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106. Wissenschaftliche Jahrestagung „Teilnehmen und teilhaben – Bio-psycho-soziale Suchthilfe in Deutschland“

Unter dem Titel „Teilnehmen und teilhaben – Bio-psycho-soziale Suchthilfe in Deutschland“ veranstaltet der Bundesverband Suchthilfe e. V. (bus.) am 22./23. März 2022 seine 106. Wissenschaftliche Jahrestagung in Berlin.

Chronische Krankheiten im Allgemeinen und Abhängigkeitserkrankungen im Besonderen weisen sowohl medizinische und psychische als auch umfassende soziale Ursachen und Folgen auf. Das bio-psycho-soziale Modell der ICF verpflichtet deshalb die unterschiedlichen Berufsgruppen zu einer multiprofessionellen Zusammenarbeit. Wie gut diese Zusammenarbeit im gegliederten Suchthilfesystem umgesetzt wird und wie sie weiter gefördert werden kann, steht im Zentrum der Tagung.

Professor Thorsten Meyer legt die Bedeutung des bio-psycho-sozialen Modells der ICF für die Gesundheitsversorgung im Eröffnungsvortrag dar. Stefan Bürkle beschreibt in seinem Vortrag die komplexe Suchthilfelandschaft und beleuchtet, wie ihre Rahmenbedingungen gestaltet sein sollten, damit es für Klient:innen möglich wird, diese Hilfen für sich zu nutzen. Einer besonderen Problemlage widmet sich der Vortrag von Professorin Beate Muschalla mit dem Thema arbeitsbezogene Ängste, und Professorin Sonja Bröning rückt die vulnerable Gruppe der Kinder suchtkranker Eltern in den Fokus. In einer Podiumsdiskussion erläutern Experten die „(Un)Möglichkeit der Forschung zur Wirksamkeit der bio-psycho-sozial ausgerichteten Suchthilfe“.

Ein weiteres Thema, das Professor Andreas Heinz in seinem Vortrag aufgreift, ist Suchttherapie im Spannungsfeld von Neurobiologie und Erkenntnistheorie. Die Arbeitsgruppen bieten eine Reihe spannender Themen an, die durch Impulsstatements eingeleitet werden. Dazu gehören u. a.: Kombi-Behandlungen in der Suchthilfe, Erfahrungen mit dem Nahtlosverfahren, Praxis der Netzwerkarbeit in der Suchthilfe sowie Neuregelungen zur Weiterbildung von Psychotherapeut:innen und die Zukunft der suchttherapeutischen Weiterbildung.

Termin: 22./23.03.2022, Anmeldeschluss: 25.02.2022
Ort: Hotel Aquino, Tagungszentrum Katholische Akademie, Berlin
Link zum Programm mit Online-Anmeldung

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Aus buss wird bus. – Aktuelle Entwicklungen beim Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe

Der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e. V. öffnet sich ab 1. Januar 2022 für ambulante Einrichtungen. Dies hat die Mitgliederversammlung am 30. September 2021 in Potsdam beschlossen. Im Zuge dessen wurde auch ein neuer Name verabschiedet. Die Mitgliederversammlung folgte dem Vorschlag des Vorstands und stimmte für Bundesverband Suchthilfe e. V. als neuen Verbandsnamen. Die Abkürzung bus. wurde in ein neues Logo umgesetzt. Eine neue Homepage – mit der bekannten Adresse www.suchthilfe.de – ist in Arbeit.

Der bus. vereint unter seinem Dach ab Januar 2022 stationäre, ganztägig ambulante und ambulante Einrichtungen der Suchthilfe. Er vertritt dann auch die Interessen der Ambulanten Rehabilitation bei Abhängigkeitserkrankungen (ARS) und auf Bundesebene die Interessen der Suchtberatungsstellen mit ihren vielfältigen Angeboten von Beratung über niedrigschwellige Arbeit bis Psychosoziale Betreuung Substituierter (PSB). Für ambulante Mitglieder werden neue Angebote wie entsprechende Qualitätszirkel und fachliche Betreuung eingerichtet.

„Unser neuer Name spiegelt wider, dass wir nicht nur ein Verband ‚für‘ eine bestimmte Sache sind, sondern die Suchthilfe vertreten“, so Vorstandsmitglied Dr. Clemens Veltrup. „Wir setzen uns für verschiedene Angebotsformen ein, die alle ein Ziel haben: Menschen, die von einer Abhängigkeitserkrankung betroffen sind, bestmögliche Hilfe anzubieten.“

„Die Öffnung ist ein Meilenstein“, betont Dr. Wibke Voigt, Vorsitzende des Vorstands. „Mit der Erweiterung unserer Mitgliederstruktur erhält die Suchthilfelandschaft auf verbandspolitischer Ebene deutlich mehr Durchsetzungskraft. Wichtig ist uns dabei die Fortführung der engen Zusammenarbeit mit den anderen Suchtfachverbänden, die sich in den letzten Jahren so erfolgreich entwickelt hat.“

Den bus. erreichen Sie ab sofort unter folgender neuer E-Mail-Adresse: bundesverband@suchthilfe.de oder wie gewohnt unter Tel. 0561-77 93 51.

Bundesverband Suchthilfe e. V. (bus.), 16.12.2021

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GVS übergibt Weiterbildung zur / zum Suchttherapeut*in an den buss

Gotthard Lehner (stellv. Vorsitzender buss), Ralf Klinghammer (Vorsitzender GVS), Dr. Wibke Voigt (Vorsitzende buss) und Lando Horn (stellv. Vorsitzender GVS) (v.l.n.r.) unterzeichnen den Vertrag zur Übernahme der Weiterbildung Suchttherapie durch den buss.

Am 30. September unterzeichneten in Potsdam Vertreter*innen des Gesamtverbands für Suchthilfe e.V. (GVS) – Fachverband der Diakonie Deutschland und des Bundesverbands für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss) den Vertrag zur Übernahme der Weiterbildung Suchttherapie durch den buss. Die Mitglieder beider Verbände hatten der Übernahme im Rahmen ihrer jeweiligen Mitgliederversammlungen per Beschluss zugestimmt.

Seit 1973 bietet der GVS die DRV/GKV-anerkannte Weiterbildung für Gruppen- und Einzeltherapeut*innen im Tätigkeitsfeld der medizinischen Rehabilitation Abhängigkeitskranker (Weiterbildung zur / zum Suchttherapeut*in – psychoanalytisch und verhaltenstherapeutisch) an. Die GVS-Weiterbildung ist deutschlandweiter Marktführer in diesem Bereich und eine bei Arbeitgebern und Kostenträgern anerkannte Marke. Derzeit bieten in Deutschland acht Institute, darunter Hochschulen, Suchtfachverbände und andere gemeinnützige Gesellschaften, insgesamt neun von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) und der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) anerkannte Curricula für die Weiterbildung zur / zum Suchttherapeut*in an.

Der buss übernimmt vom GVS elf laufende Weiterbildungskurse (drei psychoanalytisch orientierte und acht verhaltenstherapeutisch orientierte) mit 121 Teilnehmenden und 101 Dozent*innen. Die neuen Kurse starten zum Sommersemester 2022. Als für die Weiterbildung zuständiges Institut gründet der buss die „Deutsche Gesellschaft für Weiterbildung in der Suchttherapie gGmbH“ mit Sitz in Kassel.

Es ist ein historischer Moment in der Geschichte des GVS, dieses Geschäftsfeld abzugeben. Der 1957 gegründete Verband hatte früh erkannt, dass die Mitarbeiter*innen in der Suchtbehandlung Qualifizierungsmöglichkeiten benötigen, und ein umfangreiches Fort- und Weiterbildungsangebot entwickelt. Weitere Kernaufgaben des GVS sind die fachliche Arbeit und Lobbyarbeit für die kommunal orientierte Grundversorgung der Suchthilfe, insbesondere die Suchtberatungsstellen, für Einrichtungen der ambulanten medizinischen Rehabilitation Sucht (ARS), für Angebote der Eingliederungshilfe für Menschen mit Abhängigkeitserkrankung und für die Sucht-Selbsthilfe.

Ralf Klinghammer, geschäftsführender Vorstand des GVS, unterstreicht den Wert der erfolgreich etablierten anerkannten Weiterbildung Suchttherapie, in der schon viele Therapeut*innen für die Suchthilfe qualifiziert wurden, und begrüßt die gelungene Übergabe. „Im Vordergrund stehen immer das Wohl und die Bedarfe der abhängigkeitskranken Menschen sowie deren qualifizierte Behandlung und Betreuung. Das Erreichen dieser Ziele wird durch die Angliederung der Weiterbildung Suchttherapie an den buss, der über einschlägige fachliche Expertise und Anerkennung verfügt, wirksam unterstützt.“

Der buss als Fachverband von momentan rund 150 stationären Einrichtungen mit ca. 7.000 Plätzen zur Behandlung und Betreuung von Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung (Alkohol, Medikamente, Drogen, Glücksspielsucht, Internetnutzungsstörungen sowie Essstörungen) freut sich sehr darauf, die Weiterbildung zur / zum Suchttherapeut*in zu übernehmen.

„Weiterbildung ist eine Zukunftsaufgabe“, sagt Corinna Mäder-Linke, Geschäftsführerin des buss. „Im Hinblick auf den demografischen Wandel in den ambulanten, ganztägig ambulanten und stationären Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe ist es dringend notwendig, Sozialarbeiter*innen, Sozialpädagog*innen, Psycholog*innen oder Ärzt*innen zur / zum Suchttherapeut*in weiterzubilden. Diese Aufgabe nehmen wir nun in die eigenen Hände, um mit hoher fachlicher Qualität und Leidenschaft Fachkräfte auszubilden und eine exzellente Behandlung in der Suchthilfe dauerhaft zu sichern.“

Weitere Informationen unter:
buss – Geschäftsstelle
Tel. 0561-779351
buss@suchthilfe.de

Gemeinsame Pressemitteilung des Gesamtverbands für Suchthilfe e.V. (GVS) – Fachverband der Diakonie Deutschland und des Bundesverbands für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss), 1.10.2021

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Wolfram-Keup-Förderpreis 2020 für wegweisende Arbeit aus der Suchthilfe verliehen

Der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss) hat zum sechsten Mal den „Wolfram-Keup-Förderpreis“ für die beste wissenschaftliche oder praxisorientierte Arbeit auf dem Gebiet der Entstehung und Behandlung von Substanzmissbrauch, Substanzabhängigkeit oder Verhaltenssucht vergeben.

Der mit 2.000 Euro dotierte Preis geht an Prof. Dr. Wolfgang Sommer, der mit seinem Team an der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin des Zentralinstituts für seelische Gesundheit in Mannheim (ZI) nachweisen konnte, dass alkoholbedingte Hirnveränderungen nach einem Entzug noch für mindestens sechs Wochen fortschreiten, auch wenn der Betroffene in der Zwischenzeit völlig abstinent war. Bisher ging man davon aus, dass sich alkoholbedingte Schäden schnell zurückbilden, wenn mit dem Trinken aufgehört wird. Von den Schädigungen betroffen ist vor allem die weiße Substanz des Gehirns. Die Befunde wurden an mehr als 90 Patienten der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am ZI sowie an gesunden Probanden mittels MRT erhoben. Es zeigten sich ausgedehnte mikrostrukturelle Schädigungen, die selbst über einen Zeitraum von sechs Wochen nach der Entgiftung noch fortschreitend waren.

In einem parallel durchgeführten Tierexperiment mit Ratten konnte Alkohol als ursächlicher Faktor der beobachteten Hirnveränderungen festgestellt und andere Einflussfaktoren wie Rauchen, Ernährung, Schweregrad des Entzugs oder weitere Erkrankungen konnten ausgeschlossen werden. Die im Vergleich mit den Probanden kurze und eher gemäßigte Trinkperiode der Tiere deutet darauf hin, dass permanente Gehirndefizite nach übermäßigem Alkoholkonsum viel früher auftreten können als derzeit angenommen. Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig langfristige Abstinenzperioden sind, um bleibende Schäden zu verhindern.

Die prämierte Arbeit „Microstructural White Matter Alterations in Men With Alcohol Use Disorder and Rats with Excessive Alcohol Consumption During Early Abstinence“ ist in JAMA Psychiatry erschienen und steht dort zum Download zur Verfügung: JAMA Psychiatry. 2019; 76(7):749-758. doi: 10.1001/jamapsychiatry.2019.0318

Der Wolfram-Keup-Förderpreis 2020 wird im Rahmen des „Gemeinsamen Suchtkongresses 2021“ in Münster (23.–25. Juni 2021) verliehen. Der für 2020 geplante Kongress und die damit verbundene Preisverleihung wurden aufgrund der Corona-Pandemie verschoben.

Zur Jury des Wolfram-Keup-Förderpreises 2020 gehörten die buss-Vorstandsmitglieder Dr. Wibke Voigt (Vorsitzende), Dr. Bernd Wessel (stellv. Vorsitzender), Hans-Joachim Abstein und Ulrike Dickenhorst sowie folgende externe Gutachter:

  • Gallus Bischof, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck
  • Dr. Johannes Lindenmeyer, ehem. Direktor, salus klinik Lindow
  • Dr. Knut Tielking, Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit, Hochschule Emden/Leer

Der nächste Wolfram-Keup-Förderpreis wird 2022 verliehen. Die Ausschreibung hierfür wird im April 2021 bekannt gegeben.

Mehr Informationen zum Förderpreis erhalten Sie unter https://suchthilfe.de/foerderpreis/index.php#

buss | Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V.
Wilhelmshöher Allee 273 | 34131 Kassel
Tel. 0561 779351
www.suchthilfe.de

buss, 27.05.2020

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Stellungnahme des buss zum Referentenentwurf des MedRehaBeschG

Derzeit überschatten die Auswirkungen der Corona-Krise mit ihrer Dringlichkeit und ihren bundesweit dramatischen Auswirkungen alle anderen Themen. Dennoch gibt es andere sehr wichtige Fragestellungen, die zwar im Moment in den Hintergrund treten, die wir aber nicht aus den Augen verlieren dürfen.

Hierzu gehört derzeit vor allem der Referentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales Bonn zu „dem Entwurf eines Gesetzes zur Regelung der Beschaffung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation durch die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung und zur Weiterentwicklung des Übergangsgeldanspruchs – Medizinische Rehabilitationsleistungen-Beschaffungsgesetz (MedRehaBeschG)“. Die dort geplanten weitreichenden Änderungen des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VI) werden nach Verabschiedung fundamentale Auswirkungen auf die medizinische Rehabilitation Abhängigkeitskranker haben. An dem Entwurf des MedRehaBeschG sind weitreichende Nachbesserungen unbedingt notwendig, da ansonsten erhebliche negative Auswirkungen auf die medizinische Reha die Folge sein werden. Aus diesem Grund hat der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss) Prof. Dr. Ralf Kreikebohm,  ehemaliger Geschäftsführer der DRV Braunschweig-Hannover und jetziger Jura-Professor an der TU Braunschweig, mit einer Stellungnahme beauftragt.

Kreikebohm kommt in seiner Stellungnahme zu dem Schluss, dass der Referentenentwurf nachhaltig abzulehnen ist: „Er schafft ein systematisches Wirrwarr zwischen den einzelnen Sozialgesetzbüchern, gilt nur für die medizinische Reha, nicht aber, was vernünftig wäre, auch für die Prävention, die Teilhabe und die Nachsorge und vor allem, er verhindert nicht, dass medizinische Reha-Leistungen möglicherweise künftig auszuschreiben sind, denn an den Tatbestandsvoraussetzungen des § 130 GWB ändert dieses Gesetz überhaupt nichts. Zudem bietet der Referentenentwurf eine Lösung für ein Problem, das es gar nicht gibt. Denn das geltende Recht reicht völlig aus. Bei den einzelnen Regelungen sind insbesondere die befristete Zulassung hochproblematisch sowie das Vergütungssystem. Hier wird von den Leistungserbringern erwartet, dass sie sich, bevor ein entsprechendes Vergütungssystem festliegt, diesem schon unterwerfen. Darüber hinaus räumt der Referentenentwurf der DRV Bund die einseitige Festlegung eines Vergütungssystems ein, was einen eklatanten Verstoß gegen Artikel 12 GG und die darin gewährleistete Freiheit des eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetriebes bedeutet. Die rehapolitischen Auswirkungen sind fatal, weil sie zu einer Leistungsnivellierung auf niedrigem Niveau führen und der Konzentration auf große Leistungserbringer Vorschub leisten.“

Die vollständige Stellungnahme steht zum Download zur Verfügung.

Auf KONTUREN online finden Sie zusätzlich einen Kommentar von Prof. Kreikebohm.

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28. Fachtagung Management in der Suchttherapie am 25. und 26. September 2019 in Kassel

Grafik: Christof Lutz

Am 25. und 26. September 2019 findet in Kassel wieder die Management-Tagung des Bundesverbandes für stationäre Suchtkrankenhilfe (buss) statt. Im Mittelpunkt der Tagung stehen traditionell Themen aus den Bereichen Sozial- und Leistungsrecht, Organisation und Management sowie Personalgewinnung und Personalbindung. Dieses Jahr werden in Vorträgen und Arbeitsgruppen insbesondere folgende Themen aufgegriffen:

  • Compliance:
    risikoadäquate Umsetzung im Bereich der NGOs; Entwicklung, Einführung und Umsetzung von Compliance-Richtlinien im Unternehmen
  • Machbarkeitsstudie zur Einrichtungsauswahl:
    Erfahrungen und Perspektiven aus der Klinik und der Deutschen Rentenversicherung
  • Das Bundesprogramm rehapro:
    Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – aktueller Stand und weitere Etappen
  • Entwicklung der ambulanten Reha Sucht
  • Personalgewinnung:
    Positionierung als attraktiver Arbeitgeber; Mitarbeiterbefragung zur psychischen Belastung am Arbeitsplatz
  • Digitalisierung in der Gesundheitsbranche:
    Entwicklung von Gesundheits-Apps; Informationssicherheits-Managementsysteme zum Schutz digitaler Informationen

Programm und Einladung folgen im Juli 2019 per E-Mail und auf www.suchthilfe.de

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Pflegepersonal-Stärkungsgesetz: Suchtkrankenhilfe geht leer aus!

In Deutschland gibt es rund 1.150 Reha-Kliniken, in denen ca. 38.000 Pflegekräfte um die 2.000.000 Patientinnen und Patienten betreuen. Diese Pflegekräfte erhalten von der Bundesregierung keine Unterstützung! Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG), das 2019 in Kraft treten wird, berücksichtigt nur Akutkrankenhäuser und die Altenpflege, nicht jedoch die Rehabilitation.

Dies bedeutet, dass auch die etwa 170 Mitgliedseinrichtungen des Bundesverbands für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss) auf keine weitere Unterstützung durch das PpSG hoffen können. Das verschärft die wirtschaftliche Situation der bereits heute überwiegend nicht-auskömmlich finanzierten Suchtreha-Kliniken. Es steht zu befürchten, dass Akutkrankenhäuser und Pflegeheime in großem Umfang Pflegekräfte aus den Suchtfacheinrichtungen abwerben werden.

Schon jetzt sind die Gehälter für Pflegekräfte in den Reha-Einrichtungen häufig niedriger als in Krankenhäusern. Mit der Grundlohnbindung in der medizinischen Rehabilitation gibt es keine Chancen, steigende Gehaltsforderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finanzieren. In der Folge wird es für die Mitgliedseinrichtungen des buss e.V. immer schwerer werden, ihre Pflegefachkräfte zu halten und zu entwickeln und neue hoch qualifizierte Kräfte für die Suchtreha zu gewinnen.

Diese Benachteiligung ist nicht nachvollziehbar und stößt die äußerst engagierten und bereits heute stark belasteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Suchtkrankenhilfe vor den Kopf! Wir brauchen eine Gleichbehandlung aller Fachkräfte im deutschen Gesundheitswesen, und zwar in Akutkrankenhäusern, der Altenpflege und der medizinischen Rehabilitation. Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz in seiner geplanten Form benachteiligt die Rehabilitation und damit alle Patientinnen und Patienten in der Reha und ist daher dringend reformbedürftig.

 

Kontakt:
Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V.
Gero Skowronek, Geschäftsführer
Wilhelmshöher Allee 273
34131 Kassel
Tel. 0561-77 93 51
buss@suchthilfe.de

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105. Jahrestagung des Bundesverbandes für stationäre Suchtkrankenhilfe am 20./21. März 2019. „Wunsch- und Wahlrecht für alle! und alles?“

Welche Rolle spielt das Wunsch- und Wahlrecht in der Suchtreha und welche Auswirkungen für die Rehakliniken sind damit verbunden? Diese Frage steht im Mittelpunkt der 105. Wissenschaftlichen Jahrestagung des Bundesverbandes für stationäre Suchtkrankenhilfe, die am 20. und 21. März 2019 in Berlin stattfindet.

Prominent aufgegriffen wird die Frage in einer Podiumsdiskussion mit Vertreter/innen der Betroffenen, der Suchtberatung, der Suchtpsychiatrie und der Leistungsträger. Die Kliniken stellen ihre Position in einer eigenen Stellungnahme dar, zu der auch die Tagungsteilnehmer/innen Ideen beitragen können. Die Situation der Kliniken ist unter anderem durch ihre gutachterliche Rolle bestimmt, der sich ein eigener Vortrag widmet.

Als wesentliche Veränderung steht (auch) der Suchthilfe die Einführung der ICD-11 bevor. Ein Vortrag entwirft eine Vorschau auf die ICD-11 und befasst sich mit Änderungen gegenüber der ICD-10 und dem DSM-5. Des Weiteren werden Hilfeangebote aus dem Internet für Suchtkranke vorgestellt und der Einsatz und Gebrauch von Medikamenten bei Suchtkranken diskutiert.

Weitere Themen in den Arbeitsgruppen sind: Kombinationsmöglichkeiten von unterschiedlichen Behandlungsformen, Kinder in der Suchtreha, pharmazeutisch produzierte Drogen, Chancen und Gefahren von E-Produkten.

Termin: 20./21. März 2019
Ort: Hotel Aquino, Tagungszentrum Katholische Akademie, Berlin 

Programm und Einladung folgen im Dezember 2018 per E-Mail, per Post und auf www.suchthilfe.de

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27. Fachtagung Management in der Suchttherapie am 26. und 27. September 2018 in Kassel

Die Landschaft der Suchtreha ist derzeit stark in Bewegung. Allein durch das neue Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), das auf der Grundlage der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) aktualisiert wurde und am 25.05.2018 in Kraft tritt, sind Anpassungen und Veränderungen erforderlich. Diese und weitere wichtige Einflussfaktoren auf die Arbeit in der Reha und in der Suchthilfe greift der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss) bei seiner 27. Management-Tagung am 26. und 27. September 2018 in Kassel auf.

Eröffnet wird die Tagung mit einem Einblick in die Lebenswelten von Jugendlichen, basierend auf der aktuellen Jugendstudie der SINUS:akademie. Neue gesetzliche Regelungen zum Datenschutz werden sowohl in einem Vortrag als auch in einer Arbeitsgruppe behandelt, damit ausreichend Gelegenheit zur Diskussion praktischer Umsetzungsfragen besteht. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Analyse des deutschen Reha-Marktes und der Zukunftsperspektiven in diesem Bereich aus Sicht einer großen privaten Klinikgruppe.

Weitere Themen in den Arbeitsgruppen sind: Erfahrungen mit dem ‚Nahtlosverfahren‘, Integration in den Arbeitsmarkt, Praxisbeispiele zur Umsetzung der BORA-Empfehlungen, Besonderheiten der Adaptionsbehandlung sowie die Auswirkungen der sprachlichen und kulturellen Vielfalt in den Einrichtungen.

Den Schwerpunkt am zweiten Tag bildet der Themenkomplex Vergütung und Vergabe. Es werden die Ergebnisse der jüngst erschienenen Studie zur leistungsgerechten Vergütung in der Rehabilitation vorgestellt. Ein weiterer Vortrag berichtet über verschiedene aktuelle Gutachten der aktiva Beratung im Gesundheitswesen GmbH, z. B. zu Investitionen, zur Kostenübernahme der Gesetzlichen Krankenversicherung sowie zu Kosten- und Vergütungssteigerungen. Ein Vertreter der DRV wird den aktuellen Stand zur transparenten Vergabe und Vergütung von Reha-Leistungen der Deutschen Rentenversicherung darstellen. Dieses Thema wird in einer anschließenden Podiumsdiskussion mit den Referent/innen vertieft.

Programm und Einladung folgen im Juli 2018 per E-Mail, per Post und auf www.suchthilfe.de

buss, 8. Mai 2018

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104. Jahrestagung des Bundesverbandes für stationäre Suchtkrankenhilfe am 21./22. März 2018 in Berlin

Sex, Drogen und Internet – um diese Themen geht es bei der 104. Wissenschaftlichen Jahrestagung des buss – schwerpunktmäßig allerdings in umgekehrter Reihenfolge! Die Veranstaltung trägt den Titel „Suchtarbeit 4.0“. Im Mittelpunkt stehen die Digitalisierung und Vernetzung der Arbeitswelt und des Gesundheitswesens.

Mit dem Internet der Dinge, Industrie 4.0 oder Smart Home hat die Digitalisierung längst Einzug in das Alltags- und Arbeitsleben gehalten. Im Gesundheitsbereich schreitet die Entwicklung internetbasierter Interventionen bei der Behandlung psychischer Störungen mit großen Schritten voran. Zwei Plenumsvorträge stellen diese Entwicklungen dar. Anschließend wird die Suchthilfe unter die Lupe genommen. Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Arbeit in den Einrichtungen, auf organisatorische Abläufe sowie Inhalte und Ausrichtung der Therapie? Zentral ist die Frage: Was kann und muss die Suchthilfe tun, um den Zug der Digitalisierung nicht zu verpassen, sondern diese für sich zu nutzen?

Ein weiterer Vortrag bringt Licht ins Dunkel des abseitigen Bereichs des Internets und berichtet über das Dark Net. Auf therapeutische Fragen lenkt der Vortrag „Wirksamkeit von Pharmakotherapie und Psychotherapie“ den Blick. Am Ende setzen sich Expert/innen und Teilnehmer/innen unter dem Titel „Qualitätsverunsicherung“ in einer gemeinsamen Diskussion mit den Folgen der zunehmenden Regulierung der Arbeit in Suchtfachkliniken auseinander.

Sex („Die Themen Liebe und Sexualität in der Suchttherapie“) und Drogen („Steigende Zahl der Drogentoten und veränderte Konsummuster“) sind Inhalte der Arbeitsgruppen. Weitere Themen sind u. a.: suchtstoffübergreifende Behandlung, komorbide Störungen sowie Angehörigenarbeit und Paartherapie.

Programm und Anmeldung finden Sie auf www.suchthilfe.de

 

104. Wissenschaftliche Jahrestagung des buss „Suchttherapie 4.0“ Mittwoch, 21. März 2018 (Beginn 13.00 Uhr) bis Donnerstag, 22. März 2018 (Ende 13.00 Uhr) Hotel Aquino, Tagungszentrum Katholische Akademie, Berlin

 

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