Alexander Schunicht

 

Betroffene früher erreichen – Knappschafts-Klinik erhält Auszeichnung als „Selbsthilfefreundliche Rehabilitationsklinik“

Bad Driburg. Die Selbsthilfe hat sich in Deutschland zu einer wichtigen Säule im Gesundheitswesen entwickelt. Für Millionen Menschen sind gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppen wichtige Foren für den Erfahrungsaustausch, in denen sich Betroffene gegenseitig unterstützen.
Selbsthilfegruppen leisten zur Verbesserung der Lebensqualität chronisch kranker und behinderter Menschen einen entscheidenden Beitrag. Sie tragen zur Krankheitsbewältigung und Wiedereingliederung in den Alltag bei, indem sie die Selbstmanagementkompetenz der Betroffenen stärken und damit den Rehabilitationserfolg nachhaltig sichern.

Die Knappschafts-Klinik Bad Driburg hat das innovative Konzept „Selbsthilfefreundlichkeit als Qualitätsmerkmal“ des Netzwerkes Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen, einer Initiative im Trägerschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, umgesetzt. Das Konzept wird von den Krankenkassen gefördert.

Das Konzept beinhaltet eine Vielzahl an Ideen und Impulsen für eine engere Verzahnung und Zusammenarbeit zwischen Klinik und Selbsthilfegruppen wie die Durchführung von gemeinsamen Informationsveranstaltungen, die Kontaktvermittlung von Patienten zu Selbsthilfegruppen oder die Benennung eines Selbsthilfebeauftragten als Ansprechpartner in der Klinik.

Auf der Basis von standardisierten Qualitätskriterien wurden in der Schwerpunktklinik für kardiologische Rehabilitation selbsthilfefreundliche Strukturen geschaffen. Das Projekt wurde unter Beteiligung und Mitarbeit von acht regionalen Selbsthilfegruppen umgesetzt. Die kooperierenden Selbsthilfegruppen sind:

• Selbsthilfegruppe für Herz-Kreislauf-Erkrankte und deren Angehörige in Ostwestfalen-Lippe (OWL)
• Defi Selbsthilfe OWL – Gruppe Höxter
• Deutsche Parkinson Vereinigung e.V., Regionalgruppe Bad Driburg/Warburg
• Deutsche Rheuma-Liga NRW e.V., Arbeitsgemeinschaft Warburg
• Kreuzbund e.V., Gruppe Höxter
• Selbsthilfegruppe Ängste Bad Driburg
• Selbsthilfegruppe Depressionen Bad Driburg
• Diabetiker-Selbsthilfegruppe Warburg

In fünf Qualitätszirkeln wurden die Qualitätskriterien nach Vorgaben des Netzwerks Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen mit Unterstützung von Ute Mertens vom Selbsthilfe-Büro Kreis Höxter und den Selbsthilfegruppen erarbeitet und ab-schließend eine Selbstbewertung vorgenommen.

„Das Ergebnis ist eine verlässlich gestaltete Kooperation auf Augenhöhe zwischen den beteiligten Selbsthilfegruppen und der Knappschafts-Klinik.“ stellt Ute Mertens fest. Antje Drewes, Selbsthilfebeauftragte und Qualitätsmanagementbeauftragte der Klinik ergänzt, dass durch die Zusammenarbeit eine optimale Versorgung und Information der Patienten insbesondere im Hinblick auf eine effektive Nachsorge und Erhalt bzw. Verbesserung der Lebensqualität bei chronischen oder schweren Erkrankungen noch besser sichergestellt wird.

Mit dem Projektabschluss erfolgte die Übergabe der Urkunde „Selbsthilfefreundliche Rehabilitationsklinik“ von Antje Liesener, Koordinatorin des Netzwerks Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen mit Sitz in Berlin.

Antje Liesener berichtete, dass das innovative Konzept „Selbsthilfefreundlichkeit als Qualitätsmerkmal“ zuerst in einer Pilotphase gemeinsam mit zwei Reha-Einrichtungen entwickelt und umgesetzt wurde. Die Knappschafts-Klinik ist damit bundesweit die dritte Reha-Klinik, der die zukünftig begehrte Auszeichnung verliehen wurde. Die Auszeichnung ist zwei Jahre gültig, danach ist eine erneute Selbstbewertung der strukturierten und systematisierten Zusammenarbeit unter Beteiligung der Selbsthilfegruppen durchzuführen.

Verwaltungsleiter Alexander Schunicht dankte im Namen der Klinik den Vertretern der Selbsthilfegruppen für ihre Unterstützung bei der Umsetzung und für die weitere Zusammenarbeit. Durch ihre Sachkunde, ihr Mitwirken und ihre Sichtweise als Betroffene geben die Ansprechpartner der Selbsthilfegruppen den Klinikmitarbeitern immer wieder wertvolle Impulse und stellen so unsere Zusammenarbeit auf eine höhere Qualitätsebene im Sinne der Patienten.

An der Abschlussveranstaltung nahm auch Kerstin Weitemeier, Geschäftsführerin, Paritätische NRW, Kreisgruppe Höxter teil. Sie informierte, dass derzeit rd. 60 gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppen im Kreis Höxter aktiv sind und stellte die gesellschaftliche Bedeutung der Selbsthilfe als wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung raus. Durch Erfahrungsaustausch, gegenseitige Unterstützung und umfassende Informationen helfen Selbsthilfegruppen Betroffenen bei der Krankheitsbewältigung.

Der Patientenbeauftrage der Landesregierung NRW für Patientinnen und Patienten, Dirk Meyer, übermittelte schriftlich seine Glückwünsche. Ihm ist es ein Anliegen, dass das Konzept der Selbsthilfefreundlichkeit weiter „Schule macht“ und von möglichst vielen Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken aufgegriffen wird. Positive Beispiele wie in der Knappschafts-Klinik werden weitere Gesundheitseinrichtungen motivieren, den gleichen Weg zu gehen.

Foto: Überreichung des Zertifikats „Selbsthilfefreundliche Rehabilitationsklinik“ an die Klinikleitung, von links:
• Antje Drewes, Selbsthilfebeauftrage und Qualitätsmanagementbeauftragte, Knappschafts-Klinik Bad Driburg
• Dr. Gabriele Augsten, Chefärztin, Knappschafts-Klinik Bad Driburg
• Antje Liesener, Koordinatorin des Netzwerks Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen, Berlin
• Alexander Schunicht, Verwaltungsleiter, Knappschafts-Klinik Bad Driburg
• Ute Mertens, Diplom-Sozialarbeiterin, Selbsthilfe-Büro Kreis Höxter

 

Überreichung des Zertifikats „Selbsthilfefreundliche Rehabilitationsklinik“ an die Klinikleitung

Überreichung des Zertifikats „Selbsthilfefreundliche Rehabilitationsklinik“ an die Klinikleitung

Informationen im Internet:

www.selbsthilfefreundlichkeit.de
www.knappschafts-klinik-driburg.de

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Beteiligung am Bielefelder Modellprojekt „Familiale Pflege“ – Knappschafts-Klinik Bad Driburg bereitet auf die häusliche Versorgungssituation vor

Bad Driburg. In Deutschland wird die Begleitung und Versorgung von pflegebedürftigen Menschen nach Erkenntnissen der Universität Bielefeld zu ca. 75 % von Familienangehörigen übernommen. Einen Angehörigen zu pflegen stellt oft eine ungeahnte Herausforderung und Belastung zugleich dar. Überforderung und Unsicherheit sind die Folge.

„Von einem auf den anderen Tag ist nach einem Akutereignis wie einem Herzinfarkt oder Schlaganfall für Betroffene und deren Angehörige alles ganz anders. Entscheidungen zur weiteren Versorgung nach dem Krankenhaus- bzw. Rehabilitationsaufenthalt müssen schnell getroffen werden. Besonders betroffen sind Angehörige von alten und mehrfacherkrankten Menschen.“ berichtet

Beteiligung am Bielefelder Modellprojekt „Familiale Pflege" für die häusliche Versorgung

„Arbeiten wie die Profis“ – Training für pflegende Angehörige

Annette Baacke aus ihrer täglichen Praxis als Pflegedienstleitung der kardiologischen Schwerpunktklinik.

Beim Übergang von pflegebedürftigen Menschen in die häusliche Versorgung nehmen Kliniken eine Schlüsselstellung ein. Unterstützung bekommen sie durch das Bielefelder Modellprojektes „Familiale Pflege“ um Angehörige auf die Durchführung der Pflege vorzubereiten.

„Das Modellprogramm wird von der Universität Bielefeld betreut und fördert die Bildung, Beratung und Unterstützung von pflegenden Angehörigen im Sinne des Sozialgesetzbuches bzw. der Pflegeversicherung in Form von Pflegetrainings am Krankenbett in der Klinik sowie aufsuchend in der Wohnung bis sechs Wochen nach dem Klinikaufenthalt, ferner Initialpflege sowie Gesprächskreise für pflegende Angehörige.“ informiert Dr. Heinrich Lienker von der projektbegleitenden Beratungsgesellschaft IN Consult.
Im Rahmen des Modellprogramms wurden für die Umsetzung der Pflegeberatung zwei Beschäftigte aus dem Pflegedienst der Knappschafts-Klinik zu Pflegetrainern qualifiziert. Sie bieten den Angehörigen schon in der Klinik Pflegekurse, einzelfallbezogene Pflegetrainings und Beratungsgespräche zur Entwicklung eines Pflegenetzwerkes für die spätere häusliche Versorgung an.
„Die Familiale Pflege ist ein unterstützendes, beratendes und kostenfreies Angebot im Rahmen des Überleitungs- und Entlassungsmanagement mit dem Ziel, pflegende Angehörige im Übergang vom Krankenhaus bzw. Rehabilitationsklinik in die familiale Versorgung zu beraten und zu unterstützen.“ berichtet Diplom-Pädagogin Irmi Heitfeld von der Universität Bielefeld und ergänzt, dass das Projekt durch die AOK gefördert wird, aber offen für Versicherte aller Krankenkassen und kostenfrei ist.

Das Angebot der Knappschafts-Klinik in Zusammenarbeit mit der AOK und der Universität Bielefeld richtet sich mit Pflegekursen auch an die Bürger der Region. Die Pflegekurse vermitteln grundlegendes Pflegewissen zu den täglichen Anforderungen an die Pflegenden wie Lagerung und Mobilisation, Umgang mit und Beschaffung von Hilfsmitteln, vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung von Druckgeschwüren (Wundliegen), Thrombosen und individuelle Besonderheiten. Die Inhalte der Kurse werden an die Bedürfnisse der Pflegenden und ihrer Angehörigen angepasst.

Ansprechpartner in der Knappschafts-Klinik:
Georg Köster-Hanke, Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegetrainer/Pflegeberater
(Kontakt: Georg.Koester-Hanke@kbs.de bzw. Sekretariat: 05253/83-447)

Weitere Informationen im Internet:
www.uni-bielefeld.de/erziehungswissenschaft/ag7/familiale_pflege/
Foto (von links):
„Arbeiten wie die Profis“ – Start eines Modellprojektes für die häusliche Pflege

Annette Baacke (Pflegedienstleitung, Knappschafts-Klinik Bad Driburg)
Georg Köster (Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegetrainer/Pflegeberater, Knappschafts-Klinik Bad Driburg)
Irmi Heitfeld (Diplom-Pädagogin, Universität Bielefeld)
Dr. Heinrich Lienker (Geschäftsführer, IN Consult Bochum)

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Hilfe zur Selbsthilfe: Projekt „Selbsthilfefreundliche Reha-Klinik“ ist gestartet.

Selbsthilfegruppen in der Knappschafts-Klinik Bad-Driburg.

Selbsthilfegruppen in der Knappschafts-Klinik Bad-Driburg.

Bad Driburg. Die Knappschafts-Klinik engagiert sich im Netzwerk “Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen” des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und nimmt am neu initiierten Projekt „Selbsthilfefreundliche Reha-Klinik“ teil.

Im deutschen Gesundheitssystem sind Selbsthilfeorganisationen ein fester Bestandteil und stärken die Selbsthilfekompetenz und unterstützen den Genesungsprozess von Erkrankten im Alltag.
Als Schwerpunktklinik für kardiologische und angiologische Rehabilitation arbeitet die Knappschafts-Klinik Bad Driburg seit Jahren mit überregionalen und regionalen Selbsthilfegruppen und -verbänden wie z.B. der Deutschen Herzstiftung e.V., der Selbsthilfegruppe für Herz-Kreislauf-Erkrankte in Ostwestfalen-Lippe e.V. oder mit der Herzgruppe der Bewegung Sport Gesundheit Bad Driburg e.V. (BSG) zusammen. Gemeinsame Aktivitäten sind regelmäßige Austauschtreffen mit den Akteuren der Selbsthilfe, die Durchführung gemeinsamer Veranstaltung, die Zurverfügungstellung von Trainingsräumen oder die Vermittlung von Kontakten Selbsthilfe- und Beratungsmöglichkeiten am Heimatort.
Die Teilnahme am Projekt “Selbsthilfefreundliche Reha-Klinik” mit dem Ziel einer strukturierten und systematischen Zusammenarbeit zwischen der Knappschafts-Klinik und den Selbsthilfegruppen erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Projektträger und Wohlfahrtsverband “Der Paritätische NRW”.  Gefördert wird das Projekt von den Verbänden der Krankenkassen.

Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung wurde die stärkere Zusammenarbeit mit verschiedenen Selbsthilfegruppen offiziell besiegelt. Eingeladen waren die Ansprechpartner von den Selbsthilfegruppen im Kreis Höxter mit denen die Klinik bereits in Kooperation steht, sowie Selbsthilfegruppen, die an einer Kooperation interessiert sind. 16 Vertreter von Selbsthilfegruppen waren der Einladung gefolgt.
Iris Busse von der Agentur für Selbsthilfefreundlichkeit NRW und Ute Mertens von der Selbsthilfe-Kontaktstelle Paderborn / Büro Höxter stellten das Projekt vor und erläuterten die konkrete Einbindung der Selbsthilfegruppen. Das Ziel ist der Aufbau einer Kooperation, die sich auf die gesamte Klinik bezieht, alle indikationsrelevanten Selbsthilfegruppen berücksichtigt, strukturiert und systematisch und orientiert an Qualitätskriterien erfolgt.

Anschließend erfolgte die Einrichtung eines gemeinsamen Qualitätszirkels, um mit der Projektumsetzung zu beginnen.
„Die erfolgreiche Kooperation zwischen den Akteuren der Selbsthilfe und Gesundheitseinrichtungen wie der Knappschafts-Klinik ist für beide Seiten nutzbringend.“ informierte Ute Mertens als Projektleiterin und ergänzte, dass für die Behandlung und Bewältigung von Krankheiten die Erfahrungen und Kompetenzen der Selbsthilfe immer bedeutsamer werden.

„Das Ziel ist die stärkere Einbindung der Selbsthilfe in die professionelle Gesundheitsversorgung und damit die Verbesserung der selbsthilfebezogenen Patientenorientierung in der stationären und ambulanten Behandlung einschließlich der Nachsorgeaktivitäten (wie z.B. Herzsport).“ stellte Mentorin und Projektbegleiterin Iris Busse fest.

Die Selbsthilfebeauftrage der Knappschafts-Klinik, Antje Drewes, berichtete, dass Selbsthilfegruppen oftmals Patienten und Angehörige während und nach dem stationären Aufenthalt Halt geben durch Hilfestellungen bei der Alltagsbewältigung und emotionaler Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung. Das Erfahrungswissen von Gleichbetroffenen wird weitergegeben.

„Damit wird die Selbsthilfekompetenz unserer Patienten gestärkt und Hilfe zur Selbsthilfe gegeben.“ fasste Chefärztin und Kardiologin Dr. Gabriele Augsten die Vorteile für den Patienten zusammen.
Nach erfolgreichem Abschluss des Projektes hat die Knappschafts-Klinik die Möglichkeit sich für das Zertifikat “Selbsthilfefreundliche Rehaklinik” zu bewerben und vom Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit verliehen zu bekommen. Alle zwei Jahre erfolgt eine Re-Zertifizierung. Voraussetzung ist die Umsetzung der definierten Qualitätskriterien mit Aufbau verlässlicher und nachhaltiger Kooperationsbeziehungen zwischen der Klinik und den Partnern der Selbsthilfe. Die Projektbeteiligten gehen von einer erfolgreichen Umsetzung bis Ende des Jahres aus.

Exkurs:
Als Qualitätskriterien für eine „selbsthilfefreundliche Reha-Klinik“ sind definiert:

Die Rehabilitationseinrichtung informiert Patienten bzw. Angehörige an zentralen Stellen in ihren Räumen und in ihren Medien über den Stellenwert der Selbsthilfe in der Rehabilitation und über ihre Zusammenarbeit mit indikationsbezogenen Selbsthilfegruppen/-organisationen.

Der Patient bzw. dessen Angehörige werden während der Rehabilitation regelhaft und persönlich auf die Möglichkeit zur Teilnahme an einer für sie geeigneten Selbsthilfegruppe hingewiesen.

Die Rehabilitationseinrichtung benennt für die Selbsthilfe einen Ansprechpartner und macht diese Person bei Patienten und Mitarbeiter bekannt.

Mitarbeiter der Rehabilitationseinrichtung sind zum Thema Selbsthilfe allgemein und hinsichtlich der häufigsten in der Einrichtung vorkommenden Erkrankungen qualifiziert.

Rehabilitationseinrichtung und Selbsthilfe treffen konkrete Vereinbarungen zur Zusammenarbeit und zum regelmäßigen Austausch.

Infos im Internet:

www.selbsthilfefreundlichkeit.de
www.knappschafts-klinik-driburg.de

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Bestmögliche Betreuung von Reha-Patienten mit Diabetes – Deutschen Diabetes Gesellschaft bescheinigt leitliniengerechte Behandlung

Diät- und ErnährungsberatungBad Driburg. Über sechs Millionen Menschen sind in Deutschland von Diabetes betroffen. Sie brauchen eine fachübergreifende Behandlung in spezialisierten Zentren, Kliniken und Praxen. Einrichtungen, die eine qualitativ hochwertige Versorgung gewährleisten, werden von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) zertifiziert.

Die Knappschafts-Klinik Bad Driburg behandelt kardiologische Reha-Patienten mit der Begleiterkrankung Diabetes und erhielt erstmals die Anerkennung als Behandlungseinrichtung für Patienten mit Typ 2-Diabetes mellitus. Für diese Auszeichnung der DDG sind definierte Anforderungen zu erfüllen. Ein Nachweis ist die leitliniengerechte Behandlung von jährlich über 300 Patienten mit Diabetes Typ 2. In der Knappschafts-Klinik werden pro Jahr rund 800 Patienten mit der Diabetes-Erkrankung behandelt.

Die Zahl der Menschen, die an Diabetes Typ 2 leiden, nimmt in Deutschland rasant zu. Diese Erkrankung verursacht häufig zunächst keine Beschwerden, führt unbehandelt jedoch zu ernsten Folgeerkrankungen. Die Gefäße werden durch einen erhöhten Blutzucker geschädigt und es kann zu Herzinfarkt, Schlaganfall, Amputationen, Erblindungen und Nierenleiden kommen. Folgeerkrankungen lassen sich durch eine gute medizinische Betreuung vermeiden.

Oberarzt und Diabetologe Dr. med. Arnon Polensky berichtet, dass die Zertifizierung der DDG allen an der Behandlung Beteiligten aufzeigt, dass Therapie, Beratung und Schulung den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen und ergänzt “Unsere Patienten können sicher sein, dass unsere Therapie nach den anerkannten Diabetes-Leitlinien behandelt werden und es für uns und unser Team zugleich Anerkennung ist.”. Das Zertifikat ist für drei Jahre gültig und wird nach erneuter Überprüfung vergeben.

Weitere Informationen zum Thema Diabetes:
www.ddg.info

Klinik-Informationen: www.knappschafts-klinik-driburg.de

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Hilfe für das erschöpfte Herz: Knappschafts-Klinik beteiligt sich mit Vorträgen an Herzwoche 2013

Medizinische Trainingstherapie (MTT) in der Reha-Klinik

Anleitung Medizinische Trainingstherapie

Bad Driburg. Das Schwerpunktthema der Deutschen Herzstiftung für die Herzwochen 2013 im November ist die Herzschwäche (= Herzinsuffizienz), wenn das Herz nicht mehr in der Lage ist, das Gewebe des Körpers ausreichend mit Blut und Sauerstoff zu versorgen.

Die Zahl der Patienten mit Herzschwäche wird in Deutschland auf 2-3 Millionen geschätzt. Es kommen jedes Jahr rd. 300.000 Patienten dazu.

Herzschwäche entsteht in den meisten Fällen als Folge anderer Krankheiten, die den Herzmuskel auf Dauer schädigen. Die häufigsten Ursachen sind Bluthochdruck (anhaltende Druckbelastung), koronare Herzkrankheit (Sauerstoff- und Nährstoffmangel), Herzinfarkt oder Entzündungen des Herzens. In schweren Fällen kann die Herzschwäche zu Herzversagen führen, so sterben jährlich rd. 50.000 an dieser Krankheit.

Die Therapiemöglichkeiten sind vielfältig. Viele Patienten sind darüber jedoch nicht informiert. Sie nehmen die Herzinsuffizienz und damit verbundenen Beschwerden wie Atemnot, Leistungsabfall, geschwollene Beine als altersbedingt hin. „Die Herzschwäche ist wirksam zu behandeln, wenn die Anzeichen frühzeitig erkannt werden.“ informiert Chefärztin und Kardiologin Dr. med. Gabriele Augsten und ergänzt, dass bei Symptomen wie Kurzatmigkeit (Atemnot), Herzklopfen, allgemeiner Müdigkeit, verminderter Belastbarkeit, schneller Ermüdung bei körperlicher Arbeit nicht gezögert werden sollte, den Arzt aufzusuchen.

Auch wurde die frühere Expertenmeinung widerlegt, wonach davon ausgegangen wurde, dass zusätzliche körperliche Anstrengungen das erschöpfte Herz endgültig versagen lassen. Das Gegenteil ist der Fall. Belegt ist, dass der Patient mit medikamentös stabil eingestellter Herzinsuffizienz von körperlicher Aktivität profitiert. Übermäßige Schonung verstärkt eher die Symptomatik und kann darüber hinaus zu Komplikationen wie Muskelabbau oder Thrombose führen.  Regelmäßiges körperliches Training ist vom Vorteil, weil damit der Zustand des geschädigten Herzmuskels verbessert  wird und es zu einer Senkung der Herzfrequenz (Anzahl der Herzschläge) in Ruhe führt.

Außerdem wird die allgemeine körperliche Fitness erhöht. Ideal sind Aktivitäten mit viel Bewegung bei geringem Kraftaufwand wie Radfahren, Spazierengehen, Skilanglauf, Walking und Wandern. Betroffene können durch ihr gesundheitliches Verhalten zu einem Rückgang des krankhaft vergrößerten Herzens mit Verbesserung der Herzkraft und geringerer Beschwerdesymptomatik bewirken.

Die Knappschafts-Klinik Bad Driburg als überregional anerkannte Schwerpunktklinik für kardiologische und angiologische Rehabilitation, beteiligt sich mit medizinischen Vorträgen und einer Reanimationsschulung an der bundesweiten Aufklärungskampagne und zeigt unter dem Motto „Das schwache Herz – Diagnose und Therapie von Herzinsuffizienz heute“  Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten auf.

Weitere Informationen zum Thema: www.herzstiftung.de

Veranstaltungen: 11.11. – 14.11.2013

Teilnahme kostenfrei:

Knappschafts-Klinik Bad Driburg, Georg-Nave-Straße 28, 33014 Bad Driburg, Tel. (05253 / 83-1)

Klinikinfos unter: www.knappschafts-klinik-driburg.de

Folgende Fragen werden u.a. beantwortet:

Welche Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie gibt es? An welchen Symptomen erkenn ich eine Herzschwäche? Wie kann man der Entstehung einer Herzinsuffizienz entgegenwirken?

11.11.2013, „Herz-Lungen-Wiederbelebung – Erste Hilfe bei Notfällen und richtiges Verhalten bei einem Herzstillstand“

(Kurs für Laien)

Beginn: 16:00 Uhr (Dauer ca. 1h)

Referent: Herr  Dr. Ismail Civelek (Stationsarzt)

12.11.2013, „Was ist chronische Herzschwäche? –  Ursachen, Symptomatik, Diagnostik“

(Arztvortrag)

Beginn: 16:00 Uhr (Dauer ca. 1h)

Referentin: Frau Dr. Gabriele Augsten (Chefärztin und Kardiologin)

13.11.2013, „Behandlung der chronischen Herzschwäche – nichtmedikamentöse und medikamentöse Therapie“

(Arztvortrag)

Beginn: 16:00 Uhr (Dauer ca. 1h)

Referentin: Frau Dr. Birgit Aue (Oberärztin und Internistin)

14.11.2013, „Invasive Therapie der chronischen Herzschwäche“

(Arztvortrag)

Beginn: 16:00 Uhr (Dauer ca. 1h)

Referent: Herr Dr. Arnon Polensky (Oberarzt und Diabetologe)

Vor den v. g. Veranstaltungen besteht die Möglichkeit der Blutdruck- und Blutzuckermessung und Messung der Sauerstoffsättigung.

Die Referenten stehen nach den Vorträgen für individuelle Fragen zur Verfügung.

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Geprüfte Speisenqualität durch Zertifizierung

RAL Gütezeichen für ausgezeichnete Speisen- und BeratungsqualitätBad Driburg. Die Arbeit des Küchen- und Ernährungsteams der Knappschafts-Klinik wurde durch die erneute Zertifizierung mit dem RAL-Gütezeichen “Kompetenz richtig Essen” honoriert.

Bei der Qualitätskontrolle durch den Initiator der Gütegemeinschaft Ernährungs-Kompetenz e.V. aus Düsseldorf wurde der Schwerpunktklinik für kardiologische Rehabilitation für ihre Speisen- und Beratungsqualität ein sehr gutes Ergebnis mit 97 von 100 Punkten bescheinigt. Die Bewertung der Speisenversorgung erfolgte anhand eines detaillierten und anspruchsvollen Gütekriterienkataloges. So sind hochwertige Lebensmittel zu verwenden, die nährstoffschonend zubereitet werden. Dies bedeutet vor allem die Verwendung von viel Gemüse, viel Obst, viel Salat, bevorzugt Vollkornprodukte und ausreichend fettarme Milchprodukte und Fisch.

Bewertet wurden auch die fach- und sachgerechte Beratung zu den unterschiedlichen Kostformen und Diäten und die Einhaltung strengster Hygiene-Richtlinien.

In der Küche der Knappschafts-Klinik werden täglich etwa 220 Speisen zubereitet. Für die Erfüllung der Gütekriterien sorgen ein kompetentes Team aus Küchen- und Servicekräften sowie das Ernährungsteam. Frau Hildegard Claes (Diätassistentin und Diabetesberaterin) und Frau Antje Drewes (Qualitätsmanagementbeauftragte) zeigten sich hoch erfreut über das ausgezeichnete Ergebnis, welches nur durch sorgfältige und qualifizierte Arbeit zu erzielen war. “Das Prädikat steht für eine regionale und saisonale Speisenauswahl, eine nährstoffschonende Umsetzung, eine gesunde und schmackhafte Ernährung unter Einhaltung diätischer Kostformen.” fast die Hildegard Claes die Vorteile aus Patientensicht zusammen.

“Die gute Teamfähigkeit und gute Zusammenarbeit aller am Prozess beteiligten Berufsgruppen sowie die vorbildliche Kennzeichnung von Allergenen und Zusatzstoffen auf den Speiseplänen.” würdigte Antje Drewes das Engagement bei der Umsetzung und ergänzte dass mit dem Verleihung auch die Verpflichtung verbunden ist, sich einer ständigen Betreuung und regelmäßigen Kontrolle durch Fachkräfte der Gütegemeinschaft zu unterziehen.

Das aktuell verliehene RAL Zertifikat ist gültig bis zum nächsten Re-Audit in zwei Jahren. Die erstmalige Zertifizierung erfolgte 2007.

Weitere Infos: www.gek-ev.de und Klinikinfos: www.knappschafts-klinik-driburg.de

 

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Telefonsprechstunde am 21.06.2013: Ernährungsexpertin informiert über böses und gutes Cholesterin

Bad. Driburg. „Im Wissen liegt die Chance, möglichen Erkrankungen frühzeitig entgegenzusteuern“, sagen die Experten der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen (DGFF e. V., Lipid-Liga) anlässlich des bundesweiten „Tag des Cholesterins“ am 21.06.2013. Herz-Kreislauferkrankungen sind in Deutschland und weltweit die Todesursache Nummer eins. Die Hauptfaktoren der zugrunde liegenden Arteriosklerose sind die Fettstoffwechselstörungen, die Zuckerkrankheit, der Bluthochdruck und das Rauchen.

„Schon durch kleine Veränderungen in unserer Ernährung und Lebensweise können wir die Gesundheit unseres Herzens und unserer Lebensqualität entscheidend beeinflussen.“ ist die gute Nachricht von Hildegard Claes, Diabetesberaterin DDG der Knappschafts-Klinik Bad Driburg (Kardiologische Reha-Klinik mit angeschlossenen ambulanten Therapiezentrum) und ergänzt, das häufig ungesunde Ernährung nicht die alleinige Ursache ist, jedoch ist sie an der Entstehung erhöhter Cholesterinwerte wesentlich beteiligt. Cholesterin im Übermaß ist gefährlich, dem Cholesterin haftet ein schlechter Ruf nach. Dennoch kann man ohne Cholesterin nicht leben.

Wenn im Zusammenhang mit Arteriosklerose und Herzinfarkt von dem Risikofaktor „erhöhter Cholesterinwerte“ die Rede ist, so ist damit primär ein erhöhter LDL-Cholesterinspiegel gemeint. Denn nur das LDL-Cholesterin wird in der Arterienwand abgelagert und pflastert somit der Arteriosklerose den Weg. Mit so einfachen Dingen wie herzgesunder Ernährung, regelmäßiger Bewegung und dem Genuss von weniger Alkohol wird das Herz gesund gehalten und das allgemeine Wohlbefinden verbessert. „Das bedeutet aber nicht, dass uns ab sofort alle Genüsse für immer verboten sind. Mit der richtigen Zusammenstellung des Speiseplans lässt sich trotz erhöhter Blutfettwerte gut und genussvoll essen.“ beruhigt die Ernährungsexpertin. Für den eigenen Speisezettel bedeutet das: weniger Fleisch, viel Gemüse & Salat, 2x in der Woche Fisch, mehr pflanzliche Öle, Ballaststoffe und Obst. Sinnvoll ist, sich Schritt für Schritt an die Nahrungsumstellung zu machen, denn unsere festgewurzelten Gewohnheiten sind meist so alt wie wir selbst und lassen sich nur schwer von jetzt auf gleich ändern.

Am Aktionstag „Tag des Cholesterins“ beteiligt sich die Knappschafts-Klinik Bad Driburg am 21. Juni mit einer Telefonsprechstunde. Diabetesassistentin Hildegard Claes steht von 10:00 bis 12:00 Uhr unter der Klinikdurchwahl: (05253) 83-478 für Auskünfte zur Verfügung.

Weitere Infos: www.lipid-liga.de

Klinikinfos: www.knappschafts-klinik-driburg.de

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Welt-Hypertonietag am 17.05.2013: Chefärztin informiert über Bluthochdruck und das Vorhofflimmern als unterschätzte Herzkrankheit.

Bad Driburg. Anlässlich des Welt-Hypertonietages am 17.05.2013 beteiligt sich die Knappschafts-Klinik mit einer Telefonsprechstunde von 11-12 Uhr durch Chefärztin und Kardiologin Frau Dr. med. Gabriele Augsten. Sie ist unter der Tel. (0 52 53) 83-447 erreichbar.
Das diesjährige Motto ist “Gesunder Blutdruck – Gesunder Herzschlag” und thematisiert damit eine schwerwiegende, wenn auch in der Bevölkerung häufig unterschätzte Folgeerkrankung der arteriellen Hypertonie bzw. des Bluthochdrucks: das Vorhofflimmern als häufigste Herzrhythmusstörung des Menschen.

Initiator ist die Deutsche Hochdruckliga e.V., Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention. Laut Hochdruckliga leiden rund 35 Mio. Menschen in Deutschland unter Bluthochdruck. Bei den über 60-Jährigen wird davon ausgegangen, dass jeder zweite einen zu hohen Blutdruck hat. Das Risiko für Vorhofflimmern und damit für einen Schlaganfall steigt, je höher der Blutdruck ist. Weitere Risikofaktoren sind Herzleiden und Nierenerkrankungen.

“Die arterielle Hypertonie gehört zu den häufigsten chronischen Krankheiten und sollte rechtzeitig diagnostiziert werden.” stellt Chefärztin Dr. Augsten fest und ergänzt, dass zur Kontrolle häufige Blutdruckmessungen erforderlich seien, weil die Betroffenen zunächst selbst den Bluthochdruck gar nicht spüren. Das ist gerade das Tückische am Bluthochdruck mit seinen auf Dauer schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit. Höher als 140/90 mmHg sollte der Blutdruck nicht sein.

In der Telefonsprechstunde können Frau Dr. Augsten konkrete Fragen zu individuellen Problemen des Bluthochdrucks gestellt werden. Sie geht dabei auch auf die Prävention, die rechtzeitige Therapie und die Möglichkeiten einer medikamentösen Behandlung und nicht medikamentösen Therapieansätzen ein.
www.hypertonietag.de

www.knappschafts-klinik-driburg.de

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2. Cardio-Diabetologisches Forum – Samstag, 20. April 2013

Bad Driburg. Das Cardio-Diabetologische Forum am 20.04.2013 (9-13 Uhr) mit dem Thema “Therapierelevante Kontroversen in der Cardio-Diabetologie“ in die Knappschafts-Klinik Bad Driburg, einer kardiologischen Rehabilitations- und AHB-Klinik richtet sich an interessierte Ärzte, Diabetesberaterinnen und Diätassistentinnen.
Das rege Interesse an unserer Cardio-Diabetologischen Fortbildung vor 2 Jahren hat uns ermutigt, dieses Fortbildungsangebot fortzusetzen. Unser Wunsch ist es, im Rahmen dieser Fortbildungsveranstaltung in einen Meinungsaustausch zu kommen zu praxisrelevanten und zurzeit noch kontrovers diskutierten Themen (CGM, postprandiale BZ-Ausschläge), Therapieformen bei denen wir keinen rechten Erfolg verzeichnen können (Risikofaktor Übergewicht) und letztlich auch leicht vergessene, aber dennoch praxisrelevante Nebenschauplätze (Parodontitis). Hierfür haben wir überregional anerkannte Experten gewinnen können. Nach jedem Vortag wird genügend Zeit zur Verfügung stehen, um Ihre Fragen, Anregungen und auch kritische Bemerkungen aus der Sicht des Versorgungsmediziners zu diskutieren.

Themen:

Übergewicht als Risiko bei Diabetes und KHK – Warum haben wir kaum Erfolge im Kampf gegen das Übergewicht? Schuld der Ärzte oder der Patienten?

Parodontitis: Risiko für Diabetes, Herz und Gefäße

Evidenz und Konsens für CGM – V. a. bei cardio-vaskulären Erkrankungen

Pro und Kontra: Postprandiale Blutzuckerausschläge – Welche Bedeutung haben Sie für cardio-vaskuläre Erkrankungen? Therapie erforderlich, schon jetzt?

Die Veranstaltung ist mit 4 Punkten der Ärztekammer Westfalen-Lippe zertifiziert. Das Programm entnehmen Sie dem Flyer. Zur besseren Planung der Veranstaltung bitten wir, uns Ihre Teilnahme vorab mitzuteilen. Das Veranstaltungsprogramm senden wir Ihnen gern zu. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Information & Anmeldung
Frau Schmidt, Chefarzt-Sekretariat

Knappschafts-Klinik Bad Driburg
Georg-Nave-Str. 28
33014 Bad Driburg
Tel. 05253 83-447
Fax 05253 83-525
Mail: driburg-info@kbs.de
www.knappschafts-klinik-driburg.de

Einladung & Programm Cardio-Diabetologisches ForumDiagnostik in der Knappschafts-Klinik Bad Driburg

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„Herz in Gefahr“ – Koronare Herzkrankheit erkennen und behandeln – Knappschafts-Klinik Bad Driburg beteiligt sich an Herzwoche 2012

Um einer KHK vorzubeugen, etwa durch angemessene körperliche Aktivität, ist es nie zu spät. Bad Driburg. Das Schwerpunktthema der Deutschen Herzstiftung für die Herzwochen 2012 im November ist die Koronare Herzkrankheit (KHK). Die Knappschafts-Klinik Bad Driburg als überregional anerkannte Schwerpunktklinik für kardiologische Rehabilitation beteiligt sich mit medizinischen Vorträgen und einer Reanimationsschulung an der bundesweiten Aufklärungskampagne. Unter dem Motto „Herz in Gefahr“ wird über die immer noch häufigste Herzerkrankung informiert. Der rechtzeitigen Therapie der Koronaren Herzkrankheit kommt insbesondere zur Vermeidung eines Herzinfarktes eine besondere Bedeutung zu.

Die KHK ist eine chronische Erkrankung. Hauptauslöser für die Koronare Herzerkrankung ist die Arteriosklerose (Arterienverkalkung) der Herzkranzgefäße und Erkrankung der innersten Wandschichten der Gefäße, die den Herzmuskel mit Blut versorgen (Kranzgefäße, Koronarien).  Die Arteriosklerose hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer der großen Volkskrankheiten entwickelt. Die Verengung der organversorgenden Blutgefäße erfolgt schleichend und über viele Jahre. Durch die Ablagerung von Fetten (Lipiden), Bindegewebe und Kalk in der Gefäßwand kommt es zu der Einengung im Gefäßsystem mit Beeinträchtigung der Blutzufuhr zum Herzmuskel (Myokard).

Weisen die Herzkranzgefäße eine Durchblutungsstörung auf, können Angina pectoris (= anfallsartiger Schmerz in der Brust) und – bei völligem Verschluss der Gefäße – sogar ein Herzinfarkt die Folgen sein. „Die Symptome sind Engegefühl in der Brust oder auch Luftnot zunächst nur bei schwerer, später auch bei leichter Anstrengung und im weiteren Verlauf dann teilweise auch schon ohne körperliche Anstrengung. Hinzu kommen Herzrhythmusstörungen.“ informiert Kardiologin Dr. Gabriele Augsten und ergänzt, dass eine KHK in einigen Fällen auch asymptomatisch verlaufen kann.  Das bedeutet, dass diese Patienten keine oder kaum Symptome haben. Diese Form tritt häufig bei Diabetikern und älteren Patienten auf.

Risikofaktoren sind Übergewicht, Rauchen (Nikotin), Bluthochdruck, Blutzuckererkrankung (Diabetes mellitus) und ein erhöhter Cholesterinwert (Fettstoffwechselstörung).

Weitere Informationen zum Thema: www.herzstiftung.deVeranstaltungen: 05.11. – 08.11.2012Teilnahme kostenfrei: Knappschafts-Klinik Bad Driburg, Georg-Nave-Straße 28, 33014 Bad Driburg, Tel. (05253 / 83-1)Klinikinfos unter: www.knappschafts-klinik-driburg.deFolgende Fragen werden u.a. beantwortet:Welche Möglichkeiten der Früherkennung einer koronaren Herzerkrankung und eines drohenden Herzinfarktes gibt es? Welche Symptome gibt es? Wie kann man der Entstehung der koronaren Herzerkrankung (KHK) entgegenwirken? 05.11.2012, „Herz-Lungen-Wiederbelegungskurs“Beginn: 16:00 Uhr (Dauer ca. 1h)Referent: Herr Dr. Ismail Civelek (Stationsarzt)06.11.2012, „Koronare Herzkrankheit, was ist das?“ (Arzt-Vortrag)Beginn: 16:00 Uhr (Dauer ca. 1h)Referentin: Frau Dr. Gabriele Augsten (Chefärztin und Kardiologin)07.11.2012, „Therapie der koronaren Herzkrankheit: Lebensstiländerung, medikamentöse Therapie“(Arztvortrag)Beginn: 16:00 Uhr (Dauer ca. 1h)Referentin: Frau Dr. Birgit Aue (Oberärztin und Internistin)08.11.2012, „Invasive Therapie der koronaren Herzkrankheit – PTCA und Stent, Chirurgische Therapie“(Arztvortrag)Beginn: 16:00 Uhr (Dauer ca. 1h)Referentin: Herr Dr. Arnon Polensky (Oberarzt und Diabetologe)Vor den v. g. Veranstaltungen besteht die Möglichkeit der Blutdruck- und Blutzuckermessung und Messung der Sauerstoffsättigung.Die Referenten stehen nach den Vorträgen für individuelle Fragen zur Verfügung.

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