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„Ich bin froh, mich durch das BFW entwickeln zu können.“

Marvin (Mitte mit Zeugnis) bei der Überreichung einer Leistungsauszeichnung im Juni 2019 mit dem damaligen Betreuerteam aus dem BTZ Leipzig (l: Marko Daubitz, 2.v.r. Thomas Eilers). © M. Lindner, BFW Leipzig
Marvin (Mitte mit Zeugnis) bei der Überreichung einer Leistungsauszeichnung im Juni 2019 mit dem damaligen Betreuerteam aus dem BTZ Leipzig (l: Marko Daubitz, 2.v.r. Thomas Eilers). © M. Lindner, BFW Leipzig

Marvin (Mitte mit Zeugnis) bei der Überreichung einer Leistungsauszeichnung im Juni 2019 mit dem damaligen Betreuerteam aus dem BTZ Leipzig (l: Marko Daubitz, 2.v.r. Thomas Eilers). © M. Lindner, BFW Leipzig

Das sagt der 21-jährige Marvin mit einer gewissen Erleichterung. Man erkennt einen gewissen Stolz in seinem Gesicht, dass er es soweit gebracht hat. Der junge Mann mit seinem kurzgeschnittenen braunen Haar steht kurz vor seinem Abschluss als Fachpraktiker für Bürokommunikation. Schon im letzten Jahr erhielt er eine Anerkennung von der Berufsschule für besondere Leistungen. Und wenn die Krise um das Coronavirus ihm keine weitere „Zwangspause“ auferlegt, dann hat er seine 3-jährige Ausbildung im August beendet. Doch der Weg dorthin war nicht so einfach.

Marvin ist Autist. Doch wer glaubt, hier hat sich ein junger Rainman ins Berufliche Trainingszentrum am BFW Leipzig (BTZ Leipzig) verirrt, mit einer super ausgeprägten Wissensintelligenz, der wird durch seine Wegbegleiter schnell aufgeklärt. Thomas Eilers ist der Bildungsbegleiter für Marvin und Christin Lippmann arbeitet als Sozialpädagogin u. a. mit den betroffenen Jugendlichen zusammen. Eilers erklärt, dass es nicht den Autisten gibt: „Kennst Du einen Autisten, kennt man einen Autisten.“ Das ist nach seiner Auffassung die richtige Antwort auf die Einordnung dieser neurologischen Entwicklungsstörung. „Rainman, Rizvan Khan aus „Mein Name ist Khan“ oder Sheldon aus Big Bang Theory sind die Filmhelden, die uns Facetten des Autismus nähergebracht haben. Ich würde es als Hyperintelligenz bezeichnen.“ Und daneben stehen viele andere Verhaltensmuster, die mal ausgeprägter und mal weniger erkennbar die Störung beschreiben. So können Menschen mit Autismus soziale und emotionale Signale nur schwer einschätzen. Sie haben Probleme, auf Gefühle anderer Menschen einzugehen oder können mit ihrem Verhalten auf soziale Situationen nicht angemessen reagieren. Inselbegabungen führen nicht zu einer Professur in Oxford oder Harvard. Aber diese Konzentration auf eine spezifische Thematik im Leben zeichnen die Autisten eben nun einmal aus.

„Für uns ist es wichtig, dass Menschen mit Autismus individuell abgestimmte Förderung erhalten“, betont Thomas Eilers. „Das bietet diesen Menschen die Chance, sich angepasst zu entwickeln und in die Gesellschaft integriert zu werden.“ Anderenfalls sind die Karrierewege der Autisten oft vorgeprägt. „Oft werden sie in Lernförderschulen untergebracht und sind dort unterfordert.“ Jedoch zeichnen sich ihre Schwächen im Lernalltag oft ab. Und damit hat man auch am BTZ Leipzig zu tun, berichtet Sozialpädagogin Christin Lippmann: „Autisten fällt es schwer, im Unterricht stillzusitzen, in ihnen macht sich häufiger eine motorische Unruhe breit. Das wird im Unterricht als störend empfunden.“ Die Einstufung in andere Störbilder wie ADHS durch ungeschulte Lehrkräfte ist oft die Folge in unserem Schulsystem. Es sei auch schwer für ungeschultes Personal hier eine klare Abgrenzung und damit eine individuelle Förderung durchzuführen.

Wie viele Menschen, die mit der Entwicklungsstörung aufwachsen und leben müssen, es betrifft, kann niemand so genau sagen. Das Bundesumweltamt spricht davon, dass keine Zahlen über die Häufigkeit von Autismus in Deutschland vorliegen. „Derzeit wird eine weltweite Prävalenz von 0,6 % – 1 % angenommen. Bei Jungen tritt Autismus viermal häufiger auf als bei Mädchen.“ Wie also will man gerade jungen Menschen helfen, sich als Autist im reizüberfluteten Leben zurecht zu finden. „Gerade bei jungen Menschen haben wir die Chance, sie auf viele Dinge in ihrer Umwelt so einzustellen, dass es ihnen leichter fällt, sich zu integrieren“, weiß Thomas Eilers aus seiner täglichen Arbeit im BTZ Leipzig zu berichten.

Er glaube, dass sie bei Marvin den richtigen Zeitpunkt noch abgepasst haben. Den Neueinstieg in die individuelle Leistungsförderung schaffte der 21-Jährige im Oktober 2016. Bis dahin durchlief er keine geradlinige Entwicklung. Probleme in der Familie, der Vater war überfordert mit der Situation, konnte die Störung seines Sohnes nicht erkennen und somit mit ihr umgehen. Schulisch schaffte er nicht, mitzuhalten. Wegen einer Psychotherapie musste die erste Maßnahme zur Berufsvorbereitung abgebrochen werden. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit wurde lange diskutiert, ob Marvin es schaffen könnte, eine Ausbildung zu beginnen. „Aber, wir haben uns durchgesetzt“, berichtet Thomas Eilers stolz. Er wusste aber damals auch, dass die Fachberater bei der Arbeitsagentur viel auf die fachliche Kompetenz des Teams vom Beruflichen Trainingszentrum am BFW Leipzig setzten. „Und das, obwohl wir mit unserem BTZ erst im September 2016 gestartet waren“, ergänzt Eilers. „Die Leute von der Arbeitsagentur hatten Vertrauen, dass wir es schaffen würden, die Vorgängereinrichtung harmonisch ins neue Format zu überführen. Ich glaube, dass wir sie bis heute nicht enttäuscht haben.“ Der Bildungsbegleiter freut sich und blickt stolz auf Marvin, der zur ersten Gruppe gehörte, die 2016 die Berufsvorbereitende Maßnahme am BTZ Leipzig begann.

Es ist ein tägliches Herantasten an alle Jugendliche, die wegen psychischer Erkrankungen die speziellen Maßnahmen der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (kurz BvB) und der Inklusionsgestützten Erstausbildung (IngE) im BTZ Leipzig belegen. „Dabei stellen die Autisten eine kleine, aber besondere Gruppe für uns dar“, erklärt Christin Lippmann. „Die Schwierigkeit ist für uns, dass die jungen Leute Besonderheiten in der sozialen Kompetenz aufweisen. Mal mehr, mal weniger. Daher ist eine Integration allein schon in das Trainings- und Ausbildungsprogramm immer wieder herausfordernd.“ Und doch werden die Menschen mit der besonderen Entwicklungsstörung mit den anderen jungen Leuten gemeinsam in Gruppen integriert. „Wir trainieren dadurch die soziale Interaktion und die soziale Kompetenz mit unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern“, sagt die Sozialpädagogin. So fühlen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Autismus angenommen, trainieren mit anderen in einer Kleingruppe von acht bis zehn Personen. Man muss jedoch vieles dabei beachten: „Es braucht eigene Kommunikationsformen in der Stoffvermittlung. Autisten haben Probleme mit der Reizüberflutung, die sie in unserer Welt umgibt. So dunkeln wir die Räume ab, wenn die Sonne zu sehr einstrahlt. Die Arbeitsplatzbereiche bieten weniger Ablenkung. In Lehrbüchern decken wir beispielsweise Bilder zu, um die Konzentration ausschließlich auf die Texte zu lenken“, weiß Christin Lippmann zu berichten. Das erdrücke die junge Leute nicht so sehr. Ablenkung könne demotivieren, so ihre Erfahrungen aus der Praxis. „Es gibt Redewendungen, die verstehen unsere autistischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht. Wenn man beispielsweise sagt: ‚Um 18 Uhr werden die Bürgersteige hochgeklappt.‘ Der Autist geht an diese Aussage ganz formal bildlich ran und kann sich ein ‚Hochklappen von Bürgersteigen‘ in seiner Realität nicht praktisch vorstellen. Wir wissen, was damit gemeint ist“, bringt Christin Lippmann eine Episode ins Gespräch mit ein. „Wir filtern also so viel wie möglich weg, was den Autisten stören könnte.“

Der Weg ist der Richtige. Darin sind sich nicht nur Christin Lippmann und Thomas Eilers einig. Das gesamte multiprofessionelle Team aus Bildungsbegleitern, Ausbildern, Trainern, Sozialpädagogen, Psychologen, Ergo- und Sporttherapeuten kann dem zustimmen. Alle waren in der Ausarbeitung der Konzeption für die spezielle Betreuung der Jugendlichen mit Autismus gefragt. Alle, die mit Autisten im BTZ Leipzig zu tun haben, sind speziell geschult worden und bilden sich fortlaufend weiter. „Für uns ist ein wichtiger Aspekt“, so Christin Lippmann, „dass wir uns mit anderen austauschen. Netzwerken ist unabdingbar.“ Ein Ansprechpartner ist das Autismusnetzwerk. Hier geht es nicht nur um die Jugendlichen im BTZ Leipzig. Man spricht sich untereinander ab, tauscht Erfahrungen aus und blickt in die Zukunft. Denn hier muss es Verbesserungen geben, dass mehr junge Leute wie Marvin eine Chance erhalten, sich mit ihrem Autismus entwickeln zu können. „Man muss auf die Betroffenen reagieren. Wenn wir nicht auch ähnlich wie bei sichtbaren Behinderungen hier für ein barrierearmes Leben sorgen, verlieren wir wertvolle Menschen“, ist sich Thomas Eilers sicher. Seine und die Ideen seiner Kollegin Christin Lippmann sind, dass man sich Zeit lässt für Autisten, um deren Entwicklungspotentiale zu erkennen, Stärken zu fördern und die Schwächen versucht abzufedern. „Normale“ Schul- und Ausbildungszeiten reichten nicht aus, sind auch in ihren starren Konzepten mit festen Zeiteinheiten und langen Bildungstagen für die meisten Autisten nicht aushaltbar.

Bei Marvin, wie bei den vielen anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im BTZ Leipzig sowie in den Umschulungsmaßnahmen des BFW Leipzig, setzt sich diese Methode bislang erfolgreich durch. Der 21-jährige Marvin wird im Sommer seine Ausbildung zum Fachpraktiker für Bürokommunikation abschließen. Er hatte nach den Startschwierigkeiten eine Zukunftsperspektive erhalten: mit der BvB- und der anschließenden IngE-Maßnahme. „Ich bin froh, durch das BFW mich entwickeln zu können“, schätzt Marvin heute ein. „Alles, wie ich mich privat und beruflich weiterentwickelt habe, habe ich dem BFW zu verdanken.“ Er wird nach seiner Ausbildung beruflich durchstarten. Mit Menschen in Kontakt zu kommen, ist eine seiner Stärken, die das Team im BTZ Leipzig zusammen mit Marvin entwickelt haben. Sein neues Lebensmotto hat er von Bildungsbegleiter Thomas Eilers für die Zukunft mitbekommen: „Hilfe suchen, Hilfe annehmen, ist keine Schande.“ Davon wird er im Job profitieren können. Davon ist Marvin heute schon nach Wochen des Praktikums überzeugt.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Schlagworte:

BFW Leipzig, BTZ Leipzig, Autismus, Weltautismustag, BvB, IngE

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Seit fast 30 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück ins Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz und Döbeln zur Verfügung. Ein berufliches Trainingszentrum, das BTZ Leipzig, ergänzt das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag, um Menschen die Rückkehr in das Arbeitsleben zu ermöglichen damit gleichzeitig dem Fachkräftemangel in der Wirtschaft zu begegnen. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

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BFW Leipzig verlagert Unterricht nach Hause

Deutsche Rentenversicherungen Mitteldeutschland und Bund sowie das Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) einigen sich auf Verlagerung des Unterrichtsortes nach Hause. Zur Eindämmung des Coronavirus werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Maßnahmen online weiterführen.

Am heutigen Tag haben sich das BFW Leipzig mit den Deutschen Rentenversicherungen Mitteldeutschland und Bund als Leistungsträger der beruflichen Rehabilitation darauf verständigt, zur Eindämmung und Nichtweiterverbreitung des Coronavirus alle laufenden Maßnahmen nach Hause zu verlagern. Diese Entscheidung wird umgehend umgesetzt und betrifft alle Einrichtungen des BFW Leipzig – Standort Leipzig mit dem Internat, die Außenstellen in Chemnitz, Döbeln und Brand-Erbisdorf sowie das BTZ Leipzig und das BTZ Chemnitz. Diese Regelung gilt vorerst bis 19. April 2020.

„Für uns hat die Gesundheit und der Schutz des Lebens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer oberste Priorität“, begründet Jörg Beenken, Geschäftsführer des BFW Leipzig, diese Entscheidung. „Dadurch wollen wir nach Bekanntgaben der Sächsischen Staatsregierung zur Verringerung der Coronavirus-Ausbreitung unseren Beitrag leisten.“

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmern der einzelnen Maßnahmen bedeutet diese zeitweise Verlagerung des Lernortes, dass Aufgaben online über die Lernplattform bereitgestellt werden. Zudem stehen die Ausbilder und Trainer für Konsultationen per E-Mail und über die Lernplattform bereit. „Nur so können wir in dieser außergewöhnlichen Lage für alle eine Fortsetzung der Maßnahmen sowie die Vorbereitung auf einen Abschluss ihrer Bildungsmaßnahmen im Rahmen der beruflichen Rehabilitation oder mit Bildungsgutschein ermöglichen“, erklärt Jörg Beenken weiter.

Auf den Internetseiten (www.bfw-leipzig.de, www.btz-leipzig.de und www.btz-chemnitz.de) wird der aktuelle Stand der Entwicklung eingeblendet. Ein weiterführender Link (www.bfw-leipzig.de/coronavirus) führt auf eine extra eingerichtete Informationsseite. Dort können sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Leistungsträger, Unternehmen und Geschäftspartner sowie Nutzer von Einrichtungen des BFW Leipzig über den aktuellen Stand informieren.

Die Entwicklung der Situation wird weiterhin aufmerksam beobachtet und die notwendigen Entscheidungen werden getroffen, um den Bildungsbetrieb nach den Osterferien vor Ort aufnehmen zu können.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Schlagworte:

BFW Leipzig, BTZ Leipzig, BTZ Chemnitz, Coronavirus, Verlagerung des Lernortes

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BFW-Experte: Zivilisationskrankheit Rückenschmerzen

Dipl. med. Tobias Schröter, Leiter des Gesundheitscenters am BFW Leipzig und Reha-Arzt. © A. Starke, BFW Leipzig
Dipl. med. Tobias Schröter, Leiter des Gesundheitscenters am BFW Leipzig und Reha-Arzt. © A. Starke, BFW Leipzig

Dipl. med. Tobias Schröter, Leiter des Gesundheitscenters am BFW Leipzig und Reha-Arzt. © A. Starke, BFW Leipzig

Zum Tag der Rückengesundheit weist Diplom-Mediziner Tobias Schröter vom Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) auf verschiedene Ursachen hin, die Rückenbeschwerden auslösen oder verstärken können. Ca. 50 Prozent der Rehabilitanden am BFW Leipzig haben ein Rückenleiden.

Zum 19. Mal findet am 15. März 2020 der Tag der Rückengesundheit statt. In diesem Zusammenhang macht der Reha-Mediziner Dipl. med. Tobias Schröter auf die Ursachen der verschiedenen Symptome aufmerksam: „Wir beobachten bei uns in der beruflichen Rehabilitation, dass die Erkrankungen des Rückens auf die zivilisatorischen Veränderungen in unserer Gesellschaft und eine veränderte Arbeitswelt zurückzuführen sind. Dabei stellen wir drei häufige Ursachen fest: Bewegungsmangel, Abnutzungserscheinungen und Übergewicht“, erläutert der Leiter des Gesundheitscenters der Bildungseinrichtung.

Die Menschen bewegten sich im Alltag immer weniger. Eine Vielzahl von beruflichen Tätigkeiten werde sitzend am Computer ausgeführt. „Dadurch kann sich die Muskulatur nicht entwickeln, manche Muskelgruppen werden schwächer, andere verkürzen sich“, berichtet Arzt Tobias Schröter. Dem gegenüber stünden die Abnutzungserscheinungen durch körperlich schwere Arbeit oder Zwangshaltungen. „Hier verzeichnen wir zwar einen Rückgang der Krankheitsbilder, aber durch den Leistungsdruck achten die Betroffenen immer weniger auf die ersten Symptome.“ Und letztendlich führe auch Übergewicht zu Rückenproblemen. „Das Thema ist etwas komplexer zu betrachten, da hier viele Faktoren eine Rolle spielen. Beispielsweise die starke Beanspruchung des Rückens durch das Gewicht, die eingeschränkte Beweglichkeit sowie weitere aus dem Übergewicht resultierende Erkrankungen“, betont der Experte aus dem BFW Leipzig.

Unter den Rehabilitanden, die durch eine berufliche Rehabilitation in 24 bzw. 27 Monaten einen neuen Beruf erlernen, haben ca. 50 Prozent ein Rückenleiden. „Das beginnt bei chronischen Schmerzen und geht bis zu operativ behandelten Bandscheibenvorfällen“, weiß Tobias Schröter aus seiner Reha-Praxis zu berichten. „Dem wirken wir mit verschiedenen Angeboten während des Reha-Prozesses entgegen.“ So ist im Rahmen der Umschulung eine obligatorische Sporttherapie mit Kräftigungs- und Dehnungsübungen fest im Stundenplan verankert. Gleichzeitig ist die Sporttherapie auch ein Kontrapunkt zur rein sitzenden Haltung während des Unterrichts. In der Physio- und Ergotherapie werden individuelle „Eigenübungsprogramme“ erarbeitet. „Wir können auch aktive Therapien im hauseigenen Bewegungsbad oder Krankengymnastik verordnen“, erklärt er weiter. „Wichtigster Punkt dabei ist, dass wir unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern Übungen vermitteln, die sie in ihrer Freizeit, aber auch in den Unterrichtspausen selbst ausführen können, um sich gesund zu halten.“

Es gibt ebenfalls technische Lösungen, die im Reha-Alltag helfen. So wurden für alle Schulungs- und Trainingsräume hochwertige Bürostühle angeschafft, die ein ergonomisches und dynamisches Sitzen ermöglichen. Spezielle höhenverstellbare Arbeitstische ermöglichen einen selbstgewählten Haltungswechsel zwischen Stehen und Sitzen.

„Für unsere Rehabilitanden mit Übergewicht bieten wir zudem Einzelberatungen und Programme zur Gewichtsreduzierung durch unsere Ernährungsberaterin an.“ Mit der Ökotrophologin wird ein individueller Speiseplan erarbeitet, der auch im Casino des BFW Leipzig umgesetzt werden kann.

„Ein wesentlicher Punkt ist die aktive Freizeitgestaltung“, ergänzt Reha-Arzt Tobias Schröter abschließend. „Den Fitnessbereich des Hauses nutzen sowohl die Rehabilitanden, als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BFW Leipzig unter Anleitung ausgebildeter Sporttherapeuten.“ Hier kann jeder an den Kraft- und Ausdauergeräten für einen gesunden Rücken trainieren. Für unsere Rehabilitanden stehen des weiteren Fahrräder zum Ausleihen sowie Tischtennisplatten für Freizeitaktivitäten zur Verfügung.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Hintergrund: Der Tag der Rückengesundheit
Eine Initiative des Bundesverbandes deutscher Rückenschulen e. V. und der Aktion Gesunder Rücken e. V. (www.agr-ev.de). Das Motto dieses Jahr lautet: „Achtsam durch den Tag – Rückenbelastungen gesund meistern!“

Der Ansatz der Achtsamkeit kann einen wertvollen Beitrag zu Ihrer Rückengesundheit leisten. Denn sie bedeutet mehr als Fitness- und Funktionstraining. Achtsamkeit ist einer der Bausteine auf dem Weg zu einem selbstbestimmten, rückenfreundlichen Lebensstil.

Das Motto des 19. Tag der Rückengesundheit betont und vertieft diesen Aspekt, denn Achtsamkeit liefert wertvolle Ressourcen zur psychischen Stabilität und zur Verbesserung der Körperwahrnehmung. (Quelle: https://www.agr-ev.de/de/tag-der-rueckengesundheit)

Schlagworte:
BFW Leipzig, Rückenerkrankungen, Tag der Rückengesundheit, Gesundheitscenter, Physiotherapie, Ergotherapie, gesunder Ernährung, Sport, Fitness

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BFW-Expertin: Gesunde Kost erhöht das Denkvermögen

Nicht nur zum Tag der gesunden Ernährung gehören Gemüse und Ost auf den Speiseplan. © Randy Fath, unsplash
Zum Tag der gesunden Ernährung

Zum Tag der gesunden Ernährung

Der 7. März steht im Zeichen des Tages der gesunden Ernährung. Im Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) wird über den Tag hinaus auf eine ausgewogene Kost Wert gelegt. Die Ernährungsexpertin Liane Neumann kennt ein paar Tricks für eine Leistungssteigerung beim Lernen.

Liane Neumann ist Ökotrophologin/Ernährungsberaterin am BFW Leipzig. Sie kümmert sich vorwiegend in Beratungen und Gruppengesprächen mit den Rehabilitanden um die gesunde Ernährung am BFW Leipzig. Dabei ist sie bemüht, das Thema im Alltag zu etablieren.

„Wir bieten jeden Tag ein fleischhaltiges, ein vegetarisches und ein Schonkostgericht an“, berichtet Liane Neumann über das tägliche Angebot zur Mittagszeit im Casino der Bildungseinrichtung. „Gut 800 Portionen werden bei uns in der Küche selbst zubereitet. Daher haben wir auch direkten Einfluss auf die Qualität. Mit einer gesunden Ernährung kann jeder selbst sehr gut auf die eigene Denkleistung Einfluss nehmen“, erklärt Liane Neumann in Hinblick auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im BFW Leipzig.

In den Einzelberatungen und Gruppengesprächen weist die Ernährungsberaterin immer wieder darauf hin, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährungsweise das Gehirn mit allen erforderlichen Nährstoffen versorgt. „Das ist wichtig, weil unsere Rehabilitanden gut acht Stunden am Lernen sind, um Wissen aufzunehmen und für den späteren Arbeitsalltag abrufbar zu speichern“, berichtet Liane Neumann und hat ein paar hilfreiche Tipps zusammengestellt, die über den Magen das Konzentrationsvermögen und die Denkleistung positiv beeinflussen können.

„Beginnen wir beim Trinken. Zwei Liter am Tag sorgen für eine gute Hirndurchblutung und geistige Frische. Daher hat es mich auch sehr gefreut, dass jeder hier im Hause eine Trinkflasche erhält, um sich an den Wasserspendern stets mit einem Getränk zu versorgen“, steigt die Ökotrophologin ein.

„Ich beobachte, dass viele zuerst nach dem Salzstreuer greifen, wenn sie ihr Essen geholt haben, ohne überhaupt zu kosten“, beschreibt sie ihre Beobachtungen im Casino. „Dabei sind unsere Speisen ausreichend gewürzt. Sechs Gramm Salz am Tag ist die normale Dosis. Das entspricht einem Teelöffel auf alle Mahlzeiten verteilt. Also, hier ist weniger mehr für die Gesundheit.“

„Kräftiges Kauen erhöht nicht nur den Genuss beim Essen“, so die Expertin, „sondern verhindert auch ein Trägheits- und Schweregefühl nach dem Essen. Man isst dadurch nicht zu viel und wird so mit ausreichend Energie für den Nachmittag versorgt ohne müde zu werden.“

Weiterhin verweist sie auf eine gesunde Mischkost mit ausreichend Ballaststoffen, Gemüse und Obst. Ihre Empfehlung: „Zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse täglich sorgen für eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen, die für eine gute Leistungsfähigkeit von besonderer Bedeutung sind.“ Vollkornbrot zum Frühstück sorgt für eine lang anhaltende Sättigung und Energieversorgung. So lassen sich die kleinen „Snacks“ zwischendurch vermeiden. „Regelmäßige Mahlzeiten gehören zur gesunden Ernährung“, erzählt Liane Neumann. „Ein gutes Frühstück bringt das Gehirn auf Touren und man kann sich mit optimaler Konzentration den anstehenden geistigen Aufgaben widmen.“

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Schlagworte:

BFW Leipzig, Tag der gesunden Ernährung, Ernährungsberatung, Ökotrophologin, Diätassistentin

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153 Mal Durchstarten für neuen Beruf am BFW Leipzig

Hohe Erwartungen an die nächsten 24 Monate Umschulung. Durchstarten in einen neuen Beruf für 153 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. © M. Lindner, BFW Leipzig
Hohe Erwartungen an die nächsten 24 Monate Umschulung. Durchstarten in einen neuen Beruf für 153 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. © M. Lindner, BFW Leipzig

Hohe Erwartungen an die nächsten 24 Monate Umschulung. Durchstarten in einen neuen Beruf für 153 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. © M. Lindner, BFW Leipzig

Am 21. Januar 2020 begannen 153 neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Umschulung im Berufsförderungswerk Leipzig. Nach Krankheit oder Unfall ist die berufliche Rehabilitation eine Chance mit einem neuen Beruf wieder ins Berufsleben integriert zu werden.

Mit hohen Erwartungen begannen am Dienstag (21.01.2020) 153 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Umschulungen am Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig). In 16 Umschulungsberufen können sie sich in den kommenden 24 Monaten das theoretische und praktische Wissen für einen Neustart ins Berufsleben aneignen.

Eine Vielzahl von ihnen hatte bereits einen Reha-Vorbereitungskurs am BFW Leipzig absolviert, um sich auf das Lernen wieder neu einzustellen. Zu den „Neuen“ zählt Nancy Jastrow. Die 37-jährige gelernte Tierwirtin konnte aufgrund von Bandscheibenvorfällen ihren bisherigen Beruf in der Tierproduktion nicht weiter ausüben. Die fachliche Beratung der Deutschen Rentenversicherung zeigte ihr den Weg, mit einer beruflichen Rehabilitation einen neuen Beruf zu erlernen. Gewählt hat sie die Kauffrau für Büromanagement. Die Aussichten sind groß, dass sie nach den zwei Jahren in ihrem ehemaligen Unternehmen im Büro wieder einsteigen und dort bei der Organisation des landwirtschaftlichen Betriebes mit ihren praktischen Erfahrungen und dem neu erworbenen theoretischen Wissen arbeiten kann.

So wie Nancy Jastrow erging es auch Martin Reiser, der nun die Umschulung als Verwaltungsfachangestellter angetreten hat oder der ehemaligen Anlagenfahrerin Birgit Fadel aus Sachsen-Anhalt, die mit 47 Jahren ebenfalls als Kauffrau für Büromanagement beruflich neu durchstarten möchte. Ihr Ehemann hatte bereits im letzten Jahr die Umschulung als Qualitätsfachmann absolviert.

„Die Möglichkeit, mit der beruflichen Rehabilitation nach Krankheit oder Unfall einen neuen Beruf zu erlernen“, so der Geschäftsführer des BFW Leipzig Jörg Beenken in seiner Eröffnungsrede vor den 153 neuen Umschülerinnen und Umschülern, „ist eine historische Errungenschaft unserer Gesellschaft. Und es ist eine beachtenswerte Leistung, dass Sie sich nach einem Bruch in der Arbeitsbiografie noch einmal auf die Schulbank setzen, um einen neuen Beruf zu erlernen.“

Während der zweijährigen Umschulung in 9 kaufmännischen und 7 gewerblich-technischen Berufen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine sehr praxisorientierte Wissensvermittlung erfahren, die auch eine mehrmonatige berufliche Lernphasen in verschiedenen Unternehmen beinhalten. In allen Ausbildungsbereichen wird Wert daraufgelegt, dass sowohl die Vermittlung, der Lehrinhalte als auch die technische Ausstattung den aktuellen Erfordernissen des Arbeitsmarktes entsprechen. Frau Marika Bild, Ausbildungsleiterin, wies die Teilnehmer darauf hin, die unterstützenden Angebote des Hauses wie (psychologische Betreuung, Fachförderunterricht, Sportangebote, Ernährungsberatung u.a.) zu nutzen, um das Ausbildungsziel zu erreichen. „Unser gemeinsames Ziel ist Ihre Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt“, betonte Frau Bild in ihren Ausführungen. „Ohne Ihre Mitwirkung wird dieses hochgesteckte Ziel nicht erreichbar sein“.

 

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

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DreamHack Leipzig – der große Praxistest für Rehabilitanden

Das Team vom BFW Leipzig wird im bunten Treiben den Überblick behalten und für ein stabiles Netzen bei der DreamHack sorgen. © Leipziger Messe GmbH/Tom Schulze
Spaß und Konzentration gehören bei der LAN-Party auf der DreamHack Leipzig dazu. © Leipziger Messe GmbH/Tom Schulze

Spaß und Konzentration gehören bei der LAN-Party auf der DreamHack Leipzig dazu. © Leipziger Messe GmbH/Tom Schulze

IT-Projekt des BFW Leipzig verbindet über 2.000 Spieler aus ganz Deutschland. DreamHack-Team baut wieder auf die Qualität der Umschüler aus der Leipziger Bildungseinrichtung.

Am 24. Januar 2020 startet die 5. DreamHack Leipzig. Über 2.000 Spieler werden auf dem Leipziger Messegelände zur größten LAN-Party Deutschlands erwartet. Zum fünften Mal ist auch wieder ein Team des Berufsförderungswerkes Leipzig in erweiterter Besetzung dabei. Stefan Kusiek, Jens Schneefuß und André Quaasdorf haben dazu 50 Schützlinge in die Mannschaft aufgenommen. Doch gespielt wird nicht.

Wie in den letzten Jahren setzt die DreamHack Leipzig auf Umschülerinnen und Umschüler des BFW Leipzig sowie erneut auf Lehrlinge in der Erstausbildung aus dem BTZ Leipzig. Zum zweiten Mal gehören auch acht Lehrlinge von Dell Technologies aus Halle dazu. Zu den Aufgaben wird es wieder gehören, die Netzwerkstruktur für die Gamer aufzubauen und zu managen. „Die 2.080 Spieler müssen vernetzt werden, so dass alle an der LAN-Party störungsfrei teilnehmen können“, berichtet Constatin Strobel vom Organisationsteam der DreamHack Leipzig. „In den letzten Jahren sahen wir unsere Erwartungen durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Leipziger Bildungseinrichtung auf hohem Niveau erfüllt. Und wir freuen uns, dass wir mit diesem Projekt zu einer praxisnahen Ausbildung beitragen können.“

Das ist auch der Hintergrund, warum es zu dieser kontinuierlichen Zusammenarbeit gekommen ist. „Wir haben schon 2013 bei den WorldSkills der Leipziger Messe zeigen können, was unsere Rehabilitanden unter Live-Bedingungen leisten können“, erklärt Jens Schneefuß, Ausbilder für die Fachinformatiker Systemintegration am BFW Leipzig. „Dabei testen wir, wie nah unsere Ausbildung an der Realität ist und über welchen aktuellen Wissenstand unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfügen.“

Der Aufbau der Netzwerke erfolgt bereits ab Dienstag kommender Woche (21.01.2020). Dann werden 1.200 Tische aufgebaut, 50 Switche eingerichtet, über 2000 Patchkabel mit einer Gesamtlänge von gut 15 Kilometern verlegt sowie die Beschilderung an den Tischen für die Zuordnung der einzelnen Spieler zu den vergebenen IP-Adressen angebracht. Weiterhin müssen der Spieleserver und ein zusätzlicher Server für das allgemeine Netzwerk und die Firewall konfiguriert werden. „Allein das Anschließen von einem Patchkabel wird ca. eine Minute dauern und daher brauchen wir diese lange Vorlaufzeit“, rechnet Ausbilder Stefan Kusiek vor.

Während der 56-stündigen LAN-Party wird das Team sich wiederum in einem Drei-Schicht-System aufteilen, so dass immer mehrere Ansprechpartner vor Ort für die Stabilität des Netzwerkes sorgen und die Gamer ruckelfrei zocken können.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Über die DreamHack Leipzig

Die DreamHack Leipzig ist die offizielle deutsche Plattform der schwedischen DreamHack, dem weltweit größten digitalen Festival. Veranstalter ist die Leipziger Messe GmbH mit der Schenker Technologies GmbH/XMG als Mitorganisator und der DreamHack AB als Gründer. Hauptbestandteile des Festivals sind zahlreiche professionelle eSports-Turniere, die Ausstellung DreamExpo mit dem dazugehörigen DreamStore und ein LAN-Bereich mit über 2.000 Plätzen. Abgerundet wird der Festivalcharakter durch ein umfangreiches Eventprogramm rund um das Thema Gaming an allen drei Veranstaltungstagen. Weitere Informationen finden Sie auf www.dreamhack-leipzig.de (Quelle: http://www.dreamhack-leipzig.de/pressemitteilungen/dreamhack-leipzig-2020-mitfiebern-zocken-erleben/1106596)

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BFW Leipzig, BTZ Leipzig, DreamHack Leipzig, Leipziger Messe, Berufliche Rehabilitation, Umschulung, Fachinformatiker

BFW Leipzig

Seit fast 30 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück ins Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz und Döbeln zur Verfügung. Ein berufliches Trainingszentrum, das BTZ Leipzig, ergänzt das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag, um Menschen die Rückkehr in das Arbeitsleben zu ermöglichen damit gleichzeitig dem Fachkräftemangel in der Wirtschaft zu begegnen. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

Weitere Informationen und Bildmaterial:

Berufsförderungswerk Leipzig gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
Georg-Schumann-Straße 148
04159 Leipzig
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Neu ab Juni 2020: Kaufleute im Gesundheitswesen

Neuer Beruf am BFW Leipzig ab Juni 2020: Kaufleute im Gesundheitswesen. © JackF, iStockPhotos
Neuer Beruf am BFW Leipzig ab Juni 2020: Kaufleute im Gesundheitswesen. © JackF, iStockPhotos

Neuer Beruf am BFW Leipzig ab Juni 2020: Kaufleute im Gesundheitswesen. © JackF, iStockPhotos

Der Beruf Kaufmann im Gesundheitswesen wird künftig im Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) angeboten. Ein weiterer neuer Umschulungsberuf ab 2020, nachdem der Kaufman im E-Commerce erstmals 2019 startete.

Ab Juni 2020 können Menschen, die krankheitsbedingt einen neuen Beruf ergreifen müssen, auch den Kaufmann im Gesundheitswesen Beruf im BFW Leipzig erlernen. Damit reagiert die Leipziger Bildungseinrichtung auf die gestiegene Fachkräftenachfrage in diesem Bereich. Mit ihrem kaufmännischen und gesundheitsspezifischen Wissen planen und organisieren die künftigen Kaufleute Verwaltungsvorgänge, Geschäftsprozesse und Dienstleistungen in Einrichtungen des Gesundheitswesens. In der 24-monatigen Umschulung werden Kenntnisse in der Abrechnung von Leistungen an die Krankenkassen, in der Patientendatenerfassung und Beratung vermittelt. Zusätzlich wird Wissen in der Personalwirtschaft, im Finanz- und Rechnungswesen sowie im Bereich Einkauf und Materialwirtschaft erworben.

Die Umschulung im Rahmen der beruflichen Rehabilitation erfolgt durch qualifizierte Ausbilder. Bei der fachpraktischen Qualifizierung sind Unternehmenskooperationen von besonderer Bedeutung. Betriebliche Lernphasen garantieren einen hohen Praxisbezug und dienen zur Anbahnung des künftigen Arbeitsverhältnisses. Die künftigen Kaufleute im Gesundheitswesen können neben dem IHK-Abschluss zusätzlich Industriezertifikate in der SAP-Software erwerben.

Diese Vorbereitung auf die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in der Gesundheitsbranche garantieren gute Chancen auf Übernahme. So sind Kaufleute im Gesundheitswesen in Krankenhäusern, Einrichtungen der Pflege, bei Krankenversicherungen und Rettungsdiensten, in ambulanten und stationären Rehabilitationseinrichtungen sowie in Arztpraxen und medizinischen Laboren gefragte Fachkräfte.

Für die Aufnahme einer neuen Arbeit ist es wichtig, dass die Reha-Teilnehmer während der gesamten Umschulung entsprechend ihrem Krankheitsbild individuell unterstützt werden. Besondere Hilfen wie ärztliche und psychologische Betreuung, Physio-, Bewegungs- und Ergotherapie sowie Ernährungsberatung und spezielle Förderangebote gehören zum Standard während des gesamten Rehabilitationsprozesses. Den Umschülern steht in dieser Zeit ein Personalberater zur Seite, der sie bei der Rückkehr in Arbeit unterstützt.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

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BFW Leipzig, Berufliche Rehabilitation, Umschulung, Kaufleute im Gesundheitswesen, Gesundheitsbranche

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Seit fast 30 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück ins Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz und Döbeln zur Verfügung. Ein berufliches Trainingszentrum, das BTZ Leipzig, ergänzt das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag, um Menschen die Rückkehr in das Arbeitsleben zu ermöglichen damit gleichzeitig dem Fachkräftemangel in der Wirtschaft zu begegnen. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

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Fahrzeugaufbereitung – bevor der Lack ab ist – eine neue Reha-Tätigkeit

Die fünf glücklichen Absolventen aus dem BFW Leipzig, die mit sehr guten Ergebnisse die Prüfung zur Fachkraft für Fahrzeugaufbereitung bestanden haben. © M. Lindner, BFW Leipzig

Seit einem Jahr besteht eine gelungene Kooperation zwischen Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) und dem Fahrzeugaufbereitungsunternehmen Albrecht und Grimm GmbH in Leipzig. Die ersten fünf Absolventen haben nun ihre Qualifizierung mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen.

Zur Fahrzeugaufbereitung gehört auch die Außenreinigung der PKW. © M. Lindner, BFW Leipzig

Zur Fahrzeugaufbereitung gehört auch die Außenreinigung der PKW. © M. Lindner, BFW Leipzig

Ende August legten fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem BFW Leipzig ihre Prüfung „Fachkraft für Fahrzeugaufbereitung“ ab. Auf Grundlage des gemeinsamen geschlossenen Kooperationsvertrages zwischen dem BFW Leipzig und der Leipziger Firma Albrecht & Grimm GmbH, startete der erste Ausbildungskurs im November letzten Jahres und endete sehr erfolgreich mit dem heutigen Prüfungstag.

Das Unternehmen, das sich auf Fahrzeugaufbereitung und Smart-Repair-Dienstleistungen spezialisiert hat, möchte auf diesem Weg mehr Fachkräfte in das Tätigkeitsgebiet bringen. „Die neuen Fahrzeuge werden immer komplexer mit verschiedenen hochwertigen Ausstattungen und unterschiedlichen Lacken“, so Mirko Albrecht, Geschäftsführer des im September 1994 gegründeten Unternehmens. „Das bedeutet für uns, dass wir verstehen müssen, wie wir den Wert dieser Fahrzeuge für die Kunden erhalten.“ Dabei legen er und sein Geschäftspartner Holger Grimm viel Wert auf eine umfassende Wissensvermittlung in Theorie und Praxis.

„Die Kooperation mit dem BFW Leipzig ist für uns ein erfolgreiches Pilotprojekt“, ergänzt Geschäftsführer Albrecht. „So haben wir auf der einen Seite gute Fachkräfte nach den Maßstäben des Bundesverbandes Fahrzeugaufbereitung ausbilden können und auf der anderen Seite konnten wir Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen eine Chance auf einen neuen Job geben.“ Mirko Albrecht, der auch Vizepräsident im Vorstand des Bundesverbandes Fahrzeugaufbereitung e.V. (BFA) ist, hat an der Ausarbeitung eines Curriculums für die Ausbildung mitgewirkt. „Ziel ist es, dass wir aus einer Qualifizierung einen vollwertigen Beruf mit Kammerabschluß gestalten“, legt der Leipziger noch einmal nach. „Das hilft in der Branche und vor allem beim Kunden noch mehr Vertrauen zu schaffen. Mit dieser Prüfung haben wir einen wichtigen Grundstein gelegt.“

Die fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben in neun Monaten die berufliche Handlungskompetenz in der professionellen Fahrzeugpflege und -aufbereitung sowie Reparaturmethoden zur Beseitigung von kleinen Schäden, z. B. im Lack von Kraftfahrzeugen, erworben. Extra zur Prüfung waren auch der Leiter der Geschäftsstelle des BFA, Marco Siega und Joachim Syha, Technischer Referent bei dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V., angereist, um die Prüfungsergebnisse auszuwerten und die Zertifikate des Dachverbandes an die Absolventen zu übergeben. Beide lobten in ihren Glückwünschen sowohl die Leistungen der Absolventen, da diese fast ausnahmslos mit der Note „Sehr gut“ bestanden hatten, als auch den Partnerbetrieb des BFW Leipzig für die betriebliche Lernphase Albrecht & Grimm GmbH für das Engagement für den Fachnachwuchs.

Der Einstieg in das Pilotprojekt mit dem BFW Leipzig wurde zusätzlich mit einer Weiterbildung der Ausbilder begleitet. „Da in dieser Qualifizierungsmaßnahme auch Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit psychischen Beeinträchtigungen teilnehmen“, erklärt Silvana Becker, Personalberaterin im BFW Leipzig, „haben wir im Dezember letzten Jahres eine psychologische Schulung der Mitarbeiter von Albrecht & Grimm durchgeführt. Mit einem besseren Verständnis für das Krankheitsbild der Teilnehmer, gelang es den Mitarbeitern noch besser sich auf die Teilnehmer und Teilnehmerinnen einzustellen und auf deren unterschiedliche Bedürfnisse einzugehen. Das zahlte sich aus. Mit viel Engagement und Geduld haben alle Fünf sehr erfolgreich die zertifizierte Prüfung zum Fahrzeugaufbereiter bestanden.“

„Wir sind begeistert von dem Engagement der Leute, die vom BFW Leipzig zu uns kamen“, freut sich Mirko Albrecht. Damit habe sich die Kooperation zwischen Bildungseinrichtung und Ausbildungsbetrieb bewährt. „Bei uns ist zudem das Verständnis für Menschen mit psychischen Erkrankungen gewachsen. Wir freuen uns darauf, den nächsten Kurs gemeinsam zu begleiten.“

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Hintergrund:

In dem Lehrgang zur „Fachkraft für Fahrzeugaufbereitung und Smart-Repair“ wird praxisnah die professionelle Fahrzeugpflege und -aufbereitung sowie Reparaturmethoden zur Beseitigung von kleinen Schäden, z. B. im Lack von Kraftfahrzeugen, vermittelt. Nach der Qualifizierung bieten sich für Quereinsteiger (auch ohne neuen Berufsabschluss) hervorragende Chancen, erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Gute Einstiegsmöglichkeiten haben die Absolventen in Kfz-Werkstätten, Autohäusern, Betrieben für Smart-Repair-Dienstleistungen und Fahrzeugaufbereitung, aber auch in der Automobilindustrie.

Schlagworte:

BFW Leipzig, Berufliche Rehabilitation, Psychische Gesundheit, Smart Repair, Fahrzeugaufbereitung, Albrecht & Grimm

BFW Leipzig

Das berufliche Trainingszentrum, das BTZ Leipzig am BFW, bietet seit 3 Jahren das spezialisierte und individuelle Angebote für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen an. Die Leipziger Bildungseinrichtung ist seit über 25 Jahren der Spezialist auf dem Gebiet Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) in der Region Westsachsen. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück ins Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz und Döbeln zur Verfügung. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

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Integration in Arbeit möglich, trotz psychischer Erkrankung

In modernen Werkstätten können u.a. erste Robotermodelle entstehen, wie hier beim Rundgang anlässlich der Einweihung des BTZ Neubaus am 21. August 2019 vorgeführt. © P. Skibinski, BFW Leipzig
In modernen Werkstätten können u.a. erste Robotermodelle entstehen, wie hier beim Rundgang anlässlich der Einweihung des BTZ Neubaus am 21. August 2019 vorgeführt. © P. Skibinski, BFW Leipzig

In modernen Werkstätten können u.a. erste Robotermodelle entstehen, wie hier beim Rundgang anlässlich der Einweihung des BTZ Neubaus am 21. August 2019 vorgeführt. © P. Skibinski, BFW Leipzig

Berufliches Trainingszentrum Leipzig am BFW bietet seit drei Jahren Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen viele Möglichkeiten zur Stabilisierung und Vorbereitung auf einen Neueinstieg ins Arbeitsleben.

Vor drei Jahren wurde das Berufliche Trainingszentrum Leipzig (BTZ Leipzig) am BFW eröffnet. Hier werden Menschen mit psychischen Problemen beim Wiedereinstieg ins Berufsleben zu unterstützt. Die speziellen und individuellen Leistungen setzen an der Ausgangssituation des Betroffenen an, da jeder Berufs-, Lebens- und Krankheitsverlauf verschieden ist. Die psychologische, sozialpädagogische und vermittlungsfördernde Begleitung sind daher ein fester Bestandteil jeder einzelnen Maßnahme.

Zu den speziellen und individuell abgestimmten Angeboten gehören beim Erwachsenenprogramm das Assessment zu Feststellung und Orientierung der beruflichen Eignung, das Berufliche Basistraining und das Berufliche Training. Für Erwachsene, die einen neuen Berufsabschluss anstreben erfolgt die Stabilisierung und Vorbereitung auf eine Umschulung, um die psychisch erkrankten Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den 24-monatigen Lernalltag einzustellen. Eine besondere Leistung stellt das Berufliche Training – Trauma dar. Es ist wie die anderen beruflichen Trainings eine Integrationsmaßnahme, die sich aber speziell an Menschen mit komplexen Traumafolgestörungen richtet. „Dieses BT – Trauma wurde aus der Erkenntnis entwickelt, dass wir viele ehemaligen Traumapatienten bei uns begleitet haben, wo wir uns noch spezielleren Anforderungen stellen mussten“, erklärt Marko Daubitz, Fachbereichsleiter des BTZ Leipzig.

Weiterhin gibt es eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen für Jugendliche, um eine Ausbildungsreife zu erwerben. Anschließend können die jungen Erwachsenen im BTZ Leipzig eine Inklusionsgestützte Erstausbildung absolvieren. „Wir haben so die Voraussetzungen geschaffen“, führt Marko Daubitz weiter aus, „um den jungen Menschen mit psychischen Vorerkrankungen eine berufliche und damit auch eine Lebensperspektive zu geben.“

„Ähnlich wie beim BT – Trauma haben wir in den letzten drei Jahren sehr viele Erfahrungen sammeln können“, berichtet Marko Daubitz. „Diese münden in der Weiterentwicklung der angebotenen Maßnahmen. Unser multiprofessionelles Team aus erfahrene Psychologen, Personalberatern, Ärzten, Ausbildern, Trainern, Sozialpädagogen, Sporttherapeuten sowie Ergotherapeuten ist in diese Entwicklungsprozesse integriert, da sie ganz eng mit unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern arbeiten.“

Die steigenden Zahlen der letzten drei Jahre in den einzelnen Maßnahmen bedurften erweiterter Räumlichkeiten. Und pünktlich zum 3. Geburtstag wurde Ende August ein Neubaukomplex für das BTZ Leipzig auf dem Gelände des Sozialversicherungszentrums an der Georg-Schumann-Straße seiner Bestimmung übergeben.

„Das war für das gesamte Team und selbstverständlich für unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein besonderes Erlebnis“, erzählt Marko Daubitz. „Die Trainings- und Betreuungsbedingungen haben sich dadurch erheblich verbessert und erweitert.“

Die Erfolgsbilanz fällt nach drei Jahren positiv aus. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten entweder eine Arbeit aufnehmen oder sind in eine weiterführende Bildungsmaßnahme vermittelt worden. „Das bestätigt uns, dass mit BTZ Leipzig eine notwendige Einrichtung geschaffen wurde“, resümiert Marko Daubitz abschließend.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

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Berufliches Trainingszentrum, BTZ Leipzig am BFW, BFW Leipzig, Berufliche Rehabilitation, Psychische Gesundheit, Integration, Teilhabe am Arbeitsleben

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Das berufliche Trainingszentrum, das BTZ Leipzig am BFW, bietet seit 3 Jahren das spezialisierte und individuelle Angebote für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen an. Die Leipziger Bildungseinrichtung ist seit über 25 Jahren der Spezialist auf dem Gebiet Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) in der Region Westsachsen. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück ins Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz und Döbeln zur Verfügung. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

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Vorort-Beratung zur beruflichen Rehabilitation in Lutherstadt Wittenberg

Der weiße BARKAS ist als Infomobil des BFW Leipzig in Sachen Beratung zur beruflichen Rehabilitation in Lutherstadt Wittenberg unterwegs. © A. Starke, BFW Leipzig

Letzter Halt der Infomobiltour des Berufsförderungswerkes Leipzig (BFW Leipzig) ist am 4. September 2019 Lutherstadt Wittenberg. Am weißen BARKAS der Leipziger Bildungseinrichtung findet die Beratung zur beruflichen Rehabilitation statt.

Auf dem Wochenmarkt in Lutherstadt Wittenberg wird das Team aus dem BFW Leipzig seine Informations- und Beratungsgespräche von 8.00 bis 14.30 Uhr durchführen. Hier werden Menschen beraten, die nach langer Krankheit oder Unfall eine neue Perspektive für die Rückkehr in Arbeit suchen. Vor Ort sind Corinna Schulze und Steffen Gonsior vom Beraterteam des BFW Leipzig. „Auf unserer Infomobiltour erfahren wir, wie wichtig es ist, vor Ort mit den Interessenten über die Zugangswege und Möglichkeiten einer beruflichen Rehabilitation zu sprechen“, erläutert Steffen Gonsior. „Wir können dann bereits auf erste Fragen eingehen und uns die Fälle etwas genauer anschauen.“

Seit nunmehr acht Jahren ist die Infomobiltour unterwegs durch Mitteldeutschland. Die Infomobiltour erweitert in den Frühjahrs- und Sommermonaten das Beratungsangebot als Vorort-Service, wenn Interessenten nicht zur monatlichen Informationsveranstaltung nach Leipzig oder zur Beratung in eine unserer Außenstellen kommen können.

Das Angebot des BFW Leipzig reicht von Umschulungen und Weiterbildungen im kaufmännischen und gewerblich-technischen Bereich bis hin zu verschiedenen Vermittlungsmaßnahmen, um die Teilnehmer auf ihren Weg zurück in Arbeit vorbereitet.

„Mit unseren Bildungsangeboten haben wir uns an den Erfordernissen des aktuellen Arbeitsmarktes ausgerichtet“, betont Corinna Schulze. „Dadurch können die Unternehmen in der Region sichergehen, gut ausgebildete Fachkräfte in den Absolventen des BFW Leipzig zu finden.“ Die Bereitschaft der Rehabilitanden zum beruflichen Neuanfang und die Lebenserfahrung aus den vorhergehenden Tätigkeiten sind wichtige Argumente, um schnell in ein Unternehmen integriert zu werden. Diese Erfahrungen und die hohen Vermittlungsquoten auf dem Arbeitsmarkt zeigen, dass viele Unternehmenslenker genau auf diese Werte bauen.

Mit Lutherstadt Wittenberg endet die diesjährige Infomobiltour durch Mitteldeutschland. Insgesamt wurden in diesem Jahr fünf Standorte in Sachsen und Sachsen-Anhalt angefahren. Interessenten, die nach Krankheit oder Unfall den Weg zurück in Arbeit finden möchten, können jederzeit an den Infotagen in Leipzig teilnehmen oder einen individuellen Beratungstermin in der Leipziger Bildungseinrichtung sowie seinen drei Außenstellen in Chemnitz, Döbeln und Brand-Erbisdorf vereinbaren. Alle Informationen zur Beratung über die berufliche Rehabilitation sind auf folgender Webseite zu finden: https://www.bfw-leipzig.de/angebote/beratung/

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

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BFW Leipzig, Berufliche Rehabilitation, Infomobiltour, BARKAS, Beratung, Wege in Arbeit, Lutherstadt Wittenberg

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