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DEGEMED fordert von den künftigen Koalitionspartnern finanziellen Ausbau und Stärkung der medizinischen Rehabilitation

Im Vorfeld der anstehenden Koalitionsverhandlungen fordert die DEGEMED die Verhandlungspartner auf, die medizinische Rehabilitation in der kommenden Wahlperiode deutlich zu stärken und finanziell auszubauen, weil Rehabilitation einen elementaren Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie leistet.

Long- und Post-COVID Erkrankungen betreffen circa zehn bis 20 Prozent der Patient_innen, die an COVID-19 erkranken. Das sind mindestens 400.000 oder mehr Menschen, die Behandlungsbedarf in Reha-Einrichtungen haben, um diese Folgeerkrankungen zu therapieren.

Für viele Betroffene bedeuten die langfristigen Folgen der COVID-19 Infektion auch eine akute Gefährdung der Erwerbstätigkeit. Der Erhalt der Erwerbsfähigkeit ist eine der zentralen Aufgaben der Rehabilitation und volkswirtschaftlich außerordentlich wichtig.

„Wir können es uns nicht leisten, angesichts des ohnehin bestehenden Fachkräftemangels Berufstätige auf Grund von Long- oder Post-COVID durch lange Krankheitszeiten oder gar Frühverrentung als Erwerbstätige und Beitragszahler_innen zu verlieren“, so Christof Lawall, Geschäftsführer der DEGEMED, in seiner Begrün-dung der Forderungen der DEGEMED.

Reha-Einrichtungen helfen seit Beginn der Pandemie, den Betroffenen die zum Teil erheblichen Krankheitsfolgen zu bewältigen. Kennzeichnend für die Folgeerkrankungen ist, dass es sich in der Regel um multimorbide Krankheitsbilder handelt. Für diese komplexen Krankheitsbilder hat die medizinische Rehabilitation bereits erfolgreiche Therapiekonzepte entwickelt. Inzwischen belegen nicht nur praktische Therapieerfolge, sondern auch wissenschaftliche Studien die Wirksamkeit der medizinischen Rehabilitation bei der Behandlung von Long- und Post-COVID.

„Der größte Teil der Arbeit zur Bewältigung der Pandemiefolgen liegt noch vor uns. Der Medizinischen Rehabilitation kommt dabei eine herausragende Bedeutung zu. Daher muss die künftige Bundesregierung die medizinische Rehabilitation stärken, wenn sie die Pandemie bewältigen will. Dazu gehört die ausreichende Finanzierung der Forschung zu Long- und Post-COVID, aber auch die bedarfsgerechte Anpassung des Reha-Budgets der Deutschen Rentenversicherung (DRV). 400.000 Menschen benötigen schnelle Hilfe; deshalb muss die zukünftige Bundesregierung schnell handeln,“ unterstreicht Christof Lawall die Forderungen an die zukünftigen Regierungspartner.

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DEGEMED begrüßt S1-Leitlinie zu Post-COVID/Long-COVID und prognostiziert großen Reha-Bedarf

Die von der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen Fachgesellschaften (AWMF) im August veröffentlichte Leitlinie fasst die aktuellen Erkenntnisse zur Häufigkeit und von Symptomen zusammen. Sie gibt Empfehlungen zu Diagnostik und Behandlung und stellt klar: Die medizinische Reha ist in vielen Fällen die geeignete Intervention. Unklar ist noch die Anzahl betroffener Patient_innen. Die DEGEMED  rechnet mit mehreren Hunderttausend Fällen in den nächsten zwölf Monaten.

Die Leitlinie basiert auf Erfahrungen unterschiedlicher Expert_innen und entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Sie spricht von Long-COVID, wenn bei Corona-Erkrankten Symptome länger als vier Wochen fortbestehen. Als Post-COVID-Syndrom bezeichnet die Leitlinie zusätzlich Syndrome, die auch zwölf Wochen nach Erkrankungsbeginn noch nicht verschwunden sind. Die Bandbreite möglicher Beschwerden ist sehr groß: Neben der unmittelbaren Beeinträchtigung der Atemwege werden Fatigue, Müdigkeit, Einschränkungen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, Verlust oder Einschränkung von sensomotorischen Fähigkeiten, Husten, Schlafstörungen, Schwindel, Übelkeit, Herzrasen, Depressionen sowie Angststörungen genannt.

Bis zu 15 Prozent der Corona-Erkrankten weisen nach der Leitlinie eines oder mehrere dieser Symptome auf. Im Hinblick auf die circa vier Millionen Erkrankten in Deutschland seit Februar 2020 bedeutet das eine Zahl von bis zu 600.000 Patient_innen. Zur Therapie empfiehlt die Leitlinie eine symptomorientierte Behandlung sowie medizinische Rehabilitation für all diejenigen Erkrankten, die so stark betroffen sind, dass ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bedroht ist.

„Die S1-Leitlinie macht deutlich: Nach der Akutversorgung kommt es bei der Bewältigung der Pandemiefolgen entscheidend auf die medizinische Reha an“, so Christof Lawall, Geschäftsführer der DEGEMED. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass die S1-Leitlinie dies so klar einfordert. Medizinische Reha muss bei Long-COVID und Post-COVID Teil der Regelversorgung sein. Nur so werden wir die Auswirkungen der Pandemie auffangen und den Betroffenen effektiv helfen können“, fordert Lawall. Bisher haben allerdings nur ein kleiner Teil der Erkrankten an einer Reha teilnehmen können. Die DEGEMED rechnet mit mehreren Hunderttausend Patienten zusätzlich in den Reha-Einrichtungen in den nächsten zwölf Monaten.

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DEGEMED bietet Reha-Wahl-Check 2021

Der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021 geht in die entscheidende Phase. Für den Schlussspurt stellt die DEGEMED auch in diesem Jahr wieder einen Reha-Wahl-Check zur Verfügung. Er ist ein weiteres Instrument, um die Programme der Parteien auf ihre Reha-Tauglichkeit zu prüfen.

Die DEGEMED hat für die Bundestagswahl 2021 einen Reha-Wahl-Check entwickelt. Er enthält Aussagen der Parteien zur medizinischen Rehabilitation sowie Gesundheits- und Sozialpolitik. Berücksichtigt wurden die Programme der Parteien, die am 26. September Chancen haben, in den Deutschen Bundestag gewählt zu werden.

Der Reha-Wahl-Check ist für Mitarbeiter_innen von Reha-Einrichtungen und für alle konzipiert, die für Leistungen in Rehabilitation und Teilhabe Verantwortung tragen. Aber auch allgemein gesundheitspolitisch Interessierte werden ihn gerne nutzen. Er verschafft einen ersten Überblick über die Profile der Parteien und deren Übereinstimmung mir den eigenen Präferenzen. Mit 20 Klicks ist man in rund zehn Minuten am Ziel und kann so prüfen, ob man mit der eigenen Wahl richtigliegt.

DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall: „Der Reha-Wahl-Check ist ein Beitrag zu mehr Transparenz und unterstützt die Meinungsbildung der Wähler_innen. Für uns als Verband ist er − neben den Wahlprüfsteinen und den zahlreichen persönlichen Gesprächen im Rahmen der Reha-Zukunftsstaffel − ein weiteres Instrument, um die Programme der Parteien auf ihre Reha-Tauglichkeit zu prüfen.“

Der Reha-Wahl-Check orientiert sich strukturell und methodisch am Wahl-O-Mat®, den die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) seit dem Jahr 2002 zu Bundestagswahlen anbietet.

Zusammen mit einer kurzen Bedienungsanleitung ist der Reha-Wahl-Check auf der Website der DEGEMED zu finden: www.degemed.de/politik/reha-wahlcheck/

Die Wahlprüfsteine der DEGEMED finden Sie hier: www.degemed.de/politik/wahlpruefsteine_2021/
Die Kampagne Reha-Zukunftsstaffel finden Sie hier: www.degemed.de/kampagne/

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20 Jahre SGB IX – DEGEMED zieht gemischte Bilanz

Vor genau 20 Jahren, am 01.07.2001, trat das Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) in Kraft und schuf eine neue Grundlage für das moderne Rehabilitationsrecht in Deutschland.

Die Erwartungen waren hoch, als die damalige rot-grüne Bundesregierung die Modernisierung des Rehabilitationsrechts in ihrem Koalitionsvertrag vereinbarte. Die DEGEMED hatte damals Vorschläge für ein zeitgemäßes Rehabilitationsrecht entwickelt und klare gesetzliche Regelungen gefordert. Vor allem das Verhältnis von Patient_innen, Leistungsträgern und Leistungserbringern sollte neu justiert und verbindlicher ausgestaltet werden.

„Die hohen Erwartungen hat das SGB IX nur teilweise erfüllt“, bilanziert DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall. „Das SGB IX setzt klare Fristen für die Bearbeitung von Reha-Anträgen und zur Durchführung von Begutachtungen. Das führt zu einer deutlichen Beschleunigung der Antrags- und Bewilligungsverfahren. Patient_innen profitieren davon sehr. Ebenso hat das SGB IX eine klare und einheitliche Grundlage für das Wunsch- und Wahlrecht geschaffen und damit die Selbstbestimmung der Patient_innen deutlich erhöht“, hebt Lawall hervor.

Auf der anderen Seite sei es nicht gelungen, klare und verbindliche Regelungen für die Zusammenarbeit von Leistungsträgern und Leistungsanbietern zu schaffen. „Hier enthält das SGB IX nur wenige Programmsätze. Die wirklich wichtigen Fragen etwa zur Vergütung werden gar nicht oder weiter in den Einzelgesetzen der Leistungsträger geregelt“, moniert Lawall. Ein wirksames Rahmenrecht müsse aber auch bei diesen wichtigen Fragen die Standards setzen.

Die DEGEMED appelliert daher an Politik und Gesetzgeber, in der künftigen Legislaturperiode die bisherigen Regelungen des SGB IX auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und nachzuschärfen.

https://www.degemed.de/sgbix/

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Bundesminister Jens Spahn übernimmt Reha-Zukunftsstaffel von Heike Baehrens (MdB)

Foto: Heike Baehrens, MdB

Am Rande der Sitzung des Gesundheitsausschusses am 09. Juni 2021 setzen die beiden Politiker ein klares Zeichen für die medizinische Rehabilitation.

Die Abgeordnete des Deutschen Bundestages, Heike Baehrens (SPD), hat in der vergangenen Woche den Staffelstab der Reha-Zukunftsstaffel 2021 der DEGEMED an Gesundheitsminister Jens Spahn übergeben. Beide geben damit ein klares Bekenntnis zur Reha-Branche ab und setzen sich für ihre Zukunftsfähigkeit ein. „Mit Freude und Nachdruck übergebe ich den Staffelstab mit den Forderungen der Reha-Einrichtungen aus meinem Wahlkreis an den Bundesminister Spahn. Die Rehabilitation braucht eine auskömmliche Finanzierung und die Beschäftigten haben gute Arbeitsbedingungen und eine faire Entlohnung verdient“, meint Heike Baehrens. Sie hatte zuvor in ihrem Wahlkreis Göppingen den Staffelstab aus den Händen der Reha-Einrichtung in Bad Boll übernommen.

Die Übergabe der Reha-Zukunftsstaffel ist Teil einer Kampagne der DEGEMED. Mit der Staffelübergabe demonstrieren Politiker_innen der Bundes- und Landesebene in diesem Wahljahr ihre Solidarität mit den Anliegen der Reha-Branche. Reha-Einrichtungen werden in den nächsten Monaten zahlreiche Bundes- und Landespolitiker_innen ansprechen und bis zum Tag der Bundestagswahl mit Staffelübergaben aktiv in den Wahlkampf eingreifen, um für die Botschaften der Branche einzutreten.

Das Junge Forum der DEGEMED hat die Kampagne und die Staffelübergabe konzipiert und vorbereitet. Das Junge Forum ist ein Zusammenschluss junger Geschäftsführer_innen und leitenden Angestellten von Mitgliedsunternehmen der DEGEMED. Ihr Ziel: Lauter werden und der Reha Gehör verschaffen! Sie setzen dabei vor allem auf frische und zeitgemäße Kommunikation in den sozialen Medien.

https://www.degemed.de/bundesminister-jens-spahn-uebernimmt-reha-zukunftsstaffel-von-heike-baehrens-mdb/

 

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DEGEMED vertritt Reha-Branche bei Bundestagsanhörung zu Long-COVID

Am 07.06.2021 führt der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages eine Anhörung durch, die sich mit politischen Forderungen zum Umgang mit Long-COVID Erkrankungen befasst. Von allen Reha-Verbänden ist nur die DEGEMED als Sachverständige geladen.

Long-COVID Erkrankungen betreffen ca. 10 Prozent der Patient_innen, die an COVID-19 erkranken. Symptome von Long-COVID treten häufig im Bereich der Pneumologie auf, aber nicht nur. Auch Herz-Kreislauf Beschwerden oder neurologische Ausfälle können die Folge sein, ebenso wie Angststörungen oder andere psychosomatische Erkrankungen. Diese Folgeerkrankungen treten auch bei zunächst symptomarmen COVID-19 Verläufen auf.

Für die betroffenen Patient_innen ist es sehr wichtig, dass sie zeitnah zur Erkrankung eine adäquate Behandlung erhalten. Viele der betroffenen Patient_innen erhalten diese Hilfe durch medizinische Rehabilitation. Daher ist Long-COVID für Reha-Einrichtungen ein sehr wichtiges Thema und wird dies auch noch längerfristig über das Ende des akuten Infektionsgeschehens hinaus bleiben.

Umso wichtiger ist es, dass die Reha-Branche in der Anhörung durch die DEGEMED vertreten ist, denn Reha-Kliniken verfügen über eine hohe Expertise zu Long-COVID. Seit über einem Jahr behandeln Reha-Kliniken betroffene Patient_innen und haben daher umfangreiche praktische Erfahrungen gesammelt. Zugleich begleiten Reha-Kliniken diese Arbeit mit Studien, die diese praktischen Erfahrungen wissenschaftlich untermauern.

Die DEGEMED wird durch ihren Geschäftsführer, Christof Lawall, vertreten. „Die Anhörung zeigt, dass die Politik die Wichtigkeit des Themas verstanden hat und richtige Forderungen stellt. Reha-Einrichtungen haben sehr hohe Kompetenz bei der Anwendung von multiprofessionellen Komplexleistungen, daher sollten z.B. Long-COVID Behandlungszentren vor allem in Reha-Einrichtungen angesiedelt werden, um diese Kompetenz bestmöglich zu nutzen“, so Christof Lawall in einer ersten Bewertung der Anträge der Bundestagsanhörung.

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Reha-Zukunftsstaffel 2021 der DEGEMED im Superwahljahr

Nach der Auftaktveranstaltung mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Stefan Zierke (SPD) folgen in der kommenden Woche gleich zwei weitere Staffelübergaben an Mitglieder des Deutschen Bundestages: Heike Baehrens (SPD), Berichterstatterin für Rehabilitation und Pflegebeauftragte ihrer Fraktion und Alexander Krauß (CDU/CSU), Berichterstatter seiner Fraktion im Ausschuss für Gesundheit.

Ende April startete die Aktion der „Reha-Zukunftsstaffel 2021“, die die DEGEMED-Arbeitsgruppe Kommunikation entwickelt hat. Im Superwahljahr will sie Politiker_innen vermitteln, was Reha-Einrichtungen brauchen, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein. Reha-Einrichtungen übergeben dabei ihren regionalen Politiker_innen den Staffelstab gepaart mit Informationen und Forderungen der Branche. Die Aktionen werden verstärkt über die Sozialen Medien kommuniziert. Ein Kampagnen-Werkzeugkasten mit analogen und digitalen Tools für alle Mitglieder und interessierte Einrichtungen steht zur Verfügung und wird sukzessive ausgebaut.


Die nächsten Termine finden statt:

Di., 1. Juni 2021, 12.00 Uhr: Thermalbad Wiesenbad (Sachsen), Wahlkreis Erzgebirgskreis
Mi., 2. Juni 2021, 10.00 Uhr: Rehaklinik Bad Boll (Baden-Württemberg), Wahlkreis Göppingen

Mehr Informationen auf der Kampagnen-Seite der DEGEMED:
www.degemed.de/kampagne

Und auf den Social Media Kanälen der DEGEMED:
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DEGEMED After Work: neuer digitaler Politik-Dialog erfolgreich gestartet

Mit einem Hattrick − einem Dreifachtreffer − hat die DEGEMED am 12. April ein neues Diskussionsformat eröffnet. In einer Veranstaltung hat der Berichterstatter für Digitalisierung im Gesundheitswesen, der Bundestagsabgeordnete Dirk Heidenblut, das neue digitale Diskussionsformat der DEGEMED zum Thema Digitalisierung bestritten.

Der Dialog startete mit einem Input zum Stand der aktuell laufenden Bundesgesetzgebung. Im Anschluss stand Dirk Heidenblut den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im direkten Austausch für ihre Fragen zur Verfügung. Als Berichterstatter des „Gesetzentwurfes zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege“, der zurzeit auf der Agenda des Gesundheitsausschusses steht, konnte er auch detaillierte Nachfragen zu den Themen: Elektronische Patientenakte, APPS, DIGAS auf Rezept, Digitale Identitäten und zukünftiger Umgang mit Notfalldaten beantworten.

Über dieses Gesetz hinaus, stellten die Gäste des Dialoges Fragen zu den bereits laufenden Vorbereitungen zur Einbindung von Reha-Einrichtungen an die Telematik Infrastruktur (TI). Ebenso diskutierten die Vertreter von fast 50 Reha-Einrichtungen Finanzierungsfragen, die mit der TI-Anbindung im Zusammenhang stehen mit dem Experten aus der Politik. Der Bundestagsabgeordnete sagte zum Abschluss des Austausches zu, die Themen und Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die politischen Beratungen mitzunehmen.

„Gerade im Wahljahr 2021 ist es uns besonders wichtig, an den Austausch mit der Politik anzuknüpfen, denn wir denken, dass uns die Pandemie von vielen Dingen abhalten kann, aber nicht davon, mit Politikerinnen und Politikern im Gespräch zu bleiben. Genau das ist uns heute Abend erfolgreich gelungen,“ erklärt Christof Lawall, Geschäftsführer der DEGEMED die Motivation für das neue Veranstaltungsformat.

Der digitale After Work greift die Idee des DEGEMED Dialoges auf, der den Mitgliedern der DEGEMED zweimal im Jahr die Möglichkeit zum direkten, informellen Austausch mit Bundespolitikerinnen und -politikern bietet, aber bislang ein Präsenzformat war. Mit dem digitalen After Work ist es gelungen, diesen fachlichen Austausch trotz Pandemie fortzusetzen. Das Format wird daher erneut stattfinden.

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DEGEMED fordert mehr Schub für Präventionsleistungen

Die DEGEMED fordert im aktuellen Positionspapier Prävention mehr Informationen über bestehende Präventionsangebote, einen engagierten Ausbau der Anbieterstruktur und betriebswirtschaftlich sinnvolle Vergütung.

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besteht seit vier Jahren die Möglichkeit, Präventionsleistungen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) in Anspruch zu nehmen, um ersten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu begegnen, bevor daraus medizinisch behandlungsbedürftige Erkrankungen werden.

Die Präventionsleistungen beinhalten die Themen Gewichtsregulation, Stressbewältigung und körperliche Bewegung. Das Training findet sowohl mit Anleitung statt als auch in einer eigenständigen Trainingsphase. Dies soll eine möglichst dauerhafte Verhaltensänderung unterstützen. Die Kosten für die Präventionsleistung trägt die DRV.

Seit Sommer 2020 betreibt die DRV ein Internetportal www.rv-fit.de. Damit sollen Leistungsberechtigte unkompliziert Zugang zum bestehenden Präventionsangebot bekommen, nur kaum jemand kennt diese Seite. Daher fordert die DEGEMED in ihrem Positionspapier Prävention die DRV auf, das bestehende Angebot in der Öffentlichkeit bekannter zu machen.

Ein weiteres Problem besteht in den verfügbaren Angeboten. Derzeit gibt es noch nicht ausreichend Reha-Einrichtungen, die Präventionsleistungen anbieten. Damit haben die Leistungsberechtigten zurzeit noch zu wenig Möglichkeiten, die für sie ideale Einrichtung auszuwählen. Daher muss nach Auffassung der DEGEMED ebenfalls die Anbieterstruktur ausgebaut werden

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Vergütung der Leistungen. Damit mehr Einrichtungen Präventionsangebote durchführen, muss die Vergütung wirtschaftlich sinnvoll sein.

Das sind nur drei Forderungen der DEGEMED im aktuellen Positionspapier. Das vollständige Positionspapier finden Sie hier: https://www.degemed.de

Neben der Veröffentlichung in den Medien, adressiert die DEGEMED das Positionspapier Prävention an Vertreterinnen und Vertreter in Politik und Bundesregierung, verschiedene Leistungsträger, Verbände von Gesundheitsberufen, Sozialverbände, Tarifpartner und weitere Präventionsträger. Damit soll ein konstruktiver Diskussionsprozess angestoßen werden, der neben inhaltlichem Austausch gleichfalls für mehr Bekanntheit des Präventionsangebotes bei den relevanten Akteuren sorgt.

Darüber hinaus vertieft die DEGEMED das Thema Prävention auch beim diesjährigen digitalen Reha-Kolloquium. Am 24.03.2021 findet von 12.15 bis 13.45 Uhr eine Kooperationsveranstaltung zum Thema „Prävention vor Rehabilitation – Perspektiven und Angebote von Betrieben“ statt. Gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke werden in Impulsvorträgen Praxisbeispiele aus der Präventionsarbeit vorgestellt und diskutiert.

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Über eine Million Rehabilitanden seit Beginn der Pandemie

Die medizinischen Reha-Einrichtungen stehen seit Beginn der Pandemie im vergangenen Jahr bei der Bewältigung dieser Krise in der ersten Reihe. Sie sichern die Regelversorgung für chronisch Kranke oder für Patienten im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt, etwa nach einem Herzinfarkt, nach einem Schlaganfall oder nach einer Krebserkrankung. Im vergangenen Jahr betraf das trotz Corona-Pandemie mehr als eine Million Menschen.

Anlässlich des Jahrestages des Pandemiebeginns in Deutschland, zieht die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) e.V. ein vergleichsweise positives Resümee. Zwar ging die Zahl der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden im Vergleich zum Vorjahr zurück, doch hätte die Mehrzahl der Menschen eine notwendige Reha angetreten. Das allgemeine Verständnis dafür, dass eine Verzögerung den Genesungsprozess nicht fördere, sondern ihn verschlechtere, sei bei Patienten, Angehörigen und Ärzten gleichermaßen vorhanden, so die DEGEMED.

Die Sorge, sich in Pandemiezeiten in einer Reha-Einrichtung zu infizieren, ist unbegründet. Denn bisherige Erfahrungen zeigten dort ein generell niedriges Infektionsrisiko. Die Mehrzahl der Reha-Einrichtungen hat sich bereits seit Frühsommer 2020 mit strengen Hygienekonzepten und Abstandsvorschriften auf die Pandemie eingestellt und ist anschließend – auch in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern – jeden Entwicklungsschritt mitgegangen. Neben Maskenpflicht und kürzeren Reinigungsintervallen heißt das u.a., dass sich Hygiene-Abstände durch geteilte Therapiegruppen und Essenszeiten im Mehr-Schichten-System etabliert haben. Darüber hinaus gelten ein striktes Aufnahme-Management, Testroutinen bei Mitarbeitern und Rehabilitanden, die Quarantäne von Infizierten sowie Impfangebote für die Belegschaft.

Um die Zahl der Rehabilitanden zukünftig noch zu erhöhen, bietet die DEGEMED aktuell die „Checkliste Infektionsschutz in Reha-Einrichtungen“. Diese umfasst zehn Punkte mit kurzen Erläuterungen und kann als Kriterienkatalog eine Entscheidungshilfe für unentschlossene Rehabilitanden sein.

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