Rede mehr von der therapeutischen Versorgung sei. Dabei müsse ein so wichtiger Gesetzentwurf zur Versorgung von Betroffenen mit außerklinischer Intensivpflege auch die Grundlagen für eine ausreichende therapeutische Versorgung in Qualität und Umfang mit allen seinen dringenden Bedarfen regeln. Dies gelte insbesondere für diejenigen, die eine Chance auf eine spätere Dekanülierung hätten, aber auch in gleichem Maße für alle anderen betroffenen Menschen, deren Lebensqualität sowie Möglichkeiten der Teilhabe und Selbstbestimmtheit durch gezielte therapeutische Behandlungen erhöht werden können.
  8. Außerdem müsste eine Gruppe Betroffener mit außerklinischer Beatmung berücksichtigt werden, die seit einigen Jahren kontinuierlich zunehme. Es handle sich um Patient*innen, die nach der Entwöhnung von der invasiven Langzeitbeatmung auf eine nichtinvasive Beatmung umgestellt werden können. Ein Teil dieser Patientengruppe benötige im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt noch erhebliche Hilfe und/oder Überwachung, insbesondere in der Anwendung der nichtinvasiven Beatmung. Die DIGAB schlägt die Schaffung einer eigenen Versorgungsstufe vor, wie dies z.B. in der neuen Leitlinie „Prolongiertes Weaning“ (Schönhofer et al.; S2k-Leitlinie „Prolongiertes Weaning“ 2019) in Form einer eigenen Weaninguntergruppe (3bII) bereits der Fall sei. Dieser Entwicklung sollte durch eine Regelung der pflegerischen Versorgung dieser Patient*innen in spezialisierten stationären Pflegeeinrichtungen Rechnung getragen werden. Eine Regelung in diesem Bereich sollte gesetzliche, finanzielle und qualitative Aspekte bundeseinheitlich umfassen.
  9. Als Variante der Versorgung müssen laut DIGAB in die gesetzliche Regelung das Assistenzmodell, Laienpflege sowie eine Kombination aus Fach- und Laienpflege aufgenommen werden. Solche Modelle hätten sich bewährt und es wäre fatal, wenn diese in Zukunft nicht mehr möglich wären. Die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, sei nicht an körperliche, insbesondere motorische Fähigkeiten gebunden.
  10. Schwierige, aber für die Betroffenen immens wichtige Punkte hinsichtlich Selbstbestimmung und Teilhabe, insbesondere auch bei Menschen, die sich nicht mitteilen können, würden in dem Entwurf nicht definiert und die letztendliche Auslegung im Einzelfall den Kostenträgern und dem MD überlassen. Ergebnis sei keine Verbesserung der Versorgung, sondern eine Auslieferung der Betroffenen an die genannten Institutionen. Hier sei der Gesetzgeber in der Pflicht, zum Schutz der Betroffenen, aber auch im Sinne des Gesundheitssystems sowie letztendlich des gesamtgesellschaftlichen Wohls, für eine klarere Eingrenzung und Festlegung der Entscheidungskriterien zu sorgen. „Es muss ein gesellschaftlicher Konsens gefunden werden, nach welchen Kriterien die Versorgung bei der bestehenden Indikation für eine außerklinische Intensivpflege am sinnvollsten erfolgt, ohne dass das Recht auf Selbstbestimmtheit und Teilhabe verletzt wird“, betont Dr. Martin Bachmann, Präsident der DIGAB e.V., der fordert, dass abgestufte Versorgungskonzepte geschaffen werden, „die den Bedürfnissen der unterschiedlichen Patientengruppen gerecht werden.“

Insgesamt wird nach Auffassung der interdisziplinären Fachgesellschaft die neue Version des Referentenentwurfs seinen, im Ansatz positiven Ansprüchen und Zielen, bei Weitem nicht gerecht. Es besteht noch ein erheblicher Verbesserungsbedarf, um eine, unter medizinischen, ethisch-moralischen, sozialen und psychischen Aspekten, angemessenen Versorgung außerklinische beatmeter Menschen flächendeckend sowie ausreichend sicherstellen zu können. Die DIGAB hat deshalb Kontakt mit der Politik aufgenommen und wird darauf drängen, dass ihre Argumente berücksichtigt werden.

Stellungnahme zum Download hier.

Für die DIGAB e.V.:
Dr. med. Martin Bachmann, Präsident
Dr. med. Bernd Schucher, Präsident-elect
Meike Grimm, Schatzmeisterin

Kontakt:
DIGAB e.V.
c/o Intercongress GmbH
Ingeborg-Krummer-Schroth-Str. 30
79106 Freiburg
0761 69699-28
0761 69699-11
digab-geschaeftsstelle@intercongress.de
www.digab.de

 

Quelle: DIGAB e.V., 13.01.2020

Aufrufe: 69