Redaktion rehanews24

 

42 Gespräche mit 84 Politiker:innen: Dr. Becker Klinikgruppe findet viel Gehör für ihre Forderung nach einem Rehazukunftspakt

Bild: Michael Schiffgen, Geschäftsleitungsmitglied der Dr. Becker Klinikgruppe (2. von links) übergibt den Rehazukunftspakt an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn; Bildrechte: Dr. Becker Klinikgruppe

Medizinische Rehabilitationseinrichtungen spielen eine wichtige Rolle im deutschen Gesundheitssystem. Jährlich erhalten in 1.112 Vorsorge- und Rehaeinrichtungen 1,7 Mio. Patient:innen Hilfe nach Erkrankungen wie z. B. Schlaganfall, Hüft-OP, Herzinfarkt, Depression oder aktuell bei Long-COVID. Viele von ihnen können erst nach ihrer Reha wieder am sozialen und beruflichen Leben teilnehmen. Trotz dieser wichtigen Aufgabe wird die medizinische Rehabilitation bis heute in der Gesundheits- und Arbeitspolitik nicht konsequent mitgedacht – mit weitreichenden Folgen. Die Dr. Becker Klinikgruppe engagiert sich seit Jahren für mehr politische Unterstützung für die Belange der Reha. Mit ihrer jüngsten Offensive, dem „Rehazukunftspakt“, informierte sie jetzt kurz vor der Bundestagswahl 84 Politiker:innen auf Landes- und Bundesebene. 

Köln, 23.09.21: Fachkräftemangel, Digitalisierungsstau, zu große bürokratische Hürden bei der Antragsstellung – die Rehabranche steht vor großen Herausforderungen. Diese zu lösen setzt die Unterstützung der Politik voraus. Die Dr. Becker Klinikgruppe hat mit ihren Mitarbeitenden im Vorfeld der Bundestagswahl an ihren insgesamt acht Standorten in ganz Deutschland über 40 Gespräche mit Politiker:innen geführt. „Alle Parteien, welche wir über die Rehabilitation informieren wollten, sind unseren Einladungen gefolgt: SPD, CDU, FDP, Die Linke und das Bündnis 90/Die Grünen. Mit 42 Terminen und 84 Personen, die wir treffen konnten, haben wir einen sehr interessanten und wertvollen Austausch auf breiter Basis erreicht,“ so Dr. Ursula Becker, Geschäftsführerin Klinikgruppe.

Rehazukunftspakt-Forderungen erreichen Bundesgesundheitsminister Spahn
Bei ihrem Besuch in den Rehakliniken mit psychosomatischen, neurologischen, kardiologischen und orthopädischen Ausrichtungen hatten die Politiker:innen Gelegenheit, die Reha vor Ort kennenzulernen. Geschäftsführung, Verwaltungsdirektor:innen und Chefärzt:innen gingen offen mit ihnen über bürokratische Hindernisse bei ihrer Arbeit in den Dialog. Symbolisch wurde den Gästen der „Rehazukunftspakt“ übergeben – eine Zusammenstellung mit Hintergrundinformationen und den Forderungen an die Politik. Neben der Forderung nach einem konsequenten Mitdenken der Reha in der Gesundheitspolitik sind die Stärkung der Patientensouveränität und der Wegfall der Bestimmung der Rehaklinik durch die Krankenkassensachbearbeiter wesentliche Punkte des Rehazukunftspakts. Ferner ist die Zulassung der Rehaeinrichtungen als Ausbildungsträger für medizinisches Personal elementar wichtig, damit die Rehabilitation auch künftig dafür sorgen kann, Menschen in Arbeit zu halten und Pflegebedürftigkeit zu verhindern. Diese Positionen nahm auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von Michael Schiffgen, Geschäftsleitungsmitglied der Dr. Becker Klinikgruppe, entgegen.

Reha-Fachleute müssen in Ministerien vertreten sein 
Viel Bewusstsein für die Reha und viel Aufklärung über gesetzliche Notwendigkeiten konnte durch die Gespräche geschaffen werden. Dass es eine ständige Vertretung der Rehabilitation in den relevanten Behörden und Ministerien geben muss, konnte in vielen Gesprächen als Konsens herausgearbeitet werden. „Aktuell wird die medizinische Rehabilitation schlichtweg nicht mitgedacht. Nur vier von 16 Länder haben Rehareferate in ihren Gesundheits- und Arbeitsministerien. Im Organigramm des Bundesministeriums für Gesundheit gibt es keine Verortung der medizinischen Rehabilitation“, erläutert Bastian Liebsch, Geschäftsführer Klinikgruppe. Ohne eindeutige personelle Zuständigkeit habe die medizinische Rehabilitation keine Vertretung und Relevanz, wenn es um ihre Weiterentwicklung geht. „Es reicht nicht, Gesetze und Rahmenempfehlungen für Krankenhäuser nachträglich auf die Reha zu übertragen,“ so Bastian Liebsch. Die Folge sei oftmals ein aufwendiges Nachsteuern, weil diese Übertragung in der Praxis nicht durchführbar sei. Der Rehazukunftspakt fordert daher: Die medizinische Rehabilitation muss dringend als eigenständige Säule des Gesundheitswesens wahrgenommen und zukunftsorientiert weiterentwickelt werden.

„Es lohnt sich, für die Reha zu kämpfen“
„Die Reha ist in einer älter werdenden Gesellschaft und bei dem zunehmenden Fachkräftemangel ein wirkungsvolles Instrument der Politik, um Erwerbsfähigkeit zu erhalten, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden und Teilhabe zu fördern. Das muss die Politik immer im Hinterkopf behalten“, führt Dr. Ursula Becker zur Bedeutung der Rehabilitation aus. Auch für die vielen von Long-COVID bzw. dem POST-COVID-Syndrom Betroffenen und die durch die Pandemie psychisch schwer belasteten Patient:innen sei die Rehabilitation aktuell eine wichtige Versorgungsleistung, um den Weg zurück ins Leben zu finden. „Daher lohnt es sich, für die Reha zu kämpfen und wir freuen uns, dass wir viele interessante Gespräche mit politischen Vertretern führen durften“, so Becker.

Dr. Becker Klinikgruppe
Die Dr. Becker Klinikgruppe ist ein inhabergeführtes mittelständisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln. Deutschlandweit betreibt die Klinikgruppe acht Rehabilitationseinrichtungen mit den Indikationen Orthopädie, Neurologie, Kardiologie und Psychosomatik sowie drei ambulante Therapiezentren. Mehr Informationen unter: www.dbkg.de

 

Quelle: Dr. Becker Klinikgruppe, 23.09.2021

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Dominik Cartus wird neuer Klinikdirektor: Dominik Cartus wird neuer Klinikdirektor

Foto: Dominik Cartus

Nach mehr als drei erfolgreichen Jahren verlässt Patrick Zander die Celenus Klinik Schömberg. Unter seiner Leitung waren zudem die Celenus Klinik Kinzigtal und Celenus Klinik Ortenau. Nun widmet er sich neuen beruflichen Herausforderungen.

Als neuer Klinikdirektor übernimmt Dominik Cartus seit 1. September 2021 die Nachfolge der Celenus Klinik Schömberg. Dominik Cartus verfügt über langjährige Leitungserfahrung, beginnend bei der Bundeswehr als Einsatzoffizier und später bei der Caritas. Insgesamt drei Studiengänge im Gesundheitswesen absolvierte Herr Cartus parallel während seinen beruflichen Tätigkeiten. Der Aufbau von Altenpflegeeinrichtungen sowie die Leitung mehrerer Rehakliniken auf der Insel Borkum als auch die Funktion als Interims Manager einer namhaften Senioren Residenz runden sein Profil ab. Seine Spezialisierung liegt in der Reorganisation und Neuausrichtung von Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitswesen.

Hans Ulrich Bilzer, Geschäftsbereichsleiter Süd-West, freut sich auf die Zusammenarbeit und ist sich sicher, dass die Celenus Klinik Schömberg unter der neuen Leitung von Dominik Cartus ihre Stellung als zuverlässiger und innovativer Partner in der medizinischen Vorsorge und Rehabilitation weiter ausbauen wird.

Über Celenus
Der Celenus-Konzern ist in Deutschland einer der führenden Anbieter stationärer und ambulanter Gesundheitsdienstleistungen und behandelt an rund 65 Standorten Patienten verschiedenster Indikationen. Zur Celenus-Gruppe gehören außerdem die Marken salvea mit Spezialisierung auf ambulante Rehabilitations- und Therapieeinrichtungen sowie die Danuvius Kliniken, bestehend aus Fachkliniken für psychische Gesundheit, Spezialpflegeheimen, einem ambulanten Pflegedienst und betreutes Einzelwohnen wie Wohngruppen.

Als zukunftsorientierter Anbieter in der stationären und ambulanten medizinischen Rehabilitation werden unsere Kliniken regelmäßig von FOCUS-Gesundheit als Top-Rehakliniken ausgezeichnet. Sitz der Unternehmenszentrale ist Offenburg. Mehr Informationen finden Sie unter https://www.celenus-kliniken.de/

Celenus ist Teil der französischen ORPEA-Group, die weltweit zu den größten privaten Anbietern von Pflegedienstleistungen und Rehabilitation gehört. Mehr Informationen finden Sie unter https://www.orpea-group.com/

 

Quelle: Celenus Kliniken, 22.09.2021

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In der Reha ist jeder Tag Wahltag

Martin Schömig, Klinikmanager der Paracelsus Klinik Scheidegg, macht auf das Wunsch- und Wahlrecht aufmerksam. Bildnachweis: Swenja Gruhn, Paracelsus Klinik Scheidegg

Anlässlich des deutschen Reha-Tages am 25. September und vor dem Hintergrund der Bundestagswahl erinnert die Paracelsus-Klinik Scheidegg daran, dass sich Patienten ihre Reha-Klinik frei aussuchen dürfen.Scheidegg, 21.09.2021. „Alle vier Jahre wählen? Das ist uns zu wenig”, lacht Martin Schömig von der Paracelsus Klinik Scheidegg Wir stellen uns täglich unseren Patientinnen und Patienten zur Wahl. Anlässlich des 18. Deutschen Reha-Tages am 25. September – einem Tag vor der Bundestagswahl – hat er das Thema Wunsch- und Wahlrecht derzeit ganz oben auf seiner Beratungsliste. „Viele Patienten wissen gar nicht, dass sie ein gesetzliches Anrecht auf die freie Wahl ihrer Rehaklinik haben, obwohl das Sozialgesetzbuch IX schon seit 2001 in Kraft ist”, erläutert Schömig. „Wir klären bei Paracelsus regelmäßig dazu auf und weisen Patienten darauf hin, dass sie von ihrem Recht Gebrauch machen können, zu uns zu kommen, ganz gleich, ob es sich um eine Anschlussrehabilitation oder ein Heilverfahren handelt.”

Berechtigte Wünsche zählen
Vor dem Inkrafttreten des SGB IX bestimmten alleine die Kranken-, Renten- und Unfallkassen die Klinik. So konnte es passieren, dass Patienten aus Niedersachsen in einen Kurort in die Berge reisen mussten, obwohl sie viel lieber an die Nordsee gegangen wären. Mit dem SGB IX ist das vorbei. Das Gesetz legt in § 8 fest, dass „berechtigten Wünschen der Leistungsberechtigten” entsprochen werden muss. Das heißt, dass sich jeder Patient selbst seine Reha-Einrichtung aussuchen darf. Niemand muss sich an eine vorgegebene Klinikliste der Krankenkasse oder Rentenversicherung orientieren. Einzige Einschränkung: Die Klinik der Wahl muss die grundlegenden Voraussetzungen für die passende Rehabilitation erfüllen. Diese sind:

  • Die Klinik muss sich nachweislich für die Rehabilitation der Erkrankung des Patienten eignen.
  • Der Kostenträger muss mit der Klinik einen Versorgungs- und Belegungsvertrag abgeschlossen haben (§21 SGB IX für die Rentenversicherung und §111 SGB V für die gesetzlichen Krankenkassen). Bei Rehakliniken von Paracelsus ist das überall der Fall.
  • die Wunschklinik muss nach den gesetzlich geltenden Qualitätsstandards zertifiziert sein. Auch das ist bei allen Rehakliniken von Paracelsus gegeben.

„Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass der Kostenträger keinen Eigenanteil oder eine Zuzahlung vom Patienten verlangen darf, wenn dieser von seinem Wunsch- und Wahlrecht Gebrauch machen will. Das widerspräche dem Sachleistungsprinzip des deutschen Sozialrechts”, erklärt Martin Schömig „Niemand muss davor Angst haben, zur Kasse gebeten zu werden.” Vorsicht ist allerdings geboten, wenn die Wunsch-Rehaklinik keinen Versorgungsvertrag mit dem entsprechenden Kostenträger hat, oder wenn Patienten nur aus persönlichen Gründen ohne medizinische Notwendigkeit in eine bestimmte Klinik wollen. Dann nämlich besteht für den Kostenträger keine Leistungspflicht. Mehrkosten müssen vom Patienten bezahlt werden.

Meist reicht der formlose Wunsch
In der Praxis reicht meist eine einfache Mitteilung der Wunsch-Rehaklinik beim Einreichen des Reha-Antrags an den Kostenträger aus. Größten Erfolg hat aber nach Erfahrungen von Paracelsus, wer seinen Wunsch auch begründen kann – zum Beispiel mit einer besseren medizinischen Eignung oder einem besonderen Therapieangebot, das genau auf das eigene Krankheitsbild zugeschnitten ist. Denn der Gesetzgeber verpflichtet den Kostenträger dazu, die medizinische Eignung über das „Wirtschaftlichkeitsgebot“ zu stellen. Kurz: Vorrang hat, was dem Patienten am meisten hilft. Wer also zum Beispiel eine besondere Nähe oder einen besonderen Abstand zu seiner Familie braucht, kann dies als Begründung angeben. Denn die persönliche Lebenssituation fließt immer in die Bearbeitung eines Reha Antrags mit ein. Auch, wer schon einmal in seiner Wunschklinik war und wem dort gut geholfen wurde, kann damit argumentieren.

Bei Ablehnung hilft oft Widerspruch
Wird der Antrag dennoch durch den Kostenträger abgelehnt, muss er das detailliert begründen. Zumeist kann aber in einem Telefonat mit dem Sachbearbeiter unter Bezug auf das Wunsch und Wahlrecht schnell und unkompliziert die Lage geklärt werden. „Wenn das keinen Erfolg hat, sollten Patienten gegen den schriftlichen Ablehnungsbescheid – wie im Übrigen auch bei der kompletten Ablehnung des Reha-Antrags – auf jeden Fall Widerspruch einlegen”, rät Schömig. „Ergänzend hilft dann ein Gutachten oder eine Stellungnahme des Arztes.” Etwa jeder zweite eingelegte Widerspruch hat nach Erfahrung der Paracelsus-Kliniken Erfolg. Zu beachten ist allerdings die Widerspruchsfrist, die in der Regel vier Wochen beträgt. „Die Rehakliniken von Paracelsus erfüllen alle die notwendigen Voraussetzungen als Wunsch- und Wahlklinik. Selbst wenn ein Antrag bereits für eine andere Rehaklinik bewilligt wurde, kann man eine Heilstättenänderung beantragen und damit zu uns wechseln”, erläutert Schömig. „Es lohnt sich auf jeden Fall für die eigene Gesundheit, sich die passende Klinik auszusuchen. Denn das trägt nicht unerheblich zum Erfolg der Reha bei. Zögern Sie also nicht, ihr Recht wahrzunehmen und zu uns zu kommen.”

Die Paracelsus-Kliniken bieten beim Thema Wunsch und Wahlrecht Hilfe an. Formulare für einen Antrag bei den Kostenträgern gibt es im Internetauftritt der Paracelsus Klinik Scheidegg unter www.paracelusus-kliniken.de/scheidegg unter „Sie haben die Wahl“. Wer vorab nähere Informationen braucht, kann sich bei der Paracelsus Klinik Scheidegg auch beraten lassen unter: Tel. 08381 501-0 oder per E-Mail unter info@scheidegg.pkd.de

Paracelsus Klinik Scheidegg
Die  Paracelsus Klinik Scheidegg ist eine der führenden Rehabilitationskliniken in der Tumornachsorge mit Schwerpunkt Brustkrebs, gynäkologischen Tumoren sowie Krebsformen der Verdauungsorgane. Mit ihrem hervorragenden Rehabilitationskonzept konnte die Klinik seit Jahren die Auslastung und Patientenzufriedenheit hochhalten. Auch die für eine Reha-Klinik optimale Lage in einem heilklimatischen Kurort sorgt für zusätzliche Zufriedenheit bei den Patienten. Die Klinik ist Kooperationspartner zahlreicher Brust-, Darm- und Tumorzentren in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.  

Paracelsus Kliniken Deutschland
Die Paracelsus Kliniken zählen mit 36 Einrichtungen an insgesamt 19 Standorten zu den großen privaten Klinikträgern in Deutschland. Bundesweit betreuen rund 4.600 Mitarbeiter jährlich knapp 73.000 stationäre Patienten. Die Konzernzentrale hat ihren Sitz in Osnabrück, wo auch die Verwaltung untergebracht ist. Die Paracelsus Kliniken wollen der Gesundheitspartner der Wahl für ihre Patienten und der Arbeitgeber der Wahl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein. Die Paracelsus Kliniken gehören zur familiengeführten Beteiligungsgesellschaft Porterhouse, die Nachhaltigkeit, generationenübergreifendes Denken und unternehmerisches Verständnis auszeichnet.

 

Quelle: Paracelsus Kliniken, 21.09.2021

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Netzwerktreffen Essstörungen Sachsen fand zum ersten Mal am BTZ am Berufsförderungswerk Leipzig statt

Psychologen und Ärzte informierten sich beim neunten Netzwerktreffen über Ansätze in der Therapie von Menschen mit Essstörungen und besondere Hilfen im Rahmen der beruflichen Rehabilitation.

Zum ersten Mal richtete das Berufliche Trainingszentrum (BTZ) am Berufsförderungswerk in Leipzig das Netzwerktreffen Essstörungen Sachsen aus. Rund 60 Teilnehmer kamen am Mittwoch ins BTZ, um sich fortzubilden und auszutauschen. Organisiert wurde das neunte Treffen gemeinsam von BTZ, Nessa (Netzwerk Essstörungen Sachsen) und BEL (Beratungszentrum Essstörungen Leipzig).

Anorexie, auch bekannt als Magersucht, Bulimie, also Ess-Brech-Sucht, und Binge-Eating, das durch unkontrollierte Fressanfälle gekennzeichnet ist, sind die häufigsten Essstörungen. Sie bestimmen das Leben von betroffenen Patienten grundlegend und führen zu erheblichen Beeinträchtigungen bis hin zum Tod. Mehrfache Klinikaufenthalte und eingeschränkte Arbeitsfähigkeit sind häufige Folgen der Erkrankungen.

Das Thema Essstörungen spielt auch am BTZ eine große Rolle. Die Einrichtung für berufliche Rehabilitation hilft Menschen mit psychischen Problemen bei der Rückkehr ins Erwerbsleben. „Essstörungen sind bei unseren Rehabilitanden regelmäßig ein Thema. Wir begleiten die Betroffenen qualifiziert“, berichtete Marko Daubitz, Fachbereichsleiter des BTZ, während der Begrüßung.

Was verbindet ein Küchengerät mit dem Musikstück ‚Vier Jahreszeiten‘? Beide können erheblich dazu beitragen die Therapie von Menschen mit Essstörungen voranzutreiben. Das zeigte Dr. Carolin Webelhorst während Ihres Vortrags zum Thema „Stationäre Versorgungsstruktur für PatientInnen in Leipzig“. Webelhorst ist Therapeutische Stationsleitung an der Klinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Uniklinik Leipzig. Sie stellte die vielfältigen Therapieformen vor, die in der Psychosomatik angewendet werden.

Eine Schwierigkeit in der Therapie von Menschen mit Essstörungen: „Mit verbalen Therapieangeboten alleine kommt man oft nicht so gut an innere Konflikte heran“, erklärte Webelhorst. Um diese besprechbar zu machen, eignen sich daher Bewegungs-, Musik-, Tanz- und Gestaltungstherapie gut als Ergänzung. In einem Praxisbeispiel lud sie die Teilnehmer ein, sich auf eine Rekomposition von Vivaldis Vier Jahreszeiten einzulassen und ihren inneren Bildern Raum zu geben. Eine Methode, die in der Therapie häufig eingesetzt wird. Genauso wie die Übung: „Wenn Sie eine Küchengerät wären, welches wäre das? Malen sie es auf.“ Es handelt sich dabei um einen etablierten Weg, um mit den Patienten ins Gespräch zu kommen. Zum einen, da das Denken von Menschen mit Essstörungen sich ohnehin permanent um Nahrung und Nahrungszubereitung dreht. „Es kommen aber auch viele, interessante Assoziationen auf, mit denen man weiterarbeiten kann“, berichtet Webelhorst aus der Praxis. Die Ärztin gab den Netzwerkteilnehmern zahlreiche Anregungen für die Arbeit mit den Patienten, die sich auch in einer ambulanten Therapie umsetzen lassen.

In Workshops konnten sich die Teilnehmer dann tiefergehend mit unterschiedlichen Aspekten in Therapie und Begleitung von Menschen mit Essstörungen beschäftigen. Im Fokus standen Tanztherapie, der Zusammenhang zwischen Essstörungen und Sucht sowie die Motivierung von Patienten.

Mitarbeiterinnen des BTZ stellten in einem Workshop besondere Hilfen für Teilnehmer mit Essstörungen im Kontext der beruflichen Rehabilitation vor. Denn Menschen mit Magersucht oder Bulimie gehören dort regelmäßig zum Kreis der Teilnehmer, die den Weg ins Berufsleben finden wollen. Zur Unterstützung steht ein großes Team bereit, dass verschiedene Bereiche abdeckt. Das reicht von praktischer Hilfe durch Sozialpädagogen, über Ergotherapie und Bewegungstherapie, bis hin zum gemeinsamen Kochen mit Diplom-Oecotrophologin Liane Neumann. „Wir haben eine Küche, in der wir häufig mit anorektischen Teilnehmern zusammen in einer Kleingruppe kochen“, erzählte Neumann.

Essstörungen gehen häufig mit anderen Erkrankungen einher. „Traumata sind ein großes Thema“, erklärte Psychologin Katja Richter. Eine Begleitung der Betroffenen durch Psychologen ist durchgehend gegeben. Besonders wichtig und intensiv ist sie in Phasen, in denen zusätzliche Belastungen, etwa Prüfungsangst, den Teilnehmern zu schaffen machen. „Genau solche Faktoren können Erkrankungen verstärken. Dann sind wir für die Teilnehmer da und helfen ihnen mit den Belastungen besser umzugehen“, sagte Richter.

Die Dozentinnen machten auch die Grenzen ihrer Arbeit am BTZ deutlich. „Psychotherapie gehört nicht zu unseren Aufgaben. Die Diagnostik und die Therapie sind im besten Fall bereits passiert, wenn die Teilnehmer zu uns kommen. Aber wir unterstützen sie während ihrer Ausbildung und sind auch an ein ambulantes Netz angeschlossen. Das heißt, dass ambulante Therapien weitergeführt werden können oder vermittelt werden“, sagte Kathrin Schoop, Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin. Weil Essstörungen zu den Erkrankungen gehören, die die Betroffenen meist über viele Jahre belasten und mit Rückfällen verbunden sind, ist eine dauerhafte Begleitung besonders wertvoll.

Wie in Kliniken wird auch am BTZ regelmäßig das Gewicht der Teilnehmer gemessen. „Allerdings ohne den Druck, zunehmen zu müssen“, erklärt Ärztin Kathrin Schoop. Wichtig ist eine körperliche Verfassung, die es den Teilnehmern ermöglicht, am Unterricht zu partizipieren. Die Vorgaben der Leistungsträger an das BTZ sind klar: Die Teilnehmer sollen das Ziel der Maßnahme erreichen, sei es die Ausbildungsreife zu erhalten oder eine Ausbildung abzuschließen.

Dabei sehen die Herausforderung für die Mitarbeiter am BTZ in der Arbeit mit magersüchtigen Patienten oft ähnlich aus wie an Kliniken: „Viele Betroffene nehmen nicht wahr, dass sie ein Problem haben“, berichtete Schoop. Die Stärke der Einrichtung liegt in den kurzen Wegen und der engen Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachbereiche. Sie tauschen sich über die Teilnehmer der Maßnahmen aus und bieten individuelle Hilfen an. In akuten Krisensituationen können die Mitarbeiter ad hoc intervenieren.

Der Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Akteuren kommt in der Arbeit mit Menschen mit Essstörungen eine große Rolle zu. Deshalb ging es bei dem Netzwerktreffen neben der fachlichen Weiterbildung auch um den persönlichen Austausch der Gäste. „Wir wollten auch vor dem Hintergrund von Corona daran festhalten und freuen uns sehr, dass das funktioniert hat“, sagte BTZ-Leiter Daubitz. Wie wichtig das Netzwerken für die Teilnehmer der Veranstaltung ist, zeigte sich auch in den Workshop-Diskussionen und Gesprächen während der Pausen.

Ärztin Carolin Webelhorst bedauerte in ihrem Vortrag, dass die Betreuung nach dem stationären Aufenthalt, Lücken aufweise. „Das könnte durch eine intensivere Kommunikation verbessert werden“, sagte sie. Umso wichtiger ist es, dass sich Klinikärzte, ambulante Therapeuten, Ärzte und Beratungsstellen über PatientInnen, aber auch über die verschiedenen Therapie- und Begleitungsmöglichkeiten in Sachsen verständigen.

BFW Leipzig
Seit fast 30 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück ins Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz und Döbeln zur Verfügung. Die Beruflichen Trainingszentren in Leipzig und Chemnitz ergänzen das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag, um Menschen die Rückkehr in das Arbeitsleben zu ermöglichen damit gleichzeitig dem Fachkräftemangel in der Wirtschaft zu begegnen. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

Erstellt: Kerstin Leppich, freie Journalistin

 

Quelle: BFW Leipzig, 20.09.2021

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Sissy Woizeschke ist Kaufmännische Leiterin der neuen MEDIAN Klinik Graal-Müritz und der MEDIAN Kinderklinik „Tannenhof“

Sissy Woizeschke ist Kaufmännische Leiterin der neuen MEDIAN Klinik Graal-Müritz und der MEDIAN Kinderklinik „Tannenhof“
Fotonachweis: MEDIAN

Sissy Woizeschke leitet seit 1. Juli die MEDIAN Klinik Graal-Müritz und die MEDIAN Kinderklinik „Tannenhof“ Graal-Müritz / Gelernte Betriebswirtin übernimmt Führung nach 15 Jahren Erfahrung am Standort

Neu bei MEDIAN, aber seit vielen Jahren am Standort tätig: Anfang Juli begrüßte der größte deutsche Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen Sissy Woizeschke als Kaufmännische Leiterin der MEDIAN Klinik Graal-Müritz und der MEDIAN Kinderklinik „Tannenhof“ Graal-Müritz. Beide Häuser des früheren AKG Reha-Zentrums waren zum 1. Juli in die MEDIAN Unternehmensgruppe integriert worden. Mit Sissy Woizeschke leitet nun eine mit dem Standort bestens vertraute Kraft die Geschicke der Reha- und Kinderklinik.

Die gelernte Diplom-Betriebswirtin begann nach längeren Tätigkeiten bei der Grieger Mallison Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Rostock, der Aquadrom Graal-Müritz GmbH und der Seniorenresidenz Graal-GmbH bereits 2006 als Kaufmännische Angestellte im damaligen AKG Reha-Zentrum in dem traditionsreichen Ostseeheilbad. 2016 übernahm sie für fünf Jahre die Leitung des Qualitätsmanagements, anschließend die Leitung der Patientenkoordination. „Nach insgesamt 15 Jahren am Standort fühle ich mich beiden Häusern sehr verbunden“, sagt Sissy Woizeschke. Nach den ersten Wochen in ihrer neuen Position freut sie sich nun „auf die Herausforderung, unsere Kliniken in eine spannende und erfolgreiche Zukunft bei MEDIAN zu begleiten. Dabei vertraue ich auf meine geschätzten und hochqualifizierten Kollegen. Gemeinsam wollen wir den weiteren Weg aktiv gestalten.“

Über die MEDIAN Klinik Graal-Müritz
Die MEDIAN Klinik Graal-Müritz umfasst Fachkliniken für Orthopädie, Kardiologie und Pneumologie. Sie bietet stationäre, teilstationäre und ambulante Rehabilitations- und Vorsorgemaßnahmen sowie Anschlussbehandlungen und medizinisch beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) an. Neben dem umfassenden, interdisziplinären Behandlungsangebot profierten Patienten insbesondere von der attraktiven Lage in unmittelbarer Nähe des Ostseestrandes. Die frische Meeresluft unterstützt bei der Genesung, insbesondere Rehabilitanden mit Lungen- oder Atemwegserkrankungen sowie Betroffene von Post Covid und Long Covid.
Über die MEDIAN Kinderklinik „Tannenhof“ Graal-MüritzIn der MEDIAN Kinderklinik „Tannenhof“ Graal-Müritz werden Atemwegs- und Hauterkrankungen, Adipositas sowie orthopädische und psychovegetative Beschwerden von Kindern und Jugendlichen kompetent und einfühlsam behandelt. Auch die jungen Patienten profitieren von der naturnahen Lage an der Ostsee. Neben umfangreichen Behandlungsangeboten stehen Sport, Bewegung und gemeinsame Aktivitäten an der frischen Luft im Mittelpunkt der Rehabilitation. Durch die Nähe zur MEDIAN Klinik Graal-Müritz kann zudem bei Bedarf eine gemeinsame Behandlung von Kind und Elternteil erfolgen.
Über MEDIAN

Die Kliniken der MEDIAN Unternehmensgruppe gehören zu den besten Reha-Kliniken Deutschlands mit einer herausragenden Kompetenz bei Rehabilitation und Teilhabe. 2019/2020 konnte sich zum dritten Mal rund ein Drittel von ihnen auf vorderen Plätzen positionieren: 28 Spitzenplätze bei den Prüfungen durch die Deutsche Rentenversicherung, 8 Auszeichnungen beim Ranking der F.A.Z. 2021 und 36 Siegerplätze unter den besten Reha-Kliniken 2021 des FOCUS sowie zahlreiche Regionalpreise. Bekannte Chefärztinnen und Chefärzte von MEDIAN sind bei FOCUS als Top-Mediziner Deutschlands gelistet. Rund 120 Kliniken und Einrichtungen, 18.500 Betten und Behandlungsplätze sowie ca. 15.000 Beschäftigte in 13 Bundesländern machen MEDIAN zum größten privaten Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland.

MEDIAN ist im Prozess der Integration von Priory, dem in Großbritannien führenden privaten Betreiber von Krankenhäusern und Soziotherapien zur Behandlung von psychischen Krankheiten und Lernbehinderungen mit rund 4.800 Betten und 21.500 Mitarbeitenden. Pro Jahr werden in den landesweit über 320 Einrichtungen mehr als 30.000 Patienten behandelt.

MEDIAN beteiligt sich mit einem umfangreichen Konzept an der Bewältigung der Covid-19-Pandemie. Hierzu zählt unter anderem die Informations-Webseite www.long-covid.de, auf der Expertenwissen zum Thema Long Covid für Mediziner und Betroffene gebündelt wird.

Quelle MEDIAN, 20.09.2021

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Bayerischer Staatsminister für Gesundheit und Pflege zu Besuch in der Klinik Rosenhof – Medizinische Rehabilitation wichtige Stütze im Gesundheitswesen

Fachaustausch in der Klinik Rosenhof (von links):Landrat Michael Fahmüller, MdL Martin Wagle, MdB Max Straubinger, Klinik-Geschäftsführer Horst Weber, Staatsminister Klaus Holetschek, Klinik-Geschäftsführer Hannes Weber, Ex-MdL Konrad Kobler, Bürgermeisterin Dagmar Feicht, Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl und der Geschäftsleiter der Marktgemeinde, Kurt Tweraser (nicht im Bild: Chefarzt Thomas Mulfinger und Klinikleiter Alexander Schunicht)

Staatsminister Klaus Holetschek war am 15. September 2021 zu Gesprächen in Bad Birnbach. Ein Termin mit weiteren Gästen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft aus dem Landkreis Rottal-Inn fand in der Klinik Rosenhof statt.

Im orthopädischen Rehabilitationszentrum hatte der Staatsminister die Möglichkeit sich im direkten Gespräch mit der Geschäftsführung (Horst Weber, Hannes Weber) und der Klinikleitung (Chefarzt Thomas Mulfinger, kaufmännischer Klinikleiter Alexander Schunicht) über die medizinische Rehabilitation auszutauschen und über die Arbeit der Rehabilitations-Schwerpunktklinik zu informieren. Der Auftrag der Klinik Rosenhof als Reha-Klinik ist die Gesundheitsversorgung kranker und von Krankheit oder Behinderung bedrohter Menschen sowie die Förderung der Teilhabe, Vermeidung von Pflegebedürftigkeit und Erwerbsminderungsrenten.

Die Herausforderungen sind der Wandel in der Arbeitswelt, die häufig neue Belastungen und Erkrankungen mit sich bringen. Weitere Herausforderungen sind die demographische Verlängerung der Lebensarbeitszeit sowie der Fachkräftemangel in der ländlichen Region. Veränderungen im Krankheitsspektrum (Multimorbidität) und Verweildauerkürzungen im Akut-Krankenaus führen zu Zunahmen von Reha-Verlegungen aus Krankenhäusern von schwerbetroffenen Patienten (Anschlussrehabilitation, Anschlussheilbehandlung)  und damit verbundenen erhöhten medizinisch-therapeutischen und pflegerischen Aufwand in der stationären Reha. Die Digitalisierung und Unterfinanzierung der Rehabilitation sind weitere Anforderungen und zeigen das Spannungsfeld einer hochwertigen Versorgung und knappen finanziellen Ressourcen auf.

Handlungsbedarf sah der Minister bei der Berücksichtigung der Reha-Kliniken im Rahmen der Digitalisierung und finanziellen Unterstützung bei Digitalisierungsprojekten wie der Anbindung der Reha-Kliniken an die Telematikinfrastruktur. Abschließend zeigte sich Minister Holetschek beeindruckt von der Leitungsfähigkeit der medizinischen Rehabilitation in der Klinik Rosenhof und sieht für die Rehabilitation eine große Zukunft.

Die Klinik Rosenhof ist eine Schwerpunktklinik für stationäre und ambulante orthopädische Rehabilitation. Die 1994 gegründete, privat geführte Reha-Klinik Rosenhof in Bad Birnbach verfügt über rd. 240Patientenbetten mit rd. 150 Beschäftigten (www.klinik-rosenhof.de).

Quelle: Klinik Rosenhof, 20.09.2021

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Jahrestagung der Kinder- und Jugendreha am 09. und 10.11.2021 in Berlin

Das Bündnis Kinder- und Jugendreha e.V. lädt zur diesjährigen Jahrestagung der Kinder- und Jugendreha ein. Sie findet am 09. und 10.11.21 in Berlin als Präsenzveranstaltung mit entsprechenden Hygienemaßnahmen statt. Thema in den Vorträgen, Diskussionen und Arbeitsgruppen sind die Auswirkungen der Pandemie auf die Kinder und Jugendlichen und auf die Rehabilitation.

Des Weiteren geht es um die weitreichenden Auswirkungen der aktuellen Gesetzgebung auf die Rehabilitation durch die Renten- und Krankenversicherung.
In der Anlage erhalten Sie den Einladungsflyer.

BKJR_Jahrestagung_2021_Einladung

 

Quelle: Bündnis Kinder- und Jugendreha e.V., 19.08.2021

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Chefarzt verlässt nach mehr als 13 Jahren die Paracelsus Klinik Scheidegg

PD Dr. med. Holger Hass, scheidender Chefarzt der Paracelsus Klinik Scheidegg
Bildnachweis: Swenja Gruhn, Paracelsus Klinik Scheidegg

Scheidegg, 16.09. 2021 PD Dr. Holger G. Hass, Chefarzt in der Paracelsus Klinik Scheidegg, wird die Klinik zum 30. September 2021 verlassen und sich einer neuen Herausforderung in der Schweizer Reha-Branche stellen. Hass hat die Klinik früh über seinen Weggang in Kenntnis gesetzt, so dass man sich rechtzeitig nach einem geeigneten Nachfolger umsehen konnte. Die gute Nachricht: Die Stelle wird zum 1. Januar 2022 wieder besetzt sein. Die Neubesetzung stellt gleichzeitig ein Novum in der fast 50-jährigen Klinikgeschichte dar. Aufgrund weiterer altersbedingter Wechsel im ärztlichen Bereich wird die Position der Ärztlichen Leitung nun mit zwei neuen Chefärzten besetzt: Dr. Thomas Bingger und Dr. Wolfgang Bair. Beide arbeiten momentan als Oberärzte im Krankenhaus Dornbirn.

Scheidegger Fachgebiet weiterhin optimal vertreten
Mit den beiden neuen Chefärzten verstärkt die Klinik ihr Fachgebiet Onkologie, denn sowohl Dr. Bingger als auch Dr. Bair sind Onkologen, Dr. Bingger darüber hinaus auch Gastroenterologe. „Wir freuen uns, dass die Onkologie auf ärztlicher Seite weiterhin auf hohem Niveau vertreten ist und sogar weiter ausgebaut wird“, erklärt Klinikmanager Martin Schömig. „Das sorgt für Stabilität, Kontinuität und Entwicklung, z.B. bei unseren Reha-Konzepten“, ergänzt Schömig.

Der gebürtige Allgäuer Bingger war zuvor bereits in Oberstaufen, München, Füssen und Dornbirn tätig. Von 2009 bis 2015 war er Oberarzt in der Schlossbergklinik Oberstaufen. Seit 2016 ist er leitender Oberarzt der onkologischen Tagesklinik in Dornbirn.

Der berufliche Werdegang von Dr. Bair begann in Schwäbisch Gmünd und Blaubeuren und führte ihn anschließend an seinen Geburtsort Stuttgart zurück, wo er am Diakonie Klinikum tätig war und 2003 seine Ausbildung zum Internisten mit Schwerpunkt Hämatologie – Internistische Onkologie abschloss. 2004 wechselte er an die Schlossbergklinik nach Oberstaufen, wo er bis 2016 als leitender Oberarzt tätig war. In Anschluss daran zog es ihn als Oberarzt nach Dornbirn.

Mit Reha bestens vertraut
Beide Fachärzte sind momentan in einer Akutklinik, dem Krankenhaus Dornbirn, tätig. Dennoch ist ihnen die Arbeit in einer Reha-Klinik vertraut, da zuvor beide in der ehemaligen Schlossbergklinik in Oberstaufen gearbeitet haben. Die Klinik war bis zu ihrer Schließung ebenfalls auf die Nachsorge onkologischer Patienten spezialisiert. Darüber hinaus übernahm Dr. Bingger in den letzten Jahren regelmäßig in Urlaubzeiten die Vertretung von PD Dr. Hass.

In der Übergangszeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2021 wird Dr. Dietmar Neyer, Oberarzt in der Paracelsus Klinik Scheidegg, die kommissarische Leitung übernehmen.

„Wir bedauern den Weggang von PD Dr. Hass sehr“, meint Klinikmanager Schömig abschließend. „Wir wünschen ihm für seine zukünftige Aufgabe alles Gute und freuen uns, dass er weiterhin als Leiter unseres klinikeigenen Instituts für Reha-Forschung und Suvivorship, kurz IREFOS, tätig sein wird. Gleichzeitig sind wir froh, so schnell geeignete Nachfolger gefunden zu haben“.

 

Quelle: Paracelsus Kliniken, 16.09.2021

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Paracelsus: Mehr als 80 Prozent aller Beschäftigten geimpft

Von den insgesamt 112 Beschäftigten der Paracelsus Klinik Scheidegg sind bisher mindestens 76 zum ersten Mal und 64 bereits zum zweiten Mal geimpft. Das entspricht einer Quote von 68 Prozent.
Bildnachweis: Valentin Pellio, Paracelsus Kliniken

Beschäftigte des Gesundheitsunternehmens sind bei der Impfbereitschaft vorbildlich / Hohe Impfquote bringt Sicherheit für Mitarbeiter und Patienten / Unternehmensstrategie zeigt auch in Scheidegg Wirkung.

Scheidegg, 15.09.2021. Die Statistik ist beeindruckend: Nach aktuellen Zahlen der Paracelsus Kliniken haben sich mit Stand Ende Juli bisher rund 79 Prozent der 4.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kliniken des Gesundheitsunternehmen impfen lassen. Dazu kommen zusätzlich Impfungen von Beschäftigten in der Osnabrücker Zentrale, sowie private Termine in Impfzentren und bei Hausärzten, die nicht vom Unternehmen selbst dokumentiert sind. „Wir gehen derzeit davon aus, dass deutlich mehr als 80 Prozent unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vollständig geimpft sind”, erklärt dazu Privat-Dozentin Dr. med. Karolin Graf, kommissarische Leiterin des Zentralinstituts für Krankenhaushygiene der Paracelsus-Kliniken.

Paracelsus Klinik Scheidegg mit hoher Quote
Auch die Paracelsus Klinik Scheidegg geht mit gutem Beispiel voran. Hier sind nach der Statistik des Unternehmens von den insgesamt 112 Beschäftigten bisher mindestens 76 zum ersten Mal und 64 bereits zum zweiten Mal geimpft. Das entspricht einer Quote von 68 Prozent. „Wir sind sehr froh darüber, dass wir eine hohe Impfbereitschaft bei unseren Beschäftigten erzielen und auch Skeptiker überzeugen konnten”, freut sich Klinikmanager Martin Schömig. „Jede Impfung hilft. Deshalb werden wir weiter unsere Mitarbeiter aufklären und beraten. Wir freuen uns über jeden, der sich zur Impfung entschließt“, ergänzt Schömig. „Das bringt in der laufenden vierten Welle nicht nur Sicherheit für alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern natürlich auch für unsere Patientinnen und Patienten. Mit unserem zusätzlichen umfassenden Hygienekonzept muss niemand mehr Angst davor haben, eine Reha in unserer Klinik anzutreten.”

Mit Informationen überzeugt
Das Geheimnis des Erfolgs liegt bei Paracelsus vor allem in der Informationsstrategie. „Wir haben schon sehr früh, lange bevor die ersten Impfungen in Deutschland überhaupt begonnen haben, unsere Mitarbeitenden hier in der Klinik über die Impfung gegen das Coronavirus sowie über verschiedene Impfstoffarten informiert“, erläutert Chefarzt PD Dr. Holger G. Hass. Parallel dazu startete Paracelsus eine hausinterne Aufklärungskampagne über die unternehmenseigene Mitarbeiter-App. Fragestellungen zum Beispiel zu Impfstoffen wurden schnell und aktuell mit Fakten beantwortet. In kleinen Videofilmen wurde darüber hinaus mit persönlichen Statements sympathisch und mit Nachdruck immer wieder daran erinnert, sich impfen zu lassen. „Letztendlich ist der Erfolg der Kampagne aber auch dem persönlichen Engagement vieler Ärzte und Hygienefachkräfte zu verdanken, die skeptische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in persönlichen Gesprächen überzeugen konnten“, resümiert Dr. Karolin Graf.

Auch Grippeschutzimpfung entwickelt sich positiv
Paracelsus bietet neben der aktuellen Covid-19-Impfung seit 2017 allen Mitarbeitern auch eine Grippeschutzimpfung am Arbeitsplatz an. Waren es in 2017 354 Influenza-Impfungen, nahmen im Jahr 2020 1189 Mitarbeiter (29,5 Prozent) das Angebot an. Ziel ist es jetzt, eine Impfquote von 30 Prozent oder höher in den kommenden Jahren zu erreichen. Zum Vergleich: die Impfquote in deutschen Krankenhäusern ist vergleichsweise gering und liegt zwischen 15-20 Prozent.

Paracelsus Klinik Scheidegg
Die  Paracelsus Klinik Scheidegg ist eine der führenden Rehabilitationskliniken in der Tumornachsorge mit Schwerpunkt Brustkrebs, gynäkologischen Tumoren sowie Krebsformen der Verdauungsorgane. Mit ihrem hervorragenden Rehabilitationskonzept konnte die Klinik seit Jahren die Auslastung und Patientenzufriedenheit hochhalten. Auch die für eine Reha-Klinik optimale Lage in einem heilklimatischen Kurort sorgt für zusätzliche Zufriedenheit bei den Patienten. Die Klinik ist Kooperationspartner zahlreicher Brust-, Darm- und Tumorzentren in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.  

Paracelsus-Kliniken Deutschland
Die Paracelsus-Kliniken zählen mit 36 Einrichtungen an insgesamt 19 Standorten zu den großen privaten Klinikträgern in Deutschland. Bundesweit betreuen rund 4.600 Mitarbeiter jährlich knapp 73.000 stationäre Patienten. Die Konzernzentrale hat ihren Sitz in Osnabrück, wo auch die Verwaltung untergebracht ist. Die Paracelsus-Kliniken wollen der Gesundheitspartner der Wahl für ihre Patienten und der Arbeitgeber der Wahl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein. Die Paracelsus-Kliniken gehören zur familiengeführten Beteiligungsgesellschaft Porterhouse, die Nachhaltigkeit, generationenübergreifendes Denken und unternehmerisches Verständnis auszeichnet.

 

Quelle: Paracelsus Kliniken, 15.09.2021

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„Die Politik kann die Rehabranche nicht mehr ignorieren“

von links nach rechts: Dr. Michael Brodführer, Bürgermeister der Stadt Bad Liebenstein; Michael Schiffgen, Verwaltungsdirektor der Dr. Becker Burg-Klinik; Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister; Christian Hirte, CDU-Bundestagsabgeordneter

Auf einem Gesundheitskongress in Bad Liebenstein übergab die Dr. Becker Klinikgruppe Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ihre Forderungen nach einem Rehazukunftspakt. 

Köln, 14.09.2021: Der Verwaltungsdirektor von Thüringens größter psychosomatischer Rehaklinik, der Dr. Becker Burg-Klink hatte am Samstag die Gelegenheit, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu treffen. Michael Schiffgen besuchte eine Veranstaltung vom CDU-Bundestagsabgeordneten Christian Hirte in Bad Liebenstein zum „gesundheitspolitischen Austausch“. Auf dem Podium stellten sich Jens Spahn, Christian Hirte und der Bad Liebensteiner Bürgermeister, Dr. Michael Brodführer, den Fragen des Publikums. Die Reha kam sowohl bei dem vorherigen kurzen Gespräch zwischen Michael Schiffgen und dem Bundesgesundheitsminister als auch auf dem Podium zur Sprache. „Die Dr. Becker Klinikgruppe spricht seit Wochen mit Landtags- und Bundestagsabgeordneten fast aller Fraktionen über die Situation der medizinischen Rehabilitation, um für die aktuellen Herausforderungen zu sensibilisieren. Daher haben wir uns gefreut, auch Jens Spahn die Forderungen der Rehabranche in unserem Rehazukunftspakt übergeben zu dürfen,“ so Michael Schiffgen. Es sei ein großes Anliegen, die Reha sichtbarer zu machen und damit die Patientenversorgung wie auch die Arbeitsbedingungen aller Mitarbeitenden in der Reha zu sichern.

Endlich: Bedeutung der Reha auch in der Politik angekommen
Erstmals besuchte ein Bundesgesundheitsminister die Stadt Bad Liebenstein. Und auch Michael Schiffgen erlebte die Veranstaltung, zu der 70 Gäste gekommen waren, als eine Art Premiere, wie er berichtet: „Dass neben essentiellen Gesundheitsthemen wie dem ärztlichen Fachkräftemangel und der Versorgungssituation im ländlichen Raum auch die Rolle der Reha in der Gesundheitsversorgung besprochen wurde, ist eine neue Entwicklung. Ich begrüße sie sehr. Dass die Reha präsenter werde und in politischen Gesprächen eine andere Rolle spiele als noch vor drei Jahren, sei laut Schiffgen auch auf das stetige Engagement der Reha-Akteure/innen zurückzuführen.

Während, vor und nach der Pandemie: Reha ist wichtige Säule im gesamten Gesundheitswesen
Ein großer Themenbereich der 90-minütigen Podiumsdiskussion war die Pandemie und ihre Bekämpfung bzw. ihre Folgen. Auch hier müsse die Reha als vierte Säule des Gesundheitswesens wahrgenommen und gefördert werden, so Michael Schiffgen. „Für die vielen von Long-Covid betroffenen Patienten/innen und die durch die Pandemie psychisch schwer belasteten Patienten/innen ist die Rehabilitation aktuell eine wichtige Versorgungsleistung, um den Weg zurück ins Leben zu finden,“ führt er aus. In den Dr. Becker Klinken seien dafür entsprechend der jeweiligen Klinikschwerpunkte schon früh spezielle Behandlungskonzepte erstellt worden, sodass dieser Patientengruppe eine passende medizinische Umgebung zuteilwerden könne.

Der Rehazukunftspakt – nun auch in den Händen von Jens Spahn
Mit dem Rehazukunftspakt wirbt die Dr. Becker Klinikgruppe zurzeit um politische Aufmerksamkeit. Über 20 Treffen mit Politiker/innen fast aller Fraktionen fanden seit Ende Juni bereits in den acht Dr. Becker Klinken statt. Auch der Gastgeber des „Gesundheitspolitischen Austauschs“ in Bad Liebenstein, Christian Hirte war schon zu Besuch in der Dr. Becker Burg-Klink gewesen und hatte dort den Rehazukunftspakt entgegengenommen. „Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Positionen und Anliegen nun auch dem Bundesgesundheitsminister überreichen konnten“, sagt Michael Schiffgen, Verwaltungsdirektor der Dr. Becker Burg-Klinik. Wesentliche Forderungen des Pakts sind ein niedrigschwelligerer Zugang zur Reha, die Stärkung des Wunsch- und Wahlrechts von Patient/innen, Investitionen in die Digitalisierung sowie die Zulassung der Rehaeinrichtungen als Ausbildungsträger für medizinisches Personal.

„Bei der Übergabe sagte mir Herr Spahn, dass schon viel für die Reha in den letzten drei Jahren erreicht worden sei. Das stimmt und wir sind sehr froh, dass sich etwas für die Branche bewegt,“ so Michael Schiffgen. Jetzt gehe es darum, den Erfolg der letzte drei Jahre – beispielsweise die Stärkung des Wunsch- und Wahlrechtes der Patienten/innen durch das sogenannte Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (GKV-IPReG) – fortzuführen und nicht wieder in eine Art Schattendasein zu gelangen. „Es ist durchaus noch an einigen Stellen Handlungsbedarf. Darauf weisen wir in unserem Rehazukunftspakt, den nun auch unser Bundesgesundheitsminister mitgenommen hat, hin.“ Es habe sich bisher schon ausgezahlt, der Reha eine selbstbewusste Haltung in der Öffentlichkeit zu verschaffen. Dies müsse nun auch so bleiben.

Dr. Becker Klinikgruppe
Die Dr. Becker Klinikgruppe ist ein inhabergeführtes mittelständisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln. Deutschlandweit betreibt die Klinikgruppe acht Rehabilitationseinrichtungen mit den Indikationen Orthopädie, Neurologie, Kardiologie und Psychosomatik sowie drei ambulante Therapiezentren. Mehr Informationen unter: www.dbkg.de

Quelle: Dr. Becker Klinikgesellschaft, 14.09.2021

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