Redaktion RehaNews24

 

MEDIAN Chefärzte entwickeln Corona-Reha-Konzept

Beitrag zur Überwindung der Covid-19-Krise: Ärzte aus vier MEDIAN Kliniken haben gemeinsam ein interdisziplinäres Konzept zur rehabilitativen Behandlung von Corona-Patienten entwickelt.

Die Kliniken der MEDIAN Gruppe, dem größten privaten Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland, beteiligen sich in vielfältiger Weise an der Überwindung der Covid-19-Krise. Neben der Entlastung von Akutkrankenhäusern durch eine frühere Aufnahme von Patienten kommt für Corona-Erkrankte in Zukunft auch ein dezidiertes Rehabilitationskonzept zum Einsatz. Dieses wurde unter der Führung von Dr. Christoph Altmann, Chefarzt Kardiologie der MEDIAN Klinik Bad Gottleuba, Dr. Johannes Schröter, Chefarzt Orthopädie der MEDIAN Klinik Aukammtal Wiesbaden, Dr. Dr. Stefan Nagel, Chefarzt Psychosomatik der MEDIAN Klinik Heiligendamm und Dr. Stefan Schüth, Chefarzt Kardiologie und Pneumologie der MEDIAN Klinik Burggraben Bad Salzuflen, erarbeitet.

Maßgeschneiderte Therapien für Körper und Seele
Die Behandlung wurde für Patienten konzipiert, die einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung überlebt haben und noch in deutlich geschwächtem Allgemeinzustand, aber nicht mehr isolationspflichtig sind. „Mit dem entwickelten Konzept wollen wir unseren Teil zur Lösung der Krise beitragen, indem wir unsere Kernkompetenz als Reha-Mediziner einbringen“, sagt Dr. Christoph Altmann. „Wir haben in kürzester Zeit ein interdisziplinäres Reha-Angebot geschaffen, indem wir Spezialisten aus verschiedenen MEDIAN Kliniken kurzfristig zusammengezogen haben.“

Die maßgeschneiderte Rehabilitation eignet sich sowohl als Anschlussheilbehandlung unmittelbar nach dem Aufenthalt im Akutkrankenhaus als auch als Heilverfahren. Behandelt werden körperliche, psychische und soziale Beeinträchtigungen infolge der Corona-Erkrankung. Angeleitet von Physio- und Ergotherapeuten werden die Betroffenen langsam wieder mobilisiert, ihre Muskeln gekräftigt, Ausdauer und Kreislauf trainiert sowie alltagspraktische Fähigkeiten geübt. Auch der häufig geschädigten Lunge widmen sich die MEDIAN Mediziner im Rahmen der Corona-Reha. „Unser Konzept berücksichtigt in besonderem Maße die im Rahmen der Erkrankung zu erwartenden pneumologischen Funktionseinschränkungen – mit dem Ziel der Wiederherstellung und Normalisierung der Atemfunktion“, erklärt Dr. Stefan Schüth.

Für den Bereich Psychosomatik ergänzt Dr. Dr. Stefan Nagel: „Die Corona-Pandemie führt zu ausgeprägten Stressreaktionen in vielen Lebensbereichen. Der psychosomatische Schwerpunkt liegt auf der kurz- und langfristigen Bewältigung der seelischen Einschränkungen und Störungen, die sich daraus während und nach solchen Krisen entwickeln können.“

„Wir schließen hier eine Versorgungslücke und können unseren Partnern in den Akut-Kliniken eine sofortige Hilfestellung geben, indem wir Patienten, die eine schwere Corona-Erkrankung überlebt haben, frühzeitig nach Virusfreiheit übernehmen“, fasst Dr. Johannes Schröter den Kerngedanken der neuen Corona-Reha zusammen.

Über MEDIAN
Die MEDIAN Kliniken gehören zu den besten Reha-Kliniken Deutschlands mit einer herausragenden Kompetenz bei Rehabilitation und Teilhabe. 2019 konnte sich zum dritten Mal rund ein Drittel der Rehakliniken auf vorderen Plätzen positionieren: 28 Spitzenplätze bei den Prüfungen durch die DRV Bund, vier neurologische Akutkliniken in den TOP 20 beim Ranking der F.A.Z. und 35 Siegerplätze unter den besten Reha-Kliniken 2020 des FOCUS sowie zahlreiche Regionalpreise. Rund 120 Kliniken und Einrichtungen, 18.500 Betten und Behandlungsplätzen sowie ca. 15.000 Beschäftigte in 13 Bundesländern machen MEDIAN zum größten privaten Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland.

 

Quelle: MEDIAN, 27.03.2020

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Rettungsschirm stützt auch Rehakliniken – Backup für Krankenhäuser erstmal gesichert

Dr. Ursula Becker, Geschäftsführerin der Dr. Becker Klinikgruppe in Köln, zeigt sich zufrieden mit den Änderungen im COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz.

Die Dr. Becker Klinikgruppe zeigt sich zufrieden mit dem verabschiedeten Gesetz zur Entlastung von Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken. Den ersten Entwurf letzten Samstag hatte sie stark kritisiert. 

Krankenhäuser und Rehakliniken zeigen sich zufrieden mit den eingebrachten Gesetzesänderungen. Gemeinsam waren sie nach den ersten Entwürfen aus dem BMG am Wochenende Sturm gelaufen. „Das war auch nötig“, erklärt Dr. Ursula Becker, Geschäftsführerin der Dr. Becker Klinikgruppe. „Nachdem die Politik in den Gesetzentwürfen für die Krankenhäuser nachgebessert hatte, war die Reha mit ihren rund 120.000 Beschäftigten immer noch nicht ausreichend berücksichtigt. Da mussten wir gegen mobilmachen.“ Unterstützt von ihren Mitarbeiter/innen, die in den Sozialen Medien Fotos mit Botschaften posteten, hatte sich die Geschäftsführerin per Video an die Politik gewandt. Jetzt gelte ihr ausdrücklicher Dank dem Bundesgesundheitsminister, dem NRW-Landesgesundheitsminister und den vielen Bundestags- und Landtagsabgeordneten, die die Not der Rehakliniken gesehen und sie unterstützt haben.

Reha als Backup der Krankenhäuser
Kritikpunkt war insbesondere die sogenannte Leerstandsfinanzierung gewesen. Für Betten, die in Rehakliniken derzeit aus unterschiedlichen Gründen leer stehen – z. B. weil sie für Corona-Fälle vorgehalten werden müssen oder weil die Politik in manchen Bundesländern die weitere Aufnahme von Patenten/innen untersagt hat – war im Gesetzentwurf zunächst keine finanzielle Erstattung vorgesehen. „Das hätte viele Rehakliniken auf Kurz oder Lang in den Bankrott getrieben. Davor haben wir gewarnt, weil unsere Mitarbeitenden Sicherheit brauchen. Das deutsche Gesundheitssystem braucht uns jetzt. Wir sind das Backup der Krankenhäuser“, so Ursula Becker.

Sicherheit an Mitarbeitende weitergeben
Das sahen offensichtlich die Politiker/innen auch so. Sie ergänzten im COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz eine Regelung, die die Leerstandsvergütung von 60% des durchschnittlichen Vergütungssatzes rückwirkend zum 16.03.20 vorsieht. „Wir haben damit jetzt Sicherheit, was die Vergütung von leeren Betten, Betten mit Corona-Patienten/innen und Reha-Patienten/innen betrifft. Diese Sicherheit können wir an unsere Mitarbeitende weitergeben. Es kommen noch genug Herausforderungen in den nächsten Wochen auf uns zu, für die wir unsere ganze Konzentration brauchen. Da ist es gut, wenn wir über Finanzierung nicht mehr nachdenken müssen. Wir stehen bereit“, zeigt sich Ursula Becker entschieden.

Dr. Becker Klinikgruppe
Die Dr. Becker Klinikgruppe ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln.  Deutschlandweit betreibt die Gruppe neun Rehabilitationseinrichtungen mit den Indikationen Orthopädie, Neurologie, Kardiologie und Psychosomatik sowie drei ambulante Therapiezentren. Mehr Informationen: www.dbkg.de

 

Quelle: Dr. Becker Klinikgruppe, 26.03.2020

 

 

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Online-Therapie macht Reha in der Corona-Krise sicher

MEDIAN Kliniken führen zum Schutz vor COVID-19 Therapiemaßnahmen verstärkt digital durch / Therapieplattform CASPAR Health macht sichere Tele-Rehabilitation für Patienten und Behandler möglich / Hersteller und Gesundheitsunternehmen verstärken Zusammenarbeit

Das Berliner E-Health-Unternehmen für Online Therapie, CASPAR Health und die MEDIAN Klinikgruppe beschleunigen ihre Zusammenarbeit, um über die digitale Therapieplattform die Versorgung der Patienten zu sichern und das medizinische Fachpersonal besser vor dem Virus Covid-19 zu schützen.

Die MEDIAN Kliniken und das Berliner Startup für Online Therapie, CASPAR Health, intensivieren wegen der rapiden Verbreitung des Virus COVID-19 ihre jüngst vereinbarte Kooperation. Mit Hilfe der digitalen Therapieplattform wird MEDIAN die Patientenversorgung ab sofort verstärkt digital unterstützen, so dass die Patientenversorgung sichergestellt und gleichzeitig das Klinikpersonal vor der Ansteckung durch das Virus besser geschützt werden kann. Dazu wird CASPAR Health nun sukzessive in den Kliniken von MEDIAN eingeführt. Allein in der vergangenen Woche wurden hierfür über 50.000 CASPAR Health-Accounts für Patienten an MEDIAN übergeben.

System ist vielseitig einsetzbar
Mit Hilfe der Software von CASPAR Health kann MEDIAN eine Vielzahl von Gruppentherapien ersetzen. Die Patienten führen die Therapiemaßnahmen – Schulungen, Vorträge und vieles mehr – mit der interaktiven Therapieplattform auf dem Patientenzimmer durch. „Mit unserem System helfen wir medizinischen Einrichtungen, ihre Patientenversorgung digital aufrecht zu erhalten und ihr medizinisches Personal zu schützen,“ sagt Max Michels, einer der Gründer von CASPAR Health, „die Patienten können weiter mit ihren Therapeuten interagieren, egal ob aus dem Zimmer im Krankenhaus oder von zuhause.“ „Wir konnten innerhalb von zwei Tagen alle Kliniken mit Caspar Health ausstatten und unsere Patienten versorgen”, freut sich Dr. Benedikt Simon, Geschäftsführer CDO von MEDIAN. „Die Therapieinhalte orientieren sich an den Reha-Therapie-Standards und wurden auch von unserem Ärzte- und Therapeutenteam geprüft. Unsere Teams in den Kliniken stehen über die Plattform im ständigen Austausch mit ihren Patienten und können alle Aktivitäten verfolgen, so dass die Betreuung, Begleitung und Überwachung der Therapie sichergestellt sind.“

Über MEDIAN
Die MEDIAN Kliniken gehören zu den besten Reha-Kliniken Deutschlands mit einer herausragenden Kompetenz bei Rehabilitation und Teilhabe. 2019 konnte sich zum dritten Mal rund ein Drittel der Rehakliniken auf vorderen Plätzen positionieren: 28 Spitzenplätze bei den Prüfungen durch die DRV Bund, vier neurologische Akutkliniken in den TOP 20 beim Ranking der F.A.Z. und 35 Siegerplätze unter den besten Reha-Kliniken 2020 des FOCUS sowie zahlreiche Regionalpreise. Rund 120 Kliniken und Einrichtungen, 18.500 Betten und Behandlungsplätzen sowie ca. 15.000 Beschäftigte in 13 Bundesländern machen MEDIAN zum größten privaten Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland.

Über CASPAR Health
CASPAR Health ist eine digitale Therapieplattform, die Menschen den einfachen Zugang zu einer medizinisch-therapeutischen Betreuung ermöglicht, damit Therapieerfolge nachhaltiger sichergestellt werden können. Mit Hilfe von CASPAR Health können medizinische Einrichtungen mit ihren Patienten Therapiemaßnahmen während des Krankenhausaufenthaltes und nach der Entlassung online durchführen. Die Leistungen werden von zahlreichen Versicherungen in den Bereichen Rehabilitation, Prävention und Nachsorge übernommen. Das Management bilden Maximilian Michels, Maximilian von Waldenfels, Benjamin Pochhammer und Dominik Blei.

Quelle: MEDIAN, 26.03.2020

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Suchtfachverbände appellieren gemeinsam: Versorgung von Suchtpatienten weiterführen

MÜNCHEN/SCHMALLENBERG/FURTH IM WALD. In der bedrohlichen Situation der aktuellen SARS-CoV-2 Pandemie sind alle Beteiligten des Gesundheitssystems gefordert zusammenzustehen und die Krise gemeinsam zu bewältigen. Die Kapazitätserweiterung für die Versorgung schwerst an Covid 19 Erkrankter hat dabei derzeit höchste Priorität. Die Einrichtungen der Suchtkrankenversorgung mit ihren Rehabilitationskliniken sind selbstverständlich bereit, ihren Beitrag hierzu zu leisten. Aber auch die Behandlung und Versorgung aller anderen Erkrankten muss, soweit es geht, weiterhin durchführbar sein.

Suchtkranke, die zumeist an weiteren, teils schweren psychischen und somatischen Erkrankungen leiden, sind dabei in der derzeitigen Notsituation besonderen Risiken ausgesetzt. Sie sind auf ein funktionierendes Suchtkrankenversorgungsnetz angewiesen. Aufnahmemöglichkeiten, insbesondere Notaufnahmen zur Entzugsbehandlung, qualifizierte Entzugsbehandlung, die Basisversorgung in den Suchtberatungsstellen und den psychiatrischen Institutsambulanzen, die Entwöhnungsbehandlungen sowie die ambulante und stationäre Vergabe von Substitutionsmitteln müssen auch in der jetzigen Pandemie-Krise kontinuierlich zur Suchtkrankenbehandlung zur Verfügung stehen.

Schon jetzt wächst durch die weitgehende Schließung oder Angebotsreduktion der Suchtberatungsstellen und die eingeschränkten Entgiftungs- und Entzugsmöglichkeiten sowie reduzierten oder aufgehobenen Aufnahmemöglichkeiten in Rehabilitationskliniken der Druck auf suchtkranke Menschen und auf die Einrichtungen der Suchtkrankenbehandlung, die erforderliche Versorgung sicher zu stellen.

Die Entwöhnungsbehandlung findet in Deutschland überwiegend im Rahmen der medizinischen Rehabilitation in dazu spezialisierten Abteilungen oder Rehabilitationskliniken statt. Sie stellt die eigentliche Behandlung der Grunderkrankung dar und ist unverzichtbar. Hierzu gehört auch die Mitbehandlung oft schwerer psychischer und somatischer Begleit- und Folgeerkrankungen.  Ein nicht unerheblicher Anteil der Suchtkranken auch in Rehabilitationskliniken ist wohnungslos, sozial entwurzelt oder lebt in prekären Wohnverhältnissen.

Für eine Versorgung akutmedizinisch-somatisch Erkrankter fehlt den Entwöhnungskliniken und Abteilungen die medizinische Infrastruktur. Das fachkompetente Personal ist nicht in ausreichender Zahl vorhanden. Ebenso fehlt es an erforderlicher Schutzausrüstung und medizintechnischer Ausstattung. Die Schließung von Entwöhnungskliniken und Abteilungen, wie sie von den zuständigen Behörden in einigen Regionen Deutschlands bekannt gegeben wurde, ist aus unserer fachlichen Sicht nicht geeignet zur Eindämmung der Pandemie und zur Schaffung von qualifizierten Ersatzkapazitäten für die stationäre Versorgung akutmedizinisch Erkrankter.

Hingegen entlastet die originäre Arbeit mit den schwer Suchtkranken die Gesellschaft und akut-medizinische Einrichtungen. Viele der in unseren Einrichtungen behandelten Patientinnen und Patienten haben krankheitsbedingt unbehandelt erhebliche Schwierigkeiten, sich zu Hause selbst zu versorgen. Bei vorzeitiger Entlassung drohen Rückfall und hohe Eigengefährdung, verbunden mit der verminderten Fähigkeit, Grenzen und Regeln einzuhalten, auch Fremdgefährdungen sind nicht auszuschließen. Bei Zusammenbruch der Suchtkrankenversorgung droht eine zusätzliche Belastung des akutmedizinischen somatischen und psychiatrischen Versorgungssystems. Der Abbau der Suchtkrankenversorgung ist somit nicht geeignet, die Pandemie einzudämmen, vielmehr führt er zu weiteren Risiken und birgt die Gefahr, den gesundheitlichen Schaden für die Betroffenen, ihre Angehörigen und die Gesellschaft zu erhöhen.

Wir appellieren dringend an die politisch Verantwortlichen, in ihren Überlegungen zur Schaffung von Ersatzversorgungskapazitäten für Akutmedizin differenziert vorzugehen und eine ausreichende Versorgung aller Suchtkranker sicher zu stellen.

Deutsche Suchtmedizinische Gesellschaft (DSMG) e.V.
Dr. med. Dieter Geyer
Präsident, Ärztlicher Direktor Johannesbad Fachkliniken Fredeburg und Holthauser Mühle
Johannesbad Adaption Dortmund
Zu den drei Buchen 1
57392 Schmallenberg

Dachverband der Suchtfachgesellschaften (DSG)
Professor Dr. med. Markus Backmund
Präsident
Tal 9, Rgb
80331 München

Deutscher Bundesverband der Chefärztinnen und Chefärzte der Fachkliniken für Suchtkranke
DBCS e.V.
Dr. med. Welf Schroeder
Präsident
Mühlental
57629 Wied

Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe (buss) e.V.
Dr. med. Wibke Voigt
Vorsitzende
Heidhauser Straße 273
45239 Essen

Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) e.V.
Prof. Dr. med. Rainer Thomasius
Präsident
Martinistraße 52
Gebäude W29 (Erikahaus)
20246 Hamburg

Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS) e.V.
Professor Dr. med. Markus Backmund
1. Vorsitzender
Tal 9, Rgb
80331 München

Deutsche Gesellschaft für Suchtpsychologie (DG SPS) e.V.
Dr.phil. Gallus Bischof
Präsident
Ratzeburger Allee 160
23538 Lübeck

Deutsche Suchtmedizinische Gesellschaft (DSMG) e.V.
Dr. med. Dieter Geyer
Präsident
Zu den drei Buchen 1
57392 Schmallenberg

Fachverband Sucht e.V.
Dr. phil. Volker Weissinger
Geschäftsführer
Walramstraße 3
53175 Bonn

Quelle: Johannesbad Gruppe, 24.03.2020

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Asklepios fordert Änderungen am COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz – Rehakliniken droht das finanzielle Aus

Reha-Kliniken werden von der Politik in der aktuellen Corona-Krise vergessen
Einbindung in die Patientenversorgung geschieht nur halbherzig

Bund und Länder stehen in der Pflicht, die Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems in der aktuellen Ausnahmesituation zu schützen. Nach wie vor ist nicht gesichert, wie Rehakliniken in den nächsten Wochen ihre rund 120.000 Ärzte und Pfleger bezahlen können. Der vorliegende Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums enthält weiterhin keine existenzsichernden Maßnahmen für alle Rehakliniken. Die Politik hat die Verantwortung für die Rettung der Rehakliniken an Bundessozialminister Hubertus Heil geschoben. Doch das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) vorgelegte Sozialschutzpaket ist völlig unzureichend, um das Überleben der Rehakliniken und die Arbeitsplätze der Ärzte und Pfleger der Rehaeinrichtungen zu sichern. Das deutsche Gesundheitssystem braucht in der aktuellen historischen Krise dringend alle Kapazitäten und einen konsistenten Rettungsschirm.

“Die zuständigen Minister Spahn und Heil verkennen den Ernst der Lage. Die Reha-Kliniken laufen seit Wochen leer und haben ihre Rücklagen längst aufgezehrt. Den Einrichtungen läuft die Zeit davon. Ohne eine schnelle unbürokratische Hilfe werden bereits in wenigen Tagen bundesweit zahlreiche Gesundheitseinrichtungen in Zahlungsschwierigkeiten geraten, Kurzarbeit anordnen und Ärzte, Pfleger und Therapeuten entlassen müssen”, sagt Kai Hankeln, CEO von Asklepios.

Die stationären Vorsorge- und Rehakliniken haben in den vergangenen Wochen bundesweit intensive Vorarbeit geleistet, um während der Corona-Pandemie Krankenhäuser unterstützen und einen wesentlichen Beitrag bei der Patientenversorgung leisten zu können. Diese wichtige Säule für den drohenden Katastrophenfall droht schon zuvor irreparablen Schaden zu nehmen.

Aufgrund der eigentlich hohen Kalkulierbarkeit der Nachsorge von geplanten medizinischen Eingriffen beruhen die Vergütungsmodelle nahezu auf einer Vollauslastung der Betten im Normalbetrieb. Bereits jetzt stehen aber die meisten Betten leer. Die im Sozialschutzpaket vorgesehene pauschale Abgeltung von 75 % deckt die laufenden Kosten bei Weitem nicht. Die Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen benötigen analog zu den Akutkliniken zwingend einen gleichwertigen finanziellen Ausgleich der durchschnittlichen Tagessätze für nicht belegte Betten zur Sicherstellung ihrer Betriebs- und Versorgungsbereitschaft.

Zugleich berücksichtigt das Sozialschutzpaket ausschließlich finanzielle Hilfen für Häuser, die von der Deutschen Rentenversicherung anerkannt sind. Damit ist ein großer Teil der Vorsorge- und Rehakliniken in Deutschland der Krise schutzlos ausgesetzt. Die betroffenen Häuser zählen vielfach zu den medizinisch-führenden Einrichtungen der Bundesrepublik. Gleichermaßen ist unverständlich, weshalb die Politik das Potenzial der Rehakliniken als Reservekapazität ignoriert. Auch die aktuelle Vorlage des Krankenhausentlastungsgesetzes sieht lediglich eingeschränkte Möglichkeiten für die Bundesländer vor, ausgewählte Reha-Einrichtungen zur Unterstützung der Akutkliniken einzubinden und unter den Schutzschirm nehmen zu können.

“Wir müssen die absurde Situation verhindern, dass dringend benötigte Ärzte und Pflegekräfte mitten in der Krise entlassen oder in Kurzarbeit geschickt werden. Das politische Klein-Klein muss ein Ende haben. In der aktuellen Krise muss Deutschland alle Behandlungsmöglichkeiten in zugelassenen Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken in einem Rettungsschirm bündeln”, so Hankeln weiter.

Besuchen Sie Asklepios im Internet, auf Facebook oder YouTube:
www.asklepios.com
https://gesundleben.asklepios.com/
www.facebook.com/asklepioskliniken
www.youtube.com/asklepioskliniken

 

Quelle: presseportal.de, 24.03.2020

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Westallgäuer Kliniken rüsten sich für den Notfall

Martin Schömig, Klinikmanager der Paracelsus-Klinik Scheidegg

Die Coronavirus-Pandemie breitet sich mehr und mehr aus. Daher haben Bund und Länder beschlossen, auch Reha-Kliniken im Ernstfall für die Versorgung von Patienten aus Akutkliniken heranzuziehen. Noch vor einer zu erwartenden behördlichen Anordnung der Landesregierung kamen deshalb die Klinikleitungen der Rotkreuzklinik Lindenberg, der Paracelsus-Klinik Scheidegg, der Fachklinik Lindenberg Ried sowie der Panorama Fachkliniken in Scheidegg erstmals am 18. März 2020 zusammen, um sich intensiv über die aktuelle Lage auszutauschen. Geplant sind eine abgestimmte Patientenversorgung und gegenseitige Unterstützung der Akut- und Rehakliniken angesichts der Pandemie.

Zwar gibt es noch keine behördliche oder durch die Landesregierung angeordnete Vorgabe. Dennoch wollen die Westallgäuer Kliniken für den Fall gerüstet sein, falls Akutkliniken durch die Versorgung und Behandlung von Corona-Patienten an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen und die Versorgung von Patienten mit anderen Erkrankungen nicht mehr allein gewährleisen können. Bei dem Krisentreffen vereinbarten die Kliniken im Falle einer Zunahme von Patienten mit Coronapositiven Lungenerkrankungen eine kleine Anzahl von Patienten, die keine intensivmedizinische Versorgung mehr benötigen, aber noch nicht ambulant weiter betreut werden können, indikationsspezifisch in eine der Reha-Klinik zu verlegen.

Das Personal von Reha-Kliniken, insbesondere Ärzte und Pflegekräfte, haben – infolge ihrer akutmedizinischen früheren Ausbildung und Tätigkeit – die Kompetenz, diese Patienten zu behandeln und zu betreuen. „In der momentanen Situation haben wir durch den Aufnahmestopp in unseren Reha-Kliniken ausreichend Kapazitäten, so dass unsere Teams sich sorgfältig auf die veränderten Aufgabenstellungen vorbereiten können“, erklärt Klinikmanager Martin Schömig von der Paracelsus-Klinik Scheidegg den sofortigen Beginn der Aufnahmen. Onkologische Patienten mit erhöhtem Infektrisiko, welche z.Zt. ambulant in der Rotkreuz-Klinik versorgt werden, könnten zudem ambulant die weitere Therapie in der onkologischen Ambulanz der Paracelsus-Klinik in Scheidegg erhalten.

Falls sich das Virus sehr schnell verbreiten wird, werden die Akutkliniken wahrscheinlich nicht mehr in der Lage sein, alle Erkrankten, also auch Patienten mit anderen Erkrankungen, alleine behandeln zu können. Dann müssen Patienten in andere Einrichtungen verlegt werden Die Westallgäuer Kliniken stehen mit der gemeinsamen Initiative solidarisch zusammen, um eine möglichst optimale Patientenversorgung auch in einer Ausnahmesituation gewährleisten zu können: „Wir finden es besser, wenn Patienten in dieser Situation in Reha-Kliniken verlegt werden, wo sie die entsprechende medizinische und pflegerische Kompetenz vorfinden, als dass man Patienten in Messehallen behandelt“, erklärt Dr. Stephan Weitzel, Kommissarischer Leiter der Notaufnahme in der Rotkreuzklinik Lindenberg. Je nach Spezialisierung der aufnehmenden Reha-Kliniken werden die Patienten aus den Akuthäusern entsprechend verteilt.

„Selbstverständlich erfolgt im Moment die Verlegung in eine Rehaklinik nur mit Zustimmung des Patienten“, betont Martin Schömig, Klinikmanager der Paracelsus-Klinik Scheidegg. „Wir hoffen hier auch auf das Verständnis der Patienten“, ergänzt Dr. Stephan Weitzel von der Rotkreuzklinik Lindenberg und meint weiter: „Sie unterstützen uns damit enorm bei der Vorbereitung auf eine Situation, die im Moment noch niemand einschätzen kann.“

Über die Paracelsus-Klinik Scheidegg
Die Paracelsus-Klinik Scheidegg hat sich in den vergangenen fast fünf Jahrzehnten durch die kontinuierliche Anpassung ihrer Therapiekonzepte und der steten Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter zu einer der profiliertesten Rehabilitationskliniken in der Tumornachsorge entwickelt. Patientinnen und Patienten aus ganz Deutschland vertrauen auf die Kompetenz und die herzliche Behandlung in der Klinik. Schwerpunkte sind insbesondere Brustkrebs, gynäkologische Tumore sowie Krebsformen der Verdauungsorgane. Maßnahmen zur beruflich orientierten Rehabilitation gewinnen dabei angesichts zunehmend besserer Prognosen für onkologische Patienten mehr und mehr an Bedeutung. Mit ihrem hervorragenden Rehabilitationskonzept konnte die Klinik seit Jahren die Auslastung und Patientenzufriedenheit hoch halten. Auch die für eine Reha-Klinik optimale Lage in einem heilklimatischen Kurort sorgt für zusätzliche Zufriedenheit bei den Patienten. Die Klinik ist Kooperationspartner zahlreicher Brust, Darm und Tumorzentren in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Kostenträger sind die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung, besonders die Arbeitsgemeinschaft für Krebsbekämpfung in Nordrhein-Westfalen als Hauptbelegungsträger; darüber hinaus die Deutsche Rentenversicherung Bund, die regionalen Rentenversicherungsträger vor allem in Schwaben (Augsburg) und Baden-Württemberg (Stuttgart) sowie die Beihilfestellen der Länder. Ferner wird die Klinik von Krankenkassen aus den Nachbarländern belegt.

Die Paracelsus Kliniken zählen mit 34 Einrichtungen an insgesamt 18 Standorten zu den großen privaten Klinikträgern in Deutschland. Bundesweit betreuen rund 4.500 Mitarbeiter jährlich knapp 90.000 stationäre Patienten. Die Konzernzentrale hat ihren Sitz in Osnabrück, wo auch die Verwaltung untergebracht ist. Die Paracelsus Kliniken wollen der Gesundheitspartner der Wahl für ihre Patienten und der Arbeitgeber der Wahl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein. Die Paracelsus Kliniken gehören zur familiengeführten Beteiligungsgesellschaft Porterhouse, die Nachhaltigkeit, generationenübergreifendes Denken und unternehmerisches Verständnis auszeichnet.

Über die Rotkreuzklinik Lindenberg
Die gemeinnützige Rotkreuzklinik Lindenberg der Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz e. V. ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung. Sie verfügt über 174 Betten in den Hauptabteilungen Innere Medizin, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Anästhesie, Radiologie und Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Hinzu kommen die Belegabteilungen für Urologie und Kinderheilkunde. Die Rotkreuzklinik Lindenberg ist Teil des Verbunds der Kliniken der Schwesternschaft München, zu dem außerdem das Rotkreuzklinikum München, die Rotkreuzklinik Wertheim und die Rotkreuzklinik Würzburg gehört.

 

Quelle: Gemeinsame Pressemeldung der Paracelsus-Klinik Scheidegg, der Rotkreuzklinik Lindenberg, der Fachklinik Lindenberg Ried und den Panorama Fachkliniken Scheidegg, 24.03.2020

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Land muss die bayerischen Reha-Kliniken retten!

VPKA und Johannesbad Gruppe kritisieren Rettungsschirm des Bundes – sie fordern Gleichstellung mit Akut-Kliniken

MÜNCHEN. Die Politik stützt sich auf das Gesundheitswesen, um die Pandemie zu bewältigen. Doch Krankenhäuser und Reha-Kliniken fühlen sich im Stich gelassen. Die Gesetzesvorlage zum Covid-19 Krankenhaus-Entlastungsgesetz, die gestern (Montag, 23. März) im Bundeskabinett beschlossen werden soll, lässt vor allem die Reha-Kliniken im Regen stehen. „Wir sollen zwar in die Krankenhausversorgung integriert werden, erhalten dafür aber trotz weiterlaufender Kosten keinen finanziellen Ausgleich“, erklärt Dr. York Dhein Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe und Mitglied im Vorstand des Verbands der Privatkrankenanstalten in Bayern e.V. (VPKA). Nun fordert der VPKA bei der bayerischen Staatsregierung Unterstützung ein.

„Die Reha-Kliniken, die medizinisch dazu in der Lage sind, stehen bereit, um im Ernstfall mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu helfen. Sie leisten damit auch den bereits bestehenden Anordnungen des bayerischen Gesundheitsministeriums Folge“, sagt Dr. Ann-Kristin Stenger, Hauptgeschäftsführerin des VPKA. Wie in vielen Reha-Einrichtungen mussten auch in den Johannesbad Fachkliniken Reha-Maßnahmen abgebrochen werden, Neuaufnahmen wurden und werden massiv heruntergeschraubt. „Planbare Operationen in Akut-Krankenhäusern bleiben aus – die Anschlussheilbehandlungen erfolgen nicht“, erklärt York Dhein und sagt: „Die frei werdenden Betten bleiben also erstmal leer.“ So könnten in den Reha-Kliniken Corona-Patienten aus den umliegenden Krankenhäusern aufgenommen und versorgt werden. Die Reha-Kliniken sehen dies auch als ihre Aufgabe und Verpflichtung in der derzeitigen Corona-Krise.

„Doch auch wenn diese Unterstützung für uns eine Selbstverständlichkeit darstellt, ist diese mit einem großen finanziellen Aufwand gekoppelt, der nur sehr schwer zu stemmen ist. Die Zahlungsfähigkeit muss gerade in dieser Situation dringend gesichert bleiben. Die Hoffnung, dass die Bundesregierung den Kliniken hier helfend beisteht, wurde am Wochenende weitgehend zerschlagen“ berichtet Stefan Scharl, zweiter Vorsitzender des VPKA und Geschäftsführer der Reha-Zentren Passauer Wolf. Gemeinsam mit den Kollegen von der Johannesbad Gruppe wendet er sich jetzt an den Freistaat.

Für das Freihalten von Ressourcen sieht der Gesetzesentwurf keinen Ausgleich vor und die angekündigten Pauschalbeträge für die Behandlung von Covid-19-Patienten sind für alle Leistungserbringer unzureichend, um die Krise wirtschaftlich zu überstehen. „Das gefährdet nicht nur Arbeitsplätze konkret, sondern auch die Sicherung der Gesundheitsversorgung“, macht York Dhein deutlich. Er fordert: „Die Rehabilitation braucht jetzt einen ernstzunehmenden Rettungsschirm!“ Die Branche setzt ihre Hoffnungen auf den Ministerrat in Bayern, der für heute, Dienstag, 24. März, Beschlüsse angekündigt hat. „Es geht hier in keiner Weise um Einzelinteressen, sondern um den nötigen Rückhalt für die Reha-Kliniken und ihre Mitarbeitenden in Bayern, die ihren Teil zur Bewältigung der Pandemie leisten werden“ betont Dr. Ann-Kristin Stenger. „Nur Bayern kann die bayerischen Rehakliniken noch retten!“

@rehamachtsbesser #rehahilft #coronahelden #WIRstattICH

 

Quelle: Johannesbad Gruppe, 24.03.2020

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Rehakliniken können ab sofort kostenlos über die Recare-Plattform auch Überleitungsanfragen für Kurzzeitpflege erhalten.

Berlin, 7. Februar 2020 Die derzeitige Situation im Rahmen der Corona-Krise stellt Akutkliniken vor große Herausforderungen im Entlassmanagement. Betten müssen für die Covid-19 Versorgung bereitgestellt werden, Pflegeheime sind aufgrund der Gefahrenlage jedoch noch begrenzter aufnahmefähig als bereits vorher.

Gleichzeitig droht durch den Wegfall elektiver Eingriffe in Akuthäusern auch vielen Rehabilitationskliniken auch eine niedrige Auslastung.

Die Recare Deutschland GmbH („Recare“) bietet daher allen Rehakliniken in Deutschland an, sich neben dem Empfang von Anfragen zur Anschlussheilbehandlung nun auch für Kurzzeitpflegeanfragen aus Akutkliniken auf der Recare-Plattform zu registrieren. So kann ein Beitrag dazu geleistet werden, die Kapazitäten von Krankenhäusern für Patienten mit pflegerischem Nachversorgungsbedarf zu entlasten und somit die Schaffung von Versorgungsmöglichkeiten von Covid19-Patienten im Akutsektor zu unterstützen.

Für eine Registrierung, Beratung, Anregungen oder offene Fragen können Rehabilitationskliniken sich jederzeit per Email an reha@recaresolutions.com wenden.

Ziel von Recare ist es, die politischen Maßgaben zur Krisenbewältigung zu jeder Zeit in vollem Umfang zu unterstützen. In Abstimmung mit diesen kann die Funktionalität der Plattform jederzeit
weiter angepasst oder verändert werden.

Über Recare
Recare betreibt die größte digitale Plattform für Überleitungsmanagement aus dem Krankenhaus in Deutschland und verbindet über 11.000 Gesundheitseinrichtungen – darunter Krankenhäuser,
Rehakliniken, Pflegeheime und Pflegedienste miteinander.

Quelle: Recare, 23.03.2020

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„Wir können helfen! Wenn man uns lässt.“

Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe. Foto: Johannesbad

Reha-Kliniken als Stütze des Gesundheitssystems – Johannesbad  Gruppe kann in Corona-Krise unterstützen – aber statt auf Corona-Patienten müssen sich Einrichtungen auf Pleite vorbereiten

  • BDPK fordert Einbindung der Reha-Kliniken in Rettungsschirm
  • Entlastung der Akut-Kliniken durch Reha-Einrichtungen
  • Johannesbad Gruppe kann Gesundheitssystem an neun Standorten entlasten

MÜNCHEN. Stationäre Vorsorge- und Rehakliniken wie die der Johannesbad Gruppe stehen bereit, um während der Corona-Pandemie Krankenhäuser zu entlasten. Aber! Die Vorsorge- und Rehakliniken wurden in dem vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) am Sonntag (22. März) veröffentlichten Referentenentwurf des COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz nahezu vergessen. Auch der überarbeitete Entwurf sieht keine Lösung vor. Der Gesetzentwurf lässt die Reha-Einrichtungen und -Fachkliniken allein mit der Frage, wie sie in den nächsten Wochen ihre rund 120.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezahlen können. Vom Staat gibt es für sie bislang keine Unterstützung. „Das kann und darf nicht sein“, betont Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe. Die Johannesbad Gruppe zählt zu den größten Rehabilitationsanbietern Deutschlands. Sie vereint an elf Standorten: neun Fach- und Rehabilitationskliniken, eine Adaptionseinrichtung, zwei Einrichtungen für ambulante Therapie- und Gesundheitsdienstleistungen und vier medizinische Fachschulen für Physio- und Ergotherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister. „Unsere Fachkliniken und das Personal sind für das deutsche Gesundheitssystem unverzichtbar!“ betont er, „Von daher sollte uns eine vergleichbare Sicherheit gegeben werden“, betont er.

Reha-Kliniken erhalten Gesundheit und Teilhabe
Die vorgesehene Einbindung der Vorsorge- und Rehabilitationskliniken in die aktuelle Patientenversorgung geschieht bisher kaum; Reha-Patienten werden – sofern medizinisch vertretbar – aus Corona-Präventionsgründen nach Hause geschickt oder in Akut-Kliniken verlegt, geplante Operationen werden in Akutkliniken verschoben, die Nachsorge fällt aus: All das führt Reha-Kliniken bei fehlender finanzieller Absicherung innerhalb weniger Wochen in die Insolvenz. „Dringend benötigte Ärzte und Pflegekräfte müssten wir als Folge in der akuten Krise, in der jede Hand gebraucht wird, nach Hause schicken“, erklärt der Vorstandsvorsitzende. Dabei liegen in der konsequenten Einbindung der Vorsorge- und Rehabilitationskliniken sowie der Krankenhäuser nach § 30 GewO enorme Chancen: Insgesamt verfügt Deutschland über 167.000 Betten in rund 1.000 Einrichtungen mit rund 120.000 Mitarbeitern (Köpfe). Die Unterstützung und Entlastung der Akutkrankenhäuser bleibe bei der jetzigen Regelung der Bundesregierung zur Corona-Unterstützung betroffener Einrichtungen und Unternehmen  aus, die Potentiale werden nicht erschlossen. Existenzen und vor allem Patientenleben stehen dadurch auf dem Spiel. York Dhein sagt: „Zudem darf man das gut funktionierende System der Vorsorge- und Rehabilitation, um das uns andere Länder beneiden, nicht zerschlagen, denn es wird auch eine Zeit nach der Krise geben: In der Anschlussheilbehandlung nach Krankenhausaufenthalten stellen wir sicher, dass die Menschen wieder rasch ins Leben zurückfinden.“ Darüber hinaus habe die Rehabilitation nachgewiesen ausgesprochen hohe positive volkswirtschaftliche Effekte.

„Es bedarf einer besonderen gemeinsamen Kraftanstrengung und einer klaren Politik, die alle Behandlungsmöglichkeiten in zugelassenen Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken bündelt. Das Gesetz muss unbedingt angepasst werden!“, appelliert BDPK-Präsidentin Dr. med. Katharina Nebel an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. „Wir stehen mit unseren Einrichtungen bereit, um, wo immer sinnvoll und möglich, zu helfen, um die Krise zu meistern! Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um Patienten mit der Diagnose Covid-19. Wir haben unverändert die Herausforderung, ein komplexes System am Laufen zu halten. Denn die Rehabilitation ist ein wichtiger Bestandteil dieses Systems.“, stellt Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe klar.

Quelle: Johannesbad Gruppe, 23.03.2020

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Stellungnahme des Fachverbandes Sucht e.V. zum COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz

„Entwurf eines Gesetzes zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen der Krankenhäuser und weiterer Gesundheitseinrichtungen (COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz) -Stellungnahme des Fachverbandes Sucht e.V. (FVS)

Der FVS gegrüßt grundsätzlich, dass möglichst rasch gesetzliche Regelungen zur Schaffung erforderlicher Behandlungskapazitäten angesichts der Corona Pandemie getroffen werden, und Bundesminister Jens Spahn am letzten Samstag einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgelegt hat. Die dort getroffenen Regelungen sind allerdings unzureichend und müssen zum einen den Erhalt der Liquidität der bestehenden Krankenhaus- und Rehabilitationsstrukturen gewährleisten, und zum anderen bei der Schaffung zusätzlicher Kapazitäten auch die Belange der chronisch kranken Patienten/ innen in den Rehabilitationseinrichtungen, die eines besonderen Schutzes bedürfen, beachten. Näheres ist der beigefügten Stellungnahme zu entnehmen.

Entwurf eines Gesetzes zum Ausgleich COVID


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Dr. Weissinger
Geschäftsführer
Fachverband Sucht e.V.
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Telefon: 02 28/26 15 55
v.weissinger@sucht.de

Quelle: Fachverband Sucht e.V., 22.03.2020

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