Auftakt zum bundesweiten Reha-Tag in den Fachkliniken Wangen

Veröffentlicht am 25.09.2021 22:24 von Redaktion rehanews24

Wangen/BerlinDie zentrale Veranstaltung des diesjährigen Reha-Tages findet am 6. Oktober an den Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen statt. Jedermann kann unkompliziert und ohne Anmeldung online über die Homepage www.fachkliniken-wangen.de an der Veranstaltung teilnehmen.

Dieser bundesweite 18. Deutsche Rehatag steht 2021 unter dem Motto „Reha in den Zeiten der Pandemie“. Ziel der deutschlandweiten dezentralen Aktionen ist es, zu zeigen, welchen Stellenwert Reha für die Gesellschaft hat. Brigitte Gross, Mitglied des Direktoriums bei der Deutschen Rentenversicherung Bund, Manne Lucha, Minister für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, Peter Weiß, MdB, 1. Vorsitzender Aktion Psychisch Kranke e. V. und Schirmherr des Deutschen Reha-Tages 2021, sowie Petra Krebs als Mitglied des Landtages sprechen Grußworte.

Ganz aktuell spielt Rehabilitation für an Corona erkrankte Menschen eine große Rolle, damit sie den Weg in einen unbeschwerten Alltag zurück finden. Bei etwa jedem siebten bis zehnten Patienten in Deutschland wird nach einer überstandenen Covid19-Infektion Long- bzw. Post-Covid diagnostiziert. Für sie kann eine Rehabilitation sinnvoll oder sogar notwendig sein. Aber auch Familien sind durch die Einschränkungen des Lockdowns aus ihren Sozialstrukturen gerissen worden – sodass Kinder und Jugendliche und ihre Eltern durch die Pandemie in einem hohen Maß psychisch belastet  waren und sind. „Durch die Behandlung von kleinen und großen Patienten im Lungenzentrum Süd-West an den Fachkliniken Wangen haben wir umfangreiche Erfahrungen mit allen Stadien und Auswirkungen des Coronavirus gesammelt“, erläutert Buket Koyutürk, kaufmännische Leitung Kinderkliniken an den Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen und Vorsitzende des Fachausschusses Kinder- und Jugendrehabilitation beim Bundesverband deutscher Privatkliniken. „Unsere Erfahrungen möchten wir mit der Fachwelt teilen. Deshalb haben wir aus Anlass des Deutschen Reha-Tages zu einem Symposium mit Experten eingeladen.“

In drei Fachvorträgen geht es zum einen darum, konkret aus pädiatrischer, kinder- und jugendpsychosomatisch-psychiatrischer sowie neurologischer Sicht zu erläutern, wie Reha Menschen in Zeiten der Pandemie wirklich helfen kann. In einer Podiumsdiskussion loten die Kinder- und Jugendpsychiaterin Dr. med. Nora Volmer-Berthele, der Kinderarzt und Lungenspezialist Prof. Dr. med. Josef Rosenecker, der Neurologe Prof. Dr. med. Paul-Jürgen Hülser und der Pneumologe Dr. med. Dominik Harzheim aus, wie Rahmenbedingungen für eine solide und nachhaltige medizinische Versorgung von Menschen gestaltet sein müssen. „Denn obwohl Reha stark macht, wird sie seit Jahren geschwächt“, ist die Erfahrung von Buket Koyutürk, „sodass in der jetzt zu Ende gegangenen Legislaturperiode der Anteil von Reha und Vorsorge an den Gesundheitsausgaben gesunken ist – obwohl der Bedarf gestiegen ist und weiter steigt.“ Deshalb fordern die Teilnehmer der Wangener Veranstaltung von der neuen Bundesregierung: Reha – Macht’s besser!

Die Forderungen:

  1. Zu viele Rehaanträge werden abgelehnt – der Zugang zur Reha muss leichter werden. Wer sie braucht, sollte nicht mehr um sie kämpfen müssen.
  2. Reha-Leistungen müssen besser vergütet werden, denn unter dem aktuellen Preisdumping leiden die Kliniken und ihre Beschäftigten ebenso wie die Patientinnen und Patienten. Dazu gehört auch, dass vor allem unter anderem die Krankenkassen die Reha-Kliniken allein nach den Kosten und nicht nach der Qualität beurteilen.

Was kann die Politik besser machen?

  1. Den so genannten Genehmigungsvorbehalt der Krankenkassen aus dem Gesetz streichen. Für eine Reha muss eine ärztliche Verordnung reichen! Das heißt, eine Reha gibt es dann einfach wie ein Medikament in der Apotheke auf Rezept.
  2. Den Deckel vom Rehabudget nehmen – also so viel finanziellen Spielraum lassen, wie benötigt wird.
  3. Das gesetzlich festgelegte Wunsch- und Wahlrecht von Patienten stärken.

Was ist der Reha-Tag?
Das wichtigste Ziel des Reha-Tages ist es, die Bedeutung, Leistungsfähigkeit und Wirksamkeit der Rehabilitation in Deutschland in gesundheitspolitischer und gesellschaftlicher Hinsicht deutlich zu machen. Er setzt sich für die Stärkung und die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Rehabilitation, die Einbindung der betroffenen Menschen und die enge Vernetzung aller an der Rehabilitation beteiligten Akteure ein. Der Deutsche Reha-Tag stellt die beispielhafte Vielfalt und Qualität der Rehabilitation vor Ort in den Blickpunkt der politischen und medialen Öffentlichkeit.

www.rehatag.de

 

Quelle: Waldburg-Zeil Kliniken, 24.09.2021

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