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Die Reha ist sicher – DEGEMED bietet „Checkliste Infektionsschutz“ für unentschlossene Rehabilitanden

Foto: Andrey Popov (Adobe Stock)

DEGEMED mahnt unentschlossene Rehabilitanden vor zu langem Aufschub wichtiger Reha-Maßnahmen. Verzögerung aufgrund der Sorge, sich in Pandemiezeiten in einer Reha-Einrichtung zu infizieren, fördere den Genesungsprozess nicht, sondern verschlechtere ihn. Bisherige Erfahrungen zeigten ein generell niedriges Infektionsrisiko in Reha-Einrichtungen.

Die „Checkliste Infektionsschutz“ (siehe Anlage) umfasst zehn Punkte mit kurzen Erläuterungen. Dieser Kriterienkatalog ist als Entscheidungshilfe für Rehabilitanden und deren Angehörige gedacht. Diese können mit seiner Hilfe eine ausgewählte Einrichtung vor Reha-Antritt prüfen. Wenn die Reha-Klinik die Punkte erfüllt, dann stellt sie einen guten Standard sicher und vermeidet Infektionsrisiken.

Die Mehrzahl der Reha-Einrichtungen hat sich bereits seit Frühsommer 2020 mit strengen Hygienekonzepten und Abstandsvorschriften auf die Pandemie eingestellt und ist anschließend – auch in Zusammenarbeit mit den lokalen Gesundheitsämtern – jeden Entwicklungsschritt mitgegangen. Neben Maskenpflicht und kürzeren Reinigungsintervallen heißt das unter anderem, dass sich Hygiene-Abstände durch geteilte Therapiegruppen und Essenszeiten im Mehr-Schichten-System etabliert haben. Darüber hinaus sollten Rehabilitanden in spe aber auch auf ein striktes Aufnahme-Management, regelmäßige Testungen von Mitarbeitern und Rehabilitanden, die Quarantäne von Infizierten und den Impfstatus der Belegschaft achten. Diese Angaben sind zumeist auf den Websites der Einrichtungen zu finden oder können / sollten telefonisch oder per Mail nachgefragt werden.

DEGEMED-Vorstandsvorsitzende Dr. Constanze Schaal setzt auf Transparenz: „Wir erleben täglich, dass Patientinnen und Patienten viele Fragen im Umgang mit der Pandemie und zur Sicherheit in den Einrichtungen haben. Wir wollen als DEGEMED dafür sorgen, dass Rehabilitanden verstehen, was sie in der Einrichtung erwartet. Und wir wollen sie überzeugen, dass sie sich der Einrichtung anvertrauen dürfen. Dafür werden wir transparent machen, mit welchen Maßnahmen die Einrichtungen für Patientensicherheit sorgen und Infektionsrisiken vermindern.“

Hintergrund
Die medizinischen Reha-Einrichtungen stehen seit Beginn der Pandemie im vergangenen Jahr bei der Bewältigung dieser Krise in der ersten Reihe. Sie sichern die Regelversorgung für chronisch Kranke oder für Patienten im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt, etwa nach einem Herzinfarkt, nach einem Schlaganfall oder nach einer Krebserkrankung. Im vergangenen Jahr betraf das trotz der Corona-Pandemie mehr als eine Million Menschen.

Anlage

Checkliste „Infektionsschutz in Reha-Einrichtungen“

1. Wie schützen Mitarbeiter und Rehabilitanden der Einrichtung sich und andere? Wie sieht das Hygienekonzept aus und wo ist es nachzulesen?
Jede Einrichtung muss ein Hygienekonzept haben. Das fordern die Gesundheitsämter. In diesem Hygienekonzept beschreibt die Einrichtung, wie sie Mitarbeiter und Rehabilitanden mit Masken und Schutzbekleidung ausstattet. Daneben gehören auch Händedesinfektion, Reinigungs- und Lüftungsintervalle sowie der Umgang mit Speisen dazu.

2. Werden Abstandsregeln streng eingehalten?
Um Infektionsrisiken zu vermeiden, muss die Einrichtung zu jedem Zeitpunkt sicherstellen, dass ausreichende Abstände eingehalten werden. Das kann sie tun, indem sie die An- und Abreisetage stärker reglementiert, ein Wege-Leitsystem in Gängen und Fluren etabliert, Therapiegruppen teilt und Essenszeiten in Mehr-Schichten-Systemen organisiert.

3. Wie sieht die Informationspolitik zu Corona des Hauses aus?
Über die aktuelle Infektionslage sollte die Einrichtung regelmäßig nicht nur Mitarbeiter, sondern auch die Rehabilitanden informieren. Die Mitarbeiter sollten natürlich auch darüber aufgeklärt sein, wie sie mit Infektionsfällen umgehen.

4. Wie gestaltet sich das Aufnahmemanagement bei Antritt der Reha?
Hier kommt es darauf an, dass die Einrichtung bei Antritt der Rehabilitation nur Rehabilitanden mit einem aktuellen, negativen Test die Rehabilitation beginnen lässt − entweder durch Mitbringen eines aktuellen, negativen Tests oder durch einen Test vor Ort.

5. Gibt es von Seiten der Reha-Einrichtung Unterstützung für eine pandemiegemäße Anreise?
Manche Kliniken bieten einen eigenen Fahrdienst bei der An-und Abreise für den Transport von und zum Bahnhof an.

6. Wie oft werden Mitarbeiter und Rehabilitanden getestet?
Tests ohne das Vorliegen konkreter Symptome sollten in der Regel wöchentlich stattfinden.

7. Wie wird mit Verdachtsfällen oder positiv getesteten Mitarbeitern und Rehabilitanden umgegangen?
Verdachtsfälle oder positiv getestete Rehabilitanden begeben sich innerhalb der Einrichtung in Quarantäne. Die Mitarbeiter begeben sich in häusliche Quarantäne.

8. Wird unbefugten Dritten der Zutritt auf das Gelände / in die Klinik verwehrt?
Seit Beginn der Pandemie müssen die Einrichtungen sicherstellen, dass Unbefugte das Klinikgelände und die Einrichtungsgebäude nicht betreten. Einrichtungen sind dazu angehalten, dies auch zu kontrollieren.

9. Wie sehen die Regeln für Besucher aus?
Jede Einrichtung muss eindeutig regeln und transparent kommunizieren, wo sich Rehabilitanden und Besucher begegnen können und wie die Abstands- und Hygieneregeln dabei eingehalten werden.

10. Wie ist der Impfstatus der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
Inzwischen sind einige Reha-Einrichtungen bereits in der Lage gewesen, den Mitarbeitern ein Impfangebot zu machen. Das ist aber regional sehr unterschiedlich. Bundesweit ist die Impfquote in Reha-Einrichtungen daher noch nicht hoch. Das liegt v.a. an der noch nicht ausreichenden Verfügbarkeit von Impfstoffen.

(Stand: 02.03.2021)

https://www.degemed.de/die-reha-ist-sicher-degemed-bietet-checkliste-infektionsschutz-fuer-unentschlossene-rehabilitanden/

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Post-COVID-Rehabilitation: DEGEMED mit einer der ersten Fachtagungen

Am Mittwoch, 10.02.2021, fand im Rahmen der DEGEMED-Webinar-Reihe: „Corona – Von der Krise zur Chance“ die Online-Fachtagung „Post-COVID-Reha – Herausforderung für die medizinische Rehabilitation“ statt.

Helmut Schröder, Stellvertretender Geschäftsführer Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO), Berlin, gab zu Beginn der Veranstaltung einen Überblick über „Covid-19 unter den Beschäftigten in Deutschland in 2020“: „Insgesamt erhielten von den 13,2 Millionen AOK-versicherten Erwerbstätigen von März bis Oktober 2020 circa 155.610 Beschäftigte von einem Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Zusammenhang mit einer Covid-19-Diagnose. Auch wenn damit nur vergleichsweise wenige Beschäftigte betroffen sind, kann eine Covid-19-Infektion mit Risiken verbunden sein. Bei fast jedem siebten AOK-versicherten Beschäftigten, der vom Arzt wegen einer Covid-19-Erkrankung als arbeitsunfähig erklärt wurde, machte ein besonders schwerer Verlauf der SARS-CoV-2-Infektion einen Krankenhausaufenthalt notwendig (13,6 Prozent). Die gravierenden Auswirkungen der Erkrankung zeigen sich auch in der hohen Sterblichkeitsrate der stationär behandelten Beschäftigten, die bei 3,3 Prozent lag. AOK-versicherte Erwerbstätige, die im Frühjahr 2020 wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden mussten, wiesen auch nach der stationären Behandlung lange krankheitsbedingte Fehlzeiten in ihren Betrieben auf.“

Für die neue Patientengruppe „Genesene Covid-19-Patienten“, die mit Langzeitfolgen zu kämpfen haben, bietet die Rehabilitation in mehrfacher Hinsicht Chancen, deren medizinische Versorgung zu unterstützen und langfristig zu verbessern.

Das betonte auch Dr. Jördis Frommhold, Chefärztin der Abteilung für Atemwegserkrankungen und Allergien, MEDIAN Klinik Heiligendamm, mit ihrem Beitrag „Genesen ist nicht gesund – Effizienz der Post-Covid-Rehabilitation“: „Es wird zunehmend ersichtlich, dass von Covid genesen nicht immer gleichbedeutend ist mit vollständiger Gesundung. Erste Studien zu Langzeitfolgen zeigen besorgniserregende Ergebnisse. Wir haben in Deutschland eine gut entwickelte Reha- und Nachsorgestruktur. Erste Forschungsergebnisse aus unserer Klinik zeigen, dass Postcovid-Rehabilitation effizient ist. Diese Erkenntnisse wollen wir in der aktuellen Multicenterstudie in Zusammenarbeit mit der Sozialmedizin der Universität Lübeck weiter spezifizieren, insbesondere auch in Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Rehabilitation und die Wiedereingliederung. Patienten mit Long-Covid-Symptomen können behandelt werden, der Bedarf muss nur erkannt und die richtige weitere Therapie eingeleitet werden.“

Das neue Krankheitsbild und die oftmals mit ihm verbundene Verknüpfung verschiedener Indikationen sowie die zahlreichen zu erwartenden Patientinnen und Patienten, stellen die Branche dabei vor besondere Herausforderungen.

„Erfahrungen mit der (Anschluss-) Rehabilitation von COVID-19-Patienten – Praxisbericht und erste Ergebnisse einer laufenden prospektiven Post-Covid-Studie“, vermittelte Dr. Konrad Schultz, Chefarzt Klinik Bad Reichenhall der DRV Bayern Süd, Zentrum für Rehabilitation, Pneumologie und Orthopädie, Bad Reichenhall: „Viele Covid-Patientinnen und -Patienten sind nach Überstehen der Akutphase ‚nicht gesund‘, sondern leiden unter vielfältigen Symptomen und Krankheitsfolgen. Dies betrifft Patientinnen und Patienten nach notwendiger Krankenhausbehandlung, aber auch Erkrankte, die ausschließlich ambulant behandelt wurden.“

Die Praxis ist also dabei, erste Konzepte zu erproben, die Forschung teilt ihre Erkenntnisse und die Leistungsträger formulieren ihre Anforderungen.

„Fachgesellschaftsübergreifende Leitlinien-Empfehlungen zur Rehabilitation bei COVID-19“ stellte Prof. Dr. Thomas Platz, Ärztlicher Direktor Forschung, Leiter Institut für Neurorehabilitation und Evidenzbasierung, BDH-Klinik Greifswald, vor.

Die „Sicht eines Trägers der Deutschen Rentenversicherung auf den Post-COVID-19-Reha-Bedarf“ vermittelte wiederum Dr. Harald Berger, Leiter der Hauptabteilung Gesundheit und Teilhabe der DRV Nordbayern, Würzburg: „Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit wegen der Folgen nach COVID-19 eingeschränkt oder gefährdet ist, können im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung eine Anschlussrehabilitation der Deutschen Rentenversicherung beantragen. Wenn zur Behandlung von COVID-19 keine Krankenhausbehandlung notwendig war oder die Beschwerden erst später auftreten, kann eine medizinische Rehabilitation beantragt werden. Unser oberstes Ziel ist es, den körperlichen und auch psychischen Gesamtzustand so weit wie möglich zu verbessern. Wir wissen, was die Arbeitswelt vom einzelnen Arbeitnehmer heute fordert und können ihn in unseren eigenen Kliniken wieder fit machen für den Alltag.“

Der DEGEMED ist es gelungen, aus diesen unterschiedlichen Bereichen Experten als Referenten zu gewinnen, die mit interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihre Erfahrungen teilten. Weitere Veranstaltungen zum Thema sind geplant.

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Post-COVID-Rehabilitation: Herausforderungen begegnen – Chancen nutzen

DEGEMED zeigt im Rahmen einer Online-Fachtagung, Strategien und Wege zum nachhaltigen Behandlungserfolg von Post-COVID-Erkrankten auf.

Über zwei Millionen Menschen sind bisher in Deutschland an COVID-19 erkrankt. Viele davon leiden noch lange Zeit unter den gesundheitlichen Folgen ihrer Corona-Infektion. Die Rehabilitation bietet Chancen, die medizinische Versorgung der genesenen Covid-19-Patienten zu unterstützen und langfristig zu verbessern. Die Rehabilitationssysteme werden sich an die neue Herausforderung anpassen und Strategien für die Rehabilitation nach COVID-19 entwickeln müssen.

Im Rahmen der DEGEMED-Online-Tagung beleuchten namhafte Experten die Post-COVID-Reha aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie berichten über ihre Erfahrungen mit der Versorgung von Post-COVID-Patienten und den daraus gewonnenen Erkenntnissen. Mit ersten interdisziplinären Lösungsansätzen werden Strategien und Wege aufgezeigt, um den Anforderungen des neuen Reha-Bedarfs zu begegnen.

„Durch den Dialog mit unseren Mitgliedern machen wir täglich die Erfahrung, wie wichtig es besonders beim Thema Corona ist, im ständigen Austausch zu bleiben. Die dynamische Situation bringt fast täglich neue Erkenntnisse, die jeden einzelnen in der Branche weiterbringen. Dieser Austausch sollte auch Institutionen-übergreifend stattfinden. Wir bieten dafür gerne den Rahmen und werden das auch weiterhin tun“, so Christof Lawall, Geschäftsführer DEGEMED.

Mehr zur Online-Fachtagung
Am Mittwoch, 10. Februar 2021, 10.00 bis 13.30 Uhr, findet im Rahmen der DEGEMED-Webinar-Reihe „Corona – Von der Krise zur Chance“ die Online-Fachtagung „Post-COVID-Reha – Herausforderung für die medizinische Rehabilitation“ statt. Das Programm finden Sie unter www.degemed.de/veranstaltungen Das Angebot richtet sich vor allem an Geschäftsführungen, Verwaltungsleitungen, Ärztinnen und Ärzte sowie Therapie- und Pflegeleitungen von Reha-Einrichtungen.

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80 Prozent der Mitarbeiter:innen der Klinik am See erhalten erste COVID-Schutzimpfung

Das Neue Jahr in der Klinik am See beginnt mit einem großen Ereignis. Am 4. Januar wurden durch den Zentraldienst der Polizei die Impfdosen für die erste COVID-Schutzimpfung für die Mitarbeitenden der Klinik geliefert.

Kurz vor Weihnachten wurden die Mitarbeiter:innen der Klinik in Informationsveranstaltungen durch die drei Chefärzte der Klinik über die Möglichkeit der Schutzimpfung informiert. Wichtig war dabei die Aufklärung über die Technologie des Impfstoffs, die Wirksamkeit, die möglichen Impfreaktionen und Impfkomplikationen. Bereits nach diesen persönlichen Gesprächen zeichnete sich eine überdurchschnittlich hohe Impfbereitschaft unter den Mitarbeitenden ab.

Am 5. und 6. Januar wurden die Mitarbeiter:innen von den Chefärzten persönlich geimpft. Am Ende des zweiten Impftages hatten 80 Prozent der Beschäftigten der Klinik die erste Impfdosis erhalten. In drei Wochen, Ende Januar, folgt dann die zweite Schutzimpfung, nach der dann für jeden Einzelnen ein ausreichender Impfschutz besteht.

Der Ärztliche Direktor der Klinik, Professor Heinz Völler, zeigte sich hocherfreut über diese hohe Bereitschaft, von dieser frühen Möglichkeit der Impfung Gebrauch zu machen. „Ich bin sehr stolz auf alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, spiegelt sich darin doch die hohe soziale Verantwortung gegenüber den uns anvertrauten Patienten wider.“

Auch Klinikgeschäftsführer Hermann Buhlert ist sich sicher: „Durch den hohen Impfschutz unserer Beschäftigten erhöhen wir ganz erheblich die Sicherheit für unsere Patientinnen und Patienten, die zum Teil in hohem Maße immungeschwächt sind. Die Impfquote ist eine tolle Ergänzung zu unserem Hygienekonzept, dass wir im vergangenen Jahr in enger Abstimmung mit dem hiesigen Gesundheitsamt entwickelt und umgesetzt haben.“

Möglich gemacht wurde die Impfaktion durch einen Vertrag, den das Land Brandenburg mit der Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg e.V. im Dezember 2020 abgeschlossen hat.

Die Klinik am See ist eine Rehabilitationsklinik für Kardiologie, Onkologie und Gastroenterologie. 234 Patienten werden vorrangig im Rahmen von Anschlussheilbehandlungen unmittelbar nach Herzoperationen, Knochenmarktransplantationen, Brustkrebs oder Magen-Darm-Operationen behandelt. Ärztlicher Direktor der inhabergeführten Klinik ist Prof. Dr. Heinz Völler.

Foto: Klinik am See

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DEGEMED veröffentlicht Jahresbericht

Foto: Adobe Stock, Tryfonov (bitte nur im Zusammenhang mit diesem Beitrag nutzen)

Der Jahresbericht 2019/20 dokumentiert die zahlreichen Aktivitäten des Verbandes und seiner Mitglieder in herausfordernder Zeit: So teilt sich das Berichtsjahr hälftig in einen Zeitraum vor und nach Beginn der Corona-Pandemie.

Wie sich die politische Arbeit und die Arbeit der Arbeitskreise, das Fortbildungsangebot der DEGEMED, aber auch die Öffentlichkeitsarbeitsarbeit auf die Pandemie-Bedingungen eingestellt haben, zeigt die aktuelle 32-seitige Dokumentation.

Vorstandsausschuss, Arbeitskreise und Arbeitsgruppe
Der Vorstandsausschuss Qualität und die Arbeitskreise MBOR und Prävention haben vor und teilweise während Corona remote getagt. Die Arbeitsgruppe Kommunikation – hervorgegangen aus dem Jungen Forum – wurde neu gegründet. Hervorzuheben ist die erste Hybridveranstaltung des Verbandes, der Qualitätskongress von DEGEMED und Fachverband Sucht (FVS), der Anfang Oktober stattfand.

Politik
Die politische Interessenvertretung der DEGEMED für ihre Mitglieder fand Corona-bedingt unter völlig anderen Vorzeichen als im Vorjahr statt. Die Tätigkeit aller Beteiligten war von dieser herausfordernden Arbeitssituation geprägt – inhaltlich wie operativ: So wurden während der Pandemie Gesetze zum Teil über Nacht auf den Weg gebracht, die existenziell für Reha-Kliniken waren. Zugleich wurde die Kommunikation vollständig verändert und Präsenz-Gespräche durch Videokonferenzen ersetzt. Dennoch hat die Kommunikation funktioniert: Das Netzwerk der DEGEMED hat getragen und trägt weiterhin in der Pandemie.

Öffentlichkeitsarbeit
Die Pandemie hat die Publizität des Verbandes befördert. Zahlreiche Interviews, Fach- und Fernsehbeiträge haben in den vergangenen Monaten berichtet, welche Rolle die Reha innerhalb der Pandemiebewältigung spielt. Hinsichtlich der Besucherzahlen ihrer digitalen Kanäle befand sich die DEGEMED im Berichtszeitraum auf einem Allzeithoch. Die Verdoppelung der Besucherzahlen und die Vervierfachung der Aufrufe der Verbands-Website lassen sich v.a. durch das große Interesse an der Corona-Infoseite begründen.

Fortbildungen
Bezüglich der Unterstützung der Verbandsmitglieder in ihrer Arbeit unter Pandemie-Bedingungen hatte der Verband u.a. die Webinar-Reihe „Corona – Von der Krise zur Chance“ konzipiert. Dabei wurden in mehreren Einzelmodulen Lösungsansätze zu rechtlichen, betriebswirtschaftlichen, personellen, kommunikativen und hygienerelevanten Themen vermittelt. Die weiteren zahlreichen und vielseitigen Fortbildungsangebote der DEGEMED werden im Jahresbericht nicht nur rückwirkend erwähnt – wie u.a. die gelungene Transformation von Präsenz- zu Online-Veranstaltungen –, sondern auch ein Ausblick auf 2021 gegeben.

Der Jahresbericht steht auf der Website der DEGEMED unter https://www.degemed.de/publikationen/ als E-Paper und PDF-Datei zur Verfügung und kann als Printausgabe in der DEGEMED-Geschäftsstelle angefordert werden.

https://www.degemed.de/degemed-veroeffentlicht-jahresbericht/

 

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Innovationen trotz Pandemie – Reha-Wirtschaftstag zieht Bilanz und entwickelt Perspektiven über die Pandemie hinaus

Die Rehabilitation hat bewiesen, dass sie auch unter Pandemiebedingungen handlungsfähig ist. Die Reha-Einrichtungen konnten nicht nur den Regelbetrieb aufrechterhalten, sondern auch neue, systemrelevante Aufgaben übernehmen.

Christof Lawall, Geschäftsführer der DEGEMED, betonte in seinem Vortrag, dass die Reha-Kliniken seit März sehr große Anpassungsleistungen erbracht haben, um sich innerhalb kürzester Zeit an die neuen Arbeitsbedingungen in der Pandemie anzupassen. „Es mussten gleichzeitig Belegungsschwankungen ausgeglichen werden, neue Zusammenarbeit mit Gesundheitsämtern organisiert und die Herausforderungen der Arbeit als Entlastungskliniken der Akutversorger bewältigt werden. Damit haben die Reha-Kliniken ihren Status als systemrelevante Einrichtungen unter Beweis gestellt.“

In verschiedenen Vorträgen haben die Vertreterinnen und Vertreter der Leistungsträger Krankenkassen und Deutsche Rentenversicherung einen umfassenden Rückblick auf das Pandemiegeschehen und auf die Darstellung der relevanten Gesetzgebungsverfahren gegeben und im Ausblick detailliert berichtet, welche Veränderungen absehbar auf die Branche zukommen werden. Aus der Praxis erfolgten dann Erfahrungsberichte über die Therapie von Post-Covid-19 Patienten, sowohl ambulant als auch stationär.

„Die Reha-Einrichtungen haben durch ihre bisherige Arbeit in der Pandemie gezeigt, dass sie nicht nur in der aktuellen Krise zentrale Aufgaben bei der Krisenbewältigung übernehmen können, sondern auch zukünftig bereit sind für neue Aufgaben in der Gesundheitsversorgung“, fasst Achim Schäfer, Vorsitzender der Fachgruppe Rehabilitation des VKD, die Tagung weiter zusammen.

„Wir sind davon überzeugt, dass es auch im digitalen Format gelungen ist, das breite Potenzial der Reha-Einrichtungen zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Damit hat der Reha-Wirtschaftstag seinen Platz als wichtigster Branchentreff einmal mehr unter Beweis gestellt“, so DKI-Geschäftsführerin Gabriele Gumbrich.

Hintergrund:

Der Reha-Wirtschaftstag wird seit sieben Jahren jährlich vom Deutschen Krankenhausinstitut (DKI) veranstaltet. Kooperationspartner sind der VKD – Fachgruppe Reha und die DEGEMED. Bei diesem Branchentreffen dis-kutieren Vertreter von Leistungsanbietern aus ganz Deutschland mit gesetzlichen Rehabilitationsträgern und Fachexperten über die aktuellen Herausforderungen der Reha-Szene.

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DEGEMED in zwei Anhörungen: RentÜG und GPVG

Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) e.V. forderte am Montag, 16.11.2020, im Rahmen von zwei Anhörungen Verbesserungen für die Reha-Branche und eine stärkere Beteiligung. Beide Gesetze sollen noch in diesem Jahr verabschiedet werden.

Das Gesetz Digitale Rentenübersicht (RentÜG)

Das RentÜG regelt den Marktzugang und die Einrichtungsauswahl für Reha-Kliniken im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung (DRV) neu. Wesentlich ist außerdem die Entwicklung einer neuen Vergütungskonzeption für Reha-Leistungen, die bis zum Jahr 2023 entwickelt werden soll und 2026 verbindlich in Kraft tritt. Die DEGEMED war als einziger Reha-Verband zur Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages eingeladen und setzte sich dafür ein, die Interessen der Reha-Branche frühzeitig in die Entwicklung der Vergütungskriterien einzubeziehen.

„Am besten geschieht das durch einen verbindlichen und abweichungsfesten Rahmenvertrag zwischen den Verbänden und der DRV. Eine weitere Option ist die Schaffung eines paritätisch besetzten Beratergremiums zur Vorbereitung von verbindlichen Entscheidungen“, so DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall in der Anhörung.

Das Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz (GPVG)

Zu diesem Gesetz fand am 16.11. eine Anhörung im Ausschuss für Gesundheit statt. Die Bundesregierung plant damit Verbesserungen beim Ausgleich für pandemiebedingte Einnahmedefizite der Reha-Einrichtungen im Geltungsbereich des SGB V.

Rückwirkend ab 01.10.2020 bis zum 31.03.2021 können Reha-Einrichtungen auf dem Weg der Vergütungssatzverhandlungen mit Krankenkassen pandemiebedingte Einnahmedefizite geltend machen. D.h., dass die gegenwärtig bestehenden Vergütungssatzvereinbarungen auf Grund der pandemiebedingten Herausforderungen nachverhandelt werden können.

Damit ist es ein wichtiger Durchbruch, um die Leistungsfähigkeit der Reha-Einrichtungen unter Pandemiebedingungen zu sichern. Gemeinsam mit der AG MedReha hatte die DEGEMED genau diese zwei Punkte gefordert: Verbesserung des Corona-Zuschlags und Fortsetzung der Ausgleichszahlungen für Belegungsausfälle.

Für diese Vergütungssatzanpassungen können sowohl die Mehrkosten geltend gemacht werden, die den Einrichtungen in Folge der Hygieneauflagen in Form von zusätzlichen Sach- und Personalkosten entstehen, als auch die Einnahmeausfälle durch Belegungsrückgänge, die in Folge der Pandemie entstehen. Die Verbesserungen gelten für ambulante und stationäre Reha-Einrichtungen. Vorbehaltlich der weiteren Entwicklung besteht eine Verlängerungsoption bis zum 31.12.2021.

Die DEGEMED geht gegenwärtig davon aus, dass der Corona-Zuschlag der gesetzlichen Krankenversicherung von dieser Regelung abgelöst wird.

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DEGEMED bietet der Reha-Branche weiterhin Corona-Infoseite

Auch in der zweiten Welle der Corona-Pandemie stellt die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) e.V. auf ihrer Website validierte, zentrale Dokumente zur Verfügung. Dieser Service richtet sich nicht allein an die eigenen Mitglieder, sondern an die gesamte Reha-Branche. Die Seite wurde aktuell überarbeitet und neu strukturiert.

Im Frühjahr 2020 hatte die Corona-Infoseite ihre Tätigkeit aufgenommen und wurde durch die hohe Besucherzahl bestätigt. In der Menge der aufkommenden Informationen, Abläufe und Vorgaben die Übersicht zu behalten, das ist das Ziel dieser Zusammenstellung von Branchen-Informationen. So führt die Corona-Infoseite Inhalte zu Corona-Tests, Corona-Zuschlägen, Schutzschirm SodEG, DRV-Rundschreiben und den individuellen Landesverordnungen auf. Auch Aktivitäten von Reha-Einrichtungen, benachbarten Verbänden sowie ein Presseclipping sind hier zu finden.

Christof Lawall, DEGEMED-Geschäftsführer, dazu: „Wir nehmen die Situation schon jetzt als weitaus dynamischer wahr als noch im Frühjahr. Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Branche in der aktuellen Lage so gut wie nur möglich mit Informationen zu versorgen und Erkenntnisse, die uns vorliegen, zu teilen. Wir appellieren an alle, uns in diesem Vorhaben zu unterstützen und uns relevante Dokumente zu senden. Wir lesen alles, prüfen es und stellen es auf unsere neue Corona-Infoseite.“

Das Angebot ist frei von Werbung oder kommerziellen Angeboten und enthält ausschließlich Dokumente, die valide sind. Es kommen täglich neue Verlinkungen hinzu:

www.degemed.de/corona-infoseite/

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Reha ist systemrelevant – und allzeit ein verlässlicher Partner

Die Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) e.V., Dr. Constanze Schaal, fordert die Aufrechterhaltung von Reha-Leistungen während der zweiten Welle der Corona-Pandemie. Sie appelliert an die Kostenträger, weiterhin gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und die Versorgung unbedingt sicherzustellen. Und sie fordert von der Branche, stark und solidarisch aufzutreten.

Der schnelle Anstieg der Infektionszahlen seit Anfang Oktober wird das deutsche Gesundheitswesen in den nächsten Monaten erneut sehr stark beanspruchen. Es kommt daher nach Einschätzung der DEGEMED und ihrer Vorsitzenden jetzt auch wieder darauf an, besonnen und klug zu agieren und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

„Wir müssen jetzt die notwendige medizinische Behandlung von Covid19-Patienten in allen Versorgungsbereichen sicherstellen. Das betrifft die hausärztliche Versorgung, die Krankenhäuser und eben auch die medizinischen Reha-Einrichtungen in ganz Deutschland“, fordert Schaal anlässlich der heutigen Mitgliederversammlung der DEGEMED.

„Die medizinische Rehabilitation ist für die Gesundheitsversorgung systemrelevant“, betont Schaal. Die ersten Monate der Pandemie hätten gezeigt: „Die Reha-Branche ist allzeit ein verlässlicher Partner“. Die Branche erwarte nun von den Kostenträgern, nicht nachzulassen, ihren Teil der Verantwortung zu tragen. „Wir müssen alles tun, um die Regelversorgung in den Reha-Einrichtungen während der Pandemie aufrecht zu erhalten. Das ist unabdingbar für die Versorgungssicherheit in der Anschlussrehabilitation, der Anschlussheilbehandlung (AHB) und der Versorgung chronisch kranker Menschen.“

Die medizinischen Reha-Einrichtungen sind ein zentraler Bestandteil in der Versorgungskette. „Wir versorgen viele hunderttausend Patienten unmittelbar nach der Akutversorgung und entlasten dadurch die Krankenhäuser spürbar. Wir schaffen dadurch erst die Möglichkeit, dass sich die Akutkliniken jetzt auf die schwierigeren Fälle konzentrieren können“, stellt Schaal fest. Das gleiche gelte für Patienten, die aus der hausärztlichen Versorgung in die Reha kämen. Medizinische Reha vermeide bei diesen Fällen eine Verschlechterung oder Chronifizierung und anschließende Krankenhausaufenthalte.

Die Reha-Branche ist allzeit bereit, ihren Versorgungsbeitrag sicher zu stellen. Alle Reha-Einrichtungen hätten die vergangenen Monate genutzt und sich an die Bedingungen der Pandemie angepasst. Die Vermeidung von Infektionsrisiken und die Gesundheit der Rehabilitanden und der eigenen Mitarbeiter sei die oberste Priorität. Die Einhaltung von Abstandsgeboten und strenges Hygienemanagement sei längst überall Standard.

Die DEGEMED werde sich in den nächsten Monaten vor allem dafür stark machen, dass die Regelversorgung in allen Einrichtungen ohne starke Brüche weitergehen könne. „Das geht aber nur, wenn wir als Branche stark und solidarisch auftreten und unsere Interessen klar formulieren“, fordert sie von den über 1.000 Reha-Einrichtungen in Deutschland.

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DEGEMED-Verbandsmagazin titelt „Junge Führungskräfte: Zukunft gestalten, lauter werden …“

Foto Titelseite: contrastwerkstatt (Adobe Stock)

Die aktuelle Ausgabe des DEGEMED-Verbandsmagazins steht auf der DEGEMED-Website als E-Paper oder als PDF zur Verfügung.

Das Titelthema ist auf den Managementnachwuchs der Branche ausgerichtet. So kommen beispielweise Teilnehmer und Referenten der diesjährigen DEGEMED-Sommerakademie zu Wort.

Weitere Themen sind:

  • Praxis: Corona-Zuschläge reichen nicht!
  • Politik: Im Dialog mit MdB Peter Weiß (CDU)
  • Gesetzgebung: Digitale Rentenübersicht
  • Verband: Neue Webinar-Reihe zur Telematikinfrastruktur
  • Qualität: Qualitätskongress 2020 hybrid
  • Prävention: Arbeitskreis positioniert sich

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