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DEGEMED vertritt Reha-Branche bei Bundestagsanhörung zu Long-COVID

Am 07.06.2021 führt der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages eine Anhörung durch, die sich mit politischen Forderungen zum Umgang mit Long-COVID Erkrankungen befasst. Von allen Reha-Verbänden ist nur die DEGEMED als Sachverständige geladen.

Long-COVID Erkrankungen betreffen ca. 10 Prozent der Patient_innen, die an COVID-19 erkranken. Symptome von Long-COVID treten häufig im Bereich der Pneumologie auf, aber nicht nur. Auch Herz-Kreislauf Beschwerden oder neurologische Ausfälle können die Folge sein, ebenso wie Angststörungen oder andere psychosomatische Erkrankungen. Diese Folgeerkrankungen treten auch bei zunächst symptomarmen COVID-19 Verläufen auf.

Für die betroffenen Patient_innen ist es sehr wichtig, dass sie zeitnah zur Erkrankung eine adäquate Behandlung erhalten. Viele der betroffenen Patient_innen erhalten diese Hilfe durch medizinische Rehabilitation. Daher ist Long-COVID für Reha-Einrichtungen ein sehr wichtiges Thema und wird dies auch noch längerfristig über das Ende des akuten Infektionsgeschehens hinaus bleiben.

Umso wichtiger ist es, dass die Reha-Branche in der Anhörung durch die DEGEMED vertreten ist, denn Reha-Kliniken verfügen über eine hohe Expertise zu Long-COVID. Seit über einem Jahr behandeln Reha-Kliniken betroffene Patient_innen und haben daher umfangreiche praktische Erfahrungen gesammelt. Zugleich begleiten Reha-Kliniken diese Arbeit mit Studien, die diese praktischen Erfahrungen wissenschaftlich untermauern.

Die DEGEMED wird durch ihren Geschäftsführer, Christof Lawall, vertreten. „Die Anhörung zeigt, dass die Politik die Wichtigkeit des Themas verstanden hat und richtige Forderungen stellt. Reha-Einrichtungen haben sehr hohe Kompetenz bei der Anwendung von multiprofessionellen Komplexleistungen, daher sollten z.B. Long-COVID Behandlungszentren vor allem in Reha-Einrichtungen angesiedelt werden, um diese Kompetenz bestmöglich zu nutzen“, so Christof Lawall in einer ersten Bewertung der Anträge der Bundestagsanhörung.

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Reha-Zukunftsstaffel 2021 der DEGEMED im Superwahljahr

Nach der Auftaktveranstaltung mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Stefan Zierke (SPD) folgen in der kommenden Woche gleich zwei weitere Staffelübergaben an Mitglieder des Deutschen Bundestages: Heike Baehrens (SPD), Berichterstatterin für Rehabilitation und Pflegebeauftragte ihrer Fraktion und Alexander Krauß (CDU/CSU), Berichterstatter seiner Fraktion im Ausschuss für Gesundheit.

Ende April startete die Aktion der „Reha-Zukunftsstaffel 2021“, die die DEGEMED-Arbeitsgruppe Kommunikation entwickelt hat. Im Superwahljahr will sie Politiker_innen vermitteln, was Reha-Einrichtungen brauchen, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein. Reha-Einrichtungen übergeben dabei ihren regionalen Politiker_innen den Staffelstab gepaart mit Informationen und Forderungen der Branche. Die Aktionen werden verstärkt über die Sozialen Medien kommuniziert. Ein Kampagnen-Werkzeugkasten mit analogen und digitalen Tools für alle Mitglieder und interessierte Einrichtungen steht zur Verfügung und wird sukzessive ausgebaut.


Die nächsten Termine finden statt:

Di., 1. Juni 2021, 12.00 Uhr: Thermalbad Wiesenbad (Sachsen), Wahlkreis Erzgebirgskreis
Mi., 2. Juni 2021, 10.00 Uhr: Rehaklinik Bad Boll (Baden-Württemberg), Wahlkreis Göppingen

Mehr Informationen auf der Kampagnen-Seite der DEGEMED:
www.degemed.de/kampagne

Und auf den Social Media Kanälen der DEGEMED:
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DEGEMED After Work: neuer digitaler Politik-Dialog erfolgreich gestartet

Mit einem Hattrick − einem Dreifachtreffer − hat die DEGEMED am 12. April ein neues Diskussionsformat eröffnet. In einer Veranstaltung hat der Berichterstatter für Digitalisierung im Gesundheitswesen, der Bundestagsabgeordnete Dirk Heidenblut, das neue digitale Diskussionsformat der DEGEMED zum Thema Digitalisierung bestritten.

Der Dialog startete mit einem Input zum Stand der aktuell laufenden Bundesgesetzgebung. Im Anschluss stand Dirk Heidenblut den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im direkten Austausch für ihre Fragen zur Verfügung. Als Berichterstatter des „Gesetzentwurfes zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege“, der zurzeit auf der Agenda des Gesundheitsausschusses steht, konnte er auch detaillierte Nachfragen zu den Themen: Elektronische Patientenakte, APPS, DIGAS auf Rezept, Digitale Identitäten und zukünftiger Umgang mit Notfalldaten beantworten.

Über dieses Gesetz hinaus, stellten die Gäste des Dialoges Fragen zu den bereits laufenden Vorbereitungen zur Einbindung von Reha-Einrichtungen an die Telematik Infrastruktur (TI). Ebenso diskutierten die Vertreter von fast 50 Reha-Einrichtungen Finanzierungsfragen, die mit der TI-Anbindung im Zusammenhang stehen mit dem Experten aus der Politik. Der Bundestagsabgeordnete sagte zum Abschluss des Austausches zu, die Themen und Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die politischen Beratungen mitzunehmen.

„Gerade im Wahljahr 2021 ist es uns besonders wichtig, an den Austausch mit der Politik anzuknüpfen, denn wir denken, dass uns die Pandemie von vielen Dingen abhalten kann, aber nicht davon, mit Politikerinnen und Politikern im Gespräch zu bleiben. Genau das ist uns heute Abend erfolgreich gelungen,“ erklärt Christof Lawall, Geschäftsführer der DEGEMED die Motivation für das neue Veranstaltungsformat.

Der digitale After Work greift die Idee des DEGEMED Dialoges auf, der den Mitgliedern der DEGEMED zweimal im Jahr die Möglichkeit zum direkten, informellen Austausch mit Bundespolitikerinnen und -politikern bietet, aber bislang ein Präsenzformat war. Mit dem digitalen After Work ist es gelungen, diesen fachlichen Austausch trotz Pandemie fortzusetzen. Das Format wird daher erneut stattfinden.

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DEGEMED fordert mehr Schub für Präventionsleistungen

Die DEGEMED fordert im aktuellen Positionspapier Prävention mehr Informationen über bestehende Präventionsangebote, einen engagierten Ausbau der Anbieterstruktur und betriebswirtschaftlich sinnvolle Vergütung.

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besteht seit vier Jahren die Möglichkeit, Präventionsleistungen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) in Anspruch zu nehmen, um ersten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu begegnen, bevor daraus medizinisch behandlungsbedürftige Erkrankungen werden.

Die Präventionsleistungen beinhalten die Themen Gewichtsregulation, Stressbewältigung und körperliche Bewegung. Das Training findet sowohl mit Anleitung statt als auch in einer eigenständigen Trainingsphase. Dies soll eine möglichst dauerhafte Verhaltensänderung unterstützen. Die Kosten für die Präventionsleistung trägt die DRV.

Seit Sommer 2020 betreibt die DRV ein Internetportal www.rv-fit.de. Damit sollen Leistungsberechtigte unkompliziert Zugang zum bestehenden Präventionsangebot bekommen, nur kaum jemand kennt diese Seite. Daher fordert die DEGEMED in ihrem Positionspapier Prävention die DRV auf, das bestehende Angebot in der Öffentlichkeit bekannter zu machen.

Ein weiteres Problem besteht in den verfügbaren Angeboten. Derzeit gibt es noch nicht ausreichend Reha-Einrichtungen, die Präventionsleistungen anbieten. Damit haben die Leistungsberechtigten zurzeit noch zu wenig Möglichkeiten, die für sie ideale Einrichtung auszuwählen. Daher muss nach Auffassung der DEGEMED ebenfalls die Anbieterstruktur ausgebaut werden

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Vergütung der Leistungen. Damit mehr Einrichtungen Präventionsangebote durchführen, muss die Vergütung wirtschaftlich sinnvoll sein.

Das sind nur drei Forderungen der DEGEMED im aktuellen Positionspapier. Das vollständige Positionspapier finden Sie hier: https://www.degemed.de

Neben der Veröffentlichung in den Medien, adressiert die DEGEMED das Positionspapier Prävention an Vertreterinnen und Vertreter in Politik und Bundesregierung, verschiedene Leistungsträger, Verbände von Gesundheitsberufen, Sozialverbände, Tarifpartner und weitere Präventionsträger. Damit soll ein konstruktiver Diskussionsprozess angestoßen werden, der neben inhaltlichem Austausch gleichfalls für mehr Bekanntheit des Präventionsangebotes bei den relevanten Akteuren sorgt.

Darüber hinaus vertieft die DEGEMED das Thema Prävention auch beim diesjährigen digitalen Reha-Kolloquium. Am 24.03.2021 findet von 12.15 bis 13.45 Uhr eine Kooperationsveranstaltung zum Thema „Prävention vor Rehabilitation – Perspektiven und Angebote von Betrieben“ statt. Gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke werden in Impulsvorträgen Praxisbeispiele aus der Präventionsarbeit vorgestellt und diskutiert.

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Über eine Million Rehabilitanden seit Beginn der Pandemie

Die medizinischen Reha-Einrichtungen stehen seit Beginn der Pandemie im vergangenen Jahr bei der Bewältigung dieser Krise in der ersten Reihe. Sie sichern die Regelversorgung für chronisch Kranke oder für Patienten im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt, etwa nach einem Herzinfarkt, nach einem Schlaganfall oder nach einer Krebserkrankung. Im vergangenen Jahr betraf das trotz Corona-Pandemie mehr als eine Million Menschen.

Anlässlich des Jahrestages des Pandemiebeginns in Deutschland, zieht die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) e.V. ein vergleichsweise positives Resümee. Zwar ging die Zahl der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden im Vergleich zum Vorjahr zurück, doch hätte die Mehrzahl der Menschen eine notwendige Reha angetreten. Das allgemeine Verständnis dafür, dass eine Verzögerung den Genesungsprozess nicht fördere, sondern ihn verschlechtere, sei bei Patienten, Angehörigen und Ärzten gleichermaßen vorhanden, so die DEGEMED.

Die Sorge, sich in Pandemiezeiten in einer Reha-Einrichtung zu infizieren, ist unbegründet. Denn bisherige Erfahrungen zeigten dort ein generell niedriges Infektionsrisiko. Die Mehrzahl der Reha-Einrichtungen hat sich bereits seit Frühsommer 2020 mit strengen Hygienekonzepten und Abstandsvorschriften auf die Pandemie eingestellt und ist anschließend – auch in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern – jeden Entwicklungsschritt mitgegangen. Neben Maskenpflicht und kürzeren Reinigungsintervallen heißt das u.a., dass sich Hygiene-Abstände durch geteilte Therapiegruppen und Essenszeiten im Mehr-Schichten-System etabliert haben. Darüber hinaus gelten ein striktes Aufnahme-Management, Testroutinen bei Mitarbeitern und Rehabilitanden, die Quarantäne von Infizierten sowie Impfangebote für die Belegschaft.

Um die Zahl der Rehabilitanden zukünftig noch zu erhöhen, bietet die DEGEMED aktuell die „Checkliste Infektionsschutz in Reha-Einrichtungen“. Diese umfasst zehn Punkte mit kurzen Erläuterungen und kann als Kriterienkatalog eine Entscheidungshilfe für unentschlossene Rehabilitanden sein.

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Die Reha ist sicher – DEGEMED bietet „Checkliste Infektionsschutz“ für unentschlossene Rehabilitanden

Foto: Andrey Popov (Adobe Stock)

DEGEMED mahnt unentschlossene Rehabilitanden vor zu langem Aufschub wichtiger Reha-Maßnahmen. Verzögerung aufgrund der Sorge, sich in Pandemiezeiten in einer Reha-Einrichtung zu infizieren, fördere den Genesungsprozess nicht, sondern verschlechtere ihn. Bisherige Erfahrungen zeigten ein generell niedriges Infektionsrisiko in Reha-Einrichtungen.

Die „Checkliste Infektionsschutz“ (siehe Anlage) umfasst zehn Punkte mit kurzen Erläuterungen. Dieser Kriterienkatalog ist als Entscheidungshilfe für Rehabilitanden und deren Angehörige gedacht. Diese können mit seiner Hilfe eine ausgewählte Einrichtung vor Reha-Antritt prüfen. Wenn die Reha-Klinik die Punkte erfüllt, dann stellt sie einen guten Standard sicher und vermeidet Infektionsrisiken.

Die Mehrzahl der Reha-Einrichtungen hat sich bereits seit Frühsommer 2020 mit strengen Hygienekonzepten und Abstandsvorschriften auf die Pandemie eingestellt und ist anschließend – auch in Zusammenarbeit mit den lokalen Gesundheitsämtern – jeden Entwicklungsschritt mitgegangen. Neben Maskenpflicht und kürzeren Reinigungsintervallen heißt das unter anderem, dass sich Hygiene-Abstände durch geteilte Therapiegruppen und Essenszeiten im Mehr-Schichten-System etabliert haben. Darüber hinaus sollten Rehabilitanden in spe aber auch auf ein striktes Aufnahme-Management, regelmäßige Testungen von Mitarbeitern und Rehabilitanden, die Quarantäne von Infizierten und den Impfstatus der Belegschaft achten. Diese Angaben sind zumeist auf den Websites der Einrichtungen zu finden oder können / sollten telefonisch oder per Mail nachgefragt werden.

DEGEMED-Vorstandsvorsitzende Dr. Constanze Schaal setzt auf Transparenz: „Wir erleben täglich, dass Patientinnen und Patienten viele Fragen im Umgang mit der Pandemie und zur Sicherheit in den Einrichtungen haben. Wir wollen als DEGEMED dafür sorgen, dass Rehabilitanden verstehen, was sie in der Einrichtung erwartet. Und wir wollen sie überzeugen, dass sie sich der Einrichtung anvertrauen dürfen. Dafür werden wir transparent machen, mit welchen Maßnahmen die Einrichtungen für Patientensicherheit sorgen und Infektionsrisiken vermindern.“

Hintergrund
Die medizinischen Reha-Einrichtungen stehen seit Beginn der Pandemie im vergangenen Jahr bei der Bewältigung dieser Krise in der ersten Reihe. Sie sichern die Regelversorgung für chronisch Kranke oder für Patienten im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt, etwa nach einem Herzinfarkt, nach einem Schlaganfall oder nach einer Krebserkrankung. Im vergangenen Jahr betraf das trotz der Corona-Pandemie mehr als eine Million Menschen.

Anlage

Checkliste „Infektionsschutz in Reha-Einrichtungen“

1. Wie schützen Mitarbeiter und Rehabilitanden der Einrichtung sich und andere? Wie sieht das Hygienekonzept aus und wo ist es nachzulesen?
Jede Einrichtung muss ein Hygienekonzept haben. Das fordern die Gesundheitsämter. In diesem Hygienekonzept beschreibt die Einrichtung, wie sie Mitarbeiter und Rehabilitanden mit Masken und Schutzbekleidung ausstattet. Daneben gehören auch Händedesinfektion, Reinigungs- und Lüftungsintervalle sowie der Umgang mit Speisen dazu.

2. Werden Abstandsregeln streng eingehalten?
Um Infektionsrisiken zu vermeiden, muss die Einrichtung zu jedem Zeitpunkt sicherstellen, dass ausreichende Abstände eingehalten werden. Das kann sie tun, indem sie die An- und Abreisetage stärker reglementiert, ein Wege-Leitsystem in Gängen und Fluren etabliert, Therapiegruppen teilt und Essenszeiten in Mehr-Schichten-Systemen organisiert.

3. Wie sieht die Informationspolitik zu Corona des Hauses aus?
Über die aktuelle Infektionslage sollte die Einrichtung regelmäßig nicht nur Mitarbeiter, sondern auch die Rehabilitanden informieren. Die Mitarbeiter sollten natürlich auch darüber aufgeklärt sein, wie sie mit Infektionsfällen umgehen.

4. Wie gestaltet sich das Aufnahmemanagement bei Antritt der Reha?
Hier kommt es darauf an, dass die Einrichtung bei Antritt der Rehabilitation nur Rehabilitanden mit einem aktuellen, negativen Test die Rehabilitation beginnen lässt − entweder durch Mitbringen eines aktuellen, negativen Tests oder durch einen Test vor Ort.

5. Gibt es von Seiten der Reha-Einrichtung Unterstützung für eine pandemiegemäße Anreise?
Manche Kliniken bieten einen eigenen Fahrdienst bei der An-und Abreise für den Transport von und zum Bahnhof an.

6. Wie oft werden Mitarbeiter und Rehabilitanden getestet?
Tests ohne das Vorliegen konkreter Symptome sollten in der Regel wöchentlich stattfinden.

7. Wie wird mit Verdachtsfällen oder positiv getesteten Mitarbeitern und Rehabilitanden umgegangen?
Verdachtsfälle oder positiv getestete Rehabilitanden begeben sich innerhalb der Einrichtung in Quarantäne. Die Mitarbeiter begeben sich in häusliche Quarantäne.

8. Wird unbefugten Dritten der Zutritt auf das Gelände / in die Klinik verwehrt?
Seit Beginn der Pandemie müssen die Einrichtungen sicherstellen, dass Unbefugte das Klinikgelände und die Einrichtungsgebäude nicht betreten. Einrichtungen sind dazu angehalten, dies auch zu kontrollieren.

9. Wie sehen die Regeln für Besucher aus?
Jede Einrichtung muss eindeutig regeln und transparent kommunizieren, wo sich Rehabilitanden und Besucher begegnen können und wie die Abstands- und Hygieneregeln dabei eingehalten werden.

10. Wie ist der Impfstatus der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
Inzwischen sind einige Reha-Einrichtungen bereits in der Lage gewesen, den Mitarbeitern ein Impfangebot zu machen. Das ist aber regional sehr unterschiedlich. Bundesweit ist die Impfquote in Reha-Einrichtungen daher noch nicht hoch. Das liegt v.a. an der noch nicht ausreichenden Verfügbarkeit von Impfstoffen.

(Stand: 02.03.2021)

https://www.degemed.de/die-reha-ist-sicher-degemed-bietet-checkliste-infektionsschutz-fuer-unentschlossene-rehabilitanden/

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Post-COVID-Rehabilitation: DEGEMED mit einer der ersten Fachtagungen

Am Mittwoch, 10.02.2021, fand im Rahmen der DEGEMED-Webinar-Reihe: „Corona – Von der Krise zur Chance“ die Online-Fachtagung „Post-COVID-Reha – Herausforderung für die medizinische Rehabilitation“ statt.

Helmut Schröder, Stellvertretender Geschäftsführer Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO), Berlin, gab zu Beginn der Veranstaltung einen Überblick über „Covid-19 unter den Beschäftigten in Deutschland in 2020“: „Insgesamt erhielten von den 13,2 Millionen AOK-versicherten Erwerbstätigen von März bis Oktober 2020 circa 155.610 Beschäftigte von einem Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Zusammenhang mit einer Covid-19-Diagnose. Auch wenn damit nur vergleichsweise wenige Beschäftigte betroffen sind, kann eine Covid-19-Infektion mit Risiken verbunden sein. Bei fast jedem siebten AOK-versicherten Beschäftigten, der vom Arzt wegen einer Covid-19-Erkrankung als arbeitsunfähig erklärt wurde, machte ein besonders schwerer Verlauf der SARS-CoV-2-Infektion einen Krankenhausaufenthalt notwendig (13,6 Prozent). Die gravierenden Auswirkungen der Erkrankung zeigen sich auch in der hohen Sterblichkeitsrate der stationär behandelten Beschäftigten, die bei 3,3 Prozent lag. AOK-versicherte Erwerbstätige, die im Frühjahr 2020 wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden mussten, wiesen auch nach der stationären Behandlung lange krankheitsbedingte Fehlzeiten in ihren Betrieben auf.“

Für die neue Patientengruppe „Genesene Covid-19-Patienten“, die mit Langzeitfolgen zu kämpfen haben, bietet die Rehabilitation in mehrfacher Hinsicht Chancen, deren medizinische Versorgung zu unterstützen und langfristig zu verbessern.

Das betonte auch Dr. Jördis Frommhold, Chefärztin der Abteilung für Atemwegserkrankungen und Allergien, MEDIAN Klinik Heiligendamm, mit ihrem Beitrag „Genesen ist nicht gesund – Effizienz der Post-Covid-Rehabilitation“: „Es wird zunehmend ersichtlich, dass von Covid genesen nicht immer gleichbedeutend ist mit vollständiger Gesundung. Erste Studien zu Langzeitfolgen zeigen besorgniserregende Ergebnisse. Wir haben in Deutschland eine gut entwickelte Reha- und Nachsorgestruktur. Erste Forschungsergebnisse aus unserer Klinik zeigen, dass Postcovid-Rehabilitation effizient ist. Diese Erkenntnisse wollen wir in der aktuellen Multicenterstudie in Zusammenarbeit mit der Sozialmedizin der Universität Lübeck weiter spezifizieren, insbesondere auch in Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Rehabilitation und die Wiedereingliederung. Patienten mit Long-Covid-Symptomen können behandelt werden, der Bedarf muss nur erkannt und die richtige weitere Therapie eingeleitet werden.“

Das neue Krankheitsbild und die oftmals mit ihm verbundene Verknüpfung verschiedener Indikationen sowie die zahlreichen zu erwartenden Patientinnen und Patienten, stellen die Branche dabei vor besondere Herausforderungen.

„Erfahrungen mit der (Anschluss-) Rehabilitation von COVID-19-Patienten – Praxisbericht und erste Ergebnisse einer laufenden prospektiven Post-Covid-Studie“, vermittelte Dr. Konrad Schultz, Chefarzt Klinik Bad Reichenhall der DRV Bayern Süd, Zentrum für Rehabilitation, Pneumologie und Orthopädie, Bad Reichenhall: „Viele Covid-Patientinnen und -Patienten sind nach Überstehen der Akutphase ‚nicht gesund‘, sondern leiden unter vielfältigen Symptomen und Krankheitsfolgen. Dies betrifft Patientinnen und Patienten nach notwendiger Krankenhausbehandlung, aber auch Erkrankte, die ausschließlich ambulant behandelt wurden.“

Die Praxis ist also dabei, erste Konzepte zu erproben, die Forschung teilt ihre Erkenntnisse und die Leistungsträger formulieren ihre Anforderungen.

„Fachgesellschaftsübergreifende Leitlinien-Empfehlungen zur Rehabilitation bei COVID-19“ stellte Prof. Dr. Thomas Platz, Ärztlicher Direktor Forschung, Leiter Institut für Neurorehabilitation und Evidenzbasierung, BDH-Klinik Greifswald, vor.

Die „Sicht eines Trägers der Deutschen Rentenversicherung auf den Post-COVID-19-Reha-Bedarf“ vermittelte wiederum Dr. Harald Berger, Leiter der Hauptabteilung Gesundheit und Teilhabe der DRV Nordbayern, Würzburg: „Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit wegen der Folgen nach COVID-19 eingeschränkt oder gefährdet ist, können im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung eine Anschlussrehabilitation der Deutschen Rentenversicherung beantragen. Wenn zur Behandlung von COVID-19 keine Krankenhausbehandlung notwendig war oder die Beschwerden erst später auftreten, kann eine medizinische Rehabilitation beantragt werden. Unser oberstes Ziel ist es, den körperlichen und auch psychischen Gesamtzustand so weit wie möglich zu verbessern. Wir wissen, was die Arbeitswelt vom einzelnen Arbeitnehmer heute fordert und können ihn in unseren eigenen Kliniken wieder fit machen für den Alltag.“

Der DEGEMED ist es gelungen, aus diesen unterschiedlichen Bereichen Experten als Referenten zu gewinnen, die mit interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihre Erfahrungen teilten. Weitere Veranstaltungen zum Thema sind geplant.

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Post-COVID-Rehabilitation: Herausforderungen begegnen – Chancen nutzen

DEGEMED zeigt im Rahmen einer Online-Fachtagung, Strategien und Wege zum nachhaltigen Behandlungserfolg von Post-COVID-Erkrankten auf.

Über zwei Millionen Menschen sind bisher in Deutschland an COVID-19 erkrankt. Viele davon leiden noch lange Zeit unter den gesundheitlichen Folgen ihrer Corona-Infektion. Die Rehabilitation bietet Chancen, die medizinische Versorgung der genesenen Covid-19-Patienten zu unterstützen und langfristig zu verbessern. Die Rehabilitationssysteme werden sich an die neue Herausforderung anpassen und Strategien für die Rehabilitation nach COVID-19 entwickeln müssen.

Im Rahmen der DEGEMED-Online-Tagung beleuchten namhafte Experten die Post-COVID-Reha aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie berichten über ihre Erfahrungen mit der Versorgung von Post-COVID-Patienten und den daraus gewonnenen Erkenntnissen. Mit ersten interdisziplinären Lösungsansätzen werden Strategien und Wege aufgezeigt, um den Anforderungen des neuen Reha-Bedarfs zu begegnen.

„Durch den Dialog mit unseren Mitgliedern machen wir täglich die Erfahrung, wie wichtig es besonders beim Thema Corona ist, im ständigen Austausch zu bleiben. Die dynamische Situation bringt fast täglich neue Erkenntnisse, die jeden einzelnen in der Branche weiterbringen. Dieser Austausch sollte auch Institutionen-übergreifend stattfinden. Wir bieten dafür gerne den Rahmen und werden das auch weiterhin tun“, so Christof Lawall, Geschäftsführer DEGEMED.

Mehr zur Online-Fachtagung
Am Mittwoch, 10. Februar 2021, 10.00 bis 13.30 Uhr, findet im Rahmen der DEGEMED-Webinar-Reihe „Corona – Von der Krise zur Chance“ die Online-Fachtagung „Post-COVID-Reha – Herausforderung für die medizinische Rehabilitation“ statt. Das Programm finden Sie unter www.degemed.de/veranstaltungen Das Angebot richtet sich vor allem an Geschäftsführungen, Verwaltungsleitungen, Ärztinnen und Ärzte sowie Therapie- und Pflegeleitungen von Reha-Einrichtungen.

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80 Prozent der Mitarbeiter:innen der Klinik am See erhalten erste COVID-Schutzimpfung

Das Neue Jahr in der Klinik am See beginnt mit einem großen Ereignis. Am 4. Januar wurden durch den Zentraldienst der Polizei die Impfdosen für die erste COVID-Schutzimpfung für die Mitarbeitenden der Klinik geliefert.

Kurz vor Weihnachten wurden die Mitarbeiter:innen der Klinik in Informationsveranstaltungen durch die drei Chefärzte der Klinik über die Möglichkeit der Schutzimpfung informiert. Wichtig war dabei die Aufklärung über die Technologie des Impfstoffs, die Wirksamkeit, die möglichen Impfreaktionen und Impfkomplikationen. Bereits nach diesen persönlichen Gesprächen zeichnete sich eine überdurchschnittlich hohe Impfbereitschaft unter den Mitarbeitenden ab.

Am 5. und 6. Januar wurden die Mitarbeiter:innen von den Chefärzten persönlich geimpft. Am Ende des zweiten Impftages hatten 80 Prozent der Beschäftigten der Klinik die erste Impfdosis erhalten. In drei Wochen, Ende Januar, folgt dann die zweite Schutzimpfung, nach der dann für jeden Einzelnen ein ausreichender Impfschutz besteht.

Der Ärztliche Direktor der Klinik, Professor Heinz Völler, zeigte sich hocherfreut über diese hohe Bereitschaft, von dieser frühen Möglichkeit der Impfung Gebrauch zu machen. „Ich bin sehr stolz auf alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, spiegelt sich darin doch die hohe soziale Verantwortung gegenüber den uns anvertrauten Patienten wider.“

Auch Klinikgeschäftsführer Hermann Buhlert ist sich sicher: „Durch den hohen Impfschutz unserer Beschäftigten erhöhen wir ganz erheblich die Sicherheit für unsere Patientinnen und Patienten, die zum Teil in hohem Maße immungeschwächt sind. Die Impfquote ist eine tolle Ergänzung zu unserem Hygienekonzept, dass wir im vergangenen Jahr in enger Abstimmung mit dem hiesigen Gesundheitsamt entwickelt und umgesetzt haben.“

Möglich gemacht wurde die Impfaktion durch einen Vertrag, den das Land Brandenburg mit der Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg e.V. im Dezember 2020 abgeschlossen hat.

Die Klinik am See ist eine Rehabilitationsklinik für Kardiologie, Onkologie und Gastroenterologie. 234 Patienten werden vorrangig im Rahmen von Anschlussheilbehandlungen unmittelbar nach Herzoperationen, Knochenmarktransplantationen, Brustkrebs oder Magen-Darm-Operationen behandelt. Ärztlicher Direktor der inhabergeführten Klinik ist Prof. Dr. Heinz Völler.

Foto: Klinik am See

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DEGEMED veröffentlicht Jahresbericht

Foto: Adobe Stock, Tryfonov (bitte nur im Zusammenhang mit diesem Beitrag nutzen)

Der Jahresbericht 2019/20 dokumentiert die zahlreichen Aktivitäten des Verbandes und seiner Mitglieder in herausfordernder Zeit: So teilt sich das Berichtsjahr hälftig in einen Zeitraum vor und nach Beginn der Corona-Pandemie.

Wie sich die politische Arbeit und die Arbeit der Arbeitskreise, das Fortbildungsangebot der DEGEMED, aber auch die Öffentlichkeitsarbeitsarbeit auf die Pandemie-Bedingungen eingestellt haben, zeigt die aktuelle 32-seitige Dokumentation.

Vorstandsausschuss, Arbeitskreise und Arbeitsgruppe
Der Vorstandsausschuss Qualität und die Arbeitskreise MBOR und Prävention haben vor und teilweise während Corona remote getagt. Die Arbeitsgruppe Kommunikation – hervorgegangen aus dem Jungen Forum – wurde neu gegründet. Hervorzuheben ist die erste Hybridveranstaltung des Verbandes, der Qualitätskongress von DEGEMED und Fachverband Sucht (FVS), der Anfang Oktober stattfand.

Politik
Die politische Interessenvertretung der DEGEMED für ihre Mitglieder fand Corona-bedingt unter völlig anderen Vorzeichen als im Vorjahr statt. Die Tätigkeit aller Beteiligten war von dieser herausfordernden Arbeitssituation geprägt – inhaltlich wie operativ: So wurden während der Pandemie Gesetze zum Teil über Nacht auf den Weg gebracht, die existenziell für Reha-Kliniken waren. Zugleich wurde die Kommunikation vollständig verändert und Präsenz-Gespräche durch Videokonferenzen ersetzt. Dennoch hat die Kommunikation funktioniert: Das Netzwerk der DEGEMED hat getragen und trägt weiterhin in der Pandemie.

Öffentlichkeitsarbeit
Die Pandemie hat die Publizität des Verbandes befördert. Zahlreiche Interviews, Fach- und Fernsehbeiträge haben in den vergangenen Monaten berichtet, welche Rolle die Reha innerhalb der Pandemiebewältigung spielt. Hinsichtlich der Besucherzahlen ihrer digitalen Kanäle befand sich die DEGEMED im Berichtszeitraum auf einem Allzeithoch. Die Verdoppelung der Besucherzahlen und die Vervierfachung der Aufrufe der Verbands-Website lassen sich v.a. durch das große Interesse an der Corona-Infoseite begründen.

Fortbildungen
Bezüglich der Unterstützung der Verbandsmitglieder in ihrer Arbeit unter Pandemie-Bedingungen hatte der Verband u.a. die Webinar-Reihe „Corona – Von der Krise zur Chance“ konzipiert. Dabei wurden in mehreren Einzelmodulen Lösungsansätze zu rechtlichen, betriebswirtschaftlichen, personellen, kommunikativen und hygienerelevanten Themen vermittelt. Die weiteren zahlreichen und vielseitigen Fortbildungsangebote der DEGEMED werden im Jahresbericht nicht nur rückwirkend erwähnt – wie u.a. die gelungene Transformation von Präsenz- zu Online-Veranstaltungen –, sondern auch ein Ausblick auf 2021 gegeben.

Der Jahresbericht steht auf der Website der DEGEMED unter https://www.degemed.de/publikationen/ als E-Paper und PDF-Datei zur Verfügung und kann als Printausgabe in der DEGEMED-Geschäftsstelle angefordert werden.

https://www.degemed.de/degemed-veroeffentlicht-jahresbericht/

 

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