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Mich hat das Glück geküsst – Erwartungen zum Umschulungsstart

Katrin Joost hat am 23. Juni 2020 mit weiteren 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihre zweijährige Umschulung im BFW Leipzig begonnen © M. Lindner, BFW Leipzig
Mit Abstand und in zwei Gruppen wurden die neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Eröffnung der neuen Umschulungsmaßnahmen im BFW Leipzig begrüßt. © M. Lindner, BFW Leipzig

Mit Abstand und in zwei Gruppen wurden die neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Eröffnung der neuen Umschulungsmaßnahmen im BFW Leipzig begrüßt. © M. Lindner, BFW Leipzig

Am 23. Juni begannen die neuen Umschulungskurse im Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig). 101 Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvieren in 16 kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen die 24-monatige Umschulungen im Rahmen einer beruflichen Rehabilitation.

Aufmerksam lauscht Katrin Joost den Worten der Pädagogischen Leiterin des BFW Leipzig, Marika Bild: „Sie bringen bereits viele Erfahrungen, Kenntnisse und Fähigkeiten aus Ihren Vorberufen mit. Nutzen Sie diese.“ Katrin Joost ist eine von 101 neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die am 23. Juni 2020 ihre Umschulung im BFW Leipzig begonnen haben.

Doch an diesem Tag ist alles etwas anders. Dort, wo sich ansonsten alle „Neulinge“ in der Aula in den Stuhlreihen versammeln, sitzen sie nun mit Abstand an Tischen. Es ist immer noch Corona-Zeit. Gemeinsam mit ihren künftigen Ausbildern und Personalberatern stimmt sie Frau Bild auf die kommenden 24 Monate des Lernens ein: „Sie werden ihre Ausbildung, die eigentlich für drei Jahre konzipiert ist, in einer sehr kurzen Zeit absolvieren müssen“, betont sie mit dem Blick auf die vorgeschriebenen Rahmenlehrpläne der 16 Umschulungsberufe. „Trotz detaillierter Stoffverteilungspläne, einer praxisbezogenen Vermittlung des Lehrstoffs, vieler Fachprojekte und der Tätigkeit in einer Lernbehörde bzw. im Lernunternehmen wird ihre Mitwirkung maßgeblich für einen erfolgreichen Abschluss sein.“

Auf das hat sich die in Gera geborene Katrin Joost bewusst eingelassen. „Das ist hier meine große Chance, um mir zu beweisen, was ich noch leisten kann“, erklärt sie in Hinblick auf ihre bisherige berufliche Entwicklung. Die 41-jährige hat 22 Jahre in der Gastronomie gearbeitet. Und das anfangs nicht ganz freiwillig. Jura war ihr Wunschberuf oder Psychologie. Ihre Pubertät stand den Träumen im Weg und so verließ sie das Gymnasium vorzeitig. Erst einmal erlernte sie von 1996 bis 1999 den Beruf der Restaurantfachfrau und schloss anschließend noch den Lehrgang zur Ausbildereignung an. Katrin Joost fasste in der Gastronomie Fuß und bildete erfolgreich Köche und Restaurantfachfrauen aus. „Das alles hat mir Spaß gemacht, im Team und besonders mit den Gästen. Ich habe mir in den letzten 15 Jahren in einem italienischen Restaurant eine gute Position erarbeitet. Die hätte ich wahrscheinlich nie freiwillig aufgegeben.“ Doch dann wurde bei der jungen Frau aus Dessau-Roßlau auf beiden Seiten ein chronischer „Tennisarm“ diagnostiziert. Folge der Arbeit in der Gastronomie und das „Aus“ für die geliebte Tätigkeit.

Es folgten ein kurzer Aufenthalt in einer Schmerzklinik und ein aufschlussreiches Gespräch mit der Beraterin bei ihrer Krankenkasse. Die neue Hoffnung: Berufliche Rehabilitation. Der Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung war schnell gestellt und wurde genauso schnell bewilligt. Eigentlich wollte sie schon im Januar 2020 durchstarten, denn „ich bin sehr ehrgeizig“, stellt sie klar. „Doch ich war letztlich ganz glücklich, dass ich den Reha-Vorbereitungslehrgang mitmachen konnte. Hier habe ich mein Schulwissen auffrischen können, ist ja schon etwas länger her. Dadurch fand ich den richtigen Einstieg auf den heutigen Tag.“ Das sagt die verheiratete Mutter einer erwachsenen Tochter so leicht. Denn auch der Vorbereitungslehrgang fand in Corona-Zeiten anders statt als üblich, nämlich online, per Telefon oder Videokonferenz. „Ich hatte mich damit arrangiert. Früh aufstehen, Aufgaben erledigen, mit den Ausbilderinnen und Ausbildern kommunizieren und lernen. Das fiel mir leicht, wie damals in der Schulzeit.“

Nun sitzt sie mitten unter der Hälfte der neuen Umschülerinnen und Umschüler. Gespannt ist sie schon, auf das was sie erwarten wird. „Ich möchte Verwaltungsfachangestellte werden und wie es danach weitergehen soll, darüber habe ich ebenfalls klare Vorstellungen“, ist sich Katrin Joost sicher. Selbst wenn die Umschulung, die sie bewusst wegen der Ausrichtung auf die Landesverwaltung gewählt hatte, sehr anspruchsvoll ist – Gesetze, Paragrafen, Verordnungen, Vorschriften … – möchte sie eine gute Note zum Abschluss erreichen. „Das ist dann meine Visitenkarte für den neuen Start ins Berufsleben“, formuliert sie mit einem Lächeln. „Ich bin niemand, der die kommenden 22 Jahre nur hinter einem Schreibtisch sitzen möchte. Vielleicht kann ich sogar noch einmal studieren. Wer weiß?“

Und so packt sie nach der kleinen Eröffnungsveranstaltung ihre Unterlagen zusammen und folgt den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den Unterrichtsraum, nicht ohne sich noch einmal umzudrehen und mit einem Lächeln zu rufen: „Das ist meine Chance. Mich hat das Glück geküsst.“

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Schlagworte:

BFW Leipzig, Berufliche Rehabilitation, Umschulung, Verwaltungsfachangestellte, Kursstart

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Seit fast 30 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück ins Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz und Döbeln zur Verfügung. Die Beruflichen Trainingszentren in Leipzig und Chemnitz ergänzen das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag, um Menschen die Rückkehr in das Arbeitsleben zu ermöglichen damit gleichzeitig dem Fachkräftemangel in der Wirtschaft zu begegnen. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

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Solidarität verändert Leben – Umschüler plakatiert Leipzig

Kay Christian Dominte, Umschüler im BFW Leipzig, prägt mit seinem Plakat seit Wochen das Stadtbild von Leipzig © M. Lindner, BFW Leipzig
Über 100 mal machen Plakate von Kay-Christian Dominte auf das Thema Solidarität in der Innenstadt von Leipzig aufmerksam. © M. Lindner, BFW Leipzig

Über 100 mal machen Plakate von Kay-Christian Dominte auf das Thema Solidarität in der Innenstadt von Leipzig aufmerksam. © M. Lindner, BFW Leipzig

Seit ca. drei Wochen prägen viele Plakate zum Thema Covid-19 das Stadtbild von Leipzig. Auf gut 100 Plakatflächen hängt ein Plakat der Aktion #TiMMigegenGewalt, gestaltet von Kay Christian Dominte. Der künftige Mediengestalter ist seit Januar 2019 Umschüler im Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig).

Die Plakataktion „Gewalt tötet keine Viren. Solidarität verändert Leben“ ist nicht das einzige Projekt von Kay Christian Dominte, aber momentan das auffälligste. Im Januar 2019 begann er seine Umschulung als Mediengestalter im BFW Leipzig. 1991 in Timișoara, Rumänien, geboren, siedelte seine Familie 2007 nach Heidelberg um. Und seit 2013 lebt der 29-Jährige in Leipzig. Erzieher wollte er werden. Das soziale Engagement ist ihm wichtig für seinen weiteren Werdegang. Auch wenn er die Ausbildung nach zwei Jahren abbricht, weil die Anforderungen an die Ausbildung von Sachsen mit seiner früheren baden-württembergischen Wahlheimat nicht kompatibel waren. Die Leidenschaft, sich mit Grafikdesign zu beschäftigen, brach durch und fortan widmete er sich dieser Passion. Er eignete sich Fähigkeiten und Fertigkeiten selbst an und stellte sich in die Dienste der Gemeinnützigkeit.

Zuerst haben Kay Christian Dominte und sein Lebensgefährte als Privatinitiative jungen Menschen geholfen: „Es entstand eine Initiative für jungen Erwachsene, um ihnen eine Struktur im Leben in der eigenen Wohnung und ihnen bei den Gängen durch die Behördenlandschaft Unterstützung zu geben.“ Schnell wurde daraus eine Hilfe, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung zu ermöglichen.

2016 kam der Verein TiMMy ToHelp e.V., damals noch eine Umzugshilfe für Geflüchteten auf uns zu. „Zu dem Zeitpunkt schwächte die Flüchtlingswelle ab, also beschlossen wir, neue Projekte zu entwickeln. Somit entstand die Obdachlosenhilfe“, erzählt der junge Mann.

Mit einem Bollerwagen, vollgepackt mit lebensnotwenigen Dingen, hilft TiMMi ToHelp e. V. wohnungslosen Menschen in Leipzig direkt vor Ort. „Im Wagen haben wir“, beginnt er eine kleine Aufzählung, „verpackte Lebensmittel, Getränke, Hygieneartikel, Unterwäsche und Hundefutter. Für unsere Punks bringen wir auch schon mal Haarfarbe der Firma headshots mit, die uns sehr lange damit unterstützt.“ So versorgen die acht Vereinsmitglieder und rund 20 Ehrenamtlichen immer donnerstags zwischen 35 und 55 obdachlose Leute auf der Straße – auch an Feiertagen.

In Coronazeiten wurde es schwieriger, mit dem Team durch die Straßen zu ziehen. Abstandsregeln erlaubten nur noch, zu zweit die Spenden an die Frau und den Mann zu bringen. „Wir wollten aber genau in dieser Zeit auf die Problematik der obdachlosen Menschen aufmerksam machen“, beginnt Kay Christian Dominte auf die Plakataktion einzugehen. „Die Obdachlosen haben keinen Schutz, keine Rückzugsmöglichkeiten. Quarantäne? Wo sollten sie die einhalten können? Die wohnungslosen Menschen auf der Straße wurde zum lästigen und gefährlichen Antlitz der Städte. Ihnen schlug Ablehnung und Gewalt entgegen.“

Daraus entstand die aktuelle Plakatkampagne: „Gewalt tötet keine Viren. Solidarität verändert Leben.“ Zusammen mit der Bahnhofsmission Leipzig, dem Caritasverband Leipzig e. V. und Dr. Luisa Schneider vom Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung wurde die Aktion #TiMMigegenGewalt ins Leben gerufen. Ebenfalls mit im Boot, und da schließt sich der Kreis zum Umschüler, ist die Plattform strangedesign.de. Auf der Onlineplattform haben sich die künftigen Mediengestalter des BFW Leipzig während des Lockdowns über ihre Aufgaben im Home Learning ausgetauscht. Die Teilnahme an dem Projekt ist für alle Interessierten aus dem Bereich Design zugänglich. Über die Plattform werden Aufträge von gemeinnützigen Vereinen generiert und dienen für die Teilnehmer als Übung für die reale Berufswelt.

„Wir haben die Plakatkampagne in erster Linie für unsere Obdachloseninitiative gedacht“, stellt der junge Mann klar, „aber gleichzeitig sollte es ein grundsätzliches Zeichen gegen Gewalt sein: Häusliche Gewalt, Gewalt gegen Kinder, Gewalt im Internet, Gewalt bei Demonstrationen. Alles verschärfte sich in Zeiten von Corona.“

Und so spannt der starke grüne Drache seinen rettenden Schirm über die Schutzbedürftigen gut sichtbar im Leipziger Stadtbild auf. Ein klares Zeichen aller Partner, das durch die markante Gestaltung von Kay Christian Dominte, dem künftigen Mediengestalter am BFW Leipzig, zum Nachdenken über Solidarität und gegen Gewalt gegenüber Menschen in Not aufmerksam machte.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Hintergrundlinks:

www.timmitohelp.de / www.strangedesign.de

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BFW Leipzig, Berufliche Rehabilitation, Kay Christian Dominte, Bildungsgutschein, Mediengestalter, Strange Design, Obdachlose, TiMMi ToHelp e.V., Gewalt tötet keine Viren, Solidarität verändert Leben

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Seit fast 30 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück ins Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz und Döbeln zur Verfügung. Die Beruflichen Trainingszentren in Leipzig und Chemnitz ergänzen das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag, um Menschen die Rückkehr in das Arbeitsleben zu ermöglichen damit gleichzeitig dem Fachkräftemangel in der Wirtschaft zu begegnen. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

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Qualität der beruflichen Reha des BFW Leipzig bestätigt

Carsten Bauers, Qualitätsmanager im BFW Leipzig © H. Blumentritt, BFW Leipzig

 

Carsten Bauers, Qualitätsmanager im BFW Leipzig © H. Blumentritt, BFW Leipzig

Carsten Bauers, Qualitätsmanager im BFW Leipzig © H. Blumentritt, BFW Leipzig

Am 22. und 23. April wurde das Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) im Auftrag der Certqua nach DIN EN ISO 9001 und nach AZAV geprüft. Diese Prüfung umfasste ein Audit der Bereiche Qualifizierung, BTZ und Verwaltung in Leipzig sowie der Außenstellen Chemnitz und Brand-Erbisdorf. Nun liegt die Bestätigung vor, dass das BFW Leipzig allen Qualitätsmaßstäben in der beruflichen Rehabilitation gerecht wird. Mit Carsten Bauers, Qualitätsmanager im BFW Leipzig, haben wir dazu gesprochen.

 

Frage: Wie haben wir das Audit in diesem Jahr und zumal unter den Bedingungen der Covid-19-Einschränkungen bestanden?

Carsten Bauers: Wir konnten das Audit mit einem guten Ergebnis abschließen. Die Urkunde mit dem Zertifikat wurde uns bereits zugesandt. In Auswertung des Audits wurden weder Abweichungen festgestellt noch Auflagen erteilt. Die Prüfer haben lediglich Verbesserungsvorschläge eingebracht.

Frage: Was heißt das?

Carsten Bauers: Einmal ist das gut für uns. Denn wir haben alle Anforderungen, die an uns hinsichtlich der Kriterien für die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 und nach AZAV gestellt werden, voll erfüllt. Die Verbesserungsvorschläge richten sich mehr an Möglichkeiten, wie wir unsere Geschäftsabläufe hinsichtlich der beruflichen Rehabilitation noch effizienter gestalten könnten.

Frage: Warum wurde diese Prüfung durchgeführt?

Carsten Bauers: Wir sind nach DIN EN ISO 9001 und nach AZAV zertifiziert. Die Zertifizierung ist eine Voraussetzung, dass uns die Leistungsträger mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern belegen. In diesem Jahr lief die Zertifizierung nach der DIN EN ISO 9001 aus und musste somit erneuert werden. Die Prüfung nach AZAV war eine „Trägerüberwachung“. Es handelte sich somit um ein Wiederholungsaudit zur Aufrechterhaltung des derzeit gültigen Zertifikats.

Die ISO-Norm ist ein allgemein gehaltenes Regelwerk zur Einhaltung von Standards für alle Branchen und definiert allgemeingültige Regeln, nach denen ein wirksames Qualitätsmanagement aufgebaut sein sollte, die AZAV – Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung – ein spezieller Anforderungskatalog für Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit. Um die Leistungsfähigkeit und Effizienz des arbeitsmarktpolitischen Fördersystems zu verbessern, benötigen alle Anbieter entsprechender Dienstleistungen seit April 2012 eine AZAV-Trägerzulassung. Ohne AZAV-Trägerzertifizierung könnten wir weder Bildungsgutscheine annehmen noch Rehabilitanden über die Agentur für Arbeit oder die Jobcenter zugewiesen bekommen.

Frage: Und warum nun diese erneute Prüfung?

Carsten Bauers: Wir werden jährlich einer Prüfung unterzogen. Die Re-Zertifizierung und die Trägerüberwachung sind nun notwendig, weil wir in der Umsetzung unserer Ziele, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem 1. Arbeitsmarkt zu integrieren, uns den ständigen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt anpassen müssen und es auch tun. Die Leistungsträger wollen sichergehen, dass wir über ein funktionierendes Qualitätsmanagementsystem verfügen.  Dies gewährleistet, dass die von uns gewählten Strukturen und Abläufe konsequent auf das Ziel der beruflichen Rehabilitation, also der Vermittlung von Teilnehmern in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis, ausgerichtet sind und zu dessen Erfüllung beitragen. Dazu gehört unter anderem die Dokumentation aller Strukturen und Abläufe sowie die stete Überprüfung unserer erreichten Ziele. Aus meiner Sicht kann ich sagen, wir haben mit dem Erhalt unserer Zertifizierungsurkunde die Bestätigung erhalten, dass wir uns weiterhin auf einem guten Weg in der beruflichen Rehabilitation befinden.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

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BFW Leipzig, Berufliche Rehabilitation, Zertifizierung, DIN EN ISO 9001, AZAV, Agentur für Arbeit, Jobcenter, Certqua

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Mit Bildungsgutschein einen neuen Beruf erlernen

Der Bildungsgutschein der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter bietet die Chance zum beruflichen Neustart. (im Bild: Zentrale der Bundesagentur in Nürnberg) © Bundesagentur für Arbeit
Die Vermittler der Agenturen für Arbeit und Jobcenter beraten gern in Sachen Bildungsgutschein © Bundesagentur für Arbeit

Die Vermittler der Agenturen für Arbeit und Jobcenter beraten gern in Sachen Bildungsgutschein © Bundesagentur für Arbeit

Die Covid-19-Pandemie hat zu Veränderungen und neuen Herausforderungen in der Arbeitswelt geführt. Umschulungen mit einem Bildungsgutschein sind ein Weg sein, um einer längeren Zeit der Arbeitssuche entgegenzuwirken. Am 23. Juni 2020 startet das Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) die neuen Kursen der arbeitsmarktorientierten Bildungsmaßnahmen.

Mit einem Bildungsgutschein haben Arbeitssuchende die Möglichkeit, einen neuen Beruf zu erlernen. Gerade in den gegenwärtigen Krisenzeiten und anwachsenden Zahlen in der Arbeitslosenstatistik bietet sich darüber die Möglichkeit, eine Umschulung zu wählen, die sich zukunftsweisend an den Erfordernissen des Arbeitsmarktes orientiert.

Das BFW Leipzig, als zertifizierte Bildungseinrichtung, bietet neben der beruflichen Rehabilitation in 13 gewerblich-technischen und kaufmännischen Berufen auch Umschulungen für Arbeitssuchende mit einem Bildungsgutschein an. Die Arbeitsagenturen und Jobcenter übernehmen nach Prüfung die voraussichtlichen Kosten für die Umschulung, die erforderlichen Prüfungen und bei Bedarf die Unterkunft und die Verpflegung im Internat. Dafür ist es notwendig, mit dem jeweiligen Arbeitsvermittler zu sprechen.

Durch die Coronakrise hat sich gezeigt, dass sich die Digitalisierung rasanter entwickeln wird als bisher. Daher sind im gewerblich-technischen Bereich Fachinformatiker in den Fachrichtungen Systemintegration und Anwendungsentwicklung sowie Elektroniker für Geräte und Systeme sehr gefragte Berufe mit Zukunftsperspektive.

Auf die voranschreitenden Digitalisierungsprozesse hat das BFW Leipzig im kaufmännischen Bereich mit der Umschulung zum Kaufmann/-frau im E-Commerce reagiert. Auch diese können Interessenten ab dem 23. Juni 2020 mit einem Bildungsgutschein belegen.

Zu den gegenwärtig begehrten Berufen, die man mit einem Bildungsgutschein belegen kann, zählen im kaufmännischen Bereich die Kaufleute für Büromanagement, die Industriekaufleute und Immobilienkaufleute sowie im gewerblich-technischen Bereich die Technischen Produktdesigner.

Während der 24-monatigen Umschulung erwerben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in praxisorientiertem Unterricht mit hochmodernen Arbeitsmitteln. Die Abschlussprüfungen erfolgen vor den jeweils zuständigen Kammern. Eine mehrmonatige betriebliche Lernphase während der Umschulungszeit bietet die Möglichkeit, nicht nur das theoretische Wissen praktisch anzuwenden, sondern erste Kontakte zu einer möglichen neuen Arbeitsstelle aufzunehmen.

Die Absolventen des Berufsförderungswerkes sind wegen ihres hohen Ausbildungsniveaus begehrte Fachkräfte auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Die Vermittlungsquote aller Absolventen liegt im Mittel bei 80 Prozent.

Eine Übersicht sowie ausführliche Beschreibungen der angebotenen Berufsbilder finden die Interessenten auf http://www.bfw-leipzig.de/bg.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

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BFW Leipzig, Bildungsgutschein, Umschulung, Agentur für Arbeit, Jobcenter, Arbeitssuchende, Digitalisierung, Covid-19-Pandemie

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Den Kaufmann im E-Commerce gibt’s jetzt mit Bildungsgutschein

Mit dem Start des Sommersemesters im BFW Leipzig wird erstmals das Berufsbild Kaufleute im E-Commerce als Umschulungsberuf angeboten. © omgimages, iStock
Mit dem Start des Sommersemesters im BFW Leipzig wird erstmals das Berufsbild Kaufleute im E-Commerce als Umschulungsberuf angeboten. © omgimages, iStock

Mit dem Start des Sommersemesters im BFW Leipzig wird erstmals das Berufsbild Kaufleute im E-Commerce als Umschulungsberuf angeboten. © omgimages, iStock

Das Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) bietet ab sofort den Umschulungsberuf Kaufleute im E-Commerce auch für Interessenten mit Bildungsgutschein an. Gefragter Umschulungsberuf ist branchenübergreifend und zukunftsorientiert.

Das BFW Leipzig wird zum geplanten Start der Umschulungen am 23. Juni 2020 den Beruf „Kaufleute im E-Commerce“ auch für Interessenten mit Bildungsgutschein anbieten. Der kaufmännische Beruf startete neu im Juni letzten Jahres als Umschulung in der beruflichen Rehabilitation. Mit dem branchenübergreifenden Umschulungsberuf reagierte die Leipziger Bildungseinrichtung auf das anwachsende Online-Geschäft.

Während der 24-monatigen Umschulung werden die Teilnehmer systematisch an neue Anforderungen, die mit der Digitalisierung und verändertem Kundenverhalten im Online-Handel einhergehen, herangeführt. Daher ist eine projektorientierte Arbeitsweise ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. Der Beruf erfordert Interesse am IT-basierten Verkaufen und Vermarkten, an betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen und rechtlichen Vorgaben. Weiterhin ist ein analytisches und logisches Denkvermögen erforderlich. Eine Medienaffinität und das Interesse an neuen Entwicklungen im Online-Vertrieb und in den Vertriebskanälen sind gute Voraussetzungen für die Ausbildung. Die Umschulung endet mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer.

Einsatz finden Kaufleute im E-Commerce in allen Wirtschaftsunternehmen, die über eine Online-Plattform Waren und Dienstleistungen an Privat- oder Geschäftskunden vertreiben. Durch die Branchenunabhängigkeit bietet sich eine Vielzahl an Arbeitgebern an. Dabei sind ihr Wissen und ihre Erfahrung insbesondere an den externen und internen Schnittstellen gefragt. Diese finden sich in der Werbung, der Logistik, IT, Recht oder Controlling.

Zu ihren Aufgaben gehören neben dem redaktionellen Aufbau sowie der Pflege von Webshops, der Einsatz von Online-Vertriebskanälen und der Mitarbeit bei der Gestaltung des Waren- und Dienstleistungssortiments, die Vertragsanbahnung und -abwicklung im Online-Vertrieb sowie die Unterstützung bei der Beschaffung. Weitere wichtige Aufgaben sind die Kundenkommunikation, die Entwicklung und Umsetzung des Online-Marketings sowie die kaufmännische Steuerung und Kontrolle.

Die Absolventen des Berufsförderungswerkes sind wegen ihres hohen Ausbildungsniveaus begehrte Fachkräfte auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Die Vermittlungsquote aller Absolventen liegt im Mittel bei 80 Prozent.

Um mit einem Bildungsgutschein neben dem Kaufmann im E-Commerce auch an einer der anderen 14 Umschulungen teilzunehmen, können sich die Arbeitssuchenden an ihre Vermittler von Arbeitsagenturen und Jobcentern wenden. Eine Übersicht sowie ausführliche Beschreibungen der angebotenen Berufsbilder finden die Interessenten auf http://www.bfw-leipzig.de/bg.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

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BFW Leipzig, Bildungsgutschein, Umschulung, Kaufleute im E-Commerce, Online-Handel, Digitalisierung

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Gegen die Angst trainieren …

Maxi Bindel bei der Fertigstellung ihrer Masterarbeit. © M. Lindner, BFW Leipzig
Maxi Bindel bei der Fertigstellung ihrer Masterarbeit. © M. Lindner, BFW Leipzig

Maxi Bindel bei der Fertigstellung ihrer Masterarbeit. © M. Lindner, BFW Leipzig

Die wissenschaftliche Arbeit einer Werkstudentin wurde als neues Trainingsprogramm zur Bewältigung von Angst im Beruflichen Trainingszentrum (BTZ Leipzig) am Berufsförderungswerk Leipzig erfolgreich eingeführt. Betroffenen kann so begleitend der Wiedereinstieg ins Berufsleben und die Steigerung der Lebensqualität erleichtert werden.

Gegen die Angst trainieren, geht das überhaupt? Das fragte sich die ehemalige Studentin der Psychologie Maxi Bindel. 2018 trat sie eine Stelle als Werkstudentin im Beruflichen Trainingszentrum (BTZ Leipzig) am Berufsförderungswerk Leipzig an. Anfangs führte sie Entspannungs- und Telefontraining durch, unterstützte das Lernunternehmen und übernahm die Hospitation und Aufsicht bei verschiedenen Maßnahmen des BTZ Leipzig. Dann entwickelte sie zusammen mit dem Fachbereichsleiter Marko Daubitz ein Thema für ihre anstehende Masterarbeit: „Angstbewältigung im Kontext der beruflichen Rehabilitation.“

In dieser wissenschaftlichen Abhandlung ging es um die Entwicklung, Durchführung und Evaluierung eines Trainingskonzeptes zur Bewältigung von Ängsten. Im BTZ Leipzig hatte Maxi Bindel den richtigen Praxispartner gefunden. Hier werden ausschließlich Menschen mit psychischen Erkrankungen auf einen dauerhaften Wiedereinstieg ins Arbeitsleben vorbereitet.

Daher gehört es zu den Aufgaben des BTZ Leipzig, eine erfolgreiche Trainingsmaßnahme zu entwickeln, sodass die Betroffenen mit ihren Ängsten umgehen können und ein Anstieg ihrer Lebensqualität zu erwarten ist.

Das war der Ansatz, als Maxi Bindel ihre Forschungs- und Praxisarbeit im Trainingszentrum begann. Im Februar 2019 hatte sie ihr Konzept und die Trainingsmethoden ausgearbeitet. Bis Oktober 2019 durchliefen gut 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in sechs Gruppen das neue Trainingsprogramm zur Angstbewältigung. Die Ergebnisse flossen in ihre Untersuchung ein. Bei der Erstellung des Konzepts war es ihr sehr wichtig, dass alle an dem Punkt abgeholt werden können, wo sie sich beim Beginn ihrer Maßnahmen am BTZ Leipzig befinden – teilweise mit und ohne Therapieerfahrungen. Ziel des Trainings ist es, eine aktive Auseinandersetzung mit den Ängsten zu fördern und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Impulse und Selbstmanagementstrategien zur Angstbewältigung zu vermitteln.

Die Rückmeldungen der Probanden war durchweg positiv. Besonders die Gruppengespräche hatten alle als sehr hilfreich empfunden. Der Austausch untereinander wirkte entlastend. Man fühlte sich verstanden und dadurch nicht allein mit seinen Ängsten. Das bestätigen die vergleichbaren Ergebnisse der „Angstfragebögen“, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor und nach dem Training bearbeitet wurden.

All diese Ergebnisse flossen in die Masterarbeit ein, die von Professorin Cornelia Exner, vom Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Leipzig betreut wurde. Es ist eine wichtige Arbeit, bestätigt auch Marko Daubitz als ihr Betreuer im BTZ Leipzig. Mit der wissenschaftlichen Arbeit konnte Maxi Bindel als Werkstudentin ein Programm entwickeln, das im Alltag des BTZ Leipzig fester Bestandteil von Trainingsmaßnahmen wurde. Dieses Angebot erweitert die bereits bestehenden Kursangebote in den Maßnahmen und erhöht die Erfolgsaussichten für die von Ängsten Betroffenen, schnell wieder im Lebens- und Arbeitsalltag Fuß zu fassen.

Für die ehemalige Studentin bedeutete das erarbeitete Trainingsprogramm nicht nur, dass sie mit der wissenschaftlichen Arbeit ihr Masterstudium erfolgreich abschließen konnte. Sondern auch, dass sie als angestellte Psychologin am Beruflichen Trainingszentrum ihr Programm für die Bewältigung von Ängsten seit Mitte Februar diesen Jahres weiter durchführen kann.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

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BFW-Experten: Autismus auch als Chance begreifen

Autismus auch als Chance für den Arbeitsmarkt entdecken. © Brett Jordan/unsplash.com
Autismus auch als Chance für den Arbeitsmarkt entdecken. © Brett Jordan/unsplash.com

Autismus auch als Chance für den Arbeitsmarkt entdecken. © Brett Jordan/unsplash.com

Am 2. April 2020 war der Weltautismustag. Aufgrund der Krise um Covid-19 wurden die Maßnahmen in allen Einrichtungen des Berufsförderungswerkes Leipzig (BFW Leipzig) an den heimischen Arbeitsplatz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer verlagert. Diese veränderte Situation ist besonders für Menschen mit Autismus eine Herausforderung.

Pro Jahr weisen mehr als 20 aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Beruflichen Trainingszentrum Leipzig (BTZ Leipzig) die Entwicklungsstörung Autismus auf. Die jungen Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren können schwer soziale und emotionale Signale einschätzen. Sie haben Probleme, auf Gefühle anderer Menschen einzugehen. Ihr Verhalten auf soziale Situationen ist oft anders, als es die Umwelt von ihnen erwartet. Dadurch fällt es Autisten schwer, sich im Lebens- und Arbeitsalltag zurecht zu finden und sich zu integrieren. Das Bundesumweltamt spricht davon, dass keine Zahlen über die Häufigkeit von Autismus in Deutschland vorliegen. „Derzeit wird eine weltweite Prävalenz von 0,6 % – 1 % angenommen. Bei Jungen tritt Autismus viermal häufiger auf als bei Mädchen.“

Im BTZ Leipzig ist man seit mehr als drei Jahren darauf spezialisiert, durch Stabilisierungs- und Integrationsmaßnahmen Menschen mit psychischen Erkrankungen einen Weg in Arbeit aufzuzeigen. Das multiprofessionelle Team im BTZ Leipzig hat einen Ansatz gefunden, die jugendlichen Autisten individuell auf die für sie so bunte und damit unstrukturierte, sich täglich verändernde Arbeitswelt vorzubereiten. „Gerade bei jungen Menschen haben wir die Chance, sie auf viele Dinge in ihrer Umwelt so einzustellen, dass es ihnen leichter fällt, sich zu integrieren“, weiß Thomas Eilers aus seiner täglichen Arbeit als Bildungsbegleiter im BTZ Leipzig zu berichten.

Oftmals wird Autismus im Kinder- und Jugendalter nicht erkannt. Probleme mit stundenlangem Stillsitzen und der damit einhergehenden motorischen Unruhe werden von ungeschulten Lehrkräften als Störbilder wie ADHS fehlinterpretiert. Der Lebensweg scheint vorgezeichnet. Hinzu kommen Probleme in der Familie, die oft auch mit der Situation überfordert sind und keine Hilfestellung bieten noch suchen. Hieraus ergeben sich weitreichende Folgen für den Zugang auf den Arbeitsmarkt.

Es ist ein tägliches Herantasten an die Jugendlichen, die wegen psychischer Erkrankungen spezielle Maßnahmen der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (kurz BvB) und der Inklusionsgestützten Erstausbildung (IngE) im BTZ Leipzig belegen. „Dabei stellen die Autisten eine kleine, aber besondere Gruppe für uns dar“, erklärt Christin Lippmann, Sozialpädagogin im BTZ Leipzig. Und doch werden die jungen Leute mit der besonderen Entwicklungsstörung gemeinsam mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Gruppen integriert. „Wir trainieren dadurch die soziale Interaktion und die soziale Kompetenz mit allen“, sagt die Sozialpädagogin. So fühlen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Autismus angenommen, trainieren mit anderen in einer Kleingruppe von acht bis zehn Personen. Man muss jedoch vieles dabei beachten: „Es braucht eigene Kommunikationsformen in der Stoffvermittlung. Autisten haben Probleme mit der Reizüberflutung, die sie in unserer Welt umgibt. So dunkeln wir die Räume ab, wenn die Sonne zu sehr einstrahlt. Die Arbeitsplatzbereiche bieten weniger Ablenkung. In Lehrbüchern decken wir beispielsweise Bilder zu, um die Konzentration ausschließlich auf die Texte zu lenken“, weiß Christin Lippmann zu berichten. Das erdrücke die jungen Leute nicht so sehr, denn Ablenkung könne demotivieren, so ihre Erfahrungen aus der Praxis.

Die aktuelle Krise um das Covid-19-Virus stellt auch für Menschen mit Autismus eine besondere Herausforderung dar. Die Alltagsstruktur, die bislang durch den Weg zum BTZ Leipzig und die Vorgaben von Unterricht, Trainings- und Beratungen geprägt war, ist unterbrochen worden. „Viele unserer Autisten können sich schwerer als andere in dieser Situation zurecht finden“, erläutert Marko Daubitz. Er leitet das Berufliche Trainingszentrum. „Sie sind nur mit hoher Anstrengung und Unterstützung in der Lage, sich ihren nun veränderten Tagesablauf zu organisieren. Besonders wird uns dies in den Beratungsgesprächen deutlich. Wir versuchen gegenzusteuern. Die Aufgaben, die wir ihnen geben, sind viel strukturierter und orientieren sich an einem festen Zeitplan, welchen wir mit den Teilnehmern abstimmen. In den psychologischen Betreuungsgesprächen nutzen wir eine videogestützte Online-Sprechstunde, um so die Kommunikation mit den Teilnehmern sicherzustellen. So geben wir unseren jugendlichen Autisten über die Ferne Halt.“

Der eingeschlagene Weg ist der Richtige. Darin sind sich nicht nur Christin Lippmann und Thomas Eilers mit ihrem Fachbereichsleiter Marko Daubitz einig. Das gesamte multiprofessionelle Team aus Bildungsbegleitern, Ausbildern, Trainern, Sozialpädagogen, Psychologen, Ergo- und Sporttherapeuten war an der Ausarbeitung der Konzeption für die spezielle Betreuung der Jugendlichen mit Autismus beteiligt. Alle, die Autisten im BTZ Leipzig betreuen, sind speziell geschult worden und bilden sich fortlaufend weiter.

„Man muss auf die Betroffenen reagieren. Wenn wir nicht ähnlich wie bei sichtbaren Behinderungen auch hier für ein barrierearmes Leben sorgen, verlieren wir wertvolle Menschen“, ist sich Thomas Eilers sicher. Man müsse sich Zeit für die Autisten lassen, um deren Entwicklungspotentiale zu erkennen, Stärken zu fördern und die Schwächen versuchen abzufedern. Das konzipierte Modell zeichnet sich als Erfolgsprogramm für die Menschen mit Autismus im BTZ Leipzig ab. Es ermöglicht ihnen, sich auf das spätere Arbeitsumfeld individuell vorzubereiten.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

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BFW Leipzig, BTZ Leipzig, Autismus, Weltautismustag, BvB, IngE

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Seit fast 30 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück ins Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz und Döbeln zur Verfügung. Ein berufliches Trainingszentrum, das BTZ Leipzig, ergänzt das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag, um Menschen die Rückkehr in das Arbeitsleben zu ermöglichen damit gleichzeitig dem Fachkräftemangel in der Wirtschaft zu begegnen. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

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„Ich bin froh, mich durch das BFW entwickeln zu können.“

Marvin (Mitte mit Zeugnis) bei der Überreichung einer Leistungsauszeichnung im Juni 2019 mit dem damaligen Betreuerteam aus dem BTZ Leipzig (l: Marko Daubitz, 2.v.r. Thomas Eilers). © M. Lindner, BFW Leipzig
Marvin (Mitte mit Zeugnis) bei der Überreichung einer Leistungsauszeichnung im Juni 2019 mit dem damaligen Betreuerteam aus dem BTZ Leipzig (l: Marko Daubitz, 2.v.r. Thomas Eilers). © M. Lindner, BFW Leipzig

Marvin (Mitte mit Zeugnis) bei der Überreichung einer Leistungsauszeichnung im Juni 2019 mit dem damaligen Betreuerteam aus dem BTZ Leipzig (l: Marko Daubitz, 2.v.r. Thomas Eilers). © M. Lindner, BFW Leipzig

Das sagt der 21-jährige Marvin mit einer gewissen Erleichterung. Man erkennt einen gewissen Stolz in seinem Gesicht, dass er es soweit gebracht hat. Der junge Mann mit seinem kurzgeschnittenen braunen Haar steht kurz vor seinem Abschluss als Fachpraktiker für Bürokommunikation. Schon im letzten Jahr erhielt er eine Anerkennung von der Berufsschule für besondere Leistungen. Und wenn die Krise um das Coronavirus ihm keine weitere „Zwangspause“ auferlegt, dann hat er seine 3-jährige Ausbildung im August beendet. Doch der Weg dorthin war nicht so einfach.

Marvin ist Autist. Doch wer glaubt, hier hat sich ein junger Rainman ins Berufliche Trainingszentrum am BFW Leipzig (BTZ Leipzig) verirrt, mit einer super ausgeprägten Wissensintelligenz, der wird durch seine Wegbegleiter schnell aufgeklärt. Thomas Eilers ist der Bildungsbegleiter für Marvin und Christin Lippmann arbeitet als Sozialpädagogin u. a. mit den betroffenen Jugendlichen zusammen. Eilers erklärt, dass es nicht den Autisten gibt: „Kennst Du einen Autisten, kennt man einen Autisten.“ Das ist nach seiner Auffassung die richtige Antwort auf die Einordnung dieser neurologischen Entwicklungsstörung. „Rainman, Rizvan Khan aus „Mein Name ist Khan“ oder Sheldon aus Big Bang Theory sind die Filmhelden, die uns Facetten des Autismus nähergebracht haben. Ich würde es als Hyperintelligenz bezeichnen.“ Und daneben stehen viele andere Verhaltensmuster, die mal ausgeprägter und mal weniger erkennbar die Störung beschreiben. So können Menschen mit Autismus soziale und emotionale Signale nur schwer einschätzen. Sie haben Probleme, auf Gefühle anderer Menschen einzugehen oder können mit ihrem Verhalten auf soziale Situationen nicht angemessen reagieren. Inselbegabungen führen nicht zu einer Professur in Oxford oder Harvard. Aber diese Konzentration auf eine spezifische Thematik im Leben zeichnen die Autisten eben nun einmal aus.

„Für uns ist es wichtig, dass Menschen mit Autismus individuell abgestimmte Förderung erhalten“, betont Thomas Eilers. „Das bietet diesen Menschen die Chance, sich angepasst zu entwickeln und in die Gesellschaft integriert zu werden.“ Anderenfalls sind die Karrierewege der Autisten oft vorgeprägt. „Oft werden sie in Lernförderschulen untergebracht und sind dort unterfordert.“ Jedoch zeichnen sich ihre Schwächen im Lernalltag oft ab. Und damit hat man auch am BTZ Leipzig zu tun, berichtet Sozialpädagogin Christin Lippmann: „Autisten fällt es schwer, im Unterricht stillzusitzen, in ihnen macht sich häufiger eine motorische Unruhe breit. Das wird im Unterricht als störend empfunden.“ Die Einstufung in andere Störbilder wie ADHS durch ungeschulte Lehrkräfte ist oft die Folge in unserem Schulsystem. Es sei auch schwer für ungeschultes Personal hier eine klare Abgrenzung und damit eine individuelle Förderung durchzuführen.

Wie viele Menschen, die mit der Entwicklungsstörung aufwachsen und leben müssen, es betrifft, kann niemand so genau sagen. Das Bundesumweltamt spricht davon, dass keine Zahlen über die Häufigkeit von Autismus in Deutschland vorliegen. „Derzeit wird eine weltweite Prävalenz von 0,6 % – 1 % angenommen. Bei Jungen tritt Autismus viermal häufiger auf als bei Mädchen.“ Wie also will man gerade jungen Menschen helfen, sich als Autist im reizüberfluteten Leben zurecht zu finden. „Gerade bei jungen Menschen haben wir die Chance, sie auf viele Dinge in ihrer Umwelt so einzustellen, dass es ihnen leichter fällt, sich zu integrieren“, weiß Thomas Eilers aus seiner täglichen Arbeit im BTZ Leipzig zu berichten.

Er glaube, dass sie bei Marvin den richtigen Zeitpunkt noch abgepasst haben. Den Neueinstieg in die individuelle Leistungsförderung schaffte der 21-Jährige im Oktober 2016. Bis dahin durchlief er keine geradlinige Entwicklung. Probleme in der Familie, der Vater war überfordert mit der Situation, konnte die Störung seines Sohnes nicht erkennen und somit mit ihr umgehen. Schulisch schaffte er nicht, mitzuhalten. Wegen einer Psychotherapie musste die erste Maßnahme zur Berufsvorbereitung abgebrochen werden. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit wurde lange diskutiert, ob Marvin es schaffen könnte, eine Ausbildung zu beginnen. „Aber, wir haben uns durchgesetzt“, berichtet Thomas Eilers stolz. Er wusste aber damals auch, dass die Fachberater bei der Arbeitsagentur viel auf die fachliche Kompetenz des Teams vom Beruflichen Trainingszentrum am BFW Leipzig setzten. „Und das, obwohl wir mit unserem BTZ erst im September 2016 gestartet waren“, ergänzt Eilers. „Die Leute von der Arbeitsagentur hatten Vertrauen, dass wir es schaffen würden, die Vorgängereinrichtung harmonisch ins neue Format zu überführen. Ich glaube, dass wir sie bis heute nicht enttäuscht haben.“ Der Bildungsbegleiter freut sich und blickt stolz auf Marvin, der zur ersten Gruppe gehörte, die 2016 die Berufsvorbereitende Maßnahme am BTZ Leipzig begann.

Es ist ein tägliches Herantasten an alle Jugendliche, die wegen psychischer Erkrankungen die speziellen Maßnahmen der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (kurz BvB) und der Inklusionsgestützten Erstausbildung (IngE) im BTZ Leipzig belegen. „Dabei stellen die Autisten eine kleine, aber besondere Gruppe für uns dar“, erklärt Christin Lippmann. „Die Schwierigkeit ist für uns, dass die jungen Leute Besonderheiten in der sozialen Kompetenz aufweisen. Mal mehr, mal weniger. Daher ist eine Integration allein schon in das Trainings- und Ausbildungsprogramm immer wieder herausfordernd.“ Und doch werden die Menschen mit der besonderen Entwicklungsstörung mit den anderen jungen Leuten gemeinsam in Gruppen integriert. „Wir trainieren dadurch die soziale Interaktion und die soziale Kompetenz mit unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern“, sagt die Sozialpädagogin. So fühlen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Autismus angenommen, trainieren mit anderen in einer Kleingruppe von acht bis zehn Personen. Man muss jedoch vieles dabei beachten: „Es braucht eigene Kommunikationsformen in der Stoffvermittlung. Autisten haben Probleme mit der Reizüberflutung, die sie in unserer Welt umgibt. So dunkeln wir die Räume ab, wenn die Sonne zu sehr einstrahlt. Die Arbeitsplatzbereiche bieten weniger Ablenkung. In Lehrbüchern decken wir beispielsweise Bilder zu, um die Konzentration ausschließlich auf die Texte zu lenken“, weiß Christin Lippmann zu berichten. Das erdrücke die junge Leute nicht so sehr. Ablenkung könne demotivieren, so ihre Erfahrungen aus der Praxis. „Es gibt Redewendungen, die verstehen unsere autistischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht. Wenn man beispielsweise sagt: ‚Um 18 Uhr werden die Bürgersteige hochgeklappt.‘ Der Autist geht an diese Aussage ganz formal bildlich ran und kann sich ein ‚Hochklappen von Bürgersteigen‘ in seiner Realität nicht praktisch vorstellen. Wir wissen, was damit gemeint ist“, bringt Christin Lippmann eine Episode ins Gespräch mit ein. „Wir filtern also so viel wie möglich weg, was den Autisten stören könnte.“

Der Weg ist der Richtige. Darin sind sich nicht nur Christin Lippmann und Thomas Eilers einig. Das gesamte multiprofessionelle Team aus Bildungsbegleitern, Ausbildern, Trainern, Sozialpädagogen, Psychologen, Ergo- und Sporttherapeuten kann dem zustimmen. Alle waren in der Ausarbeitung der Konzeption für die spezielle Betreuung der Jugendlichen mit Autismus gefragt. Alle, die mit Autisten im BTZ Leipzig zu tun haben, sind speziell geschult worden und bilden sich fortlaufend weiter. „Für uns ist ein wichtiger Aspekt“, so Christin Lippmann, „dass wir uns mit anderen austauschen. Netzwerken ist unabdingbar.“ Ein Ansprechpartner ist das Autismusnetzwerk. Hier geht es nicht nur um die Jugendlichen im BTZ Leipzig. Man spricht sich untereinander ab, tauscht Erfahrungen aus und blickt in die Zukunft. Denn hier muss es Verbesserungen geben, dass mehr junge Leute wie Marvin eine Chance erhalten, sich mit ihrem Autismus entwickeln zu können. „Man muss auf die Betroffenen reagieren. Wenn wir nicht auch ähnlich wie bei sichtbaren Behinderungen hier für ein barrierearmes Leben sorgen, verlieren wir wertvolle Menschen“, ist sich Thomas Eilers sicher. Seine und die Ideen seiner Kollegin Christin Lippmann sind, dass man sich Zeit lässt für Autisten, um deren Entwicklungspotentiale zu erkennen, Stärken zu fördern und die Schwächen versucht abzufedern. „Normale“ Schul- und Ausbildungszeiten reichten nicht aus, sind auch in ihren starren Konzepten mit festen Zeiteinheiten und langen Bildungstagen für die meisten Autisten nicht aushaltbar.

Bei Marvin, wie bei den vielen anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im BTZ Leipzig sowie in den Umschulungsmaßnahmen des BFW Leipzig, setzt sich diese Methode bislang erfolgreich durch. Der 21-jährige Marvin wird im Sommer seine Ausbildung zum Fachpraktiker für Bürokommunikation abschließen. Er hatte nach den Startschwierigkeiten eine Zukunftsperspektive erhalten: mit der BvB- und der anschließenden IngE-Maßnahme. „Ich bin froh, durch das BFW mich entwickeln zu können“, schätzt Marvin heute ein. „Alles, wie ich mich privat und beruflich weiterentwickelt habe, habe ich dem BFW zu verdanken.“ Er wird nach seiner Ausbildung beruflich durchstarten. Mit Menschen in Kontakt zu kommen, ist eine seiner Stärken, die das Team im BTZ Leipzig zusammen mit Marvin entwickelt haben. Sein neues Lebensmotto hat er von Bildungsbegleiter Thomas Eilers für die Zukunft mitbekommen: „Hilfe suchen, Hilfe annehmen, ist keine Schande.“ Davon wird er im Job profitieren können. Davon ist Marvin heute schon nach Wochen des Praktikums überzeugt.

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BFW Leipzig, BTZ Leipzig, Autismus, Weltautismustag, BvB, IngE

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Seit fast 30 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück ins Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz und Döbeln zur Verfügung. Ein berufliches Trainingszentrum, das BTZ Leipzig, ergänzt das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag, um Menschen die Rückkehr in das Arbeitsleben zu ermöglichen damit gleichzeitig dem Fachkräftemangel in der Wirtschaft zu begegnen. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

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BFW Leipzig verlagert Unterricht nach Hause

Deutsche Rentenversicherungen Mitteldeutschland und Bund sowie das Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) einigen sich auf Verlagerung des Unterrichtsortes nach Hause. Zur Eindämmung des Coronavirus werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Maßnahmen online weiterführen.

Am heutigen Tag haben sich das BFW Leipzig mit den Deutschen Rentenversicherungen Mitteldeutschland und Bund als Leistungsträger der beruflichen Rehabilitation darauf verständigt, zur Eindämmung und Nichtweiterverbreitung des Coronavirus alle laufenden Maßnahmen nach Hause zu verlagern. Diese Entscheidung wird umgehend umgesetzt und betrifft alle Einrichtungen des BFW Leipzig – Standort Leipzig mit dem Internat, die Außenstellen in Chemnitz, Döbeln und Brand-Erbisdorf sowie das BTZ Leipzig und das BTZ Chemnitz. Diese Regelung gilt vorerst bis 19. April 2020.

„Für uns hat die Gesundheit und der Schutz des Lebens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer oberste Priorität“, begründet Jörg Beenken, Geschäftsführer des BFW Leipzig, diese Entscheidung. „Dadurch wollen wir nach Bekanntgaben der Sächsischen Staatsregierung zur Verringerung der Coronavirus-Ausbreitung unseren Beitrag leisten.“

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmern der einzelnen Maßnahmen bedeutet diese zeitweise Verlagerung des Lernortes, dass Aufgaben online über die Lernplattform bereitgestellt werden. Zudem stehen die Ausbilder und Trainer für Konsultationen per E-Mail und über die Lernplattform bereit. „Nur so können wir in dieser außergewöhnlichen Lage für alle eine Fortsetzung der Maßnahmen sowie die Vorbereitung auf einen Abschluss ihrer Bildungsmaßnahmen im Rahmen der beruflichen Rehabilitation oder mit Bildungsgutschein ermöglichen“, erklärt Jörg Beenken weiter.

Auf den Internetseiten (www.bfw-leipzig.de, www.btz-leipzig.de und www.btz-chemnitz.de) wird der aktuelle Stand der Entwicklung eingeblendet. Ein weiterführender Link (www.bfw-leipzig.de/coronavirus) führt auf eine extra eingerichtete Informationsseite. Dort können sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Leistungsträger, Unternehmen und Geschäftspartner sowie Nutzer von Einrichtungen des BFW Leipzig über den aktuellen Stand informieren.

Die Entwicklung der Situation wird weiterhin aufmerksam beobachtet und die notwendigen Entscheidungen werden getroffen, um den Bildungsbetrieb nach den Osterferien vor Ort aufnehmen zu können.

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BFW Leipzig, BTZ Leipzig, BTZ Chemnitz, Coronavirus, Verlagerung des Lernortes

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BFW-Experte: Zivilisationskrankheit Rückenschmerzen

Dipl. med. Tobias Schröter, Leiter des Gesundheitscenters am BFW Leipzig und Reha-Arzt. © A. Starke, BFW Leipzig
Dipl. med. Tobias Schröter, Leiter des Gesundheitscenters am BFW Leipzig und Reha-Arzt. © A. Starke, BFW Leipzig

Dipl. med. Tobias Schröter, Leiter des Gesundheitscenters am BFW Leipzig und Reha-Arzt. © A. Starke, BFW Leipzig

Zum Tag der Rückengesundheit weist Diplom-Mediziner Tobias Schröter vom Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) auf verschiedene Ursachen hin, die Rückenbeschwerden auslösen oder verstärken können. Ca. 50 Prozent der Rehabilitanden am BFW Leipzig haben ein Rückenleiden.

Zum 19. Mal findet am 15. März 2020 der Tag der Rückengesundheit statt. In diesem Zusammenhang macht der Reha-Mediziner Dipl. med. Tobias Schröter auf die Ursachen der verschiedenen Symptome aufmerksam: „Wir beobachten bei uns in der beruflichen Rehabilitation, dass die Erkrankungen des Rückens auf die zivilisatorischen Veränderungen in unserer Gesellschaft und eine veränderte Arbeitswelt zurückzuführen sind. Dabei stellen wir drei häufige Ursachen fest: Bewegungsmangel, Abnutzungserscheinungen und Übergewicht“, erläutert der Leiter des Gesundheitscenters der Bildungseinrichtung.

Die Menschen bewegten sich im Alltag immer weniger. Eine Vielzahl von beruflichen Tätigkeiten werde sitzend am Computer ausgeführt. „Dadurch kann sich die Muskulatur nicht entwickeln, manche Muskelgruppen werden schwächer, andere verkürzen sich“, berichtet Arzt Tobias Schröter. Dem gegenüber stünden die Abnutzungserscheinungen durch körperlich schwere Arbeit oder Zwangshaltungen. „Hier verzeichnen wir zwar einen Rückgang der Krankheitsbilder, aber durch den Leistungsdruck achten die Betroffenen immer weniger auf die ersten Symptome.“ Und letztendlich führe auch Übergewicht zu Rückenproblemen. „Das Thema ist etwas komplexer zu betrachten, da hier viele Faktoren eine Rolle spielen. Beispielsweise die starke Beanspruchung des Rückens durch das Gewicht, die eingeschränkte Beweglichkeit sowie weitere aus dem Übergewicht resultierende Erkrankungen“, betont der Experte aus dem BFW Leipzig.

Unter den Rehabilitanden, die durch eine berufliche Rehabilitation in 24 bzw. 27 Monaten einen neuen Beruf erlernen, haben ca. 50 Prozent ein Rückenleiden. „Das beginnt bei chronischen Schmerzen und geht bis zu operativ behandelten Bandscheibenvorfällen“, weiß Tobias Schröter aus seiner Reha-Praxis zu berichten. „Dem wirken wir mit verschiedenen Angeboten während des Reha-Prozesses entgegen.“ So ist im Rahmen der Umschulung eine obligatorische Sporttherapie mit Kräftigungs- und Dehnungsübungen fest im Stundenplan verankert. Gleichzeitig ist die Sporttherapie auch ein Kontrapunkt zur rein sitzenden Haltung während des Unterrichts. In der Physio- und Ergotherapie werden individuelle „Eigenübungsprogramme“ erarbeitet. „Wir können auch aktive Therapien im hauseigenen Bewegungsbad oder Krankengymnastik verordnen“, erklärt er weiter. „Wichtigster Punkt dabei ist, dass wir unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern Übungen vermitteln, die sie in ihrer Freizeit, aber auch in den Unterrichtspausen selbst ausführen können, um sich gesund zu halten.“

Es gibt ebenfalls technische Lösungen, die im Reha-Alltag helfen. So wurden für alle Schulungs- und Trainingsräume hochwertige Bürostühle angeschafft, die ein ergonomisches und dynamisches Sitzen ermöglichen. Spezielle höhenverstellbare Arbeitstische ermöglichen einen selbstgewählten Haltungswechsel zwischen Stehen und Sitzen.

„Für unsere Rehabilitanden mit Übergewicht bieten wir zudem Einzelberatungen und Programme zur Gewichtsreduzierung durch unsere Ernährungsberaterin an.“ Mit der Ökotrophologin wird ein individueller Speiseplan erarbeitet, der auch im Casino des BFW Leipzig umgesetzt werden kann.

„Ein wesentlicher Punkt ist die aktive Freizeitgestaltung“, ergänzt Reha-Arzt Tobias Schröter abschließend. „Den Fitnessbereich des Hauses nutzen sowohl die Rehabilitanden, als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BFW Leipzig unter Anleitung ausgebildeter Sporttherapeuten.“ Hier kann jeder an den Kraft- und Ausdauergeräten für einen gesunden Rücken trainieren. Für unsere Rehabilitanden stehen des weiteren Fahrräder zum Ausleihen sowie Tischtennisplatten für Freizeitaktivitäten zur Verfügung.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Hintergrund: Der Tag der Rückengesundheit
Eine Initiative des Bundesverbandes deutscher Rückenschulen e. V. und der Aktion Gesunder Rücken e. V. (www.agr-ev.de). Das Motto dieses Jahr lautet: „Achtsam durch den Tag – Rückenbelastungen gesund meistern!“

Der Ansatz der Achtsamkeit kann einen wertvollen Beitrag zu Ihrer Rückengesundheit leisten. Denn sie bedeutet mehr als Fitness- und Funktionstraining. Achtsamkeit ist einer der Bausteine auf dem Weg zu einem selbstbestimmten, rückenfreundlichen Lebensstil.

Das Motto des 19. Tag der Rückengesundheit betont und vertieft diesen Aspekt, denn Achtsamkeit liefert wertvolle Ressourcen zur psychischen Stabilität und zur Verbesserung der Körperwahrnehmung. (Quelle: https://www.agr-ev.de/de/tag-der-rueckengesundheit)

Schlagworte:
BFW Leipzig, Rückenerkrankungen, Tag der Rückengesundheit, Gesundheitscenter, Physiotherapie, Ergotherapie, gesunder Ernährung, Sport, Fitness

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