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DEGEMED-Verbandsmagazin titelt „Zurück zur Normalität …? Corona und Reha“

Die Beiträge sind auch in dieser Ausgabe auf die Pandemie ausgerichtet:

  • Titel: Regelversorgung in der Pandemie. Wann kommen Zuschläge?
  • Praxis: Ehemalige COVID-19-Patienten in der Reha
  • Politik: 3 Fragen an MDB Heike Baehrens (SPD)
  • Gesetze: GKV-IPReG beschlossen
  • Verband: DEGEMED goes digital – Webinare im Trend
  • Qualität: Qualitätsmanagement in Corona-Zeiten
  • Gastbeiträge: u.a. zu Auswirkungen von Corona auf Mitarbeiter des Gesundheitswesens

Die aktuelle Ausgabe des Verbandsmagazins steht auf der DEGEMED-Website als E-Paper oder als PDF zur Verfügung.

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DEGEMED-Mitgliederversammlung mit 1. Corona-Branchenumfrage

Im Rahmen ihrer digitalen Mitgliederversammlung hat die DEGEMED als erster Branchenverband Reha-Einrichtungen nach ihren Erlebnissen während der Corona-Pandemie befragt.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste die ursprünglich für April geplante Mitgliederversammlung auf den heutigen Tag verlegt werden. Die DEGEMED organisierte sie darüber hinaus als Video-Konferenz mit gestraffter Agenda und Online-Umfrage. Die Abstimmungsergebnisse bildeten dann die Grundlage für eine weitere Diskussion und die Ableitung von Aufträgen an den Verband.

Kurze Berichte der Vorstandsvorsitzenden Dr. Constanze Schaal und des Geschäftsführers Christof Lawall legten die aktuelle Arbeit des Verbandes dar. Auch mit Blick auf die Umfrage-Ergebnisse hielt Schaal fest: „Die Reha-Einrichtungen in Deutschland sind systemrelevant und beteiligen sich seit dem ersten Tag an der Bewältigung der Pandemie: Sie entlasten Krankenhäuser und gewährleisten unter erschwerten Bedingungen die medizinisch notwendige Anschlussversorgung. Nun stehen wir vor der Aufgabe, die Regelversorgung schrittweise wieder hochzufahren. Medizinische Rehabilitation in Zeiten einer Pandemie bedeutet aber einen erheblichen Mehraufwand.“

Ganz konkret ist damit der sich multiplizierende Zeit- und Kosteneinsatz gemeint, den eine Regelversorgung unter Sicherstellung des Infektionsschutzes mit sich bringt. Mitarbeiter und Rehabilitanden müssen sich völlig neu organisieren und alle internen Prozesse überdenken und gegebenenfalls anpassen. Abstände richtig einzuhalten meint beispielsweise, dass Gruppen geteilt und parallel therapiert werden. So muss ein Therapeut wesentlich mehr arbeiten oder es müssen mehr Therapeuten eingesetzt werden.

„Gemeinsam mit den gesetzlichen Reha-Trägern wollen und müssen wir Lösungen entwickeln. Die Branche hat ihre Hausaufgaben gemacht, Vorschläge erarbeitet und eingereicht. Corona-Zuschläge können dabei Versorgungssicherheit herstellen, indem sie die wirtschaftliche Stabilität der Kliniken und damit eine dauerhaft stabile Versorgungsstruktur unterstützen“, fordert Schaal.

Eine nächste Online-Mitgliederkonferenz wird außerplanmäßig bereits im September stattfinden, um den Erfahrungsaustausch in der Krise weiterhin zu gewährleisten.

(Foto: Adam Sevens)

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DEGEMED fordert vor der Anhörung im Bundestag weiterhin Verbesserungen am Gesetzentwurf zum GKV-IPReG

Am 17.06.2020 findet im Gesundheitsausschuss des Bundestages die Anhörung zum „Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung von intensivpflegerischer Versorgung und medizinischer Rehabilitation in der gesetzlichen Krankenversicherung (Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz – GKV-IPReG)“ statt. Das Gesetz ist für die Reha im Geltungsbereich des SGB V sehr wichtig. In ihrer schriftlichen Stellungnahme dazu weist die DEGEMED daher nachdrücklich auf den dringenden Änderungsbedarf hin.

Der Gesetzentwurf zum Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz – GKV-IPReG – greift im Grundsatz Forderungen der DEGEMED und der gesamten Reha-Branche auf. So findet die mit dem Gesetzentwurf beabsichtigte Aufhebung der Grundlohnsummenbindung die uneingeschränkte Unterstützung der DEGEMED. Positiv bewertet die DEGEMED außerdem die Aufhebung der Vierjahresfrist für medizinische Rehabilitation für Kinder und Jugendliche.

Die weiteren Regelungsvorschläge des Gesetzentwurfes bleiben allerdings deutlich hinter den Erfordernissen für die strukturelle Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die medizinische Rehabilitation der Krankenkassen zurück.

Die Einführung von Rahmenempfehlungen für die Inhalte von Versorgungs- und Vergütungsverträgen auf Bundesebene sollen für mehr Rechtskonformität in der Zusammenarbeit von Krankenkassen und Reha-Einrichtungen sorgen. Für den Fall des Nichtzustandekommens dieser Vorgaben soll ein Bundesschiedsamt eingerichtet werden. Diese Vorgaben werden aber nur dann Wirkung entfalten, wenn sie nicht nur bloßen Empfehlungscharakter haben, sondern in Form von abweichungsfesten Rahmenverträgen ausgestaltet werden. Die DEGEMED fordert daher verbindliche Rahmenverträge anstelle von unverbindlichen und letztlich wirkungslosen Rahmenempfehlungen.

Ebenso sind die Regelungsvorschläge zur Stärkung des Wunsch- und Wahlrechts der Leistungsberechtigten ungeeignet. Wenn Rehabilitanden heute bei der Auswahl der Reha-Einrichtung von ihrem Wunsch- und Wahlrecht Gebrauch machen, müssen sie die Mehrkosten tragen, die entstehen, wenn sie eine andere als die von der Krankenkasse vorgegebene Einrichtung auswählen. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass diese Mehrkosten zukünftig nur noch zur Hälfte von den Leistungsberechtigten zu tragen sind. Richtig wäre aber, die Rehabilitanden der Krankenkassen endlich den Rehabilitanden der gesetzlichen Renten- und Unfallversicherung gleich zu stellen. Sie müssen neben der gesetzlichen Zuzahlung keinerlei Mehrkosten tragen. Die DEGEMED fordert daher, die Verpflichtung der Rehabilitanden, die Mehrkosten zur Hälfe zu tragen, komplett zu streichen.

Die vorgesehene Möglichkeit der Direktverordnung von geriatrischer Rehabilitation durch niedergelassene Vertragsärzte geht in die richtige Richtung. Aber warum soll das nur für geriatrische Patienten gelten? Sie machen nur etwa 12 Prozent aller Reha-Fälle der Krankenkassen aus. Die DEGEMED fordert daher einen barrierefreien Zugang in die medizinische Rehabilitation durch eine Direktverordnung auch in alle anderen Indikationen. Zusätzlich sollten auch Krankenhausärzte die medizinische Rehabilitation unmittelbar durch ihre Verordnung auslösen können.

https://bit.ly/3cQc2oX

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DEGEMED-Mitgliederversammlung als Online-Video-Konferenz

Nach ihrer Corona-Info-Seite auf der Homepage und einer Corona-Webinar-Reihe für die Reha-Branche geht der Verband den nächsten Schritt und lädt die Mitglieder zur digitalen Mitgliederversammlung.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste die ursprünglich für den 1. April geplante Mitgliederversammlung auf den 17. Juni 2020 verlegt werden. Auch derzeit erlauben die geltenden Regelungen und Abstandsgebote noch keine Versammlung größerer Personengruppen in geschlossenen Räumen. Die DEGEMED organisiert ihre Mitgliederversammlung daher als Online-Video-Konferenz mit gestraffter Agenda.

„Auch in Corona-Zeiten wollen wir unsere Verbandsarbeit weiterentwickeln und laden unsere Mitglieder ein, das in diesem neuen Format zu tun. Wie für viele andere Unternehmen und Institutionen auch, ist Corona für uns ein ‚Teilchenbeschleuniger‘ hinsichtlich der Digitalisierung. Wir nehmen die Herausforderung gerne an. Unsere Mitglieder sind da schon viel weiter, agieren sie doch mit Robotik-gestützten Therapiegeräten und Virtual Reality-Laboren“, so DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall.

Zentrale Themen
Im Mittelpunkt der Online-Konferenz steht der Austausch der Mitglieder untereinander über die aktuelle Situation in den Reha-Einrichtungen. Die Konferenz beginnt mit einem Online-Voting, in dem die Teilnehmer Feedback zu relevanten Themen geben. Die Abstimmungsergebnisse bilden dann die Grundlage für eine weitere Diskussion und für die Ableitung von Aufträgen an die DEGEMED. Anschließend geben kurze Berichte der Vorstandsvorsitzenden Dr. Constanze Schaal (RehaZentren Baden-Württemberg) und des Geschäftsführers einen Überblick über die aktuelle Arbeit des Verbandes. Danach gibt es Raum und Zeit für den Erfahrungsaustausch.

Einladung per Video
Der Vorsitzende der Mitgliederversammlung, Hermann Buhlert (Klinik am See), setzt sich mit einer persönlich erstellten Video-Einladung für seine Kolleginnen und Kollegen an die Spitze der Bewegung für das neue Format. Nach mehreren Testläufen sieht er dem digitalen Austausch optimistisch entgegen: „Wir sind systemrelevant. Wir alle waren durch Corona in kürzester Zeit stark gefordert. Der Austausch untereinander ist essenziell, um weiterhin in dieser besonderen Zeit voneinander zu lernen.“

Foto: Adobe Stock (fizkes)
#rehabrauchtdich

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DEGEMED fordert schnellen Abschluss des GKV-IPReG – Corona verstärkt Handlungsdruck

Foto: Adobe Stock (pikselstock)

Heute findet die 1. Lesung des steigt der Bedarf an Rehabilitation auch für ältere Patienten, deshalb muss das Gesetz jetzt schnell verabschiedet werden.

Die Beratungen des Gesetzentwurfes haben bereits im August 2019 begonnen. Das heißt, das Gesetzgebungsverfahren wurde nicht wegen der Corona-Pandemie aufgehalten, sondern „hängt“ bereits seit neun Monaten fest.

Was ist der Inhalt des Gesetzentwurfes?
Das GKV-IPReG sieht Regelungen für medizinische Reha-Leistungen der Krankenkassen im Geltungsbereich des SGB V vor und betrifft daher in erster Linie ältere Rehabilitanden.

Der Gesetzentwurf bietet gute Ansätze, um diesen Patienten notwendige Reha-Leistungen schnell und bedarfsgerecht zukommen zu lassen, denn das GKV-IPReG sieht vor, dass geriatrische Reha-Leistungen zukünftig ohne Prüfung durch die Krankenkassen direkt verordnet werden können. Ebenso sollen Anschlussheilbehandlungen (AHB) oder Anschlussrehaleistungen (AR) für geriatrische Rehabilitation auf dem Weg des Direktzugangs möglich werden. Das ist nach Einschätzung der DEGEMED ein richtiger Schritt. Die DEGEMED fordert, dass der Direktzugang zusätzlich für alle Indikationen gelten muss, nicht nur für die Geriatrie, wenn der Grundsatz „Reha vor Pflege“ ernsthaft umgesetzt werden soll.

Die Corona-Pandemie macht den Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens nun umso drängender, weil gerade ältere Patienten in besonderer Weise unter der Pandemie leiden.

Darüber hinaus ist es dringend notwendig, dass die im Gesetzentwurf vorgesehene Aufhebung der Grundlohnsummenbindung schnell wirksam wird. Durch die Aufhebung der Grundlohnsummenbindung können zukünftig bessere, weil angemessene Vergütungen von Reha-Leistungen vereinbart werden. Das wird ebenfalls seit langem von der DEGEMED gefordert.

Bereits vor Beginn der Pandemie war die Vergütung von Reha-Leistungen im Geltungsbereich des SGB V nicht ausreichend.

Seit Beginn der Pandemie haben Reha-Kliniken darüber hinaus erhebliche Belegungsrückgänge bis hin zur vollständigen Schließung hinnehmen müssen. Dies hat drastische Einnahmerückgänge zur Folge, die für einige Reha-Kliniken existenzbedrohend sind. Die Vergütungsrückgänge in Folge der Pandemie werden durch die finanziellen Rettungsschirme der Bundesregierung abgefangen. Sie sind zeitlich bis zum 30.09.2020 befristet und verhindern lediglich Liquiditätsengpässe der Kliniken. Die Rettungsschirme entschärfen die finanzielle Lage der Kliniken daher nicht dauerhaft. Um eine dauerhafte Verbesserung der Vergütung von Reha-Leistungen zu erreichen, muss daher zusätzlich die Grundlohnsummenbindung aufgehoben werden.

Darüber hinaus enthält das Gesetz weitere wichtige Regelungen:

• Die Stärkung des Wunsch- und Wahlrechts, durch die anteilige Übernahme von Zusatzkosten durch die Krankenkassen, die bisher allein von den Rehabilitanden getragen werden.
• Die Einführung von Rahmenempfehlungen, die das Vertragsverhältnis zwischen Reha-Kliniken und Krankenkassen transparenter und gleichberechtigter gestalten sollen.
• Die Einführung einer Berichtspflicht des GKV-Spitzenverbandes gegenüber dem Deutschen Bundestag über die Entwicklung der geriatrischen Rehabilitation.

Nach Auffassung der DEGEMED gehen die Vorschläge, die im GKV-IPReG hierzu gemacht werden, in die richtige Richtung. Im Detail besteht aber dringender Korrekturbedarf. So fordert die DEGEMED gegenüber dem Gesetzentwurf Verbesserungen beim Zugang zu Rehabilitation und bei der vorgesehenen Regelung zur Übernahme der Zusatzkosten, wenn Rehabilitanden vom Wunsch- und Wahlrecht Gebrauch machen. Ebenso sollten die vorgesehenen Rahmenempfehlungen zu Versorgungs- und Vergütungsvereinbarungen durch abweichungsfeste Rahmenverträge ersetzt werden.

Wichtig ist es, dass diese Korrekturen am Gesetzentwurf nun schnell erfolgen, damit die Verbesserungen für Reha-Kliniken noch in diesem Jahr wirksam werden können.

 

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DEGEMED startet Webinar-Reihe: „Corona – Von der Krise zur Chance“

Weiterbildung für die Reha-Branche bietet die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) e.V. neben der politischen Vertretung für ihre Mitglieder und die Zertifizierung von Einrichtungen bereits seit vielen Jahren an. Aus Anlass der Corona-Pandemie startet der Verband am 11. Mai eine neue Webinar-Reihe.

Die Corona-Pandemie hat Leben und Arbeiten komplett verändert und dynamisiert. Die Auswirkungen stellen Menschen und Unternehmen vor größte Herausforderungen. Die DEGEMED unterstützt Reha-Einrichtungen dabei, sich bestmöglich auf die neue Situation einzustellen und die Krise als Chance zu begreifen, indem sie Wege und Strategien zur Bewältigung aufzeigt. Unterstützt wird sie dabei durch Experten der ZEQ AG, einer der führenden Unternehmensberatungen für Krankenhäuser, Psychiatrien und Rehakliniken sowie durch einen Spezialisten der Krisenkommunikation.

Zunächst bis in die erste Juli-Woche hinein werden in einer Auftaktveranstaltung und fünf Einzelmodulen Lösungsansätze zu rechtlichen, betriebswirtschaftlichen und kommunikativen Themen angeboten. Die interaktiven Veranstaltungen dauern jeweils zwei oder drei Stunden und sind frei kombinierbar. Zielgruppe sind Geschäftsführung und leitende Mitarbeiter in Rehabilitationseinrichtungen. Die Inhalte werden dabei flexibel an die aktuelle Entwicklung und die Fragestellungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer angepasst. Bei Bedarf werden ergänzende Module mit weiteren Experten entwickelt.

Die detaillierten Inhalte der Webinar-Reihe finden Sie hier: https://bit.ly/2xBq2Vg

Ansprechpartnerin für Veranstaltungen bei der DEGEMED ist Conny Rodtmann, c.rodtmann@degmed.de

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Akuelle RehaStimme titelt: Starker Partner in Corona-Zeiten − Reha braucht Dich!

Ein wenig Normalität in außergewöhnlichen Zeiten: Die aktuelle Ausgabe des DEGEMED-Verbandsmagazins RehaStimme ist erschienen. Sie können sie im Internet als E-Paper oder als PDF lesen.

Es erwarten Sie u.a. diese Themen:

  • Titelthema: Starker Partner in Corona-Zeiten − Reha braucht Dich!
  • Politik: Sozialschutzpaket
  • Gesetzgebung: Krankenhausentlastungsgesetz
  • Verband: Mitglieder entlasten Akutkliniken
  • Außerdem: Patientendatenschutzgesetz, DEGEMED-Arbeitskreise und ein Doppelinterview mit den Geschäftsführern des BV BFW und der DEGEMED

Das Verbandsmagazin der DEGEMED erscheint vier Mal im Jahr und wird im kostenfreien E-Mail-Abonnement verschickt und in gedruckter Form per Post versendet. Die Aufnahme in den Verteiler ist über die DEGEMED-Website möglich.

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Reha entlastet Akut-Kliniken: DEGEMED Mitglieder in Niedersachsen sind dabei

Gestern ist das COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz des Bundes in Kraft getreten. Als erstes Bundesland hat Niedersachsen auf Grundlage dieser Bestimmung reagiert.

Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) ordnete an, dass 22 niedersächsische Reha-Einrichtungen umgehend Patienten aus Krankenhäusern übernehmen sollen. Dadurch würden Kapazitäten von rund 2.000 Klinik-Betten für Corona-Erkrankte frei.

Den Reha-Einrichtungen wird dadurch der Status eines Krankenhauses verliehen, und sie können so zur Entlastung von Akut-Kliniken in der Region beitragen.

Die DEGEMED begrüßt das und appelliert an andere Bundesländer, von dieser Möglichkeit ebenfalls Gebrauch zu machen und schnell zu handeln. In Richtung seiner Mitglieder sagt Christof Lawall, Geschäftsführer der DEGEMED zu, sich in ihrem Sinne für die praktische Umsetzung und die finanziellen Regelungen stark zu machen: „Das Vorgehen in Niedersachsen unterstreicht den Stellenwert der Reha in der momentanen Situation. Wir finden das gut und sind bereit zu helfen.“

Auch drei DEGEMED-Mitgliedseinrichtungen sind in Niedersachsen dabei: die Kirchberg-Klinik in Bad Lauterberg, die Landgrafen Klinik in Bad Nenndorf und die Klinik DER FÜRSTENHOF in Bad Pyrmont. Der ausdrückliche Dank der DEGEMED geht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Kliniken. Alle drei Einrichtungen werden von Vorstandsmitgliedern der DEGEMED geleitet.

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DEGEMED drängt auf schnelle Umsetzung der Reha-Schutzschirme

Der Bundesrat hat heute das Sozialschutzpaket und das COVID-19 Krankenhausentlastungsgesetz verabschiedet. Die Medizinische Reha begrüßt das, da die neuen Gesetze Schutzschirme für sie bieten. DEGEMED drängt nun auf eine schnelle Umsetzung der Entlastungsprozesse für Einrichtungen, die Akut-Kliniken unterstützen sollen, während sie selbst vor Liquiditätsproblemen stehen.

Die neuen Schutzschirme sollen vor allem die negativen wirtschaftlichen Folgen für Reha-Einrichtungen durch die aktuellen Belegungseinbrüche bekämpfen und den Erhalt der Leistungsanbieter sichern. Diese werden in der Corona-Pandemie vor zwei Herausforderungen gestellt: Sie sollen Akutpatienten annehmen, um Krankenhäuser zu entlasten, und sie haben große Belegungsschwankungen, was zu finanziellen Engpässen führt. Hierbei geht es um über eintausend Einrichtungen und 200.000 Mitarbeiter.

„Die aktuellen Gesetze sind eine starke Botschaft zur Sicherung unserer einmaligen Reha-Infrastruktur in Deutschland. Sie war noch nie so wertvoll wie in dieser Krisensituation. Ich appelliere an alle Reha-Einrichtungen, sich mit ihrer medizinischen Kompetenz jetzt einzubringen,“ fordert DEGEMED-Vorsitzende Dr. Constanze Schaal.

„Die Gesetzgebung war in ihrer Geschwindigkeit der aktuellen Situation angemessen. Wir fordern nun eindringlich dasselbe Tempo bei der Umsetzung dieser Gesetze in Form von Antragsformularen und -prozessen“, so Christof Lawall, Geschäftsführer der DEGEMED. Die Zuschüsse müssten schnell, am besten schon ab der kommenden Woche fließen, um die kurzfristige Liquidität der Reha-Einrichtungen zu sichern, meint Lawall. Ohne eine zügige Umsetzung müssten zahlreiche Anbieter in wenigen Tagen den Betrieb einstellen. Dabei bräuchte das Gesundheitssystem sie in der aktuellen Situation dringend zur Unterstützung der Krankenhäuser und für die Eindämmung der Corona-Pandemie.

Zum Hintergrund
Im Sozialschutzpaket erhalten die gesetzlichen Reha-Träger den Sicherstellungs-auftrag für die medizinischen Reha-Einrichtungen. Dies bedeutet, dass die Reha-Einrichtungen monatliche Zuschüsse erhalten und dadurch wirtschaftlich stabili-siert werden, auch wenn sie im Augenblick infolge der Corona-Pandemie kaum be-legt werden. Die Zuschüsse betragen 75 Prozent der durchschnittlichen monatli-chen Zahlungen der Reha-Träger an die Reha-Einrichtungen in den letzten zwölf Monaten.

Das Sozialschutzpaket gilt jedoch nicht für die medizinische Reha der Krankenkas-sen. Diese Lücke wird im COVID-19 Krankenhausentlastungsgesetz geschlossen. Reha-Einrichtungen sollen danach Ausgleichszahlungen beantragen können, wenn Reha-Leistungen der Krankenkassen ausfallen. Die Zuschüsse sind auf 60 Prozent der Erlösausfälle begrenzt.

Foto: adobe stock (ArndtLow)

Foto ausschließlich zur redaktionellen Nutzung, nur bei Nennung der Quelle und des Urhebers, nur im Kontext dieser Meldung, nur in den nächsten 3 Monaten.

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Bundestag beschließt Reha-Schutzschirme

Der Deutsche Bundestag berät und entscheidet heute über mehrere Maßnahmenpakete zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie. Zwei davon betreffen direkt auch die medizinische Rehabilitation. Sie sollen vor allem die negativen wirtschaftlichen Folgen für Reha-Einrichtungen durch die aktuellen Belegungseinbrüche bekämpfen und den Erhalt der Leistungsanbieter sichern.

Im Sozialschutzpaket erhalten die gesetzlichen Reha-Träger den Sicherstellungsauftrag für die medizinischen Reha-Einrichtungen. Dieser Sicherstellungsauftrag bedeutet, dass die Reha-Einrichtungen monatliche Zuschüsse erhalten und dadurch wirtschaftlich stabilisiert werden, auch wenn sie im Augenblick infolge der Corona-Pandemie kaum belegt werden. Die Zuschüsse betragen 75 Prozent der durchschnittlichen monatlichen Zahlungen der Reha-Träger an die Reha-Einrichtungen in den letzten zwölf Monaten. DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall begrüßt das Maßnahmenpaket: „Dieser Sicherstellungsauftrag ist dringend nötig. Inzwischen gibt es in allen Reha-Einrichtungen in ganz Deutschland starke Belegungseinbrüche. Ohne diesen Schutzschirm werden zahlreiche Anbieter in wenigen Tagen den Betrieb einstellen. Dabei brauchen wir sie in der aktuellen Situation dringend zur Unterstützung der Krankenhäuser und für die Eindämmung der Corona-Pandemie.“

Allerdings gilt das Sozialschutzpaket nicht für die medizinische Reha der Krankenkassen. Diese Lücke wird in einem weiteren Gesetz, dem COVID-19 Krankenhausentlastungsgesetz geschlossen. Reha-Einrichtungen sollen danach Ausgleichszahlungen beantragen können, wenn Reha-Leistungen der Krankenkassen ausfallen. Die Zuschüsse sind auf 60 Prozent der Erlösausfälle begrenzt. Das ist keine optimale Lösung aus Sicht der DEGEMED. „Besser wäre ein einheitlicher Schutzschirm für alle Reha-Leistungen und -Einrichtungen mit einheitlichen Verfahren und Zuschüssen gewesen. Jetzt kommt es aber vor allem auf das Tempo an. Die Zuschüsse müssen schnell, am besten schon ab der kommenden Woche fließen, um die kurzfristige Liquidität der Reha-Einrichtungen zu sichern“, mahnt Lawall.

Die DEGEMED ist der Spitzenverband der medizinischen Rehabilitation. Sie setzt sich für die Interessen der stationären und ambulanten Rehabilitationseinrichtungen ein und ist offen für alle Betreibermodelle und Rechtsformen. Ihre Anliegen und Themen vertritt die DEGEMED gegenüber Politik, Leistungsträgern und Öffentlichkeit.

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